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Jüdische Rundschau · 1925-05-22 · Heft 40 (22.5.1925) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 40 (22.5.1925)
Date
1925-05-22
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 306 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 40 Wahlen zur Stadtverwaltung von Tel-Awiw (Von unterem palättlneniltchen Korrespondenten.) A. O. Tel-Awiw, 6. Mal 1925. Tel-Awiw, die „erste Jüdische Stadt", von der man gegenwärtig nie genau wissen kann, wieviel Einwohner und wieviel Hiuser sie ha», well sie in unaufhörlichem Wachstum begriffen Ist, Ist das Zentrum des neuen Jlschuw geworden. Die Stadt nimmt gemäß ihrer Größe und Ausdehnung, entspinnend des sich entwickelnden Handwerk« und der beginnenden Industrie eine wichtige Stelle in unterer Arbelt ein. Aufler dieser wirtschaftlichen Bedeutung hat Tel-Awlw!Qr den Jlschuw einen besonderen Wert als Schule der gesellschaftlichen Autonomie und des „Common sensc" wie sie uns in einem solchen Maßstäbe Im Lande sonst nicht gegeben Ist. Die Notwendigkeit und die Möglichkeit, eine in unaufhaltsamen Wachstum begriffene Munizipalität auf gestuften Grundlagen aufzubauen und zweckentsprechend zu leiten, verlangt von uns die Pflege des „Staatsbürgerslnncs" Im vollen und besten Sinne den Wortes, gibt uns dlo Möglichkeit zum Ausbau einer vernünftigen Regelung der. öffentlichen Angelegenheiten, einer wirtschaftlich und gesellschaftlich gesunden Kommunalpolitik. Diese Aufgabe 'Ist um so schwerer, als sämtliche Maßnahmen in der Leitung der Stadt sich der Entwicklung anpassen müssen und niemals bisher mit fetten Verhältnissen rechnen konnten. Dieser Zustand wird bei dem Wachstum der Stadt noch sehr lange Zelt der herrschende sein, wenn sticht unvorhergesehen eine Stagnation eintritt. Ole Wahlen zur Stadtverwaltung, die am teilten Sonntag stattfanden, erregten bereits Wochen vorher die Bevölkerung Tcl-Awiws. Die Zusammensetzung des Stadt rats, die auf zweieinhalb Jahre hinaus (die Amttperlode läuft bis Januar 1923) die Richtung der Munlzipalnolltik bestimmt, ist lür jeden einzelnen Einwohner von Tel-Awiw von Wichtigkeit Die verschiedenen Zweige der kommunalen Arbeit greifen unmittelbar in das Leben der Einzelnen ein. Die Frage der Verteilung der Steuern, der Umfang und die Art der Aut' lührung öffentlicher Arbelten, wie Wegebau, Installation, Kana llsaüon usw., die Wohnungspolitik, die Stützung und Lenkung der Industrie und des Handels, die Regulation des Arbeits marktes, Regelung der Löhne und Arbeitsbedingungen und - last not least — Entwicklung des Schulwesens., alle diese Fragen tragen einen eminent praktischen Charakter und sind geeignet, Je nachdem sie gelöst werden, das Leben des Einzelnen und der Ocsamtheit stark zu beeinflussen. Es ist demnach nicht zu verwundern, daß der Wahlkampf mit großer Heftigkeit und In einer erregten Atmosphäre geführt wurde. Obwohl die IWahlbedlngungen recht weitherrig gefaßt waren, hat ein gewisser Prozentsatz der Einwohner noch nicht mitwählen können. Et mußte selbstverständlich verfangt werden, daß der Wühler zumindest .in paar Monate in der Stadt ansässig ist. Demgemäß stand demjenigen das Wahlrecht zu, der seit Oktober In Tel-Awiw wohnt und 10 Piaster (2 M.) pro Jahr Steuern ahlt. Demnach