Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 44 (5.6.1925)
- Date
- 1925-06-05
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 394 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 44 trauen getragene homogene Exckutlvo wS'.dt und entschlossen |..t, für die Zelt bis zun? nächsten Kongreß die Verantwortung für die Pollllk der Exeku.lvc zu übernehmen. Die tx<*utlve selbst aber würde erst durcli eine solche Homogenltlt und durch die Möglichkeit, sich auf eine gesdilossene Majorität tu stützen, wirklich fruchtbare Arbeit leisten können. Was die Wahl der A..C.-Mltglledcr durch den Kongreß betriflt, so sollen die bisherigen „Formen des Vorschlags durch den Permanenz-Ausschuß beibehalten werden, In der Kleichen Weise sollen auch die Mitglieder in die Jcwish Agency gewählt werden, wobei aber sowohl der Kongreß, wie das A.,C. das Recht haben müssen, die zionistischen Mitclicder der Agency bindend zu Instruieren. Eine solche Mfiiillchkclt der bindenden Instruktion muß vorhanden sein, falls solche Fragen in der Agency zur Erörterung kommen, in denen eine einheitliche Stellung der Oesamtorganisation unbedingt durchgeführt werden muß. Es tat klar, daß es zu solchen bindenden Instruk'.ioncn nur in ganz seltenen Fällen kommen wird, da die Zusammensetzung der Organisation solche bindenden fnstruk.Ionen sehr erschwert. Die Möglieh, kelt hierzu müQ jedoch für außergewöhnliche Falle gegeben Kl" Aus diesen Erwägungen heraus ergeben sich daher zusammengefaßt folgende konkreten Vorschige betreffs des Kongresses und der von Ihm zu wählenden Instanzen: a) Tagesordnung des Kongresses. Der Kongreß zerlillt in drei Teile: Erster Teil: Allgemeiner Ucberbllck über die Lage des Jüdischen Volkes, über die Tätigkeit der Zionistischen Organisation und Generaldebatte. Zweiter Teil: Beralungen der Kommissionen und Abstimmungen über Ihre Beschlüsse Im Plenum. Den Kornmlssloneu «oll das Recht gegeben werden, mit einer nuallfi- Herten Majorllät aller Ihrer Mitglieder Beschlüsse zu fassen, die definitiv sind und grundsätzlich vor das Plenum mir zur Kenntnisnahme, nicht aber zur Beratung und Beschlußfassung gebracht weiden. Doch sollen unter bestimmten Umständen (etwa Im Falle eines Velos der Exekutive, des Permanenz- Ausschusses oder der Finanzkommission oder falls Dreiviertel des Kongresses es verlangen) dem Plenum die Entscheidung auch über solche ryualili zierten Majoritätsbeschlüsse der Korn. Missionen vorbehalten bleiben. Dritter Teil: Wahl der neuen Exekutive: Darlegung des Programms der Exekutive und Vorlegung der Mitgliederliste durch den vom Permanenz-Ausschuß designierten Präsidenten. Stellungnahme des Plenums und Vertrauensvotum. Im Anschluß daran Wahl der übrigen Instanzen der Organltation. b) Wahl der Instanzen. 1. Die Mitglieder de« A.-C und der Jcwish Agency werden vorn Permanenz-Ausschuß vorgeschlagen und vom Plenum gewählt. Das A.-C. soll aus 40 Mitgliedern bestehen. Sic werden vom Permanenz-Ausschuß wie bisher auf Präsentation durch die einzelnen Qruppen vorgeschlagen und vom Kongreß gewählt. Ersalzmitglicder werden nicht gewählt, dagegen haben die Veibändc das Recht, zu bestimmten Sitzungen au Stelle der gewählten Mitglieder des A.-C. andere Vertreter zu entsenden. Das Adlonscomite' (Zentralrnt) erhält alle Rechte des Kongresses während der kongreßlosen Zelt. Es kann auch durch eine qualifizierte Majori ät die Exekutive abberufen und durch eine andere ersetzen, wobei Jedoch In einem solchen Falle der Exekutive das Recht zusteht, an einen außerordentlichen Kongreß zu appellieren. Das A.