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Jüdische Rundschau · 1934-03-20 · Heft 23 (20.3.1934) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
39 (1934)
Issue
Heft 23 (20.3.1934)
Date
1934-03-20
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2 JÜDISCHE RUNDSCHAU 3 23, 20. II], 19^ an der Warschauer Universität Die UniveniiSi gescM0»»en Warschau, 16. März. (J. T. A.) Die natioiialdemokra• tische Agitation zur Einführung des A r i e r p a r a g r # p h e n in die Statuten der Studeiitciioiganisatioii lur gegenseitige Hilfe ,,Bratniu Pomoe“ hat /.u schweren A tt 8 s c h r e i t u n gen an der Warschauer Universität geführt. In einer vom Verein der Historiker an der Warschauer Uni* vrrsililt eiiihenifenen Stmleirteiiversnininlung wurde eine Ab- Stimmung über die Forderung der Nationahlcmokratcn vorgenommen. Gegen die Einführung des Aricrparngraphcn sprach sich der Dekan der philosophischen Fakultät, Prof. Mnrecl Handelsmann, einer der hervorragendsten Historiker Polens, nus. Als die Abstimmung die ihr die Annahme des antisemitischen Antrags erforderliche Mehrheit nicht erg,ah, kam cs zu Auss c h'r c i t u tt g e!1 der n a t i o n a 1 d e in o - k rat isc 11 eil St ml enteil. Professor I lanilclsmann, ein getaufter Jude, wurde, nachdem er die Versammlung verlassen halle, noch auf Universilidshoden von _ vier nationaldcino• kratischcn Stnndciiten überfallen und niedergeschlagen, ln* folge der erlittenen Mißhandlung muß der Professor das Bett hüten. Der UnivcrsitätRscnat wurde sofort zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenberufen, in der beschlossen wurde, alle Univcrsitätsinstitute auf unbestimmte Zeit zu schnellen und die schärfsten Maßnahmen gegen die Studenten, die den Dekan der philosophischen Fakultät überfallen haften, zu treffen. Am folgenden Tage hat Prof. Ilandelsmaini seine Demission als Dekan der philosophischen Fakultät eingercielit. Unterriehtsminisler Dr. Jcdrzejewic/, hat persönlich die Untersuchung der Vorfälle an der Warschauer Universität übernommen. Die uaiionaldemokratischc SUulentcnbcwcgung entfaltet in den letzten Tagen auch an den übrigen Hochs c h u I 0 11 Polens eine verstärkte Tätigkeit. Die Mitglieder der antisemitischen Studentenverbände tragen seit einiger Zeit einheitliche Kleidung (Grauhcniden). Der Ucbcrfall au f den Bazar des Keren K a j c m c t h in Pabinnice am 2. März, bei dein der Bazar und ein großer Teil der in ihm ausgestellten Waren von Nationaldennkratrn schwer beschädigt wurde, hat nunmehr seine gerichtliche Sühne gefunden. Von den Teilnehmern an dem Ucbcrfall wurden zwei zu je 14 Tagen, drei zu je drei Wochen Gefängnis verurteilt. Polnisches ״Qualifikationsgcsclz* tritt noch nicht in Kraft Warschau, 12. März. (J. T. A.) Das vorn polnischen Sejm angenommene sogenannte Q 11 a l i f i k a t i .׳> n s g c s c t z, das verschreibt, daß alle in Industrie, Handel und Handwerk Tätigen ihre Eignung: für den von ihnen ausgeiibten Beruf nachzuweisen haben, ist heule vom Senat behandelt worden. Dabei führte der Referetr, Senator Iwanowsky, aus, er sd vom Hnndclsministcr bev )!Imächtigt, folgendes zu erklären: A des Sejm betreffend Qual'nkntlonsnacliwels >;c sich mit Handel, Industrie und Handwerk ird durch die Regierung nicht Im Wege einer rvi'irkliclit werden; der Termin des Indes Gesetzes wird durch ein i r. bestimmt werden. Tin allgemeinen nheit der Qualifikationen