Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 27-28 (3.4.1925)
- Date
- 1925-04-03
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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•dtwtr'ntumrm, Splte 250 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. 27/» Die englische Regierung Du Koloniiiamt schrieb an du Komitee für die Universität: Der Oberkommlssär für Palästina hat Herrn Amery benachrichtigt, daß er die Abslebt hat, der Erölfnungsicreraonle beizuwohnen und eine kurze Ansprache zu halten. Unter diesen Umstanden hilt es die Regierung nicht für nötig, ander» all durch die Person des Obcrkommisslrs vertreten tu itln Herr Amery freut 6lch Jedoch, Ihnen den Ausdruck der ruten Wünsche Seiner Majestät Regierung In Verbindung mit dieser Zeremonie zu übermitteln. Er betrachtet die Er- Öffnung eines neuen Zentrums der Wissenschaft In Jerusalem mit großem Interesse und hoftt zuversichtlich, daO dem Projekt aller Erfolg beschieden sein wird bei seiner Bemühung, Kultur und Aufklärung auf dem historischen Boden Palästinas ru verbreiten. Dar Orufl dea Deutschen Auswärtigen Amtes Der Außenminister des Deutschen Reiches schriebt Die Errichtung einer allgemeinen Lehr- und Forschungsanatalt Im Nahen Osten erweckt In Deutschland tiefstes Interesse. Ich höre, daß die Vorbereitungen für die Eröllnung der Universität erfolgreich fortgeschritten 6lnd und daß diese., illen Studierenden ohne Unterschied offen stehen wird. Der druss der Regierung der Vereinigten Staaton Der Staatssekretär für Unterricht der Vereinigten Staaten schreibt: Das Unterrichtsdepartement bedauert tief, bei der Eröffnungsfeier nicht vertreten sein zu können. Es hitte für mich eine große Freude bedeutet, wenn Ich persönlich hätte dabei sein können, allein die Verhältnisse ließen es nicht zu. Jedoch will ich Sie der großen Sympathie versichern, die ich gegenüber dem jüdischen Volke hege. Wir begrüßen das Jüdische Volk zu seinem Bestreben, eine Institution höchster Bildung in Jerusalem zu errichten und werden mit größtem Interesse die Fortschritte dies« Unternehmens verfolgen. Die französische Regierung Die Botschaft des Ministerpräsidenten Herriot und des Kammerpräsidenten Painlevd haben wir bereits In . Nr. 24 vom 24. März vollinhaltlich zum Abdruck gebracht Ebcndort befindet sich auch das Begrüßungsschreiben des Führers der französischen Sozialisten, Leon Blum. Das Schreiben Professor Einsteins Lieber Herr Weltmann I Die Erölfnung der Universität Ist uns ein trohes Symbol für das Oclingcn des großen Zieles, dem Sic Ihr Leben ^nt widmen. Diese Universität soll eine Zentralstelle geistigen Wirkens nicht nur für Palästina, sondern für die Juden der ganzen Welt werden. Dorthin soll Jeder von uns kommen, dem die Qnadc zuteil wird, etwas Schönes zur Wissenschaftliehen Erkenntnis zu finden, um es dort vorzutragen. Dort toll einst eine Auswahl unserer besten Talente bleiben und .wirken, der Wissenschaft und unserer Jugend zum Hell. Noch besteht von alledem nur ein bescheidener Anlang. Aber alle, die Liebe zur Wissenschaft und ein Jüdisches Herz haben, sind heute schon von der hohen Bedeutung des Unternehmens durchdrungen und wir dürfen hoffen, daß die (liebsten Jahrzehnte uns eine blühende Universität bringen werden, würdig des Ortes, an dem sie steht und würdig der traditionellen Hochschätzung geistigen Strebens, die sich das jüdische Volk auch in den s-.hwerstcn Phasen seiner leldcnsreichen Geschichte bewahrt hat. Möge unsere Universität ein Hort der Lchrfrclhcit und der Toleranz sein. Keinem ernsten geistigen Streben sei sie verschlossen; keinem Menschen sei der Eintritt verwehrt. Möge unsere