Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 47 (16.6.1925)
- Date
- 1925-06-16
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 418 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. «7 Züge einer Stationiren Wirtschaft trägt Sc kennt nur die von Ocneratlon zu Ocneratlon sich erneuernde einfache Reproduktion des wirtschaftlichen Kreislaufs. Es fehlt ihr das »pczilische dynamische und expansive Element, das der ganzen europäisch-amerikanischen Wirtschaft Innewohnt, und das die Undcr aufweisen, die bisher vornehmlich die Zielpunkte der jüdischen Wanderung gewesen sind. Es fehlt der stationären Wirtschaft also auch Jene automatisch sich Immer höher schraubende Entwicklung und Expansion, die die elastische Möglichkeit zur Aufnahme und Verwurzelung einer solchen Wanderung In den kapitalistischen Ländern In sich birgt. Das dynamische Element soll erst gerade durch die lüdischc Kolonisation In die orientalische Wirtschaft hineingetragen werden. Zweitens Ist es einer der hervorstechendsten Charakterzüge dieser stationären orientalischen Volks- Wirtschaft, daO sie gerade das Bedürfnis an Handel und Kleinhandwerk bis an die Qrcnzcn der Sättigung selbst zu befriedigen gewohnt Ist. Während die Juden In ihren übrigen Wandcningsländcrn zwischen den frcmdnationalcn Produzenten und den Verbrauchern die fehlenden Drücken geschlagen haben und das auch In den Kolonialländcrn ihre eigentümliche Funktion im Prozeß der fremden Volkswirtschaft gewesen ist, stoßen sie in Palästina wie im ganzen Orient auf ein Ihnen „glclcheeartctcs" Milieu. Araber und Armenier, Oricchcn und alle die übrigen Levantlncr sind den Juden als Händler und Klclnhandwerker ebenbürtig, zum Teil sogar überlegen. Ihr Lebensstandard Ist von Hause aus der niedrigere, kann also leichter und un'.er größerem Druck gehalten werden. Diese beiden Momente sind es, die die Möglichkeiten und Aussichten der vierten Alijah für die Bedingungen Palästinas noch ganz besonders einengen. An diesen Tatsachen und notwendigen Folgen wird keine „allgemeine Sympathie" (wie „Haaret" schreibt) und auch keine allgemeine Antipathie Irgend etwas ändern. Ein Zlonistenkongreß, der diese Zusammenhänge nicht deutlich durchschaut, kam. nur Entschlüsse fassen, die sich in der zukünftigen Entwicklung des jüdisclion Palästina bitter rächen müssen. Ein Kongreß, der sie durchschaut, kann keine anderen Folgerungen daraus riehen als die, daß auch in der Zukunft der Kurs der zionistischen Kolonisation Palästinas mit allen Kräften und mit allen Mitteln auf die Pestigung unserer Arbcltsposltlonen in der Landwirtschaft konzentriert bleiben muß. Die polnisch Jüdisch« Verhandiangea In einer Konferenz mit Vertretern der jüdischen Presse erklärte der Präsident des jüdischen Klubs, Dr. Leon Reich, der Forderung nach Oeffcntlichkelt der Ver-, handlungen mit der Regierung könne noch nicht entsprochen werden, da die Regierung auf Vertraulichkeit besteht; auch seien die Verhandlungen noch nicht so weit, daß man ihr Programm konkretisieren könnte. Die jüdische OcHciitlichkcit könne beruhigt sein, der Klub werde über die jüdischen Interessen wachen. Niemand könne sagen, ob ein günstiges Resultat erbracht werden werde, die Regierung scheine noch immer Dicht zu begreifen, wie wichtig eine Lösung des Judenproblems für die Republik sei Dr. Reich wies kategorisch den Vorwurf der Presse der anderen nationalen Minderheiten, wonach die Juden als Werkzeug gegen die anderen Minderheiten gebraucht werden sollten, zurück. Er erklärte feierlich, nie würden sich jüdische Vertreter gegen die anderen nationalen Minderheiten in Polen gebrauchen lassen. * Im „Berliner