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Jüdische Rundschau · 1934-03-23 · Heft 24 (23.3.1934) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 24 (23.3.1934)
Date
1934-03-23
Page
– (sequence 2)
Language
German
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»•Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU In I!rcz Israel kann nur steigen, und was heute schon teuer btt, wird morgen tmerschwinglich sei“.״ ״Sehen Sie Möglichkeiten, auf anderem «I» dem reinen Spendenwcf} jjröljcre K«|)Hallen für den KKL eu gewinnen 7" ״Wir sind gerade dabei, ein neues Schema nus/uarbeiten und zu propagieren, das geeignet Ist, uns Kapitalien z 11 z11 f II11 r e n, d I e an Testamente und Stift »1 ח * gen gebunden sind. Der KKI. wird heute schon häufiger hei Erbschaften bedacht. Wir wollen den künftigen Erblasser bestimmen, uns die betreffende Summe schon hei Lebzeiten zu überlassen, während wir ihm die Verzinsung zu den besten erreichbaren Baukbedingungen garantieren. I Ivuso wollen wir propagieren, dali man uns das Kapital jüdischer Stiftungen aller Art übergibt, an die wir die Zinsen in der gleichen Weise zahlen würden wie jede Bank. Der Bodenbesitz des KKL im Werte von jefzt zirka 2','.׳ Millionen Pfund ist die denkbar beste Sicherheit, und das uns übergebene Geld würde dann nicht nur in seinem Zinsenei trag, sondern auch mit seinem Kapifalwcrt jüdischen Zwecken zugute kommen. Wenn dieser Gedanke sieh durchsetzt, konnten wir in kurzer Zeit verhaltnlsmäßig große Summen bekommen, die wir in Bodcnkäufen investieren könnten. Vorläufig sind wir absolut auf das nah,רnale Spcndciikapital angewiesen. Und unser ewiges Problem, das jede Alijah mir verschärfen kann, ist, daß cs zwar jeder• zeit genug Juden für den Boden Palästinas gibt — aber niemals genug jüdischen Boden für die Juden, die nach Palästina wollen,'' C. Z, Klötzel, ״Religion lind Leben" Wir eröffnen heute in der ״Jüdischen Rundschau“ ein neues Beiblatt: ״Religion und Leben“. Die seit Monaten vorfolgte Absicht der Redaktion, den deutlich erkennbaren Bemüliuiigen um eine neue jüdische ״Theologie“ eine Stätte in der ,,Jihl. Rundschau“ zu bereiten, brachte uns zu der l:.rkcnntnis, daß es heute für eine größere jüdische Ocffcutlichkeit nicht so sehr darauf ankommt, abstrakten Getlnnkengängen zu folgen, als darauf, die Verbindung zwischen Religion und Leben wiederzufimlen. Wir alle wissen tun den tiefen Bruch, den das letzte Jahrhundert zwischen beiden vollzogen hat und der, da das Lehen stärker ist, die ״Religion“ vielfach zu einen' Schemen oder einer Attrappe werden ließ. Es kam so weit, daß die Verwalter des jüdischen Erbes, die Judentum mit Religion gleichst■(zte», das Judentum zu einer Größe zweiter Ordnung herabsinken ließen. Und heute, nachdem ein neuer, aufbaucmler (leist das Judentum ergriffen hat und wir wieder in einer Periode des Aufstiegs stehen, fühlen wir seit langem, daß gerade für uns ״Nationnljuden״ die Aufgabe gestellt ist, die Religion, die stets die Seele des Judentums war, ins Leben zu bringen. Denn wir alle wissen, daß nicht in äußeren, nmleriellcu Dingen, so wichtig sie als neue Grundläge des Volkslebens