-C, muß mindestens alie 6 Monate eine Sitzung abhalten. Die Exekutive kann jederzeit eine Sitzung anberaumen; falls ein Viertel der Mitglieder es verlangt, muß eine Sitzung einberufen werden. Die Jahreskonferenz kommt In Wegfall. An ihre Stelle tritt eine Sitzung des A.-C. gemeinsam mit dem neu zu schaffenden „Senat". 2. Die Exekutive soll nicht mehr vom Permancnz-Aus schuß vorgeschlagen werden, vielmehr einigt sich dieser lcdig lieh auf die Person des Präsidenten der Exekutive, der Identisch sein soll mit dem Präsidenten der Organisation, Dieser stellt die Exekutive zusammen und tritt mit ihr direkt vor das Plenum des Kongresses unter Darlegung seines Programms. Im Falle eines Vertrauensvolums gilt die Exekutive als gcwiMt, tm Falle eines Mißtrauensvotums tritt der Permanenz-Ausschuß zur Deslgnierung eines neuen Präsidenten zusammen. Sämtliche Restotts der Exekutive werden nach Palästina verlegt mit Ausnahme des politischen Ressorts, das mit 2 bis 3 Mitgliedern zu besetzen ist und seinen Sitz in London behält. Für Europa und Amerika werden besondere Propaganda-Zentralen geschaffen, die unmittelbar der Exekutive unterstehen. preooeoebau GrOnbaura, Reich. Luden Wollt Wie wir bereits berichtet haben, ist Abgeordneter h,,i Orünbaum aus dem Jüdischen Sejmklub ausgetreten u, 1 hat sein Mandat dem zionistischen Oberrat In Polen zur vi fORUng gestellt. Dieser Schritt Orünbaums wird mit <u" angeblichen Zustimmung jdes Obmanns des jüdischen Sejm Das Bertiner Tageblatt veröffentlicht am 3. Juni an lertender Stelle den ersten Aufsatz einer nng „kündigten Artikelscrle „Das neue Palästina" aus der Feder des Chefs des HandelsMatles des B.T., des bekannten Wirlschaftsschriftstcllcrs Felix Pinncr. Dieser einleitende Artikel (Ohrt den i kl b , Reich ,„r Finhd.mni „,i.. w/jrV"",°t'm- Titel „Außcnwlrkungcn" und gibt einen Ucberbllck über die J f *>l? bÄ h V«h2Z Äh dic Entwicklung und die Tendenzen des l>a fisiinaaufbu». Nachpolnische Regierung ini Verbindunggebracht. Nach Erkundj. stehend sei ein Abschnitt aus dem mit Wärme und innerer ß«"'««". die wir bei dem In Berlin vorübergehend auf der Anteilnahme geschriebenen Aulsatz, wiedergegeben, Rt»e mich Paiasiita wellenden Abgeordneten Orünbaum ci». „...Diese akule Krise, die wirtschaftlich In Rückschlägen [ gezogen haben, besteht zwischen der Intervention hin,- der landwirtschaftlichen und Industriellen Entwicklung, politisch Wolfis anläßlich der polnisch-jüdischen Verhandlungen in den Pogromen von Jaffa ihren Höhepunkt gefunden halte, Warschau und dem Austritt Orünbaums aus dem iüliiL ist heute vorüber. Das neue jüdische Palästina kt trotzdem I - - - . _ - - ■ ■ ,uuisch keineswegs konsolidiert, aber konsolidiert Ist vielleicht die ui on > Anfungbasls, die Plattform und die Methodik des Ausgangs. Man hat die Utopien der alten zionistischen Do'ctrm der Herzl-Zeit mit Ihrem Kolonlsalloiistcmpo In Slrbenmeilensllefclschritt, ja e-gar die Illusionen der BMIour-DckUratlonstimmung mit ihren Hoffnungen auf fremde Hilfe (besonders auf die Hilfe des großmädi Igen England) von sich getan. Man weiß nun, daß man nichts erwerben (und behalten) wird als dasjenige, was man skh selbst Zoll um Zoll, unter den größten Schwierigkeit erobert. Darum läßt man sich auch durch die neuen Tatsachen einer günstigen Außenwlrkung nicht neuerlich auf die Bahn der I luslonen drängen. Man