Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 45 (9.6.1925)
- Date
- 1925-06-09
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 404 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr 43 der Ansicht ist, daß der wirkliche Wille des Wähler» unzweltelhift erkennbar ist, 8 12. Nach Beendigung der Wahl werden die Wahlurnen geöffnet. Die Wahlici.un« s eilt das Wahlergebnis lest. Das Ergebnis der brieflichen Wahlen wird durch die HaupUahil., mm.Siiün feststellt und den WahlvoMändcn der zuständgen Wahlkreis, mitgeteilt 8 13. Die Wahlhandlung und die Ermlt.Iung des Ergebnisses sind öffentlich. 8 14 Ucbcr die Vornahme der Wahl Ist In Jedem Wahlort ein Wahlprotokoll /u (Ohren, in 4 Lxemplarcu anxnfe.tR n, davon eines vom Wahlleitcr aufzubewahren und die and.reu unvcrzOßiich an den Wshlvorstand dos \X ah.krelses einzuschicken. Die Wahlprctokollc »lud nach Muster de« von der Exekutive herausgegebenen Formulars xu verfass n. Jede« P.otokoll soll alle im Formular enthaltenen Fragen orCn ingsgcmäB beantworten und vom Wahlleitcr und minJcstcns 2 Mitgliedern der Wahlhitung unterzeichnet sein. 6 15. Der Wahlvorstand hat auf Qrund der aus a'Un WahKsrtcn seine* Wahlkreises eingelaufenen Protokolle das Wahlergebnis festzustellen. 6 lü int;elimg des Wahlergebnisses stellt der Wahlvorstand fest, wieviel gültige Stimmen Im gan-en abgegeben worden sind und wieviel hervon auf J.«den Wahlvorschlag und aul die verbundenen Wahlvorschläge gemeinschaftlich entfallen sind. 6 17. Zwecks Verteilung der Mandate auf die Wahlvorschlage werden die auf die einreinen Wahlvorschl3gc entfallenden St.mmcn nacheinander durch 1, 2, 3, 4 usw. geteilt, bis von den sich hierbei erg-hrnd-n Tel zahlen sov.cle Hrichstzahlcn der Orößt nach au«gcscndcrt werden können. < 'e Mandate zu besetzen sind. Jeder Wahlvorsch'a^ enthält h..viclc Mandate, wli auf ihn Hochzahlen en fa l.tv Wenn die an letzter Stelle stehende Höclistzahl aüf mehrere Wahlvorschlüge zugleich entfällt, so entscheidet das Los. 8 18. Sind verbundene Wahlvorschläge verbanden so wird bei der Verteilung der Mandate auf die einzelnen Wahlvorschläge jede Oruppc verbundener Wahlvorschläge als ein Wahlvorschlag angesehen und ihr die ihrer Qcamtstimmcnzahl entsprechende Zahl ven Mandaten zig.-wiesen. Ist so die Zahl der Mamlite festgestellt, die auf Jede Oruppe verbundener Wzhlvorschläge zusammen entfallen, 60 werden nach dem Orundsrti-s fl 17 Ii» AVi at: auf die einzelnen miteinander verbundenen Wahlvorschläge unterverteilt. 8 19. Lehnt ein Oewählter die Wahl überhaupt oder innerhalb einer bestimmten Liste ab oder scheidet er aus anderen Gründen aus, »o tritt an seine Stelle g.-mäß den Bestimmungen des § 5 der In Betracht kommende Ersatzbewerber. 