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Jüdische Rundschau · 1925-04-24 · Heft 32 (24.4.1925) · page 6

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 32 (24.4.1925)
Date
1925-04-24
Page
– (sequence 6)
Language
German
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rii«. rtwi .iix. Seile 206 JUEDTSCHE RUNDSCHAU Nr. 32 für diese Arbeit vom Kongreß erhalten, wShrcnd ein koallcrtc's „Slcdlungsminlstcruim" fltre Durchführung zu überwachen halle. ,„.*,,„ Gerade dir KKL. kann am wenigsten ein Budget aufhielten. Ur ist ein Laiidcscrwcrbs-Fowh und cs Ist Wir, daß. nicht zu einer bestimmten Zelt verkündet werden kann, wir wollcni in diesem Jahre die und die und die Oebfcte erwerben oder die und die Beiträge dalür amgeben. Dasselbe gilt für die PLDC, und gilt ganz, gewil) für unsere Danken, die ja auUcrdcm das Privileg für sich In Anspruch nehmen — das Im Grunde Ja nur cum grano salls zu nehmen Ist, daß sie von dem Willen ihrer Aktionäre abhangige Gesellschaften seien. Auf dem hier vorgeschlagenen Wege wird aber das Gesamtirbcltsgeblet «Her unserer Institutionen, de» KU., KKL.,. PLDC, der Danken und eventuell aller Fonds und liistituttonen, die das Recht für »ich in Anspruch nehmen, als zionistische Institutionen betrachtet tu werden, und die daraufhin die Unterstützung der Zionistischen Organisation verlangen, mindestens insoweit es mit dem Aufbau des Landes zusammenhangt, der Beurteilung und der Regelung durch den Kongreß unterworfen. Das fst es, worauf es ankommt Keineswegs handelt es »Ich darum, — wie man nach dem hier bekannt gewordenen Wortlaut der Vorschläge de« Herrn Llpsky annehmen könnte, daB In einem sogenannten Budget die Verwendung der Gelder der Fonds und der Instilu- Honen im einzelnen durch den Kongreß bestimmt werde« soll. Das ganze Budgetrecht des Kongresses ist eine sehr «wctfclhaftc Frage, und keiner mehr als der KH. hat es verspürt, wie unsinnig es Ist, wenn der Kongreß Ober alle Outachten und Bedenken hinweg einseitig Etatposlen aufstellt, die in keinerlei Gegenwart verwirklicht werden können.. Cs kann sich auch nicht darum handeln, daß die Gelder der beiden Fond!», wenn wir schon nur von diesen beiden sprechen vrdlcn, etwa In einen Top! geworfen werden, aus dem nun die „Bedürfnisse der beiden Fonds" Je nachdem bestritten, werden. Das würde etwa daru führen, daß, wenn der KU. mit seinen Ocldem nicht ausreicht um Straßen anzulegen, Wasserleitungen zu rieben, Häuser ru bauen und dgl., der KKL. unter "dem TIM „Irrigation" zu diesen Arbeiten in einem Ausmaße herangezogen werden würde, das ihm die Möglichkeit nehmen würde, seiner eigentlichen Aufgabe, Landerwerb, nachzukommen. Der KKL ist ein Landerwerbsfonds und niemals mehr als heule war cs klar, welche außerordentliche und dringende Aufgabe er auf diesem Oebicle w» bewältigen hat. Der Kongreß kann bestimmen, nach welchen Richtlinien die Sicdlun-spolitik des KKL. betrieben werden soll; z. B. oh der KKL. sich wirklich nur auf den Erwerb von ländlichen Beden beschränken, oder ob er auch auf die städtische Bodenpolitik Einfluß gewinnen soll. Der Kongreß kann natürlich ein für Alle Mal feststellen, Inwieweit das Gebiet der sogenannten Amclioratlon