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Neue jüdische Presse · 1905-12-29 · Heft 50 (29.12.1905) · p. Seite 3

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Journal
Neue jüdische Presse
Volume
3 (1905)
Issue
Heft 50 (29.12.1905)
Date
1905-12-29
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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M. 50. Es würde nunmehr zn den Wahlen geschritten. Aus dem Vorstande scheidet aus: Moritz Baß und aus dem Ausschüsse: Michael Schwarzschild und'Meier Nußbaum. Ei» weiteres Amt eines Ausschußmitgliedes ist zn besetzen, da Herr Adolf Stern die in der . vorigen Generalversammlung auf ihn gefallene Wahl nicht angenommen hatte. Tie heutige General-Versammlung wählte in de» Vorstand: Michael Schwarzfchild uud in de» Ausschuß: Moritz Baß, Nastali Schwabacher und Adolf Stern. Berlin. Nach dem soeben erschienenen „Kunze- Kalender für das höhere Schulwesen Preußens usw." — der eine der Herausgeber des in den Lehrerkreiseu so sehr geschätzten „Kunze" ist, nebenbei bemerkt, Jude — sind int Schuljahre 1904/05 in Summa 6 Juden an preußischen höheren Knabenschulen als Oberlehrer an gestellt worden, davon einer an der jüdischen Realschule „Philantropin" in Frankfurt und die übrigen süns an städtischen Schulen Berlins. Die Zahl der jüdischen Oberlehrer an den st a a t l i che n A n st a l t e n P r e u ß e n s beträgt 10 (Ostpreußen 1, Westvreußen 3, Posen 4, Brandenburg 2). 2f n städti f et) e ii A nstalte n waren mit 1. Mai 1905 6 3 jüdische Oberlehrer vorhanden (Danzig 1, Charlottenburg 3, Berlin 46, Bromberg 1, Breslau 5 und in anderen schlesischen Städten 3, Magdeburg 1 und Frankfurt 3). Tie Zahl der in der Liste der a n stell n n g s - fähigen Kandidaten vcrzeichncten Juden hat sich sehr v c r in i n d e r t. Bvn den 14, die der vorjährige Kunze noch aufzählte, sind 3 Oberlehrer in Berlin geworden, 1 Oberlehrer an einer außerpreußischen Mädchenschule (Mainz), uud 2 haben sich, des langen Wartens müde, streichen lassen. Bon den restlichen»8.ist nicht einer an einer öffentlichen höheren Knabenschule Preußens tätig. Von den 3 Probanden des vorigen Schuljahres wurden 2 als Oberlehrer in Berlin angcstcllt und der Tritte schied aus. Von den 4 S e in i n a rk a n d i d a t e n des Vorjahrs sind 2 als Probanden in Schlesien voll beschäftigt, die beiden anderen Berliner Anstalten überwiesen. Neu hinzu traten 3 jüdische Seminarkandidaten. Köln a. Rh. Die religiöse Instanz der Kölner I u d c n s i n d — V o r st a n d und Repräsentanten. Es ist in diesen Blättern bereits des öfteren von dem Kampfe berichtet worden, den die konservative Minorität in der Verwaltung der hiesigen israelitischen Gemeinde gegen die neologe Majorität wegen der von dieser Majorität beschlossenen Einführung des Orgel-Gottesdienstes siihrt. In diesem Kampfe stand den Konservativen der § 83 des Geineiiidcstatntcs, auf Grund dessen sie die Entscheidung der Frage von einem Schiedsgerichte dreier auswärtiger Rabbiner abhängig machen konnten, zur Seite. Selbstverständlich haben die Neologen nichts Eiligeres zn tun, als den unbequemen 8 83 zn beseitigen. In der Sitzung vom 19. dss. Mts. geschah dies, und zwar wurde an Stelle deS bisherigen Textes der folgende gesetzt: „Uendernngen, welche den beim Gottesdienste zu beobachtenden Ritus betreffen, sind nur zulässig, wenn sie sowohl vom Vorstande als auch von der Repräseiitaiiteii-Versaiumliing beschlossen sind, und zwar müssen bei dem Beschlüsse des Vorstandes wenigstens 6 Mitglieder desselben anwesend sein und wenigstens 4 Mitglieder desselben sich für die Acndcrung ausgesprochen haben, bei dem Beschlüsse der Repräsentanten-Versammlung wenigstens 12 Mitglieder derselben anwesend gewesen sein und wenigstens acht Mitglieder derselben für die 'Aenderung gestimmt haben. Außerdem müssen zn der betreffenden Sitzung des Vorstandes die sämtlichen Mitglieder desselben und ihre Stellvertreter, zu der betreffenden Sitzung der Repräsentanten-Versammlung die sämtlichen Mitglieder derselben und ihre Stellvertreter wenigstens 8 Tage vor der Sitzung eingeladen sein. Ist eine Versammlung des Vorstandes oder der Repräscntanten, in welcher über eine Blenderung des beim Gottesdienste zu beobachtende» Ritus beschlossen werden soll, nach vorstehenden Bestimmungen beschlußnnfähig geblieben, so wird eine zweite Versammlung anberaumt, in welcher daun bei dem Borstandskolleginin die Anwesenheit von 9 Mitgliedern zur Beschlußfähigkeit genügt, und die Beschlüsse mit einfacher Stiinincnmehrheit gefaßt werden." — In derselben Sitzung wurde die Mitteilung gemacht, daß die Orgel in Auftrag gegeben sei und sich die (tzesaiiltkosten der Anschaffung und Ausstellung auf ca. Jt. 20000 belaufen werden. Köln a. Rh. Macht geht vor Recht! Es klingt sehr widerspruchsvoll, und doch ist cs eine - durch die Wirklichkeit belegte Erscheinung, daß unsere Neologe», die im bürgerlichen Leben sich als begeisterte Kämpen für die Grundsätze der Demokratie betrachten, im jüdischen Gemeindeleben starre 'Aristokraten nnd Autokraten sind. Ich brauche nur darauf hinzuweisen, wie diese Herren, die die Trennung der Kirche vom Staate in Frankreich zustimmend verfolgten, als Juden jederzeit für Konsistorien eintreten und selbst gern den Titel eines Kirchen-, Synagogen- oder Oberrates annehnien. Auch die in der Geschichte der Kölner Judeiiheit denkwürdige (wenn auch nicht zu ihrem Ruhm!) Repräsentanten-Sitzung vom 19. dss. Mts. gab ein treffendes Beispiel für diese meine Behauptung. Die Konservativen hatten beantragt, das gleiche, geheime Frankfurter Israelitisches Familienblatt. und direkte Wahlrecht an Stelle des bisherigen i Klassensystems einzuführen und fielen mit diesem I Anträge glatt durch, weil die Neologen, die aus Grund des ungerechten Klassensystems die Macht ' in der Gemeindeverwaltung habe», ihre Macht nicht j gefährden wollen. i Interessant und charakteristisch für die „liberale" Denkweise der Herren von der Neologie war die Diskikffiou über diesen Antrag. — Der Antragsteller, Herr Dr. Ochs, führte folgendes aus: Der 'Antrag j der Konservativen sei ein eminent liberaler und schon aus diesem Grunde müsse ex die Sympathie der liberalen Mitglieder des Kollegiums finden. Die konservative Minorität betrachte die Aenderung des bisherigen Wahlmodus als ein notwendiges Korrelat für die 'Aenderung des 8 83. Nur durch eine gleiche, geheime und direkte Wahl käme die wahre Meinung der jüdischen Gemeindewühler zum 'Ausdruck. Die bisherige Majorität sei eine