verhält sich diesen neuen Tatsachen gegenüber, die nur zum Teil auf der methodischer gewordenen Arbeit, auf der K'ä'iin^ gewisser Fragen durch experimentelle Erfahrung, zum Teil . . f _.....f -I. wufL' 'I t».M.It m' l'. m ~\t I« «AMIf A *- Sejmklub kein Zusammenhang. Orünbaum hat vielmehr noch am 9. Mal, also um eine Zelt, wo von einer Einladung Luden Woiffs noch keine Rede war, wegen tiefgehender l)jffc renzen In der Frage der Taktik des jüdischen Sejmklubs sich von den Arbeiten des Klubs zurückgezogen. Was die Elnladu„g Luden Woiffs durch die polnische Regierung an. belangt, damit dieser zwischen den Juden und der polnischen Reglciung vermlt.lc, so Ist der Hergang dieses Ereignisse, keineswegs derart geklärt, da/1 man ein abschließendes Urteil darüber fällen könnte, ob der Klubohmann Dr. Reich mit der Einladung Luclcn Woiffs einverstanden war, sie geduldet hat oder nicht genügend energisch gegen sie aufgetreten ist, Luclcn Wolff, der gegenwärtig In Warschau weilt, ist wohl der Oast der polnisdicn Regierung, behauptet aber, nur zu ■■ui i' über «lisch':'•!>■ m."'f W , ist si V I; die- Kä f t], ganis y : . Pro'.'., höbe .'.l1 ']:;!;;; IM': 1 auf gewissen aiuckzufa'.len beruhen kritisch, Ji sognr »kep- Informationszwecken noch Warschau gekommen zu «ein tisch. Man verkennt nicht den Wert .d« propaMml fc .«hen Loyalerweise hatte er vor seiner Reise nach Warschau nur Wirkungen, die von diesen neuen Tntsachen, die sich nadi außenhin als Erfolge des Palästina Aufbaus ma kl ren, auf das Oaluth (das Judentum Im Auslände) nusgehen und seine «cclisehe Anldln.ihine, «eine finanzielle Znh'ungsbcrdtsclmft vergrößern, aber man bleibt sich bei alledem der großen Problematik dieses Aufhauwerks hesvußt, rechnet m't Wickschlägen und läßt den Mißerfolg diiser oder jener Versuche und Methoden, ja sogar das bchcllern des ganzen, grölen Versuchs nlclit nuOrr Anschlag, ohne sich In.les dadurch In der Notwendigkeit des Versuchs beirren zu lassen. Man vi;rzeichnet Talsachen und üntwIckeluiiRcii wie d.'e noiie. stark strömende Immigration, die nun nicht nur in Mir Menschen als früher (es sind letzt im Monat fast 2000), sond rn auch Menschen mit Kapital ins Land führt, a's eirnen FaWor. der sich mindestens so sehr aus der Anziehungskraft Palfirtlnas, als aus der Abstoßungskralt gewisser eitroph:6-her Länder, besonders des In s:iner Politik judenfeiivllicltcn, in seiner Wirtschaft zur Kompression gezwungenen jolnirchen Staates erklärt Man sieht nicht nur die Vorteile, die sich aus dieser hastigen und heute noch ziemlich unorganisierten Immigration zu ersehen vermögen, sondern man sieht auch die Nachteile, die sie für die ätiologische und wirtschaftliche Struktur Palästinas Im Gefolge haben kann. Man freut sich des nn' eni amerik-aniirlieii Wachstumstempo flcr Stadt Tcl-Awiw, die ehedem eine kleine Villcnvorstadt des bonichharten Jaffa gewesen fst unu' heute mit ihrer In zwei .führen fast verdoppelten Einwohnerzahl von mehr als 32 00U einem Gemisch aus G'ldgräbcrshdt und Seebad (auf dem Untergrunde eines mystisierenden Elh'1«) gleicht, und mokiert sich doch — aber ohne moralische Entrüstung und pharisäerhafte Kritik — über Ihre baulichen SchcuQ'ioUkcltcn, Ihren Talm'glanz, ihre quellende Unorganik. (Und Ifilt zugleich, gewissermaßen als Entschädigung für dl.