Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- 39 (1934)
- Issue
- Heft 24 (23.3.1934)
- Date
- 1934-03-23
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2651273-2653452-2653475--24983-3518404- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
ig ו rm;fj ,0 5׳ 24ד \ו der ז;?t»90 t• ( X) *HL-׳־ 15511 » 72 «חי ■)»fiten untjon C IX t«n, in in, haut! ITC1 tra. PiüilOS iiiam, R, M! 28 1 <!■(;». Innos Kntllnl k ItiHS. m 1r־׳C, 15!« flf 11. 1. 4 ms üai rnsleifi,!׳*־Uv, 71 b:m r kan t h e i. -Str 4. 51 JBYj ף׳—״׳״־׳זן ^f, 24 / Jafcr^anff 39 r1״ r״M15g? 1 Preis EM-.25־ c*1~־ —#-■«.go |וווו1י1מו pgf t 1 I Kin»., L I״as y c,1 1,״,״. f־—'—־־־׳'• , '“'"TyJ ״״■״—־r >! ך. 5 ( . ifed t <- ■<!• 1 j N V2״ t 1 i \ t i i l \ I». I.iintniwi^g •gwr1»^ 1 L,J L_,J g,hfl(ilf|l""*'Vcrl■* "• Ao«.l״onv.rn׳nltnns(. Berlin WI5,M»l«1»k®«lf. 19 t*>rnrtt! :/-־',*mm'INr. H »זיתזיו. k JIHI H2. 716570, 7240/42 * Brrug״prri• pro Mond PJ/j 1 , rrr» ייי׳ייס*I!4M. 5,75■.l’r'*t<Hi»r'ck-K<-mtrn U,r Abnnnrm.nti.Aßl.iltmc: |V|ll״.־) ׳״>) 571 71 ״»*•I'rrlin), llrrlm 17 M2 (l״r 1t«, ״t״|Cr lUkh). A״»l״n.l«. h״,״ m!-■nilr«» .itrunr■ — Erath'inl Jeden Dlenaleg and Frella(. ז׳ ניסן תרצ״ד FREITAG, 23. MAERZ 1934 ptt ZlonUrmi» *rttrobl IQr da• jüdische Volk die Schaffung einer öffentlich - rochtllcfi gesicherten Heimstätte ln Palästina. Aa«»lg»nt«r1f 1 Dl• r2|t*«palt*ne MilHm*t#r-Z#ile HM. -**,20, für 8)11)1מ**יןו1»חיי• RM. — ,10, Ivir F*miU*r»n«rhrirht*n HM —JV FJr1»«UnfH**r» nur *r׳i״n Vorst!•* *•hltjn* •ul f’oatv l״*rk Konto fteelm 7161% oder in 4er Antrif^n-AnneVtm• Mont«! Me Freit»* <>1—־*> Uhr, Ann«hn1rnchl׳tfi für die Dien«'•« Aunf •He Mont•* 10 Uhr für dl* Ffplleg-Au«g»he Mitiweuh J) l Ihr (|‘eml)l»,n«nrri|i׳>rt hi• Donnaret*! 10 Uhr) mmewmi 9,ias«!tf Pro8ramvnH J1 \( J ul ד״יי מ דק ך Tי p ץ״ 1 \ PPH s^»—■ ^«יי—׳י/ ך־״ין! ■ * ׳.I! 1 L!; 1 1; >;n ך* j, i!! y* Wai W»i• W ^y' J I«■• ״ ki. , 4i lMt4 דיי! וי* נ זץי״־זץי׳״חח 4.... J -ä te־״il L4 ki 4 1)1׳r K.-mipf gegen die Arbeitslosigkeit und für die weitere Belebung der deutschen Wirtschaft bildet nach jem Willen der Rcichsrcgicnmg den Mittelpunkt aller Arkileii, die int Jahre 1034 in Deutschland erfolgen jitlcii. Das am 21. Marz in der Rede des Reichskanzlers verkündete grölte Programm der Arbcitsbejchaflnng stellt als zentrale Aufgabe vor allen mit der dnit-eltcn Wirtschaft verknüpften Bevölkcrungskreiseij, Wir haben bereits vor kurzem an dieser Stelle dar,1111 11i״gc\viesen, daß auch die deutschen Juden sowohl als l'nterneluncr wie als Arbeiter und Angestellte von dem Wunsch getragen sind, mit ihren Kräften an der Duichfülmtng des großen Werkes des Wirtschaft- IicIkii Wiederaufbaus mitzuhelfen. Es ist nun für alle in der Wirtschaft tätigen deutjclun Juden ein erfreuliches Ereignis, daß gerade in den letzten Tagen von autoritativer Stelle verschiedene Kundgebungen ausgegangen sind, die erneut festlegen, daß die Mitarbeit auch der Juden in der Wirtschaft erwünscht ist. So konnten wir in unserer vorigen Ausgäbe dai»her berichten, daß der bayerische Staatsminister I: s s c r in Nürnberg im Rahmen einer Rede uber w irtschaftspolitische