Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 48 (19.6.1925)
- Date
- 1925-06-19
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seite 422 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 48 Ucber die Behauptung, daß seit dem -Auftauchen den Agcncyplancs sich die Zionistische Organisation Im Absterben befinde, hat bereits Blumenfcld In «einem Artikel „Die neue Opposition" sich geäußert. Er hat festgestellt, daß Führer der jetzigen Konfcrcnzgitnclnschaft von einem Niedergang der Organisation in einem Zeitpunkt sprachen, \vo von der Erweiterung der Agcncy keine Rede war und sie haben die wahren OrÜndc dafür damals richtig angegeben. Aber Solowcitschik geht noch weiter. Er meint, daß die Zionistische Organisation, deren Einfluß In der Jewish Agcncy ein (Qr alle mal auf die Hälfte der Sitze festgefegt und also limitiert sei, natumotwendig verkümmern müsse, well ihr jede Möglichkeit der Entwicklung abgeschnitten sei. Das ist eine ganz mechanische Auffassung, die glaubt, es komme darauf an, Majorität in derartigen. gemischten Körperschaften zu werden, um überstimmen zu können. Nicht darauf kommt es an, sondern auf den Einfluß, den die zionistischen Vertreter kraft der von ihnen vertretenen Ideen ausüben werden. Je stärker die Zionistische Organisation werden wird, je mehr in Ihr der Ocdankc der nationalen Idee sich durchsetzen wird, Je mehr Menschen Im Ocistc dieser nationalen Idee nach Palästina gehen, um dort das Land zu erbauen, um so stärker wird der Einfluß des zionistischen Ocdonkens in der Jewish Agciicy sein. IV. Der Artikel von Dr. Emil Marguli es, der ebenfalls der Konferenzgemclnschaft angehört, ist auf einen ganz anderen Ton gestimmt. Er gibt sein Erstaunen Über das öffentliche Communique' der Konfcrenzgcmclnschalt Ausdruck, betont, daß eine Fraktionsbildung nicht beabsichtigt gewesen sei, schon weil die dazu not« wendige programmatische und persönsonllchc Ueborclnstlmmung nicht vorhanden sei. Eine Fraktionsbildung lehne er auch deshalb ab, weil sie die Situation des XIII. Kongresses wiederholen würde. Margulics ist der Meinung, daß durch die Beschlüsse des A.-C. In der Frage der Jewish Agcncy das gesamte Problem cfne andere Ocstalt angenommen habe, und daß eine etwaige Dcsavoulcrung des A.-C. durch den Kongreß nicht In Betracht komme. Ebenso lehnt er es ab, im Kongresse das Hauptproblem wiederum In dem Kampf um die Person Dr. Weiznianns zu sehen. Margulics hält eine ganz andere Fragestellung für entscheidend, die er durch die Namen Orünbaum einerseits und Levite Dr. Oottlicb andererseits charakterisiert. Für ihn steht auf der einen Seite Kolonisation durch selbstarbeitende Landwirtschaft, soziale Umschichtung, Selbstverwaltung, nationale Kolonlnisation, auf der anderen Seite vorwiegend städtische Kolonisation, Ucberführung des ostjüdischen Ghettos, bürokratische Administration und phitnntropischc Kolonisation. Margulics betont mit Recht, daß in diesen Fragen des palästinensischen Aufbaus die deutsche Landsmannschaft durch ihr Kongrcßprogramm gezeigt habe, auf welcher Seite sie stehe. Die Konstellation der Gruppen auf diesem Kongreß Ist eben eine komplizierte. Es ist . durchaus möglich und sogar wahrscheinlich, daß nicht olle Gruppen, die auf dem Kongreß für die Erweiterung der Agcncy eintreten, auch in kolonisatorischen Fragen zusammengehen werden, wie ja vermutlich auch in der Konferenzgemclnschaft die kolonisatorischen Fragen nicht von allen im Sinne Grünbaums betrachtet werden dürften. Wenn aber Margulics meint, daß hinter den Personen von Göttlich und Levite er Louis Marshall und die anderen nichtzlonlstischcn Vertreter auftauchen sehe, wenn er befürchtet, daß diese