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Jüdische Rundschau · 1925-06-19 · Heft 48 (19.6.1925) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 48 (19.6.1925)
Date
1925-06-19
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Kr. 48 JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 425 KoogreObesacher aas Deutschland Bestellungen voa Gattkarten alnd unter genauer Beobachtung der in der „Judlachen Rundichau" Nr. 46 ^röffentlichten Bestimmungen sofort an uns zu richten. Die in Deutschland lebenden Inhaber von russischen passen oder Personalausweisen tür Staatenlose, die in irgend einer Funktion oder als Oästc am XIV. Zioitistcn- Jiongrcß teilnehmen wollen, werden hierdurch gebeten, ,ich unverzüglich unter genauer Angabc ihrer Adresse mit uns in Verbindung zu setzen. Zionistische Vereinigung für Deutschland Berlin W15, Mcinckcstraßc 10. Büro des XIV. Zionistenkongresses I. Kongrclibüro. Die Adresse des Kongrcßhüros lautet: Büro des XIV. Zionistenkongresses, Wien II, Lothringer Straße 20. Die Telegrammadresse: Congrczion Wien. Telephon: Nr. 97 575. II. Logis. Voranmeldungen für Logis sind direkt an das Kongreß büro „Wohnungsamt", und zwar spätestens bis §, Juli d. J., zu richten. Hierbei ist folgendes Schema zu benutzen: Herr .... mit Trau (Tochter. Sohn) aus (Land) .... Ort .... StraOc Nr. ... beabsichtigt zum XIV. Zionisten. kongreß nach Wien /u kommen und benötigt für die Zeit vom .... bis .... 1023 .... Zimmer mit je .... Betten. Zimmer mit einem Bett nun Preise von 5 bU <) Schillingen, Zimmer mit zwei Betten zum Preise von 0 bis 20 Schillingen. (Das Gewünschte ist zu unterstreichen.) Delegierte und Gaste, die bereits in Wien Wohnung bestellt haben oder privat zu wohnen beabsichtigen, werden hiermit ersucht, dem Kongrclibüro dies unverzüglich bekanntzugeben. Gruppen von Personen, die den Kongreß zu besuchen beabsichtigen und ein gemeinsames hilliges Quartier wünschen, werden »im entsprechende Mitteilungen gebeten. Alle Zuschriften in Wohnungsaugclegcnhcitcii müssen, um Schwierigkeiten jeder Art /u vermeiden, so schnell wie möglich, spätestens jedoch bis 8. Juli beim Kongreßbüro eingereicht sein, da sonst für geeignete Zimmerreservierung nicht garantiert werden katin. III. Kongrcüpostamt. Alle Kongreßteilnehmer werden darauf aufmerksam gemacht, daß sie ihre Post an das Zionistische Kongrcß-Postamt, Wien III, Lothringer Straße 20, adressieren mögen, insbesondere dann, wenn sie nicht bereits vor ihrer Abreise in der l äge sind, ihre Post an ihr Wiener Hotel richten zu lassen, jedenfalls wird den Kongreßteilnehmern In ihrem eigenen Interesse davon abgeraten, die Post lediglich nach Wien „hauptpostlagernd" zu adressieren, da sie afsdann gezwungen sind, »Ich täglich zum Hauptpostamt zu begeben und an den dortigen Schaltern zu warten. IV, O cid verkehr. Das Kongrclibüro hat bei der' „Zentral.Europäischen tänderbank, Niederlassung Wien" ein eigenes Konto eingerichtet, auf das alle Zahlungen unter genauer Angabc der Bestimmung, für die sie geleistet sind, überwiesen werden können. Die Bankverbindung de* KongrcObrtros wird auch allen Kongreflteilnchnjcru zur Einrichtung vou Rcisc-Akkrcditivs, Auszahlungen von Schecks. Ucbcrwcisungsvcrkchr, Einwechselung von fremden Valuten usw. empfohlen. Es wird bemerkt, daß die Zentral-Europaische Länderbank, Niederlassung Wien, während du Kongresses im Konzerthaus einen Bank, schalt er samt Wechselstube errichten wird und daß dortselbst auch Auszahlungen auf Kreditbriefe und Schecks erfolgen werden. V.Ordner. Im Gegensatz zum Orducrdlcnst bei den früheren Kongressen können bei diesem Kongreß, fn Anbetracht der großen Anzahl von'Wiener Ordnern keine fremden Ordner aufgenommen werden. Es Ist