Fragen sich u. a. mit dem Problem der Juden in der deutschen Wirtschaft heschaftigt hat, und daß seine Acußerungen in Ucbcrein- Stimmung mit früheren Verlautbarungen der Reichs* und Lantlcshchörden die wirtschaftliche Betätigung der Juden bejahten, ln der gleichen Richtung bewegt sich ein Erlaß des Treuhänders der Arbeit für das Wirt* Die Früh!alirsakiion der N. S. - Hago Die Oberste Leitung der P.O., Abteilung Propaganda, teilt mit; In der auslündisclien Presse versucht man mit aßen Mitteln, 1k n Sinn unserer großen Frühjahrsaktion «Oie Tat der Gemeinschaft dient dem Aufhau" zu verfälschen. Wir Hellen noch einmal eindeutig fest: Die Aktion hat einzig und allein den Sinn, Handel und Handwerk zu bester Leistung und vorbildlicher Bedienung anzuspomen und andererseits d» Unverständnis zu beseitigen, das bisher, von seiten der Käukrschaft wie auch aus den Kreisen des Handels und Handwerks kommend, den Ladentisch zum Kampfplatz engitlrnijjer Interessen gestempelt hatte. Alle Versuche, unserer fr«ßen von der nationalsozialistischen Weltanschauung getugenen Erziehungsarbeit einen anderen Sinn zu unterlegen, krnnzcichncn sich selbst. Diese Mitteilung ist, wie die ״Frankfurter Zeitung" vom' ‘h 3. bicr/u bemerkt, offenbar dazu bestimmt, in Uebcrcin- Stimmung n\it der ersten Ankündigung nochmals hervorzu- ״cücn, daß es bei der Aktion lediglich auf Förderung ®*י Leist 11 ngsgedankens ankommen solle, also r׳icht aut R ass c p r i n 7 i p i c n, wie sie bei der örtlichen Austegunrg der Aktion, z. B. in Aschaffenburg, ursprünglich M Erscheinung getreten sind. schaftsgcbict Bayern, der sich gegen die in Mittclfrankcn aufgetretenen Bestrebungen wandte, daß Juden als Bctricbsführcr nicht in Frage kämen. Durch diese beiden Kundgebungen ist die Frage der wirtschaftlichen Betätigung der Juden auf wichtigen Positionen geklärt worden. Am heutigen Tage beginnt eine für Handel und Handwerk bedeutsame Aktion der NS-Hago mit dem Ziele, die Leistung von Handel lind Handwerk zu erhöhen und sie dem Publikum vor Augen zu führen. Diese Aktion hat infolge der Ausdeutung, die sie an einzelnen Orten, z. B. in Aschaffenburg, erfahren hat, zu einer gewissen Beunruhigung in den Kreisen der jüdischen Einzelhändler und Handwerker Anlaß gegeben, weil Rassengesichtspunkte von örtlichen Stellen damit in Verbindung gebracht wurden. Hiergegen wendet sich eine weiter unten wiedergegebene Erklärung, in der mit aller Deutlichkeit auch gegenüber ausländischen Pressemeldungen gesagt wird, daß die Versuche, der Aktion der NS-Hago, die zu bester Leistung und vorbildlicher Bedienung anspornen soll, einen anderen Sinn unterzulegen, fehl gehen. Wir begrünen diese Erklärungen, die im Augenblick der verstärkten Wiederaufnahme der Arbeitsschlacht allen Kreisen der deutschen Juden, die wirtschaftlich tätig sind, die Gewißheit geben, daß sie mit voller Kraft an dem großen Werk mitarbeiten können, und daß diese Mitarbeit von den verantwortlichen Instanzen gewünscht wird, ' Die Führung der Betriebe Der Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Bayern hat zu der auch von uns gemeldeten Erklärung der