Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 1 (1860)
- Issue
- Heft 2 (6.6.1860)
- Date
- 1860-06-06
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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gelegenheiten, seien siea ns i ch noch so wichtig, nur Nebendinge; selbst -riNvp stehen' der niin nach und müssen ihr! nachstehen, denn ohne TiNn gibt es keine TrN^ .und ckein n^; darum, erwachet Ihr Schlafenden und seid wirksam thätig, da es noch Zeit ist!— . . ' l In großen Gemeinden dagegen, wo die Reform Vorherrscht, wo Rabbinatssitz und Synagoge und die übrigen Gemeindeinstitutionen sich in den Händen der sogenannten Neuen befinden, ist die Trennung das einzige Rettungsmittel. Ohne diese zersplittert und Vergeudet sich die Kraft in mühevoller und fruchtloser Anstrengung. Diese Behauptung bedarf nicht mehr des Beweises, die Erfahrung des letzten Jahrzehnts hat ihre Wahrheit genügsam betätigt: Blicken wir auf Frankfurt a. M.. Wie zerfahren, wie traurig waren in dieser Stadt noch Vor zwölf Jahren die religiösen Zustände. Da beschlossen einige wenige Männer, um Trennung zu petitioniren, und welches ist der Erfolg? Jetzt finden wir in Frankfurt eine der hervorragendsten orthodoxen Gemeinden der Welt,' hervorragend durch Frömmigkeit und Intelligenz - vertreten durch einen Rabbiner, der zu den ersten seiner Zeit zählt, im Besitze einer Unterrichtsanstalt, die ein ganzes, großes Geschlecht intelligenteredler, echter Juden heranzieht, ja, schon herangezogen hat, im Besitze von Gemeindeinstitutionen, die kein voriges Jahrhundert besser auszuweisen Vermochte. ' Was wäre daraus geworden, wenn diese Trennung nicht erfolgt wäre? Jetzt hört man in Frankfurt nicht mehr Seuszer und Klagen, die Reibungen haben aufgehört und sind dem Frieden gewichen, 'und statt der ehemaligen Verzweiflung Herrscht hoffnungsvolle Zuversicht; ein neues Geschlecht wachNdort heran, das die ehemalige thallose GleichgMgkeit kaum noch zu begreifen' vermag und mit Recht -verurtheilt. Darum auf, ihr Brüder in A., WB., Ln C.,läßt Euch Eure Religion nicht-rauben, sondern schaffet- Euch die Möglichkeit, -für ihre Erhälttmg zustorgen;-seid ihr erst von der herrschenden M^örität getrennt-, so wird es "Euch ein Leichtes sein - für Synagoge, 'Schule, Rabbiner , Lehrer, Schechitah rc.^ zu-sorgen,' wie Gottes Gesetzes vörschreibt.-Ihrweiittdas sei schwierig? Ja,-leicht MW es-Älerdings ^nicht; wo bleibt aber denn Euer ^Menthum/ das EüchzN völliger'Hingebung^ und Aufopferungsfähigkeit verpflichtet?' - Seid' Ihr' nicht gern bereit, Euer Leben zu opfern zur Heiligung des Göttlichen Namens? - Euer Leben -wollt Ihr opfern, aber nickte Eure-Zeit, Euer Geld, -wollt keine Krastanstrengung machen, Euch keiner Mühe und Unannehmlichkeit unterziehen! Ist aber Euer Judenthüm wahr und echt, und Eure Orthodoxie kein bloßer Name, so dürft Ihr weder Opfer an Zeit und Geld, weder Mühenoch Krastanstrengung scheuen; darumlasset Euch nicht von einer reformsüchtigen Majorität dominiren, rettet Euch vielmehr und Eure Kinder vom sichern Verderben.- Es ist uns in Bezug auf-die eben besprochenen Verhältnisse von ünsern Gegnern der Ausspruch: ptrenne Dich nicht von der Gemeinde, vorgeworsen; das aber ist Thorheit und Aberwitz. Nur die orthodoxen Juden bilden die Gemeinde, die andern zählen nicht mit, wie es sich ja aus und zur Genüge und vielfach ergibt.' ' . Zu bedauern ist allerdings derjenige orthodoxe Jude, der in seiner Gemeinde mehr oder , weniger vereinzelt steht. Das Verhalten desselben kann nicht anders als negativ fein. Er muß sich wie.'einen solchen betrachten, der allein oder mit noch zwei oder drei-Glaubensgenossen in einem-Dorfe wohnt, und hat darnach sein Thun und Lasten einzurichten. - Das Allesnstehen berechtigt ihn ebensowenig von der eines unwürdigen oder unfähigen viM zu essen, wie der einsame Dorfbewohner vom nichtjüdischen Metzger sein Fleisch beziehen darf,, er darf ebensowenig,seine- Kinder von einem unjüdisch-jüdischen Religionslehrer unterrichten lasten, wie es-dem Dorfbewohner gestattet ist, seine Kinder am nichtjüdischen Religionsunterrichte theilnehmen.! zu lasten -- es ist eben ein Unglück,, sovereinzelt stehen zu wüsten, und kann man dieses Unglück: nicht heben, .so/.muß man sich und sein Haus'abschließen, nicht so viel wie man kann, sondern so', viel wie man muß... Es bleibt uns nunmehr noch mit wenigen Worten zu - erörtern 'übrig/? was - der - orthodoxe Jude : für die jüdische -Gesammtheit-zu r-thunhat/ Allgemeine Regeln lasteM sich darüber-Nicht aufstellen / jede einzelneaustaüchende > Ftage^erfordert^besondere -Beurtheilungsweisen.- Er däs^Gine Mag stets festgehülten werden/daß die-gleich'eMnschäüuNg/ daß^'gleiches