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Jüdische Rundschau · 1925-04-08 · Heft 29-30 (8.4.1925) · page 16

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 29-30 (8.4.1925)
Date
1925-04-08
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Tm&**&»**i®»* »du S*?te »4 JUED1SCHE RUNDSCHAU Nr 20 30 Dm Wohnungsproblem In Palästina bt bereits «ehr ernst geworden. Man kann nicht io schnell Häuser bauen wie die Uute kommen. AU Fol« zeigen »Ich zwei Dinge. Einerseits gibt es Spekulanten, die diese besondere Lage ausnützen und andererseits steigen die Preise für Häuser und Mieten auf ein Maß, das fast dasjenige von New York erreicht. Wenn die Zionistische Organisation große, Mittel zur Verfügung hBtte, könnte sie Häuser bauen und so eine Verbllligung der Mieten erzwingen und die Spekulation verhindern. . . Die Zfonltlische Organisation tut, was sie kann — und mit einem gewlaaen Maß von Selbstverleugnung um die Anschauungen und Wünsche der Nlehtzlonlsten mit Toleranz und Oeduld aufzunehmen. Wahrend wir weder unser Programm nochunaerc Orundaltze aufgeben , sehen wir die Möglichkeit, eine Plattform zu schaffen, wte sie im Mandat und den davon abhSnglgen Dokumenten angedeutet Ist und, was wichtiger Ist, wie das Leben In Palästina sie fordert, eine Plattform, um mit allen Juden ehrlich, offen und aufrichtig zu« lammen zu arbeiten. Dies Ist unserer Ansicht nach der erste Anfang für die Einigung Israels." Dr. Welzmanna Rede wurde mit tiefem Interesse aufgenommen und der Redner erhielt eine große Ovation. Sodann verlat der Vorsitzende die folgende Re- Solution: Die Resolution „U Anbetracht denen, daß durch Artikel 132 des am 10. August 1020 In Sevrea unterzeichneten Friedensvertrages die Türkei zugunsten der Verbündeten Mächte auf alle Rechte und Ansprüche auf Palästina verzichtete und In Ueberclnstimmung mit Artikel 05 dei Vertrages die Vereinbarung getroffen wurde, die Verwaltung Palästinas Oroßbritannlen ab Mandatar zu übertragen mit der Verantwortung, die Balfour-Deklaratlon durchzuführen, wie auch Im Vertrage die historische Verknüpfung des Jüdischen Vojkes mit Palästina anerkannt wurde; und irr Anbetracht dessen, daß In Oemäßheit von Artikel 4 des Reither vom Völkerbund erteilten Palästinamandates vorgesehen wurde, daß eine angemessene jüdische Vertretung (Jewlsh Agency) als öffentliche Körperschaft anerkannt werden soll, um die Verwaltung Palästinas In Jenen > wirtschaftllchen, sozialen und sonstigen Fragen zu beraten und zu unterstützen, die die Errichtung eines jüdischen nationalen Heims und die Interessen der Jüdischen Ucvölkerung in Palästina betreffen, und, Immer unter der Kontrolle der Verwaltung, an der Entwicklung des Landes mitzuarbeiten und' teilzunehmen, und daß die Zionistische Organisation als diese Agency anerkannt und gleichzeitig angewiesen wird, im Einvernehmen mit der Mandatsrcglerung Schritte zu unternehmen, um die Mitarbeit aller Juden, die an der Schaffung des Jüdischen nationalen Heimes mitzuwirken bereit sind, zu sichern-, und in Anbetracht dessen, daß die Zionistische Organisation Im Sinne des Artikels 4 des PaUstinamandates bereits den Vorschlag der Errichtung einer erweiterten JevsUh Agency gemacht bat, in der Nichtzlonlsten entsprechende Vertretung gegeben werden tolle, damit sie an den Privilegien und Verantwortungen der Jewlsh Agency gemeinsam mit der Zionistischen Organisation teilnehmen, und daß daraufhin am 17. Februar 1021 In einer in der Stadl New York versammelten Unparteiischen Konferenz der amerikanischen Juden beschlossen wurde, es sei erwünscht, daß ein geeigneter Plan formuliert werde, auf Orund dessen das amerikanische Judentum in die Jcwish Agency eintreten könnte, und ein Komitee gewählt wurde, um mit der Zionistischen Organisation und anderen Körperschaften zum Zwecke der Durchführung dieser Aufgabe zu beraten, und Inzwischen die