haben diejenigen, die 6elt Oktober eingewandert sind, ihre Ansichten noch nicht Sußern können, so daß das Bild der Kräfteverhältnisse sich nicht rein In den Wahlergebnissen ausdrückt. In erster Reihe fiel im Wahlkampf eine abermäßig große Anzahl von Listen auf. Qegen 15 Wahl- (Truppen sind schon für eine OroSstadt oder* für einen Staat eine ungesunde Erscheinung, für TeJ-Awiw muten sie Jedoch etwas grotesk an. Es gibt zwei Ursachen für diese Zersplitterung. Auf der einen Seite wird immer wieder gern das Wahlmanörer angewendet, daß derselbe Krals in verschiedenen Teilen und verschiedenen Programmen in die Schranken tritt, um nach der Schlacht wieder eine geeinte Fraktion zu bilden, andererseits sind Dinge und Anschauungen noch stark im Fluß, so daß die Oegensätze noch nicht völlig klar herausgearbeitet sind. Die Wahlbeteiligung war sehr groß. Von den zirka 13300 Wahlkarten wurden gegen 11000 benutzt, so daß etwa SO'/o der Wahlberechtigten an den Wahlen teilnahmen. In einem Teil der zwölf Bezirke staute sich die Menge bis spät In die Nacht hinein, so daß die Wahlzelt verlängert werden mußte. Trotz des großen Andranges und der erregten Stimmung verlief der Tag ohne Jede Zwischenfalle fn voller Ordnung. Ganz genaue Resultate mich Stimmen liegen noch nicht vor. Ungefähr verteilen sich die Zettel folgendermaßen: 4000 Stimmen lür die Arbeiterkandldaten (Jaffaer Arbeiterrat, „Zelt- und Baracken-Bewohner", Poale-Zlon) gegen 2200 für für das Zentrum, das in drei Listen zerfiel, 1300 für das Rechtszentrum (Haus- und Grundbesitzer) und 1400 Orthodoxe. Neben den genannten Litten traten die Sfardim und die Jemeniten gesondert auf und schließlich waren fünf Orup pen zu verzeichnen, die unter lokaler oder persönlicher Devise standen. Der Stadtrat wird sich demnach in Fraktionen teilen, von denen die der Arbeiter die größte bilden wird. Es ist anzunehmen, daß sie ohne die Poale-Zlon gegen 7 Vertreter haben wird und sich ihr noch einige Kandidaten de« Zentrums anschließen werden. Aul diese Welse wird sie auf die Stadlpolitik einen maßgebenden Einfluß ausüben können, wenn ale sich wirklich aktiv der Leitung der Geschäfte widmet Der Stadtrat wird in seiner beginnenden Amtsperiödc eine Reihe von umfangreichen und wichtigen Arbelten auszutühren und eine Reihe von Neuregelungen durchzuführen haben. Eines der wichtigsten Arbeitsgebiete Ist die Be. . kämpf ung der Bodenspekulation, die sich hauptsächlich in Tel-Awiw eingenistet hat und der gerade hier aul steuerlichem Wege und durch Maßnahmen der Munizipalität erfolgreich begegnet werden kann. In richtiger Erkenntnis der Situation hat man sich im Wahlkampf bereits stark um die Frage der Besteuerung unbebauter Grundstücke gestritten, die einer der Kernpunkte gesunder Bodenpolitik ist. Der Bauzwang würde et verhindern, daß Inmitten bebauter Viertel, Parzellen stehen bleiben, die ihrem Besitzer mit» Jedem Tag mehr einbringen, ohne daß «r irgendeinen Oegenwert dafür lieferte. Außerdem würde durch eine solche Maßregel auch tfer Wohnungsnot entgegengearbeitet und die Mieten heruntergedrückt werden, die bisher die Tendenz zeigen, unentwegt in die Höhe zu klettern. Es ilt selbstverständlich, daß In dieser Frage ein schwerer Kampf ausgefochten wurde, der noch nicht beendet ist Die Interessen der