fllr eine, Reihe aktuell. in einem i.oniniuniquc des Klubs der jüdischen Abgeordneten Im polnischen Parlament wird fcstgcstcllt, daß diese Mitteilung des Referenten über das neue Wirt- Schaftsgesetz, im Senat in jüdischen Kreisen beruhigend gewirkt hat. Obwohl die namens der Regierung im Senat abgegebene Erklärung rechtlich nicht bindend sei, da sic dem Gesetzestext nicht cingcfügt wurde, habe die jüdische Bevölkcrung doch Vertrauen zur Versicherung der Regierung, daß die betreffenden Bestimmungen in den nächsten Jahren nicht in Kraft treten werden und daß cs nicht Absicht des Gesetzes sei, Staatsbürger nichtpolnisdier Nationalität auf wirtschaftlichem Gebiet zurückzusetzen. Rumänische Regierung gegen Rassenpolitik Bukarest, 11, März. (J.T. A.) ln Erwiderung auf mehrere liitcrpellatioiien in der Kammer hielt der Unter- Staatssekretär iamandi eine Rede, in der er einen Abschnitt der Stellung der Regierung zu den Juden widmete, Cr analysierte das Rassenproblcm und lehnte jede Rassenpoütik mit Entschiedenheit ab. Auf Entwürfe hin erklärte er, es sei wohl richtig, daß in manchen Teilen des Reiches Juden in großer Zahl wohnen und wichtige wirtschaftliche und soziale Funktionen itmehahen. Man darf aber nicht vergessen, daß sic keinem Rumänen etwas Wegnahmen, daß sic Stellen besetzten, die frei waren, und daß Rumänien cs ihnen zu verdanken hat, daß es sich wirtschaftlich ausgestaltet und auf allen Gebieten Fortschritte gemacht hat. Der Vorsitzende der Jüdischen Rcichspartei in Ru 111 än i c 11, Rechtsanwalt Dr. Theodor Fischer, wurde vom . Ministerpräsidenten Tatarcscii in Audienz, empfangen. Im Verlaut der Unterredung versicherte der Ministerpräsident, daß den Bestimmungen der Verfassung gemäß Ruhe und Ordnung im Lande gesichert werden würden. Er anerkannte die Schwie- ■rigkeit, die darin bestellt, daß die jüdische Bevölkerung im gegenwärtigen Parlament nicht durch eigene Abgeordnete vertreten ist — die jüdischen Mitglieder der neuen Kammer ׳ sind bekanntlich in diese nicht auf .Grund besonderer jüdi- , sclier Wahlvorscliliige, sondern als Kandidaten der von der ״ Regierungspartei ailfgestellien allgemeinen I.isten entsandt ך worden — und stellte deshalb in Aussicht, daß bei Heliandlung speziiiscli jüdischer Fragen in den Ministerien Vertreter der Jüdischen Partei mit zu Rate gezogen werden würden. v «נ־׳׳ן ך־י> , ך" י־׳ץ* ך ^jZ C. ■■ä e». a ץי־״־י״י״י^ 3i״"* *-״־ f 4*״*^ 'v,, C1u»«ß Dei ä5:1!׳.'׳*ud V!־׳) fr, ■ 11.:,.׳, Tc h w,i!;;[ß g«,!■ V ird ■־1. זו. ■ :V ־;:..־ »rvv'il i•■ r 1! 1; t t r 11 r r c .! > : ז!.. 1 tt . 1) ׳; A 1)■;׳, .(׳,) •ן ► 1:1 1.1;» iti.'.n ו!!! Von unserem palästinensischen Korrespondenten. gl. T el-A wi w, 5. März 1934. Unbekannte Straften Wer kennt sieh heute wirklich in Tcl-Awiw׳ aus? 111 anderen Städten sind es die Chauffeure,;!her die können hier ja auch nicht wissen, wo gerade das fällige neue Hotel erölfiiet ist, die andere Straffe gebaut wird, dieses oder jenes Viertel siel! von Grund auf verändert. So schlagen sie sieh halb fluchend und hall» lachend mit «lern veränderten Stadtbild herum, und keine Karte hilft ihnen, denn was*gestern richlig war, ist heule schon ungenau. Und wer weiß, wieviel Finwohner heute Tel-Awiw hat? Niemand, auch nicht die statistischen Stellen. Die Berechnungen von gestern sind heute überholt. Die Optimisten glauben, daß wir uns den 100 (XXI nähern oder schon genähert haben. Die