Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 36 (8.5.1925)
- Date
- 1925-05-08
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Seite 332 JUED1SCHB RüNDSCHÄt* Nr. 3« Brief ans Palästina Von unserem palästinensischen Korrespondenten. A.tt Jerusalem, den 29.4.1925. Besuch des englischen KolönUlmlnlsters. — Beendigung de s'Lchrcrstrclks. Der Aufenthalt de» britischen Kolonialminister» Amcry In Palästina gab der palästinensischen Bevölkerung, der jüdischen sowohl wie der nlchtjüdischcn, Gelegenheit, ihre Wunsche und Beschwerden, kurz Ihre Ansichten über die Lage Im Lande, wie sie sich In den letzten fünf Jahren herausgebildet hat, direkt zur Kenntnis des englischen Koloiilaldcpartcments zu bringen und gab dem Minister die Mögllchkcit. die Stellung der Mnndatannftchtc neuerdings offiziell zu definieren. Die Zusammenkunft Amcrys mit dem Wand Leumi als Relegation des jüdischen Jisclmw, mit einer Abordnung der arabischen Parteien und schließlich mit den Pressevertretern, brachte eine Reihe von Interessanten und wichtigen Besprechungen, und bedeutsamen Erklärungen von sciten des Kolonialministcriums. Die Acuncningcn Amcrys, was den Kurs der englischen Politik In Palästina in der niiehsten und nahen Zukunft betrifft, sind eine Fortsetzung der Linie, die wir in dem Verhalten Balfours bei der Univcrsitätscröffnung und der Rede Allcnbys auf dem Bankett In Jerusalem feststellen . konnten. Die Mandatarmacht ist entschlossen, die einmal eingeschlagene Politik gegenüber der wachsenden nationalen Heimstätte der Juden beizubehalten, in demselben Sinuc wie sie ihn seit der Ucbcrnahinc des Mandats mehrfach manifestiert hat. Diese Erklärung bedeutet für die Palästinabcwcgupg, daß ihr nach wie vor bestimmte äußere Voraussetzungen für ihre Kolonisationsarbeit gegeben sein werden. Aul der anderen Seite bedeutet sie für die extremistischen antijüdischen Kreise und Strömungen, daß sie mit einer Schwenkung Englands nicht zu rechnen haben und Ihre dahinzlclcndcn Tendenzen sowohl bei der Mandatarmacht als auch beim Völkerbund zurückgewiesen werden. Amcry hat Palästina bereist und sich mit eigenen Augen überzeugt, daß und wie sich das Land in den letzten Jahren verändert hat. Er hat eine doppelte Entwicklung festgestellt. Auf der einen Seite fand er,neue Chausseen, Eisenbahnen, Kolonien, ausgetrocknete Sümpfe, die Anfänge einer Industrie, kurz alles, was mit dem Wachsen der Einwanderung im Lande entstanden Ist. Andererseits fand er. jedoch auch eine ökonomische und kulturelle Entwicklung der arabischen Bevölkerung, die nicht zuletzt den neuen Arbeitsmethoden; den neuen Verkehrswegen und dem einströmenden Kapital zu danken sind, die durch die Juden in den letzten Jahren ins Land gebracht wurden.- Diese Tatsache des Aufstiegs der arabischen Einwohnerschaft war das hauptsächliche Argument, das Amcry der arabischen Delegation entgegenhielt, als sie ihre Klagen über den «erderblichen Einfluß der zionistischen Bewegung auf Palästina vorbrachte. Und wirklich wären diese Tatsachen, wenn wir für unsere Arbeit im Lande noch eine Entschuldigung brauchten, das beste Material für uns. Wie schon gesagt, bedeuten die Erklärungen Amcrys, daß die Politik in bezug auf Palüstina nicht geändert werden würde, für uns nichts als eine iiußcrc Voraussetzung der Arbeit, gewissermaßen oinen Start. Wir'haben