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Jüdische Rundschau · 1935-08-13 · Heft 65 (13.8.1935) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
40 (1935)
Issue
Heft 65 (13.8.1935)
Date
1935-08-13
Page
– (sequence 6)
Language
German
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JOOISCHE RUNDSCHAU Palästinensische Fm sc* 11 an NR. 65, 13. AUGUST 1935 Kapitalerhöhung der Anglo-Paiestine Bank Beteiligung von Lloyds Bank Die Anglo-Paiestine Bank Ltd., die wichtigste der pa- ISstlnensischen Banken, die fast die Hälfte der bei aen palästinensischen Banken befindlichen Depositen sowie das größte Kreditgeschäft auf sich vereinigt, wird, wie im Jah• resbericht der Bank angekündigt wird, ihr Kapital durch Emission von stimmrechtslosen Aktien in Höhe von 250OCO Pfund erhöhen. Eine auBerordentliche Generalversammlung, die demnächst einberufen werden wird, wird die zu diesem Zweck erforderlichen Beschlüsse fassen. Aus dem Jahresbericht geht im übrigen hervor, daß die Bank von einer Firma ein günstiges Angebot aut Uebernnhme der gesamten Neuemission erhalten hat. Lioyds Bank in London, eine der angesehensten Banken der City, die kürzlich der Jewish Agency eine Anleihe in Höhe von 500 000 Pfund gewährt hat, wird sich, wie der Bericht weiter mitteiit, an dem Aktienkapital der Anglo-Paiestine Bank beteiligen. Diese Beteiligung wird die Mcnrheitsverhältnisse bei der Anglo-Paiestine Bank nicht verändern, in einer Erklärung, die der Jewish Colonial Trust (die von Herzl 1890 begründete ״Jüdische Koloniaibank“ in London), der Begründer der Anglo-Paiestine Bank herausgibt, wird gesagt, daß der J.C.T. auch weiterhin im Besitz von 97 Prozent der Aktien mit Stimmrecht verbleiben und dementsprechend auch die Bank kontrollieren wird. Der Jahresabschluß der Anglo-Paiestine Bank ergibt nach Ueberweisung von 40 000 Pfund an den Reservefonds usw. einen Reingewinn von 73843 Piund nebst 10 623 Pfund, die aus dem Jahre 1933 übertragen worden sind, so daß der zur Verfügung stehende Geudnn 84 466 Pfund beträgt. Von der Verwaltung wird die Verteilung einer Dividende von 8 Prozent vorgeschlagen. ein verbleibender Betrag von 50 000 Pfund soll dem Reservefonds überwiesen werden, der damit auf rund 140 000 Pfund sich erhöhen würde. Aus dem Bericht geht weiter hervor, daß die laufenden Depositen 6 329 447 Pfund Ende 1934 betrugen, gegenüber 4 563 544 Pfund Ende 1933. Diese Aufwärtsbewegung, so heißt es in dem Bericht, hat in diesem Jahre angehalten. Die Nachfrage nach Krediten war groß. Obgleich die Prinzipien der Bank in dieser Hinsicht zu großer Zurückhaltung mahnen, erhöhten sich doch die fewahrten Kredite und Anleihen auf 679 000 Pfund und as Wechselportefeuille auf 287 000 Pfund. Aut der in London abgehaltenen Generalversammlung des Jewish Colonial Trust gab der Direktor des Trust und der Anglo-Paiestine Bank, L. Istorik, der Er- Wartung Ausdruck, daß es dem Jewish Colonial Trust in den nächsten Jahren mit Hilfe der Dividendenüberschüsse der Anglo-Paiestine Bank gelingen werde, seine Schulden zu tilgen und seine Aktion zu revalorisieren. Die neue 250000 Pfund-Emission 4'3 ..iger rückkaufbarer Vorzugsaktien der Anglo-Paiestine Bank wurde am 9. August auf der Londoner Börse zum erstenmal gehandelt. Die Aktien, deren Nennwert 1 Pfund beträgt, notierten 20/—21/6 Sh. Rekordziffern im Budget-Abschluß der Regierung in der ״Palestine Gazette“ wird der Budgetab- Schluß der Palästina-Regierung für das abgelaufene Rechnungsjahr 1934/35 veröffentlicht. Die dort mitgeteilten Ziffern gehen weit über die Budgetzahlen der vergangenen Jahre