Zufallsmajorität und ihre Beschlüsse werden bei dem unterliegenden Teile immer eine gewisse Bitterkeit Hervorrufen, weil die 'Ansicht aufkäme, daß die Beschlüsse nicht den Anschaniliigeu der Mehrheit der jüdischen Gemeindemitglieder gerecht würden; die vorgeschlagenc Aenderung des Wahlmodns würde versöhnend wirken und die Konsequenzen, die sich aus der Einführung des proponierten Wahlmodns ergeben würden, hätte ja ev. auch die konservative Partei zu tragen. Es wäre auch ein Unding, daß, wie dies heute der Fall sei, ein Steuerzahler der ersten Klasse, der mit seinem Judentum nur noch in sehr losem Ziisaininenhang stehe, in religiösen 'Angelegenheiten so viel zu sagen habe wie 66 Steuerzahler der dritten Wählerklasfe, denen cs um 'ihr Judentum ernst sei. Der 'Antrag sei auch ein durchaus jüdischer, da die Rücksicht auf die wirtschaftlich Schwächeren ein Grundzug des Judentums sei und auch der Vorsitzende des Vorstandes der Synagogcn-Gemcinde habe sich kürzlich in einer Wahlversamnilung zur Handelskammer . zn diesem Standpunkt bekannt. — .Herr Alb. Bier gibt zu, daß der 'Antrag der Konservativen sonst im politischen Leben ein durchaus liberaler sei, nichts destoweniger wäre er für die neologe Majorität im Kollegium nicht akzeptierbar. Es wäre durchaus verfehlt, auf den Wahlmodus für den Reichstag hinzuweise». Das allgemeine gleiche Wahlrecht sei für den Reichstag nur eingeführt, weil es sich da iinnier im Wesentlichen um indirekte Lasten handle, die von den breiten Bolksmassen getragen würden. Sonst herrsche aber überall das Dreiklassenwahlsystem. Wenn man hier zu einer 'Aendernng des Wahlrechtes übergehe, so könne es dahin kominen, daß die Leute die hier am meisten zn den Steuern beitragen würden, mit der Zeit nichts zu sage» hätte». Schon bei der letzten Wahl hätten 291 ausländische Juden — deren Wahlrecht Redner übrigens bestreitet — gewählt; bei dem fortwährenden Zuzug ausländischer Juden müsse man befürchten, daß die Wähler der 1. und 2. Klasse, die hier seit vielen Jahren ortsansässig seien, von diesen Leuten majorisiert würden. Tie Liberalen hätte» immer weitgehende Gerechtigkeit geübt nnd die Konservativen möchte» diese Gerechtigkeit auch gegenüber den Liberalen betätige». — .Herr S. R o s e n b e r g sagt, er stehe den, Antrag im Prinzip sympathisch gegenüber, aber er könne sich der Besürchtniig betr. der Ausländer, die Herr Bier bereits vorgebracht, nicht entziehen. — Herr Dan. Al arcks (kons.) erinnert an das bekannte Wort des Fürsten Bismarck, der das Dreiklassenwahlsystem als das elendste aller Wahlsysteme bezeichnet habe. Herr Marcks weist die Behauptung des Herrn Bier, daß 291 ausländische Juden bei der vorigen Wahl gewählt hätten, als irrig zurück, nach seinen genauen Feststellungen seien es nur 85 gewesen; im klebrigen nieint 'Redner, daß man den ausländischen Juden, soweit sie Steuerzahler feien, das Wahlrecht nicht bestreiten könne. Herr Marcks hob auch noch hervor, daß in der Großgemeinde Berlin das allgemeine gleiche und direkte Wahlrecht eingcführt sei. — Herr Mos. Gottschalk schließt sich den 'Ausführungen seines Vorredners an. — Herr R.