Oaulciiung der NSfiO/DAF in Miltelfranken, wonach In diesem ()au als Betriebsfüll rer Juden nicht in Frage kommen, Stellung genommen. Er erklärte dem ״Staatsaiizeigcr" zufolge: ,,Diese Bekanntmachung und Anordnung entbehrt der gesetzlichen Grundlage, weil das Gesetz zur Ordnung der rationalen Arbeit keine Bestimmung enthält, aut die sic gestützt werden könnte. Außerdem steht diese Veröffentlichung Im Wider* Spruch zum Inhalt der amtlichen Mitteilung über die Bildung der Vcrtrauensrätc vom 12. Mürz 1934, ln־ der hinsichtlich der Frage, wer Führer eines Betriebes sei, folgendes fesfgcstcllt wurde: Die erforderlichen Vorschriften über den Führer des Betriebes sind bereits Im Gesetz (gemeint ist das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit) getroffen. Von der Aufstellung besonderer Voraussetzungen Ist dabef auch hinsichtlich der Staatsangehörigkeit und der Rassenzugehörigkeit abgesehen worden. Auch nichtarlacho Unternehmer können Führer des Betriebes sein. Das entspricht den Verlautbarungen der Rclcbsrcglcrung, nach denen die Bestimmungen des Gesetzes über das Berufsbeamtentum für das Gebiet der Wirtschaft keine An- Wendung finden." I '«*־•ן ו! fl 1J JL 1 * fei יי״) j t<r\t 11 יי ר'־ b די ך"""׳. *׳"יי• gyt 1י-י־5וו* _ Wien, 20. März. (J. T. A.) Das ״Neue Wiener Dg bla 11" bringt unter dein Titel: ,,Die lleiniwehr für die ״)denstandigen Juden?“ ein Telegramm aus Budapest über tl״c Sondcrtneldung des ,,A Re:׳gel“, wonach die Heim- *ehr dem liumlcskan/lcr Dr. I) illfufi eine Forderung he- ״fllind die systematische und endgültige Lösung der ostertC|dwiu'n Judetifragc überreichen werde. . »Lach dem von der Heiimvchr ausgcarhcitctcn Projekt sollft) die österreichischen Juden in drei Kategorien einfüllt werden. Zur ersten sollen diejenigen Juden geboren, “•ז ver dem Weltkrieg bereits in Oesterreich das Bürgerfc'1t hatten. Diese anerkennt die Heimwehr als voilbetchtigte österreichische Staatsbürger. Es soll erklärt wer* “cn> ״וי'י sü' dieselben Rechte und dieselben Pflichten haben, ״■ die übrigen österreichischen .Staatsbürger. In die zweite Mtcgnrie sollen die seit 31. Dezember 1914 ein ge- 9aderten und zu österreichischen Staatsbürgern gewor- Juden fallen. In die drifte Kategorie endlich sollen mb'igcn Juden eingcreiht werden, die sich während des : ’J s t r 0 m a r x i s t j s c h e n Regimes n i e d e r g c - * S5cn haben. Den den beiden letzten Kategorien z.ugcltori- J; '1 Personen sollen die vollen Staatsbiirgerrechtc nicht zu- «mit werden; cs sollen für sie gewisse Ausnajmebeslim- '1׳ngcti betreffend höhere Ausbildung, bestimmte finanzielle 11 künstlerische Tätigkeiten und auch andere Beschäfti- F“1 Rszweige in Kraft treten. Von dieser bedingten Staatsl!(-'k־״<il;h1’׳ft würden aber Ausnahmen gemacht werden ׳ו"'"' Staatsbeamte und staatliche Konzessionäre solien nur “! 