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Jüdische Rundschau · 1925-04-08 · Heft 29-30 (8.4.1925) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 29-30 (8.4.1925)
Date
1925-04-08
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 2fl0 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 29/30 einer Schwere auferlegt, wie sie das jüdische Volk bisher nicht kannte. Noch nie waren die Augen der ganzen Welt so sehr auf uns gerichtet, wie jetzt; noch nie liabcn wir einen Schritt von dieser Tragweite gemacht, bei dem es kein Zurück mehr Riebt, noch nie haben wir uns so sclir verpflichtet wie diesmal. Dieser Pcssach hat uns wirklich ein Ziel gegeben. Wir haben noch keine Bcicchtlgung, Parallelen zu ziehen zwischen dem Auszug aus Aegypten und dem Auszug aus dem dolus, dessen Zeugen wir sind; aber es darf kein Ermatten und Zurücksinken »'dir geben, unsere Kräfte müssen klar auf das Ziel gerichtet sein, den geistigen Mittelpunkt unseres Volkes aufzubauen. Die politische Befreiung ist nicht mehr denkbar, wenn das geistige Werk mißlingt. Es wäre der Zusammenbruch des ganzen Freiheitswerkes. Eine Universität Ist nicht alles, sie Ist vor allem nicht Wie einzige, nicht einmal die wichtigste Manifestation des lebendigen Geistes; aber sie ist jetzt zum Symbol geworden, sie ist durch die Vorgänge dieses Pcssach zu einer Verkörperung der geistigen Forderung für uns gcworden, ein Prüfstein für Echtheit und Ernst unseres Willens zur Wiedergeburt. An ihr muß es sich zeigen, ob die Begeisterung wieder verraucht oder aber, ob sie wirklich C'.s Tiefen des Herzens aufgerührt hat. Und dies gilt nicht etwa nur für die Zionistcn, sondern für das ganze Judentum, das -gerade bei dieser Oclcgcnhcit stärker als je zuvor sich dem Gedanken der jüdischen Wiedergeburt genähert hat. Wird es die Kraft haben, die Freiheit auf sich zu nehmen, oder aber wird es zurücksinken in die Stumpfheit des Verlangens nach den Fleischtöpfen? * Es sind Anzeichen vorhanden, daß weite Kreise des Juüontums sich dem Gedanken der Befreiung des Volkes nähern. Der Anfang wurde in Amerika gemacht und der ausführliche Bericht über die Konferenz vom 1. März in New York, den wir heute veröffentlichen, zeigt den Umfanpr dieser Annäherung. Die Verhandlungen mit den nlcht/lonistlschcu Kreisen sind in ein entscheidendes Stadium getreten und der kommende Zlonistcnkongrcß wird nun zu zeigen haben, was er aus dieser Situation zu machen vermag. Wir sind an dieser Stelle stets dafür eingetreten, die amerikanischen Vorschläge anzunehmen und die erweiterte Basis für das Werk des Palästinaaufbaus so schnell als möglich zu schaffen. Der Aufbau Palästinas geht in großen Schritten vorwärts und bedarf einer breilcreu Stütze als bisher, Dies bedeutet aber nicht, daß der Zionismus seine zentralen Ideen aufgibt. Wir glauben, daß die Zionistische Organisation, wenigstens in den ersten Stadien der Jcwish Agcncy, eine außerordentlich wichtige Rolle zu spielen haben wird — bis die Zeit kommt, wo die zionistische Problematik kein Gegenstand des Streites mehr sein, sondern ins Allgemeinbewußtscin übergegangen sein wird. Auch dann wird die Zelt des Kampfes nicht zu Ende sein, nur daß die Oruppierung des Volkes dann eine andere sein wird. Heute aber ist die Idee der Wiedergeburt, des Zusammenhanges zwischen Palästinasicdlung und Frcihcitsbcwußtscln, der Wille zu Abbruch und Neubeginn, selbst im engen nationalen Sinne, noch kein Ocmclngut. Wird er es geworden sein, dann wird das Schwergewicht aus der nationalen wieder In die menschliche Sphäre rücken. « Der Verband der Schriftsteller und Künstler in