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Jüdische Rundschau · 1925-05-08 · Heft 36 (8.5.1925) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 36 (8.5.1925)
Date
1925-05-08
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr-38 JUED1SCHE RUNDSCHAU Seite 333 Nach der Universitäfselnweihung Von Moses Beillnson, Td-Awlw. VCire die Eröffnung der Universität eine rein kulturelle , ^tlegenltcit. so könnte nun die Wichtigkeit des Ereig- 7,« und die Opportunität des Weltmaßstabes, In welchem ersehenen Ist, beiwelleln. So lange die Eröffnung von *{f Seite betrachtet wurde, war es begreiflieh, wenn f/nllsche Stimmen sich erhobeo: das Institut, das wir „[ dem Skopusberge geschaffen haben, sei von tiner wlrlu f,m Universität sehr entfernt, und es könnte unvorsichtig ru seiner Eröffnung Politiker und Wissenschaftler vom £(|'{rufe zusammenzurufen. Auch dem Schreiber dieser Zellen *Licn es anfangs so, und in diesem Sinne hat er sich in „, pilästlnenslschen Presse geäußert. Den organisatorischen L politischen Fähigkeiten von Dr. Welzmann gelang es;b(r die formeil rein kulturelle Angelegen.!,l't In eine eminent politische umzuwandeln.!ul polnische Aktionen sind aber die Kriterien einer Kultur. mos nicht ohne weiteres anzuwenden. Antizipation ist in J Politik — speziell wenn es sich um Selbstbehauptung* Jjntr für Ihre Rechte noch kämpfenden Nation handelt — oft gjjUi.ig und manchmal auch gebührend. Es gelang dem Zionismus wieder einmal, die Aufmerksamst der ganzen Welt für einen Moment auf sein Werk zu unjentrieren. England entsandte zu dem Feste einen seiner ftSOten Staatsmänner und einen seiner größten Feldherren. L englische Statthalter Palästinas hat In seiner Erölfnungs- Stdt für ihn ungewöhnlich warme jüdische Töne gefunden. jj Universitäten und 12 Akademien — von den 'ältesten und' .^reichsten angefangen — haben der jünsten Universität itt Welt ihre OrüOe durch spezielle Vertreter überbracht (.d viele haben es schriftlieh getan. Wahrend des Festessens ■0 Russischen QebSude erhoben sich einer nach dem andern jie Vertreter der Großmächte, um ihre Sympathien und ihren ynierstütrunswillun für das Jüdische Aufbauwerk zu betätigen. Die höchsten Vertreter des Rabblnats haben die Universität eingeweiht und gesegnet Die Vertreter der ganzen Diaspora — der zionistischen wie der nicht-zionistischen — viren bei der Feier anwesend und die zu Hause gebliebene Onspora hat wenigstens aus der Entfernung mitgefeiert, rjas Ist das glänzende Fazit vom 1. April, und es ist unmög. ich, die überragende politische Bedeutung dieses Tages zu •bersehen oder auch verkleinern zu wollen. Es gibt aber auch Bedenken. Das erste besteht darin, 6B wir diese Feier ohne jeden Zweifel gegen den Willen der Mehrheit der Einwohner Palästinas geleiert haben, und ür weitsichtige Politiker hat es wenig zu sagen, wenn heute tat Mehrheit noch passiv ist und nur eine kleine Oruppe für i:e spricht. Wir sollen uns nicht täuschen: mit unseren Killten allein, ohne den Schutz des Briten, hätten wir das fest nicht feiern können. Somit wurde im Lande eine Situ* ii.on geschaffen, die meines Erachtens verhängnisvoll sein kann. Die Antwort auf dieses Bedenken ist leicht: alles Entscheidende, was wir tun — und wir müssen doch einmal weh Entscheidendos tun — muß, bei der heutigen Stimmung m Lande, zu dieser Situation führen, und da gibt es keine Wahl — entweder geht man vorwärts und nimmt.die MIO. iiimmung der Einwohner In Kauf oder man läßt die ganze Sache ruhen. Ich bin weit entfernt, unsere ganze. Politik in Linde von dem Willen und der Stimmung der arabischen .Mehrheit abhängig zu machen. Ich verstehe die Wahrheit ttt obigen Antwort und habe gegen sie such keine corillsclien Bedenken — ein festgekeilt, das das JQdi- Khr Volk das moralische Recht auf seine Heims.itte In Palastina hat. Ich glaube aber, daß wir das Risiko einer mehr oder weniger starken Mißstimmung der Einwohner nur dann auf uns zu nehmen haben, wenn es sich wirklich um für uns lebensnotwendige Sachen handelt — sagen wir um Immlgraiionsrecht oder um Bodenerwerb. Wenn der Btsuch Ballon« and die Univcrsllätseröffnung nur Feier bleiben werden, wenn n> nur den Juden Tel-Awlwi und Jerusalems und den zahl, reichen Gasten aus der Diaspora einige schöne Tage ge- Khenkt haben, so hat es einfach nicht gelohnt, Mißstimmung wd vielleicht auch Haß unter unseren Nachbarn zu sSen. Darauf wird man auf die — von mir selbst hervor« itliobcne — politische Bedeutung des 1. Aprils hinweisen. Hier eben Ist aber die ganze Problematik der Universität*- Wer. Werden die pOiitisc.icn und moralischen Rückwirkungen dieses Tages In der Jüdischen und nicht-jüdischen Welt so 'tuk und nachhaltig sein, daß eine politische Manifestation •i eine politische Realität verwandelt wird? Wird du jütsde Volk diesen Tag so auszunutzen verstehen, daß es tonen wird, das Odium, das ihm anhaftet, auf sich zu nehmen? Wir laben scl'on <h poi Lehes Daun in unserer Qe c'i he — fci 2. November 1017 — und man vergleicht schon den '•April mit diesem Dalum. Damals haben Wir die Balfour. WHrung als Oeulah begrüßt und empmnden — eben deshalb [W wir heule bedenklich. Denn nach dem 2. November kamen unmlien In Jerusalem und Jaffa, Emigrationsbeschränkungen, tiftrihligc Kränkungen und Hindernisse der palästinensischen «rnlniatration, das Weißbuch Churchills, der Bericht der vWeilnindskommlsslOB — das alles von außen, und — bis rj|!> letzten Jahre — eine lächerlich kleine Immigranten. "M. unzulängliche und unsichere Geldmittel, fortwährende Jfwere wirtschaftliche Krisen, absolute Unzuängllchkelt des ^enerwerbes und der Ansledlungsmögllchkeiten — das alles J0!> innen. Diese Erfahrung hat uns gelehrt, den Wart und *i Unwert der polnischen Daten richtig einzuschätzen. Da. am 2. November 1917, waren wir, gerade so wie wir am 1. April 1023, es sind, in Antizipation. Nun, die JfWnallon Ist in der Politik meines Erachtens durchaus J"mig, unter <jer Bedingung aber, daß nämlleh der leere der sich zwischen Behauptung und Wirklichkeit bildet, Jülichs» schnell ausgefüllt wird. Nach dem 2. November v"f<l'! diene Arbelt In gebührendem Maße nicht getan. w D«s l. Aprils werden wir uns all eines großen Tages "mern, nicht aber als eines Tages der Verwirklichung, **y«n als eines Tages des Versprechens.' Dos Jüdische Volk die politische und kulturelle Welt haben wiederum unter- 'Under Versprechen gewechselt Die Umwelt hat ver« P'ochcn, das Aufbauwerk nicht zu stören und Ihm sogar Hilfe lösten; sollte sie dieses Versprechen nicht erfüllen, werden das Recht haben, sie zur Verantwortung zu ziehen und jj der Heuchelei zu zeihen. Aber auch die Jüdische Welt ,, wiederum versprochen, eine wirkliche Aufbauarbeit großen m vollbringen. 