auch sind, sich Juden tun» erschöpfen kann, sondern daß alles von dem Geist abhangen wird, der in unserem Volk schöpferisch wird, In dem letzten mnwälzenden Jahre sind jüdische Menschen, die nicht aus Stein oder — Papier bestanden, zum Judentum zuriiekgekehrf, aber das Erl eben eines großen Schicksals ist stets zugleich eine Frage nach dem S i!1 n, nach letzten Werten, nach einem Bezirk, wo andere Maßstäho gelten als in der europäischen Weit, in die wir gestellt sind. Nicht nur unter den Juden ist heute Religion wieder eine tröstende Wirklichkeit, aber auch bei uns Juden vollzieht sieh diese Wendung. Das Bedürfnis nach Religion ist stark fühlbar, und wir bemerken auch in den zionistischen Reihen, die früher eine andere Art Judentum zu haben glaubten, die steigende Notwendigkeit, diese jüdische Realität zu erfassen. Die ״Jüd. Rundschau“ hat im letzten Jahre durch ihre Hinweise auf den Wochenahsehnilt, durch so manchen Versuch der Rückführung zur Bibel, durch andere Beiträge aus der Sphäre der Religion diese Tenden/ zu stärken versucht. Dieser Verbindung von Religion und Leben soll auch unser neues Beiblatt dienen. Was Näiicres darüber zu sagen ist, w׳ird an der betreffenden Stelle ausgeführt. Wir hoffen, daß viele unserer Leser in dieser Rubrik Anregungen finden und die ״Jüd. Rundschau“ auch in dieser Sphäre beitragen wird zur Belebung und Stärkung unseres Judentums, Ein Wort der Bet*rüfjung Anläßlich der Ankunft unseres Hauptsclvriftldtcrs Dr. Robert Welt.sc 11 in Palästina schreibt eine palästinensische Tageszeitung u. a. folgendes: Mit den Gästen dieser Saison kam Robert Wellseh zu uns als ein Vertreter des deutschen Judentums. Und als sein Wortfühl er und Abgesandter begrüßen wir ihn unter uns mit einem brüderlichen Segen. Der deutsche Zionismus wurde vor eine sehr schwere Prüfung gestellt. Er hat die Prüfung bestanden. Er hat den Stolz Israels und die Ehre der Juden gerettet und hat die Fahne Zions hochgehaUeii. Das hat er getan in einem Jahre, wo die Grundlagen wankten, wo die alten gesellschaftlichen und sozialen Werte sich wanclelten. An der.Spitze dieser Tat stand unser Gast Robert Weltseh. Denn in seine I iaml war das liauptiustriiment des deutsehen Zionismus gegeben, seine Presse. Er hat die Reinheit des Uchtes hewahrt und hat die Seele des deutschen Juden behütet. An jenem 1. April rief er den Juden Anfnumtcrungs- Worte zu, Worte jüdischer Erkenntnis: ״Tragt ihn mit Stolz, den gelben Fleck.“ Diesen herrlichen Spruch variierte er in verschiedenen Formen im Laufe dieses Jahres, aus einer treuen Hartnäckigkeit heraus, als ob die Last der Geschlechter ihm zu Hilfe gekommen wäre. Da stand er auf seinem Posten und sagte den Juden Deutschlands, daß sie noch eine Zukunft haben, für ihren Körper und Geist, nämlich in der jüdischen Erkenntnis, in Zion. Dieses große Verdienst, das er sich erworben hat, wird in der zionistischen Bewegung unvergessen bleiben. Kanadischer Ministerpräsident für Palästina . Montreal, 19. März. (J.T. A.) Entsprechend den Be- Schlüssen . der im Dienste des Palästina-Aufbaus stehenden Organisationen in Kanada wird in diesem Jahre von den dortigen Organisationen