Tradition uns stets befruchten, nie hemmen. Durch eine nicht mehr zu lösende Verabredung bin Ich verhindert, diesen Tag, den erleben zu dürfen Ich mich glücklich schätze, mit Euch zu leiern. Möge dieser Tag seine Spuren In den Herzen zurücklassen, daß das gemeinsame Werk kräftig gefördert werde. Der druss Ramlay Macdonalds Der frühere britische Ministerpräsident Ramaay Macj»onald schrieb: Nichts hätte mir mehr Freude bereiten können, als der Eröffnung der Jerusalemer Universität durch Urd Balfour persönlich beizuwohnen. Unglücklicherwelse bin ich an meinen Posten hier gebunden. Mir ist noch lebhaft fn Erinnerung, was ich In Palästina gesehen und gehört habe, ich betrachte die Oründung der Universität als den Oipfcl eines Oewölbes unserer Bestrebungen und Hoffnungen. Ich betrachte die Aussichten der Institution als weit und ermunternd. * Professor S. Dubnow hat an Achad Haam In hobrllsclicr Sprache nachstehende Bride gerichtet: Meinen Olückwunsch zum Tage der Eröffnung der Univenltät In Jerusalem sende Ich Dir, mein Freund, dem Schöpfer «t Lehre von dem geistigen Zentrum In Palästina, mit oer Bitte, ihn auch den Mitgliedern des mit den Angelegcnnelten dieses Institutes beschäftigten Komitees, welche Deinen groBen Oedanken In die Wirklichkeit umsetzen, zu übermitteln. E* tut m|r iehr |cl<1( daQ „ m|r nuch t\\mm\ nicht vergönnt war, In unser Und hinaufzuziehen uud mit Luch den Freudentag der Lehre zu begehen, aber auch von der rerne nehme Ich mit ganzem Herzen an Euerer Freude teil. Und was soll Ich dem neuen Institut der Wissenschaft und des Oelstes auf dem Skopusbcrg wünschen? Möge <w Weg von der Eröffnung zur Vollendung nicht allzu «ng.sein, daß die neue Universität Ihres Namens würdig werde. Indem sie wirklich «He Zweige der Wissenschaft, «er Menschheit und des Judenturas umfaßt, möge die Jerunleincr Universität In ihrer Bedeutung nicht geringer sein i»< a fcjjwesterlnslitute in allen Ländern und möge sie GkL u Pe.bIe,c der Wissenschaft des Judenturas diese «oertreffen l Und möge sich in allen Schichten unseres Volkes tw. .enJnt.nI? ver°re»«n. d*a ke'ne Wissenschaft der Welt entwickeln kann ohne völlige Freiheit der Forschung! h.v . .enso *uch dle Wissenschaft des Judentums. 'Wir n*ben nicht die Möglichkeit und auch nicht'das Recht, «n forschenden Oelst, der die Wahrheit sueht, zu beengen, vt, \ nlcl,t du Recbt- JQdlsche Wissenschaft In die t./'W|lK,e iu traditionellen Lehrgebäudes einzuzwängen. p"! penersfloo bat Ihre Welsen. Jede Oeneratlon hat Ihre «MU&n.d'e WU,en,du<t und durch, sie ©S^lrtlJßT^T^g) CBEH Ich will schließen mit einem umfassenden Wunsche: Möge die Lehre, die von Zlon ausgehen wird, in Wahrheit «In Licht «ein, das In allen Teilen des zerstreuten Israel leuchtetl Prof. Slegmund Freud hat an Dr. Chijes das folgende Schreiben gerichtet: Die Historiker haben uns gesagt, daß unser kleines Volk die Vernichtung seiner staatlichen Selbständigkeit nur dadurch überstanden hat, daß es darauf die höhere Wertung auf seine geistigen Güter, seine Religion und sein Schrifttum zu verlegen begann. Nun erleben wir, daß dieses Volk die Aussicht, seinen väterlichen Boden mit Hilfe einer wcltbehcrrscheiidcn Macht wiederzugewinnen, feiert durch die Oründung einer Universität in seiner alten Hauptstadt. Eine Universität ist eine Stätte, an der die Wissenschaft gelehrt wird, die sich über alle Unterschiede der Religionen, und der Nationen hinaussetzt, an der die Forschung betrieben wird, dlc der Menschenart zeigen soll, Inwieweit sie die uns umgebende Natur verstehen und sich unterwerfen kann. Ein solches Unternehmen ist ein ehrenvolles Zeugnis für die Entwicklung, zu der sich unser