Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 1 (1860)
- Issue
- Heft 3 (13.6.1860)
- Date
- 1860-06-13
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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27 gerne in seine Reihen aufnchmen und unfern speciellen Interessen, die doch immer allgemein jüdische find, die gehörige Vertretung gönnen. Findet Euch also ein im Lager des Herrn, schaaret Euch um-das heilige Panier — — Alle, denen es am Herzen liegt OD'ä'^OTl 1)2 NNO«.M TNMT1 TI'2)TI^PM^ O'I'-NOI, und seid des Erfolges sicher, denn ^>«->i7' NL). — Der Sieg des „Israeliten" bleibt nicht aus. — Und Du, lieber „Israelit", wirst in Verfolgung Deines frommen Zweckes, im Vereine nrit edlen Männern Dein vorgestrecktes, löbliches Ziel erreichen, Deinen specifisch jüdisch bedeutungsvollen Namen erst recht verherrlichen und rechtfertigen, O'p^>« Op wiw n Du wirst mit Gott und mit Männern im Verein gekämpft haben, und daher auch obsiegen. Preßburg cnpmio )Ti iiO« 5620. II. Israel als Kämpfer. Bevor wir noch die ersten Nummern der orthodoxen Zeitschrift „Der Israelit" zu lesen bekommen, können wir-nicht umhin, unsre unwillkürlich an diesen Namen geknüpften Bemerkungen darzulegen. Es scheint als wenn „der Israelit" sich nicht als intensive, sondern vielmehr als extensive Nothwendigkeit ankündigen wollte. Dem orthodoxen Judenthume genügt klares Bibelverständniß, die Erkenntniß der Pflichtenlehre nach dem ganzen Umfange der Tradition, nebst dem mündlichen Ausdrucke als Erklärung zur Gefühlserbauung. Schöngeisterei, moderne Lektüre auf religiösem Gebiete sind nichts als imaginäre, von der Neuzeit künstlich hervorgelockte Scheinbedürfnisse, wie so manche seit der Zeit, der Entdeckungen dem Menschen unentbehrlich gewordenen Lebensannehmlichkeiten; und doch bleibt die Religion in ihrer herkömmlichen Naivität die beste Pflegerin von Geist und Herz, von Seele und Gefühl. Die Psalmen, in ihrer uralten Originalität treu gegeben, bleiben die unübertrefflichsten Klänge im sublunarischen Leben. Also, nicht die innere Nothwendigkeit, nein, der Kampf nach außen, Schutz und Abwehr gegen wühlerische Eingriffe, Schirm und Schild gegen feindselige Zumuthungen, hierin findet „der Israelit" seine Aufgabe und Bestimmung, nur hiedurch könnte er auch dieses Namens würdig sich bewähren als Erinnerungspunkt und Abglanz unsres Urvaters Jakob. In frommer Unschuld, durchdrungen von seinen Pflichten und erleuchtet durch Belehrung, lebte dieser unser Patriarch in eingezogener Stille lange unter diesem Namen, bis endlich Bruderhaß, Neid und Scheelsucht, Menschenlücke, Lug und Trug das Herz zur Thatkraft entflammte, und er den Kampf aufnehmen mußte mit Geschick und Widerwärtigkeiten. Als er aber ihn siegreich bestanden und Feinde in Freunde umgewandelt hatte, da wandelte der allmächtige Gott auch seine Benennung um, und setzte mit dem Namen „Israel" dem Gotteshelden und Gotteskämpfer die Krone des Verdienstes auf. Treffend und belegreich finden wir diesen Jdeengang kurz und klar im prophetischen Geiste des großen Jeschajahu abgespiegelt. Kap. 44. Vrs. 5. 1-!' 2TQ' TIN 2PP' OV2 «Np' TIN' ')« NO«' TN TUN' V«nl7' OL'21 Wer mit Wort sich zu Gott bekennt, heißt mit Namen Jakob; wer schriftlich mit der Hand für Gott kämpft, wird betitelt: „Der Israelit." Und so wollen wir denn zum Freundschasts-.- grüß für diesmal schließen mit dem aufrichtigsten Herzenswünsche, daß es dieser Zeitschrift nie an Kraft gebreche, für die Gottessache den Kampf zu führen, und daß es ihr auch gelingen möge, durch die überzeugende Darlegung der Principien unsrer heiligen Lehre Herzen zu gewinnen, Gotteserkenntniß zu verbreiten, Böswilligkeit zu bannen und Feindschaft in Freundschaft umzuwandeln, ^«iw' vp Friede schwebe über dem Namen: „Der Israelit." III. Pesth im Mai. Ehrwürdiger Herr! Die Kunde von Ihrem, für die wahren Interessen des Judenthums förderlichen Unternehmen, hat sich mit Blitzesschnelle in allen Gemeinden Ungarns verbreitet; sichtbar war die Freude, die das Herz jedes frommen Mannes in Israel darob erfüllte, und aller Orten rüsten sich bereits tüchtige Kämpen, um für die Erhaltung unsrer heiligen Religion und ihrer Institutionen, in die Schranken zu