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Jüdische Rundschau · 1925-05-08 · Heft 36 (8.5.1925) · page 3

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 36 (8.5.1925)
Date
1925-05-08
Page
– (sequence 3)
Language
German
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fr 36 JUEDISCHE RUNDSCHAU "^jgkciten und Möglichkeiten In der Palästinaarbeit >""•' Bedeutung der palästinensischen Arbeit wird auch vl unterstrichen, daß heute die hebräische Bewegung Diaspora In ganz anderem Maß ah vor dem Kriege ' ts unter dem Einfluß Palästinas steht und In den Kreis **' „ Palästina bPcinfhiHten und vn ••■'-•■•••>--'sehen •icklung abhängigen Arbeitsgebiete eingetreten ist. •'infolgedessen ist heute Jerusalem der 'fpem&ße Sitz einer zionistischen Exe-!l jVc, Mit der Verlegung nach Jerusalem wird die Exe- •JL wieder die Kraft bekommen, die grisllfe Entwicklung, „atonalen Judentum zu beeinflussen. Ihre Autorität wird Vkt werden, wenn sie sich mit dem heute wieder stärksten ^•fliiinRspunkt des jüdischen Lebens verbindet. Ihre Stellung lj gegenüber der nichti-ionistischen Welt eine über die 'jficcßcns.it/c der einzelnen Dinsporaländcr weit hinausjLbenc werden. Denn auch außerhalb des Zionismus bcfZ\ Palästina die Partcrschrankcn zu überwinden. Die Fragen t palästinensischen Entwicklung, die heute keine Lokal» f.fn einzelner Kolonien und Städte sind, sondern die das i'tcssc der ganzen jüdischen Welt in Anspruch nehmen, ',jCfl von einer Exekutive, die vom geistigen und svirtijitlichcn Leben des Landes direkt beeinflußt wird, die aber j jcr anderen Seite den tiefen Zusammenhang mit der?,lt der Diasnora pflegt, in sachverständiger weise und 13)U!lf.cliobcn über das Niveau kleiner Partcigcgcnsätzc und;,(lC)iicngruppcn, behandelt werden können. Eine Exekutive in Jerusalem wird auch trotz der noch ^äeren Entfernung von den Ländern der Diaspora ah» 'tedtm in einem stärkeren persönlichen Zusammenhang mit "ü Diaspora stehen. Einmal steigt die Tendenz zu Pai'inarciscn, und sie wird in sehr kurzer Zeit dazu führen, Ij jeder zionistische Führer das Land aufsuchen und seine Jsc im Zeitraum von einigen Jahren wiederholen muß. läf der anderen Seite werden die Reisen der Mitglieder und J(1-itcn der Exekutive in die Länder der Diaspora eine /lere Bedeutung gewinnen, weil dann all diese Männer [it nur ihre eigene Autorität, sondern auch die Palästinas 3 sich verkörpern werden, und weil dann diese Reisen •iklucitig die Verbindung'der Diaspora mit Palästina und it der Exekutive herstellen werden, während heute der vticter der Londoner Exekutive nur seine persönliche yorität mitbringt. Von Palästina weiß er bestenfalls das, n die lokalen Führer In den Ländern selbst aus eigener isinlnis wissen, Statutarisch wird sich die Verlegung der Exekutive von Mtion nach Palästina nicht besonders bemerkbar machen, ixh in Zukunft sollte die Zionistische Organisation gegen- Jtr der englischen Regierung unter dem Namen der zio- •üischen Exekutive auftreten. Mindestens zwei Mitglieder it zionistischen Exekutive sollten daher ihren Wohnsitz; London haben. Die Exekutive wird daher in Zu - ,inft in London auch ein Büro brauchen. Die Mgkcit der zionistischen Exekutive in London wird sich :.it auf diejenigen Geschäfte beschränken, welche in London jtliihrt werden müssen. Das werden im wesentlichen :t politischen Verhandlungen mit der englischen lt;icrung, die Zusammenarbeit mit den zionistischen Vcrtitrn in Paris und in Oenf und gewisse Verhandlungen it.dcr ICA und mit Baron Rothschild sein. In der. ,ersten!tit werden auch zionistische Arbeiten in England selbst anikommen. Diese werden dann aber In steigendem Maße •a der English Zionist Föderation übernommen werden .::.