Ercz Israel hat an uns eine Aufforderung gerichtet, cinsn Tag der Pcssachwoche dem Nationalfonds zu weihen. In Palästina selbst wird der Verband eine Reihe von Veranstaltungen durchführen, die diesem Zweck dienen. Wir bciiützcn diese Gelegenheit, um unsere Sympathie mtf diesen Bemühungen Ausdruck zu geben. Auch der Nationalfonds ist ein Symbol der Freiheit, er ist es in icincm höheren Maße als andere unserer nationalen Institutionen. Denn der Gedanke, den Boden zum Eigentum der Gesamtheit zu machen, Ihn dem Eigennutz des Einzelnen 7ii entziehen, die unberechtigte Bereicherung! Einzelner durch die der Arbeit des ganzen 'Volkes zu dankende Werterhohung, auszuschalten, Ist nicht nur ein nationaler, sondern der Beginn einer neuen sittlicltcn Weltordnung, einer neuen Art des Zusammenlebens der Menschen. ' Das Symbol der Freiheit, das im Auszug aus Aegypten gefeiert wird, ist nichts anderes als ein fortwährender Kampf der Idee gegen den Eigennutz. So war es zu Moses Zelten, so ist die menschliche Natur noch heute. Aber es ist nicht Sache des Menschen, seinen Trieben Sklave zu sein; seine Aufgabe ist, das Leben *u gestalten, vermöge seiner Erkenntnis von Gut und Böse. Der Kampf zwischen der sittlichen Forderung und der triebhaften Begierde füllt das Volksleben aus. * Während Moses auf dem Sinai war, tanzte das Volk um «las goldene Kalb. Auch heute sehen wir diesen Tanz, während die Ideale, die dem Volke das Ziel geben, geschmiedet werden. Der Jüdische Nationalfonds ist eine Fahne, eine Losung im Kampfe gegen diesen „Teufel" oer Habsucht. Wir können uns im ganzen Bereich der Jlonistischen Tätigkeit keine bessere Art, Pcssach zu «lern, denken, als durch Dienst für den Jüdischen Na- «lonalfond». Wir haben der Aufforderung des Künstler- \'«rbandca dadurch Rechnung getragen, daß wir unserer heutigen Nummer die illustrierte Beilage „Der Aufbau" . oelschJicBcn, die ein Bild von der Tätigkeit des Jüdischen Nitionalfonds bietet. * Nach den Ostcrfcrlcn beginnt ein neues Semester In der Hebräischen Sprachschule in Berlin. In dieser Sprach- «hule hat sich der Berliner Zionismus eine vorzügliche 'fittltutlon geschaffen, deren fruchtbares Wirken vor »Ilem der aufopferungsvollen, unermüdlichen, treuen Ar fcit einer kleinen Zahl für 'die hebräische Sprache bc gclstcrtcr Menschen zu danken ist. Die Spraclischulc cnt-sprlngt zionistischer Initiative und sie dient vor allem dem Bedürfnis der Zionistcn; aber darüber hinaus Ist eine Institution dieser Art geeignet, das Interesse aller jüdischen Kreise zu wecken, die die hebräische Sprache als integrierenden Bestandteil des Judentums betrachten. Die Schule Ist keine Parteisache, sie dient lediglich dem Unterricht, der Einführung in Sprache und Literatur. Eine Stadt wie Berlin hat den Vorzug, sich auf eine Anstalt konzentrieren und diese dadurch musterhaft ausgestalten zu können. Es wäre ein organisatorischer Fehler, diese Chance nicht auszunutzen und statt dessen eine große Zahl kleinerer Kurse zu begründen, die erfahrungsgemäß bei weitem nicht so ernste Arbeit leisten können wie die Sprachsthule und gewöhnlich In kurzer Zeit wieder einschlafen. Heute sind wir aber in einer Phase, wo der Forderung nach Wiederbelebung der Sprache nicht nur zum Schein und nach mtßcuhln .Genüge getan werden tlarf, sondern wo diese Sache mit dem ganzen Emst nationalen Verantwortungsgefühls betrachtet werden muß. Wir glauben daher, daß es durchaus in den Ralmicn dieser Bemerkungen gehört, wenn wir unsere Leser auf die neuen Kurse der Sprachschulc aufmerksam machen und vor allem die Zionistcn daran erinnern, daß ein Zionismus