Volk In zwei Jahrtausenden schwerer Schicksale durchgerungen hat. . Ich empfinde es schmerzlich, daß meine Kränklichkeit mir verbietet, die Eröffnungsfeier der Jüdischen Universität in Jerusalem als Mitanwesender zu erleben. * Wir haben bereits In früheren Nummern der „Jüdischen Rundschau" eine ganze Reihe von Glückwünschen und Begrüßungsschreiben abgedruckt und es ist unmöglich, alle Begrüßungen zti veröffentlichen, die uns zur Verfügung gestellt wurden. Als Ergänzung zu den bereits früher mitgeteilten Begrüßungen erwähnen wir noch die folgenden: Die Universität Athen, die durch ihren Rektor Zcnghclis persönlich vertreten sein wird, schreibt u. a.: „Der Senat unserer Universität, der diesem Ereignis die ihm gebührende Bedeutung beilegt, kann nur seine volle und herzliche Sympathie lür dlc Oründung aussprechen, die die Krönung des Erzichungssvstcnis in Palästina sein wird und der jüdischen geistigen Welt das Zentrum geben wird, das sie mit ihrem Sinn für Fortschritt und wissenschaftliche Wahrheit verdient« Die llliidu.Unl versität in Bcnarcs sandte ein Telegramm, worin sie der llebiälschen Universität ihre „herzlichsten Glückwünsche und Griilte zu Ihrer Geburt in Jerusalem sendet und ihr dlc Krait wünscht, die höchste intellektuelle und geistige Erweckung im alten jüdischen Volke zu Volbringen14. Die Oeorg August-Universität in Oöttln. gen drückt die Hoffnung aus, daß „die Universität nicht nur ein I leim lür wissciischallllche Forschung und Lehre sein wird, sondern auch ein Zentrum für die In der Welt zerstreuten Judcu, welche, mächtig angezogen durch das von dienern Zentrum ausgebende Nationalbewußtsein, Ihren Weg zurück» finden mögen zu ihrer Heimat und auf dem 'geheiligten Boden Palästinas wieder die Einheit und das freie und glückliche Leben einer Nation finden mögen". Rektor und Senator der Albertus-Universität iu Königsberg schreibt: „Möge die Universität nicht nur auf dlc heilige Stadt hcrabschauen in einer Gestalt von architektonischer Ürölle, sondern möge sie auch In der Fliege der Wissenschalt eine Leuchte lür die Schwester-Uiiivcrsititcn der Welt ceinl Möfrc sie In ausdauernder Arbeit und unbcirrtcin Idealismus der Wissenschalt und durch dir Wissenschnft'dem Frieden der Völker dienen, wie es vor Jahrtauiendcn Propheten Israels als Sinn und Ziel der Weltgeschichte verkündet haben.'4 Der Rektorder Rheinischen Friedrich- WIIhelms-Universitatin Bonn schreibt u. a.: „Der Orr*, von welchem die christliche Kultur des Abendlandes, dlc In der jüdischen wurzelt, ihren Ausgang genommen hat, Ist jedem von uns teuer. Dali er nun auch eine Stätte wissenschaftlicher Forschung und lehre werden soll, welche der strebenden Jugend aller Völker und aller Bekenntnisse Olfen steht, bef;rüßen wir mit besonderer Freude. Möfjc die Universität encs Landes, das der Welt den größten Irlcdenslürsten geschenkt hat, durch ihr Streben, studierende Jugend aus allen Ländern in Ihren Hallen zu vereinigen, zugleich ein Mittelpunkt und eine Quelle des Friedens und der Versöhnung für alle die Völker werden, die in der friedlosen Qegcnwart nur Oefühle des Hasses und der Bitterkeit gegeneinander nähren. Aus dem Ihnen und uns heiligen Boden möge die Universität Jerusalem die Krait zu reicher Blüte und Entfaltung schftptcn." Die Masaryk-U nlvcrsität In Brünn schrieb u.a.