-'A. Dr. Fleck ist im Gegensatz zu seinein Parteigenossen Bier der 'Ansicht, daß die steuerzahlenden ansländischen Geineindcmitglieder wahlberechtigt seien und eben deshalb sei er wegen der Besürchtunge», die bereits von anderen Rednern hier geäußert, gegen den Antrag. — Herr Alb. Bier verteidigt nochmals seine ersten Ausführungen und stellt im klebrigen i» Aussicht, bei den nächsten Wahle» eine Entscheidung des Herrn Oberpräsidenten herbcizuführen, ob die ausländischen Juden wahlberechtigt seien oder nicht. — Herr Dr. Ochs ist der Meinung, daß seine Ausführungen durch die der liberalen Redner in keiner Weise erschüttert worden seien nnd tritt dann nochmals mit Wärme für den konservativen Antrag ein, der dann mit allen liberalen gegen die konservativen Stimmen abgelehnt wird; dasselbe Schicksal erfährt der 'Antrag auf kleberweisung an eine Kommission. Aus Bayern. Gemeinde Wahlen. Die nach je sechs Jahren stattsindenden bayerischen Gemeindewahlen sind vorüber. Sie zeigen allenthalben das erfreuliche Bild, daß inan mit der Wahrung kommunaler Interessen auch gerne unsere Glaubensgenossen betraut. 'An zahlreichen Orte» hat man Juden in de» Berwaltnngskörper der politischen Gemeinden gewählt. Viele bekleiden dieses Ehrenamt schon lange Jahre. Erfreulich ist auch der Umstand, daß sehr häufig Her israelitische Knltusvorstand als Magistrats- Seite 3. Mitglied bezw. zum Gemeindebevollmächtigten gewählt wurde. Oft tangieren die Interessen der jüdischen Gemeinde jene der politischen und eine 'Aussprache und Verständigung erspart manche Weitläufigkeit. Freilich fehlte es auch in Bayern nicht an Preßstiinmen, die anläßlich der Gemeindewahlen i» 'Antisemitismus machen zn müssen glaubten. Doch werde» derlei 'Auslassungen, wie Figura zeigt, im allgemeinen wenig beachtet. 'Als Kuriosum sei ein Vorgang bei den vorletzten Gemeindewahlen mitgeteilt: In einem protestantischen Städtchen äußerte ein BezirkSanitmann den Wunsch, man möge doch recht häufig Israeliten als Gemeindevertreter wählen, nainentlich auf dem Lande, wo es oft an intelligenten und fähigen Männer» fehle. Er habe in dieser Hinsicht mit Israeliten aber recht gute Erfahrungen gemacht. Vieat -jeguen-j! Oesterreich-Ungarn. Budapest. Der Antisemitismus ersten Grades. Im Mai l. I. entstanden unter den Hörern des Polytechnikums konfessionelle Zwistigkeiten. Einer der Haupthetzer >var der Ingenieur 'Akos Govrik, der an die Tür des Zeichensaales die folgende Erklärung asfichicrte: „ES ist an diesem Orte bekannt, daß ich für die von mir gebranchten 'Ausdrücke Satisfaktion gegeben habe. Zur Vermeidung von Mißverständnissen muß ich erklären, daß der mir angeborene 'Antisemitismus ersten Grades es mit sich bringt, daß ich mich behufs 'Ahndung der von Seite Israels gegen mich gerichtete» Injurien an das Strafgericht wende, während, wenn ich beleidige nnd Israel die Regeln der Ritterlichkeit kennt und einhält, ihm ritterliche Genugtuung gebe." — 'Auf diese provozierende Erklärung schrieben mehrere Techniker jüd. Glaubens, namentlich Viktor Bernstein, Moriz Pick, Tesider Perleß, Michael Vadas und Andor Lang dem Govrik, daß sie ihn anfangs der öffentlichen Verachtung preisgeben wollte», doch da sie ihn der ritterliche» SatisfaktionSlristnng nicht für fähig halten, erachten sie ihn nicht für würdig, sich mit ihm weiter zu beschäftigen. In Folge dieses Briefes belangte 'Akos Govrik die