hauptsächlichsten jüdischen Gemeinschaften Europas durch repräsentative Organisationen Schritte in derselben Richtung unternommen haben; und In Anbetracht dessen, daß die Unparteiische Konferenz wieder zusammengetreten Ist, um den Bericht Ihres Komitees entgegenzunehmen, der vorgelegt und eingehender Prüfung unterzogen wurde, wird beschlossen s erstens: daß der Gericht des Komitees und seine verschiedenen Vorschläge grundsitzlich angenommen und gebilligt werden; zweitens: daß, um den in diesem Bericht enthaltenen Plan durchzuführen, die heutige Konferenz ein Organlsatlooskomltce einsetzt, das aus zwölf nicht der Zionistischen Organisation angehörigen Mitgliedern bestehen soll, das aber mit der Zionistischen Organisation zusammenarbeiten toll, zu dem Zwecke, eine volle Beteiligung des amerikanischen Judentums an der Jcwish Agency herbeizuführen, und daß' dieses Komitee seine Arbeit im Einklang mit den folgenden Richtlinien führen soll: a) es soll auf die Schaffung und Anerkennung einer' Jewlsh Agency im Sinne des Mandates hinarbeiten, die aus einem Council und einem Exekutivkomitee besteht, in welchen beiden Körperschaften flichtzionistische Vertreter verantwortlicher amerikanisch-jüdischer Organisationen In dem im folgenden festgelegten Verhältnis vorhanden sein sollen; b) In den Council der so gebildeten Jcwish Agency »wen 50«/» der Mitglieder von der Zionistischen Wchorganlsstlon entsandt werden und 50ty> von nichtzionistischen Körperschaften, die bereit sind, Im Sinne des Mandates mit der Jewlsh Agency aktiv zusammenzuarbeiten; c) von den nichtzionistischen Mitgliedern des Council der Jewish Agency sollen 40 y9 Vertreter des amerikanischen Judentums sein, ausschließlich derjenigen amerikanischen Mitglieder, die von der Zionistischen Organisation entsandt werden sollen; d) 50 <»'» desjenigen Exekutivkomitees, du zur Ausführung aer Arbeiten der Jcwish Agency gewählt werden wird, sollen von der Zionistischen Weltorganisation bestellt werden und 50 V» von dem Council, der aus den nlchtdonistischcn Körperschaften, die an den Verantwortlichkeiten der Jewfch Agency teilnehmen, zusammengesetzt bt; e) das Recht der Mitglieder des Council und des Exekutivkomitee! der Jewish Agency, durch Stellvertreter abzu- •tiramen, soll anerkannt werden; drittens« daß, sobild die Mehrheit der ab Mitglieder des Council In Vertretung nlchttlonUtbchtr Körperschaften uewfihl'...i ihre Wshl angenommen hat, eine-Zusammenkunft «r amerikanUchejt Mitglieder des Council der Jcwish Agency durch das von der heutigen Konferenz eingesetzte Organlsationskomltee einberufen werden soll; viertens: daß diese Zusammenkunft den Vorschlag in genaue Erwägung ziehen soll, den Kcren Hajcssod (Palistina-Oründuugsfonds) zu einem Instrument der Jewlsh Agency In brzug auf Jene finanziellen Angelegenheiten zu machen, die In den Aufgabenkreis der Agencv fallen, und für die Zusammenfassung der verschiedenen öffentlichen und philanthropischen Bestrebungen, die zum Unterschied von wlrtschaftlichen Unternehmungen auf den Aufbau Palästina» zielen." * Die Agency-Reaolullon fand in der Ihrer Verlesung folgenden Diskussion keinen Widerspruch und auf Antrag von Dr. Cyrns Mler wurde sogleich In die Erörterung iler einzc'ncn rtstlmmun.ien eingegangen. An der fo'gendcn w*:tb elrede beteiligten sich Dr. Lebau, Dr. Lee K. Frankel, Dr. Samuel Shulman, Mr. Schakney, Rabbi Ebln und Dr. Isak Landman. Richter Ncwcorn beantragte die Annahme der Resolution, welche, von Mr. Archlbald Sllverman unterstütz!, einstimmig zum Beschluß erhoben wurde. Ein Antrag von Mr. Becker, wonach das aus zwölf Mitgliedern bestehende. Orgahlsatlonskomltee der nlchtzlontst'schen Oruppe, das mit der Zionistischen Organisation rum Zwecke der Herbeiführung einer vollen Beteiligung des amerikanischen Judentums an der Agency zusammenarbeiten soll, vom Vorsitzenden ernannt werden