« Wir begrüßen die neue Alma Mater als Mitarbeiterin am allgemeinen Werk der Bildung und Humanität, welche durch das Volkstum hindurch zum Wohle der ganzen Menschheit strebt. Wir begrüßen sie als Anregcrln der Verbindung zwischen dem Vermächtnis Asiens und den Ofltcrn Europas. — Der Dekan der medizinischen Fakultät der Masaryk-Univcraltät zu Brünn, Prof. Dr. B. N e u m a n n , wird In Jerusalem bei der Eröffnungsfeier dlc Masaryk-Univcraltät offiziell vertreten. Der Rektor der Universität In Wien sandte an das Komitee der Hebräischen Universität In Jerusalem ein DeRtOflunfisschrcllKstt, In welchem bedauert wird, daß . die Wiener Universität unter den gegenwärtigen Verhältnissen noch Immer nicht In der Lage Ist, einen persönlichen Vertreter zu entsenden. Die McQill.Universität in Montreal (Canada) schreibt: ,,Ihrc Universität wird das Zentrum einer Kultur und eines Volkes sein, das, obwohl Ihre Qcschlchtc nach Jahr tausenden zählt, erst vor kurzem als Nation wieder hergestellt wurde. Nicht nur liegt auf ihnen eine Verantwortung gegenüber den Juden der Diaspora, denen Ihre Universität ein Symbol der Dauer religiöser und nationaler Traditionen und Ideale sein wird, sondern Sic haben noch eine andere und mittelbarere Aulgabe, die gegenüber der neuen palästlnen tischen Nation, in deren Aulbau Ihr Institut einen großen Anteil nehmen muß. Es Ist vielleicht diese Seite Ihrer Arbeit, für die unsere Universität stets das größte Interesse fühlen wird, denn wie Ihre Universität war auch die unsere In einem neuen Lande errichtet worden und war berufen, ihren vollen Teil an dessen Fortschritt zu tragen.44 Ferner sandten zum Teil sehr ausführliche und herzliche Begrüßungsschreiben die Atlanta-Universität, die Universität Cape Town, die Clark-Unlversität In Wor ceste r, das Institut lür Soziologie In Köln. Cornel Unlverslty, die Universität North Dacota, die Universität lcyden Louvain, Madrid, Mailand; Nancy, Philadel-. pbla.WcsternOntario.Wsrschau.Bern.Moot iclller, Siena, Washington, Zürich, Würz. urg, die AkaUc.nlcii der Wissenschaften Bukarest, Wien, New York, Philadelphia, Belgien, Schweiz, die Johannes Hui l-akultät Iii Prag und viele andere. Wie wir bereits gemeldet haben, sind folgende Umvertltüten In Jerusalem vertretent Aberdccn, Amsterdam, Athen, Belfast, Boston, Bristol, Cambridge, Edinburgh, College de France, Frankfurt, Qenf, Glasgow, Öronlngen, John Hopklns-Unlversity, Lehigh Uni. verslty von Pennsylvania, Lcyden, Liverpool, London, Min. ehester, Manltoba, Brown Univcrsity von Providence, Penn, sylvanla, Toronto. * Lord Robert Cecll. Sir Wyndham Deedes, ProJessoi Gilbert Murray, Dr. Fridjol Nansen, der bekannte eng. lische Publizist J. L. Qarvln, Philip Snowdcn, Frau Elhcl Snowdcn, Ocneral S m u t s und viele andere Per. sönllchkcllcn sandten herzliche Begrüßungsschreiben, worin sie Ihr Fernbleiben entschuldigten. Dlc französische Schrill- «Hierin Mir Jörn Harry erklärt in ihrem Schreiben, sie «ei bereit, der Universität lür ihre ülb'.lothek den „Erstling Ihrer Liebe zu Zlon" zu schenken, das Manuskript ihr« Romancs „Amants de Slon". * Lord Curzon hat einen Tag vor seiner Operation, die bekanntlich zu seinem Tode geführt hat, an den Redakteur dei „ZI o n I s t Review4*, das Organ der englischen Zionlstenverelnlrning, einen Brief geschrieben, In welchem er sich entschuldigt, daß er wegen seiner Krankheit nicht viel schreiben kann, und hinzufügt: „Ich freue mich, und ebenso meine Universität Oxford, eine der großen Mutteruniversitäten der Welt, daß Ihre neue Universität In Jerusalem von dem Kanzlet von Cambridge eröffnet werden wird, dem in so hohem Maße die neue Gelegenheit zu danken ist, die d:n geistigen und sittlichen Ansprüchen des jüdischen Volkes geboten wurde.44 Professor J. Weffi. Vizekanzler der Universität Oxford, schreib» demselben Blatt: „Ole Universität Oxford hat, «o glaube Ich, eine der schönsten Sammlungen hebräischer Manuskripte In der Welt und aus diesem und vielen anderen Orfinden wird sie bei der Eröffnung der hebräischen Universität In Jerusalem vertreten sein. Der Friede und Fortsehnt! der Welt hängt In hohem Maße von Ihren Universitäten ab, welche Studciitcn auf der Basis der gemelnsamca Liebe zur Wissenschaft zusammenbringt. Ich bin überzeugt, daß die neue Universität, die, wie Sie sagen, ohne Unterschied der Ras?