GrQppcn für den Ocdankcn des Plonicrtums und der sclbstarbcitcndcn Landwirtschaft, für den Gedanken der nationalen Kolonisation und der Selbstverwaltung des Jischuw nicht zu haben sein werden, ist er dafür den Beweis schuldig geblieben. Was gerade Männern dieses Typus' imponiert hat, das ist nicht die Entwicklung von Tcl-Awiw. Achnliclie Entstehung von Städten und neuen Industrien kann. Marshall täglich in Amerika sehen. Auf ihn und seine Freunde wirkte am stärksten der jüdische Arbeiter In Palästina, die Erschließung des Emek, die landwirtschaftliche Kolonisation. Die deutschen Zionistcn werden auf dem Kongreß mit derselben Entschiedenheit für die Erweiterung der Jewish Agcncy nach den von ihnen formulierten Prinzipien eintreten, wie sie für die nationale Kolonisation sich mit allem Nachdruck einsetzen werden. F, L, Unter Vorbehalt Jerusalem. 0-T. A.) Am 10. ]unl kam es in Halla zu einem Zusammenstoß zwischen mlsrtchiftlsehen Arbeitern und Angehörigen der Hittadruth Haowdlm. Etwa IS Per. «oncn aus beiden Laßem erlitten Verletzungen, Ursache der Streitigkeit war, daß Mitglieder der Hlstadruth die mitrachitischen Arbeiter daran hindern wollten, Bauarbeiten an dem Immigranten-Heim auszufahren, bezüglich dessen der Mlirachl ala Bauunternehmer, einen Kontrakt mit der Zioni »tUchcn Exekutive abgeschlossen hatte. Die Tatsache der Zusammenstöße scheint festzustehen, über ihre Gründe muß eine Nachricht aus Palästina abgewartet werden. Bekanntlich ist vor etwa einem Jahre ein Teil der misrachistUcheo Arbeiterschaft der Hlstadruth beigetreten. Bei den Haifaer Zusammenstößen handelt es sich offenbar um andere mlsrachistlsche Arbeiter, die nach wie vor der allgemeinen jüdischen Gewerkschaft fern bleiben und die von den Angehörigen der Hlstadruth häufig der mangelnden Solidarität beschuldigt werden, Meldungen des zionistischen „Lodzer Tageblatt" zufolge handelt es sich auch, diesmal um Ähnliche .Vorgänge. Probleme der Landwirtschaft nr.»> R\V. J e r u a a 1 e m, Anfang Juni, Palästina ist heute der Schauplatz verborgener, heimlicher Kämpfe. Der Zionismus hat eine Probe zu bestehen, wie vielleicht noch niemal« fielt scinem Bestand. f>'e Au«.clnniider- Setzung zwischen OoIiib und Cniciieruug beginnt von neuem, diesmal auf dem heiligen Roden selbst. Die rapide Entwickhing der Städte schafft dem Golu» eine Heimat. Die Stadt Ist der Sammelpunkt all der Elemente, die niemals mit dem Oedanken an Zton den Gedanken einer Aenderung des Leben», des jüdischen, aber auch des persönlichen, Verbund«! haben Das alte l.cbcn Oer Oolusstadt wird hier wieder aufgenommen. Die Stadt bietet Möglichkeiten für Vcrinitllcrdicnstc aller Art, MaJdcr- und Handlcrtiiin, Luftmcnsclicntum. Wer die Qcslalten In manchen Hotels Jerusalems beobachtet, die Ocspr.Kche fiber Kauf und Verkauf anhört, aber auch wer die leichtbeschwingten Gestalten in den zahlreichen Cafes imd Tanz-Bar» Tcl-Awiw», dkt sorglose und ahnungslose Verpflanzung zweifelhafter europäischer Vergnügungen mit dem schnell entstehenden Icvantlulsclicii Anstrich sieht, der versteht schnell, daß die Stadt keine Erlösimg des jüdischen Volkes (das war doch wohl der Siivn des Zionismus?) bringen wird. Gewiß sind auch in den Stndtcn Menschen, welche unter jüdischer Wiedergeburt etwas anderes verstehen als das Qcsciilldcrte, aber das l'nrnsltentum, das sich breitmacht, gewinnt schnell eine ttberinhlllgc Wirkung, Man muß nicht in der palästinensischen Stadt leben wie im Oolus. aber man kann es, und auch das fc»t schon genug. Die Stadt hat eine außerordentliche Anzlehirngskraft auf Juden; nicht nur auf bürgerliche Kreise, auch auf die Arbeiter. Im Emek wird heute ein VcrzwcUtungskampt