8 20. Ein Delegierter darf nur ein Mandat übernehmen und ausüben. Ein Delegierter, der auch außerhalb Deutsch a -.d» gewühlt worden ist, hat der Hauntwahrjnmmlssion in Dir in unl der Zionistischen Exekutive in London unverzüglich mt«itcien welches Mandat er zu behalten wünscht. Ma g.Is einer solchen Erklärung entscheidet das KongrcOgericht. Ein Delegierter, der In mehr als einem Wahlkreis in Deutschland gewühlt wurde, hat der Hauptwah'krmmission unverzüglich mitzuteilen, welches Mandat er ann mmt Liegt eine solche Erklärung nicht n i r a. > von 8 Tanen nach Veröffentlichung des Wahlergebnisses vor, so cntsclicldet die llftiiptwnhlkninuiisslon durch das Los. 8 21. Proteste gegen die Anordnungen der Hauptwahl- Kommission sind innerhalb von 8 Tagen nach ihrer Bekanntmachung in der „Jüdischen Rundschau" an die Hauptwahlkommission der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, Dcrlin W15, Meinekcstr, 10, einzusenden. Preteste gegen die Art der Durchführung des Wahlaktes an einem Wahlorte oder gegen die Feststellung des Wahlergebnisses durch den Wahlvi'rstand sind schriftlich m zwei Exemplaren bei der Hauptwahlkommission einzureichen. Derartige Proteste sollen spätestens zwei Wochen vor Kongreßeröftnung bei der Hauptwahlkcmmlssion eintreffen. Jeder Protest muß enthalten: genaue Bezeichnung des Wahfortcs bzw. Wahlkreises, Angabe der Tatsarhtn, die angefochten werden, Angabc von Beweismitteln und wenn möglich auch Vorlage von Zeugenaussagen, die eigenhändig unterschrieben sein müssen. Jeder derartige Protest soll von mindestem 20 wahlberechtigten Schckelzahlern unterschrieben «ein, deren Adressen anzugeben sind. Der betreffende Wahllciter, der von der Ein! gung des Protestes zu versündigen ist, hat die Wahlakten unverzüglich an die Hauptwahlkommission elnxusend n es sei denn, daß in einem Protest Ihre Absen Jung an das Kongreßgcridit gefordert wird. In letzterem Falle sind die Wahlakten vom Wahlleitcr sofort an die Exekutive In London für das KongrcOgericht einzusenden; die Hauptwahlkommission ist auch in diesem Falle zu verständigen. Berlin, den 3. Juni 1925. Dil nasptwahlkanuabsloB der Zionistisches Vcrtlalgug lOr Dtnuddaad Die erste Lindesverbanditaxting Am 21. Juni wird im Plenarsaal des Herrenhauses fei Berlin der erste Verbandstag des Preußischen LanJcsvcr' andet jüdischer Ocmcindcn eröffnet werden. Auf der Tagesordnung •tehen folgende Gegenstände: 1. Eröffnung und BegiüDuug des Verbandstages, 2. Wahl des Präsidiums des Verbandstages. 3. Geschäftsordnung des Verbandstages, 4. Wahlen mm Rat gemäß Art. 21 Ziffer 2 der Verta*Mst\g «> Rsbb'.nti, 2 Lehm). 5. Wahl von vier Mitgliedern des Rate* gemiß Art. 21 Ziffer 3 der Verfassung. o Btricht über die bisherige Tätigkeit des Verbandet und 7. Der" Umlaeebcschluß für das Jahr 1925. 8. Revision des preußischen Judenrechts. 0. Bildung von Bezirken zur gemeinsamen Anstellung von Rabbinern und Rcllßionslchrcm. 10. Beschlußfassung über Bildung, Zusammensetzung, Wahl .. wiwnmkclt und Geschäftsordnung der Ausschüsse, 11, Verfassungsänderungen: a) Festsetzung und Dauer der Wahlperiode Tflr den am 1. Februar 1925 gewählten Verbandstag. . b) Abänderung des Art 31, betreffend das Etatsjahr dca Landesverbandes, c) Acndcrung des Art. 5 Dt b. betreffend das Steuer verfahren. *; d) Abänderung des Art 5 Abs. 2. \ ' e) rÄ^o^A^,21 der Y.erf,funJ <ErhtV.ung der «, „Za.h.1 d.er Ra<m:twleder von 35 auf 37). ' föwctcraXsmtcr 0n,ml5S1*c ,,ürdle A«'tc"«nß B«lnÄHur„i>»M',1J,T-A> «Hormon" Verlags. «Seilschaft Frankfurt a. M. hat zu Ehren Dr. Nathin Blrn« S;»^1? Swn»^uch „Vom Sit» des Judentum." hera« gegooco,.