Immer; gc- ■ wüßt, daß wir kaum mehr zu erwarten haben und daß alles, was wirkliche Leistung betrifft, nur von uns selbst abhängt. Wer sich in dieser Beziehung keine Illusionen gemacht hat, wird nicht so sehr erstaunt gewesen sein, als sich aus der Antwort Amcrys ergab, daß wir auf wesentliche matc ricllc liilfc In der Kolonisation nicht rechnen sollen, da» heißt; daß wir die Böden, die wir brauchen, werden erwerben, die Sümpfe nach wie vor selbst werden trocknen müssen usw. Freilich ist es etwas unverständlich, Warum für die Araber nicht dasselbe gilt, derrn wir haben in der letzten Zeit bemerken können, daß die Regierung Boden an Fellachen vergeben hat. Man müßte Ja eigentlich erwarten, daß das Laisscz faire, das uns gegenüber gilt, auch den anderen gegenüber gültig sein sollte. Aber jedenfalls bedeutet die . Antwort' des Kolonialmlnlstcrs an die arabische Delegation ' für uns die Versicherung, daß wir in Ruhe werden weiterarbeiten können, und zwar wurde sie in einer Form gegeben, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ. Die Einzeiligen, über die sich der Waad Leumi in seinen Memoranden geäußert hat, sind für den Jisclmw von lebenswichtigem Interesse. Je mehr die Tendenz nach Palästina im Qaiuth wfichst, um so schwerer erträglich wird der t Zustand, daß wir in der AHJah noch Immer von rigorosen ' Bestimmungen abhängig sind, auf die wir nur geringen Einfluß haben. Amcry hat an dem bekannten Kriterium der wirtschaftlichen Kapazität den Landes festgehalten. Wir wissen heute und haben Im letzten Jahr bestllllgt gefunden, daß dieser Uegrlfl sehr dehnbar ist, und daß sich die Aufnahmefähigkeit des Landes vorher, das heißt theoretisch nach Statistiken nur schwer abschätzen laßt. Es sei mir daran erinnert, wie sich beim Beginn der vorigen Tabaksaisonnach den schweren Monaten der Arbeitslosigkeit plötzlich ein Mangel an Arbeitskräften bemerkbar machte, weil tkh die Aufnahmefähigkeit des Arbcllsmarktco plötzlich ungeahnt alcigcric. Solche Ucbcrraschungcii sind nicht zu vermeiden, und es gibt eine Anschauung, die viele Anhänger besitzt, daß sich die Arbeit nur mit einet Reserve von Arbeits- Gräften ohne Stagnation durchführen ließe. In dieser Frage der Uebcrgabe der Kontrolle der Einwanderung an die Zlo- . nistische Organisation haben wir keine bestimmte Antwort, dagegen das Versprechen erhalten, daß die Frage neuer* dhigs gründlich geprüft werden soll. Die Bestätigung des Ocmclndegcsctzes wird schon lange erwartet und erwünscht. Eine gedeihliche Arbeit ist nicht möglich, wenn wir nicht imstande sind, für unsere kulturellen Zwecke Steuern zu erheben und eine Zentralisierung der Administration vorzunehmen. Nach den Aeußerungen Amcrys W zu hoffen, daß die Bestätigung des Gesetze» in nächster Zelt erfolgt. eTäHzh \ •w* Der Besuch des Kolonialmlnlster» haf una wieder einmal bewiesen, daß der beste Anwalt der zionistischen Bewegung die Kolonlsatlonsarbcit Im Lande ist. Amcry hat anerkennen müssen, daß die günstige Entwicklung des Landes einzig und allein den Juden zu verdanken Ut, daß diese Entwicklung rasch vorwärts geht und auf gesunden Grundlagen beruht Er hat betont, daß diese Entwicklung, wenn sie auch allein durch die Juden verursacht Ist, nicht nur den Juden allein zugute kommt, sondern auf das ganze Law« und alle seine Bewohner ausstrahlt. Wenn er