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Der Israelit · 1860-06-13 · Heft 3 (13.6.1860) · page 4

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Journal
Der Israelit
Volume
1 (1860)
Issue
Heft 3 (13.6.1860)
Date
1860-06-13
Page
– (sequence 4)
Language
German
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—^^^ ' - - - -'s.^ . 28 . " treten; der „Israelit" wird der; Sammelplatz aller Frommen in Israel werden, denen die Wahrung unsrer geistigen Errungenschaften über die der materiellen geht; die Orthodoxen werden der Sprachlosigkeit, zu der sie bis jetzt, aus Mangel eines weitvernehmbaren Organs, verurtheilt waren,' entsagen - und werden mit lauter Stimme die Zweckmäßigkeit derjenigen erprobten Heilmittel verkünden/ die das i religiöse Leben Ln Israel, trotz nahe an.2000jähriger Zerstreuung, gesund und lebenskräftig erhalten ^haben. „Der Israelit" muß vor Allem dem Israeliten seinen hohen Beruf, als Träger der ungetrübten göttlichen Lehre, klar zu machen bemüht sein, er muß seinen Glaubensgenossen die Lehre begreiflich machen, i daß Israel mit seiner Religion unzertrennlich ver- ' wachsen ist und daher mit der Nichtbeachtung seiner Religionsvorschriften, Israel seinen Untergang selbst ' herbeifühtt; was tausendjähriger Druck und die nachsichtsloseste Verfolgung von Außen nicht vermochten, , das droht jetzt dem Judenthum von seinen eigenen resormsüchtigen und indifferenten Söhnen! Es ist daher kein leichtes Unternehmen, in einer solchen Zeit, wo der Materialismus den Geist in Fesseln geschlagen hält und seine Ansprüche gänzlich . desavouirt, sich, für die den Geist zur Thätigkeit erweckenden Lehren unsrer heiligen Religion eine geneigte Leserschaft zu verschaffen. Allein, da Sie, geehrter Herr Nedacteur, sich die Ausgabe gestellt haben, dieses edle Ziel zu erreichen, so ergeht der Ruf des für Gott begeisterten Feldherrn auch an Sie. — 15'p^-r NP2 pmnv pm (Sam. n. Kap. 10. Vrs. 12). Lasten Sie Ihren Muth nicht sinken! Gestützt auf die Heiligkeit der Sache, die Sie Verfechten, wird sich Ihre Kraft zur Ausdauer stählen, und die Anerkennung der Mitwelt, und der - Dank der späteren Geschlechter, wird nur ein geringer Theil des Lohnes sein, den Sie von der göttlichen Gnade zu erwarten haben. Auch im Schooße Unsrer großen Gemeinde scheint ein Embrio sich entwickeln zu wollen; ob es ein lebend- oder todtgebornes Kind sein wird, wird sein sein Eintritt in die Welt zeigen; der hiesige „Lloyd" brachte nämlich in Nr. 118 d. unter andren Tagesneuigkeiten die Mittheilung, daß vom : Juli l. I. angefangen, eine für jüdische Kreise berechnete Zeitschrift, unter? dem Namen >,Karmel?, zweimal wöchentlich hier erscheinen wird;-an .der Spitze derselben steht der Rabbiner Herr Dr. Meisel. - Nach dem'„Pesther Lloyd" hat sich dieses Unternehmen die Aufgabe gestellt »die im Judenthum zwischen der Partei der „Orthodoxen und der der Reformer gährende Kluft aus- „zufüllen, den schroffen Gegensatz der Parteien unter „dem Banner der Duldung auszugleichen, Bildung und „religiöse Erkenntniß zu verbreiten, den synagogalen „Gottesdienst zu veredeln, und. schließlich die Eintracht „unter den Kultusgemeinden selber (?) zu fördern und „zu kräftigen." Auf dieses löbliche Bestreben läßt sich der Ausspruch des Propheten Elijahu auf dem Karmel (Melachim I. Kap. 18. Vrs. 21) trefflich anwenden. O'SPO,-> 'NL/ - Vp O'NOS 'yp Np Ich werde Ew. Ehrw. seiner Zeit , ausführlich darüber berichten, bis dahin hoffen wir auch von diesem Unternehmen das Beste! N. Drocess Hrururer — Humnärr, -'-(Schluß.) > „Aber Herr Brunner nährt seine Leser mit dem Abhub derselben undhütet sich wohlweislich, eine jener tausende von . Widerlegungen zu erwähnen, die seitdem stattgefunden. Er'beweist noch immer, daß die Juden keine Eide dem Christen zu halten verpflichtet sindselbst das wahnwitzige Mührchen von dem jüdischen Durste nach Christenblut in den Osterfeiertagen ist ihm nicht zu schlecht, um es als Thatsache hinzustellen. Es ist ein grausamer Kitzel , den er seinen. Lesern bereitet; sie sehen ein Völkergespenst mit hidösen Zügen, verworfen in seiner Sittlichkeitfeinem Verkehr, seinem Glauben und Hoffen, seinem Denken Und Fühlen, mitten durch die christliche Gesellschaft schreiten. Die tollsten Ausgeburten einer fanatisirien Phantasie müssen sich nach und nach mit dem Bilde identificiren, welches Herr Sebastian Brunner von einer Million österreichischer Staatsbürger mit der Unermüdlichkeit des Hasses und der Gewissenlosigkeit zu entwerfen strebt. Was ist der letzte Zweck dieses Mannes und wohin zielt seine Arbeit?? Daraus hin angeklagt haben Herr Kuranda und sein ausgezeichneter Vertreter Herr Dr. Berger den Beweis der Wahrheit geführt: - 1) daß Herr Or. Brunner sich eines schlechten

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