«;• i ■>•■• Obstruktion des jüdischen Seimklubs Warschau (J. T. A.j. Am 3. Juni erschienen die Vertreter des jüdischen Parlamentsklubs Dr. Leon Reich, Dr. J. Thon und Farbstein beim Premierminister Orabsky und ersuchten Ihn, das Rcglcrungiprojekl wegen Neuvergebung von Monopolkonzessionen von der Tagesordnung des Sejm zurückzuziehen. Das Regierungsprojekt sieht vor, daß die Konzessionen für den Verkauf von Tabik, Spirituosen usw. den bisherigen Besitzern entzogen und Invaliden, sowie KricgfhlntciUHcbciicii verliehen werde». Für die bisherigen Konzeaslonsinhaber Ist keinerlei Entschädigung vorgesehen. Bei Durchführung dieses Oesctzes würden etwa 115 000 jüdische Familien mit etwa 150000 Seelen brotlos gemacht werden. In der Abcndsitzung des Sejm stellte der Jüdische Deputierte Frostig formell den Antrag den Reglerunßscntwurt an den Ausschuß zurückzuverweisen. Dieser Antrag wurde negen die Stimmen der Vertreter der nationalen Minderheiten und der Sozialdemokraten abgelehnt. Nunmehr setzte die Obstruktion der jüdischen Abgeordneten ein, die den Referenten nicht zu Worte komme» lassen wollten. Es herrschte ein ungeheurer Tumult. 12 jftdisdic Deputierte wurden zur Ordnung gerufen. Die Sitzung wurde unterbrochen und der Senlorcnkonvcnt einberufen. Der Konvent beschloß: Dem Vorschlag des jüdischen Klubs, das Rcgierungsdckret betreffend die Konzessionen abzulehnen, wird nicht stattgegeben, es soll aber der ganze Komplex an die Kommission zurückverwiesen werden. Nach Wiederaufnahme der Sitzung des Ticnums verließen die jüdischen Abgeordneten zum Zeichen des Proteste» den Sitzungssaal, Vorher verlas Dop. Hmmncr die folgende Protesterklärung im Namen de» Jüdischen Parlamentsklubs: „Angesichts de» manifestierten Verlangens, entgegen den klaren Bestimmungen der Verfassung und des Oesctzes einen Oewaltstrelch zu. begehen und Zehntausenden jüdischen Familien das tägliche Brot zu entziehen, sprechen wir jüdische Abgeordnete von der Tribüne des Sejm unseren feierlichen und energischen Protest aus. Diese Oewalttat Ist ein neuer King in der Kette der antisemitischen Vcrtolgungspo'itik gegenüber der jüdischen Bevölkerung. Wir erkennen das Recht der Invaliden auf eine Versorgung durch den Staat In vollem Maße an; diese Versorgung darf aber nicht auf Kosten einer ökonomisch schwachen jüdischen Gruppe, sondern auf Rechnung der gesamten Gesellschaft geschehen. Zum Zeichen des Protestes verlassen wir den Saal." Es wurde hierauf mit allen gegen' die Stimmen der Sozialdemokrttie und der nationalen Minderheiten beschlossen, Im Laufe von zwei Wochen Ausfühningsbesllmmungen zu der Verordnung herauszu~:bcn. Die Annahme des Kottzcsslonsgcsetzcs hat auf die jüdische Öffentlichkeit in Polen einen niederschmetternden Lindruck gemacht. In jüdischen Parlamcntskrdscn wird zum Ausdruck gebracht, das Ergebnis der Abstimmung im Parlament sei ein Symptom dafür, daß es den regierenden Parteien In Polen um eine Verständigung mit der jüdischen Minderheit nicht ernst ist. Ganz gewiß wird dieses Ergebnis auf die VeroiäiKllRungsvcrliaudlungen zwisch n der Regierung und den Jüdischen Vertretern störend einwirken. Der