-se Sladt, deren Wachstum man noch nicht vorherzusehen und daher nicht zu beherrschen vermochte, durch den Ideenreichen Städtebauer Richard Kaufmann ganz organ'sche Pläne für eine andere Siadt — Afuleh — entwerten, die heute noch nicht da ist, die aber im Mittelpunkt des fruchtbarsten Sledlungsgcbicls Emck Jcsrccl und im Schnittpunkt der zukünftigen großen Verkehrswege Nord—Süd und We<t—Ost voraussiehtlieh In den nächsten Jahren erstehe« wird.) ..." * i n of i/iel'cn Orcran der amerikanischen Zlonlstcn „Das Jidische Folk" besdälügt sich der Redakteur Dr. Bernstein mit der Konferenz der Zlonlsten-Revisionisten In Paris und mit ihren Beschlüssen unter dem Titel „Dummheit oder Verrat". Bernstein fragt die Revisionisten, ob sie seiner Erklärung die Zustimmung des jüdischen Klubs eingeholt. Luden Wollt hielt in Warschau Besprechungen mit dem sozialdemokratischen Abgeordneten Hermann Dlamand.mit dem bekannten Assimilanlcn Nathanson und mit' Rcglcrungsslcllcii ab. Nachstehend berichten wir über Wollfj Warschauer Besuch und behalten uns vor, auf die Angelegenheit ausführlich zurückzukommen. Am 31. Mai hatte Luden Wölfl ciue Konfcrcuz mit dem Außenminister Skrzynski. Noch am selben T.:ge besuchte Herr Wolff die Vertreter der Jüdischen Assim,,anicn Prof. Askctiasv und Dickstein die seinen Bestich erwiderten. Er besuchte auch verschiedene Inst.tutioncn der Asblmllantenkrcisc. Mit Vertretern und Insti.u Lnen des nationalen Judenlums Ist er vorläufig nicht in Kontakt gekommen. Der Präsident des jüdischen Parlamcn:k!ubj Dr. Leon Reich wellt in Lemberg, während der Deputierte Orünbaum einer Konferenz der ziunistisdien Oppojiiion In Berlin beiwohnt. Die polnische Prosse kommen.iert wohlwollend den Besuch Luclcn Woiffs, wä.irend sich die jüdische Presse reserviert verhält. In einem Gespräch mit dem J. T. A.-Vcrtrctcr sagte Herr Luden Wulff, cf wisse nicht, wer das Ocrüda |n die Welt set/tc, er sei von der Regierung Offizien eingeladen worden Noch als er mit dem Außenminister Skrzynski in Ocnl zu^ sammen kam, versprach Wölfl, nadi Warschau zu k.mirnen. sobald die Zeit ihm das erlauben wird. Vor einiger. Wo hm erhielt Herr Wölfl einen Brief von Skrzynski inu der D.tic, das angefangene Gespräch fortzusetzen, „Nadidcm ich mich", sagte Herr wolfL „mit der englischen Regierung, mit den Joint Foreign Commlltcc der englischen Juden, mit dei Alllancc Isradüc urd mit den Führern der Jcwish Colon!- sation Association verständigt hatte, fragte id> den Präsidenten des Jüdischen Parlamcntsklubs Dr. Reich an, oh er etwas dagegen hätte, wenn ich nach Polin komme, um mich Über die jüdische Frage zu informieren, Dr. Reich crwWctt\ er hätte nidits dagegen einzuwenden. Ich muß aber kiicgorbch in Abrede »tcMen, daß ich Gast der R:gkrun; tri; dies wäre mir als Juden wie als Engländer unmöglich. Das Joint Forclgn-Committcc sammelt bekanntlich Mi terialien über die Lage der Juden In vielen Ländern; für englische Juden ist eizc die Judenfrage in Polen die wichtlc-ic Mir nagte der Chef der Mlndcrheltsseklion des Völkerbundes, Herr Colban, die polnische Regierung strebe erns:lidi eine endgültige Regelung der Angelegenheit der jüd.sdien Mhv derheit an. Auf die Frage, ob er eine Vcrmitllcrrolie zwischen d.