ein gemeinsamer Drive zur Aulbringung von 2000(X) Dollar für Palästina-Zwecke üurchgcfüiirt. Diese Aktion hat die Unterstützung des kanadischcn Ministerpräsidenten R. B. Benett gerunden, der den Drive am 15. April durch eine Ansprache im kanadischen Rundfunk eröffnen wird. ■״ ,, * V . * fe. .9t It. «4 h. sä £4 •״ s. ׳ ,J■ t - In ״faiafcsslsäien Viertel“ Tel-Äwiws (Von unserem palästinensischen Korrespondenten) g. I, Tcl-Awiw, H. März WM. I:s hat schon eine Woche nicht geregnet, aber I1i״r in diesem Viertel ist alles noch immer von einem dicken, zähen Morast bedeckt. Der Boden hält das Wasser in grollen Tiim* pelu, und die Einförmigkeit des Schmutzes wird unterbrochen von Apfelsinenschalen, zerbrochenen Töpfen und Abfallen jeder Art. Von einem Pflaster keine Spur, und nach den niannigfalligen iiniheiliegenden Resten scheint aneli die Müllabfuhr nicht besonders zu funktionieren. Wenn tnan die Gasse überquert, so muß man genau auf seinen Weg achten, damit mau nicht unversehens in einer Lache landet AI! dieses eine Woche nach dein Regen; hei einem richtigen palästinensischen Schauer wird die (legend einfach unpassierbar. An den dureil den Morast gezeichneten Straßen entlang stehen I länscr und Baracken. In langen Reihen stehen sic da timi r«nd einander sehr ähnlich. Die Dächer sind zu einem großen Tcü aus Blech. Im Winter ist deshalb alles schön feucht, in, Sommer imeitriiglieli heiß. Die Höfe bilden ein Durcheinander von Brettern, alten Kisten, auf Leinen ge- Iiäugltr zcifissener Wäsche, halb verfaulten Zäunen und verwahrloslen Kindern, die hier spielen, Alles in allem ein Bild der Armut, des Schmutze* mul der Verwahrlosung. Das ist die ״Sc 11 c 1111 n at 11 11 a k au k a s i m", das kauk.isische Viertel in Tcl-Awiw, liier leben orientalische Juden, Kaukasier, Perser, Kurden, Jemeniten, auch Leute aus Ostenropa findet mau liier. Es scheint unfaßbar, und sehr viele wissen auch nichts davon - ״׳, daß man eine solche Gegend nahe au d׳־r 1 lauptstraßc der Stadt finden kann. Und wenn man ein paar binden liier iieriuugegangen ist, »lie Straßen gesellen uml ein paar 1 Einser besucht hat, an scheint die Vorstellung lächerlich, daß 111,111 sich mitten in Tel-Awiw befindet. Aber doch ist es so. Ls ist nicht das typische Bild eines Elcndviertcls 1n einer Großstadt. Dazu fehlen die hohen grauen Mietskasernen und die Enge der dumpfen StraUon. iller ist eben eine gnädige Sonne, die mich no׳'h einem Fetzen einen ärmlichen (ilaitz verleiht, mul dureli die Straßenlücken erblickt mau die an die Stadt grenzenden Pflanzung»״״, deren Griiu selbst nicht durch diese elenden Häuser verwischt wird. Auch gleicht dieses Viertel nicht dem malerischen Schmutz des orientalischen Dorfes, wo hall) tröstend über all dein Elend eine gewisse Ruhe liegt und de!