Tageblatt" beschäftigt sich der Warschauer Korrespondent In einem langen Artikel mit Luden Wolf« Besuch in Warschau und behandelt das Problem der polnisch-jüdischen Verhandlungen. Einige charakteristische Urteile über die Politik des jüdischen Sejmklubs seien hier wiedergegeben: „Das bisherige System Reichs hat nämlich getrogen. Er wollte mit der Regierung in Konferenzen zu einer Lösung der jüdischen Frage kommen, suchte kra.nplhaft nach einem Kompromiß, aber die Regierung hielt Inn nur lange Zeit hin, tat aber faktisch nichts zur Lösung des überaus schwierigen Problems. Die Taktik Reichs ließ in der OeKcniliclikcit die Meinung aufkommen, daß im jüdischen Lager zwei Partelen herrschten, von denen die eine den Ausgleich mit der Regierung 6uc(ttc, während die andere von diesem Ausgleich nichts wissen wollte. In Wirklichkeit will das gesamte jüdische Lager mit der Regierung In Eintracht leben, aber die jüdische Minderheit verlangt, daß man ihr die durch die Verfassung und durch das Minderheitenschutzgesetz garantierten Rechte nicht schmälere. Die bisherige nachgiebige Haltung hat nichts gefruchtet, und der Abgeordnete Grünbaum war der erste, der seine Unzufriedenheit mit dieser „Politik der Nachgiebigkeit" offen zum Ausdruck brachte, Indem er aus der jüdischen Fraktion austrat und seinen Schritt folgendermaßen motivierte: ,Die Politik de* jüdischen Klubs sollte sich nach der Seite der nationalen Minderheiten hin orientieren, dabei von der grundlegenden Voraussetzung ausgehend, daß der polnische Staat ein Nationalitätenstaat Ist. Wir sollten einen konsequenten orpositioncllcn Kampf führen 1' Unter dem Einfluß Kelchs und seinen Bestrebungen nach einem Kompromiß rückte Jedoch der jüdische Klub von der Minderheitenpolitik immer mehr ab und glaubte den Versprechungen der Regierung und der nationalen Parteien. Heute Ist jedermann Im Jüdischen Klub davon überzeugt, daß die Komprnmißlsoffnungcn versagt haben. Es muß nun also ein neuer Weg beschritten werden." „Die jüdische Minderheit wird sicherlich mehr erreichen, wenn sie fest auf der Erfüllung der auch ihr durch die Verfassung und das MindcrhcilcnschutzgcscU garantierten Rechte besteht. Die verantwortlichen Reglcrung6l<rclse aber müssen des Wortes eingedenk sein, daß die innere Konsolidation des polnischen Staates mir dann bedeutende Fortschritte machen wird, wenn man den Minderheiten das gibt, wis ihnen von Rechts wegen gebührt. Je früher und freudiger man es ihnen gibt, um so mehr wird hiervon der polnische Staat profitieren." Man kann irh Auslände kein abschließendes Urteil über die von Dr. Reich und dem Jüdischen Sejmklub eingeschlagene Taktik abgeben. Immerhin scheinen uns die Ausführungen des yB. T." beachtenswert, Man muß tatsächlich arn ernsten Willen der polnischen Regierung zweifeln? wenn j e einen so entschiedenen Wert auf die Vertraulichkeit der Verhandlungen legt. Brie! ans Palästina Poliiliches - Die Laße In der Landwirtschaft - Neue Zertifikate - Nnilonnlfondikrtufo - „Dawor" Von unserem Korrespondenten. O.S, Jerusalem, 3. Juni 192$. Langsam und vorsichtig beginnt «Ich die palästinensische Presse mit den Perspektiven zu beschäftigen, die sieh für das Land au* der Berufung des Fcldrnarschalls Lord Plumcr für die Zukunft ergeben. Da sich der neue High Commissloncr noch nicht über die Richtlinien seiner Politik geäußert hat, fehlen bisher feste Grundlagen für Irgendwelche Voraussetzungen. Selbstverständlich sind bei den verschiedenen Richtungen die Voraussagen verschieden, Je nachdem, wie die einzelne Strömung die zukünftige Politik gerichtet sehen möchte. Und so ist bei mancher der Acußcrungcn in der