Deputierte Prilutzkl schreibt Im „Moment", die Regierung habe schon bis Jetzt, ohne die Annahme der Verordnung durch den Sejm abgewartet zu haben, mehrere Tausendc jüdische Konxcsslonslnhaber enteignet und an den Bettelstab gebracht. Demission Dr. Reichs Warschau (J.T.A.). Der Präsident des jüdischen Parlamentsklubs Dr, Leon Reich hat In einem Schreiben an den Klub die Nicderlcgung seines Mandats als Klubpräsident angekündigt. Dr. Reich motivier» seinen Rücktritt mit der Erschwerung der politischen Lage der Juden und dem Mangel an Harmonie unter den verschiedenen Gruppen der jüdischen Parlamentarier. Von verschiedenen Selten werden Versuche unternommen, Dr. Reich zum Verbleiben auf seinem Posten zu bewegen. Die Zeitung „Hajnt" erfährt, Dr. Reich sei zum Ausharren bereit, wenn ihm der Parlamentsklub und der zionistische Oberrat das Vertrauen ausdrücken. Inden Woll ond Natura Sokolow Anläßlich der Anwesenheit des englisch-jüdischen Politikers Luden Wolf In Warschau verlautet es, daß auch der Vorsitzende des Komitees der jüdischen Deflation In Paris und Präsident der Zionistischen Exekutive Herr Nahum Sok o 1 o w nach Warschau kommen wird, um zwischen der polnischen Regierung und den Juden zu vermitteln. Die Zeitung „Moment" erfährt, daß die Regierung schon früher die Absicht kundgegeben hatte, Nahum Sokolow einzuladen, daß aber der zionistische Oberrat gegen Jede ausländische Vermlttlcrtällgkci» gewesen war. Ob Sokolow tatsächlich die Vermitllertitigkei» ausüben wird, steht noch nicht fest; »Icher ist nur. daß Sokolow steh am 5. Juni zu mehrtägigen» Aufenthalt nach Rumänien begibt und Mitte dieses Monats in Warschau eintreffen wird. Inzwischen hat Herr Luden Wolf nm 3. Juni mit dem Präsidenten des jüdischen Parlamcnlakhibs Dr. Leon Reich und dem Deputierten Dr. Thon, sowie mit Rabbi Perlmutter Konferenzen abgcfc&Utn. Prts^t\wntn gtgt«6V>cT bekundete er seine prinzipielle Bereitwilligkeit, zwischen Regierung und Juden zu vermitteln, wenn die verantwortlichen jüdischen Kreise seine Vermittlertätlekclt gutheißen. Die Hallung der Agudas Jistoel Die Exekutive der Agudas Jlsroct (n Polen hielt in Anwesenheit der ogudlstlschen Senatoren und Deputierten eine zweitägige Kontcrenz nb, In welcher das Problem der polnisch-jüdischen Unterhandlungen In Verbindung mit der Anwesenheit Luden Wolts In Polen eingehend besprochen worden ist. An Luden Wolf wurde ein Begrüßungsschreiben gesandt. In der Scliluüresoliitlon wurde es begrüßt, dalJ nun nunmehr zu Vcrständlgungsvcrhandlungen zwischen der Regierung und den luden schreitet, auch wurde die Hoffnung ausredrückt,daß die Regierung die Chedarim und Talmud-1 hora -Schulen anerkennen und stützen, sowie Maßnahmen zur Erleichterung der schweren Wirtschaftslage der Juden ergreiten wird. Der Sttlfjer-ProzeQ Einer der VcrtcIdJgcr Im Slelgcr-Prozcß, Dr. Dattner, hielt mit Stanislaus Steiger, der seit 10 Monaten In Untersuchungshaft sitzt, eine Besprechung »b. Die Untersuchung soll angeblich abgeschlossen sein und die Staatsanwaltschaft nimmt die Aufarbeitung Oer Anklageschrift In Angriff. Der Prozeß soll nach den Ocrlchtsfcrlcn, also Ende September, stattfinden, ' : :':•.'"