-cn. Auch das wird eine indirekte günstige Folge der nlcgung der Exekutive nach Jerusalem sein, daß die engschen Zionistcn in stärkerem Maße als in den letzten Jahren sr Ucbcrnahme einer selbständigen Verantwortung ge- ■mngen sein werden. Das wird sicher zur Stärkung der äjlish Zionist Föderation beitragen. Es soll also auch in Zukunft Mitglieder der Exekutive 'London und Mitglieder der Exekutive in Jerusalem geben. '« Zentrum wird aber seinen tatsächlichen Sitz in Jerusalem '•'xn. Dort wird das Zcntralbüro sein und die große Mehrfltder Mitglieder der Exekutive. Die. Organisation wird in '« Jcrmalcmc'r Kreis In ganz anderem Maße als bisher » dem Londoner Kreis das verantwortliche Zentrum er '••'-Un. Denn dieses Zentrum wird alle bisherigen Arbeits Äctc, mit Ausnahme der politischen Arbeit in Westeuropa, umfassen, und auch diejenigen Arbeitsgebiete wieder besetzen, welche heute aus Mangel an Personen auf die Erledigung formaler Angelegenheiten beschränkt sind. Dam gehört in erster Reihe das Orgaiilsatlous-Departcment, ferner die notwendige Zentrale für Propaganda, das Finanzwesen der Organisation und die Abteilung für kulturelle Arbeit. Ein Zcntralbüro in Jerusalem wird auch besser als die jetzige Exekutive In der Lage sein, die Arbeit unserer Fonds und der übrigen palästinensischen Institutionen untereinander zu koordinieren und das Recht der Kontrolle, welches der Exekutive zusteht, dazu zu benutzen, um eine systematische Zusammenarbeit aller Fonds und aller Palästlnalnstitutioncn herbeizuführen. Eine "solche Zusammenfassung aller palästinensischen Institutionen u u t c r O b e rl c i t ti n g der Exekutive darf natürlich nicht zu einer Vermischung, der Fonds und zu einer Ertötung des Verantwortungsgefühls in den Leitungen der einzelnen Institutionen führen. Diese Gefahr kann heute,- wo die Ideen eines übertriebenen Zentralismus in der Verwaltung, wie sie der Krieg In allen Lindem geschaffen hat, überwunden sind, ohne Schwierigkeit vermieden werden. Auf der anderen Seite ist es aber unbedingt notwendig, daß unsere so schwierige Aufgabe des Aufbaus Palästinas nicht weiterhin durch systemloses Ncbcucinandcrarbcitcu der einzelnen Institutionen und Fonds erschwert wird. Mit der Verlegung der Exekutive wird auch das Hauptbüro des Kcren ilnjcssod seinen Sitz nach Jerusalem verlegen und damit auch dem Kcrcn Ilnjcssod dir Vorteile zuwenden, welche dem Kcrcn Kajcmcth durch die rechtzeitige Verlegung seiner Zentrale nach Jerusalem unleugbar zugeflossen sind. Die Verlegung der zentralen Instanzen nach Jerusalem hat natürlich ihre Gefahren. Viele fürchten Insbesondere, daß eine zionistische Exekutive in Jerusalem von den außerjüdischen politischen Faktoren nur noch als eine lokale palästi- .nensische Instanz und nicht, wie jetzt als die Vertretung des jüdischen Volkes in den palästinensischen Fragen angesehen werden wird. Diese Gefahr kann dadurch vermieden werden, daß nach wie vor Mitglieder der Exekutive Ihren Sitz in London haben, und daß es dort nach wie vor ein zentrales Amt der Zionistischen Organisation gibt. Wie die Arbeiten <]cr Exekutive im inneren Betriebe und in den Inncrjüdischcn Fragen zwischen London und Jerusalem verteilt sind, das ist eine Frage, welche auf die Außenwelt ohne Wirkung ist und rein nach inncrjüdischcn Notwendig, keilen geregelt werden kann. Unsere Organisation' ist ja nun einmal darauf angewiesen, daß ein Teil ihrer führenden Menschen ein halbes Nomadenleben führt. Die Verlegung des Sitzes der Exekutive wird daher bei ihnen von nicht so großen persönlichen Konsequenzen begleitet sein, als man vielleicht glaubt. s Man ist in der Politik nur selten in der Lage, sich ganz ohne inneres Widerstreben für eine bestimmte Entwicklung zu entscheiden. In den meisten Fällen und ganz