Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
- Journal
- Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
- Volume
- 1869
- Date
- 1869-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/9643684-3089694--0093-3519199- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
I. Gründung des Philanthropin. Geisenheimer. Hetz.') „Als", so beginnt das Protokoll über die am 1. Januar 1804 abgehaltene erste Zusammenkunst der Gründer unserer Schule „durch Veranlassung des Waisenkindes Moses Weintraub aus Brody in Polen, bei dem man hervorstechende Geistesfähigkeiten bemerkte, eine freiwillige Subscrrption sowohl für dessen Unterhalt, als auch Unterricht eröffnet wurde, der Sammler jener Subscription fand, daß der Ertrag weit mehr, als zu dessen Behuf nothwendig sein würde, hervorbrachte, entschlossen wir hier Unterzeichnete uns, diese angefangene Wohlthat weiter zu verbreiten und mehrere arme Kinder in denen, in unseren jetzigen Zeiten nöthigen Dingen unterrichten zu lassen und mehrere Subscribenten zu sammeln, constituirten uns sofort unter folgender Benennung als: Erster Vorsteher, der Rechnungsführer sein soll, wozu Siegmund Geisenheimer, zweiter Vorsteher, der Cassierer sein soll, wozu Jsaac Michael Reis, dritter Vorsteher, der Gegenschreiber sein soll, wozu Jsaac Hirsch Stiebet, vierter Vorsteher, der Oekonom sein soll, wozu Daniel Hirsch Kulv ernannt wurden, vorbehaltlich in den folgenden Sitzungen die Pflichten?eines jeden besonders zu bestimmen. Vorläufig verbanden wir uns feierlich, mit vereinten Kräften und aus reiner Absicht bloß das Gute zu befördern, dieser Anstalt vorzustehen und sie empor zu bringen." i) Der folgenden Darstellung liegen zu Grunde: 1) die im Archiv unserer Schule aufbewahrten Sitzungs- Protocolle der Vorsteher des Philanthropin, die Subscribentenlisten, Rechnungsbücher, Contracte und sonstige Aktenstücke; 2) mehrere Geisenheimer und die Carlsschule betreffende Akten des hiesigen Stadt-Archivs, deren Nachweisung und Mittheilung ich der Güte des Herrn Stadt-Archivars, Prosessor G. L. Kriegk verdanke; 3) die Programme unserer Schule. Leider besitzt unsere Schulbibliothek keine vollständige Sammlung derselben. Um so größer ist das Verdienst des Secretärs der hiesigen israel. Gemeinde, des Herrn Elias Ullmann, der eine solche mit großer Sorgsamkeit im Lause der Zeit veranstaltet und durch mancherlei andere, sür die Geschichte der Schule werthvolle Vrochüren bereichert hat. Für die Vereitwilligkeit, mit der er mir seine schätzbaren Sammlungen zur Verfügung gestellt hat, sowie für mancherlei Nachweisungen aus den Akten der Gemeinde bin ich ihm zu Dank verpflichtet; 4) sonstige gedruckte Bücher, besonders Heß: Die Neal- und Volksschule der israel. Gemeinde. Franks. 1657, die ich an Ort und Stelle anführe. Endlich konnte ich auch mancherlei glaubwürdige Mittheilungen älterer Zeitgenossen benutzen. An diejenigen, welche ältere Programme oder sonstige Materialien zur Geschichte derSchule besitzen, ergeht hiermit dieVitte, dieselben gefälligst der Bibliothek resv. dem Archiv unserer Schule übergeben zu wollen.