ohne Hebräisch heute bcrclts ein nicht lebensfähiger Golem ist. Auch die Erneucrung der Sprache ist eine Forderung der Befreiung, auch 6lc Ist ein nicht wegzudenkender Teil der jüdischen Wiedergeburt. Der Stcifjcrprozeß Wie wir bereits gemeldet haben, sind die vier Angesehenen jüdischen Bürger, die wegen angeblicher Verleitung des Ukrainers Mikictin, den Ukrainer Panczyszyn als Attentäter zu bezeichnen, in Haft genommen wurden, gegen eine Kaution von 35 000 Dollar auf freien Fuß gesetzt worden. Das Appclationsgcricht bestimmte die Irohc Kautionssumme in der Erwartung, daß die Verhafteten nicht imstande sein würden, diesen Betrag aufzubringen und somit weiter unter Schloß und Riegel bleiben werden. Es gelang jedoch die große Summe aufzubringen und die vier verhafteten Juden sehen dem ihnen gemachten Prozeß entgegen, der noch im Monat April stattfinden soll. Der gleichfalls verhaftet gewesene Leiter eines Deteklivbüros, der Pole Dwornicki war schon vor den milverhnftet gewesenen vier Juden freigelassen worden und behauptet jetzt, daß ihn zwei von den angeklagten vier jüdischen Bürgern aufgefordert hätten, um jeden Preis etwas „zu kombinieren", um die Unschnld Steigers zu erweisen. Diese Aufforderung der Juden au Dworulcki wäre zu einer Zeit erfolgt, wo er den Juden eröffnet hätte, daß die von Mikictin bezeichnete Spur völlig abwegig sei. Mikictin, der noch immer in Haft sitzt, bchnrrt auf seiner Aussage, daß llnn die Juden eine große Belohnung versprochen hätten, wenn er Panczyszyn als Attentäter bezeichnet. Ferner behauptet Mikictin, der, was von der Staatsanwaltschaft zugegeben wird, schon seit langem in Diensten der Polizei steht, der Schreiber jener zwei ukrainischen Briefe zu sein, In denen gegenüber der zionistischen Zeitung „Chwila" und gegenüber dem Vorsitzenden des Standgerichtes gegen Steiger behauptet wurde, daß das Attentat von Mitgliedern der ukrainischen militärischen Organisation verübt wurde. Ein Outachten von Schriftsachverständigen bestätig! diese Angabc des Lockspitzels Mikictin. Angesichts dieser Sachlage Ist es mehr als wahrscheinlich, daß die vier angeklagten Juden Glascnnnnn, Jäger, Kornhabcr und Münz in dem Ihnrn gemachten Prozeß verurteilt werden. Die Aussagen Dwornickis und Mikictins, die objektiv von allen Kennern der Sachlage als völlig unzutreffend bezeichnet werden, sind schwerwiegend und in Anbetracht der Psychose, die im Zusammenhang mit der Affäre Steiger die gesamte polnische Öffentlichkeit ergriffen hat, Ist vorauszusehen, daß sich die polnischen Richter dem Druck der öffentlichen Meinung nicht werden entziehen können und daß sie zu einer Verurteilung der Juden kommen werden. Die Aussagen Dwornickis und Mikictins sind sicherlich nicht ohne Beeinflussung der Lemberger Polizei gemacht worden, die in der ganzen Affäre nach alten russisch-zaristischen Rezepten arbeitet: Konfidenten, Lockspitzel, Bestechungen, Drohungen, Verschleppungen Verdunkelung und Aufhetzung der öffentlichen Meinung. Einer der Hauptzwecke des Zwischenspieles, — Prozeß Qlnscrmann, Jäger, Kornhabcr, Münr. —, ist die Hinausschiebung des eigentlichen Steigerprozesses. So widersinnig es klingen mag: Trotzdem alles dagegen spricht, daß Steiger irgendwie als Attentäter in Betracht kommt, ist es Bchr wahrscheinlich, daß er dennoch verurteilt werden wird. Wenn unter den 12 Geschworenen sich 8 dem Staatsanwalt „zuverlässig" erscheinende Leute befinden werden — und die Staatsanwaltschaft wird schon dafür sorgen, daß zwei Drittel der Geschworenen „zuverlässig" sein werden — so Lst es sicher, dnß über Steiger ein „Schuldig" gesprochen werden