weiterhin zu verstehen gegeben hat, daß «Ich die Mandatarmacht nur in der Gesetzgebung und auf kulturellem Gebiete, also eventuell durch Schul« Subventionen an der praktischen Arbeit des Wiederaufbaues beteiligen wird, so wird es nur diejenigen überraschen, die nicht von vornherein überzeugt waren, daß die Kolonlsatlonsarbcit in ihrem vollen Umfajig ganz auf den Schultern der Juden ohne Mithilfe von anderer Seite liegen wird. Wenn wir nur die Möglichkeit haben, unsere Arbeit weiter zu tun, ohne von anderer, Seite gestört zu werden und un» eine Gesetzgebung zur Seite stehen wird, die den spezifischen Gegebenheiten des Lnndcs angepaßt Ist, können wir der weiteren Entwicklung mit Vertrauen entgegensehen. * Nach einer Unterbrechung von eineinhalb Wochen werden icutc die Schulen, die infolge des Streiks der Lehrerschaft geschlossen waren, wieder eröffnet. Wohl selten hat ein Streik In Palästina die Gemüter so erregt, und wohl selten hat er eine solche Gegnerschaft, auch In Arbeitskreisen, hervorgerufen wie der Lehrerstreik. Das ist nicht zuletzt der Tatsache zuzuschreiben, daß der Streik in einem Augenblick proklamiert wurde, wo bei oberflüchllchcr Bctrachtung kein zureichender Grund zu einer solchen radikalen Maßnahme gegeben schien und der vom Standpunkt der Streikenden betrachtet, taktisch ungeeignet war. Die Lehrerschaft hatte die Ausführung des Streiks bekannt- Ich bereits mehr als sechs Monate verschoben, weil unterdessen eine zeitweilige Ucbcrclnkunft mit dem Erziclnwgsdepartement erzielt worden war. In den letzten sechs Wochen hatte sich eine endgültige Regelung dadurch verschoben, daß die Feierlichkeiten der Univcrsitätscröffnung keine Zeit und Möglichkeit für Verhandlungen ließen. So griff die Lehrerschaft vor Eröffnung der Schulen nach den Pcßachfcricn zu diesem letzten Mittel, um ilircn Forderungen Nachdruck zu geben. Au sich war die ökonomische Lage der Lehrer bei Ausbruch' des Streiks nicht schlechter als wahrend der letzten Jahre. Sic war zum Teil sogar besser, weil d'rc OchüUcr der letzten Monate mit leidlicher Pünktlichkeit gezahlt wurden, nachdem infolge der letzten Konflikte am Anfang des Winters neue Anstrengungen gemacht worden waren, um es nicht zu einer Krlsis kommen zu lassen. Immerhin war die Situation eines Teiles der Lehrer, vor allem in den Kolonien, nicht gut. Die Hauptsache aber war, daß die Lehrerschaft fürchtete, d.\(), wie bereits In den letzten vier Jahren, die beiden Monatsgehälter nicht ausgezahlt werden würden. Dagegen sich zu wehren, konnte nur durch «ine Aktion möglich sein, die jetzt einsetzte. Denn nach Schluß den Arbcitsjahrcs war nichts mehr zu hoffen. Es war jedoch nicht nur dieser materielle Beweggrund, der den Streik verursachte. Die Lehrer, die seit langem mit allen Mitteln dafür kämpften, daß. die Erziehung und die .Kulturarbeit überhaupt In der zionistischen Welt denihr gebührenden' Platz erhielten, wollten sich davor sichern, daß man sie wieder mit Versprechungen beruhigte, die an der Lage selbst nichts ändern. Es handelte sich nicht nur um das Gehalt, sondern um die Aufrcchterhaltung und Ausbreitung einer Erziehungsarbeit, wie sie den steigenden Bedürfnissen des Landes entspricht. Das Publikum wandte sich aus den verschiedensten Oründcn gegen den Streik. Zuerst einmal stößt jeder Streik des Lehrers in der ganzen Welt