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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1933-02-01 · 6 (2.1933) · p. Seite 147

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
11 (1932-1933)
Issue
6 (2.1933)
Date
1933-02-01
Page
Seite 147 (sequence 13)
Language
German
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Seite 147 und aktuelle Märdien (frei nach Otto Reutter) von Herrn Ernst Halber- .stadt. Herr Akiba H o f f in a 11 n präsentierte sich als Sketchcliditer (..Die verkaufte Braut") und Vortragskünstler („Am Webstuhl der Zeit"), und Herr Rechtsanwalt Josef K1 i b a n s k y glänzte durch einen Couplet-Vortrag „In 50 Jahren ist alles vorbei", sowie durch die mit Witz und Humor gewürzte Ansage. Den Sdilufi bildete eine von Fräulein Liesel Oschinsky und den Herren Barth. Frankel, Friedmann, Halberstadt, Klibansky, Rothenberg und Strauß sdimissig gespielte Szene „Joni Kippur vor Gericht", für deren Regie Herr Rechtsanwalt Klibansky gleichfalls verantwortlich zeidinete. Da audi durch Aufstellung eines abwechslungsreichen Büfetts und einer gut ausgestatteten Tombola für materielle Genüsse gesorgt war und, wie es schien, der Kassenerfolg zugunsten der Jüdischen Wohlfahrtspflege ein guter war, kann die Veranstaltung, die sich bis in die Morgenstunden ausdehnte, als in allen Teilen gelungen angesehen werden. J. AI- Vortrag Im Rahmen der Arbeit für die Verständigung zwischen den Konfessionen veranstaltet die Ortsgruppe Frankfurt a. M. des Jüdisdien Frauenbundes gemeinsam mit der Gesellschaft für Jüdische Volksbildung am Samstag, den 18. Februar, 20M; Uhr, einen Vortragsabend im Saale der Handelskammer, Börsenstrafle. Fräulein Mathilde Battenberg wird, unterstützt von Liditbildern, über „Die Illustrationen zu den Legenden des Baal-Sdiem, ein Beitrag zur religiösen Mystik unserer Zeit'" spredien. Pnrimspiel Die bekannte Jugenddichterin Irma Dresdner hat ein leicht aufiührbares, kindlich heiteres Purimspiel und Märdienstegreif für etwa acht Kinder verfaßt, das sich sehr gut zur Aufführung bei Purimfeiern in Sdiulen,. Vereinen und privaten Zirkeln eignet. Manuskript und Aufführungsredit können für Rm. 3.— durch die Verfasserin (Gausstraße 10, Fernsprecher 41611) bezogen werden. Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums Die diesjährige Mitgliederversammlung findet Mittwoch, den 15. Februar, 20.30 Uhr pünktlich, im Logenhaus, Berlin W 62, Kleiststraße 10, statt. Voraus geht um 19 Uhr im Großen Tempel des Logenhauses eine Trauerfeier für den verstorbenen Vorsitzenden der Gesellschaft, Herrn Professor Dr. Moritz Sobernheim, zu der Karten auf Wunsdi zur Verfügung stehen. Entsprechende Nadiricht wird an das Büro der Gesellschaft, Berlin - Sdiöneberg 1, Beiziger Straße 46 II, 2 (Nathan) erbeten. Rituelle Speisehäuser Der Verein zur Förderung ritueller Speisehäuser legt sein 192. Verzeidinis von Gaststätten im In- und Auslande nadi dem Stand vom Dezember 1932 vor. Das Verzeichnis ist wiederum sehr reidihaltig und wird Interessenten gute Dienste tun. Chanukkafeier Die Frauengruppe des Vereins selbst, israel. Handwerker u. Gewerbetreibender veranstaltete wie alljährlich ihre Chanukkafeier am 26. 12. im Cafe Hauptwadie. Die 1. Vorsitzende Frau Schwarzschild begrüßte die Anwesenden, Herr Bloch, der Leiter der Feier, sorgte für die nötige Stimmung. In bunter Reihenfolge brachten die Kinder Gedidite und Lieder zum Vortrag, selbst die Kleinen von 3 bis 4 Jahren sagten ihre Verschen her. Ein Theaterstück, dargestellt von vierzehn Kindern, fand lebhaften Beifall. Ein Kasperltheater, verfaßt und gespielt von Siegmund Strauß, desgleichen von Frau Harris, fand ebenfalls <0 viel Beifall. Frl. Fudis und Frl. Sommer erfreuten uns mit Liedervor- •V trägen. Nach dem Entzünden des Lichtes hielt, wie alljährlich, Herr Rabbiner Dr. Horovitz die Festansprache und gedachte in seiner Rede des Silberhodizeitstages von Herrn und Frau Jos. Sdiwarzschild. Auch ein Chanukka-Mann fehlte nicht, und etwa 60 Kinder wurden beschenkt. Jüdisdie Arbeitgeber! Eine große Anzahl Frauen und Mädchen, die den Schabbos halten, tüchtige Kräfte mit besten Referenzen, suchen dringend Arbeit. Viele Mädchen, die Ostern die Schule verlassen, bangen um die Möglidikeit, eine Lehrstelle zu finden. Helfen Sie uns! Melden Sie uns die Vakanzen in Ihren Geschäften und Betrieben! Arbeitsnachweis der Weiblichen Fürsorge Langestraße 3 Telephon 25462 