Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 11 (1932-1933)
- Issue
- 6 (2.1933)
- Date
- 1933-02-01
- Page
- Seite 146 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 146 Todesfälle Kurz vor Vollendung: ihres 87. Lebensjahres verstarb Frau Johanna 6 o I d s c h m i d t .<reb. Neumann. Frau GoLlscbnridt, die zuletzt im Altersheim der Frauenkrankenkasse wohnte, war wegen ihrer ausgezeichneten Charaktereigenschaften und als still** Wohltäterin in weiten Kreisen beliebt und verehrt. Aus Kassel kommt die erschütternde Nachricht vom plötzlichen Hinscheiden des jungen Kunsthistorikers Dr. Rudolf Hallo. Auch mit Frankfurt verbanden Dr. Hallo rege Beziehungen; er hatte zum Kreis Franz Rosenzweigs gehört und war einige Zeit hindurch Geschäftsführer des Freien Jüdischen Lehrhauses, auch unserem Gemeindeblatt war er ein stets geschätzter Mitarbeiter. Seit Jahren am Landesmuseum in Kassel tätig, hatte er im Rahmen seiner allgemeinen kunsthistorischen Arbeiten sein besonderes Interesse der Erforschung und Darstellung jüdischer Kunstdenkmäler gewidmet und eine Reihe wertvoller Arbeiten über dieses Sondergebiet, wie auch zur Familiengeschichte und zur Kasseler Synagogengeschichte verfaßt. Vor wenigen. Wochen erst ist in prächtiger Ausstattung der Band „Judaica" erschienen, der die Marburger Sammlungen in erschöpfender und mustergültiger Weise behandelt und nun zum ehrenvollen Denkmal des durch ein unfaßliches Schicksal den Seinen und der Wissenschaft allzufrüh entrissenen Forschers geworden ist. Seiner jungen Gattin und ihren Kindern wendet sich herzliche Teilnahme zu. Rothschild-Bilder. Bei den in der Dezembernlunmur veröffeiitliditen Abbildungen waren ver.sehentlidi die Besitzer der Originale nidit angegeben: Das Bildnis der Gudula Rothschild war nach einem Klisdiee aus der Sammlung der Gesellschaft zur Erforsdiung jüdisdier Kunstdenknräler 'wiedergegeben, das der Baronin Hannah Mathilde nadi einem von H. Junior gesdienkten Photo im Rothsdiild-Museum. die ,,Fiinf Frankfurter" nadi einer Origiuallitographie im Rothsdiildsdien Stammhaus. Luise von Rothschild nadi dem als Leihgabe des Philanthropins im Rothsdiild-Museum aufbewahrten Original. M. C. von Rothsdiild nadi einer von Christian Riegel gesdienkten Photograpie im Rothsdiild-Museum. W. C. von Rothsdiild nadi einer Photographie aus dem Besitz der Familie W. Posen. . Nobelstiftung Das Komitee der Nobelstiftung bittet, anläßlich der Jahrzeit für Rabbiner Dr. Nehemia Anton Nobel s. A. um Jahrzeitspe-nden für die Nobelstiftung an Frau Irene Darmstädter, Postscheck 46778 Frankfurt a. M. Aus den Erträgnissen werden Beihilfen zur Heranbildung jüdischer Religionslehrerinnen geleistet. Rabbinische Lehranstalt „Jeschiwa" Das Sommersemester an der unter Leitung des Herrn Gemeinderabbiners Dr. Jakob H o f f m a n n stehenden „Jesdiiwa"' beginnt Mittwoch, den 1. Jjar/26. April 1953. Anmeldungen für alle vier Abteilungen (Vorbereitungsklasse, Unter-, Mittel- und Oberstufe) werden schon jetzt entgegengenommen. Der Unterricht erstreckt sich auf Pentateuch und die späteren biblischen Bücher mit Kommentaren, hebr. Grammatik, Mischna und Talmud mit Kommentaren, Dezisoren. Für den Lehrgang in der Vorbereitungsklasse und der Unterstufe werden schulentlassene Knaben und Jünglinge aufgenommen, die schon einige Vorkenntnisse in Mischna und Talmud besitzen. Den Schülern ist eventuell Gelegenheit geboten, sich in profanen Fächern unter fachgemäßer Leitung fortzubilden. Anmeldungen, denen lückenloser Lebenslauf, sowie Zeugnisse über bisherige Vorbildung beigefügt sein müssen, sind