auf große Gegnerschaft. Seine Aufgabe im öffentlichen Leben Ist zu wichtig, als daß sie durch solche Maßnahmen wie dcf. Streik gefährdet werden dürfte. In Palästina, wo die Schule eine unvergleichlich bedeutsamere Aufgabe hat als anderswo, drängt sich dem Publikum dieser Gesichtspunkt selbstverständlich noch stärker auf. So verständlich diese Einstellung auch Ist, so darf dabei nicht vergessen werden, daß denen, die diese Aufgabe erfüllen, also den Lehrern, gewisse Bedingungen gegeben werden müssen, damit ihre Arbelt unter den zu schweren Verhältnissen nicht leide. Das gilt freilich für alle Ocbictc unserer Kolonlsatlonsarbcit. Und wir wissen, daß wir fast nie imstande sind, die entsprechenden Bedingungen zu schaffen und daß sich das bitter rächt. Wir sehen das deutlich genug an dem niedrigen Lebensstandard unserer Chaluzlni, der ein Produkt der Not Ist und der uns au gutem Mcnschcnmaterlal vielleicht mehr kostet, als die Ersparnisse wert sind, die wir dadurch an unserem Budget machen Unter den Lehrern sind --• das iiiull ohne weiteres zugegeben werden — die Verhältnisse nicht annähernd so schwer wie in den Siedlungen. Aber Erziehungsarbeit kann kaum unter einem gewissen Existenzminimum gemacht werden. Palästina kennt in dieser Beziehung besondere! Begriff«. So war bia jetzt ein Lohnstreik unter der Arbeiterschaft nur denkbar, wenn der ökonomische Druck einen für europäische Länder ungekannten Höhepunkt erreicht hatte. (Mit 'der Entstehung einer zahl- und clnflullrcivhcn »Uldtlschen Arbeiterschaft, die in der Psychologie sich bereits stark von den Landarbeitern untcrsclwidct, hat siel» die Situation etwas gc-ludcrt} So erschien einem großen Teil der Arbeiter der Lehrerstreik als unbegründet. Solange, so wurde ungefähr argumentiert, es' sich um Kreise handelt, die dauernde und sichere Arbeits- Stellungen haben, deren Bezahlung noch nicht unter das Existenzminimum gesunken Ist und die an nationalen Inslltu- Üoncn arbeiten, ist kein Streik ztdässtg, oder höchstens In einem ganz besonderen Falle. Daß dieser Fall bercita eingetreten sei, wurde bestritten. Auch In den übrigen Kreisen des Jisclmw fand der Streik wenig Resonanz und stieß auf starke Gegnerschaft. Es wurden wohl hie und da Stimmen laut, die daran erinnerten, daß der Jisclmw selbst und die ganze zionistische Bewegung mitschuldig sei an der prekären Lage, in dlo dlo Kulturarbeit Im Lande und mit ihr die Lehrerschaft geraten sei, und daß nur der gute Wille "• zionistischen Bewegung Imstande sei, hier Aendcrungcn?u schaffen. Aber während vor der Proklamicrung des Streik.1 weite Kreise die Forderungen der Lehrer unterstützten, to-. man sich jetzt stark in die Reserve zurück. h I;s Ist sonderbar, daß gerade die Lehrerschaft In P.iläMin, die zu den besten nationalen Elementen zählt und sich durch' aus nicht leicht zu solchen radikalen Schritten entschließ! in Gegensatz zu einem großen Teil des Jischuw treten mußte. Allein die Art, wie der Streik begonnen wurde, der; taktisch verfehlte Zeitpunkt, an dem mau ihn proklamierte bewies zur Genüge, daß die Lehrerschaft nuf diesem Gebiet kleine Erfahrungen besaß. Derselbe Streik, in demselben Ausmaß und mit denselben Forderungen, aber zu einer Zci|f proklamiert, wo die Not augenfällig war, hätte den grölitt,,. Teil des palästinensischen Publikums nuf die Seite der Lehrer ''• gebracht. Heute, nachdem drei Monate Gehälter gcuhit wurden und eben erst die Universität eröffnet worden ist S fanden die Forderungen nicht das nötige Verständnis. Urxj! es Ist zu bclürchlcn, dall die Wirkungen dieser gegnerischen1 Stimmung sich auch im Gallith und nuf dem nächsten Kongreß bemerkbar machen werden. Das liegt weder Im Interesse der Lehrer, noch der Kulturarbeit im allgemeinen. Die zionistische Exekutive, von der eine Verpflichtung gefordert wurde, daß sie für die gesamten Ausgaben d« Erzichnngswcrkcs verantwortlich sei, war in einer schwicrlgcu Situation. Sic konnte, ohne ihre Kompetenzen zu Ober, schreiten, sich nicht für das gesamte Budget von 90000 ). verpflichten, nachdem vom Kongreß nur 60000 bcwiliiKi worden waren und der Rest vom Jischuw aufzubringen Ist. Andererseits kann die Exekutive eine solche Lage, wie sie Im Schulwcrk herrschte, nicht ignorieren, besonders nach dem seit dem Rücktritt Dr. Lurics kein offizielles Erziehung departement bestand. Da man durch einen taktischen Fchict von selten der Exekutive die Situation noch verschärft und kompliziert halte, schien es die erste Woche hindurch, ah würde eine rasche Einigung kaum zu erzielen sein. Nach verschiedenen Verhandlungen kam man jedoch dahin übcrcln, den Streitfall einem Schiedsgericht zu übergeben Nachdem sich Sokolow auf der Beratung der Lehrerschaft in Jerusalem im Namen der Exekutive verpflichtet halte, für diejenigen Summen, die das gegenwärtige Budget übersteigen, die Zustimmung des Aktionskomitees, bzw. des Kon gresses einzuholen, stimmten die Lehrer dem Vorschlag de; Schiedsgerichts, den sie vorher zurückgewiesen hatten, ru und nahmen heute die Arbeit wieder auf. Damit ist der Zwischenfall des Streiks erledigt, die Fragen der Kulturarbeit aber, durchaus nicht aus der Weh geschart. Was dieses Gebiet anbetrifft, so sind wir in unserer Arbeit In Palästina In einer ungleich schwierigeren Lage als andere Kolonisattonslandcr. Andere Länder hit man kolonisiert, ohne so komplizierte Fragen, wie die Wieder bclcbung einer Sprache und die Ncubclcbung einer Kultui zugleich mit der Drainage der Sümpfe und der Urbar machung des Bodens tn Angriff nehmen zu müssen. Die ökonomischen Fragen allein genügten, um die ersten Ein wandcrungsgencratloncn vollauf zu beschäftigen. Unsere Lae,e Ist anders. Wir können uns nicht erlauben, zu warten, bis wir die größten ökonomischen Schwierigkeiten überwundni haben. Und so werden wir einen Weg finden müssen, der uns die Entwicklung des Schulwerks garantier». Das Budqci der Zionistischen Organisation oder der Jcwish Agcncy wird uns nicht genügen. Mit der steigenden Einwanderung wird der Jischuw einen immer steigenden Anteil an der List auf sich zu nehmen haben. Eine geregelte Sammlung der nötigen Mittel Im Lande wird nur möglich sein, wenn die Zahlung der Beiträge nicht allein von dem guten Willen des Einzelnen abhängig sein wird. Die Möglichkeit einer Rege lung ist gegeben in dem Qcmcindcgcsctz, dessen Bestätigung uns erst In dieser Woche wieder von Amcry, dem Koloni.dmlnistcr, in Aussicht gestellt worden ist. In jedem Falle wird jedoch ein großer Teil der Last auf den Schultern dei Gallith liegen und liegen müssen. Wenn die Galuthländtr ihre Pflicht nicht erfüllen sollten, so werden wir Zeugen noch weiterer solcher bedrückender Ereignisse sein wie c» der Lchrcrstrclk gewesen Ist. ' v A» >;H'.. Hl.