5M r Niss4n *W vergehen und mit ihm FtOhlingswettcr Jr, fostcMtlmmungi die Oiste werden verreisen. Das alljjMnc Leben wird wieder kommen — mit Sorgen und *'ercr Arbeit, mit Raubbau an den Kräften unserer Men sehen und mit Bodenspekulation, mit unmittelbaren und mittelbaren politischen und menschlichen Oefahrco, mit schwüler Atmosphäre gekrinkter und verletzter Umgebung. Die Oäste, die Im Lande so viel begrüßt haben und begrüßt wurden, müssen sich,der großen Verantwortung, die sie durch Teil« nähme an dem Feste auf eich genommen haben, bewußt sein. Die politische Leitung hat wiederum Oroßea geleistet und eine großartige politische Manifestation organisiert Damit aber diese Manifestation nicht zu noch größeren Enttäuschungen führe, müssen ihre bis heute fehlenden Wirklichkeitsgrundlagen sofort gebaut werden. Sonst wird nur unsere Otachlchto um eine Feier reicher sein, die aber nicht den Anfang eines neuen Lebens bedeuten wird. prcöococbau Airnial. — BevJstoBlsmoi; Wir nehmen unter Vorbehalt unserer eigenen Stellungnahme Notiz von zwei Artikeln der „Wiener Morgenzeitung". Der erste stammt von Stricker und ist überschrieben „Zu den Verhandlungen mit der Agudah-Orthodoxle". Der Verfassebekämpft die Forderung der Einigkeit Im Judentum um Jeden Preis, die bereits bei der Einrichtung der Judalstischen Fskullät der Hebräischen Universltit in Jerusalem dazu geführt habe, daß man, um die Einigkeit zu erhalten, der Forderung des Barons Rothschild entsprochen habe, wonach dl« wissenschaftliche Behandlung der Dlbel an der Universität ausgeschlossen sein solL Die Annahme dieser Forderung habe In keiner Welse die feindselige Haltung der Orthodoxie zur Universltit zu mildern vermocht Deshalb warnt der Verfasser davor, auch bei den jetzt In London stattfindenden Verhuidlungen mit der Agudah Frieden um jeden Preis zu machen und damit vielleicht dem palästinensischen Leben unerträgliche Fesseln anzulegen. Der Verfasser des zweiten Artikels ist Wladimir Jabotinsky. Er gibt eine Darstellung der polltischen Orund. auffassungen, von denen sich die Zbn!r.t;n — Revisionisten leiten lassen. — Er geht von der Feststellung aus, daß Sinn und Ziel des Zionismus stets der -J ud e n staa t gewesen sei, daß der Begriff des „National Home" In der Balfour-DckUrailon nur die Uebersetzung der „lUlmatiitc" des Baseler Programms gewesen sei und daß dieser Ausdruck wiedenim auf dem 1. Kongreß nur aus taktischen Oründen statt des cigenllicli beabsichtigten „ludenshatcs" gebraucht worden sei. Wenn eingewandt würde, daß auch bei Aner. kennung dieses Prinzips aus taktischen Oründen kein Interesse daran bestünde, das Endziel laut zu betonen, so müsse man sagen, daß ein solches Schwelgen nur angängig sei, wenn auch die anderen schwelgen. Aber die Arabsr denken nicht daran, zu schwelgen, und die Engländer wählen den Wej des geringsten Widerstandes, indem sie die Theorien des „Minimalistischen Minia'urzlorismus" akzeptieren. Der Aufsatz von Oa r vin im „Obs erver" sei dafür charakteristisch. Deshalb dürfe man jetzt nicht schweigen, sondern müsse unsere Ziele laut verkünden. Die Konferenz der Zlonislen Revlslonlsten liälte sich nun vor allem mit der Frage zu beschlftlgen, ob sie Ihre Tä'.lgkeit darauf beschränken sollten, Innerhalb der zlonlnthchen Bewegung für Ihre Auffassung vi «altleren, oder obslezuelgenerpolttlicherTItlgkelt greifen müßten. Jaboflnsky bejaht die zweite Alternallve (II