Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 31 (21.4.1925)
- Date
- 1925-04-21
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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_...»•♦ Seite 284 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 31 der gleichen Sicherheit aber IdlU sich wohl behaupten, daß die jüdische Sache es nicht war, um die es dabei ging. Die Juden waren auch diesmal, wie so oft in der Geschichte, nur ein Aushängeschild, hinter dem ganz andere Faktoren getroffen werden sollten. Man schlägt den Sack und meint den Esel. Denn es ist schwer anzunehmen, daß die Anschauung des sonst seriösen „Journal des Dcbnls", das Im Anschluß an die Vorgütige In Damaskus in einem zwei Spalten langen Artikel am 15..April die Bedrohung Syriens durch den zionistischen Imperialismus schildert, von ernsten Kreisen wirklich geteilt wird. Die harmlosen jüdischen Bodenkäufe am Ost-' lifer des Tibcrlns-Secs als eine ErschQttcrung der französischen Herrschaft in Syrien anzusehen, ist wirklich etwas naiv. Die Juden sind nicht die Weltmacht, vor deren Rivalität Frankreich besorgt sein müßte, aber sie sind immerhin ein Faktor, gegen den man — wenn man den Rivalen treffen will — Artikel schreiben kann, ohne deswegen internationale Verstimmungen hervorzurufen, und so dienen sie auch einem Zweck, Das Arrangement der Demonstrationen von Damaskus zeugt jedenfalls von beträchtlicher Skrupellosikeit, um nicht /» sagen Gewissenlosigkeit in der Wahl politischer Mittel. Wir hoffen, daß die Mächte, die hier am Werk sind, nicht nach Palästina zurückwirken werden. Die „Times" haben nach dem Besuch ßalfours in Palästinn und noch vor der syrischen Episode ihre Anerkennung über die Haltung? der palästinensischen Araber ausgesprochen. Die Besonnenheit, die die Araber in Palästina während dieser Woche bewiesen haben, sei, so schrieb das Blatt, eine Bürgschaft dafür, daß sie auch zu einem vernünftigen Ausgleich in den wichtigsten konkreten Streitfragen im Verlaufe der Zeit siclj bereit finden werden. Wir können uns diesem Urteil des englischen Blattes nur anschließen. Die englische Ocffeiitlichkcit hat, nachdem sie sich von dem Schreck der Ocfrilirdiutg eines der ganzen Nation teueren Mannes erholt hat, noch den kleinen Triumph, auf den Unterschied der Verwaltungscrfolgc in Palästina und Syrien hinzuweisen, da Palästina ganz friedlich blieb, während in Syrien Tumulte ausbrachen. Die englische Presse deutet auch bereits an, daß irjan in Syrien offenbar noch immer nicht den von den Franzosen im Jahre 1920 bewirkten Sturz der autonomen Regierung vergessen habe. Die Frage der Räumung der Mandatsgebiete, falls sie wirklich ernstlich erwogen werden sollte, müßte zu einer Auseinandersetzung zwischen England und Frank« reich führen. Die Vorgänge in Damaskus dürften jedenfalls nicht zur Verbesserung der cnglisch-französU sehen Beziehungen beigetragen haben. Inzwischen ist wohl Amcry in Jerusalem eingetroffen. Auch er wird wahrscheinlich von Deputationen belagert werden, aber er wird auch sehen, was im Lande geschieht, welche friedliche Kulturarbeit von den Juden geleistet wird, Dje entscheidenden Männer der Zionistischen Exekutive, sind jetzt in Jerusalem versammelt. Es ist eine Repräsentanz, die verbindliche und authentische Erklärungen über die zionistische Politik abzugeben vermag. Wir zweifeln nicht daran, daß diese Gelegenheit benutzt