Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 50 (26.6.1925)
- Date
- 1925-06-26
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4» JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr.SO tfr. sehen Staatsmannes hindurchschimmert, hat Samuel anerkannt, daß die gesamte jüdisch: Leistung nur hur der Kraft der Idealistischen Bewegung; beruhe, daß sich die Juden nur „auf ihre eigenen inneren Hilfsquellen, ihren eigenen Enthusiasmus, Ihren Opfermut und ihre Menschen" hätten verlassen müssen. Oeradc weil die bisherige jüdische Leistung nicht das künstliche Produkt offizieller Fürsorge, sondern das Ergebnis wirklicher Volksarbcit sei, glaube Herbert Samuel an den Erfolgs des jüdischen Werks. Mit wenigen Worten hat Herbert Samuel schließlich seine» Nachfolgers gedacht Er hat entschieden bestritten, daß Plumcrs militärische Qualitäten für die Ernennung ausschlaggebend gewesen seien, und daß Palästina als der militärische Schlüssel zum Vorderen Orient zu betrachten sei. Nur Plumcrs hohe Verwaltung^ ' fähigkcltcn seien für die Ernennung bestimmend gewesen. In dieser offiziellen Erklärung liegt die Widerlegung zahlreicher Kombinationen, die englische und tum Teil auch deutsche Blätter an die Ernennung geknüpft hatten. Herbert Samuels Scheiden wird heute nicht nur von dem gesamten Jischuw, sondern von der ganzen zionistischen Bewegung1 und dem jüdischen Volk mit schmerzlichem Bedauern verzeichnet. Seine menschlichen Eigenschaften, die von Jahr zu Jahr in Palästina mehr geschätzt und beliebt wurden, kommen in den beiden Kundgebungen, die wir oben besprochen haben, zu deutlichstem Ausdruck. Die unbedingte Ehrlichkit und Wahrhaftigkeit, mit der Samuel selbst diejenigen Punkte anführt, in denen man seiner Verwaltung berechtigte Vorwürfe machen kann, versöhnen und werden hoffentlich den letzten Rest von Unzufriedenheit Schmelzer» lassen, der vielleicht noch besteht. Die Gerechtigkeit, mit der er die Interessen beider in Palästina wohnenden Nationalitäten abwägt, war der Leitstern seiner Politik und wird hoffentlich auch der Leitstern der zukünftigen Politik sein. Herbert Samuel beabsichtigt, nach einer Indienreise etwa im Januar nach Palästina zurück«* kehren und dann dauernd in dem Lande zu bleiben, mit dessen Entwicklung sein Name so eng verknüpft ist. Wir glauben, daß Herbert Samuel dann Gelegenheit haben wird, als Jude am Aufbau des Landes teilzunehmen und zwar in einer Stellung, die seiner Leistung und seinen Fähigkeiten angemessen ist. F.L'. Ist dai wahr? New York, 21. Juni. „Morning Journal" veröffentlicht folgende Depesche ihres Londoner Korrespondenten N. Lazarus: Das Untc/hausmitglicd Fox« croft, einer der schärfsten Antizionisten inv englischen Parlament, erklärte, daß eine Deputation der Agudas Jisroel ihn aufgesucht und gebeten habe, den Kampf gegen den Zionismus zu f ü h r cn. Mr. Foxcroft erklärte ferner, daß die Agudah gemeinsam mit einigen englischen Juden bemüht war, den Völkerbund und die englische Regierung gegen den Zionismus zu beeinflussen. Wir geben diese Nachricht in der Hoffnung wieder, daß die Agudas Jisroel baldigst die schwere Bcschuldigung, die hier gegen sie erhoben wird, zu widerlegen imstande «ein wird. Uivcrantworillehe BcriebtersUUiDo Die Halfacr „Zusammenstöße" Wir haben in Nr. 48 der „J. R." unter Vorbehalt eine J. T. A.