-i jprai Oese Spr pr°ic i1;:: judis 1 :j- , rar tcn. '4, Folg J: Land *V> Oaiii 1.fl Füh« ,r).; dage "| daru - Kam Orot i Buk::.; Geis i niitii:.: Man '■!, über in z Para;i keru Hand herumrennen. i Wir bemerken zum Schluß, daß alle diese Vorschläge ausgearbeitet sind ohne Rücksicht darauf, ob die erweiterte jcwish Agency In der nächsten Zelt perfekt wird oder nicht; edigüch der Vorschlag betreffs der Wahl der zionistischen Mitglieder der Agency bezieht sich »uf den Fall eines baldigen Zusammentritts der erweiterten Jewish Agency. Wir bitten Sie. bei Ihrer D.skusslon der Probleme den Oeslchlipunkt der Notwendigkeit der Organisation allein entscheidend sein zu lassen und die Fragen nicht vorwiegend unter dem Oeslchlspunkt der Agency zu erörtern. Wie wir schon bemerkten, bedeuten alle Vorschläge zunächst nur Richtlinien für eine Diskussion und Klärung des Fragenkomplexes. Auf Orund der Stellungnahrae der verschledenen Qruppen und Im Einvernehmen mit Ihnen soll dann versucht werden, einen Vorschlag auszuarbeiten, auf den ein möglichst großer Teil der zionistischen Qruppen sich noch als einen Teil der Zionistischen Organisation bc- . Rcfricrung und "den Juden zu übernehmen "gcdenkV;'cr«itrachten und ob wir uns den Luxus gestatten könncii, In dertc Herr Wolff: leb habe es bereits betont daß .nein« unserer MIHc Kinder zu dulden, die mit dem Revolver In der | Autgabe In Polen ein rem informative sei. Wir wissen, daß der Schwerpunkt der Judenfrage in Polen auf wirtschaftlichem Fe'oc liegt. Noch vor zwei Jahren bericief wir In London über die Oründung cin:r Krc litbank für die jüdische Kaufmannsdiaft in Prien. Trotz der Versteifung des Geldmarkts in England Ist es nicht ausgeschlossen, daß der Boden für eine Krcditaktlon geschaffen werden wird, sobald die polnische Regierung sich bereit erklärt, den Juden wlrtschaf.liehe Kon/esdoncn zu machen. Die polnische Rc.dirung hat der britlsdicn Regierung ein Mcmirandum gesan.lt, In welchem darauf hingewiesen wird, daß die Juden h »!cn englischen Flnanzkrclscii großen Einfluß haben, wo es sicli tun eine Anleihe für eine europäische Macht handelt. SchllMl- Holt muß man In Bctrndtt riehen, daß zum crJtcn Mal eine Keglcrunrr In Polen die Initiative zur Regelung der Judenfrage ergriffen hat, angesidits des noch immer starken Antisemitismus Im Lande muß man vorslchllg vorgehen, um allmählich die gewünschten Resultate zu erzielen." .geeinigt weiden könnJf. bitten Sic nochmals, die Fragen möglichst bald In Ihren Instanzen zur Erörterung zu bringen und uns In ausführlicher Welse Ihre Stellungnahme zu den einzelnen Fragen mitzuteilen. Mit vorzüglicher Hochachtung und Zlonsgrufll Der Landesvorstand der Zionistischen Ver. elnlgung für Deutsehland. Blumenfeld. RosenblQth. Schwarz. Rücktritt Norman Boltvlchs Jerusalem. (J.T.A.) Wie die Pal.Tel.-Agenfur erfährt, wird der Oenerabttatsanwalt der Palästinaregierung, Mr, Norman B ent wich, in kurzer 71clt von «einem Posten zurücktreten. * Jerusalem. (J.T.A.) Die zwei Jüdischen Mitglieder ber Stadtverwaltung von Jerusalem haben nach einer Beratung mit dem Präildium der jüdischen Oemeinde „Ihren Rücktritt erklärt. Die jüdischen StadtvcrwaUungsmltglicder hatten die Ernennung eines jüdischen Sekretärs gefordert, der als Beigeordneter des StadtsekretarlaU den Sitzungen des Rates der Stadtverwaltung beiwohnen und Protokolle in hebräischer Sprache abfassen sollte. Gegenwärtig werden die Protokolle üher die RalMinutgen nur In arablftdter Sprache abgefaßt. Der Jeni««!wHf Pürffrmeis'er Ranhcb Bcy Nashashlbl lehnle die Forderu g der jüdirchen Ratmitglleder ab, was ü«n Orund zu. deren Rücktritt gtb. WledererUsono der Wiener llochsehulti Die Wiener Hochschulen, die wegen der aidljüdischen Exzesse geschlossen waren, sind wieder eröffnet worden. Regierung und Rektorate haben Vorkehrungen getroffen, um die Wiederholung der