Pessimisten leugnen hartnäckig und sprechen von 80 000. Die Wahrheit wird wohl in der Mitte liegen. Aber cs ist kein Zweifel, daß die Optimisten sehr bald recht behalten werden, daß dieses kleine ״auf Sand gehallte" Nest bald die größte unter den Städten sk׳s L;amles sein wird. Vom Kiosk zum Caf6 Die Stadt schluckt nicht nur Menschen, sie schluckt auch Geld, und zwar im Uchcrfluß, Die Folge ist, daß sie ein ganz, neues Kleid bekommt, daß sie sieh immer westeuropäischer färbt, die Eleganz und die Moderne mit Macht ihren Einzug halten, Bel der großen Einwanderung von!025 versuchten die kleinen 1.eilte, die einwanderten, ihrem Standard entsprechend uriter/iikommen, Wie oft hat man lneheud und wegwerfend 1'on der ״Sodawasserlniliistric“ gesprochen, weil jeder, der sonst nichts «11 fangen konnte, sieh einen kleinen Kiosk mit einem Syplion und ein paar Saftflasclicn hinstellte und .־infing־, dem scliwilzcndeii Tcl-Awiwcr ״Gasos" zu verkaufen. Mit diesen Dingen ist heute nicht mehr viel zu machen. Der Tcl-Awiwer ist Anspruchsvoller geworden und der Durchschnitt der Immigration bring! mehr Kapital mit als für einen Sodawasserstand. Was 1025 der Kiosk war, wird heute das Hotel, das moderne C a f 6, das Restaurant. Man muß für diese Einwanderung nicht einfach neue Unternehmungen auf die Beine stellen, sondern man muß alles auch besser machen, eleganter, kostspieliger. Es ist große Zeit für Innenarchitckten und Schaufensterdekorateure. Die deutschen Einwamlcror spielen auf diesem Gebiet eine erhebliche Rolle. Sie ziehen mit Ihrer Ausstattung die anderen Lndciibcsif/er nach sich. Diese wundem sich, denn früher Ist es auch ohne diesen Aufwand gegangen. Aber Konkurrenz, ist Konkurrenz, sie müssen mitmaclien, und jeden Tag drängt sich die Menge vor einem anderen neu cröffucten Geschäft, das ciine besondere Attraktion bietet. Es bleibt sozusagen kein Stein auf dem anderen. Die Häuser bckomipcn peue Fassaden, die I nden riesige Glasscheiben, die Verkäuferinnen sollen sich umstellen, kein Mensch braucht seine Eleganz111011 ׳t aus dem Auslände zu beziehen. So mancher, der keine Konjunkturgewinne aufztiweisen hat — und es soll eine ganze Anzahl davon gehen! — steht freilich etwas perplex vor den atisgebreitetcn I icrrlichkeitcn und merkt, daß er nicht viel davon haben wird... Taxi, liditreklame und Modenschau Tel-Awiw bekommt Taxis, grün mit einem weißen Streifen hemm. Wer sie benutzen will, weiß zwar noch nicht, wie mau sic findet, denn gerade in den entlegenen Bezirken kann man lauge warten, bis man ein solches Vehikel findet, Aber die Stadtverwaltung muß mul wird Abhilfe schaffen, fs sind Halteplätze — eine schwierige Sache in diesem engen Straftciigewirr -- vorgesehen und Uhren mit einem festen Tarif. Und am Abend wird die Stadt bunt durch Rck I a in c 1 i c h t c r, blau, rot und gelb drehen sich die Scheiben, leuchten die Schilder an den Fassaden, Das erste Großstadtflimmern zieht ein. Der eine fängt an, der andere muß mitmachen. Und in einem Hotel drängt sich das elegante Publikum zu einer Modenschau, bewundert die Modelle 11n׳l vielleicht iiicld.s clariilier, — denn cs sind vick א ' unter — daß Palästina so etwas in dieser Pur in bjsj!f gekannt hat lind daß die Unternehmer dieser Aktion'^" '"iiit'n sonderen Schwierigkeiten Imbcn. ( inte Mannequin« h lind die sind vorläufig ebenso schwer zu finden wie'״ schulte Verkäuferinnen, die die Landessprachen