Red.) indem er den Zustand der Organisation als anarchisch bezeichnet und bestreitet, daß nach Erweiterung der Jewish Agency und der dadurch hcrgeste'lten „Diktatur der Assimilation" der Schckelzahier noch zur Loyalllät gegenüber diesem Forum verpflichtet sei. Die „Vossische Zeitung" bringt In der Morgenausgabe vom 7. Mal einen Bericht über die Kolonien und dlo Universität aus der Feder des Rektors der Universität Oronlngen, Prof. Franz M, Th. Böhl Der Artikel Ist sehr sympathisch gehalten. Der Verfasser hat der Einweihung der Universität in Jerusalem beigewohnt Dem „Haaretz" vom 26. April entnehmen wir einige Informationen über die geplante Emek-Stadt. die an Stelle des alten Afule angelegt werden soll. Der Plan der neuen Stadt wurde von Architekt Richard Kaufmann ausrjearb:ltet Die zukünftige Stadt soll in Sternform angelegt werden und soll In fünf konzentrische Kreise zerfallen. Der Innerste Kreis, neben der Bahnlinie, Ist als Handelszentrum g* dacht. Man gedenkt, den Bau der Stadt mit der Errichtung von Magazinen für Baumaterialien und mit der Einrichtung von Läden in diesem Viertel ru beginnen. Dort soll auch ein großes Hotel erbaut werden. Der zweite Krols Ist für größere Industrielle Unternehmungen gc dacht, die Olclsansehluß an die Bahn erhalten sollen. Im drillen Kreis sollen kleinere Unternehmungen und die Privathaushalte gebeut werden. Die Bewohner des vierten Kreises, der also schon Außenbezirke umfaßt, werden etwas Landwirtschaft mitbetreiben, wlhrend der fünfte Kreis schon rein landwirtschaftliche Siedler umfaßt. Joder Bauplatz umfaßt 6 Dunam brutto, 4 Dunam netto. Vorläufig werden die Bauplätze nur an schon In Palästina ansässige Juden unter der Verpflichtung verkauft, binnen 6 Monaten zu hauen. Die Stadt soll von vornherein einige öffentliche Oebiude» umfassen, wie Synagoge, Schule, Badeanstalt und Beth-Haam. Bs Ist nicht überflüssig an dieser Stelle zu betonen, daß dieser Plan für die Emek-Stadt keineswegs dl« all gemeine Zustimmung In-Palästina findet, sondern daß Ins. besondere aus den Reihen der Arbeiterschaft daa Bedenken geäußert wird, es könnlc hier Inmitten des Emek eine Art von neuem Tel-Awlw entstehen. Hoffentlich bewahrheiten sich diese Befürchtungen nicht. Erfreulich ist Jedenfalls, daß die Parrellenbcsltzer sich verpflichtet haben, binnen 6 Monaten zu bauen. ^■i^xaaiaiiajja^ Der EinMa.) tle§ eieiilÄn Heilsmm au! dem Mopäire0 tifiiiöf von der AnzaHl seiner Sesteisel ans Die DcratDurjen der DllacXnIolb In Palästina Vom 10. bl* 15. April fand In Tel-Awlw eine Sltrung des Waad Poel der ^Hitacliduth" statt Die Beratung war der Stellungnahme der Hitachduth zum XIV. Kongreß und einer Reihe Parteiingen gewidmet Die Sitzung wurde von Snrlnzak eröffnet, der einen Ueberbllck über die von der Hitachduth entwickelte Tätigkeit seit der Präger Konferenz vor fünf Jahren gab. Er wies auf die Oedanken und Losungen bin, die, von der Hltaehdutb gcsch.ilten, zu Parolen der zionistischen Qcsamtbewcgung geworden s'ni, und machte auf die verantwortungsvollen Aufgaoen der Hitachduth hinsichtlich der Fragen der neuen Alllah und der Ziele gewisser zionistischer Krelie, die die Verwirklichung des wahren Zionismus In Gefahr bringen, aufmerksam. Sedana; schilderte Lewlnsoho die Entwicklung der Hitachduth in Polen und den Stand der zionistischen Bewegung im Oaluth. B a r a z sprach über die Lage in Erez-lsrael, die