daher vollkommen zwecklos, in dieser Angelegenheit beim Kongreßbüro anzufragen, da das Kongreßbüro diesbezügliche Anmeldungen nicht berücksichtigen kann. Vf. V e r a n s t a 11 u a g s k o m i t c c. Da wihrend des Kongresses eine Reihe von Veranstaltungen geplant ist, wurde im Einvernehmen mit dem Kongreßbüro vom Zionistischen Landeskomitcc für Oesterreich ein spezielles Vcranstaltuiigskomitcc eingesetzt. Interessenten mögen sich an dieses Verans'jiltungskomltce, Wien I, Kärntner- MraDe 28 (Zionistische* Landeskomitee für Oesterreich, Vcranstaltungskomitec) wenden. » Wien 1025. Büro des XIV. Zionistenkongresses. Fritz Ullmann, m. p. Dr. N. M. QelbcT, m. p. Generalsekretär. Leiter. Projekt elier Elienbiliallnle naila-Beimt-Trlpolli Jerusalem. (J.T. A.) Im Zusammenhang mit den Pro- ( Ickten, die darauf hinausgehen, Haifa zum Zentrum des ' Transithandcls zwischen Mesopotamien und dem Westen auszugestalten, wird gegenwärtig der Plan erwogen, eine Elsebahnlinlc von Tripolis mich Haifa via Beirut zu erbauen. Zu diesem Zwecke weilt in Jerusalem ein Vertreter der Lc bau-Eisen bahn. Ein Teil der Linie, von Haifa nach Ras-cI-Nakurah au der palästinensisch-syrischen Grenze, wird von britischen und französischen Gesellschaften gemeinsam, der Teil von Ras-cl-Nakurah nach Tripolis von der französischen Gesellschaft allein erbaut werden. Von Tripolis das 'etwa 50 Meilen nördlich von Beirut liegt, besteht eine gute Verbindung über Horns und AIcppo mit dem ganzen Mesopotamien, sodaß die Produkte aus dem ausgedehnten mesopotamischen Hinterland über Haifa den Weg nach der westlichen Welt nehmen werden. Vcrkchrsfachlcutc sind,der Ansicht, daß Haifa mit der Zeit der Hauptstapclplatz zwischen Ost und Weit werden und den Rang einnehmen wird, der den Hauptpunkten der geplanten Bagdad-Eisenbahn zugedacht war. Protest Das Büro des XIV. /.ionlsleukongressc* hat die Prelle der Oastkarten für Zuhörer des Kongresses veröffentlicht. Sic bewegen sich zwischen 215 und I I österr. Schillingen. Ich weill nicht, wer die Tarife festgesetzt hat, ob die zionistische Exekutive oder das Kongrellliüro aus eigener Machtvollkommenheit. Die Bekanntmachung der Preise int erst vor kurzem crlolgl, aber es Ist mIioii heut« lesIzuMcllcn, daß mein Protest gegen derartige Preise im Nnmcn weiter zionistischer Kreise erhöhen wird. Die horrende Forderung für Sitzplätze vou 117 bis 21 Ooldmark ist derartig unglaublich, daß sie nur als eine Maßnahme zur Verhinderung des Kon groß besuch es auffefaßt werden kann. Insbesondere werden gerade die aktiven ionisten und wertvollsten Mitarbeiter der Bewegung, die ja bekanntlich mcislcnr. nicht in der Lage sind, sich derartige Nchcnausgabcn zu leisten, glattweg ausgeschlossen. Die Rückwirkung ist unerwünscht: Verbitterung und Tcilnahinlnsigkeit. Das wird durch die Deckung der Spesen, die der Exekutive aus dem Kongreß erwachsen, nicht wieder gutgemacht. Der Kongreß Ist ein Organ der Zionistischen Organisation und dient der zionistischen Bewegung. Darum muß auch die Teilnahme der Zionisten nicht durch ein phitokratisches Svstcm ausgeschaltet werden. Schon beim vorigen Kongreß sind diese Beschwerden vorgebracht worden, und es ist eine Herabsetzung der Preise, die nicht einmal als Festspiel- Preise der Theater gewagt werden, notwendig gewesen. Ich protestiere aufs schärfste gegen dieses System und trete energisch für eine bedeutende Herabsetzung der Preise ein. Georg Landauer. Eine Erwiderung Ich bin anderer Ansicht als Herr Dr. Landauer. Die Zionisten haben weder in Deutschland noch tu nnderen Ländern in diesem Jahre oder in den vergangenen Jahren durch energische Schckelsammliing oder durch ernsthafte Unterstützung des Orgaiilsatlniisfoiid* der Exekutive