Haut- und Bodenbesitzer stehen einschneidenden Maßregeln, wie Besteuerung und Bauzwang strikt entgegen, und dlt bedrohten Kreis« wehre» tkh Ritt aSen Kräften. Hingegen ist die augenblickliche Lage für die große Masse der Arbeiter und „kleinen Leute" völlig unhaltbar, weit ein Zimmer oder gar eine Wohnung geradezu unerschwinglich geworden Ist. Sollte keine Aenderung durch energische Maßnahmen der Munizipalität herbeigeführt werden, so werden gesteigerte Lohnforderungen unvermeidlich «ein. Und es l*t klar, daß eine solche Entwicklung notwendig wieder zu Konflikten führen muß. Die Stadtverwaltung wird In steigendem Maße durch öffentliche Arbeiten die Bedingungen für die Entwicklung der'Stadt herstellen müssen. Tel-Awiw verlangt heult bereits eine großzügige Behandlung der sanitären Einrichtungen wie Installation und Kanalisation und dort Ausbau des vorhandenem Wegenetzes und der bestehenden Verkehrsmittel Die Stadt bedeckt ein sehr großes Areal, nicht zumliident deshalb, weil innerhalb der Straßen große Parzellen lemteheu und die Käufer die Grenzen immer mehr erweitern, da der Boden im Zentrum nicht mehr zu bezahlen Ist. net der großen Ausdehnung Tel-Awlws sind gute Wege und genügende Verkehrsmittel eine conditio sine qua non, besonders für die] entfernteren Viertel. Es Ist unmöglich, alle Arbcllngcblele der MunWpalilät hier eingehend zu beleuchten, Jedes elnzelno verdient eine eingehende Behandlung, c* sind aber eben Teile unserer gesamten Kolonisationsarbcit, die in den besonderen Bedingungen Tel-Awiws besonders behandelt werden müssen. Es «ei hier nur an das Schulwcrk erinnert, daß gerade in Tel- Awiw, wo sich die Mehrzahl der neuen Einwanderer mit Ihren Familien konzentriert, zu den dringendsten Aufgaben gehört. Jedes dieser Oebletc verdient eine besondere Betrachtung, die wir film erste hier zurückstellen. Die Stadt Tel-Awiw vctxlieiit heule ul* der »IQiknte Sammelpunkt de« neuen Jischuw besondere Aufmerksamkeit. Es Int das der Punkt, der heute am schnellsten wächst, der aber zugleich am deutlichsten die Symptome einer ungeregelten und überstürzten Entwicklung aufweist Die Statistik der Stadt gibt sehr lehrreiche und unliebsame Aufklärungen über die Berufszusammensetzung der Einwohner, über ein unvcrhällnismäßiges Anwachsen des Kleinhandels, Es wird deshalb viel darauf ankommen, ob sich der neue Stadtrat den sehr komplizierten Aufgaben der nächsten zwei Jahre gewachsen zeigt Zur Geschichte der arabischen Nalionalbewegung Von Joseph Friedfeld, London.*/ II. Eine arabische Nationalbewegung in modernem Sinn« entfaltete sich zuerst In Syrien. Ihr Ziel war keineswegs die Herstellung eines geeinten arabischen Reiches, sondern die Ucberwliidimg der inneren Spaltungen unter den Bewohnern Syriens selbst und die Erweckung eines syrischen Natlonalgelühls. Die arabische Bevölkerung Syriens war vor allem durch religiöse Oegensät?