-Meldung über einen Zusammenstoß ntis. richislischer Arbeiter mit Arbeitern der Hlstadruth wieder, Kegeben, worin u. a. von 15 Verwundeten die. Rede war. Wie die offiziellen Verlautbarungen der PaUstlna-Exekulive beweisen, waren diese — aus mlsrachistischer Quelle »tammenden — Nachrichten maßlos übertrieben. Die Zionistische Exekutive halte Bauarbeiten um Halfacr Chahizhchn unter Uebcrgchung des Haifaer Arbeitsbflros (Llschkalh Haawoda) und trotz des Vorhandenseins von Arbeitslosen In Haifa, dem Misrachl übergeben, was Unzufriedenheit bei den Halfacr Arbeitern hervorrief. Im Zusammenhang damit kam ei zu einer völlig bedeutungslosen Schlägerei. Es gab weder Verwundete noch Blutvergießen. Der „Haarcz", der dem Misrachl Im allgemeinen sympathisch gegenübersteht und sich gerade neuerdings stark gegen die Arbeiterschaft abgrenzt, bezeichnet die seitens des Misrachl veröffentlichten Berichte und die darauf von ihm entfachte Protest-Aktion in der ganzen Welt (Farbstcln, Mlsrachl-Warsehau, bittet z. B. ttlegraphlsch um „Schutz" für die misrachlstlschen Arbelterl) als einen „öffentlichen Skandal". Niedriger tilaieu! Da» Preßbüro der Agudas Jisroel verbreitete in seiner Nachrichtenausgabe vom 21. Juni In nachstehender Fassung die Meldung von den Reibungen innerhalb der Arbeiterschaft in nana: Bolschewismus Im heiligen Lande. Jeruaalcin. (AJPB). Die linksgerichteten jüdischen Arbeiterorganisationen setzen Ihre Propaganda für den Bolschewismus anch Im heiligen Lande in Wort und Tat fort. Dies verursacht unausgesetzt Zwistigkeitcn, die der Polizei schoni vri zu schaffen gaben. Vergangene Woche fand «wischen Misrachisten und Mitgliedern der Histadruth hoowdim Haklahm eine scharfe Auseinandersetzung slatt, dio mit einer wüsten Schlägerei endete. Die Polizei tonnte nur m t Mühe Ordnung schaffen und stellte über ein Dutzend'Verwundete fest. Es wurden mehrere Verhaftungen vonrenomraen." ■ Diese bewußte Irreführung der Öffentlichen Meinung durch Anrufung des BolscAewistenschrccks verdient niedriger cehingt zu werden. Im übrigen wird durch den Ton dieser MelcW der Verdacht erregt, daß der in der vorigen Woche •«Berliner Ukalanzclger erschienene Leitartikel \r*r rote Hahn" aus Kreisen stammt, die ihre Kenntnis der Verhält! nlsie In Palästina aua agudlstischer Küche beziehen; , :,7^a Die Session der Assefat Imniwcliarim (Von unserem Korrespondenten.) A. O. Jerusalem, den 17. Juni 1925. Der nachfolgende Dcric)it unseres Korrespondenten stellt in mehrfacher Beziehung die Berichte der J. T. A. richtig. Anm. d. Red. Am 15. Juni trat in Jerusalem die Assefat Hanlw^ charim (Nationalversammlung der Juden Palästinas) zu Ihrer letzten Session zusammen. Die Geschichte dieser Institution Ist voll von Zwischenfällen und Konflikten zwischen den verschiedenen Kreisen des. Jischuw. Die Organisierung der palästinensischen Judenheit und die Schaffung eines Organs, das alle jüdischen Kreise im Lande repräsentier». Ist für ihre Zusammenfassung nach innen und für ihre Rcprascn. tation nach außen eine Lebensfrage. Ebenso wie die hebräische Sprache und Kultur das Mittel im die Hand gibt, die verschiedenartigen Elemente, die aus allen LSndcrn des Qaluth in Palästina zusammenkommen, zu vereinheitlichen und zu verschmelzen und so die Jüdische Rasse erst recht eigent- ^^p^**^p^w*7''"1'1" '~m***^^?0^!^*^T?^^ An die zionistischen Orfsgruppen und die Scftelccl-Verlrauenslcufe! Die Schekelsammlung wird fortgesetzt! Sammelt und zahlt den Schekol! Zionistische Vereinigung für Deutschland Berlin W15, Nctnclieilr. 