palästinensischen Presse der Wunsch deutlich der Vater der Gedanken und Prophezeiungen. Das gilt vor allem für die angedeuteten oder ausgesprochenen Hoffnungen der arabischen Seite, daß die neue Amtsperiode im Oberkommissariat zugleich einen Wechsel in der Richtung der britischen Politik bedeute. Der größte Teil der Presse Ist klug und vorsichtig genug, abzuwarten. In einem Punkte stimmen die verschiedenen Ansichten übcreln. Allgemein deutet man die Berufung eines Oencrals Ins palästinensische Oberkommlssnriat und die Besetzimg des gleichen Posten in Aegypten mit einer Persönlichkeit des Zivildienstes dahin aus, daß England der Entwicklung Im Nahen Orient folgend den strategischen Schwerpunkt seiner Politik In diesen Gebieten nach Palästina zu verlegen gewillt sei. Das arablscjie Blatt „Hakarmcl" zieht daraus die Konseauenz, daß England „sowohl den Arabern wie den Juden zu verstehen geben will, daß es Palästina zu einer Kolonie ausgestalte und dort weder ein arabisches noch ein Jüdisches Reich schaffen würde". Diese Änderungen «Ind als Stlmmungszeugen zu werten. Irgendwelche Konsequenzen daraus zu ziehen, ist noch durchaus verfrüht. Sollte sich die Annahme bestätigen, daß PalSstlnn in naher Zukunft mehr In den strategischen Mittelpunkt des Nahen Orients rück», so wird der neue High Commissloncr der Detailarbcit der inneren Verwaltung nur einen Teil seiner Kräfte widmen können. Zieht man dazu noch In Betracht, daß er, um die Inneren Verhältnisse des Landes kennen zu lernen, zuerst eingehender Informationen bedürfen wird, so ergibt sich, daß für die Innere Entwicklung Patästlnns In der nächsten Zelt der Posten des Zlvllsckrctärs, den bisher Clayton bekleidet hat, von großer Bedeutung sein wird. Es Ist unter diesen Umständen verstündlich, daß die Berufung von Coloncl Symcs ab Nachfolger von Clayton allseitig mit großem Interesse aufgenommen wurde. Coloncl Symes hat sich in seiner fünfjährigen Arbeit als Gouverneur von Haifa und des Norddistrikt» eine umfassende Kenntnis der pa.ilslliiensischcn Landesverhältnisse erworben und wird allgemein als sehr geeignet für den wichtigen Posten des Chief Sccrctary erachtet. Für die jüdische Kolonisationsarbelt wird In den nächsten Jahren zweifellos viel von der Stellungnahme des neuen Zivilsekretärs abhängen. wird alle Kräfte, vor allem der Jugend, auf diese« QtW, konzentrieren müssen. Sonst können wir nach kürzerer ort längerer Zelt vor der bedrückenden Tatsache stehen, daß* Chaluzbcwcgung Palästina nicht die Kräfte zu stellen 1* mag, deren es bedarf. n'' * Je mehr «Ich das Arbcllsjalrr «einem Ende nähert bwi« . sich die Ocffcntlichkelt im Lande mit der Frage der N kolonlsatlon im nächsten Jahre zu beschäftigen, tw Problem Ist um so aktueller, als entsprccliend der Poli^ der „Konsolidierung", die darauf abzielte, die bestehend Betriebe ausreichend ru fundieren und deshalb au! T' Schaffung neuer Punkte verzichtete, im Vorjahre keine Ji« kolonlsatlon" stattfand. Noch ist kein fester Plan über T' Umfang und die Art der Slcdlungsarbcit Im kommende* Jahre der Ocffcntlichkelt übergeben worden. Eine Anzav' erprobter Arbeitskräfte, die bereits lange im Lande %\J erwartet ungeduldig die Entscheidung, die in letzter Li*! der Kongreß bringen wird. Bei dem bestehenden „Slcdluiigshungcr" l»t es bcscc ders befriedigend, daß der Nationalfonds Im letzten Jährt eine große Bodenlläche zur Neusiedlung bereitstellen konnte Nach den letzten Berichten des Hauotbüros ist es bereits gelungen, das Programm der Hunderttausend Durum j5 diesem Jahre zu verwirklichen. Es sind 6ogar darüber hin. aus, wenn man alle Käufe zusammenrechnet, die in letzter