werden wird, und daß die feindselige Entstellung der zionistischen Ziele, die in der letzten Zeit durch einen Teil der Weltpresse ging, nachdrücklich entkräftet wird. Vielleicht wird der Moment einer direkten Aussprache mit den Arabern schneller kommen, als es noch vor kurzem den Anschein hatte. Vor vier Jahren war zum letztenmal ein Kolonialministcr persönlich in .Palästina; es war Winston Churchill, Kolonialministcr im Kabinett Lloyd George und Vizekanzler im heutigen Kabinett Baldwin. Er ist damals, obwohl die Arbeit in den ersten Anfängen war, durch die Tatsachen von der Bedeutung) des Zionismus überzeugt worrden. Es ist anzunehmen, daß auch auf Mr. Amcry die Tatsachen nicht ohne Ein« druck bleiben werden, zumal er stets ein Freund des Zionismus war. Aber es handelt sich nicht mehr um Anerkennung dieses oder jenes Staatsmannes. Es handelt sich darum, die richtige Form für einen modus vivendi zu finden. Dicß ist die Lebensbedingung unseres Aufbauwerkes, dies ist das Ziel unserer politischen Arbeit, das, nachdem die Festwochen verrauscht sind, wieder mit nüchterner Sachlichkeit und mit voller Anerkennung der Realitäten in Angriff genommen werden muß. R. W", Räumung Mesopotamiens? Die „Vosslschc Zeitung" meldet au» London: Der Lufttdhrtmlnistcr Sir Samuel Hoarc stellt nach seinem Besuch in Mesopotamien test, dnlt die Kosten der Besetzung in <!lcscm Jahre etwa vier Millionen Plund betragen werden, Er war zusammen mit dem Kotonlateckcctär Amtry tn Mesopotamien, um sich Ober dio Frage der Möglichkeit einer Riiumung zu unterrichten. Baldwm hallo im Mal 1023 angekündigt, dall Mesopotamien geräumt werden würde, wenn es Mitglied dos Völkerbünde» geworden sei. Man hoffe, daü dies in nicht oBzu ferner Zelt geschehen *ird. In diesem Falle würde man vier Jahre nach der Ratifizierung de» Friedens mit der Türkei mit der Rfinmung be- Rinnen, also am 7. August 1028. Hoare sprach mit Mitgliedern wr Regierung In Bagdad, wie man dio «rabischen Krältc Marken könne, damjt in Mesopotamien die Innere Ordnung *>wie die Sicherheit nach stillen garantiert Mion, denn dann Könne Meeopotamlen Ms sclbstandigo Nation gelten und Mitglied des Völkerbundes werden. Einste.» jn Ducios Alrei \ Anläßlich der Eröffnung der Jerusalemer Universität fand •n»-Theater In Buenos Aires eine große Feier statt,'auf "er Prof..E inst ein, dar in wis«sn*cT.oftlleher Mission für i-Jiigc/e Zelt nach Argentinien gereist Ist, eine Ansprache hielt. « wurden Ihm überaus grolle Ovationen dargebracht. Der ■jcicr wohnten die Mitglieder der Regierung und dio Spitzen «er Provlmlal-, Muniiipal» sowie der UnlvenltlUtwhorflan bei. Die Wirkung der Festwoche Von unserem palästinensischen Korrespondenten. A. O. Jerusalem, den 6. 4. 1925. Seit der Ankunft Balfours, Wclzmanns und Sokoiow» drängen sich in Palästina die Feste, Begrüßungen und Zusammenkünfte. Jede einzelne dieser Feierlichkeiten würde unter gewöhnlichen Umstünden gciiüflcn, die Aufmerksam» kell der Ocffeiitlichkcit auf sich zu ziehen und würde chic besondere Abschätzung verdienen. Heute bilden alle diese Ereignisse Olicdcr einer ununterbrochenen Kette, dl« wü* in ihrer O.Hnzc betrachten und würdigen müssen. Den Auftakt fllr diese große Zeremonie In Jerusalem am!. April bildete der Besuch 'uVilfoura, Wclzmanns und isikolows In Tcl-Awlw und In den Kolonien. Schon tage» laug vorher hatte <llc Bevölkerung der Stadt zusammen mit der