hinaus. Die Einnahmen der Regierung betrugen 5 452 663 Pfund, die Ausgaben 3 230 010 Pfund■ Der Ueberschuß der Einnahmen Uber die Ausgaben beläuft sich somit auf 2 222 653 Pfund. Dieser gewaltige Ueberschuß erhöht die Reserven der Palästina-Regierung auf 4 733 555 Pfund. Gegenwärtig beträgt der Ueberschuß 150 Prozent der gesamten Regierungsausgaben eines Jahres. Der Voranschlag für das abgelaufene Jahr bezifferte die Einnahmen bloß auf 3 482000 Pfund. Es ergibt sich also, daß die wirklichen Einnahmen fast 2 Millionen größer waren. Die Steuereinnahmen haben fast eine Million mehr ergeben, wie veranschlagt worden war. Andererseits waren die Ausgaben der Regierung um 25 000 Pfund geringer als vorgesehen worden war. Sic überstiegen die Ausgaben des vorangegangenen Etatsjahres 1933/34 um mehr ais eine halbe Million. 2 600 000 Pfund, das heißt durchschnittlich 218 000 Pfund im Monat, hat die Regierung aus Steuern vereinnahmt. Von der A us ga b cn s e i t e ist liervorzuhcben: in dem Berichtsjahrc sind für Polizei und üefängniswesen Unkosten in Höhe von 506 712 Pfund anfgewendet worden; 257 867 Pfund für Verschiedenes. Für öffentliche Arbeiten hat die Regierung 228 87■* Pfund ausgegeben; für Investitionen im Post- und Telegraphen wesen rund eine viertel Million Pfund. Das Erzichungswesen hat 201497 Pfund erfordert, das Gesundheitswesen 166310 Pfund, Landwirtschaft 147 285 Pfund, Verteidigungswesen 144 118 Pfund, Steuerverwaltung 147 620 Pfund, die Distriktsverwaltung 108 790 Pfund, Amortisation und Verzinsung von Anleihen 126 904 Pfund, die Grenzwache gegenüber Transjordanien 165164 Pfund und schließlich die Kanzlei des High Commissi-oners 10 693 Pfund. Palästina - Regierung erwägt Steuersenkung Auf der jährlichen Vollversammlung der Jerusalemer Handelskammer hielt der Schatzsekretär der Palästina- Regierung, Johnson, ein Referat über die wirtschaftliche Lage in Palästina. In diesem Zusammenhänge kündigte er an, daß die Regierung beabsichtige, in nächster Zukunft verschiedene Maßnahmen zu treffen, die für die wirtschaftliche Ent- Wicklung des Landes von großer Bedeutung sein werden. Johnson erklärte, daß die Regierung die Ueberschiisse, die ihr zur Verfügung stehen, ais Reserve für eine Zeit der Depression aufsparen wolle, daß sie aber gewillt sei, einen Teil dieser Ueberschiisse zur Finanzierung eines großzügigen Arbeitsprogrammes zu verwenden. In diesem Zusammenhang teilte Schatzsekretär Johnson mit, daß die Regierung gegenwärtig die Frage einer Steuer- Senkung prüfe. Ueber die Einzelheiten des Arbeitsprogramms der Regterung erklärte Johnson, daß beabsichtigt sei, die Palästina- Häfen auszubauen und Ihr Fassungsvermögen dem wachsenden Handel Palästinas anzugleichen. Auch solle das Eisenbahnnetz erodiert und modernisiert werden. Lizenzsperre für jüdische Aerzte Die Palästina-Regierung hat eine Verordnung erlassen, durch die der High Commissioner ermächtigt wird, Quoten für die Zulassung von Aerzten im Verlaufe eines Jahres fesfzusetzen. Die Verordnung tritt am i. Dezember 1935 in Kraft. Die Verordnung teilt die praktizierenden Aerzte bzw. die Aerzte, die zur Praxis zugelassen werden wollen, in z w e i Kategorien ein: in Personen, die am 1. Dez.ember 1935 palästinensische Bürger sind oder dauerndes Aufenthaltsrecht im Lande haben und Personen, die nach dem 1. Dezember 1935 die palästinensische Bürgerschaft oder das ständige Aufenthaltsrecht im Lande erlangen. Auf die unter die erste Kategorie fallenden Personen werden die bisher geltenden Bestimmungen über die Zulassung von Aerzten angewendet werden. Diese Bestimmungen sehen