10. Fosttebcctiiionto neriin 8001. lieb wieder zu gestalten, muß die politische Oesamtvertretung, das „jüdisch-palÄstlnenslscho Parlament", uns die autonome äußere Form und einen festen Rahmen für die Qesamlarbclt geben. Das palästinensische Judentum bedarf dringend einer Repräsentation nach auDcn, die von allen Kreisen gestützt wird und daher mit dem genügenden Nachdruck auftreten kann und eines Organs, das von dem Willen der Ocsamthclt getragen, einen Einfluß auf die Bevölkerung auszuüben vermag. Die Wichtigkeit der Assefat Haniwcharim hat man In Palästina bereits vor Jahren erkannt. Dennoch ist seit den ersten Wahlen keine fruchtbare Arbeit zustande gekommen. Immer und überall kehren die Klagen über die Einflußlosigkeit des Waad Lctimi (Nationalrat) wieder, und den verschiedenen Sessionen ist es bisher nicht gelungen, etwas Wesentliches an der bestehenden Lage zu bessern. Die Oründe dafür sind allgemein bekannt. Trotz langer und schwieriger Verhandlungen Ist bisher immer noch nicht die Bestätigung der Assefat Hanlwclurim, des Wand Leumi und des Oemeindegesetres durch die Regierung erfolgt! Immer wieder hat man von offizieller Seile betont, daß sie bald erfolgen würde, ja unmittelbar bevorstehe. Erst .vor kurzem hat Arnery im Namen des Kolonialministeriums In diesem Sinne präzisierte Versprechungen gegeben. Jedoch sind wir bis jetzt noch nicht weiter gekommen, Es braucht nicht weiter erläutert zu werden und Ist im Laufe der letzten Jahre oft genug crlSutcrt worden, von welcher weittragenden Bedeutung die Bestätigung der Assefat Haniwcharim und des Oemeindcgesctzcs durch die Regierung Ist. Unsere Rechte und Kompetenzen würden dadurch Im juristischen Sinne erweitert und definiert, in kulturellen Dingen die Bcsteucrungsmöglichkclt gegeben sein. Wir haben erst kürzlich bei Gelegenheit des Lchrcrslreiks gesehen, daß ohne einen Waad Lcuml, der wirkliche Potenz, hat, keine entscheidende Einflußnahme auch auf interne Angelegenheiten möglich ist. Die Bestätigung der Assefat Haniwcharim durch die Reglcning hängt nur zum Teile von den Juden selbst ab. Es konnte nur versucht werden, die Verhandlungen mit dem nötigen Nachdruck und der nötigen Einsicht zu führen. Dann hicfl es abwarten, welche Resultate «Ich ergeben. Die Schaffung des „Parlaments'* als solchem hingegen hing voll und ganz vom Jischuw selbst ab. Und ei steht außer jedem Zweifel, daß die Assefat Haniwcharim und mit Ihr der Waad Leumi eine große Bedeutung und einen starken Einfluß haben können, auch wenn die gesetzliche Bestätigung dieser Institutionen unserer Autonomie noch aussteht. De facto Jedoch sind wir nie dazu gekommen, die Vertretung der p.Vättlncnsischcn Judenlirlt vollständig zu gestalten und ihr die ihr zukommende Bedeutung zu geben. Die Ursache war bekanntlich die Weigerung der orthodoxen Kreise, sich einer Versammlung anzuschließen, an der »Ich Frauen beteiligen. Und so wurde der Angelpunkt der Diskussionen die Frage des Fraueuwahlrechts, Die letzte Session der Assefat Haniwcharim stand ebenfalls im Zeichen dieser Frage. Oer Erölfmiugsabend mußto diesem Thema gewidmet werden und auch diese« Mal scheiterte an diesem Problem der Versuch, eine Repräsentation de» gesamten JImIiiiw /iisaninien/ubi Ingen. Der Äußerliche parlamentarische Oang der Ereignisse Ist von minderer Wichtlgkclt. Wesentlich ist, daß die orthodoxe Fraktion, die nicht erschienen war, verlangte, daß die Versammlung gegen das PraljciiWahlrecht Stcll u n g nähme. Nur danir könnte sich die Orthodoxie an der Ausarbeitung der Wahlordnung beteiligen. Die Frage des Frauenwahlrcchts — so wurde bckanntlicli argumentiert — sei religiöser Natur und unterliege daher nicht der Ent- I scheidung durch Abstimmung. Das heißt mit anderen Worten,; daß der orthodoxe