Stadtverwaltung fieberhaft daran gearbeitet, der Stadt ein würdiges und festliches Ansehen zu geben. Den ungewöhnlichen Vorbereitungen entsprechend verlief der Aufenthalt der lang erwarteten GäHtc in der jüdischen Stadt wie eine ein/ige große und eindrucksvolle Feier, die keinen Mlflk!ang aufwies. Ein starker und gut organisierter Sicherheitsdienst fand beim Publikum das eutnprechende Verstand» nis und die nötige Unterstützung, bei enthusiastischer Stimmung und Kon/entricruiig vieler Tausendc herrschte chic ungewöhnliche Disziplin. Mit der gleichen Wärme und Begeisterung wurde der greise Staatsmann in Rlscbon, in Mikwch-Jlsracl und in Kirjaih-Anawim aufgenommen. In Jerusalem spürte mau die Ankunft Balfours Ins Land in dem veränderten Stadtbild. Wie man es lange vorher beschlossen und verkündigt hotte, schkiwen fast sämtliche Araber am Tage der Ankunft Ihre Lüden. Hierdurch und durch den stärkeren Verkehr In den Hauptstraßen erhielt das Straßcnbild das Ansehen eines Feier» tage«. Dioser Eindruck Wurde noch versllrkt dadurch, daß der Ankunftstag mit dem ersten Tng des Fcstnionntt Ramadan zusammenfiel. Nirgends waren Zusammenstöße oder auch nur geringfügige Reibungen zu verzeichnen. Die Gcndarmcrlcpntrouilicii mit Ihren hohen Fnhneubnzcu, welche die ganze Stadt durchzogen, vermehrten durch Ihre ruhige Haltung noch den Eindruck der feierlichen Stimmung. Die übrigen Städte des Landes zeigten ein ähnliches Bild. Nirgends kam auch nur die geringste Reibung vor. "Um so erstaunlicher wirken die Schreck» gerüchte, die in verschiedenen europäischen Zeitungen in der vorigen Woche auftauchten. Alle diese Nach» richten sind vollkommen grundlos. Schon tagelang vorder Eröffnungsfeier war in der Hauptstadt alles überfüllt. Am frühen Morgen des 1. April brachten Extrazögc und eine unabsehbare Reihe von Autos Tausende und Abertausende von Oästcn nach Jerusalem. In den sonst unbelebten engen Straßen Jerusalem» ».taute sich eine dichtgedrängte, bunte Menge, aus allen Landern der Erde. Alle Sprachen und alle Typen mischten sich durcheinander. Es wurde behauptet, daß Jaffa seit den Tagen der Evakuierung «och nicht so leer gewesen sei, wlo am Tage der Universität«» cröffnutig. (I) Die Feier war auf drei Uhr nachmittags an» gesetzt. Dennoch begannen sich Schon um neun Uhr früh Besucher auf dem Sfwpii» zu sammeln. Den Vormittag Über sali man einen unaufhaltsamen Menschcnstrom sich den engen Bcrgpfnd vom Datnasktwtor zum 'Berg ihlnaufbewegen, der auch dem unkundigen Neuling den Wog wies. Lange vor drei war das riesige Amphitheater bis auf den letzten platz gefüllt. Hinter den Barridren staute «Ich eine unübersehbare Menge. W«lt hinunter waren die Berg» abhänge mit Schaulustigen besetzt, die keinen Einlaß mehr halten 'Inden können. Nur selten wird sich eine so verschiedenartig zusammengesetzte und glänzende Versammlung an historischer Stätte zusammengefunden haben. Neben den Vertretern der Staaten sah man die Abgesandten der Universitäten und Hochschulen, zum Teil In Ihren bunten mittelalterlichen Amtsgewändern. Neben der offiziellen europäischen Kleidung fand man den Tarbusch, die Abojah, die Kofijah des Arabers. Unter anderen zogen eine Anzahl von Scheichs aus ßcth-ScItau die Aufmerksamkeit auf «Ich. Dci dem Anblick dieser erwartungsvollen Menge mag wohl manchem der Ocdnnkc an das Schill „Futuro" In Herzte- Alt-Neuland gekommen sein, Wenn Palästina auch