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Der Israelit · 1860-06-13 · Heft 3 (13.6.1860) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
1 (1860)
Issue
Heft 3 (13.6.1860)
Date
1860-06-13
Page
– (sequence 2)
Language
German
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die mit pp'diO 7!Q2^und;P21S 21p' anfangen, um mit öffentlicher Sabbätentweihung und. SäniüionrÄng des. Ehebruchs" zu ondigen; mögen sie aber auch-lernen, daß es nicht genügt, sich dem Strome der Zeit entgegenzustellen, sondern daß es nöthig ist, sich auf die Höhe der Zeit zu stellen, namentlich den Unterricht der Jugend selbst in die Hand zü nehmen, damit das religiöse Wissen nicht von den Anforderungen des Lebens verdrängt, sondern mit dem bürgerlichen Wissen vereint, damit allgemeine Bildung von der Religion getragen und von gründlicher Kenntniß derselben durchdrungen werden Möge das Verdienst jener großen Männer unsrer heiligen Nation, die in Ungarn gelebt und gelehrt haben, die rüstigen Kämpfer stärken und zum Siege führen! ^5/ ' // / , i..' Friedensgruß aus Ungarn. 2i2pdi pinid Heil, Heil den Fernen und den Nahen; Heil und Segen Dir, räumlich uns fernem aber geistig uns nahem, durch Religion und Gesinnung befreundetem und verwandtem „Israeliten." — Empfange freundlich, echt orthodoxer „Israelit Deutschlands," den warmen Händedruck, den herzinniglichen Friedensgruß und Segenswunsch Deiner nicht minder orthodoxen Brüder im fernen Ungarlande, die Dein kampfgerüstetes Erscheinen auf dem Schlachtfelde des Herrn, Dein vertrauensvolles Auftreten und Einstehen für Wahrung der Interessen des wahren Judenthums mit einem freudigen 11-12 ^2 OV2 X2.-1 begrüßen und Dir aufmunternd zurufen -jvp ^21 -jb, wandle getrost Deinen frommen Weg, Deinem Dir vorgestreckten erhabenen Ziele entgegen, der Ewige wird mit Dir sein und Dich zum endlichen Siege.führen, nnndvii '2 denn der Kampf ist ja für Gott! — Auch wir haben das letztzeitliche Gebühren der sich wiederum regenden innern Feinde des Judenthums, um mit Philippson und Consorten zu reden, mit Freuden wahrgenommen und freuen uns, daß diese Regungen ihre Gipfelung gefunden in einem öffentlichen Organe, welches den geweihten Boden bietet, auf dem sich gleich und Ereu Gesinnte begegnen, alle Berufenen und Befugten, für Gott und feine Thora Begeisterten von Nah und Fern sich die Bruderhand zun: gottgefälligen Wirken bieten, 26 und Mit vereinten Kräften den Gotteskampf aufnehuren können, wo° dem Worte das Wort, der Lüge die Wahrheit, deri arroganten Ignoranz— mit Be- .scheidenheiL gepaarte, allseitige Tüchtigkeit, dem Scheine die Wirklichkeit - entgegengesetzt und der Wahrheit eine Straße'gebahnt werde. — Daß aber dies ein Zeitbedürfniß auf jüdisch-religiösem Gebiete, das erkennen wir hier zu Lande um so mehr an, als bei uns „die Stürme noch nicht verrauscht," „die Reformatoren sich noch nicht überlebt," sondern erst zu leben und sich zu regen beginnen, und wir nun den in Deutschland längst überwundenen Standpunkt einnehmen. — In letzter Zeit erst haben in unserm Heimathlande destructive Bestrebungen,- freche Angriffe auf Rabbiner und Nabbinismus, auf Talmud und Schulchan Aruch im öffentlichen Worte Ausdruck und Verbreitung gefunden. Daß passives Seufzen und Klagen, was bis jetzt einzig und allein jenem Treiben entgegengesetzt wurde, nur die eigenen, nicht aber des Gegners Kräfte bricht, was äuchMene-wol wissen und darum hämisch sich ins Fäustchen Mächen, deß sind auch wir überzeugt; hier thut. nicht achselzuckendes Bedauern, sondern die rettende Thät Noth. — Wir zweifeln auch nicht,-^daß.. hüben wie "der Sieg,2"p2 ein sicherer" und leichter sein wird —- aber kein Sieg ohne vorhergegangenen Kampf. — Auch uns fehlt es d".2n nicht an kampfesfähigen, gottbegeisterten, wortbegabten „Männern" ^2 1212 2^-r 22 die es drängt, den hingeworfenen Fehdehandschuh aufzunehmen, wie mehrere in letzter Zeit erschienene Flugblätter zur Genüge beweisen, aber der eigentliche Boden, auf dem sich all diese Kämpen zusammen träfen, die Wahlstatt mangelt; es fehlt uns, was unfern Gegnern gegönnt ist und ihnen eben so sehr zu statten kömmt: Die Gelegenheit, sich oft und leicht in sich regelmäßig wiederholender Weise öffentlich aussprechen, für seine Meinung einstehen, seine Ueberzeugung vertreten zu können. Wohlan dennmeine fernen Freunde und Brüder in Gott und im alten talmudisch-jüdischen Glaubendie Gelegenheit ist geboten, die Wahlstatt ist gefunden, auf der wir uns sammeln können ^2 Oindd, der „Israelit", der als einen seiner frommen Zwecke auch den nennt: //Die orthodoxen i Juden einander zu nähern und sie in.gemeinsam! edlem Streben zu einigenwird hoffentlich, auch uns

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