zu den Aufgaben des KKL. gehört. Ich würde cs für ein Unglück hallen, wenn der KKL. durch Belastung mit.derartigen Aufgaben seinem eigentlichen Gebiete, dem Bodcnenverb, entfremdet werden würde und ich hoffe, der Kongreß wird auch so empfinden. L:s kann dem KKL. nur erwünscht sein, wenn die vielen Fragen, die Im Laufe der letzten beiden Jahre zu Diskussionen in der Ocffcntlichkcit Anlaß gegeben haben — Undsinannschädliche Siedlung, Vergebung der Bauaufträge des KKL., Arbeitervorstädte usw. » in der Öffentlichkeit des Kongresses behandelt werden und darüber beschlossen wird, damit in Zukunft das Direktorium ganz genau weiß, wie es zu entscheiden hat, um im Einklang mit dem Willen der Zionistischen Organisation zu handeln. Nichts schadet dem; KKL. mehr, als wenn die zionistische Oeffentllchkeit zu der Meinung kommt, es sei ihr durch die Konstitution des KKL. die Möglichkeit genommen, auf die Handhabung seiner Geschalte Einfluß zu nehmen, lind wenn immer wieder versucht wird, den KKL. von seiner eigentlichen Aufgabe, dem Bodcncrwcrb, abzudrängen, bietet gewiß eine Willenskundgebung des Kongresses dagegen einen viel stärkeren Schuir, als ein Direktorium, das in indirekter Wahl gewählt, sehr leicht auch einmal so zusammengesetzt »ein könnte, daß dabei Tendenzen zur llcrrsdialt kommen, die dem Willen des Kongresses zuwiderlaufen. Aber nochmals sei es wiederholt: Das trifft nicht für den KKL. zu. Das ist eine Frage des KH. ebenso wie aller anderen Institutronen, von denen hier wiederholt die Rede war. Wenn auf diesem Wege versucht wird, zu einer Vereinheitlichung zu kommen, statt daß man aus rein akademischen Gesichtspunkten heraus zu einer Verschmelzung zu kommen sucht, mit der ganz erhebliche Bedenken psychologischer Natur Im Hinblick auf die Propaganda usw. verknüpft werden, Pcdcnkcn, die von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung unserer Fonds sind, dann wird dem berechtigten Verlangen der Zionistischen Organisation nach Systemati- *i:rung der Arbeit in einer vernünftigen, erfolgverheiCcndcni Wihc Ocnüge geschehen. Dann wird der Aufbau, der heute so widerspruchsvoll ist, auf die einheitliche Grundlage gestellt werden, die überhaupt nur den Erfolg verbürgt. linc ganz andere Seite des Problems, nämlich die. propagandistische sei in einem zweiten Aulsatz behandelt. Ansledliog ehasjldlsclicr Jodca durch den KKL Der Jüdische Nationallonds hat für die Ansicdlung zwei Gninpen chassldischtr Juden aus Polen QDOO Dunam anschließci]d an seinen Besitz bei Jadjur erworben, der sich dadurch »ut insgesamt 13000 Dunam vcrgroUcrt. Die Neuerwerbung sreu/t au den Komplex von 17000 Dunam an, den die beiden Gruppen aus eigenen Mitteln gekauft haben, tt daß. für die Anslullung dieser Qiassidim insgesamt 2G0£K) Dunam zur Verfügung stehen. Die Zahl der zur Ansicdlung kommenden Familien nat hlch von 50 aut 00 vermehrt. Für Jede Familie Geben die Onippen dem KKL. ein Darlehen von Je 100 £E, «■ h. insgesamt 0000 £E, ans denen der KKL. die ersten "vvtin der Erwerbung deckt, die in einigen Jahren zurückgezahlt werden müssen. Weitere Vorschläge ähnlicher Art, die daraul abzielen, mit I iillc von Darlehen oder Pachtvorauszahlungcn dem KKL «Jen Lrwerb größerer Landstrcckcn für Neuanslcdlungcn zu "möglichen, unterliegen zurzeit der Beschlußfassung des KKL.» Direktoriums.