1'er ersten Kategorie werden können, ba r "!s'CUc Wiener Tagblatt" und andere Zeitungen ge- " mfse Meldung von ״A Reggcl" ohne Kommentar wieder. », .cr Vizepräsident der Wiener Israelitischen Kultusb!iH׳.ln'^' ür• Löwenherz, hat im ״Neuen Wiener Tag- 19»tet t״le Erk!i™״g veröffentlicht, die im wesentlichen ״Wenn in der letzten Zeit Bestrebungen wahrgenommen, wurden, die darauf abziclcn, durch Eingriffe in das Wirtschnfts- und Erwerbsleben die Juden aus ihren Berufen zu verdrängen, so sind wir überzeugt, daß derartige, mit den Erkläruiigeii der verantwortlichen politischen Faktoren Oesterrcichs in Widerspruch stehende Tendenzen nicht die Billigung der österreichischen Regierung finden werden.“ Die nächsie Tagung des Emißranten-Hilfswerks London, 21. März. (J. T. A.) Der Beirat der privaten Organisationen für Answandcrcrhilfc beim Mochkomm i$ s a r i a t des Völkerbundes wurde zu einer De• ratung nach London für den 30, April und 1. Mai cinbcrufen. Dieser Tagung schließt sich eine Sitzung des aus Vertretern der Regierungen sich zusammensetzenden Vcrw a 11 11 n g s r a t e s des EmigrantcnhilfswcrFs beim Völkerblind an. Die Tagesordnung dieser beiden Beratungen enthält u. a. folgende Punkte: 1. Bericht des Hochkommissars über die Tätigkeit seit der Dezember-Sitzung. 2. Allgemeiner Bericht über die Lage der Auswanderer in den verschiede• neu Ländern und die Tätigkeit der Hilfsorganisationen. 3. Emigration und Scßhaftmachunj• der Auswanderer in den licbersccländcrn. 1׳. Fortschritte in den Bemühungen der Ausgewanderten, sich den neuen Bedingungen anzupassen. 5. Pässe und Arbcitscrlaubnissc für die Ausgewanderten. 6. Das Problem der Staatenlosen. 7. Schaffung eines Hilfsfonds und eines Fonds für konstruktive Zwecke. 8. Erhöhung der Zahl der Vervvaltungsratsniitglieder, Ein Gespräch mit M. M. Ussischkin Dm nachfolgende Gespräch mit dem lütter den KKL, M. M. Unsinchhin, das insbesondere der Frage der Ansiedlung deutscher Juden auf KKl.-ßndcn gruddmel ist, dürfte unsere Leser besonders sfarb interessieren. (Red.) ״Unser Hauptproblem ist stets das gleiche, wie groß auch eine neue Alijah sein mag, und woher sic immer kommt“, ant״ Wort etc der Leiter des Keren Kajcmeth auf die Frage, ob die AHfah am Deutschland den KKL vor grundlegend neue Probleme stelle. ״Unser einziges wirklich großes Problem ist das ewige Miß- Verhältnis zwischen dem Maß an Boden, das wir haben und dem, das wir brauchen. Wir haben zu wenig Boden für die neue Alijah, wie wir zu wenig für die voraufgehenden haften. Trotzdem haben wir versucht, was in unseren Kräften stand, u!n den Einwanderern aus Deutschland zu helfen, aber wir waren uns dessen bewußt, daß wir das mir auf Kosten anderer Gruppen tun konnten, die ältere Ansprüche hatten. So haben wir 200יי Dun am in Wadi Chawarcth zur Ver*. fiißiing gestellt, um dort ITO deulsche Familien annisiedeln. Aber dieser Boden war längst palästinensischen Kandidaten versprochen, Leuten, die teilweise schon jahrzehntelang im Lande sind, während der ganzen Zeit auf dein Lande gearbeitet haben und nun endlich hoffen durften, angesiedclt zu werden. Wir haben uns sehr schweren Herzens entschlossen, diese Menschen zu bitten, ihre Wunsche noch zurückzustellen und den Boden, der ihnen schon zugesproclien war, neuen Ein- Wanderern ab/utreten. Die Alijah aus Deutschland soll wissen und nicht vergessen, welch großes Opfer diese Palästinenser für sic gebracht haben.