in London dieser die Möglichkeit gegeben, auch nur ihre laufenden Ausgaben für organisatorische, propagandistische und rtolitischc Arbeiten zu decken. Es ist unerfindlich, mit welchem Geld also die zionistische Exekutive die Kosten dc< Kongresses eigentlich bestreiten soll. Sie ist iiolcns volens gezwungen, alles zu versuchen, um die Ausgaben des Kongresses durch seine Einnahmen zu decken. Herr Dr. Landauer kann davon überzeugt sein, daß trotz der von Ihm gerügten hohen Preise der Oastkarten ein Uehcr»chull nicht erzielt werden wird. Ich bestreite im übrigen, «lall die aktiven ZlouMeiv und die wertvollen Mitarbeiter der Bewegung auf diese Weise vom Kongreß1 „glattweg ausgeschlossen" werden. Sie werden zu einem großen Teil gewiß nicht in der Lage seht, Sitze in den besten Plntz.kategoricii zu bestellen, aber sehr vielen von ihnen wird es durchaus möglich sein, sofern sie nämlich überhaupt ein paar hundert Mark für dir Reise und den Aufenthalt in Wien erschwingen können, für <leu Kongreß selbst etwa ein Sechstel «los betrage« herzugeben, den sie für Reise, Hotel und Verpflegung benötigen. Warum gerade die Karten zum Kongreß als eine „Ncbcnausgabc" bezeichnet werden, kann ich nicht einsehen. Nach meinen Erfahrungen aus früheren Kongressen geben alle Kongreßteilnehmer ohne Ausnahme während der Dauer des Kongresses erheblich größere Beträge für Dinge aus, die weit eher als „Ncbcnatisgaben" bezeichnet werden können. Heim vorigen Kongreß sind in der Tat für die Kongreßteilnehmer aus Deutschland die IV1*^ nach'rä'»'lcli herabgesetzt worden, weil gerade zu «lieser Zeil der völlige Zusammenbruch «ler deutschen Währung erfolgte und für viele Oc- Kinniingsgennssen, die schon Karten bestellt hatte», die Bezahlung KiiiNt unmöglich gewesen wäre. Ich hätte viel eher verstanden, wenn Dr. Landauer gegen die Einteilung von Platzkategorien verschiedener Güte und zu verschiedenen Preisen und gegen die Bezahlung der Plätze überhaupt (von einer kleinen Sehreibgebühr vielleicht abgesehen) Protest erhoben hätte. Dies wäre wenigstens eine prinzipielle Angelegenheit gewesen. Die zionistische Exekutive wegen «ler Höhe der Preise anzugreifen, ohne gleichzeitig einen anderen Weg für die Deckung der Koiigrcßkosten vorzuschlagen, hat meines Erachten* wenig Wert. Martin Rosenblüth. Die Juden Im uofiariscliri Oberhaan Budapest. (J.T.A.) Die Frage der Vertretung der Juden im ungarischen Oberhaus Ist in den Parlamentsausschüssen bereits dnrehberaten und die Angelegenheit beschäftigt jetzt das Justizministerium. JuMizminfstcr Pcsthv erkläre Pressevertretern, daß es heute bereits als fast sicher anzunehmen sei. daß das neue Gesetz, über das ungarische Ober haus der Itidens.-hai't Ungarns nicht einen, sondern zwei Vertreter in derzweitcu Kammer der Gesetzgebung sichern werde. Udler «Iii Präge, linier welchen Modalitäten und besonders unter Teilnahme welcher jüdischer Körperschaften «lic Wahl der zwei jüdischen Vertreter erfolgen soll, sei bisher noch kein endgültiger Beschluß gefaßt worden. FfinI Jahre Numerus clausus in Imjara Au der fünften Jahreswende der gesetzlichen Normierung des Numerus clausus in Ungarn hielt das jüdische Studentenhllfskomltec seine Jahresversammlung ab. Aus dem Kassenbericht geht hervor, daß die ungarischen Juden In den letzten acht Monaten I7S0 Millionen Kronen für die im Auslände studierenden jüdischen Studenten aufgebracht haben. Von den jüdischen Studenten im Auslände wurden In diesem Jahre 74 Diplome erworben. ArdiSolonlsehes Jerusalem. (J.T.A.) Prof. Nnhuin Slousch ent deckte Im Zentrum Jerusalems Reste einer alten Mauer, deren Riescnquadem denen dcr.Klagcinaucr ähnlich sind. Der Fundort Ist in der Nähe des Musrara-Viertels. Man nimmt an, daß es sich um einen Teil jener Mauer handelt, die der König von Judäa Agrippal. (35 bis 4In.Chr.) erbauen ließ und die von Joscphus Flavius erwähnt wird. Diese Mauer begann Im Hippicus, lief, zuerst nordwestlich, dann nordöstlich der Denkmäler der Helena, umschloß das Orab der Könige und endigte an der allen Mauer Im Kldron-Tol. r Bresfau. (I.T.A.) Herr De. Rudolf Sa inuc I- Berlin hat die Leitung der „Ii .......