landwirtschaft* Lehe Kolonisation und die der zionistischen Arbeiterbewegung Im jetzigen Moment obliegenden Pflichten. Auf der zweiten Sitzung sprach als erster zu den Fragen des XIV. Kongresses Ch. Arlosoroff über „Wir», schaftliche und Finanzfragen Im Zionismus und die wirtschaftliche Tätigkeit der Arbeiterschaft In Erez-lsrael". Er wies an Hand von Tatsachen und Zahlen darauf hin. wie ungesund die) wirtschaftliche Grundlage der vierten Aiifah und der städtischen Siedlung scL Er verlangte, daß alle Kräfte der Zionistischen Organisation auf die landwirtschaftliche An- Siedlung konzentriert werden. betonte die unbedingt« Notwendigkeit, große Mittel aulzubringen, um die dringend» Kolcnlsatrnsarbclt durch die Jewish Agency durchführen ru kennen. Das Flnan/problem des Aulbaus könne nur durch eine Internationale Anleihe gelöst werden. Uebcr Bcxl^f) und Kolonisation sprachen Wflkansky und Baraz. Wilkansky sprach über die Bodenpolitik des K. K. L und Ober die Notwendigkeit, sich auf den Erwerb landwirtschaftlicher Böden zu leonzentrieren. Das" einzige Element, da» sich den landwirtschaftlichen Bedingungen in Pa'istina anzupassen versteht, Ist der Chaluz, der sich Erfahrung In landwirtschaftlicher Arbeit Cn Palästina erworben hat in gewisse« Fällen und unter bestimmten Bedingungen tnüuea auch geeignete Personen, die Mittel von 300—.OD £ besitzen, in den Arbeitsbereich des K. K.L. gezogen werden. Baraz wies »einerseits auf die Notwendigkeit genügender landwirtschaftlicher Vorbereitung der Ansiedler hin. Diesen drei Referaten folgte, eine ausführliche Diskussion, die sich hauptsächlich mit der vierten Alljah und den PerspeVtiven, die sich daraus für den Aufbau ergeben, belaßte. Vielfach wurde auf die große Ocfahr dieser Alljah hingewiesen, die sich fast ausschließlich nach der Stadt wendet und leichte Erwcrbszwciga sucht ohne die Spekulation zu vermeiden. Andcrers:Its wurde auch die Meinung vertreten, daß diese Alijah nichts anderes sei als der Anfang einer Masscnelnwanderuni;, auf die wir so viele Jnhrc gewartet haben, und diß der Zionistischen Organisation und vor allem der Arbeiterbewegung die Pflicht obliege, dieser Alijah d e nötige Aufmerksamkeit zuzuwenden, um sie produktiven Arbellen in der Stadt, aber Insbesondere auch in der Landwirtschaft, zutuführen. Ucber die politische Lage im Zionismus sprach Sprlnzak: Er behandelte die Araberfrage, das Verhältnis zum High Commlssl^ner, die zianlitlsche Völkcrbundspoli'Üc usw. A..Kaznelson bct;nte in seinem Referat über die Jewish Agency die Notwendigkeit genügender Sicheruncen für die nationale Tällgjeelt der Aiency, und der Konsolidierung und Stärkung der Zlonlslischen Organisation, die auch Innerhalb der Agency die treibende und entscheidende Kraft für" den Aufbau Weihen wird. Im Zusammenhang damit unterbreitete Karnclson eine Reihe von Vorschlägen, dlo eine Reorganisierung der Zionistischen Organisation bezwecken (Aulhebung des Schekels, Wahlkampf zum Kongreß, Parlamentarisierung des Konjref.ses selbst, Erwellerung der Kompet?nz dea A.