•.:<•( renz hielt Konferenz der JOdiscIuri Gemeinden in Estland Riga (J. T. A.). In Keval tagte Antang Juni die Rom! der jüdischen Uemcindcn lisilands. Prot. Lasers«; ein Rclcrat über die UcUsutuiig der Autonomie hu ül Jüdische Volk, Herr Kanuno\v|:sch sprach über dn uomiegesetz. Es wurden Üc«c;.lüssc bcircllend die MturViL Autonomie der ifldhchcn Minderheit in Estland getaut. [ ( Dcclil'"sie der lllaclidulh in Krakau Auf der Krakauer Hltachduthk :n(erenz wurden » gcvcH des XIV. Zionlslenktngrctm's eine Rehe von ResoIlitÄ^ gefaßt, von denen wir nachstehende hervorheben' i .' Orundlrgc unserer KoK n s.itloiuarb.it ist de Lanhlts*-r» (Awodath Azmith); 2. die Konferenz erklärt, daß die 4 iwen;g gcclgn tc Elemente Ins Land gebracht hat und ve>V die Erziehung eines ece rneten Immlg-anti-nmateriils Im Ofj. des Plonlcrtumsj 4. die Einführung eines EinhcittscIit'rS ohne Rücksldit auf Föderationen und Fraktn n:n i«t ,1 zustreben; 5. die Heranziehung weiterer Vertreter in A Jewish Agency Ist crlordcrlich. Diese Vertreter m sien il dem Beden der Dalfourdcklaration stehen. Dese Form i'J Erweiterung soll jedoch provisorischen Charakter h bl und bis zum XV. Kongreß Ist die Heranziehung von Vi! trctcrn, die auf demokratischer Grundlage gewählt Und. erstreben. _ liiert»! der bebräischei Realschule Ii Ilaila Die Lcl'ung'des Internats der Hebräischen RealseV] In Haifa wird Ende des laufenden Schuljahres (Mitte Sh teniber) der bekannte amerikanische Pädagoge Dr. Kami witz übernehmen. Das Internat bleibt nach wie vor Li standteil der Rca!schutc, wird Indessen der selbständig! Leitung des Herrn Kanowltz unterstellt werden. Durch cj Qewinnuiiß dieses erfahrenen, gerade auf dem Oehiete (\ luterna'.sleilung besonders bewanderten Pädagogen wird dl Möglichkeit geschaffen, alle Im Internatsbetriebe auttaucht | den pädagogischen Fragen einwandfrei zu lösen. Es » auch eine neue Sicherung für beste Pllege und Erziehung cl Kinder gegeben .Das Internat wird In kurzem sein neues gro* I Oebäude beziehen, das auf halber Höhe des Karmel belr; | und mit allen modernen Einrichtungen versehen ist. l>| Oebäude des Inlernais kann zu den bemerkenswerten Bai leistungen des neuen jüdischen Pa'Jsiina gezählt werden. Bewerbungenum Neuaufnahmen für das nt I Schuliahr müssen bis spätestens zum 1. August d. J. an (\ Hebräische Realschule Haifa, P.O.B. 202, gerichtet wer<J(| Baron Rothschilds Abreise Jerusalem. (J.T. A.) Baron Rothschild verließ ji 2<V Mai das Land, um sich nach Paris zu begehen. a| 25. Mal heuchle der Baron die Siedlung der Cliar.idlm i| Polen In der Nä' c von Haifa. Diese Siedlung wurde i| kurzem unier der Lcllung des Jablonser Rabbis erhaut. Dl Baron drückte seine Bewunderung über das von den Chassis f geschaffene Werk aus und ließ sich mit den einzelnen Kc nisten In längere Unterhaltungen ein. Von dort fuhr Dir] Rothschild nach Na Intal, wo er an die Siedler eine AI spräche hielt, ihnen seine Bewunderung ausdrückte und i| aufforderte, in Ihrer Arbelt durchzuhalten. Jerti<a!emer6traße zu Wembley Die am 4. Juni erschienene Flugschrift der brititcH Reichsausstellung zu Wembley widmet dem Pa'JLtlni-Pav.Jj einen großen