__ Genf. (J-T.A.) Die M ala ri a-Komm i a si'o n der aesuncUults-Sektion det Völkerbünde» geht Jetzt daran, •ingehende Untersuchungen Ober die Verhllfnliwc der Ma- «rlaaeuche In Aegypten, 'Palästina'und Sy- '»cn anzustellen, , Die Untcrauchungcn beginnen im ^»1 und enden Im September. Ea handelt »Ich darum, die ^st« Methode zur Bekämpfung der Malaria Jn den .gefährdeten •»odern herauszufinden. Sitzung des Landcsvorslandes der Z. V. L D. An der Sitzung des Landrsvorstandes, die am 10. April unter Vorsitz von Herrn Kurt Blumcufcld in Dcrlln stallfand, nahmen die Herren Dr. Bcrthold Felwcl. Oc- Rcliäflsführendcr Direktor des Kcrcn Hajessod, und Leonhard Stein, Sekretär des Politischen Departements der Zionistischen Exekutive in London, als Gäste teil, fm Mittelpunkt der Beratungen idand die Frage der Erweiterung der Jcwisli Agency. Die Aussprache wurde durch ein Referat des Ifcrrn Blumenfeld eingeleitet, In dem die Stellungnahme der Leitung der Z.V.f.D. zu dem ganzen mit der Erweiterung der Jcwisli Agency verbundenen Fragenkomplex präzisiert und eingehend begründet wurde. Der Luidcavondand beschäftigte sich mit der Frage der Dclcgicrtcwahle n zum 14. Kongreß und sflrte eine Kommission ein, die der nächsten Sitzung ihre Vorschläge zu unterbreiten hat. Nach eingehender Aussprache erklärt«; hieb der Landesvorstand damit einverstanden, daß die Arbeiten de) Chnluzsekretarin ts der Z.V.f.D. unter bestimmten, genau formulierten Bedingungen bis auf weiteres vom „Hechaluz", Deutscher Landesverband, übernommen werden, und beauftragte das Präsidium, ein entsprechendes Abkommen mit dem „HfchViir." zu treffen. In die Kommission für Jugendarbeit, die aus Mitgliedern de» Landesvorstandes und Ja einem Vertreter der zionistischen 'ti"cn<lorgaiiisationeii in Deutschland bestehen «uill. wurden die Herren Bhimcufcld, Dr. Focrder und Dr. Rau als Vertreter des Landcsvorslandes entsandt. Aus dein von der Obersten Vertrau enskammlsslon für den Keren Hajessod (PalSstlna-Onindfoiid*) erstatteten Bericht geht hervor, daß nünilllchc Mitglieder de* Landesvorstandes und der zentralen Kommissionen der Z.V. f. D. bis auf drei ihre Maasscrvcrpfllehlting für das laufende Jahr abgegeben haben. Die Oberste Vertraucnskotnniission wurde beauftragt, im Sinne der Beschlüsse de« Dtlegierteiilages und des Landesvorstandes nunmehr die Aufforderung zur Abgabe der Maasscrverpfllchtiing au die Mitglieder des Zentralkomitees und deren Stellvertreter, sowie an die Vorstandsmitglieder der Orlsijriipiieii zu ziehten. Das Präsidium der Z.V.f.D. berichtete über die finanzielle Situation der Z.V.f.D. und wies auf die v6W<? unzureichenden Ergebnisse der Zloulslensteiier-Aklion Im ersten Quartal 1025 hin. Das Präsidium richtete an dio Mitglieder de« Landcsvorslandes den dringenden Appell, auch ihrerseits dafür Sorge ru tragen, daß Sehekel- und Zlonlstcnstcuenklioit während der nächsten Monate Im Mittelpunkt der Tätigkeit nlW .Ortsgruppen stehen, daß die Akfonen mit iiußcrs'er Fnerglc und Anspannung aller Kralle durchgeführt werden und daß die