Jüdische Arbeitsvermittlung Männlich Arbeitgeber! Rufen Sie bei Vergebüng jeglicher Dauer- oder Aushilfsarbeit unseren Arbeitsnachweis, Tel. 26162 oder 28248, an. Sie finden bei uns tüchtige, geschulte kaufmännische Angestellte wie: Detail- und Engrosverkäufer, Lageristen, Expedienten aller Brandien, Buchhalter, Stenotypisten, im Steuerfach bewandert, u. a. Handwerker jeglidier Art, Lager-, Hilfs- und Bauarbeiter, Ausläufer. Packer und sonstige ungelernte Arbeiter in jeder Altersstufe, tüchtige geprüfte Heizer für Privat- oder Geschäftshäuser. Kennen Sie unsere preiswerte Schreibstube, in der Vervielfältigungen sorgfältig ausgeführt, Adressen mit Hand und Maschine zu billigsten Preisen geschrieben und alle Drucksachen postfertig gemacht werden? Melden Sie uns alle offenen handwerklichen Lehrstellen. Unsere Berufsberatungs-Sprechstunde findet jeden Dienstagnachmittag von \:>b—7 Uhr statt. Unser Büro ist täglidi von M>9—7 Uhr für alle Arbeitgeber geöffnet. Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden e. V., Langestraße 30 pt. " Tel. 26162 u. 28248. | Weiblich j Sprechstunde von 10—12 und 3—Uhr. Berufsberatung und Lehrstellenverinittlung: Mittwoch von 3—3 Uhr. Wir empfehlen: Tüchtiges GesdiüHspersonal: Buchhalterinnen. Kontoristinnen, Fakturislinnen, Verkäuferinnen, Stenotypistinnen (auch mit eigener Maschine). Schneiderinnen, Näherinnen und Flickerinnen, Modistinnen, Kunststopferin mit guten Referenzen. Tüchtiges Hauspersonal: Stützen, Haushälterinnen. Haustöchter, Köchinnen, Alleinmädchen, Kindergärtnerinnen, Kiiulcrf räulein. Kindermädchen, Monatsfrauen. Kranken- und Säuglingspflegerinnen. Wir suchen: Lehrstellen in Samstag geschlossenen Geschäften! Arbeitgeber im Bedarfsfälle: 25462! Arbeitsnachweis der Weiblichen Fürsorge, Langestrafie 3, Tel. 25462. Jüdische Leihkasse E. V. Die Geschäftsstelle dieser gemeinnützigen Einrichtung befindet sich Eschersheimer Landstraße 65, pt. Die Leihkasse bewilligt selbständigen Gewerbetreibenden und Handwerkern Darlehen in mäßigen Beträgen gegen Bürgschaft zahlungsfähiger Personen. Geschäftsstunden: Dienstag und Donnerstag, nachmittag.» von 4—6 Uhr. Arnold Lazarus-Halle Die Lese- und Aufenthaltsräume Königswai-terctraße 26 sind bis auf weiteres täglich von 17—22 Uhr geöffnet. Tagesseitiirigen, Zeitschriften, Unterhaltungslektüre und -spiele stehen den Besuchern zur Verfugung. Tagesheim der erwerbslosen jüdischen Jugend, Königswarterstrafie 26 pt., täglich geöffnet von V-y>—V-3 Uhr (Leitung: Ph. Uochwerg, Rückertstraße 59 I., Tel. 45434). Wochen program m : Sonntag, 3—6 Uhr: Tischtennis, Schreibmaschinen-Wettbewerb. — Montag, 5 Uhr: Deutschkurs, Leitung: Philip]» Rodiwerg. — Dienstag, \'$ Uhr: Stenographie für Anfänger, Leitung: Frau Postawelski. — 6 Uhr: Handfertigkeitskurs, Leitung: Frl. Lucic Aschkenasy. — Mittwoch, 3 Uhr: Erwerbslosenveranstaltung im Volksbildungsheim (Theater, Film, Kabarett oder Musik). — 8tägig, 5 Uhr: Sing- und Sprechchorkreis, Leitung: Kurt Nikolai. — 14tägig. 5 Uhr: Arbeitsgemeinschaft über Wirtschaftsfragen. Leitung: Eugen Cohn. — Donnerstag, 5 Uhr: Turnen in der Annaschule, Leitung: Ed. Goldbergliar Kochba. Jeden Nachmittag kostenlose Verpflegung. Sdireibmasdiine zum Ueben steht dauernd zur Verfügung. Zeitungen, Zeitschriften, Bücher. Schadi und sonstige Spiele. Wohnräume Die Wohnräume Bäckerweg 26, die jüdischen Frauen und Mädchen (in behagliches und schön eingerichtetes Heim mit und ohne Verpflegung bei billigsten Preisen bieten, haben jetzt den neuen Fernsprech- ■insdilnß 48296. Verein Israelitischer Gehörloser E. V., Frankfurt a. M. Jeden ersten Samstag im Monat, abends liO Uln-, Mouatsversamiiilung im Cafe Hauptwadie, 1. Stock. Vorsitzender: Max Bhnnenthal. Porzellanhofstraße 6. Kriegsgräberfürsorge am Volksirauertag 1933 Zu dem bevorstehenden Volkstrauertag (12. März 1933) wie zu Ostern und Pfingsten gibt der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge den Angehörigen der Gefallenen Gelegenheit, die Ruhestätten der Toten zu schmücken. Die Beträge für* Bestellungen müssen bis zum 10. Februar, zu Ostern bis zum 12. April, zu Pfingsten bis zum 1. Mai d. J. auf dem Postscheckkonto Kriegsgräberfürsorge Nr. 70 Frankfurt a. M. mit möglichst genauen Angaben über die Grabstätte eingegangen sein. Der Volksbund erbittet Spenden für die Ausschmückung der vielen großen Kainoradengräber. «

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