Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 1 (1860)
- Issue
- Heft 2 (6.6.1860)
- Date
- 1860-06-06
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2446951-2446952-2446955--00029-3519373- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
22 Sonnabend (Samstag) auf einen andern Tag zu petitLoniren- Dieser AEag würde durch Stimmenmchrheit angenommen und dem Vorstände die Ausführung übertragen., Diogroßef Wichtigkeit des hier angenommenen Anttäges, dessen Ausführung so wohltätig auf die Feier' des Sabbats influiren würde, da den Gesetzestreuen ein bedeutender, materieller Schaden, und den Schwankenden eine große Versuchung erspart würde, 'macht es äußerst wünschens- . werth, daßvon allen preußischen Gemeinden eine derartige Petition gemeinsam an die Staatsregierung gesandt werden würde. Referent erlaubt sich daher an die löbliche Redaction die Bitten dieser Angelegenheit die Spalten ihres Blattes zu öffnen, damit gemeinsames Handeln' erzielt werde. (Die Redaction ist gern bereit zur Förderung dieser hochwichtigen Angelegenheit alles Mögliche beizutragen. Sie ersucht daher alle löblichen preußischen Gemeinden, an deren Wohnorten der Wochenmark Samstags (Sonnabends), abgehalten wird, sich in diesen Blättern bereit zu erklären, sich an eine Petition um Verlegung des ' Wochenmarkes auf einen andern Tag anzuschließen. Die RedactioN wird dann einleitende Schritte treffen, daß einer der löblichen preußischen Gemeindevorstände die Ausführung besorgt.) S ch w,e r z. Lengnarr. Geehrter Herr Nedacteur! Ihr Unternehmen, die Gründung einer orthodoxen Zeitschriftwurde hier mit Freude begrüßt, denn schon lange vermißt man ein jüdisches Blatt, welches von echt reKgiösen Grundsätzen getragen wird. Es wird Ihnen' diese unsre Gesinnung unglaublich scheinen, da Sie wissen, daß Herr vr. Philippson in jenem Schmahartikel gegen die Unterzeichner der bekannten „Ansprachean Äe Gläubigen Israels" hervorhebt, daß',' vbschön -unser ehrwürdiger Herr Rabbiner auch unterschrieben sei, die Gemeinde-dennoch einen Beilrag versprochen habe. Allein die Sache verhält sich ganz anders, diesen Beitrag wurde gezeichnet, bevor Man^üon^der Ansprache wußte unin bevor Me Fackel der Wahrheit"' geleuchtet hat; nachdem man abervon diesen Schriften Kenntniß hatte, war die ganze Gemeinde einer Meinung mit unserin Herrn Rabbiner. Much unsre Nächb'argerneinde Ober-Endingen theilt in 'Wser Beziehung unsre Gesinnung. In dem nahegelegenen Baden/ denn berühmtesten Bade- - ündnKurL orte der Schweiz, hat sich seit jüngster Zeit eine kleine ,^j? gebildet/ indemetwa 12 Haushaltungen- Lheils schweizerischer, theils ausländischer Israeliten dort wohnen, eine schöne Synagoge besitzen und nächstens auch einen eigenen vmw und. Lehrer anstellen werden. Die gute jüdische Restauration zieht namentlich viele jüdische Badegäste dorthin: G. Schweden. StoiFhvlm, 15. Mai. Nach einer lebhaften Discussion und erfolgter Abstimmung hat der O edonomie-Ausschuß heute dem vom Ireiherrn W. F. Tersmeden eingereichten Vorschlag zügestimmt, daß die Stände des Reichs um Ausfertigung einer Verordnung anhalten möchten, durch welche unter Aufhebung eines Paragraphen in der k. Verordnung vom 30. Juni 1838 festgesetzt würde, daß die in Schweden gebornen oder vom Könige zu schwedischen Unterthanen aufgenommenen mosaischen Glaubensgenossen ohne eine besondere Erlaubniß nöthig zu haben, das Röcht besitzen sollen, festes Eigenthum im Lande zu besitzen und zu kaufen. (Nat.-Z.) Stockholw, 18. Mai. Der Constitutions-Ausschuß trägt auf Wahlrecht zum Reichstage für die Juden an. Es scheint nur der Priesterstand sich widersetzen zu wollen. Der Oekonomie-Ausschuß trägt auf Berechtigung der Juden zum Erwerbe ländlichen Grundbesitzes an. Die Zahl der Juden ist übrigens hier sehr gering. (F. I.) Australien. Coulburne. Es ist erfreulich, wahrzunehmen , wie jüdische Auswanderer, die ihr Vaterland in dürftigen Verhältnissen verlassen, durch Fleiß, Ausdauer, Rechtschaffenheit und. erfolgreiche Unternehmungen in der neuen Welt allmählich zum Wohl-. stände und-zu ehrenvollen Stellungen gelangen. — Solchein Beispiel bietet uns Herr Joseph -Collins, der — wie man uns erzählt — vor . 13 Jahren als armer Jüngling-London verließ und vor Kurzem/^- wiedas' Coulburne' Chronicle berichtet —. zum Alderman seiner Stadt gewählt, würdet Unser Berichterstatter erzählt uns - weiter, daß > setzt, in - Coulburne eine jüdische Gemeinde von etwa. 40 .Mitgliedern wohnt, welche -ihre -religiösen Vorschriften mitgewissenhafter Sorgfalt - beobachtet- .Kein Einziger