Ucberweisting der eingezogenen Gelder pünkt'lch und regelmäßig erfolgt. Es wurde beschlossen, die nächste Sitzung de» Landesvorstandes für den 20. Mai und die erste Tagung des Zentralkomitees der Z.V.f.D. für den 21. Mai nach Berlin einzuberufen. Tading des Zcnfralkomltrcs der Z. V. f. D. Der Landesvorstand der Z.V.f.D. hat in »einer Sitzung vom 10. Annl beschlossen, das Zentralkomitee für Donnerstag, den 21. Mai. vormittags 0</j Uhr, nach Berlin rlu/iibcnifen. Diejenigen Orlsgrunpen und Qriippenvcrhändc, die laut § 14 des Statuts zur Delegierung von Mitgliedern In das Zentralkomitee berechtigt sind und ihre Delegierten dem Bureau der Z.V.f.D. bisher nicht bekanntgegeben haben, werden hiermit dringend um sofortige Angabe ihrer Delegierten (mit genauer Adresse) ersucht. D a sPräsidi ti mderZlo tt istUc he n Vereinigung für Deutschland. PaiSMIurrlsrn bcwlttrlfr zloiWtlschcr Mllarbeller Dem Präsidium der Z.V.f.D. Ist ein Spezialfonds zur Verfügung gestellt worden, der ts ihm ermöglicht, einer beschränkten Zahl von bewährten zionistischen Mitarbeitern Zu. »chüssc für Palaslhtarclscn zu gewähren. In Betracht kommen Gesinnungsgenossen, die seit längerer Zeil nachweisbar auf dem Gebiete der Zinnlstl<clien Organisallon und Propaganda oder für unsere Palästina-Fond» tätig gewesen sind. Bewerbungen sind an das Präsidiuni der Z. V. f. D. zu Händen des Herrn Dr. Alfred Schwarz, Berlin-Tempelhof, Berliner Straße 62, zu richten. Die Jüdische Volksparlrl and die Wittlrn zum l.andesvtrb:in«VRil Wie bereits gemeldet, hat die Berliner Jüdische Gemeinde für den Rat des Preußischen Landesverbandes 10 Mandate zu verteilen. Die Rcpdscntantcnvcrs.unmluitg halte von diesen 10 Mandaten 5 der Liberalen Vereinigung, 2 der jüdischen Volksparlcl, 2 der Richtung der Religionen Mittelpartci ui.d I den Konservativen zucrtcilt. Dir Jüdische Volksparlcl hatte auf Grund der für sie in Berlin abgegebenen mehr als 11000 Stimmen .1 Mandate verlangt. Es wurd« Ins Treffen geführt, daß die Mlltclpartei und die Konservitlvrn, die zusammen ungefähr die Hälfte der Stimmen der Jüdischen .Volkspartei auf sich vereinigten, doch nicht D Mandate erhalten können, während die Volksparlrl bloß 2 Mandate erhält. Nach der bekannten Abstimmung in der Rcpriiaentantenver. Sammlung verließen, wie schon mitgeteilt, die volksparlcl. liehen Rcnräsentanlcn und Vorstandsmitglieder den Sitzungssaal und beteiligten sich nicht weiter an den Verhandlungen. Wie wir erfahren, gedenkt der Vorstand der Jüdischen Gemeinde dem Beschluß der Rcprüscnlanlcnvcrsantmlung nicht Berliner Zionistische Vereinigung. Am Mittwoch, den 20. April, nbonds 8'/, Uhr. «priest Im großen Fsixl dss Loerinhannea, KleUUtraü» 10 Kurt Blumenfold Uber; „umnsen flei» Entwicklung in Palästina au! das zionistische Leben im Galutn." Bliitrittskarton «um Pmi^o von Mk. 1,10 uiul 2.