« an der Entwicklung emes Einhcitsbcwußlscins gehindert. Neben der großen Trennungslinic zwischen Mohammedanern und Christen machten pich noch innerhalb dieser Religionen Gegensätze geltend, bei den Mohammedanern zwischen Sunniten und Shlitcn, bei den Christen zwischen Griechisch-orthodoxen, Maronitcn und Katholiken. Dazu kam noch eine Anzahl kleinerer Sekten und Gemeinden, unter denen die Drusen die größte Bedeutung haben. Die Mohammedaner blickten als Anhinger der Staatsreligion und im Bewußtsein ihrer Berufung, über die Ungläubigen zu herrschen, aul diese mit Verachtung herab. Die Christen hingegen fühlten steh Im Besitze de« Schutzes der europäischen Mächte in einer höheren Kultur und standen den Mohammedanern mit Mißtrauen gegenüber. Dennoch waren nicht nur In der Gemeinsamkeit der Abstammung die Elemente tu einem einheitlichen Nationalbewußtsein gegeben: es waren dies vor allem die allen Bewohnern gemeinsame arabische Sprache und die geschichtlichen Erinnerungen an die Blütezeit syrischer und arabischer Literatur. Der Erweckung eines einheitlichen Nationalbewußtseins mußte daher hier, wie bei anderen Völkern, die Schaffung einer neuen arabischen Literatur und die Wiedererweckung der alten Traditionen vorangehen. Die Führung In dicker Bewegung übernahmen die christlichen Syrer. Während dlo Mohammedaner In Ihrem Konservatismus sich allen Einflüssen Europas und einer modernen Natlmalbewegung bis zu Beginn de» 20. Jahrhunderts ablehnend gegenüber verhielten, kamen die christlichen Syrer früh In Berührung mit modernem europaischen Denken durch den Einfluß der Missionen und bereits Jn den sechziger Jahre« des vorigen Jahrhunderts begann unter ihnen eine Renaissancebewegung, deren Zentrum Beirut war, und als deren Ziel die Durchführung von Reformen, die Wiedererweckung der arabischen Literatur und Kultur, und die Schaffung eines einheitlichen syrischen Nationalismus betrachtet wurden. Um die Erweckung dieser neuen Bewegung haben sich die christlichen Missionen verdient gemacht, manche, wie die französischen Jesuiten, ohne Ihre Absicht, die amerikanisch-protestantische Mission dagegen Im vollen Bewußtsein einer solchen Zielsetzung. An Utror Spllze standen vor allem Cornelius van Dyck, ein Arzt, und Ell Smith, die beide die eisten Anreger des syrischen Nationalismus waren. Sic wollten die Ideen des modernen Dcmokratlwnus in Syrien verbreiten, und um sie scharte sich die damals noch an Zahl geringe fortschrittliche Jugend. Im Jahre 1863 gründeten sie In Beirut eine medizinische. Fakultät, die statt der theologischen und humanistischen Wissenschaften der anderen Missionen die ungleich wichtigere Ausbildung In Hygleno sich zur Auf. K«oe setzte und die» nicht wie In den anderen Missionsschulen mit französischer oder anderen fremden Unterrichtssprachen, sr.ndern In arablsdt. Schon dadurch allein, durch die Begründung einer modernen wissenschaftlicher» Terminologie, förderten sie d|c Entwicklung einer neuen »«bischen Literatur. Die führende GetUlt unter den Syrern In dieser ernten Renaissancebewegung war Boutros el Buatanl. Er war als Maronlte geboren, trat aber6pStcr zum Protestantismus über. Er beherrschte nicht nur einige europäische Sprachen, sondern war auch ein Oelelirter in arabisch und syrlseh. Er war durch die Gründung einer Zeitung „Nafir SurIJa" (Die Trompete von Syrien) Im Jahre 1860 der Schöpfer der arabischen und überhiupt vorderasiatischen Presse. Durch diese Tat und durch die Gründung einer nationalen arabischen Schule Im *) Siehe „Jüdische Rundschau", vorn 36. April 192$, Jahre 1863, an deren Spitz© sein Sohn Selim trat, wur\ic er der Vater der syrischen nationalen Wiedergeburt D;t von ihm 1870 gegründete