heute nicht so aussieht wie es sieh Her;.l geträumt hat, vielleicht auch <iic aussehen wird, so hat uns die Entwicklung doch ein ähnliches Pest geschenkt wie es jene Fahrt des „Futuro" der Legende war. Die Feier auf dem Skopue war eher eine Anfangs, als eine Abschlußfeier. Aber sie Ist ein wichtiger Markstein unserer Kolonlsatlousgeschlchte. Jm Verlaufe der Pclcr cntiitaitden Bilder einer seltsamen und großen Schönheit. Wenn auch sonst über die Hebräische Universität und Ihre Vorzüge nur noch wenig zu sagen Ist, eines hat sie vor den meisten Universitäten der Welt unbestritten voraus: Ihre Lage an einem der schönsten landschaftlichen Punkte der Welt. Auf der einen Seite der Ausblick auf die heilige Stadt mit Ihren zahllosen Kiippclu und Tünnen, auf der andere» den Blick über die Berge Judas bis hinab zum Toten Meer und weit hinaus über die Höhenzüge Trausjordniiicns. In dieser souncnl>cschlencncn Landschaft die liohc Qcstalt des greisen Balfour Im roten Mantel des Chanccllor,of Cambridge, umtobt von dem Beifall»rufc einer vieltausendköpfigen Menge, Neben den hellen Iiildcrn der Gegenwart tauchen, die Schatten der Vergangenheit auf an dieser uralten historischen Stätte, Und etc werden verdrängt von den Träumen einer fernen Zukunft. Blickt man doch von diesen Bergenherab ins Tat des Todes und der Auferstehung, Einen der Höhepunkte der Feier bildete die Rede des High Oommissiouars. Palästina kennt jetzt Sir Herbert Samuel seit fünf Jahren, Seiner lohenden ||and Ist c» nicht zuletzt zu danken, dall wir das Fest auf dem Stopus begehen konnten und daß es ohne Zwischenfall verlief. Die. Rede am i. April hat uns wieder einmal deutlich gezeigt, wie stark verbunden Samuel mit der Aufhauarbeit im Lande Ut, wie lief er ihren Sinn und ihre Bedeutung erfaßt hat. Er sprach von der Zelt des Mittelalters, als mau den Stein der Weisen suchte, uni Blc| In Oo)d zu verwandeln und daß Palästina jenen Stein heute schaffen könnte und würde, mit dem man Feindschaft in Freundschaft verwandelt, fn der Tit könnte mm «uf die Vollendung dieses schweren Werkes hoffen, wenn Persönlichkeiten wlo Samuel den Kurs der Politik bei uns bestimmen. + .* Die Eröffnungsfeier der Universität war für uns ej»c große Chance, ,Von neuem hat sich die gesamte zivilisierte Welt mit dem Problem der Paläslluakolonlsatlon brhi, Bisher hat es sich immer darum gehandelt, theoretisch » beweisen, daß die Juden ein Volk sind, daß sie Paladin, und Palästina sie braucht, daß sie sich rur Aulhausrb»-, ij zur produktiven Arbeit eigenen. Wie oft solche theoretisch« ' Beweisführungen mißverstanden oder kaum angehört werden hat uns erst vor kurzem der Bericht der MnndntskontmlMi ' bewiesen. Jetzt wo wir die Gelegenheit hatten, die i rnri„l unserer Arbeit In der Wirklichkeit zu zeigen, war unsere i Lage günstiger als Je. Ein bezeichnender Fall zur Illustration t Belm Besuche Balfours In Klrjath-Anawlm brauchte die «Inn arbeitende Kwuzah keine großen Reden über die Eifjnunc. des Juden in der Landwirtschaft zu hallen. Es gentigle, JU| das Stück Erde hinzuweisen, das tiu bepflanzt und bebaut hat und daneben auf die öde Bergl.indschaft,' die noch nicht kultiviert worden Ist. Diese Flüchte unm-rer Aiwtrcuj;ung unsere beste und beredteste Verteidigung. So ist die Zcremonio der Eröffnungsfeier selbst — so stark sie auch aui alle, auf Outsider sind auf diejenigen wn uns die mitten j„ der Arbeit