Zelt abgeschlossen und lutricrt worden sind, die hundert, tausend bereit« überschritten worden. Alles in allem sttV der Nationalfonds in seinen Erwerbungen im letzten Jah;. auf 141 900 Dunam. Das ist ein unerwartet großer Erfol- Wenn es gelingt in diesem Tempo weiterzuarbeiten, wi-'. uns die genügende Landmenge für die Kolonbation Verfügung stehen und zugleich die Oewälir gegeben se„- daß der Boden seiner richtigen Bestimmung zugeführt wir: und nicht den Zwecken der Spekulation dient Wichtig jj! es, daß die Böden, die der Nationalfonds jetzt erworbe; hat, die Gebiete, die bereits in unserem Besitz sind, g» abrunden. In diesem Sinne sind besonders die Käufe in de, Kisclionebene (in der Nähe von Jadjur) und in der Eben« Jetrccl bedeutungsvoll, * Am 1. Juni erschien In Tel-Awiw die erste Numrnt;| der von der allgemeinen Arbeiterorganisation herausgebtI benen Tageszeitung „Dawar". Es Ist dies für die Arbeiter schalt ein großer Schritt vorwärts auf ihrem Wege. Ds, neue Dlatt hat ein großes Arbeitsfeld. Es wird das Publ l kum Innerhalb und außerhalb der Hlstadruth über alles r.l Informieren haben, was sich In der Arbeiterbewegung Pif lästlnas abspielt. Der „Dawar" wird zur Tribüne werde:! müssen für alle Meinungskämpfe innerhalb der allgemeineI Arbeiterorganisation und er wird schließlich, wenn es c:| Verhältnisse fordern, das Kampforgan bilden, wenn es jjilj die Ziele und die Interessen der Arbeiterschaft zu verteidig; I Die erste Nummer wurde In der Ocffcntlichkelt mit großer! Interesse aufgenommen. Nicht nur in der Arbcitersch^l selbst, sondern in den verschiedensten Kreisen de« Jischwl sieht man der Entwicklung des Blattes mit Spannung m\ gegen. Entsprechend den Erwägungen der letzten PalästlnaSmter- Konferenz, die Ende März in Jerusalem stattfand, hat die zionistische Exekutive mit der Regierung über die Bewilligung einer größeren Anzahl von Zertifikaten für die nächste Halbjahrsperlode verhandelt. In den letzten Tagen hat die Regierung als Ergebnis dieser Verhandlungen sechstausend Zertifikate für das nächste Einwanderungshalbjahr bestätigt. Es sind das Erlaubnisse für ungelernte Arbeiter, die der Arbcltsmarkt nach seinem augenblicklichen Stande aufnehmen kann. Außerdem hat die Regierung weitere zweitausend Zertifikate fn Aussicht gestellt, wenn sich im Laufe des Monats Juni herausstellt, daß entsprechende Arbeitsmöglichkeiten im Lande vorhanden sind. Diese Anzahl von 6000 Zertifikaten stellt einen Rekord In der Chaluzalljah dar. Wir wissen, daß unter den ungefähr dreitausend Menschen, die jetzt allmonatlich In Palästina landen, das Element, das zu körperlicher Arbeit vorbereitet und auf sie eingestellt Ist, nur einen kleinen Prozentsatz bildet. Wir wissen, daß von einem günstigen Vcrliältiiis zwischen zur produktiven Arbeit geschulten und ungeschulten Elementen das Gelingen anderer Kolonisationsarbeit zu einem guten Teile abhängt. Und wir müssen zugleich feststellen, daß die erfreuliche Tatsache des Anstelgens der Alija als Nebenerscheinung zugleich eine Verschlechterung dieser Proportion zuungunsten der „chaluzlsehen" Elemente gebracht hat. Diese Erscheinung erklärt sich leicht genug dadurch, daß der unbemittelte Chalnz nur ins Land gelangt, wenn er Im Besitz des Zertifikate» ist und bisher nie genügend Einreisebewilligungen Im Verhältnis zur Anzahl der Chaluzim zur Verfügung standen. Es Ist deshalb von großer Wichtigkeit, daß wir Jetzt dank der Ausweitung des Arbellsmarktcs den Bedürfnissen der Clialuzalljah entsprechen können. Es muß Jedoch klar sein und auch offen ausgesprechen werden, daß die Frage des chaluzlschen Elements In unserer Arbelt nicht allein