politische, literarische und wU$eti schaftliche Revue „El Dtchancn" (Das Schild) trug das Motto „Die Vaterlandsliebe ist ein Glaubensartikel." Er und sch Vetter Suleymann el Bustanl, der 1008 Abgeordneter im tür. kitchen Parlament war und Oründer der Tagesreitung „tj Dschenalna" (er hat auch in zehnjähriger Arbeit die Hu, ins Arabische Ubersetzt), trugen auch in den engen Kreil der Gebildeten das Verlangen nach liberalen Reformen im tür. klschen Staatswesen, und als Mkthat l'aslia 1870 als Gouverneur nach Syrien kam, fand er dort einen für seine liberalen Ten. denzen vorbereiteten Boden. Boutros el Bustanl trat voi allem für Erziehung, auch für Erziehung der'Frauen, ai, Mittel der nationalen Wiedergehurt ein und krönte sc«, literarisches Lebenswerk durdi die Herausgabe einer Kroßen arabischen Encyclopädia aller Wissenschaften, von der er sechs Bände selber bearbeltele, während der Rest nach seinem Tode von seinem Sohn und seinen Brüdern herausgegeben wurde. Er starb Im Jahre 1883 Im Alter von 64 Jahren An seiner Seite wirkte eine ganze Reihe anderer Mannet an der Schaffung einer neuen arabischen Literatur mit, Na»ii el Jazldschl, ein großer Kenner des arabischen kl.-mhchcn Zeitalters und seiner Dichtung, war u-lbst ein Dichter, der in seinen Werken und Studien die alter» Ucberlicicrunrjcn zu neuem Leben erweckte. Auch seine Tochter Warda w« eine Dichterin. Jussef cl Dcbt, spater Erzbhschof der Maro. nilen, gründete eine Schule der Weisheit die er zu einer arabischen Akademie auszugestalten suchte. Unter seinen vielen Werken ragt vor allem eine neunbämiige Ocschichte Syrien, hervor, deren Zweck cn war, da» Gefühl für die alte gemein «ante Ucschltlitc und Ihre OtoOe wieder zu et wecken und eint neue zukünftige Einheit Syriens vorzubereiten. Das Beispiel der amerikanischen Schulgründung wurxit auch von anderen Missionen nachgeahmt Die IranziV.scbc Universität, die 1876 von den Jesuiten gegründet wurde, und den Namen des Heiligen Joseph trug, umlaßtc auch eine medizinische Fakultät und verfügt über eine eigene große Druckerei, die eine Anzahl arabischer ZettuitRcn und Zeit- Schriften herausgab. Daneben "bestanden auch Iranziisische Laiciischujcn, durch die der Geist der französischen Aufklärt»; und Revolution in Syrien eindrang, wx> auch Freimaurerlogen begründet wurden. Selbst die Schiller der Jesuiten-Anstalt lasen außerhalb der Schule Voltaire. Diese fremden Schul, gründungen gaben auch die Anregung zur Gründung des „College Osmanijc", einer mohammedanischen höheren Schule, deren Stifter Shcik!» Ahmed Abbas, ein Schüler von El Aznar, der islamischen Universität in Kairo, war, wo er die übe. ralislercndcn Einflüsse des damaligen Großmutti von Aegypten, Mohammed Abdu, erfahren hatte. In seiner Schule wurde auch die französische Sprache und europäische Literatur unter richtet und sie war weltlichen politischen Anschauungen n gänglich. Von dieser, im Jahre ISÜj gegründeten Schul f*Lng die Beeinflussung der mohammedanischen Jugend ortschrtttlichem Geiste aus. Bereits zur Zelt des ersten türkischen Parlamentes in Jahre 1876 besaß Syrien fortschrittliche und liberale Vertreter, Unter Ihnen ragte der Abgeordnete Chalil dauern hervor, der nach der Auflösung de* Parlamente» seine Zuflucht \t Europa nahm, wo er zum Mittelpunkte