vor, daß ein Anwärter, der die ärztliche Praxis in Palästina ausüben will, sich gut geführt haben und ein Diplom von einer anerkannten medizinischen Fakultät nach einem Studium der Medizin von mindestens fünf Jahren besitzen muß. Für diese Kategorie werden Begrenzungen nicht eingeführt. Für die unter die zweite Kategorie fallenden Per- Sorten, d. h. für diejenigen Aerzte, die nach dem 1. Dezember 1935 die palästinensische Bürgerschaft oder das dauernde Aufenthaltsrecht erlangen, erhält der High Commissloner das Recht, eine Quote vorzuschreiben. Der Direktor des Gesundheitsdepartements der Palästina-Regierung erhält die Ermächtigung, die Entscheidung über die Zulassung im einzelnen Falle innerhalb der von dem High Commissioner festgesetzten Quote 7.u treffen. Diese Entscheidung ist unanfechtbar. Es ist weiter vorgesehen, daß eine Zulassung erteilt wird, wenn eine medizinische oder wissenschaftliche Institution für bestimmte Zwecke einen ausländischen Arzt anfordert, der ausschließlich in der betreffenden Institution tätig sein soll. In diesen Fällen wird der High Commissioner selbst die Lizenz erteilen. * (In einer Zuschrift an die Londoner ״Times“ protestiert das Untcrhausmitglicd Col. Wedgwood gegen diese Verordnung und weist insbesondere darauf hin, daß die arabischen Dörfer noch vielfach ganz ohne ärztliche Versorgung sind.) Um die Behandlung politischer Befangener Kommunisten-Demonstration in Jerusaiam Wegen einer Maßnahme, die für die politischen Gefaiigenen in Jerusalemer Gefängnissen das Anlegen von Striiflingskleidung und die Teilnahme an Zwangsarbeiten vorsah, sind Ende Juli die politischen Gefangenen, meist Kommanisten, in Hungerstreik getreten. Die Angelegenheit hat im ganzen Lande große Aufregung hervorgerufen und eine lebhafte Diskussion entfesselt. Weite Teile der Oeffent- Jichkeit setzten sich dafür ein, daß die Regierung an der Sondcrbchandhing politischer Gefangener festhalte. Zur Unter- Stützung des Hungerstreiks veranstalteten am 25. Juli die Kommunisten eine Demonstration. Etwa 50 Demonstranten, die gleiche Zahl Araber und Juden, zogen durch die Jaffastraße und wurden vor dem Postamt von der Polizei auseinandergetrieben. Die Demonstranten weigerten sich jedoch, auseinanderzugehen und sollen auch geschossen haben, worauf ein jüdischer Polizist 5 Revolverschlisse abgab. Nach dem Polizeibericht sind keine Verletzten zu verzeichnen, nur ein Polizist hatte leichte Reibwunden. Die Palästina-Regierung hat mehrfach Erklärungen abgegeben, worin sie feststellt, daß das palästinensische Gesetz keine Send erbehandlung politischer Häftlinge vorsieht. Nach weiteren Verhandlungen und Interventionen wurde nach 17 Tagen der Hungerstreik abgebrochen, nachdem ein jüdischer Kommunist befreit war und ein arabischer Kommunist durch Krankheit zur Aufnahme von Nahrung gezwungen war. Der Vorfall liegt anscheinend auch der DNB.-Meldung zugrunde, die vor einigen Tagen durch die deutsche Presse ging, und worin über Kominitnistenunruhen in Palästina berichtet wird. Der Etat der Stadt Tel-Awiw Die öffentlichen Ausgaben der Tel-Awiwer Stadt- Verwaltung steigen dauernd an. Während der Ausgabenetat 1933/31 168 299 Pfund betrug, sind für das Finanzjahr 1934/35 Ausgaben im Betrage von 289 261 000 Pfund vorgesehen. Die Ausgaben für Unterrichtswesen machten 1933/34 18 0/0, 1934/35 22,5 «0 des Gesamtbudgets aus. Absolut haben iiiniiniiiiiiiiiiniHiiiiHiiimiiiiiiininiiiiiiiininiiiiiiniiiiniiiiiiiiiiiiiHiiiiiHiiuiiniHiiinniiiiiniiniHiiiHmiiiinnnniiiiiiiini LUZERN Schiller Hotel Garni Alle Zimmer mit Telefon und!ließ. Weiser od. Bad Zimmer ▼. Fr 4,50 an, Pemion ab Fr, 11.50. Autoboxen sich die Ausgaben für Unterrichtszwecke verdoppelt, und zwar von 30 183 auf 66 357,000 Pfund. Die Ausgaben für das Gesundheitswesen sind von 28 437,000 auf 42 473,000 Pfund gestiegen, prozentual jedoch von 17 auf 14,5 ״/o gefallen, die Ausgaben für Krankenliauswesen stiegen von 23 713,000 auf 34 260 Pfund, ihr prozentueller Anteil am Gesamtbudget fiel von 14 aut 12 ״״. Das American Economic Committee for Palestine gibt bekannt, daß es während des zweiten Vierteljahres des Jahres 1935 aut insgesamt 673 Anfragen Informationen erteilt hat gegenüber 682 Anfragen im ersten Vierteljahr 1935. Von den 673 Anfragen waren 356 von Kapitalisten, die das zentrale Informationsbüro für ökonomische Fragen persönlich aufsuchten oder Vertreter sandten, 89 Anfragen betrafen Ansteilungsmöglichkeiten und verschiedene Wirtschaftsfragen, und 228 entfielen auf schriftliche Anfragen aus 31 Ländern. Die 249 Anfragenden, die die Höhe ihres Kapitals angaben, besaßen zusammen £P 1 572 650, von denen £P 1 289 150 ais flüssiges Kapital und für eine Investition in Palästina verfügbar erklärt wurden. Beim Vergleich des ersten Vierteljahres 1935 'mit dem zweiten Vierteljahr 1935 läßt sich eine interessante Entwicklung feststelien, und zwar ist ein geringes Fallen der Anfragen aus Deutschland zu verreichnen, Was wohl aut die Tatsache zurückgeführt werden kann, daß viele Einwander aus Deutschland über andere Länder, wo sie sich vorübergehend niedergelassen hatten, nach Palästina kommen. Synagogenweihe in Haifa. Uns wird geschrieben: Vor kurzem nat die Chewra ״Ahawat Thora“, eine Gemelnschaft von zum größten Teil aus Deutschland stammenden gesetzestreuen Olim, in feierlicher Form ihre neuen Gebeträume eingeweiht. Nach dem Minchah-Gebet sang ein Chor Ma towu und nach einer Iwrit-Ansprache eines Vertreters der Gemeinde wurde das Ncr taniid, das man sonst hier in Erez Israel kaum kennt, durch die Kohanim entzündet. Hierauf wurden die Sifre Thora unter Chorbegleitung eingcholt. Dann hielt der Vorsitzende der Chewra, Max Guttmann, eine Ansprache. Darauf ergriff Oberrabbiner Marcus das Wort zu einer Rede namens des Rabbinats. Der Vortrag des Maariw-Gebcts durch den Chasan, Herrn Gans aus Frankfurt a. M., beschloß die Feier. Den Vorstand der Chewra bilden die Herren Max Guttmann, Dr. Keßler und Dr. H, OrünwaW. Die palästinensische Industrie und das japanische Dumping Die schädlichen Auswirkungen des japanischen D u in p i n g i m p o r t s auf die palästinensische Industrie machen sich in steigendem Maße bemerkbar. Sechzehn Wäsche m a 11 u f a k 111 r e n in Tel-Awiw haben an den Schatzmeister der Pa'ästina-Regiertmg, Johnson, in seiner Eigenschaft als V'orsit/ender der Regierungskonnnission für Handel und Industrie eine Eingabe gerichtet, in der sie daraut hinweisen, daß sie gezwungen sein wurden, ihre Unternehniungen e i n / 11 s t e I 1 e 11, falls die Regierung nicht wirksame Maßnahmen gegen das ausländische Dumping ergreife. Die betreffenden Firmen beschäftigen 309 Arbeiter und Angestellte und bestellen zuin Teil schon seit zehn Jahren. Unter dem Eindruck der vor kurzem erfolgten Schlie• (Jung einer großen jüdischen Scidenfahrik in Ramath Gan hat die Regierung zwei Beamte des Finanzdenarteinents mit der Prüfung der Lage in der Seiden- Industrie beauftragt, ln Wirtselialtskreisen wird betont, daß die weitere Existenz dieses und anderer Industriezweige Palästinas mir durch einschneidende Maßnahmen gegen den Dumpingimport gesichert werden könne. Auel! ein 20 ״Tiger Wertzoll stelle gegenüber der japanischen