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Der Israelit · 1860-05-15 · Heft 1 (15.5.1860) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
1 (1860)
Issue
Heft 1 (15.5.1860)
Date
1860-05-15
Page
– (sequence 5)
Language
German
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5 Nach dem Rituale bearbeitet und ins Deutsche über > modernen Rabbiner spuckt; wir weisen nur auf eintragen von Seligman Bär Bamberger, Distriktsrab-! hin: Herr PH. gibt Jakob Unrecht Esau gegenüber, biner zu Würzburg. Fürth, 5618. j Der Nachweis von Ungeheuerlichkeiten, wie die Durch- Der ehrwürdige, gelehrte Herr Verfasser hat sich! bohrung des Ohrs der hebräischen Magd und die durch dieses treffliche Büchlein den Dank aller Derer liebenswürdige Bekanntschaft mit Herren Peter Pferd erworben, die da wünschen, daß dem gesetzestreuen! und Peter Kamel, möge in dem Schriftchen selbst Eheleben die Heiligkeit und Reinheit erhalten bleiben , nachgelesen werden. Viele andre Stellen des Ph.'schen möge, die unsre heilige Religion niit Ernst und Strenge Bibelwerkes, die gegen die Tradition verstoßen und vorschreibt, ja, die mit zu den Grundpfeilern dersel-! von denen einige bereits in dem Aufrufe der orthobcn gehören. Die Darstellung ist schön und faßlich, : doxen Rabbiner gegen die genannte Uebersetzung namzugleich der Würde des Gegenstandes angemessen. i Haft gemacht sind, hat der Verfasser noch nicht be- Möge das Buch recht große Verbreitung und Beherrührt. Wir wünschen recht baldige Fortsetzung dieser zigung finden. — ebenso belehrenden wie zeitgemäßen — Blumenlese aus Wie wir hören will Herr Rabbiner B. auch ein PH's. Bibelwerk. Merkchen über .-w'.nw rn2^7.-> herausgeben; daß dasselbe an Vollständigkeit und Gründlichkeit der Behandlung alle bisher erschienen derartigen Bücher übertreffen wird, dafür bürgt der Name des Verfassers. Fackel der Wahrheit, eine kritische Deleuchtung des Philippsonschen Bibelwerkes von einem orthodoxen Bibelfreunde. Erstes Heft. Würzburg, Richter. Durch die Gefahr, die in der Stcreotypirung der , Ph'n. Bibelübersetzung liegt, ist dieses Schriftchen her-! vorgernsen worden. Daß eine wider die Tradition verstoßende Uebersetzung weit gefährlicher ist, wenn sie von ' einer jüdischen Vibelanstalt ausgeht, als die bekannten! Bieln der Missionsgesellschaft, liegt auf der Hand. Der Uebersetzung in der Missionsbibel glaubt man nicht! aufs Wort, selbst der Unwissende liest dieselbe mit! Mißtrauen und sucht über auffallende Stellen anderweitig Belehrung. Wer aber wird einer jüdischen Bibelausgabe mißtrauen, auf deren Titelblatt ein . jüdischer Rabbiner genannt ist, zu deren Zustandewln- .i men er selbst beigetragen hat? '! Ein hervorragender, in den weitesten Kreisen be-! kannter Rabbiner hat cs nun im vorliegenden Schriftchen unternommen, nachzuwcisen, daß Ph's. Bibelwerk von einem antijüdischen Geiste durchweht ist und häufig sich grobe Verstöße zu Schulden kommen laßt, die nur in crasscrUukenutuiß deS talmudischen Schriftj thums Erklärung finden. Herr Or. PH. steht auf dem Standpunkte des! protestantischen Rationalismus, ein Standpunkt, den die evangelische Theologie bereits überwunden hat, > de aber noch in den Köpfen unsrer sogenannten j Liederbuch für iSr. Schulen von Vr. Em. Hecht, Lehrer. Kreuznach, Voigtländer 1860. Der Verfasser will den Schülern Gesangslehrmittel in die Hände geben, deren Inhalt dem Geiste des Juden thums entspricht, und wir finden unter Anderm — ein Lied an den Ehannka-Baum. Kann es eine schmählichere Nachahmung nichtjüdischer Sitte geben! Ist das dem Geiste des Judenthums entsprechend? Heißt das nicht vielmehr ihn verleugnen? Selbst altjüdisches Herkommen haben die Weisen aufgehoben, wo Mißdeutung und Verwechselung mit nichtfüdischen Religionsgebräuchen hat stattsinden können, (siehe Chaje Adam Cap. 130, Z. 13.) und wir sollten unfern Kindern ein Lied an den Chanuka- Daum lehren, oder gar einen solchen aufstellen! Wahrlich, hätten wir weiter nichts an dem Buche zn tadeln, so genügte schon das Eine, es für unsre Kinder unbrauchbar zu machen. Ze!tmrgsnachrichLerr. Deutschland. Kassel, im Mai. Am 6. d. M. fand die jährliche Stiftungsfeier d S Philipp Feidel'schen .Waisenhauses Hieselbst statt. Nachdem Morgens die Knaben der Anstalt mit ihrem Hausvater sich an die Grabstätte des verstorbenen Stifters begeben und daselbst das übliche Gebet für den Verstorbenen verrichtet batten, ward Nachmittags die Feie:

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