stehen, gewirkt hat — vom politischen staml. punkte gesehen, nicht einmal die Hauptsache. Für die »ionlstls-che Bewegung war es von ungewöhnlichem Werte, «Jjit sich In Palästina bedeutende Persönlichkeiten aller Nationen und aller Richtungen trafen und aus der Niihc prüfen konnlen, was wir bisher hoben leisten können. Freilich gibt es auch in diesem Sehen Unterschiede. Ocradc das jüdische Palästina von heute ist kein Bilderbuch, das man durchblättern kann und nach flüchtiger Betrachtung der Illustrationen Bescheid weiß. Will man die Bilder recht verstehen, so muß man den begleitenden Text ernst und aufmerksam studieren, sich die Erklärungen vlcllcldit selber zusammentragen und -suchen. Das wissen viele nicht und mancher der herkommt und u weiß, nimmt sich nicht die Mühe, In dem Tumult der letzten Wochen haben wir nicht jeden Einzelnen, dessen Informierung wichtig gewesen wäre, erfassen können und so wird vielleicht bei dem einen oder dem anderen ein verzerrtes oder falsches Bild geblieben seht. Aber diese Einzelfälle sind nicht wichtig. Tausendc haben das Land gesehen und nehmen den Eindruck Beines Wledererwacheiis mit sich In alle Gegenden des Erdballe. Uebcrall wird man jetzt verstehen, daß man die j> dlsdie Arbeit In Palästina vielleicht bekämpfen, aber nicht mehr leugnen kann. Zwei Faktoren sind c», die heute im günstigen Sinne auf die öffentliche Meinung wirksam sind. Erstens: die Erkenntnis, die sich immer mehr Bahn bricht, daß dio Juden imntaiidc sind, Palästina zu kolonisieren und der Zionismus Im Begriffe Ist, verwirklicht zu werden, und zweitens die Tatsache, daß Palästina für Großbritannien an Bcdcutun; In der letzten Zelt gewonnen hat. Beide Faktoren zusammen sind geeignet uns In der internationalen Diplomatie die rcgeeigneten Bedingungen für unsere Arbeit zu schaffen, soweit sie thxh nicht vorhanden sind. Bisher war vielfach auch In jjen Kreisen, wo man der zionistischen Idee sympathisch gegenüber stand, mehr der Gedanke als solcher wirksam, als das Bewußtsein, daß das jüdische Votk wirklich die Fähigkclt habe, den Gedanken mit Leben zu crfütlcn. Den positiven oder gar begeisterten Berichten über die praktische Arbelt stano man skeptisch gegenüber. Fn diesen Wochen haben viele der Zweifler Gelegenheit gehabt, mit eigenen Augen zu sehen, mit eigenen Ohren zu hören." Die Resulüie sind nicht ausgeblieben,„ , . . - . ,; Professor Ra.pp«rd von der Universität Genf, der DireV' lor der Mandatskommission des Völkerbundes, halt ».ich seit einiger Zeit im Lande auf. Rappard stand zunächst den Fähigkeiten der Juden auf dem Oeblcto der Organisation und der produktive!} Arbeit skeptisch gegenüber und hat aus dieser seiner Ansicht kein Hehl gemacht. Heute, nach einem Aufenthalt von nicht mehr als zwei Wochen, nachdem Rappard nur einen Teil der jüdischen Slcdlungspunktc gesehen hat, versteht er zu würdigen, was in Palastina unter schweren Bedingungen und In kurzer Zeit gesdiaffen worden ist, und beurteilt sowohl die aktuelle wie die latonte Kraft des Juden durcluus positiv. Rappard Ist nicht der einzige, der solche günstigen Eindrucke empfing, Wjr wenden die günstige Wendung sowohl im jüdischen wie im iilchtjüdischcn Lager wahrscheinlich bald empfinden. Verfehlt so die Schaffenskraft des Juden nicht »lue Wirkung auch auf bisher skeptische Kreise, so wirkt auf verantwortliche englische Politiker noch ein zweites Mo* inentf Die Vorgänge