Konkurrenz, die aut der Grundlage eines Arbeitslohnes von 7 Schilling für die öO-Stunden-Wochc produziert, keinen ausreichenden Schutz dar. Während die Erzeugungskosten eines Hemdes in Japan aut etwa 130 Miis sich stellen, einschließlich des 20 11/oigen Zolls auf 150 bis 160 Mils, sind die Erzeugungskosten in Palästina selbst unvergleichlich höher. Aehnlich liegen die Verhältnisse bei der Glas in dustrie, die unter einem Dumpingimport aus der Tscheche)- Slowakei zu leiden hat. Eine in der Tschechoslowakei für den Gegenwert von 15 Mils verkaufte Glasflasche, wird in Palästina für nur 6 Mils angeboten. Der 12 ״oige Zoll bietet der heimischen Industrie unter diesen Umständen keinen Schutz und die mit einem Anlagekapital von 14 000 Pfund in Rischon le Zion gegründete Glasfabrik müßte, falls dieses Dumping fortgesetzt wird, ihre Pforten schließen. Gummi Warenerzeuger klagen darüber, daß sie für die Einfuhr des Rohmaterials Zoll zahlen müssen, während ausländische Fertigwaren teils zollfrei, teils gegen einen nur 12 ״,oigen Zoll eingeführt werden. Von der Wirkwarcnindustrie wird darauf hingewiesen, daß ein einzelner Tel-Awiwer Kaufmann in der letzten Woche allein 800 Dutzend Badeanzüge in Japan bestellte. Der Zoli auf diese Artikel beträgt 12 bis 20 <>b. Der japanische Import n a c 11 Palästina steigt weiter an. Amtlich wird bekanntgegeben, daß im März d. J. für 82 477 Pfund Waren aus Japan nach Palästina eingeführt wurden, während umgekehrt Japan von Palästina bloß für ein Pfund Waren bezog. Nach einer von dem Leiter des Departments der Jewish Agency fiir Handel und Industrie, N. j. Thisel ihr-, der JTA. übergebenen Auf- Stellung betrug der Palästina-Import aus Japan 1930 18 707, 1931 36 027, 1932 17(1187, 1953 310 859, im ersten Quartal 1934 121 866 Pfund und i!11 /«eiten Quartal 186 131 Pfund. Der Prozentsatz, den diese Einfuhr vom Gesanitimport Palästinas ausmacht, ist von 2>, i. J. 1932 auf etwa 4 i. j. 1033 gestiegen. Der Export nach Japan betrug 1930 35, 1931 24, 1932 3 und 1933 5568 Pfund. 111 tlen zwölf Jahren 1022 bis 1933 wurden aus Japan insgesamt für 930 512 Pfund Waren ein- und für 5681 Pfund ausgeführt. * In der Kolonialdebatte im e n g 1 i s c h e n U n t e r h a us am 25. Juli lenkte der Abgeordnete James de Rothschild die Aufmerksamkeit des Hauses auf die absurde Handelspolitische Lage Palästinas. Gegenwärtig leide Palästina vielleicht mehr als jedes andere Land unter dem japanisehen Dumping. Japan beziehe keine Waren von Palästina. Und Palästina habe keine Verteidigungsmittel gegenüber diesem Zustand. Als der Mandatsvertrag ausgearbeitet wurde, fuhr James de Rothschild fort, bestanden andere wirtschaftliche und sonstige Umstände als heute. Damals waren Kontingente, Restriktionen und Dumping gänzlich unbekannte Dinge. Das Ergebnis der Bestimmung des Artikel 18 ist, daß sie sich bei den Handelsvertragsvrrhandlungen außerordentlich ungünstig auswirkt. James de Rothschild forderte, daß Palästina von dieser Mandatsbestimmung befreit werden müsse. Die schwierige Lage der etwa 3500 Juden, die aus Buchara nach Afghanistan ausgewandert sind, hat die Jewish Agency in den letzten zwei Jahren veranlaßt, durch Vermittlung des Verbandes der Juden aus Buchara in lern- Salem 240 Zertifikate zur Verfügung zu stellen; auf diese Zcrtifikatc sind 1500 Personen nach Palästina eingewandert, die sich gart dem Lande eingeordnet haben. In Afghanistan beimden sich jetzt noch 2000 Juden aus Buchara. BASEL * Hofei Eder Altbekannte* Hau* * Garten -Terra»»e * Zimmer ab Free. 7.—

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