gegen die Stadt gekämpft. Es Ist keine seltene Erscheinimg, daß Arbeiter den Aufenthalt in den Kolonien und in <ler Lamlrtrl>clt mit dem weit angenehmeren Leben eines MädlLschen Arbeiters vertauschen. Im Emek selbst ist die Zahl der Weggehenden relativ sehr klein, hier hat die Idee noch Macht über die Menschen. Nur ans der Siedlung des Cidud AwoJa In Tel Josef Ist der Abgang etwas erheblicher. Die Orflnde, die den Arbeiter in die Stadt, treiben, sind zweierlei. Erster« kt die Lage des itlädtitchrn Arbeitern /ur Zeit der 1 lfirhkon)iinJ<tiir des Hau« gewerbes materiell nicht schlecht, er verdient 35 Piaster und als gelernter Arbeiter sogar 50 Piaster taglkh, kann leben wie er will, hat »eine freie Zeit und die Möglichkeit eines Genusses von Kulturgütern. Sogar die städtischen Arbeiter des Odud, die fflr dieselbe Arbeit keine Rar-Enllolmurvg bekommen, vrr1a<srn nun Teil den Odud, um als gewöhnliche Arbeiter Arbeit ru suchen. Es Ist nicht weiter m verwundern, daß Elemente, die In Zelten der Arbeitslosigkeit Jm Qdud Zuflucht gesucht haben, Ihn bei einer Aenderung der Äußeren Lage wieder verlassen; dies enthüllt einen Teil der Problematik der sogenannten groDcn Kwum, die keine scharfe Auswahl Ihrer Menschen treffen kann. Zu diesem allgemeinen Grund des Zuges nach der Stadt tritt aber In sehr vielen Fallen ein zweiter: die Notwendigkeit, Geld (und zwar bares Geld) zu verdienen, um die Eltern oder Verwandten In Rußland und Polen untcrstlHr.cn zu können, oft auch, um dl« Familienmitglieder aus dem Golm .nachkommen zu lassen. Das1 Problem der Familien ist gegenwärtig besonder« für die Kwuzoth ein brennendes und geradem kritisches. Die Zuwanderung von Famifleninltgliedrrn, Insbesondere Ellcrn der Arbcller, hat große Olmcnslmen angenommen. Nun (st e? für einen Chawer der Kwuza nicht nur schwer, das Geld für die UebcrfQhning der Eltern aufzubringen (in vielen Fällen übernimmt dies die Kwuza), sondern es macht auch Schwierigkeiten, die «Ken Leute In das Kwu/.ilrhrii clivuofxhven; oft bleibt keine ander« Wahl, als daß der Genosse, der vielleicht jahrelang völlig reibungslos in der Kwuza gearbeitet hat, die Siedlung verläßt und «Ich eine selbständige Existenz sucht, bei der er seine Leute auch ernähren kann. Im Moschaw Owdlrn, der Einzelbauern-Siedlung, ist auch das Famlllcnproblem viel leichter zu lösen, dort sind die Eltern oder Verwandten oft geradezu wertvolle Hilfskräfte In der Wirtschaft. Auch ein Teil der Kwuzoth, z. B. Ujn Charod oder Daganjn D, haben das Problem bisher im eigenen Rahmen zu lösen vermocht, Es ist hier wie überall eine G'wcralLslcrung nicht möglich. Aber dennoch besteht die Tatsache, daß die Notwendigkeit der FamlllenhFIfe viele Arbeiter vom Lande In die Stadt treibt, Und daß damit eine ohnedies vorhanden«] Tendenz noch gefördert wird. Dem Rcgenilber stehen die Versuche, die neuen Einwanderer auf dem Lande anzusiedeln, In den ersten Anfangen. Die Meinungen darüber sind geteilt, da noch keine Erfahrungen vorliegen. Die wichtigsten dieser Unternehmungen sind einige Siedlungen nördlich von Jaffa, die von Ansiedlern mit eigenen Mitteln gegründet wurden, und die Oruppe der Chassldlm von Jabtona, die In Nachloth Jaakob, zwischen Haifa und Nahalal Im Emek Jcsrcel, zum Teil auf N.-F.