solle, wurde einstimmig angenommen. ' Dr. Welzmann ergriff du« Wort, lim namen« der Zionistischen Organisation Mr. Louis Marshnll für seine Leitung und Umsicht zu danken, die vielleicht in erster Linie zum Ergebnis dieser Konferenz beigetragen hätten. Hierauf bereitete die Versammlung dem Vorsitzenden eine lebhafte Ovation, die einige Minuten dauerte, In Erwiderung darauf tagte Mr. Marshall: Moriholh Schlußrede „ich danke Ihnen auf das herzlichste für die schmeichelhafte Anerkennung. Mein ganzer Wunsch wie der Wunsch der mit mir bei der Einberufung der vorjährigen Konferenz und der heutigen vereinigten Männer war, unsere Pflicht gegenüber der großen Sache des Judentums zu erfüllen und nach unseren Kräften zu versuchen, eine Einigung In Israel herbeizuführen. Durch Mangel an Einigkell wurde Palästina vor Jahrhunderten zerstört und wegen Mangels an Einig, keit in der Vergangenheit und wegen der bestehenden Zwistlgkeiten haben wir nicht immer den Fortschritt In mancher Richtung gemacht, den wir hätten machen müssen. Ich botrachte aber diese Versammlung und ihre Beschlüsse alt Beweis der Tatsache, daß wir fähig sind, unsere Differenzen Im Interesse einer großen Sache zurückzustellen. Und Ich betrachte die Bildung der Economic Corporation und den Aushau der Jcwish Agency als zwei Mittel, um vieles zu leisten, was zum Olück für diejenigen werden kann, die wir liehen, und für die Ziele, für welche unsere Ahnen bereit waren zu sterben und für die auch manche von uns heutigen bereit wären, unser Leben zu geben." Dr. Landman (der liberale Reformrahhlner und ehemalige radikale Antizlonlst — A. d. R. „J, R,") beantragte, namens der Nlehtzlonlsten, Dr. Welzmnnn den Dank auszusprechen, was einstimmig angenommen wurde, nachdem Dr. Stephan S. Wlse (führendes Mitglied der flrondels- Oruppe — A. d. R. „J. R.") In einer begeisterten Ansprache den Antrag unterstützt hatte. Dr. Wlse machte darauf aufmerksam, daß der Vorschlag, eine erweiterte Jewlsh Agency zu schnficii, der Zionistischen Organisation nicht von außen aufgedrängt wurde, sondern von Anfang an in Ihrem Programm lag. Der zweite Teil der Bolfour* Deklaration „Ich würde es bedauern," sagte Dr. Wlte, „wann berichtet würde, daß das heutige Ergebnis der Zionistischen Organisation gewissermaßen, Ich möchte nicht sagen auf. gezwungen, aber aufgedrängt wurde. Denn Ich war zufällig lange vor unserer heutigen festlichen Versammlung einer der Beraiungstellnchmer, als die zionistischen Führer, mit Dr. Wclzmann schon damals alt wie heute tn der Spitze, •betonten, daß die Verantwortung, die Möglichkeiten und Rechte wie auch die Last der Jewish Agency nicht auf diejenigen beschränkt sein solle, die vor 1918 Zionlsten waren, sondern vom ganzen Jüdischen Volk aufgenommen und getragen werden müßten. So ist der Triumph, wenn dies heute einer ist, so Ist die Feslstlniniiing, wie sie heule mit Recht empfunden wird, in Wirklichkeit eine Huldigung für die weit ausschauende Staatskunst, die von Anfang an darauf hinzielte, daß Palästina nicht durch die Minderzahl derjenigen, die seit IS97 die Last getragen und die Sache bis heute geführt haben, aufgebaut werden sollte, sondern daß diese Last, wie es ja auch dem Wesen der Sache entspricht, von den Juden der ganzen Welt übernommen werden müsse, welches immer Ihre politischen oder unpolitischen Anschauungen sein mflgen. Bevor ich schließe, Herr Vorsitzender, möchte Ich ein für allemal eine andere Tatsache mit Dezug auf die Jcwish Agency feststellen, die In gewissem Sinne eine Parallele zu Ihr darstellt. Diese Ucbcrnahme der Jtsvlsh Agency dmth die Juden statt die Zionlsten, wie lange sich auch deren zionistischer Adel herschrclben möge, Ist In Uebtrelnstlm mung mit einem anderen Akt höchster Klugheit von selten der Zionlsten — 'nicht der Nlehtzlonlsten oder Antizlonlsten. Man möge dessen eingedenk sein, daß infolge dieser