• einheitliche Rhythmus einer unernehüttertcn Lebensform. Dieses ist kein am Orte gewachsenes Elend, sondern sozusagen ein importiertes. Hier sind Teile, die die palästinensische Judenhelt in ihrem Forniunßsprozcß nicht oder noch nicht verdaut hat. An der 1 lauptstraße »los Viertels liegt ein 1 laus, das Irgendwie aus dem Rahmen fällt. Man sicht, daß es mit den anderen eiitstmulcn ist, aber es sieht geputzt aus, und der kleine Garten, der es umgibt, wirkt erstaunlich durch seine Sauberkeit und Pflege, liier ist ein Tagesheim für die Kitider des Viertels, Im Eßzimmer sind gegen vierzig Kinder einträchtig um »len niedrigen Tisch versammelt und bc* kommen ihr Frühstück. Mau sicht es den Kindern an, ans welcher Gegend sie kommen, Eine ganze Anzahl hat glatt geschorene Köpfe, weil mau ihre Hautkrankheiten behandelt, aiulere haben Aiigenkrarikhclteii. Aber das sind nicht mehr diesellien Kinder, die mail in den Höfen und auf den Straßen spielen sieht. Man sieht ihnen an, »laß sie jetlen Morgen nach ihrer Ablieferung im Heim von Kopf bis Fuß gewaschen werden; sie haben gelernt, richtig zu essen, zu spielen, ihre Sachen saldier mul in Ordnung zu hallen, Man muß gesehen haben, wie sie die Zimmer |»ut/.rn, wie vorsichtig sie mit ihren Sachen umgehen, wie sie, alles andere vergessend, in ihr Spiel vertieft sind, und dann die Wohnungen besuchen, aus denen sic kommen, tun zu verstehen, welche schwere tmd bis ins kleinste sorgsame Arbeit In diesen Zimmern mit ihrer so ך־״ו זי-״* 1 ■ ך־ך ןיץ )׳י! י j... ג t I ) SS ק Nr. 24, 23.111.1934 | I ׳ ו׳־■ ן׳י*־"‘׳,ך ך• י;־ן ר «, v ׳ *‘““" V,־*-'"“ י ‘ ׳vl Rinder ölflict skh in diesem Hanse eine turne Welt! Keine von allen im Lunde arbeitende Institutionen «. J!unter diesem VX'e!ls wie p überhaupt in sozialer r ( sorge ganze (irbictc ״״berührt sind mul keine «(1״'ir Koordination /wischen den ein/eliien Ai heilst,!Lt״»reit Ih■׳״״ i Viertels stell! ei u uv II V 1 I11A I 1 ) V {'"‘, ־ ' ־ י Hinter diesem I leim des kaukasische I . ח 1 ז " 1 z ig er Mensch, der hier Im Laude uiifgcsvaclisen jo che Verba Busse sehr genau keimt. Maja R o s e ״ f, c.' , nach einem gründlichen Studium i,״ Ausland, mit dieM.r *‘י1־, angef,׳uigen, ohne auf llesehlusse mul ein Budget n\ v»•/. ” Sie richtete das Tagesheim in Tel-Awiw ein, sie tvuite jemenitischen Gegend hei Rechowoth einen Kindergarten Jahren hat sic hier Schritt für Schritt gegen l'lcmt ן■ *hamlnis und Verwahrlosung angekampft. Nicht mir K , 'Verden gesammelt tmd für die TagessUmden ans der ־•»״״? liehen Atmosphäre des f ite! iihauscs liinau^cfiihrt »;(-*,1 * der Weg führt auch in die Häuser selbst, /!! den pr,^ «lie aufs schwerste arbeiten und aus ihrem Elend nicht htn» finden. Es wird gekämpft um jedes Kiml, damit ei ״klitT gleich zur Arbeit gehen muß, wenn es dem Heim cntwnd1 ־׳- ist, damit es wenigstens noch ein paar Jahre in eine koinnit, es wird versucht, ein bilk'heu Ordnung und Sau'Cj keit in die Häuser zu bringen. All das geschieht mit'!י'״!״ lieber Sorgfalt, mit Beachtung jeder Kleinigkeit, mit unernv'׳. lieber Geduld und ohne eine Organisation oder ReUs•״"( Maja Rosenberg schafft sich mit einigen Freunden selb« cs; nötige Geld (es wäre Zeit, daß irgendeine Institution egr ein paar großzügige Menschen ihr wenigstens diese Sorabneliinen!). So komm! in dieses Viertel des r.leiuls" * R e 1111 n g s i 11 s e I. Sowohl in Itcf liowot h wie auch in T e 1 - A w i v »j sich bald gezeigt, daß die Arbeit im Heim später bei den Ki״ eiern wieder gefährdet wird, wenn sie der normalen Sch:1!4 für ein paar Stunden überlassen bleiben uml sonst wieder die drückende Umgehung dies Elternhauses /tinickfailcn. $« hat Maja Roseubcrg sich einen Platz, gemietet, mit den Kir.