besonders in den schwierigen Fragen der Entwicklung einer jüdischen Politik ist man gezwungen, Gründe und Gegengründe gegeneinander abzuwägen und sich zu entscheiden, obwohl man weiß, daß es auch beachtliche Oegcngrüudc gibt. Auch in der Frage der Verlegung der Exekutive nach Jerusalem sind solche Gegenargumente vorhanden. Sic liegen hauplsächlich auf dem Gebiet der äußeren Politik. Ihnen stehen aber weit stärkere Notwendigkeiten des Inncrjüdischcn Lebens entgegen. Zu ihnen gehört auch, wenn auch nicht in erster Reihe, die Finanzfragc der Zionistischen' Organisation. Es bedarf keiner Begründung, daß sehr viel leichter sein wird, die Schckclsammlung durchzuführen und den Schckcl auf eine angemessene Höhe zu bringen, wenn er nicht mehr als eine statistische Gebühr empfunden wird, oder wenigstens als eine Abgabe, die nur in ganz lockerem Zusammenhang mit PaLHstina stellt, sondern wenn von dem Schckclclngang die finanzielle Existenz, die oberste jüdische Behörde Palästinas abhängt. Mit der Verlegung der Exekutive wird schließlich mich das Interesse der Palästinenser am nationalen Leben in der Diaspora gestärkt werden. Es wird der Exekutive möglich werden, palästinensische Kräfte für die Arbeit außerhalb Palästinas zu gewinnen, und damit wird der Einfluß Palästinas auf die Organisation steigen. Das wird zu einer üifl, der Literatur« der bildenden Kunst,' im Oewerbc, im 'fetlichen Leben usw. „Und sie alle, alle", schloß er K'ribt, „stehen außerhalb unseres Lagers". Warum? Warum stehen sie auch jetzt noch wie Unreine ««rhalb des Lagers? Sollen wir, unsere Väter und Kinder, *«men, uns vor sie hinwerfen und sie mit Patikcnschlag Reigentanz ins Lager hineinführen? Wir haben ein ^uben bei Ihnen. Wir haben einen Schuldschein gegen ''- Sic sollen diesen Schuldschein einlösen I , penn nur durch das, was ihrem Volk gehört, und fa die Kraft seines Oclstcs haben sie sich all diesen ffs und all diese Ehre erworben. Schon da sie zum ersten *« zur Schlacht aufbradicn, da sie, wie es ihnen schien, Triebe ihres Herzens folgten und dorthin gingen, wohin «eicr Ocist sie trug, schon damals waren sie in Wahr- *t nur Abgesandte ihres Volkes und Vollstrecker des Gc- /'« y&v&% geheimen Engels. Der Geist ihres Volkes war es, ' «ic als Vorkämpfer in die Schlacht auf Leben und Tod \ 'gesandt und, indem er ihnen seine vorzüglichsten Waffen? Kricgsgcrätc schenkte, geschärft von vielen Ocsclilcch- Kinder «einer ewig wirkenden Kraft, ihnen VoHmncht jMen int, Ihm, was Immer auch geschehe, ah» Preis t||trobcr"' daß er unter seinen Emlcdrlgcrn und Vcr- ,> rn seine Ocsfaft autrichten und seine Macht erweisen J1, Ei' hat sie ausgesandt unter der Bedingung, daß sie »j j.crkommcn, damit sie nachher stärker, als sie gewesen, >»m zurückkehren und ihm das Haus seines Lebens er- Nicht Ihnen also gehört die Frucht ihres Sieges, dem, der sie ausgesandt hat. Nicht» ist ihr Eigen, *',s sie Vater und Mutter geraubt. iJie solle« uns nicht mit Zahlung von Tribut versöhnen :., Wir verzichten auf ihren „blinden Schneider", auf f^pusikanten" und auf die übrigen dürren Früchte ihrer j.*'1 die sie uns von einem Jubeljahr zum andern in harten fallen lassen, von dort, wo sie »1c jenseits ''iwci ßcP'lat"t haben. Sic selbst — dos Ist es, was W w,r verlangen von Ihnen, daß sie icjbst In w *f Mitte sind, da sitzen, stehen und gehen, verlangen eu»«n Strom ihrer Kraft und den Fluß ihres Leben*, sie ganz 90, wie sie sind, mit dem, was sie gesündigt und was sie Outcs getan, mit ihren Irrtümern und Freveln zumal, Daß ihr Stamm und ihre Wurzeln in unserem Oartcn seien, das ist es, was wir fordern. Mit dem Wipfel und den Früchten werden wir es nicht genau nehmen, Mag der Wipfel in fremden Bereich sich neigen und mögen die Früchte