Klugheit etwas in die Ballour-Dcklarntlon aufgenommen wurde, wat nicht, wie manche unserer Freunde glaubten, eine Warnung für uns übereifrige Zionlsten war, sondern was der 6taatsmännlsche Weitblick der für die Erlassung der Deklaration verantwortlichen Männer Jßr weise hielt, darin aufzunehmen, — nämlich die Bestimmung, die eine feierliche Versicherung an die nichtjüdische Bevölkerung In Palästina darstellt, daß Ihr kein Recht, kein Privileg und kein Anspruch ver kürzt werden soll. Ich weise darauf hin, well Ich glaube, daß die beiden Ereignisse parallel laufen und ein ander ergänzen. Wir sind verantwortlich.für die Aufnahme dieses Passus In die Balfour-Dcklaration, den manche unserer neugebackenen Freunde damals recht klug fanden, aber mit Unrecht für. eine Warnung an. die Zionlsten hielten, daß der Zionismus, die Verwirklichung des jüdischen nationalen Heimes, die Rechte aller Einwohner Palästinas nicht beschränken od» verkürzen oder In irgendeiner Welse beeinträchtigen solle Ich webe darauf hin, weil Ich heute stolz darauf bin, w|t' wir Juden In solcher Welse für Palästina Oeschlchte machen" Mr. Louis Marshall dankte Dr. Wise für seine Worte und sagtei „Ich glaube, daß wir alle die Empfindung haben müssen, daß es sich hier nicht um den Sieg der einen oder der anderen Partei handelt Ich geh« niemandem nach In der Bewunderung für die Männer, die den Kampf des Zionismus durchfochten. Ich kann mich Ihnen aus Oewisjcns-llemmungcn nicht ansehließen. Aber Ich h*tt« Immer ein starkes Gefühl für die Sache, an deren Durch. Setzung die Zionlsten arbeiteten. Der Wunsch Jedes guten Juden war, Palästina zu einer üdlschen Angelegenheit, nicht zu einer Partclangclegenlitit eu machen. Alles was wir hier zu tun versucht haben, äuft darauf hinaus, Partei-Einstellung zu vergessen und ali das zu würdigen, was die Schöpfer der Balfour-Dcklaration und des Mandates damals und seither leisteten. Es wird In die künftige Orößc Israels übergehen. Die Arbeit tritt heute In eine neue Phase, die logische Phase der ganzen 1897 begonnenen Bewegung, die, so ver. traue Ich, in Palästina eine Gemeinschaft von Juden schallen wird, die unseren historischen Überlieferungen treu, trCU unserem Qlauben und treu jenen Idealen der Menschlichkeit «ein wird, die wir der Welt gegeben haben." Wclzmanns Gruö an die Chaluzira in »einem Schlußwort drückte Dr. Chalm Wclzmann in gehobener Stimmung seine Ocfühle bei der glücklichen De. cndlgung der Konkrcnz aus: „Der Weg nach Palästina wurde zunächst durch Ideen und dann durch tatsächliche Leistungen gebahnt. Wenn Jemand zum Erfolg beigetragen hat, so sind es jene, die pflüg, ten und Sümpfe auttrockneten und Steine brachen und Kolonien schufen und der Furcht trotzten und der Qcfahr trotzten und der Welt zeigten, daß Palästina von Jüdischen Händen aufgebaut wer. den kann. Sie grüßen wir. Wir sagen Ihnen heute, daß Jetzt hinter Ihnen und hinter ihrer Arbeit und hinter den Tausenden, die an die Tore Palästinas pochen, ein einiges amerikanisches Judentum stehen wird. In diesem Oelst schreitet meine Organisation an eine verantwortliche und sehr schwierige Aufgabe. Wenn Palästina erbaut ist, wird es sich der Hille, der Liebe und der Sympathie aller Juden erfreuen. Daher ist unser heutiger Beschluß ein Triumph für uns alle und ein Triumph für die HOgcl und Niederungen, für die Städte und Dörfer, für die Menschen In Palästina." Hierauf wurde die Konferenz geschlossen. Stephan S. Wlse wieder aktiv New York. (J.T.A.) Nach der großen Kundgebung unter freiem Himmel, die am I. April aus Anlaß der Universltätseröffnung In Jerusalem In New York staltfanJ, wurde eine geschlossene Versammlung abgehalten, an der 35(10 Personen teilnahmen. Der P.