in Aegypten Itabon dio Augen der britischen Politiker wieder mehr auf das kleine Land zwischen Mlttclmeer und Jordan hingelenkt, Schon vor einiger Zeit hatte sich Lord AUcnby in Aegypten In diesem Sinne über Palästina geäußert. Seine Abwesenheit bei der Eröffnum;«- feie der Universität hat ihm Gelegenheit gegeben, seiner prozlonlstlschcn Stellung klaren Ausdruck zu geben. Die Rede Atlcnhys auf dem Bankett am Abend nach dem Fest auf dem Skopu» hat Jedoch noch eine besondere Bedeutung. Es war nicht allein das englische Interesse, das sich in dieser Rede kundtat. Daneben kam die UcbcrrascJnmg über das im Lande OcKchaffenc und das Vertrauen In die Kraft der Juden hol der Aufbauarbelt zum Ausdruck, Man beginnt zu verstehen, daß, wenn England an Palästina Interessiert Ist, diesem Interesse eine sehr reale Oröße im jüdischen Lnger entspricht. Das Bankett mit der Rede Allcnbys>, den Deklarationen und Ansprachen der verschiedenen Konautn, bedeutet eine Stärkung unserer politischen Position, die in ihrer Bedeutung kaum übcracMtit werdest kirnt, Langsam beginnt sich der Touristenstroin und die Menne der Ehrengäste Qbcr das Land zu zerstreuen und nach den verschiedenen Ausgangsländern einzuschiffen. Im Lande nimmt die gewohnte Arbeit Ihren Fortgang. Man hat sich nach den großen Aufregungen der letzten Wochen noch nicht ganz beruhigt. Und eine große Frage Ist heule offen und brennender als Je) Die Frage de« Abtreten« oder Bleibens von Herbert Samuel. Auch heute «och läßt sich noch nichts bestimmtes darüber nagen. Von dem neuen Hißh-Conunissioner wird es aber In gcwhsiicm Grade abhängen, ob wir die Chance, die uns dl« letzte Woche gebracht hat, werden ausnutzen können, und ob uns weiter eine ruhige Atmosphäre für die Arbeit beschlcden »ein wird, Wie die Frage des Oberkommlssarlat» «Ich auch Jfiscn möge, ainqs bleibt gewiß; Wir babcit n»ch wie vor alles von uns selbst zu erwarten und was uns von außen In den Schoß füllt, wird für nichts anderes «ein als das Geschenk chic« gütigen Octchick«. 21 708 Pfund NatlonAlfondscInßHnge Im März. Beim Mauplhl.ro des Jüdischen Natlonalfoiids Tu Jcrunulcin sind Verlauf de« Monats März d. J. 21 708 Pfund an Spenden eingegangen.- '. i.'<jV •'■ O Ii' l,'!'< Kr- Am!1 ■ •-■ v vldatci';,_',(; in « j^tw ...mint, yif,.; >ll«",n, .<#.. tf< , i« ,'■>:. , w!,*»««;.„\s:% Adci""^ ,,(>.,,;. .•hild.;\:,.i:m!|:. .nif« 'v;, ■); -;y; ffnlf-'i' Vo \ i.t\?i<\t •; rllid'f.T. . ^■ir. tt nid ü « voo e»'., , jrtgfüßV '»vi er ,., r ' 2-'C,V: \ judet der Inten" UliUCl., , hflHh. <]tn t/i »oll<V' ■ ivchcr. senden"; ], n$mus.: . vitton , , Hnor.-1':;'{, Remise. ,v Mracl; <!iß Ii i1.,' sitze,),« »erdet' #"i mtina/Yi*i;\ DiyJ't ■A-r-, .1. »V >*' -r M ein Jl, Sie w t.t;licli lur di,' J Haupt; platz [Wüste |<hß ji'rf, iWundi' »' A,'';(i In sei saRtc '\y Cku-bi!!, Malari1:1 P.alfou* v ihrem : i tu Sf1 'i ko m nicht "' >\ d-r rf! tV - ' hndw 1 lindwü M u X ' i '"i V':i>< -| Kolon: V die Wi < ' < i waren * ,i der iM ■ Waad;; » ameri 't i BeniUj Licdc t; Lcum lastin ,,' ■ Mar\uVi der . J- 1 eine , i unter ', ■)< oa m c» 1 sehe,';. , Forts" ,;' Mtat /. 1 »chaf,; I ••'. Cr y , grüß,.,»', ihn; für ]{A Mur, «he , lieh;!;•• I'riex . sprai ' »»1 dcni'(, M'M ' t Pülä, Uni.. Half,-. « dabei feici» Dr. ,h nacl' sehe- 7 diei(1!"' sehe, *;) hrlni,;-• Die; h v i die .i' | ., Ä.'-, last, i f und a»' Vi i .i i; i"l h» i' ■r ,. ku';rt ii, f>\!'!r (!lS