dorthin fallen. Wir werden von ihnen überhaupt keine „jüdischen Themen" fordern; sie sollen schaffen, wie es ihnen in den Sinn kommt — nur daß sie in unserer Mitte schaffen, in unserem Erdreich, Innerhalb unseres Lagers, daß ihr Ocsieht auf uns gerichtet sei und ihre Augen auf uns schauen. Darüber hinaus stellen wir Ihnen überhaupt keine Bedingungen, Sic sollen bei uns wohnen, das genügt. Der Mensch selbst, als ein Gefäß, das eine Summe von Leben enthält, ist der kostbarste Besitz der Nation. Es soll ein jeder von ihnen das Ocfäß seines Lebens in den Strom der Nation ausgießen und seine Kraft mehren. Wenn die Frucht Ihres Geistes von außen zu uns kommt, von jenseits des Zaunes, haben wir nicht genug an ihr, um unser Leben ,zu fristen. Es fehlen ihr die Stoffe, unser Leben aufzubauen, Nun ist einer von den „Ucbcrrcslcn" da, der gefährdet war und zu uns zurückkehrte, wie es scheint, um sich dauernd bei uns niederzulassen, Dafür sprechen seine ersten Taten. Er kam zu uns mit seinen zwei WcHCiisseitcn zugleich : als schaffender und als erziehender Künstler, der seine Kunst die Menge lehrt und sie ihr erläutert. Er brachte uns diesmal auch von seinem Eigenen: ein Albuin von Bildern jüdischer Schriftsteller und Künstler; dazu cfn Heft, das er über Rcmbrandt gcscftncbcn, hatte. Ucbcr das' Wesen beider Schöpfungen mögen. Kritiker, von Fach ihr Urteil fällen. Ich als Laie kann nur annehmen, daß der Freund seinem Wesen treu geblieben ist, Ebensowenig Ist es meine Sache zu erforschen, warum er denn zurückgekehrt Ist. Das sind Dinge, die im Herzen vorgehen; man fragt nach ihnen nicht vor aller Welt Wenn ihr wollt, so bin Ich dazu nicht geeignet, well Ich ein wenig Partei bin, Ich habe jct/.t keine andere Absicht als ihm zu sagen: „Friede sei mit deinem Kommen" und Ihm ein wenig die Furcht zu vertreiben. Er möge wissen, daß er heute nicht zu einer öden Ruine zurückkehrt. Die Zeiten haben sich inzwischen Oott > Seite 331 Gesundung des Denkens beider Gruppen führen. Die Palästinenser werden sich des Zusammenhangs des palästinensischen Aufbau« mit der Situation der Juden in der ganzen Welt und mit der Stärke der Zionistischen Organisation mehr bewußt werden und damit der jüdischen Gesamtheit und ihren Fragen den zukommenden Platz im Denken Palästina« gehen, tibenso wird die Diaspora durch die Arbeits- Atmosphäre und den Pionicrgcist Palästinas stärker beeinflußt und gegen die Einwirkungen des politischen und sozialen, Lebens der nichtjüdlschcn Welt stärker gesichert werden. Die Aufgabe des XIV. Zionistcnkongrcsscs ist daher die Verlegung der Exekutive und damit auch des Kcrcn Hajcssod nach Jerusalem. Diese Verlegung ist die notwendige Voraus- Setzung für den Wiederaufbau einer starken und in sich gefestigten Zionistischen Organisation, die das Haupt- Instrument für die Jüdische Zukunft in Palästina nicht nur In der Vergangenheit gewesen, sondern auch für absehbare Zukunft bleiben wird. N Welzaia» in Loidou Sonntag, den 3. Mai, ist Wcizmann aus Palästina nach London zurückgekehrt. In einer Unterredung mit einem Vertreter der Londoner „Jcwish Times" erklärte Wcizmann, daß er mit den Fortschritten der Arbeit In Palästina sehr zufrieden sei. Der Jischuw blicke voller Optimismus in die Zukunft. Die Aussichten seien unverändert gut, und es hänge nur von der Mitarbeit der Juden im Gallith ab. oh die Zahl der jüdischen Einwanderer sich dauernd auf der bisherigen respektablen Höhe zum Nutzen des Landes und des jüdischen Volkes, werde halten können. Amery Aber den Zwischenlall In Damaskus London, 5. Mal. (Ilavas.) Der Kolonialnünistcr er« klärte, daß die Regierung von Palästina erst am 4. April das Gerücht zu Olircn gekommen sei, in Syrien werde ein Angriff auf Lord Ballour