Raum. Es wird fest restcllt, daß der vorjah', Erfolg des Pavillons so beträchtlich war, daß derselbe diesem Jahre eine große Ausdehnung erfahren mußt? v. Jetzt nicht allein den früher von Cypcrn besetzten RiH dlcsein Jahre eine große Ausdehnung erfahren mußt? f| :lit allein den früher von Cypcrn besetzten F sondern auch noch einige weitere Hallen clnschllellt. Ol Inncrc des PaviHcns gleicht einer Jcrusilcmcr Straße, <lj Angestellten tragen pa fistincnslsche Kestüme, so daß r f sich ganz nach dem Heiligen Lande versetzt g'a iht. £ hesondere Abt.'ilunf* Ist den jüdischen Kolon ci rcuIp Ausgestellt sind such die berühmten Weine v-:n Rischon vi dem Karmel, Tabake von seltener Qualität und auscrlescH Aroma, die berühmten faffa-Apf lslnen usw. A'an *> I die yemenltlschen Juden bei ihrem Handwerk. Das Kider westafrikanischen Abteilung zeigt zweimal wöchent: I den neuesten Palästinafilm. Zun palSMi' rasiscliei Tsbikaabiu Der Leiter für Landwirtschaf» und Forstwesen hat 11 der let/ten Tabakernte Palästinas an führende Tabakhan<i<H firmen In England Muster zur Prüfung und Berichterstalia ] versandt. Die Firmen teilen mit, daß sie diese Mui' J der palästinensischen Tabakblätter bedeutenden tab-H arbcitungsflrmcn wcitergczelgt hätten, die sich bereit erV'i haben, einige Sorten zu versuchen. Es verlautet, daß s Engfand recht gute Möglichkeiten für den f l lästlnenslschen Tabak bestehen, die Jetzt ausgenutzt wrwl sollen. Auf Verlangen der f irmen arrangiert der laiul»" schaftliche Direktor derzeit die Veraendung einiger IW' Jeder Sorte für Versuchszwecke. (Ziko) Der IDdlscli •amerikanische Arbetlerrlsg Der New Yorker „Vorwärts" veröffentlicht eine TjJ belle Über das Wachstum des jüdisch-amerikanischen A] beiterringes. im Jahre 1905 zählte der Arbeiterring *<; Mitglieder und besaß ein Vermögen von 35 000 Dollar. f>f 1024 ilMte dev Nsbtit«tl«R 6^471 Wl\gV.cd?i, und stta Vtl mögen belicf sich auf 3V4 Millionen Dollar. Am dif5f'L Zahlen geht hervor, welche Bedeutung der jüdische Arbeltt-J ring Im Leben der amerikanischen Judcnheit hat und « j wichtig die in der letzten Zelt erfolgte Annäherung *'| palästinensischen Arbeltersdiaft an ihre Klassengenossen ' Amerika Ist _ Wcltkontcrciu des Misraciu am 11. August In W""1! Die Mlsrachi-Zcntrate in Jerusalem gibt bekannt, daß die die'f jährlire Wcltkontercnz des Mlsrachl-Verbandes am 11. Au«u' In Wien stattfinden wird, Der Londoner D:tcktlv-!nspcittor Joseph BrcadhcaM1 Ist zum Chef der palästinensischen Polizei und des dortig Ocfängnlswesei.s ernannt worden. Breadhearst w'M seinen Posten in der nächston Zeit antreten. Ilaoplversammlino des Allgemelaea Ribblaerverbandrs Köln (J.T.A.). Am 2. und 3. Juni waren die deutschfj Rabbiner in Köln versammelt. Die Tac^inc; wurde vom P''! sldcnten de» Rabblncrverbandc» In Deutschland, Rabbi«'! Dr. Ba eck -Berlin, gelcitcL Auf der Tagung wurden lx| handelt: von Rabbiner Wlener-Stettin „Jüdische und K^l chlschc Elemente In der üottcslchrc Malmunls"; von Rabl)lnfrj Kober-Köln „Aus dem Oelstceleben des rheinischen J^";! rums"; von Rabbiner Koro witz- Prankfurt a. Main wjfl Rabbiner L e vy - Main» „Der Rabbiner und dl« sozialt Arbeit