eine Frage genügender Zertifikate Ist. Wir wissen, daß unsere Reserven auf diesem Gebiete im Qaluth bisher noch beschränkt «Ind. Freilich hat die Chaluzorganisatlon sich In den letzten Jahren sehr stark gefestigt und auch ungeahnt erweitert. Aber es geht Ihr so, wie es uns auf nllen Ocblctcn unserer Arbeit geht. Sic hat — selbstverständlich — mit den ungeahnt gesteigerten Bedürfnissen unserer Kolonisation nicht Schritt halten können. Vor uns steht In Ihrem ganzen Ernste die Frage der Schaffung eines Nachwuchses In der Chaluzbcwcgung, die zahlenmäßig den ganz veränderten Ansprüchen der Oegcnwart genügt und zugleich an Qualität durch die Ausweitung der Arbeit nichts einbüßt. Es Ist das eine« der Zentralproblemc unserer gegenwärtigen Arbeit, mit dem steh sowohl Palästina wie das Oaluth intensiv zu beschäftigen haben. Pnlüitlna wird die Chaluzbcwcgung in weit größerem Ausmaß als bisher mit Informationen und mit Menschen versorgen müssen, damit . ein enger Konnex geschaffen und die Bewegung im | Ausland in die richtigen Bahnen gelenkt wird. Das Ausland BS xiMftmhrmum,» Iß'lfW i^tz^i^cttl^ üilsi i Der 14. ZIonlslenKonrjrcß Ausstellungen und Verkauf «stände. Die Kongreßleitung hat sämtliche Verkaufs- und Au, stellungsrüume Im Kongreßgebäude (Konzerthaus) der Au»tre-| Palestine Tradlng Agency, Wien, 1. Bez., Rudolfsplatz 6, üb« I geben, die demgemäß als Oencralmieterln gegenüber der] Kongreßbüro auftritt Von diesen Räumen wird ein für sich vollkommen aV I geschlossener Teil für den Palästinapavillon Verwendua;| finden. Der PaläsÜnapavillon wird folgendes enthalten: 1. Palästina In Bildern, die das neuentsttndene Lebt: | veranschaulichen werden. 2. Palästina in Ziffern und Diagrammen. 3. Die Anfänge der palästinensischen Industrie. 4. Rohstoffe. 5. Schulwesen, kulturelle Einrichtungen usw. 6. Kunstgewerbe, Bczalcl usw, Die restlichen Räume und Plätze des KongrcBgcbäuddl mit Ausnahme der Beratung*- und Verhandlungssäle sind be-l stimmt für Cafi-s, Restaurants, Büflclts, Buchausstcllung wwie Verkiufsständc für Kauflcutc und Industrielle, die untn dem großen Kongreßpublikum zahlreiche Abnehmer lind«*, werden. Ats Anwärter für die Stände, für die durchaus mäfli;« I Preise vorgesehen sind, kommen in erster Reihe Gesinnunggenossen tu Betracht, doch soll jedem legitimierten Kaufmann die Gelegenheit zur Erlangung eines Standes geboten werden. Was die Buffetts betrillt, so werden einige Räume fit diesen Zweck vergeben werden, so daß In jedem Stockwcr* ein separates Büffelt eingerichtet werden wird. Für die Verkaufsstände ist ein Raum von mehreren hundert Quadratmetern reserviert, in dem etwa hundert geschmJckvoJ | ausgestattete Stände Platz finden können. Besondere Aufmerksamkeit wird der Anbringung von I Vitrinen an der. Wänden zugewendet werden, In diesen soj das österreichische Kunstgewerbe dem Publikum zur Schau gestellt werden. Infolge voraussichtlichen Raummangels wird einzelne« Firmen Gelegenheit geboten werden, für ihre Ocschäftsrcklarnf I künstlerisch ausgeführte Plakate und Ankündigungen zu verwenden. . | Alte auf diese Angelegenheit Bezug habenden Anfragen ui» | Offerten sind zu richten an: Austro-Palestine Trading Agency» Wien, J. Bez., Rudolfsplatz 6. Das Bureau des 14. zionistischen Kongresses teilt ">it: Sämtliche Bewerber um Stellen werden auf diesem Wcr.c a'»' merksam gemacht, daß weitere Offerten nicht mehr entgegf«- , genommen werden. Ebenso werden sämtliche Personen, *« bis nun Offerten eingereicht haben, ersucht, die eclniltucw Erledigung abzuwarten. Mündliche Vorsprachen «lnd dann zwecklos. ■»■■ V |V|P^ I Si®!1 ■• y.<*»J.»»(»Hfl*V] ^.-^^^^iSTSwfcTp^SiWW^