„ _____ an Stelle des Herrn Joachim Prinz übernommen Jüdischen Zeitung für Ostdeutschland" Die Arbeit des K. E in Palästina Durch die pünktliche Ucbrrwclmng der im Budget vorgesehenen Summen nach Palästina ist die dortige Aulbauarbeit sehr erleichtert worden. Diese erfreuliche lätsachc bat der Exekutive in Jerusalem ein Vorwärtskommen bei der Durchführung ihrer, Pläne ermöglicht und sie Instamlgcsctzt, die ungünstigen Wiikungeu zu mindern, die infolge des Mangeln an Regen Im ersten Teile des Jahres zu befürchten waren. Die Ueherwcisungeii des K. II. nach Palästina betrugen im April C 2S,«)I2, wodurch der Totaleliigang lür Rechinnig des regulären Budgets auf C 2I8.8VJ stieg. Auf diese Weise wurde nicht nur das gewöhnliche Budget für die ersten sieben Monate gedeckt, sondern es wurde auch ein Saldo zugunsten der zweiten Jahreshälfte von etwa C 6000 erzielt. Der fast gänzliche Mangel au Regen, von dem wir oben sprachen, war hauptsächlich im Februar und März fühlbar. Ende März waren die Aussichten für die Siedlungen sehr trübe. Am 2. April jedoch begann es zu regnen, und zwar in genügender Menge, so daß ein groller teil der Wüitcrcrute gc. rettet und der Erfolg der Somintrerntc gesichert werden konnte. l>rr Stand der Wei/enernte ist sehr befriedig; e n <l, besonders im westlichen Teile des Nuris-Komplexes, ict Nahalal und in der 1 lalfacr Gegend. Im östlichen Teile von Nuris ist die Lage nicht so günstig, und in den Sicdlun« gen am Klncrcthscc ist der Stand der Ernte ziemlich kläglich I) e w ä h h e r u ii g s p 1 ä n c des K. II. Um in Zukunft unsere Siedlungen im limck von den Rcgculallcu unabhängig zu machen, ist ein Plan für eine Bewässerungsanlage auf breiter Grundlage entworfen worden, und man trifft die nötigen Vorbereitungen, den Plan zur Ausführung zu bringen. Ein Teil des Planes, der darauf abzielt, eine Fläche von zirka °00 Duiiam in Daganiah und Kincrcth zu bewässern, wird bereits ausgelührt. Bis zum März waren ein SO PS-Dieselmotor und «lic erforderlichen Röhren bestellt, und nach Verlauf von einigen Monaten werden diese Siedlungen imstande sein, Gemüse, Obst und Futter wahrend des ganzen Jahre» zu züchten, wodurch ihre Lage wesentlich günstiger sein wird Baupläne in den Siedlungen. In den Sicdlun gen Ain-Chai und Kfar Jcchcskcl hat mau mit dem Bau von Kuhstidlen begonnen, die jetzt fertiggestellt sind ebenso die Wasserreservoire in Sehe Imnat liorochow und Mcrchawia. Ferner trifft man Vorbereitungen lür deij Bau von Häusern in der transsylvaiiischcn Kolonie und in Giwa. In Schchunat Borochow wurde der Grundstein eines Hausnt für die Mädcbenfarm gelegt, zu dessen Kosten Herr Clin noch aus Südafrika dein Nationalfonds C 5DO gespendet hat, während der K. II. für den gleichen Zweck einen ähnlichen Betrag in seinem Budget festgesetzt hat. In Tel Adas und in der neuen Siedlung Kcrkur hat der K. II. den Beginn «les Baues sowohl vou Häusern wie auch von Ställen ermöglicht. In Kerkur werden diese Baulichkeiten auf den Ländcrcien errichtet werden, die der Londoner Achixah gehören. Ferner wird vom K. H. ein großer Bauplan vorbereitet, durch den die Verlegung der landwirtschaftlichen Gruppe auf dem Boden von Nuris au! endgültige Bauplätze auf der Anhöhe gegenüber der jetzigen Siedlung möglich sein wird. Der K. K. L. kaufte kürzlich auf diesem