wird. Es handelt sich ja der polnischen Öffentlichkeit, dem polnischen Ocricht, der Polizei und vielleicht auch der polnischen Regierung nicht um Steiger, sondern ujU das jüdische Volk in Polen. Und das muß verurteilt werden, damit man gegen alle seine Ansprüche und Beschwerden eine Waffe In die Hand bekomme. Als Außenstehenden drängen sich uns drei Erschci nungeu Im Zusammenhangs mit der Steiger-Affäre auf. Erstens: Die polnischen Juden haben es bisher vermieden, diese schwerwiegende Angelegenheit, die nicht mit Unrecht auch in unserem Blatte mit der Drcy.fus Affäre und dem Bcilis-Prozeß verglichen wurde, tu einer Sache der gesamten Judcnhcit, der öffentlichen Meinung der Welt und der führenden Geister der Kulturmenschhct . zu machen. Dieses Verhalten der polnischen Juden \t\\x sich vielleicht damit erklären, daß die Führer der ju, dlschcn Politik In Polen zur Entkräftung der ihnen von der polnischen Regierung immer gemachten Vor. würfe, daß sie zur „anonymen Macht" der "Welt judenheit Zuflucht nehmen, bemüht sind, die Stelgcr-AflSrc sowie alle anderen jüdischen Probleme In Polen ah Innere polnisch-Jüdische Fragen zu behandeln. Diese Haltung, unzweckmäßig für alle jüdischen Interessen in Polen, ist geradezu unverständlich in .der Steiger- Affäre. Zweitens: In .ganz Polen tritt keine einzige nicht, jüdische Partei oder Persönlichkeit für Steiger und gegen das Komplott von Polizei, Gericht und anlisemitischer Hctzprcssc auf. Nicht einmal die polnischen Sozialdemokraten und auch nicht die polnischen Kouimu. nisten, von den sogenannten linksstehenden bürgerlichen polnischen Demokraten zu schweigen, haben bis jetzt auch nur das Ocringstc unternommen, um sich au die Seite des beleidigten Rechtes zu stellen. Die gesamte fortschrittliche polnische Presse steht sozusagen Gewehr bei Fuß und beobachtet, kühl bis ans Herz hinan, dm Zweikampf zwischen der jüdischen Gemeinschaft in Polen und der vereinigten polnischen Reaktion. Diese l£rscheinung Ist betrübend und zwingt zu einem traurigen Rückschluß auf die Gesinnung des gesamten polnischen Volkes bezüglich der Juden. Drittens: Am unverständlichsten ist die Haltung der Ukrainer. Es ist ein offenes Ocheimnis, daß dxs Attentat gegen den polnischen Staatspräsidenten im September des vorigen Jahres von ukrainischer Seite ausgegangen Ist. Es ist ferner allgemein bekannt, d.ilt revolutionäre ukrainische Organisationen, was von den Ukrainern ohne weiteres zugegeben wird, noch jcUt au den polnischen Ostgrcnzcn ununterbrochen Ucbcrfälle auf polnische Qutshöfc, Amtsgebäude und Gendarmerieposten veranstalten. Wenn, was verständlich Ut, die Ukrainer in Galizicn nichts tun, um das furchtbare Unrecht, das Steiger und der gesamten Judcnhcit zugefügt wird, gut zu machen, so wäre es doch moralische Pflicht der im Auslände lebenden Ukrainer und eine selbstverständliche Ritterlichkeit, wenn Bic, weit vom Schuß, dazu beitragen würden, den Lauf des Unheils aufzuhalten. Die Ukrainer mögen bedenken, daß die Blutschuld, die sie durch ihr passives Verhalten In dieser Angelegenheit auf sich laden, niemals abgewaschen werden kann. Fast vier Millionen Juden leben im ukrainischen Sprachgebiete. Sollen die Beziehungen zwischen.. Ukrainern und Juden für- Jahrzehnte. hinaus dadurch vergiftet werden, daß von ukrainischer 'Seite nicht genügend Mut aufgebracht wird, um Licht in das Dunkel dieser ganzen mittelalterlich anmutenden Steiger-Affäre zu tragen? Abraham Bcndow. Nr.. D» jiiSTt?' und e'. t. Ar1 den A ",1 alle » weise die *l herbei(, einem .1 i. Die Feiern in der ganzen Welt In allen zerstreuten jüdischen Zentren der