schändlichen Vorkommnisse zu verhindern. twvawTT» «ft^taruratat airawjaiCTmwy-nrwr»»!»» txr*txxmisrttm»tnurtami t Die SdieEieSsamniSuiig 5G85 vi. Ausweis. Aachen 10, Altenburg 6, Arnstadt 6, Aschaffenbirrg 2, Ascherslcben 12, Benshelm 1, Berlin 10, Bochum 6, Bolzenbürg 1, Breslau 201, Bunzlau 0, BUlow 10. Cöthcn 15, Crcfeld 8. Cronach 1, Darmstadt 5, Dessau 52, Düsseldorf 56, Eschwegc 4, Frankfurt a. M. 273, Goslar 7, Guben 10, Hamburg 41, Halberstadt 33, Hanau 3, Hcllbronn 11, Höchst 7> Ida* 2, Ulenburg 4\ JüUch 23, Kissingen 14, Kolbcrg 12, Köln 73, Konslanz 39, Kudowa 26, Melbrlchstadt 10, Merzig 3, Militsch 10, Nctiß 11, Nonnenwelcr 3, Nordhatiaen 14, Oberingelhelm 2, Oppeln 41, Osnabrück 41, Rathenow 1, Schneldemüh! 10, SchwSb. Hall 5, Schweidnitz 3, Schwedt 5, Stolp 30, Stuttgart 40, Trachenberg 13, Wesermünde 1, Zwickau 12, zusammen 1294 Schekel. Dieser Ausweis spricht für sich selbst 1 Trotz unserer wiederholten Bekanntmachungen, daß die Zionistische Executive den Endtermin für die Schekelab!lcf''rung auf den 18. Junt fea* gesetzt hat und trotz unserer dauernden Hinwelse auf die Bedeutung der Srhekclaammlung, haben die meisten Gruppen bisher noch nicht einen einzigen Schokel abgeliefert. Wir erwarten, daß sich In dem zweiten Avurwois, den wir am 16. Juni veröffentlichen werden, die Wirkung des eindringlichen Schekelappelln unserts Führers Dr. Weizmsnn zeigen wlrdl Zionistische) Vereinigung für DouUehDand Warschau. r»:is- „ , . „ (J. 1-A.) Die Nachricht, daß der „„,!, u J'Qfßnßaum dein PrSildlum des Jüdischen Parlament khibs offiziell seinen Austritt bekanntgeben hat, hat in Indischen Kichen Warschaus großes Au sdun hervo cc u en. Abordnungen mehrerer Organisationen erschienen bei Odabäum und baten Ihn, sein Sejmmandat nicht nicderzul.gen. Der zionistische Obcrr.it hielt unter Teilnahm': der 7imistlschen Imputierten und Senatoren ein: S tmng ab, in welcliei die Angelegenheit Orünbaum eingehend behnuclt w rde.i ist. Der jüdische Parlatnentsklub tngte den ca-iz.-n Ta? öl er, die Sit/ung nahm oft einen stürmischen verlauf. Der Präsident Dr. Reich referierte über die Verhandlung n bei dei Regierung, die den Anlaß zu Orünbaums Rflc tritt gaben. Die zionistischen D.-pu.Lrlen aus K ngreßpoen, sovm: "«i«* Hitachduth-Abgecrdncten forderten, daß die Oelf n 1 dikeit Aber die Verhandlung;ii mit der Regierung v.llkommen aufgeklärt werde. Es kam schließlich zu einem Kompromiß auf der Grundlage, daß der Parlamentsklub ungeteilt he stehen bleibt. Dennoch verlautet, daß Orünbaum eine SonJerfraktlon In Gemeinschaft mit Hartg'as, Dr. Schipper und d.-n Hltiehduth-Abgeordneien bilden wird. Die Entschrl'hmg hingt vom Beschluß des zionistischen Oberrats ab. Atigesichts der Ankündigung Wiener hakenkreuzlerlscher Organe, die Beratungen des XIV. Zloulsteiikongresses zu stören, gaben der Wiener Polizeipräsident Schober und Vertreter der österreichischen Bundesregierung die Erklärung ob, daß sie für unbedingte Sicherheit und Ordnung während der Konj{\c.T.scrotungen sorgen werden. idu y.i i i ■ i l'ala oilii 13&3 geht Mit« kom 163 Ver\ sässi Ans) 216 3 V kam satic wan dun) in C erre "i1 i; Bcw.V. ,' wanl'! •)' Aus'?,[ lemi i r;^ IS,,:, .^i\>: '•'•-» '\ }A 7 ■ wan verk moi l.isli in i sind Pes i'i die meii ib?i eine in «! ■ Dcr|i','' zwei!-).! sich,;,';., 30. Oen'l i1 die Hfl Wci der ' , die; , t. ent*;i j' i Vi eine 1 Hell U) die , her 1 vlct , 1 Urr, . i die «im alle I' Ma sin ein Mo WCI ] ve tigl aus t, Dl« k get