bti!1'•/״ IJcberbaupt geht diese großstädtische Umwandlung alle möglichen I findcritissc voustatten. Von außen stiel' i daß;dies sehr rasch 11ml leicht und einfach geht. Aber ),'״! den Kulissen schlägt sieh jeder dieser Neuerer!kt * wahren Heer von kleinen tecliuisi heu Schwierigkeit״) UU1 und סי mancher wumleit sich selbst, wenn trotz ein paar Monaten das richtige Schaufenster auf die blickt und sogar die ersten Käufer kommen. Und nKt| nach haben es die Nachfolger leichter. Sie können m g einzelnen fcststellcn, daß Palästina wieder einmal ״.kr T lernt. Der große Ring Während sich die großen Hauptstraßen I |־ms j״r ,, und Laden für Laden wandeln, wächst die Stadt |!ina' die Außen viertel. Die Stadtverwaltung hat sich sk'* lieh doch aufs Planen verlegt und versucht, mehr VcfD adern zu schaffen mul damit bisher entlegene Gebiete bc mit dem Zentrum zu verbinden. Gerade jetzt ist im 2ז1ג5״_ hang mit der kommenden Eevante-Mcsse ein neues str'a־׳ netz fertig geworden, das vom Zentrum der Stadt - Norden bis an den Jarkon fuhrt. Wer diese guten, bcqir Wege zum ersten .Male sieht, hat eine fast groltsi.ijc״ Impression, EHirch den Sam(, an bisher ablicgemlcn vi״:, vorbei zieht sich der Asphalt, die Linien in der M!tjc samnieiigelinlten von einem großen Ring, um den die As'ü mobile laufen und an dein die strahlenförmig!aulcnd* Straßen ausmiinden. Man erinnert sich an die strahlcnfo sich verzweigenden Anlagen europäischer Städte. Aber c’ Pessimisten sind wieder einmal mmifrieden. Auch diese Kr, Schöpfung halten sie für ungenügend, die Straßen für viel ד schmal, bald wird sich auch hier der Verkehr stauen, [! bleibt also wirklich nichts mehr übrig, als Tcl-Awiw r mal ganz abzureißen und in viel größeren Maßstäben r... zu bauen ... Der Umschlagsplatz des Nahen Ostens In der Tat wird sich sehr bald die Gelegenheit cr^hf■ diese neuen Straßen auf ihre Kapazität zu prüfe», uml «!!׳! heute will es scheinen, als ob sie die Probe nicht bedehr werden. Denn der Verkehr, der schon heute /um A» stdliingsgclämle der I.cvautc-Hcssc, die im April«•' öffnet wird, hinaiisgelit, ist beträchtlich. Dort unten in k Jarkongegeml w'ird auf dem riesigen Gelände fieberhaft;s arbeitet. Hunderte von Arbeitern aller Art wimmeln auf k Gerüsten der verschiedenen Gebäude, und bis tief in e Nacht hinein wird es liier nicht still. Es bleibt nur kurze Zeh bis Zur Eröffnung, und die riesigen permanenten Gebäude,ä■ hier aus Eisen und Beton in die Höhe wachsen, erforde:■ gewaltige Anstrengungen. Sc!1011 heute in den (ieriisteii 'dr die Ausstellungshallen imponierend und interessant aus, I»! Messe hat die Konjunktur aiisgeinifzt lind sich die Dictk: modernster Architekten uml Ingenieure gewonnen. Der rin!.! Platz wird in einfachen schönen Linien aufgetcilt, und 9 entsteht zum ersten Male seit der Existenz der Messe eis! adäquate Umgehung mit entsprechenden Sälen, Restaurier einem Amphitheater und den Pavillons der zahlreichen ai» ländischen Regierungen. Hinter dem Wachstum der Me« stellt die palästinensische Konjunktur und der internatior,»' Drang nach Export. Diese beiden bewegenden Faktoren law* aus dem Sande an der Mündung des Jarkon diese (icbäudr aufsprießen, erzeugen ein Arbeitsgeber, das auch fiir fl« bewegte Palästina von heute auffallend wirkt, und tendier« dazu, diesen Punkt am Meer zum Umschlagsplatz für dfl Nahen Osten zu machen. Tel-Awiw erhält damit 8™ח Auftrieb, Zum' Präsidenten