-Bodcn angesiedelt sind, Diese Chassidlm-Siedlung Ist eine der merkwürdigsten Erschcmtinrrcn des neuen Palästina und macht einen aiißcrodentlichen Eindruck. Die Leute sind ehemalige Händler und Kauflcutc, die von Landwirtschaft mit wenigen Ausnahmen nichts verstehen, aber den festen Willen haben, die Arbelt zu erlernen. Sic arbeitert auGcrodcntllch schwer, leben kommunistisch, und nach der Arbeit wird „gelernt". In der provisorischen Eß-Barackc, die dort ebenso wie In andern Kwuzoth Ist, steht man — ein Unikum — etn großes OctteU mit Büchern, Folianten, heilige Bücher der göttlichen Weisheit. Diese Menschen erstreben eine Einheit von Lehre und Leben, Sic sind — nach den eigenen Worten des Jnblonaer ftebben — wahre Revolutionäre, die „ihr Leben von Orund auf andern" wollen. Was Jedoch die wirtschaftliche Seite der Sache betrifft, so sind die Schwierigkeiten gewiß nicht gering. Bisher sind die Leute noch mH den Dralnagc-Arbclten beschäftigt, die eigentliche Landwirtschaft wurde kaum In Angriff genommen. Aber der Rcbbe, der eine außerodentllche Persönlichkeit imd auch ein guter Organisator zu sein scheint, Ist darauf bedacht, daß seine Leute etwas lernen. Er Ist mit dem benachbarten Nahatal fn Verhandlungen «Ingetreten, uro die Aufnahme von 10 Mädchen fn der dortigen Mäddicnfarm zu erreichen, außerdem die Aufuahmc von einer Anzahl Junger Leute zum Anlernen bei den Nahalalcr Bauern; dies letztere stößt allerdings auf Schwierigkeiten, weil es mit dem In Nahalal streng durchgeführten Prinzip der „Awoda azmlt", der Selbst-Arbeit, die Jede Benützung fremder Arbeitskraft ausschließt, In Widerspruch steht. Ea tat aber zü hoffen, daß ein Ausweg gefunden wird, Jedenfalls zeigt sich bei dieser Gelegenheit wieder, welch großer Fehler unteres Slcdlungswerkes in dem völligen Mangel an Aiisbildungsstättcn Hegt. "1 S, Nr, 44 und 46 der «J, R." Auch die andern Siedlungen von „mlttclstfiidlschcn n rnenten" hüben noch nicht Ihre cndgiltigc Form gefundf Da. Ist kein Vorwurf, denn auch die Arbci^iediinVren , noch nicht so Weit, da das tcclniiach-taulwlrluluniicne lern überhaupt erst In den letzten Jahren in positiver W,! vorwärtsgeht. Es bestellen noch MelntmgsvenchlcdrnhiC darflher, wieviel Boden ein Mann braucht, im, ]v\m ," können, welche Kulturen anzubauen sind usw.. Dies all schwankt auch, je nach der Lige (Nühc der Stadt usw) Güte des Bodens usw. Sogar in Nahalal Ist man Jetzt Z' Ansicht, daß das zugewiesene Bodenmaß von 100 Dunam t\\Z genügt und daß man zumindest 130 haben muß. Die Lcm In Magdiel haben aber nur 50, und die 11.1 nc Ihrer Berat cchcliicn »Ich nicht zu bewähren, «wohl die Leute mit groß." Fleiß arbeiten und ein ausgezeichneter Qcist sie besetz Sie betreiben vor ollem Milchwirtschaft und hoffen auf ,| kommende Bewässerung, die Ihnen Anlage von Plnntiv' ermöglichen soll. Es braucht nicht gesagt zu werden, u-i! erfreulich und begrüßenswert dies« Bestrebungen sind, aV, auf die zionistische Leitung faQt eine schwere nationale Vt, antwortung, wenn sie die Leute ohne Beratung- und f,-iC|, männische Instruktion lüftt. Im eigentlichen direkten Sinn- Ist sie nicht verantwortlich, denn sie hat die Leute nicht auf den Boden gesetzt, sie haben alles aus Huer persönlichen Initiative unternommen, dennoch ist der Zionismus moralUu. verantwortlich, daß nicht ein Moment komme, Wo die Leute' wenn sie überhaupt im Lande bleiben und nicht ihren IM,.; weiterverkaufen, wieder In die Städto strömen, wo »ich kidi. tcre, wenn auch oft nur momentane, Vcrdicnitmöglichkeit^ bieten. Die Fundierung der Landwirtschaft ist heute die groflie nationale Aufgabe des Zionismus. Die I andwirtsch.ift |,i an einem Punkte angelangt, der entscheidend für d;c ganiweitere Entwicklung Ist. Ocliiifjt es nicht, Ihr eine Wcndun' zu geben, durch die die ungeheuren Energien der Siedler ii| der Richtung eines rationalen wirtschaftlichen Aufbaues mit fortschreitender Vervollkommnung ausgenutzt werden könntn dann steht die Gefahr eine« palästinensischen Golus gcfpcn' stlsch groß vor unseren Augen. Vflcr Jaiirc laCrcit Hajessod London. (J.T.A.) Laut Mitteilung des Londoner Hauptbüros des Kcren Hnjcssod hat der K.