- eibftltllch Im Büro dor Borllnnr ZloiilHtlsehnn Vereintem)?, Mpln*kcitrnQ(i 10, Toi. Ulunmrok 7105/70, in Jon IhtAhfcMiaimwo OvUrtea*. Xl«|#f straßn 20, Ewer, Knosol>eekMraßn 64/M.nnd Flenaburger fitmßs 00, Gonicr. Orsni'nburaer Strsßo 29 nrd nn dar Abenden'o». beizutreten! er beabsichtigt der MlttelpartcJ nur 1 . zuzuerteflen, welches durch den der Mlttclp«tei nalieUehf„,7. Herrn Dr. Freund ausgeübt werden »oll. Für d.w r\.,;.n von der ReprÄseiilaiiteuversaniuiIung dem Mlltelparirller k'* mann zugewiesene Mandat wird erwogen, der Repräsentant!» Versammlung a!» KompromlOkandlJaten den Vorsilrcnden X' Wohlfahrlsorganlsatlon der Jüdischen Oemciiide Hr» Eugen Caaparl, vorzuschlagen. Man geht von der Va," aiissetzung aus. daß diese Kandidatur als eine überpartei'ifh angesehen wird und auch den Zionlstai wegen der Stfii.,,?! dc* Herrn Caspari zur Jüdischen Wellliilfskonfcrcnz BtS sein dürltc, s 11111 Der J.T. A.-Vertreter hat bich In dieser Angele«nliM an Rechtsanwalt Dr. A. Kfce um Auskunft gewandt Or KW sprach »Ich dahin aus, es bedarf wohl keiner Bejntiku.! über die Wertochitzung der Person und Arbelt de* HertS Caspari: es lüge aber zu einer unparteilichen Kandidaiu, keine Veranlassung vor. Die Jüdische Volkspartei halx: glatten Anspruch auf drr.l Mandate. Sic habe für das driitt Mandat Herrn Dr. Ilautkc kandidiert und werde von die«, Kandidatur nicht abgehen. Sic betrachtet die bisherige Haltung der Majorität der RcprSsentantcnversammlung als eine durch nichts gerechtfertigte Vergewalti g u n g. _ Slürmc Im C V. Ceneralversamnilung der Orkgrinpe Breslau (Telegramm unseres Drcslauer Korrespondenten.) J, P. Breslau, 22. April 1025. Die am 21. April in Breslau abgehaltene Generalvcriamni. lung der Ortsgruppe de« Ccntralvcreins nahm einen tchr stürmischen Verlau). In Anwesenheit de» Direktors r|ri Centralverelns, Dr. Ludwig Hollo tider, wurde von drt unter Führung des R.-A. Dr. Pftrdcr stehenden Opposition schärfster Prote»t clnnclcgt gegen die n n t i z i o. o Istische Strömung im Ccntralvcrcin und gegen die Bündnispolitik des Ccntralvcrdns mit Dr. Max Naumann Die Opposition wurde unterstützt von den orthodoxen und der Achduth angehörenden Mitgliedern des Ontralverehn. Schließlich gelangte mit grofler Mehrheit nachstehende Revolution zur Annahme: „Die Generalversammlung des Cemn!. Vereins, Ortsgruppe Breslau, spricht dem I lauptvorstam!« ihre MlObilligung aus, daß er da» Vereiusuutalied Di Max Naumann, der durch »eine Agitation fortgesetzt di« Ziele de» Vereins schädigt, noch immer in den Reihen der Vfrelnsmltglleder duldet, anstatt da» »tatutennwßige R«h» der AusschlicOung gegen Dr. Naumann atir.iwcndcn umj dessen Bestrebungen in der Ceiitralvcrciiis-Zeltung nachdrüeklieh zu bekämpfen." Wcilcrc Resolutionen, die drin Hauphorstande die Mlßhilllßung aussprechen, daß er bei dw. VX'ahleii In den Preußischen Landesverband jüdischer Gemeinden durch seine radikale Wahlparole dem Ansehen des deutschen Judentums geschadet und den Antisemitismus gestirkt hat, und die sich im Übrigen gegen Naumann richtete!!, wurden nur mit 20 Stimmen Mehrheit abgelehnt Nach Mitternacht erhob »ich ein scharfer Kampf um die Perioa Dr. Förde r», dem man Beziehungen zu den Zionisten vorwarf. Die Frage, ob die Opposition unter Führung Förde» au» dem Centralvercio autsch etdet, wird in der nichsttn Ocncralvenammlung entschieden werden. preaaeeebau Die „BUtter der Apuda s Israel", offizielle Btifo;< des Frankfurter „Israelit", veröffentlichen am 8. April einet offenbar Inspirierten Artikel zur Jewis