vorbereitet, Die Regierung setzte hierauf die französischen Behörden von dem Gerücht in Kenntnis. Der beabsichtigte Besuch Dalfuurs war den Franzosen schon einen Monat früher mitgeteilt worden. Die französischen Beliördcn hatten die Versicherung abgegeben, daß alle Maßnahmen zum Schutze Balfour» getroffen werden würden. Die anläßlich des Besuches Haifours In Jaffa verhafteten sechzehn Personen sind wieder aus der Haft entlassen worden. Die AbII Diltonr Kundgebungen Ii Damaskus Jerusalem. (J.T.A.) Der französische Konsul in Jerusalem lehnte die Visicrung der Pässe einer Abordnung palästinensischer Araber, die sich nach Syrien begeben wollten, «-um den Opfern der Anti-Balfour- Kundgcbung ihre Sympathie auszudrücken, ab. Die palästinensisch-arabische Presse greift den französischen Konsul deswegen an. Wie aus Damaskus gemeldet wird, sind 51 Araber, die sich an der Kundgebung gegen Balfour führend beteiligten, dem Oerieht übergeben worden. , Der 1. Mal Ii Palästina Die Feier des 1, Mai vollzog sich in Palastina in vollständiger Ruhe. Ein Teil der Arbeiter feierte und in allen Städten fanden Versammlungen statt. In Haifa wurde einige extreme Sozialisten,«darunter ein Araber, arretiert, weil sie versucht hatten, eine Demonstration zu .veranstalten. Ocf(entliehe Umzüge waren verboten sind fanden nicht statt. Neue Kriegsgefahr im Hedsehas Aus Damaskus wird gemeldet, dnll int Hedsehas neue Kricgsvorbercilungcn getroffen werden. R u d j i Pascha ist nach J c d d a h abgereist, um das Kommando der I ledschas- Armcc zu übernehmen. König Ali sind seine Truppen werden von den Wahabitcu unter Führung des Sultans Ihn Saud belagert, Es verlautet, daß die Wahabiten einen n c u c 11 Ucbcrfall auf Transjordanicn planen. Angeblich sollen 12000 Wahabiten an der Qrcnzc Trans Jordaniens konzentriert sein. sei Dank gewandelt und auch innerhalb unserer vier Ellen gibt es etwas und irgendwen. Er wird jetzt in unserer Mitte ein Auge finden, das sieht, und ein Ohr, das hört, und, wenn er es verdient, auch clu freundliches Gesicht. Der Gott Israels hat an seinem Getreuen') die Schuld dar geringen * Abkehr eines Augenblicks heimgesucht und seinen (Icbcinrn die Ruhestätte Im Laude der Väter verweigert. Das Volk Israels Ist'nicht eifervoll wie sein Oott; wer eine Grabstätte in seiner. Mitte einem Lcwitan gegeben hat, der in seiner Maske gestorben ist, seinem Volke den Rücken kehrend, ein goldenes, pcrlcnbcsetztes Krcuzchen auf seinem Herzen — der wird eine Stätte zum Leben denen geben, die aus ganzem Herzen zu ihm zurückkehren. Wir wollen den Rück, kehrenden nicht verhehlen, daß es uns sehr, sehr leid tut, daß er mit der Rückkehr gezögert hat; daß es uns leid, sehr leid tut, daß er seine „Sünden" anderen und seine „Umkehr" uns geschenkt hat. Trotzdem sei auch ein späten Kommen gesegnet. Wir wollen ihm öffnen. Immer ist die Hand ausgestreckt, Rückkchrciidc zu empfangen. Laut und klar wollen wir ihm sagen: Unser Bruder bist du — dein Kommen sei In Frieden. Gebe Gott, daß es oucfi zum Segen sei. Homburg, 17. Chcschwau, Söß'J. Henry Fords neue antisemitische Legenden. Das Organ Henry Fords begann mit dem Abdruck einer Serie Artikel, in welcher eine neue jüdische „Konspiration" gegen Amerika und gegen die ganze Welt aufgedeckt werden soll. Es wird behauptet, daß die Juden die Kontrolle über das Gold der ganzen Wcjt in-Händen haben und dadurch eine Gefahr für alle Länder und Nationen bilden. In dem Artikel heißt es weiter, daß der Dawcs-Plan Deutschland die Kontrolle Ober,die amerikanischen Finanzen einräume und dn'ß dahinter die jüdischen Bankier• stehen, die durch Deutschland Amerika kontrollieren wollen. *) Gemeint ist Moses. (Anm, d, Ucbcrs.) . *

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