“ ״Haben Sie auch ln der Haifa-Bucht Ausnahmen zugunsten der deutschen Alifah gemacht?״ ״Wir sind dort bet der Zuweisung von Boden an Ein- Wanderer aus Deutschland weit über da» Maß hinausgegan* gen, das wir sonst anwcmleit. Das bisher bereits assanierte Gelände der Haifa-Bucht ist für städtische und vorstädtische Siedlung bestimmt, und die Flächeneinheit für ein städtisches Grundstück wurde nunmehr auf zwei Drittel Dumm festgesetzt. Für die Einwanderer aus Deutschland haben wir insoweit eine Ausnahme gemacht, als wir die Einheit für 100 Siedler auf je einen Dtinam festgesetzt haben. Außerdem haben wir an der Peripherie der städtischen Zone 400 Dtinam bcrcitgestcllt, und zwar je 20 Dtinam pro Familie. Allerdings konnten wir diesen Boden nur auf höchstens 15 Jahre überlassen. Bis zu diesem Termin müssen je 16 von den 20 Duriam an den KKL zuriiekgegeben werden, weil wir sie dann für vorstädtisebe Siedlung brauchen werden. Aber «nzwischen ist Zeit genug, die Existenz so zu stabilisieren, daß die Rückgabe keine Gefährdung derselben bedeutet. Wir haben diese Ausnahme gemacht, um Familien, denen die Ein- Ordnung aus mancherlei persönlichen und sachlichen Gründen besonders schwer fällt, eine besondere Chance zu geben. Auch hier durften w׳ir mit dem Verständnis palästinensischer Kreise rechnen, die eine derartige Bevorzugung durch uns nie erfahren haben,“ ״Sind fm Zusammenhang mit den Hilfsaktionen für die deutschen Juden dem KKL nicht größere Miftel «!geflossen?" ״Es besteht ein Beschluß des Zionistenkongresses, wonach von allen Geldern, die aus verschiedenen Ländern im Zusarnmcnliang mit Sammlungen fnr die deutschen Juden nach Palästina gelangen, ein Drittel an den KKL gehen soll, um Boden fur Einwanderer aus Deutschland zu kaufen. Dieser Beschluß ist bis heule reine Theorie geblieben, und der KKL bat seine auf ihn basierenden Ansprüche bisher nicht geltend machen können. Mit Ausnahme eines größeren Betrages aus Südafrika, der für ganz bestimmte Käufe gegeben wurde, sind dem KKL bisher keine Spezialmittel fur diese Einwanderer /!!geflossen. Alle von mir erwähnten Leistungen für deutsche Juden sind bisher ohne jede Gegenlcistung an den KKL erfolgt.“ ״Und die allgemeine Lage des KKL?״ ״ist heute schwieriger denn je. Es rächt sich heute bitter an uns allen, daß das jüdische Volk dem Ruf des Bodens in, Erez Israel so wenig Folge geleistet hat. Hätten wir genügend Geld gehabt, um große Bodcnrcscrvcn zu kaufen in einer Zeit, wo dies zu billigem Preis möglich war und w׳ir den Zeitpunkt der einzelnen Käule bestimmen konnten, so würden heute nicht die Bodenpreise mit jedem Schiff steigen, das Einwanderer in Erez Israel landet. Wir geraten ins Hintertreffen, wie sehr auch die Erträgnisse des KKL sich steigern mögen. Was nutzt es, wenn wir sie selbst verdoppeln und vcrdreifachen könnten — wir sind weit entfernt davon! — wenn die Bodenpreise in der gleichen Zeit auf das Fünf- oder Zehnfache klettern? Wenn man doch wenigstens jetzt einsähe, daß ea nichts Wichtigeres für uns gibt, als Boden zu kaufen, ao schnell und so viel wir nur können, denn der Bodenwert