der früheren liberales Bestrebungen der türkischen Emigranten wurde. Neben ihn Ist noch Adib Ischak zu nennen, der Herausgeber der Zeirunj „AI Takaddom" (Der Fortschritt), der in der arabisches Dichtung und Literatur der Führer der romantischen Be wegung ist, und dessen kurzes Leben sich In steter Wander schaff und Kampf verzehrte. Seine Reisen brachten ihn auc! nach Aegypten, wo er unter den Einfluß des großen Impi rators des Pan-Isfamlsmus Shelkh Dschemal tl Afghani getk und mit der nationalistischen ägyptischen Prelhcltsbeweguni unter Arabl sympathisierte. Die politische Unterdrückung und die wirtschaftliche Net in Ihrem Heimatlandc zwangen viele Syrier zur Auswaudcrun; So entstanden große syrische Kolonien in Süd- und Ostafriki und vor aflpm in den Vereinigten Staaten von Nord-Amcriki In Braslllcn\und Argentinien. Da es oft die politisch ur»! wlrtschaftllchVaktiveren Elemente waren, die auswandertet', entwickelte sieh Insbesondere in Amerika, bald ein rcgti arabische« Leb*n. Zeitungen und Zeitschriften wurden gtgründet Insbesondere die 1893 In New York gegründet! Tageszeitung „ElvHoda", die In engem Kontakt mit deuropiisch-amerlkanWien politischen Gedankenwelt clen ruf» nalen und demokratischen Oedanken In Syrien förderte. Di. Regime, Abdul Hamld^ erlaubte aber In Syrien selbst keim Aeußerung des neuen pelstet, der nur langsam in weitet« Schichten zu dringen begann. Erst die türkische Revolution Im Jahre 1W8 schien den Anbruch einer neuen Zelt herbeizuführen. \ m, )ii ■ ri <f ,r' t. »tas "m '„ ahn,'.' Erfi>;. irau|i'| Rae Vi; ond rd«u" Eml'i 1 vor i1; « Ji' red: onni , cl» \\\'\\ Rcir , lisdi'y UnK:r; Hill) . .' C"'iv' h wal, > wisv',,-; dar;/' In «-',"> * Ziof'. Irir,i Beb', ' sei"',-,', ,M« ' die , to :/ hon"' Aul tret ,, Iran.; odcl:; der ' ticir.'i und' '■• uud'(' Der i( fcld .i ..tX-l.' .1 ist Uk* \ i moc?';, blci^j nocl,,' t ' » Lan x. In <'u? Voll;;,; mis'.f ' eine. ein '■: Her'. kräf'^ Hai; Seht; |! folg; rcicV , türk.J;, in Mar a«nc| $■! I1 lieh« Mot von ein 'Ii v l .-hei. hcril «.Ich1, | hoch ,Mc.j; i i ji, DU Bavbewegaao ta'TeJ-Aulw v»a April 112$ bis April 1925 Vom 1. April 1W4 bis l.W>rll 1025 wurden In Tel-Awiw Baubewilligungen lür «7 Häusey erteilt mit 3714 Zimmern uno 306 Läden. Auf die einzelnen Monate entfallen folgend« Zahlern n**uii(«Wg Eimmt» U4n April 3l\ 60 3 Mai St > 207 20 Juni 47 V 122 7 Juli M ] 171 12 August 78 l 211 24 September 00 15a 10 Oktober 77 ' 312 53 November 70 300 33 Dezember ,'anuar % 450 41 105 604 37 februar 115 520 25 Mirr uo 551, 42 (Ziko) Das fcsdoet voi Hadar Ht*armel . (bekanntlieh das sich um da* Technikum gruppierende Jüdische Viertel in Hallt a). Das neue Budget dea Viertels/Hadar Hak arme! sieht u. a. folgende Ausgaben von für neue Wegebauten ££. 2700, für Ausbesserung der Wege i ,E. 200, für Fortsetzu"? der Kanal slcrung £tL 250O, Bau/eines Volkshaute« J,9P°S,An,eSunS ei"c* P"Wes dp. 250, BiWungswes» CM. 250, altgemeine Ausgaben £E, 530/lntgesamt beträgt <W I VoraiwchU« fiE. 8250, / (2Ml . .! dies, l'i'i von Lest völk? Vcin1 natirt •tom1 ' i Mtm! \ \ w i;; txei ». ( *>w «an «elnif , irak,'' Um;' icin »i fezvi' nanil':',' «* •Um Med.:*, die 1, nach? » <1) ' Pasci « V,. PfJslj, Pen »ach i v im nnd *;> *.)

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