-:' «*,.'. v'"' "hi dl*'., \k *>n. »U ' . ' ".U llc.j •!'«. V:'. <J •rt '.f'A W: .'';V \l sei1' •. dtV,' «•••V »" >; Un.i, ,ij .i »J.; »b> tn:,r. Iii" i'i't'i, r An;»:' i ''rl i »kr i! ÖC:'. cii', zui' Die Arbeiter, Amerikas lör die Jodes Osteuropas New York. (J.T.A.) Auf Initiative des gegcnwarn; mit der Abordnung der Jüdischen Wclthilfskonfcrcnz in Amcrih weilenden Mitglieds des preußischen Landtags Dr. Oskar Cohn wurde hier eine Konferenz von Vertretern jüdischer Arbrilcrorgnuliintiniicn Amerikas abgehalten. Die Konferenz beschloß, angesichts der Liquidierung der Hilfstätigkeit de Joint Distribution Coinmlltcc eine intensive Hilfstätigkeit zugunsten der notleidenden Jmlenheit Osteuropas mil/nin-hirnn und die bisher zersplitterten Aktionen zu vcreiiiluitlUlnn. Am 10, Mal wird in New York eine Konferenz aller jüdischen Arbeiterführer und Vertreter der jüdischen radikalen Organisationen In den Vereinigten Staaten und Kanada bc ginnen. Diese Konferenz wird über die Einzelheiten der Koordinierung der Hilfstätigkeit zu beraten haben. Vertreter der größten jüdischen Arbeiterorganisationen in den Vereinigten Staaten, wie United Jcwish Lahour Orj'niiUatiiw, lcwlhli Workmen's Cirolc, National Workcr's Äs social ton Jcwish Sozialist Association, Jcwish Sozialist Labour Party IVmlc Zion, International Ladics's .Qarnicnt Workcrs' Union und Amalgamatcd Oolhing Workcrs' Union, sowie eine AnlaM lud'rscncr Führer crucllcn einen Aufruf zur Intensivierung der Jüdischen Hilfstätigkeit. Dr. Oi,kar Golm schläft vor, daß alle organisierten jüdischen Arbeiter je einen Stundenlohn ihren leidenden Ocnosscn in Osteuropa widmen; dies würde eine Sumnio von eineinhalb Millionen Dollarn dem Hilfswerk zuführen. 200000 Dollar für das jüdiseho Lehrerseminar In New York. Der bekannte New Yorker Kaufmann Israel Unterberg spendete 200 000 Dollar für die Ausgestaltung der Lehrerbildungsanstalt am Jüdischen Theologischen Seminar in New York. Dadurch ist es möglich geworden, daß das Lehrerseminar, das gegenwärtig Im Ocbäudc der Technischen Schule für jüdische Knaben untergebracht IM, ein eigene» Haus erhalt. , I ,1.11 MÜH III. „„.■ *'-^")UUi*»®.4'^W. iui]3 ö 0^10 lil^fli1 ff^^^h^^V Cl OGÜ y u ü Ü y y Qm Hi yfy! ^SC^IjD^^Li'S^^ J H i'1'! V.\ "■-.,:<' koi;j \I'.V';. g"\• T' D<;> 'i. ' IM- •*„••< 35','J W' ■.: g\o- : 5. i'111!> ■ ' dC :ll Hl* urvi, im dii', ■ ,,- Ur."U«, , sa' r;/ •'«J:' i Ur.'„V-,- ,-if,'. Di:''''ir ''>'.:' , w*T-'.;,(,,■!. Di.ii|f-: Da ' ' lici; ' .' ül>i , t •( v I, «>«i>£-''<; dei' i' l"f,' ,. f die 1 - Sl4v':;f KiS? X ■ v r«> .^•> »tu,- i';,,) kai^ En f '" ij ai'<iH i;> im Wr .i ■i. i .ij ti , Stil». •W; . s im!'*. ■ ' M«>, ••:; det ^A. •ndJV'r. seh >,. ■' Pal "!'• '' odr,j aul leb < 'f, ti«!;:, un*;;.'>]'' sieii'rj rcl'Kf scH J:, ™>\ i : > 'im gev,;,<j;. HIV«;i, fei., -'4, dii?-.!,!'.. SU > ' ini;i dll i, foK Wi, <le l.i Et sli . Ut ' tu) > At ' VI i ru u sc & 1 vt <fc m In K ZI K ra NC i ei ti u c! 2 V .( iUl ti*; 10 * »■ i <i i;? : .'4r'f i'»:;au; >( \ *t 1 ' * h :ii '•;li' Ii T»T- 0i.mil. r , . i^uji. «.., .^^^^f^^^^ ■............'!>"l'«r<>n ,m, ,-6f,w - .,„.k; ■ ■• '^.■„•;.:ü^,a^£-.i-^,L. .....■o.^..., lUkLwj'ji v ■■'■,., '■,i.»..y»;ri,V; ■ j.: »a-i^- - ., i i r *.....J"* ik \< ■&\} ^l;r'\ rl , i ' VV! ii •'iil '•; 'i»-}