äddcnt des Amerikanlsrh- Jüdischen Kongresses, Rnbblner Dr. Stephan S. Wlse, der der Hauptredner war, erklärte, daß er sich In der Zionistischen Organisation, In der er seit dem Jahre 1021 zitr.aminen mit Brandet« und Mack keinen tätigen Ante'l geuommrn hatte, wieder als aktiver Mitarbeiter wirken wo'le. David W. Simont aus Detroit erklärte, daß er der Univenltüt 7500 Dollar schenke, außerdem ein Grundstück für die Universitätsbibliothek aus eigenen Mitteln erwerben wolle. Samuel Untermeyer, der Präsident de* amcr.knnl* heu Kcren IU|cs«od, tchenkte '1003 Pluml für die Auslestillung des Auditorium maxlmum der Universität und sandte ein entsprechendes Telegramm in die Unlvcrsitätsleitung nach Jerusalem ab, lulversttälsleler In Berlin Am 6, April fand In der Hochschule für Musik in Ikiiln eine l'clcr der Zionistischen Vereinigung für Deutschland aus Anlaß der Eröffnung der Jerusalemer Universität statt Die Form der Feier sollte dem Charakter einer Versammlung entrückt und ins Akademische gehoben sein. Demgemäß haben die Veranstalter In den Mittelpunkt des Abends einen Vortrag über ein wichtiges jüdisches Thema gestellt, einen Vortrag, der einen Beitrag bilden kann zu dem Jüdischen wissenschaftlichen Schaffen unserer Zelt. Nach der Eröffnung durch den Vorsitzenden, Herrn Bhimenfeld, folgten zunächst Begrüßungsansprachen des Herrn Dr. Klee namens der UenrÄsent.intenvcrsainmliing der Judithen Oemclnde Berlin, des Herrn Dr. Solowcitschfk namens der Hebräischen WeltorgaiilJation Tarbut, Dr. Torczyner namens der Lehranstalt für Wissenschaft des Judentum:., und schließlich Dr. Paul Hirsch für die Jüdische Studentenschaft. Herr Blumenfcid wies in seiner Ansprache anl den Ocdcnktag hin, der mit der Tclcr zusammenfällt: den 50. Todes- «.ig von Moses Heß. Moses Heß hat schon 1852 die ganze Welte des jüdischen Nationalismus, gekannt, er hat gewußt, daß Nationalismus nur eine Form der Menschlichkeit sein darf, nicht aber khlnllcher Chauvinismus. Dieser Mann, der für die gesamte Menschheit lebte und arbeitete, beseelt von tiefem Kulturgcfühl, wußte doch, daß das Menschliche in uns nur geboren werden kann durch die Befreiung der eigenen Art. Wenn wir heute die Universität ct&ttucn, so soll vllcs Im Oclslc und treu den Ideen von Moses Heß geschehen. Ucber den folgenden Vortrag von Martin Buber über das nicssianische Mysteriuni (Jesaja 53) müssen wir, der Kürze der Zelt wegen, den Bericht für die nächste Nummer zurückstellen. Unlvorsltatsfolcr in München. Die Zionistische Ortsgruppe veranstaltete am Abend des 1. April zu Ehren der Universität in Jerusalem einen Festakt im Uiulioiheksaal der Israelitischen Kultuigcmcindc, der seltr stark von allen Schichten der Jüdischen UrvMcrung Münchens besucht war. Ls hielten die Herren Dr. Eli St raus, der Vorsitzende der Zionistischen Ortsgruppe. Dr. Naclium Ooidmann, Herr Ar gast, towle Obcrstlandcsgcrlchlsrat Prof. Dr. Neum?,ycf» A" Vorsitzender der Kultusgemelnde, namens der Jüdischen Oemclnde, Ansprachen, in welchen die Redner die Bedeutung der Eröffnung der Universität klarlegten. Der Vorstand der Israelitischen Kultutgcmcindc München hat beschlossen, der Universität in Jerusalem zur Gründungsfeier die photographischc Wiedergabe der In der bayerischen Staatsbibliothek in München befindlichen berühmten Handschrift de« babylonischen Talmuds sus dem 14. Jahrhundert zu widmen, und die Oabe in Begleitung einer In deutscher und hebräischer Sprache abpofaßten ,01Ockwun«chadresse an die Leitung der Üoivcriltat Jerusalem zu «adeo. , - . , i i ., 'V ''• >, ,; - , D ') ,;< *>'\ d' ■ > i ', - /t > (•, * i •» - •:•:.{ < '.' V W:!i"> )L, .' , e> 1 Li ' - 1 k, '* , ,,; P i i w:,;,V» b' n » \. ' )■'■ b ■ i;,<,•" h,... - i' e 'v- •; ■! diV-v «. ■! r< i . ' i I j ' \C >■ 1 »Ii ' * 1 1 I , , 1 b , e : b'? u; I r, U 5-!, \"t. ( < <i k , ' ,' k, n, , I 1 V I sv > ''• r < L'''»V >': .', n;' •'. i; i' 1' l! t','-!•»; kV ^( ii1 "■ (• i iU »'!• •' i! «Vi 1 d V J>* 1 *,! l 1 2':,'/'. c '". 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