-C. usw.), Uebcr den Stand der Hltachdufh- Bewegung referierte Friedlan.d, der auf den Wuchs der Bewegung in Europa und Amerika hinwies, und die Netwend gkelt einer Vertiefung der kulturellen Tätigkeit beVontei Sen Referat wurde durch Auslührungen von Werl In skr ergünzt. der über den Stand der Bewetung In Sowjet- Rußland sprach. Kaplan referierte über die Bestrebuncen zur Vereinigung der Arbeiterparteien In Pa- Ust'na und betonte, daß die gegenwärtige Lage Im Zionismus und In Erez-lsrael eine Vereinigung der konstrukliven Krälte der Arbeiterbewegung In Erez-lsrael und Im Oaluth erheische, eine Verclnlgunj, die die Hltaclidulh seit Ihrer Gründung anstrebe, und be-sprach zum Schluß die hauptsächlichsten Grundlagen hlerlür. Uebcr die Jugendbewegung sprach C ha noch, der verlangte, daß die Partei dieser Bewepunjf ihre« besondere Aufmerksamkeit zuwende. Er forderte, daß eine Reihe führender Mitglieder d:r Arbeiterschalt In Erez-lsrael sich eine gewisse Zeit zur Verfügung stelle, um inl Oaluth zu gehen und sich dort der Erziehungsarbeit Innerhalb der Jugendbewegung zu widmen. Fried» Und, der über den Hechaluz sprach, wies auf die Notwendigkeit der Verstärkung der Kulturarbeit innerhalb des Hechaluz hin. . Am Schluß der Beratung, dio fünf Tacje dauerte, wurde eine Reihe von Resolutionen angenommen, die demnächst veröffentlicht werden. Board ol Depnttes In der Sltrung des Rates im Monate Aprfl wurde u. a, auch über die Frage der russisch-jüdischen Flüchtlinge Bericht erstattet: Das Sekretariat des Deputiertenrats hat sich In Zusammenarbeit mit der JCA. mit dieser Frage befaßt. Die Angliederung des Oberkommissariats für FIQchthngsweseo beim Völkerbund an das tattmsUonalt ArbtsiUWWo hat eint Reiht sthsvttti Probleme aufgerollt, die der 'besonderen Aufmerksamkeit der Judenhelt bedürfen, in Europa feben gegenwärtig noch etwa 700 000 russische Flüchtlinge, weitere lOOOOOO leben In Ost-Asien. Mehr als 3)0 000 Flüchtlinge sind ohne Beschlftigungund Verdienst» mögllchkeit. Alle bisher unternommenen Methoden der Lösung dieser Frage haben sich als unzureichend erwiesen. Die Internationale. Union für Kinderhilfe hat ein Komiice mit dem Ziele eingesetzt, eine neue Organisation zur Rettung der Flüchtlinge zu begründen, die auf die europäischen Regierungen und den Völkerhund einen Druck nach der Richtung ausüben solle, ejne.endliche Lösung des -Flüchtlingsprohlems herbeizuführen. Mf. Luden Wolf Ist Mitglied dieses Komitee*. Dr: Dal ch es'sprach Im Namen des Dipullertenrates dem Präsidenten Herrn d' AvigdOr Ooldsmld den Dank dafür aus, daß tf den Deputiertenrat bei der Feier der Eröffnung der hebräischen Universität in Jerasalem vertreten hat. Der Redner gab der Erwartung Ausdruck, daß der Boird of Deputies nunmehr ein größere« materielles Interesse der Entwicklung Palästinas entgegenbringen wird, Herr d'Avlgdor Ooldsmld dankte dem Deputierten rat für die Ihm erwiesene Ehre und führte aus, die Zellungsberlchte übec die Untversitätsfeier fn Jerusalem hätten nur eine blasse Vörstellung von der wirklichen -Erhabcnhclt und Prach t der Feier vermittelt. i ii .1 »!! i, i ',,< (' } •'ii f 1' " }\;i ) ,„'•'' j,- ti'Y ffl'V h i X i!l ■}v. ' '', '';, \ ■ t'.' 4,'" ',',< . H' '■■i -!(.' m <W'<. r' \) , ■ -'i ( ••> nv w i.i ',U li t ,| i ■ \ *■ v <!!' i:11' i'r r> i. .»!••; ''rr-i r J1 ,,.■(, ' t. y. \!f,' .i" U ^•"■l '•i'yn* 'AH '\ i v>">. i Iii •'' v. *t .'■U ' J . t, ' ':- -M i *' l1 iV i' V h!f>{. 11>, :Ü '^V i •» \ " > w. ' ,">ir. : '" 1 |'l■ ' & 1 i;v''r' \'y :: Vif ■ :.i[y-i >, i "• •M;«;<<f'\v , . I':! .-I i>. :T:i!.:..f ■!!• titi '• :'r-V' i ■ i,'f; ' ^:!;.!f' , i i. ->ft :. '■{ ■;;j| iVy; ' .V. 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