Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 1 (1860)
- Issue
- Heft 1 (15.5.1860)
- Date
- 1860-05-15
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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General, Her? vr. PH., in diesem heiligsten aller! Kriege, in dieser Verteidigung von Haus und Herd! Kampfeslust glüht in uu'rer n ruft, o, zeigen Sie uns den Feind! > Herr PH. hat uns die inneren Feinde des Iudcnthums schon namhaft gemacht; es sind dieses die Unterzeichner einer Ansprache an die treuen! Gläubigen in Israel; mir heben unter ihnen hervor! den Obberrabbincr Ettlinger zu Altona, den Distrikts- - rabbiner Bamberger zu Würzburg, den Rabbiner Le- ' vian zu Halbcrstndt, den Rabbiner vr. Hildesheimer zu Eisenstadt, den Oberrath Altmann zu Earlsruhe. „Träume ich?" rufst Tn, lieber Leser, oder wird? hier etwa der Don Onirote citirt und nicht die all-; gemeine Zeit, des Iudeuth., ein unparteiisches Organ! für alles jüdische Interesse? Diese Männer, Feinde ' des Judentums? Der hochgelehrte, allüberall geachtete, fromme Rabbiner Ettlinger ein Feind des In denthnms, der eines nicht geringeren Rufes sich erfreuende Rabbiner Bamberger von Würzbnrg und all die andern, Feinde des Indenthums? Wenn das des Iudenthums Feinde find, da '.r echtst Tu wohl seine Freunde kcuucn? Und wenn sie Herr Di . PH. Dir nennt, da sprich nur getrost- Gott behüte mich vor solchen Freunden! Zlber Du bist begierig, verehrtester Le'er, zu wissen, wieso diese Herren zu der Ehre kommen, von Herrn Di. Pb. also gebrandmarkt zu werden. Herr vr. PH. hat vor Jahren eine Bibelübersetzung mit Commentar hcrausgegeben. Ueberietznng und Eom meütar sind durch und durch unjüdisch, protestanisch rational Auffassungen in den Einleitungen, grob. Verflösse gegen das spezifische Inknnthum, d.i. gegen die Darlegung der Gesetze unsrer heiligen Religion im Werke selbst. Diese Ucbersetznng und dieser Eom mentar. so lange sic als das Werk eines Privatman nes ohne weitere Prätension auftrateu. winden wenig beachtet. Jetzt aber hat Herr Dn. PH. eine israelitische Bibelau stalt gegründet, angeblich nm der Verbreitung der Missiousbibeln unter Juden eutge genzutrekcn Dev Gedanke an sich so löblich und cmpfehlungswertb, birgt aber eine große Ge fab i in sich. Eine israelitische Pibe laust alt läßt eine Urb, rsctzung sterevtiipircu; 100,000 Exemplare werden vielleicht im Lause der Zeit abgedruckt und empfehlen sich Jedem durch Ausstattung und Billigten des Preise Welches wird nun diese Uebcrsetzung sein? Sn weit wir Herrn Dr. Pb. kennen, keine andere, alk seine eigene. Freilich sollen abweichende Uebersctzurrgen an den Fuß gestellt werden. Doch wer, außer den Fachmännern, liest die Fnßbemcrkungen? Auch einen Commentar hat Herr Dr. PH. in Aussicht ge, stellt, wiewohl er es jetzt leugnet. Er hat dem Dr. Engelbert in Elberfeld Berüchsichtigung seiner Wünsche in der allgem. Zeit ds. Iudeuth. versprochen, und. dieser hat einen Commentar gewünscht. — Die in ihren Folgen unabsehbare Wichtigkeit dieser zu stercotypirenden Bibelübersetzung erkennend, haben einige Männer Garantien für den jüdischen Geist derselben, verlangtHerr Dr PH. bat diese Männer keiner Antwort gewürdigt, oder doch nur in Drobungcn und Schmähungen geantwortet. Jetzt nun haben -tv orthodoxe Rabbiner eine Ansprache erlassen, in der sic vor der projcctirten antijüdiscbeu Bibclnusgabe warnen und ans die Gefahr, die in derselben iürdas Judentlmm liegt, aufmerksam machen. In Ar.!7 seiner Zeitung hat Herr lO . PH. geantwortet — aber wie geantwortet! Die Verstöße und Entstellungen in Ucbersetznng und Commentar. die man ans großer Menge nur hcransgcgrifsen hat. gibt er der Hauptsache nach zu, aber die Personen, von denen die Ansprache ansgcgangen ist, sucht er zn — verdächtigen, nein das kann.er nicht, — er sucht sie lä 6) erlich zu machen. Was. ich frage, was könnte mau nicht lächerlich machen? E> gelingt mit leichter Mühe das Erhabenste und Heiligste zn beschmutzen und zn besudeln, über Schechita und Lulaw, über s":und zn spotten und zu lachen. Aberder Spetter charactcrisirt sich dabei, wir m fahren dadurch, daß er Ben.Übungen um heilig-. Rcligionsgesctze lächerlich findet. müssen ik-n doch auch Bibel und Talmud, die diese Gesetze v orschmib e n und er klären lächerlich erscheinen' Spott.n Sie nur, Herr Di., über Reb Ehe-ne und RebMatbeo — cs wird Ibnen HLeryand dicün Hohn vergelten und den Herrn Dr. Pb attr Reb bezeichnen, weil Sie dieün Ehrentitel niclt verdienen, weil Sie ihn nicht verdienen, trotzdem das; die WUt in der Zeit, ds. Indenth's. wüderholt gelesen hat, daß Herr Dr PH. mit 10 Jahren über einen griechischen Dichter, mit l^ über Spinoza Werk? edirte, daß in derselben j Zeitung stets das scho seine Ruhmes epuommen