Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 1 (1860)
- Issue
- Heft 1 (15.5.1860)
- Date
- 1860-05-15
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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9 mich emporgezogen, Haft nickt triumvhiren lcwen meine Feinde über mich!" Den Korb auf der Schulter, spricht der Opfernde das vorgeschriebene Dankte bet (V. B. M. Oap. 2t!), erinnert sich der trüben Vergangenheit, der wunder bann Gottesleitung und erfreut fick dankbar der köstlichen Gegenwart. Dann macht der Priester die vorgeschriebene Wendung, der Korb wird nieder-gesetzt am Altäre Gottes, noch einmal neigt sich vor . seinem Schöpfer der Opfernde und wandert, Gott im Herzen, der trauten Heimlich zu, um seiner: Kindern zu erzählen von der schönen Gottesstadt und dem heiligen Tempel, seinen Kindern, die ja auch sind, wie ' die Erstlingsfrüchte, heilig dein Herrn! — (Ierem.! Cap. 2, B. 3). Einr' kriijMcke Mal. „Ein Fuoe, d^r als Soldat im österreichischen Heere diente, sich bei Mmtelullo ausgezeichnet und , die große silberne Tapferkeitsmednille erhalten hatte >. wurde bei Mgeirta gefangen; doch gelang cs ihm auf die abenteuerlichste Weise zu entkommen, und er traf! gerade recht bei stinem Korps ein, um die Schlacht! von Solstrino mitzumackeu, wobei er sich abermals dermaßen anszeichnete. daß er die goldene Tapfer keitsmedaitte erhielt; irr dieser Schlacht wurde er je doch-schwer verwundet und verließ in der Folge den Militärdienst. — Dieser Mann fand sich vor einigen Wochen in der Audienz bei Sr. -Majestät ein und! stellte in derselben die Bitte, Se. Majestät möge geruhen, ihm eine Anstellung zu verleihen. Er trug! bei der Audienz einen ziemlich fadenscheinigen Nock,! an welchen die beiden Medaillen, jedoch ohne Bäuj der geheftet, waren. Nachdem der Bittsteller siin Gesuch voraetragen, fragte der Kaiser: „Warum tragen Sie die Medaillen ohne Band ''" Ter Manu eiwiedcrte, es fehle ihm das Geld, mn Bänder -n kaufen. „Geben Sie die; Medaillen h^r!" sagte der Kaiser in dem kurzen Ton des Kommando. Der Mann erblaßte vor Schrecken und ft gte schweigend dir Medaillen in die Hände des Monarchen, worauf der Kaiser sagte: „Morgen verfügen Sie sich zu meinem General-Adjutanten, wo Sic das Nähere erfahren werden." Tags daraus begab sich der Mann in die Burg; der General- Adsutam empfing ihn 'ebr irenudlich. ging in ein Nebenzimmer und brachte aus selbem einen Ossizierswaffenrock, am welchen die luideu Medaillen und der Orden der eisernen Krone geheftet waren, nnd übergab ihm denselben mit den Worten: „Se. Majestät ernennt Sie hiermit zum Lieutenant und sendet Ihnen hier die Medaillen mit Bändern versehen, nebst -WO fl. zu Ihrer Equivirnng." Biele wlcker hochherziger Handlungen mögen in der rnln. ecnMchen Zeit während de-:-Krieges und seit demselben die hingehenden Kämpfer Oesterreichs beglückt haben, all in eo ist eben in Oesterreich nicht Brauch, jedes Wort und st den Zug des Monarchen durch die tausendstimmige Fama in die Oeffentlichkeit zu bringe :. Der Umstand, daß es ein Jude war, den die kaiserliche Gnade beglückte, darf uns die beruhigende Ueberzcngung verleihen, daß die Majestät dem Verdienst nnd dem Patriotismus gegenüber keinen Unterschied der Eonsessionen kennt. i .llack dem „Fortschritt" O. b.) Lei! Ais rar!! Heil Iisrael, nur gleichet Dir? Dich schützt, mein Volk, der Herr; Er ist Dein Schild und Siegspanier. Dein stolzes Schwert ist Er. Trum sei getrost nnd härm' Dich nicht, Komm's, wie es kommen mag! Dir leuchtet Gottes Angesichts Und wandelt Nacht in Tag.! Zwar ist's jetzt trübe, finstre Zeit, Die Dich, mein Volk, bedroht; Unglaube, Wahn herrscht weit und breit, Höhnt Dich mit bald'gem Tod; Doch Du, mein Volk, verzage nicht. Du lebst, erhebst Dich hoch, Dir leuchtet Gottes Angesicht, Was bangst und zagst Du noch? Sieh', Frühling ist'-ö, die Eiche dort Wirft ab das Winteriaub, Die Blätter sind schon längst verdorrt, Nimm hin sie, Sturm, zum Raub! Der Stamm schmückt sich mit re ich rem Grün, An Kraft geb.ickt's ihm nie, lind Wandrer, die r-ornberziehn, — Fm Schatt n ruhen sie. —