genannten Techniker wegen Ehrenbeleidigung beim Strasbczirksgerichte. Tie 'Angeschuldigten erhoben die Widerklage. Ter BerhandlungSrichter sprach aber sämtliche Parteien frei. Govrik wurde freigefproche», weil in seiner Erklärung weder hinsichtlich der Jude» im allgemeinen, noch der angeschuldigten Techniker im besonderen eine Ehrenbeleidigung enthalten war. Ter tendenziöse und von Großsprecherei zeugende Ton der Erklärung war jedoch geeignet, i» den zur jüd. Religio» gehörigen 'Angeschuldigten eine so hochgradige Erbitterung hervorzurufen, daß sie in ihrer in selbstbewußteni Tone gehaltenen Erklärung de» Govrik ein Individuum »ennen durfte», welches sie nach seinem Benehmen nicht für würdig erachten, sich mit ihm zu befassen nnd den sie nach seinen geäußerte» Grundsüpen nicht für fähig halten, ritterliche Satisfaktion zu geben oder zu nehmen. Ta nun diese Erklärung der 'Angeklagten, wenn auch beleidigend, im Interesse der Wahrung eines berechtigten Interesses erfolgte, mußte sie im Sinne des letzten Msatzcs des zitierten Paragraphen die Straflosigkeit der 'Angeschuldigten zur Folge haben. Infolge der Slpvellation GovrikS gelangte diese 'Angelegenheit vor de» Apvellationssenat des StrafgerichtShoses, welcher das frcisprechende Urteil der ersten Instanz bestätigte. Budapest. Das Kultusministerium veröffentlicht einen Ausweis, wonach im lanfenden Schuljahre an sämtlichen StaatsvolkSschnlen Ilngarns 359 264 Kinder eingeschrieben ivurden, darunter 28 345 jüdische. Nach dem gleichen Prozentsätze wie bei der Gesamtbevölkerung würden auf die Juden nur 18 000 Kinder kominen, und ihre ganz bedeutend höhere Beteiligung legt ei» glänzendes Zeugnis für den Bildungstrieb der jüdischen Bevölkerung ab. Daß die Kinder, die die Staatsvolksschule besuchen, zum großen Teile von ihrem Judentiline nur in 1 bis 2 Stunden die Woche erfahren, bedeutet eine schivere Schädigung für die Zukunst des Judentums in Ungarn: "hier ist ein Gebiet, auf dem tatkräftige Männer, die es ehrlich mit dem Judentnin »leinen, arbeiten müssen. Tesche«. Hiesige Blätter berichten: D'e Gemeindevertretung von S a y b n s ch ernannte einen Bezirkskommissär zum Ehrenbürger und sämtliche Gemeinderäte hatten de» Ehrenbürgerbrief zu »nterschreiben. Ein Gemeinderat tat dies mit jüdischer Schrift. Er wurde deshalb wegen boshafter Beschädigung einer Urkunde nnd auf Schadenersatz verklagt, obgleich er sich erbötig machte, die Richtigkeit seiner Unterschrist notariell beglaubigen zu lassen. Man ist in Taybusch auf den 'Ausgang des Prozesses gespannt. Großbritannien. London. In der Jahresversammlung des j ü d is ch e n G e in e i n d e b u n d e s (Board of DeputieS), : der seit 1760 besteht lind die einzige offizielle Vertretung der englischen Juden den Behörden gegenüber ist, wurde die indifferente Haltung der jüdischen U n t e r h a u s m i t g l i c d e r in allen das Judcn- ' tum betreffenden Fragen kritisiert, «o beriefen nach . den Ausführungen eines Redners die Juden in Manchester eine Protestversainnilniig gegen die russischen! Greneltaten ein nnd ließen hierzu Einladungen a» zahlreiche Uilterhausniitglieder ergehen, während von ■ den christlichen Parlamentariern 8 die Einladungen

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