-H. in dCn vier Jahren seines Bestehens, vom 1. April 1021 bis 31. Marz 1025, Insgesamt 1729350 Pfund für Pnlilstitu. .lufbnuzwcckc ausgegeben. Diese Summe verteilt sich auf die einzelnen Zweige wie folgt: Landwirtschaftliche Kolonisa. tlon (einschl. Experimentelle Station) 514157 Pfund; Erziehung (einschl. Universität und Nalioiialbibliothek) 324 039 Pfund; Einwanderung (einschl. H läslina-Acmtcr, Hachscharali und Einwandcrcrhclmc) 201 638 Pfund; In v c st i c ru n gc n 153683 Pfund (daiin sind 53402 Pfund Hypothekendarlehn für Häuserbau eingeschlossen); Palcstinc Electric Corpora. Hon 50000 Piund; Palestlne Land, Dcvelop. ment Company 20 578 Pfund; Solcl-Bonch 16 410 Pfund; Schulbauten 10155 Pfund; Hand, werkerbank 2051 Pfund; Bergbausyndlkat 1000 Pfund; Oeffcntliche Gesundheit 142770 Pfund;Öff entliehe Arbeiten 137170 Pfund; Ver. waltung62066 Pfund; besondere Ausgaben und natio. nalc Organisation 63038 Pfund; für Mls rächl-Org,v nisation 46778 Pfund; für Jüdischen Nationalfonds 26577 Pfund; Handel und Industrie 18714 Pfund; Haifaer Technikum 16000 Pfund. PaiHiilaafragen vor dem Unterhaus London. (J.T. F.) In der Sitzung des Unterhaus« vom 15. Juni fragte Captaht Waterhouse den Kolonienminister, ob er über die Religion und Nationalität der klassifizierten Distrikts- und Dcpartcmcntsbcamtcn in Palastina Auskunft geben könne. Mr, Ormsby-Oore erwiderte, die ihm vorgelebte neueste Liste vermerke nur das Rcflglotttbefccnntiii«, niehl aber die Nationalität der Beamten. Nach dem Religionsbekenntnis verfügte die Palästina-Regierung über 2500 klassifizierte Beamte, davon sind 1244 Christen, 67& Juden und 632 Mohaincdaner. Captain Waterhouse fragte weiter, db die Regierung davon Kenntnis hat, daß sich die Stadtverwaltungen von Rechoboth, Rlschon-Ie-Zlon, Tcl-Aviv, Petach-Tlkwah und Ocdcrah auf Orund einer Sanktion des Obcrkommlssars ru einem StSdtc-Bund zusammengeschlossen haben; wenn |», wird die Administration vom Oberkommissar nominiert oder von den Bewohnern gewählt. Mr, Ormsby-Oorc: Die Antwort aiuf den ersten Teil der Frage lautet: Nein: die Beantwortung des zweiten Teils cntfüllt, Mr. Wahcr Qulneß beantwortete eine Anfrage Mr. Herbert Williams dahin, daß für .Palästina außer den laufenden Zuwendungen keine weiteren Darlehen in Aussicht genommen werden. Coloncl Perktn befragte da» Kolonlcnminlstcr über die Position der Ruthcnbcrg-Koiuctsloii, namentlich welche Hindernisse bei der Verwirklichung dieser Konzession entstanden sind. Mr. Ormsby-Oorc: Die Palestine Electric Corporation nahm Jetzt dne endgültige Form an. Es sind keine Hindernisse bei der Verwirklichung entstanden, abgesehen von zwei unbedeutenden Punkten, wo man die Entwicklung nicht voraussehen könnt«, Di ':(■' |USfl scli' , Ulf Ii ,, n;"f l!icf, : tei |» inlf, ' de«' I'JmI,. de'1 um; jl'C dci «s die ß"-'',V sie-!i ko. (' i'.. Ar. La, sie.,; rC ' P« i Sc sp z« ..| d.i,'! de,, rus, Kl tnr' vo.'l mi im'' wJ1 Ol nc'; vr. : nu .'■ is.; pi' Icj m '. re kl.1': m' Ic Cl l'i th sc. Sokolow U Warschau Kahum Sokolow traf am 15. Juni in Warschau ««% wo er einige Tage zu bleiben gedenkt. Sokolow erkUrte Preskcvcrtrctirn, er beabsichtige nicht, In Irgend einer Wehe In den Osne/ der polrdsch-Judlschcn Verhandlungen einzugreifen. Bisher haben In Warschau Im Debxsln Sokolows Besprechungen des Zionistischer» Obcrrates über rein zionistische Angelegenheiten stattgefunden, Sokolow begibt «Ich in einigen Tagen noch Berlin, wo er bis über die Aktions-Koinit«- Sitzung su bleiben Bedenkt. , m-f Inf Kir dt v:'. bi sc nl|- b»1 C ' sc wi1 sl' vi: A1 It h', v. i I. R IT R 1 u ' C h 9 ' « 't< I J' \ n 'j / t \h >