Ii- Agency -Frage Darin werden nochmals die llrcslauer Beschlüsse der Arurfi von 1022 wiederholt, welche lautem „I. Agudas llsrocl legt erneut Verwahrung ein genrn dii öffentlich-rechtliche Anerkennung der Zionistischen Organlsallon als Jcwisli Agency In dein Mandat für Palästina und fordert für die von ihr vertretenen übfrllcferiingstreueü Massen, auf deren wirtschaftlichen und moralischen Leitungen der Jlschuw bis zum heutigen Tage fast gänzlich aufgebaut ist, zum mindesten paritätische Anerkennung. 2. Die nnu,endung eines Vertreter» oder mehrerer Vertreter in die Jewlsh Agency Ist für Agtidas Jlsrod nur dann möglich, wenn a) gleichzeitig die Im Mandat nur ats vorläufig vorgesehene Monopolstellung der Zionistischen Organisation für beendet erkürt wird, b) wenn Jede Majorisicrung in Angelegenheiten, die von den Vertretern der Agudaa Jisroel als religiöser Natui oder mit der Religion im Zusammenhang »tehtnd, bezeichnet werden, ausgeschlossen wird." Was den ersten Punkt betrifft, polemisiert der Artikel zunächst gegen die amerikanischen Vorschlüge bczügl. Zu- Mmmrnsctrung der Agency, da nach Ab/uj der Zionisten und Amerikaner nur noch wenige Sitze übrig bleiben. Das Blatt betont jedoch demgegenüber, daß bei einer repräsentativen Behörde nach Art der Agency, die nur eine beratende und begutachtende Instanz. Ist. da* numerische. Verhältnis keine ausschlaggebende Rolle spielt, zumal Ja die Minorität jrwrilJ die Möglichkeit eine* Mlnorit.iUvolums behielte. Bezüglich des zweiten Punkte» würde die Arjuda Im Falle ihrer Teilnahme an der Agency nicht schikanös sein, sondern nur eingreifen, wo wirkllcli entscheidende religiöse Interessen bedroht sind. Denn ,,. . . auch die äußerste Linke sollte darüber War »tin, daß dk Liehe der rabWnischen Fnhm der .Agudas Jisroel' zum heiligen Lande und ihr Wunsch, " zur Statte aufblühenden jüdischen Lebens zu machen, dlcM MJiuier niemals zu unberechtigten und übertriebenen Lrsehwerunpen führen wird. Wo aber deimodi der unabänderliche Wille des göttlichen Gesetzes irgendeiner Lclxnv auflerung In der Tat Einhalt gebietet, da kann diese dem jüdischen Volke nimmermehr zum dauernden Helle gereichen." Die Aguda fordert allerdings die vöHiere Ausschaltung aller kulturellen Fragen, i. FL auch des Schulwesen»; sie wendet sich gegen die Ucbernahtne det mit dem Schulbudgct belasteten Kcren Hajc*sod durch die Agency. Die Mitwirkung des außerpalästincnslschen Judentum» sei heute nur In wirtschaftlichen, nicht In kulturell« Fragen^ unentbehrlich. Kulturelle Fragen «ollen den einzelnen Omppen de« Jlschuw überlassen bleiben. - Der ArliW tehllcßt: ..Betont »ci, daß diese Acußcruugen keinerlei offiziellen oder offiziösen Charakter tragen urtd die Agudaorgane al» solche in keiner Welse binden. Wir hielt« uns nur für verpflichtet, die Meinung einflußreicher, versöhn Ich denkender ogudiillicher Kreise rechtzeitig bekanntzugeben." Wir geben den Inhalt dicker schon wegen Ihres Tone» bemukenswertcu Acußcrung hier kommentarlos wieder, obwohl wir selbstverständlich tu den einzelnen Punkten viel zu »agen naoen. dlnc .Auseinandersetzung aber gehört nicht mehr an diese Stelle.

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