bis spätestens 2S. März an das Kuratorium, Frankfurt a. M., Theobaldstrafie 6, zu richten, welches zu jeder näheren Auskunft bereit ist. Talmud - Thora - Verein E i n 1 a d u n g zur ordentlidien Generalversammlung des Talmud-Thora-Vereins am Sonntag, den 26. Februar 1933, nadi idem Abendgottesdienst im Hörsaal der Synagoge am Börneplatz. Tagesordnung: Berichte des Vorstandes, des Kassenführers, der Revisoren und Entlastung des Vorstandes, Neuwahl, Versdiiedenes. Anträge zur Generalversammlung müssen bis spätestens 13. Februar bei dem Sekretariat, Theobaldstraße 6, eingereidit sein. Kehilla-Fest. Eine etwas verspätete Nadifeier des Jubiläums der Synagoge a in Börne platz in Gestalt eines Bunten Abends vereinigte am Samstag. 28. Januar d. J., die Synagogenbesudier und diejenigen, die sidi dazu zählten" im diditbesetzten großen Saal des Volksbildungsheims. Das auficrordentlidi reichhaltige Programm, das durchweg von eigenen geehrten und bewährten Kräften bestritten wurde, brachte im ersten Teil ernste Darbietungen, die durch Gesänge des ausgezeichneten Synag o g e n c h o r s (Psalm 111) für Solo, Chor, Klavier und Orgel von Sulzer und Psalm 150 von Lewandowsky) unter der Leitung seines Dirigenten Herrn Dr. N. E h r c n r e i ch wirkungsvoll umrahmt waren. Ein von Kantor M. lies gediditeter, von einem Chorknaben verständnisvoll gesprodiener Prolog leitete die Veranstaltung ein, auf deren Zweck Herr II a b b i n e r Dr. Hoff m a n n in einer kurzen und eindringlidien Anspradie hinwies: Es gelte, die Synagogenbesucher gerade in der jetzigen Zeit auch außerhalb der Synagoge einander näherzubringen und freundschaftliche Beziehungen untereinander anzuknüpfen und zu stärken. Der Vorsitzende des Chorvorstandes, Herr A. Lewiso h n . gedadite des 50jährigen Chorjubiläums und warb für den Synagogendior und für den religiösen Chorgcsang als Mittel wahrer religiöser Erhebung. Herr Oberkantor E. Groß brachte in gewohnter Meisterschaft einen ..Jehi rozon" zur Neumondweihe (eigene Komposition) zu Gehör, der, wenn das möglich wäre, in die Liturgie aufgenommen werden sollte, Herr Kantor M. H e s erfreute durch den Vortrag des „Johschimcho" von Lcwandowsky. Bei dem Weal diatöim für Violine und Klavier von J. Barnas fesselte die zarte Innigkeit des von Herrn E. Kuttner durdigeführtcn Geigenparts, dem Herr Chordirigent Dr. N. Ehrenreich, der audi die übrigen Solisten feinfühlig begleitete, plastischen Untergrund verlieh. Der zweite Teil des Programms bradite nadi einer von Herrn Siegui. Singer textlidi verbundenen, beifällig aufgenommenen Lichtbilderrevue aus der Gesdiidite der Börncplatz-Synagoge Vorträge verschiedenster Art, wie Jargonlieder. vorgetragen von Herrn Jakob Herzog, Viele Tausend Rollen Tapeten hochwertige Fonds- und Künstlermuster teilweise zur Hälfte des Preises. Besondere Gelegenheiten für Hausbesitzer u. Mieter JL Das Spezialgeschäft für Tapeten und Linoleum Seit 1875 Rossmarkl 25 Gr. Gollnsstr. 1 i Wir empfehlen unseren streng ^itED la. Mittagu- Abendtisch z. d. bill.Preisen. Gleichzeitig empfehlen w. uns f. Uebernahme v. Festessen aller Art in u. außer d. Hause. Pension STERN, Reineckstr. 9, a. d. Markth. I FRANKFUBTER-AUTOMATISCHE-MAZZENFÄBRIK J. Benjamin Heldestr. 79 Telefon 58076 liefert wieder täglich frische la. MAZZOS en-gios und en-detail Vertreter gesucht F " r pe8ach werden schon Bestellungen angenommen. BiÖX-ULTRA-ZAHN PASTA sie macht die Zähne blendend weiss und beseitigt Mundgeruch spritzt nicht, ist hoch konzentriert, daher sparsamer. 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