des neuen Londoner Stadtrats wurde Lorä Sneli, früher Unterstaatssekretär für Indien, gewählt. Lord Sncll nahm seinerzeit an den Arbeiten der sogenannten Shaw-Kommission teil, die zur Untersuchung der Unruhen vom Jahre 1020 in Palästina tätig war, und gab s. Zt. ein Sondervotum zu dieser Frage ab. Kein wirtschaftlicher Numerus clausus in Rumänien Das Gesetz zum Schutz der nationalen Arbeit Bukarest, 12, März. (J. T. A.) Im Verlauf einer Debatte in Kammer und Senat Rumäniens über den Schutz der nationalen Arbeit spielte auch die Judenfrage eine Rolle. Der frühere Ministerpräsident Prof. Jorga führte im Senat aus, cs gäbe im Bezirk Marmaroscli einige ״parasi- Lire Elemente“, die die Bauernschaft ausnüt/cn; diese hätten aber nichts gemein mit den gebildeten jüdischen Flementcn, Minister Dr. N is t o r antwortete Jorga, die Regierung wünsche, daß die Minderheiten mitarbeiten an der Stärkung Rumäniens, seiner Kultur und seiner finanziellen Grundlagen. In der Kammer antwortete Unterstaatssekretär laü> a 11 d i auf die antisemitischen Ausführungen Cuzus, es sei wohl richtig, daß das rumänische Element gefördert werden müsse; man dürfe aber nicht dabei vergessen, daß in Rumänien vier Millionen Minderheiten leben, die man nicht einfach über die Grenze abschieben könne. Das Gesetz zmn Schutze der nationalen Arbeit ist fertiggestellt und dürfte noch vor Ostern dem Parlament unterbreitet werden. Die Pläne, einen Numerus clausus der Arbeit fiir die nationalen Minderheiten zu schaffen, wurden verworfen. Das Gesetz sieht lediglich vor, daß die meisten kaufmännischen Unternehmungen und Industrien 0(1׳,״« rumänische Staatsbürger beschäftigen müssen; 00 ס:,׳ der auszuzahlcndcn Löhne müssen an rumänische Staatsbürger gezahlt werden. KoKekUvbeleidSgunn und schweizerisches Rech( Ablehnendes Urteil Zürich, 18. März. (J. T. A.) Ein Züricher Rcchfsanwi* hatte vor einigen Monaten bei der Züricher Staatsan״!״ schalt den Herausgeber der Zeitschrift ״Der Eidg nossc“, Theodor Fischer, wegen eines Artikels verklv» in welchem 11. a. gesagt war: ״Judentum sei organisier*« Verbrechertum“, ״Alljuda müsse sterben“, ״die Völker muss«! sich dieses Verbrechertums entledigen“ tisw. Der Kläger H• gründete seine Klage damit, daß er sich als Jude ™r“ diesen Artikel in seiner Sicherheit bedroht fühle, und stuf , seine Klage auf Art. 01 des Schweizer Strafgesetzbuch1•■ In einer nunmehr hcrausgcgebcncn Verfügung hat P! Züricher Staatsanwaltschaft diese Klage abgcleh«•׳ ׳ der Verfügung wird erklärt, daß cs in diesem Fall «•*'״; gehe, von der Bedrohung in1 Sinne des Art. 01 des •*״ geset/buehes zu sprechen. Doch könne nicht verkannt daß ein strafrechtlicher Selnitz gegen alle diese AnU1^ im Interesse des Rechtsfriedens nötig wäre. Die F«P'׳ der Kläger zur Klage legitimiert sei, <1. h.?״ Drohung gegen seine Person gerichtet gewesen s«> jericli«* nicht bejaht werden können. Anders wäre die läge ge»« wenn die Drohung speziell gegen den Kläger ge* gewesen wäre. Deshalb hat die Staatsanwaltschaft die Stellung der Untersuchung verfügt. Andererseits »ot sic die Kosten der Staatskasse aufcrlcgt 11nd_ 0״!« geschuldigten, also dem Herausgeber der antiscnii 1 Zeitung, keine Entschädigung /!!gesprochen. ... ■ ff»■ 1■ g ■ fT\ lUllillillilUlUillHIM llliailllill»׳״ - 1L»| ן lllllllllilllllllllllllllltlllll» E-•» yiiHi!111111!11tM

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