- dem seihst eine Baracke gebaut uml eingerichtet — jeJti Stück im Hause mul Garten wird selbst gemacht — und lu! für die Schulkinder einen Klub geschaffen, liier kommen w iiadi der Schulzeit hin, machen ihre Lektionen, arbeiten m: spielen. Sie tischlern und nähen Sachen für den Klub und für zu Hause. Hier werden die Kleider gerichtet und Geräte Iw den Haushalt gemacht. Von hier aus geilt man auf Auditiv und hat eine Ecke, wo man sicli gut fühlt, wo mail spielen und lernen kann. Es herrscht allgemein die Ansicht — und zu einem je wissen Grade mit Recht —, daß unter den Juden in Pahhjini die Kiiulcrfiirsorgc auf großer Höhe stellt, in der Tat wird man kaum eine ländliche Bevölkerung finden, »lie solch( Kiiulerhäuscr hat wie die Im E'mek jcsreel, und mich sonst ist auf diesem Gebiete viel geleistet worden. Jedoch bilden auch in dieser Hinsicht wie in allen anderen die arten• tnli sehen Juden ein Spe/ialproblem. Sie sind vielfach «hgelrcunt von den anderen Juden des Landes; sie hakit einen niedrigen Lebensstandard; sie bilden zu einem grofff, Tel! das wirkliche Proletariat, eine Schicht, die viel nicht der Fürsorge bedarf als der durchschnittliche Arbeiter, der ge bildet Ist und versteht, was Kimlcrnuf/tirht bedeutet. An diese empfindlichsten Stelle unter den orientalischen Juden sch”, die Arbeit von Ata ja Rosenberg ein. Das Heim uml der Klub Iin kaukasischen Viertel bilden einen Lichtpunkt in dies« finsteren Elend und: eine Keimzelle, aus der noch sehr viel mehr wachsen kann, als heute bereits da ist. Die Art, wie die Arbeit gemacht wird, ist absolut vorbildlich. Es wird an d« wundesten Stelle begonnen, es wird mit dem absolut Nötigen gearbeitet, es wird gründlich durcligegriffen, Ohm■ das Hei« und den Klub wäre dieses Vierti'l in Tel-Awiw eine Art Alb■ träum. Mit dem Heim und dem Klub regt sieh leise dit i loffmnig, daß auch diese traurige Gegend einmal ein besser« Gesicht bekommen wird. Sokolow au! der Reise nach Palästina Bukarest, 2h. März. (J.T. A.) Auf der Durchreise nach Palästina ist »1er Präsident der Zionlstirticcn Organisation und der Jewish Agency, Naliiim Sokolow, am 20. März in Konst, 111/a eiiigctroffen. Zu seinen Ehren veranstalteten die jüdischen Organisationen der Stadt einen feierlichen Empfang, an dem auch Delegierte der Bukarestcr jüdischen Zentralstellen teiln,■dunen. Arabertülirer wegen der Oktober - Kundgebung vcrurlcilt J c r u s a I c ni, 19, März, (J, T. A.) Der Vorsitzende des Jaffaer Gerichts, Commander Ralph Bodilly, hat die Araberführer Atini Bey A 11 »1111 IT a d i, Jamal linssein i, Scheich Mtisafar Issa Derwisch und eine Anzahl anderer Araber, »lie skh an den Ausschreitungen anläßlieh der Jaffaer Kuntlgchuugcn gegen jüdische Einwanderung im Oktober 1913 führend beteiligt hatten, zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt. Weitere sieben Araber wurden mit je fünf Atonalen Gefängnis bestraft, drei Angeklagte wurden freigesproehen. Die Verurteilten haben Berutuiig .