Hügel 6000 Diinam Boden. Bestellung von Maschinen. Aus den Geldern des K. H. sind drei große Dreschmaschinen für die Siedlungen Aln-Chafod, Tel Adas und Djiudjar gekauft worden, ebenso wurden Aufträge für Erntemaschinen erteilt. Die Heuernte Ist jetzt vorbei, Einige Kolonien hatten sogar noch einen Uebcrschuß zum Verkauf und haben sich dadurch gute Einnahmequellen gesichert, da Vichfiitler hoch Im Preise steht. Baum- und Obstanlagen. I>ie letzten Regenfälle waren für die verschiedenen Pflanzungen sehr segensreich. Im vergangenen Winter waren auf Kosten des K. H. Versuche mit einer Anzahl Dattelpalmen gemacht worden. Mehr als 70dieser Schößlinge sind gediehen und entwickeln sich befriedigend. Man hofft demnach, gute Erfolge mit Dattelpalmen im Einck und im Jordantal erzielen zu können. Im Laufe dieses Jahres sind grolle Flächen in Tel Adas mit gewöhnlichen Baumen bepflanzt worden — etwa 22000; leider sind infolge des fehlenden Regens ziemlich viel dieser Bäume eingegangen. In anderen Siedlungen hat man bessere Resultate erzielt, i, B. in Dilb, und was die Orangen- und Banaiiciiptlanzungcii in den Siedlungen am Klncrcthscc anlangt, so sind sie gut gediehen und versprechen schöne Ergebnisse für die Zukunft. Weitcrc Aussichten auf das künftige Gedeihen der K. H.-Siedlungen bietet der zufriedenstellende Stand der Weingärten, die während der letzten zwei oder drei Jahre angelegt worden sind. Iii einigen Siedhingen können die Aussichten als vortrefflich bezeichnet werden. Die besten Trauben wachsen in G i w a, B e t h Alpha und Z c r i f i m , obgleich auch Nahalal und Tel Adas schöne Früchte aufweisen können. Die Farmer wenden diesem Zweige des Gartenbaues besondere Aufmerksamkeit zu; gute Preise lür Tafcltraubcn stehen in Aussicht. Milchviehzucht. Im März und .April wurden aus K. H.-Ocldcrn .U 0001),— zum Ankauf von Kühen für die Siedler in Beer Jakob, Kfar Saba, «He transsylvanlschc Kolonie, Kfar Urla, Kfar Jcchcskcl und Ain-Charod und für die Gruppen AIn-Charod und Tel Josef verwendet. Nachstehend die Eingänge aus dem Verkauf der Produkte der K. H.-Slcdlungcn durch den Ham.nchblr. März April Milch '- 2T4J,6S £ OT43.2Q. Gemüse , 2I5.0S „ 156.81 Fjcr ., 166,40 „ 110,92 Geflügel „ 60.70 „ 103,8$ Verschiedenes ., 21.0.1 ., &3.8S Insgesamt f. d. beiden Monate £ sm,nb ,C 3-103,75, wodurch sich der Gesamteingang durch den Verkauf von BrxJcnprodiikten durch den Hnmaschhir für die ersten sieben Monate des Jahre* nuf .C 20,2,70.,- tfclU. Darlehen an Arbeiter. Die Lage des Arbeitsmarktes in Palästina blich befriedigend. Die neuen Einwauderer, die im März und April eintrafen, haben schnell Beschäftigung gefunden. Durch das Arbeits-Departement leistete der K. H. der jüdischen Baukooperative Solei Bon eh finanzielle Hilfe und ist au dieser Gilde beteiligt. Infolgedessen konnte der Solei Honrh seine Steinbruch.ibtcihmg vergrößern und ist ( im Begriff, auf kaufmännischer Grundlage eine besondere Genossenschaft daraus zu machen. Zum Zweck des Kaufes der erforderlichen Maschinen und der Durchführung der Arbelt hat mau der Gesellschaft ein Darlehen von £ 100!),— gegeben. Diese Steinbrucbabtcilung hat etwa 100 Arbeiter zu gelernten Stclnhaucrn und Stciubcarbcitcrn ausgebildet, und es besteht die Hoffnung, daß die künftigen Häuser in Jerusalem durch jüdische Arbeit erbsut werden, so wie es in Tel-Awiw der Fall ist. H^iLgg .;f'jC',y; ~ jjjij 1 v , , ' ■■ ■ > w\ ^.^^-L»*> > -^L^S ^Ht>lVjWiV'i i' r ii'umjg "".ii" L*', r»*a. >■•..*• ' ■> h _ 1.1 "*"-!.' i i ', —» .^«r^ | «Üü-Ü m» »*-> U r*-»n,m »Jli t*» ~"irt-v -1 ""TT "3 Bin lll (Bis i Mi 'Dl 11®®!!? tltKEl QBDBS UMM -ä^^st^ .oLJLiww^ ■ Trwwssswaraiai I , [ r!

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