Flügel sich nur beteilige, wenn man seine Bedingungen erfüllt. Eine entsprechende Abmachung zwischen Jellin, dem früheren Vorsitzenden des Waad Leumi, und der Orthodoxie wurde von der Versammlung nicht bestätigt. Damit war es klar, daß die Spaltung nicht überwunden worden war und die Aiefat Haniwcharim nur einen Teil des Jlachuw repräsentierte. Schon die Debatten waren von vornherein eigentlich gegenstandslos. Man disputierte mit einem Oegncr, der nicht zugegen war und über ein'. Thema — namllch das Frauen- Wahlrecht - da« heute nur.schwer, au diskutieren Ist, ohne gegen Oründe zu kämpfen und Gründe anzuführen, die wohl vor Jahrzehnten von Ocwicht und Interesse waren, aber heute kaum jemanden mehr berühren, die Erkllrung dri Misrachl, die Bedeutsam war allfj,, freilich die JUimiio,, noch peinlicher gestaltetet und folgendermaßen argumentierte-? Für den Misrachl Ist das Fra uen w a hlrcc Ii t keine'! religiöse Frage. (Das Hauptargument der Orthodox, Allein aus Gründen der Partei kann der Misrachl nicht i„ öffentlicher Abstimmung dafür eintreten, er for. dere daher geheime Stimmabgabe. Zudem bedeute die Bc. i stillgung des Fraucnwahlrechtcs eine Stärkung der Linken, da sich die Frauen des rechten Flügels m,f wenig beteiligen würden. Diese Erklärung war dazu a„. getan, den Konflikt zum Auttrag zu bringen. Man könnte sich vorstellen, daß die- Frauen Im Interesse der nationale,, Organisation sogar auf ihre Rechte verzichten, wenn auf der anderen Seite wirklich nur religiöse Bedenken stehen Es wurden auch — ganz vereinzelt — solche Anschauungen privat geäußert. Jedoch Ist dieser Weg unmöglich, vcnn auf der Gegenseite polnische Motive im Spiele sind, \tje /, B. Rabbi Ostrowski es offen ausgesprochen hat. Bereits am Tage nach der Eröffnungssitzung traten <l,c Orthodoxen, die Jemeniten, der Mlsrachi und ein Teil der Sephardlm zu einer Sondcrvcrsammhing zusammen, konMitu. ierten eine Ocgenkörpcrschaft und wählten einen Waa<t Leumi, der sich noch am gleichen Tage dem Gouverneur Jerusalems als die Vertretung der palästinensischen Majorität präsen. tierlcU Die Assefat Haniwcharim arbeitete am zweiten Sitzungslag die Wahlordnung aus und beschloß, die Wahlen im Laufe eines Monats durchzuführen. Bis zum Zusammen, tritt der ersten Session führt der gegenwärtige Waad Leumi die Oeschäftc weiter mit Hilfe einer Wahlkommission. Oerade im gcgenwirtlgcn Augenblick, wo wir vor den Amtswechsel im Oberkommissariat sieben und dringend einer einheitlichen Repräsentation nach außen bedürfen, Ist es be. sonders unangenehm, daß wir auf dieser letzten Se^ion zu einer Einigung nicht haben kommen können. Die Holt, mingen aller Kreise, die an einer umfassenden Organisation des Jischuw Interessiert sind, liegen jetzt in der U'ahl. bewegung zur zweiten Assefat Haniwcharim. Wenn sich bei den Wahlen erweisen wird, daß sich um den legalen Waad Leumi der größte Teil der Bevölkerung konzentriert, werden such jetzt abscltsstehcndc Gruppen in die Arbeit hineingezogen werden können. Jedenfalls muß die Wahl bewegung sehr ernst aufgefaßt und mit großer Energie betrieben werden. Sowohl nach innen wie nach außen wird viel davon abhingen, ob wir in einem Monat imstande sein werden, die Reprisentanten der großen Majorit.it des Jischuw zur zweiten Periode der Assefat Haniwcharim zu versammeln. Symes iilerlmlslkeber Oberkommissar Nach der Abreise Herbert Samuels wird interimistisch - bis zu dem am 1. August erwarteten Eintreffen Plumcrs — der Obcrsckrctfr Symcs die Funktion des High Commissioncr ausüben. Das Attentat