•iiigemeUlet. Sie wurden gegen Erlag einer Kaution bis zum Beginn des Prozesses vor dem Berufungsgericht aut freien Fuß gesetzt. Dr. IVeizmann bei Siedlern aus Deutschland Jerusalem, 21. März. (J.T.A.) Dr. Chaltn Welzmann und Frau Vera Welzmann besuchten die jüdische Arbeiterkolonie Nalialal im Einck Jcsreel und wurden dort von Vertretern fast aller liinek-Kolunicn und von einer Abordnung jüdischer Einwanderer ans Deutschland, die bereits als Kolonisten tätig sind, emptaugen. Auf die verschiedenen Ansprachen tmd Begrüßungen erwiderte Dr. Weizmann, er freue sich, ln der Mitte der neuen Kolonisten aus Deutschland zu weilen,, die sich den Bedingungen der Arbeit im Lande angepaßt haben; er hoffe, daß sie sehr bald Wurzel fassen una den Boden vorbereiten werden für jene, die heute noch vor den Toren warten. Viel Arbeit sei noch zu tun. Aus den neuen Kolonien werde sich die neue Stadt entwickeln. Er sei froh, in den Bezirk der reinen praktischen Arbeit getreten zu sein. Der Keren Hajcssod hat im nördlichen Viertel von Tel-Awiw, am Jarkon־Ufer, zehn Dunam Boden zur Ernchtung von Häusern für Neueinwanderer erworben. Die Vorbereitung der Palästina EinwanderungsquoU Jerusalem, 20. Mürz. (J.T.A.) Die l'inwamlcfun׳'״ abtcflung der P n 1 ä s t i 11 a * R c g i c r 11 n g hat den t der Arbeitskontrolle, George M s a r » », einen chmtlicws ׳ Araber, beauftragt, die Eabriken und ImhistrielietritK' 1״ Gebiet von Jaffa und Tcl-Awiw auf ihren vermutlich״ | Arbeiterbcdarf für die nächsten Monat«.' hin zu iihcrpmkM Das Ergebnis dieser Ucbei pruimig soll mit den V'orscmaS' , verglichen werden, die die Jewish Agency betreffend 0! Festsetzung der Finwamlerungsquotc für das Halbjahr 1'3ז' Oktober 1931 niachen wird. Der Vernilltlimgsvorsclilag des Wand Leuffli im Konflikt von Rcchowotli Jerusalem, 19. März. (J.T. A.) Der Waad 1«״״' veröffentlicht in einem Conununhjuc Eiiv/clheiteti «les.,D lungsvorschlags, den er zu dem Arbcitcrkonfl!״ Rechowoth gemacht hat. Der Vcrinittlungsvorsclilag geht im wesentlichen ‘■,*י daß die Zuteilung von Arbeit im Baugewerbe;m "'l ן ,Jj.'. der Arbeiterorganisation und des revisionistischen A'o verhandes auf Grund eines bestimmten Proporti Verhältnisses erfolgen soll. Als I!!!parteiischer ״ I־r,1ge der Arbcits/iacilung soll der örtliche Ra Imine “ gieren, der Schlichter in Streitfällen sein mtu ה von Zeit zu Zeit neu zu treffender! Festsetzung des ״ anteilsverbältnisses mitwirken soll. . , Jerusalem, 21. März. (J. T. A.) .Die .Kev‘«0"״■״. haben dein Waad Leumi initgcteilt, daß sie seinen ' . ״ iungsvorschlag zur Schlichtung der Differenzen z\v!> revisionistischen Arbeitern und Mitgliedern der ז־^ י״ו in Rechowoth nicht aniichmen. Sic erklären, »;!ן ׳ ״Chcdcra-Pakt“, aut dem sich dieser hCompromifno gründe, unwirksam sei. Sie verlangen, daß .1nc, S1jnnjrtd• b«rg oder eine andere neutrale Persönlichkeit als u r ischer bestellt werde. iwaHiMmiiiiiNtiNmiiiiniHimmmniinMHMHiiNnwiMmamwiHiiHNiimiiinNmwiiiHiniiaiaiiiiina(• fiSckdeH iHiUwotU: wu11111«m111111m11mw111111N111111MUH11111111M111mm1n111HH11111111w1wt11w|״l,l,״lllll״lll״״״l״״llll״״l,״l

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