Weit wurde der Tag der Eröffnung der hebräischen Universität tu Jerusalem festlich begangen. Es Ist unmöglich, alle «Je einlaufenden Berichte wiederzugeben. Wir begnügen um damit, hier kurze Berichte aus den zwei größten jüdischen Oemcinden der Welt, New York und Warschau anzuführen. In New York marschierte eine festlich gestimmte Menge von mehr als 30000 Personen am 1. April durch die Straßen der Stadt Der Osttcll von New York, der am meisten von Juden bewohnt Ist, war beflii;i:t und illuminiert. Der Bürgermeister von New York sandle dem Komitee, welches die Kundgebung veranstaltete, ein BegriiOunnslcIcgramm „im Namen der größten jüdischen Stadt in der Welt". In Warschau veranstaltete die Judcnhcit am 1. April eine grandiose Kundgebung. Zchntauscndc Juden nahmen an der Kundgebung unter freiem Himmel teil. Da» jüdische Viertel Warschaus legte reichen Flagp.enscliinuck •<n und war festlich illuminiert. In den Fenstern hingen die IV>rlnK Theodor Herds, Dr. Weltmanns, Lorxl U.ilfotirs ""d de* Präsidenten der polnischen Republik Wojciechowsky, Laut einer speziellen Verordnung de» Unterrichtsmin In tert hatten die jüdischen Kinder in den judischen und In den allgemeinen Schulen frei. Dem vom jüdischen Univcrsitiilskomitcc veranstalteten Qottcsd'cn»t wohnten Vertreter der Regierung und die hohe katholische Oelstliclikcit bei. Der jüdische Parlamentsklub hielt ein-" feierliche Sitzung ab, zu welcher Vertreter des ukrainischen Parlamcntsklubs erschienen waren. Nach einer Festrede Dr. Leon Reichs drückten die ukrainischen Vertreter ihre Ucle Sympathie iür die erste jüdische UmversU.it am. Der ukrainische Sejmklub sandle auch ein Dcgrtißungstctcgramm Im Namen des ukrainischen Volkes nach Jerusalem ab. Wien. (I.T. A.) Die Wiener jüdlsch-aKadcmlschen Verbindungen luden zur Feier der Eröffnung der Hebräischen Universität, die von ihnen am 1. April veranstaltet wurde, aucli den päpstlichen Nuntius und den sowjct-riisslschcn Gesandte« , ein. Der erstcre entschuldigte »ein Fernbleiben und sandte Olückwünschc. während die sowjet-nrnsisehe Gesandtschaft antwortete, sie Könne wegen der'Abwesenheit des Gesandten Joffe nicht vertreten sein, doch übersende sie eine Million Krönen (d. e. ct. 60 M.) für die Universität In Jerusalem. Der Niederländische Zionhtcnbund und die Nicdcrl.uidischc Zionistische Studcntcnorganlsatlon veranstalteten 1. April In der Aul» der Amsterdamer Universität eine feier- Ikho Kundgebung aus Anlaß der Eröffnung der IcHnatc'«/ Universität. Es sprachen: Prof. Dr. L. Or nstein, Prof. Dr. S. R. Steinmetz, Prof. Dr. H. J. Watcrminn. Prof. Dr. D. Cohen. Auch In anderen Städten Holla»«» fanden Kundgebungen statt. Alle holländischen Blatter würdigen die Universltätscröffiiung in Jerusalem In längeren Artikeln. Einzig die katholische Tageszeitung „De MU'' bode" bringt einen 'gehässigen Artikel, In welchem vo« der Weltherrschaft der Juden, die. die englischen Politik Llovd Oeorgc, Balfourusw. bestochen haben, die Rede ist. selb»« Das iVitsti vr.i« Uhr r Oiste .-;:en: Jjmw mani , Lord,,; ll.ind, | die < Mcir, die C . Refdc Staat« " Hey ' i, Rlclclt. / vertra , , Sehl, f lührc; .' S '; stürm, ■« \on t> Die '} auf d Manrr par« über . haber Das den : cii II diesem i <\ if Ii l: ru F.< . Redei ' tretet amu' i Samt '• und mir f Anw auch' . Zur 'i Ras' ' Jude?u s 1 ' der ' i Restmr\ Feie die T hebt; Srof wer! v. r'äp» •'. Tou die ',s- Artll . WCS; die '' I bni.j Ytr;;i m i •' .1 »am less' Win den V.( Wiiyl »C,'J1 B||.V dcn'j,! rab, - ein i'. i an i Ünfi »bc \ »uej; Qe , für; Chr. I w' I i

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