ml Goiveratur Abrimsoa J eru»alem. (J. T.A.) Im' Zusammenhang mit dem Attentat suf den neu ernannten Gouverneur des Nord-Distrikts Mr. Abramson wurde ein Araber namens HassanSalim verhaftet, der auch eingestand, auf Mr. Abramson Schüsse abgegeben zu haben. Der SchlaU du Weifiboebes Wir veröffentlichen nachstehend nach der J. T. A. des Schluß des Weißbuches, behalten uns aber vor, eine wörtliche Uebersetzung nach Erhalt des Originals »pater zu veröffentlichen. Die arabischen Aengste beschwichtigt. Sir Herbert Samuel schließt seinen Bericht mit einer Darstellung der gegenwärtigen Position der Araber. Er stellt fest, daß das arabische Volk allmählich eingesehen hat, daS mau es mit Gespenstern geschreckt hat. Es kamen kein« bewaffneten Angriffe auf Dörfern seitens der jungen Zio nisten, es schifften sich nicht 100000 Juden an einem Tage aus, das I-and wurde ihnen nicht fortgcnomnicn, Moscheen wurden nicht In Synagogen verwandelt, sondern im Gegen teil, es spielte sich ein friedlicher Aufbau ab, bei welchem der arabische Bader gewinnt, Indem er durch Verkauf eines Teils seines Bodens In die Lage versetzt wird, den restlichen Teil gut zu bebauen und Kapitalien anzulegen. Alles wurde durch die Arabcrprcsse und durch eine ihr befreundete eng tische Presse ungeheuer aufgebauscht. Die Araber verstehen endlich, was die Balfour-Dcklaration will und was sie nicht will, es Ist keine Ursache mehr zu neuem Alarm. Noch wurde eine Mitarbeit der Araber an öffentlichen Angelesen hellen nicht erzielt und es ist nicht vorauszusehen, wann diese Haltung geändert wird. Schuld ist auch die politisch uninteressierte Haltung eines großen Teils des arabischen Volkes. 115151 Jude« In PalSslina Nach einer Schätzung der statistischen Abfeilung der zinnlstlscheii Palästina-Exekutive beträgt die jüdische Bevölkerung Palästinas 115151 Seelen. Dan bedeutet eine Vermehrung um \0Q"h In 4«/i Jahren (Januar 1020 bi» 31. Mal 1923). Die Schätzung basiert auf Ziffern der Elnwanderungs- und Gesundheitsämter der Regierung. De« Nettozuwachs für jedes Jahr stellte man durch Addition der natürlichen Vermehrung zu den Imrnigratioiiszahtcu, d. h. nach Abzug der jüdischen Auswanderung, fest. Die jüdische Bevölkerung Im Jahre 1014 schätzte mau auf 81 600; 1011 war die Zahl durch Auswanderung und Verluste der Bevölkerung Im Kriege auf 57900 gesunken. Der Nctloxuwac!« In den folgenden Jahren bezifferte sich Ende 1920 auf OSO), Ende 1921 auf 9900, Ende 1922 auf 7712, Ende 1023 auf 5845 und Ende 1924 auf 11761. Demnach betrug die Zahl der Juden Ende 1924 102921, d. h. ergab eine Vermehrung von 13 V« pro Jahr oder 78«;» Im Vergleich zu 1919. Die ersten fünf Monate 1925 zeigen eine Zunahme von 12230, womit Ende Mal eine Gesamtzahl von 115151 erreicht ist. Kerei Kaltmelh.Wellkcmlcrtui Der K.K.L. beruft eine Konferenz »einer führenden Mitarbeiter in der ganzen Welt ein, die in Wien vom 11. bis 14. August abgehalten werden wird. D ,in b« :,nptf -ffin«, ujfld«, flrupr,' irlirr- Vertri, form ,,!/un i!.c 1> cit« , Df-; der 1. Uber L p.ibb Dr. I [ieriif deren i; D'-A uro« Dr. R retcr l>r-, litrlu U pr<>c- Rftri, '.! bildu ' warn, uder l ein s tum* •in 1 i.ntiir, loch,?f. I, asl' Parti1 Im s" führt u n g 1, W.lilM der , SchK, J u d , in C jüthV M-fVI die Jude Hein . falls'1:' Ford. Fach;' Spra m.if,': t)cni(' über; rerl» rinzi' unps' über reiel Verl f d i c ■ U'a f" , bat. jüdii' Arlv' f ,u i ziali i bani; i San. Verl', sein!, nvc» mch| rwe I.«.l 1 Voll i part : beit'!> 1. .i. 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