« und de« Glaubens zugänglich sein wird, zu diesem Ziele beitragen wird, und len wünsche daher im eigenen Namen und Im Namen meiner Universität, der Ich zu präsidieren die Ehre habe, allen Erfolg.4' Professor A. C Sc ward, Vizekanzler der Universität Cambridge, schreibt: „Die Universität Cambridge hat Ihr Interesse an der Hobrülschen Universität dadurch erwiesen, daß sie «Is ihre Vertreter bei der Eröflnuiigs- Zeremonie den Gouverneur von Jerusalem, den Bischof von Irrusnlem, und einen hervorragenden Mann der Wlsstnschalt,- Sir Arthur, Schuster, betraut hat. Der Earl of B.ilfour, der dlc Universität zu eröffnen versprochen hat, ist unser KinzJer.i Mft(;c der Einfluß der Hebräischen Universität wdrdig sein da Ideale, welche für alle Zeit mit der Stadt Jerusalem Verbundes sind und möge ihre Arbeit würdig sein des hohen geistigen Ranges eines Volkes, welches In seinen Leistungen für die Wissenschaft eine bedeutende Rolle gespielt hat und einen ulrht unbctriicliilichen Anteil hat an der Erhaltung der Leistungsfähigkeit der älteren Stätten der Wissenschaft, sewohl durch die Fähigkeit Ihrer Oelchrten als auch durch die Frei* gebigkeit ihrer Wohltäter.44 Dr. Ernst ßarker, Vorsteher des King'sCollegc, London, schreibt u. a.: „Es ist zu hoffen, d»ß Ihre Universität den humanistischen Studien (Philosophie, Oe schichte, Scmcnltl'chen Sprachen und Literaturen) eine zentrale Stelle Seite an Seite mit der Entwickhing der naturwissenschaftlichen Fächer einräumen wird. Die jüdischen Phüo'^phen und 0''chrtrn des Mittelalters waren imstande, die Wissenschaft Ihrer Zelt In eclit hebräischen Formen weiter zu biUlfn, und es Ist sehr zu wünschen, daß dieses reiche Erbe von den Lehrern der neuen Universität nicht vernachlässigt werde, hs besondere die schwierige und verantwortliche Aufgabe dei Weiterentwicklung der modernen hebräischen Srrachc" Professor C. Orant Robertson , Rektor der Universität Birmingham, schreibt u. a.; „Bei mehr als einer Oelsen fieit In den letzten zwei oder drei Jahrhunderten hat eini Nation' eine neue Epoche Ihres Lebens durch die Orüiidima einer Universität gekennzeichnet. Die Gründung der Um-, versltäten von Lcyden und von Berlin In verschiedener! Jahrhunderten sind charakteristische Beispiele aus der Ver ganp»cnheit. Ich bin überzeugt, daß die Oründung der Heräischen Universität In Jerusalem In Zukunft ein ebenso bedeutendes Ereignis für die Entwicklung Palästinas sein kann wie es dlc Universität von Lcyden und von Berlin für dir Niederlande und für Deutschland war. In der Schaffung ein« Nationalstaates In Palästina (st eine Universität die unerläß liehe Bedingung des Erfolgen.4' Professor J. Georgo Adamf, Vizekanzler der Universität Liverpool, schreibt u. a.: „Die Universität Liverpool wird bei der Eröffnung der Universität Jerusalem durch Dr. Johr Oarst.ing vertreten sein, der als Direktor für Altertum« im Dienste der Rcgiermijj von Palästina steht. Dadurch ha' nie PalflMlim und der Welt Ihr tleles Interesse an tlcm Lawlt und an dem Volk«, denen die wcvUche KuUur »o viel vttdawW erwiesen. So wie unsere Universität Ihr Bestes dazu bei nelrngen hat, die Kenntnis der Denkmäler und Ocschichte du Landes, welches für das englische Volk ebenso wie für du jüdische das Heilige Land ist. zu fördern, so freut sie stet Jetzt, an der Eröffnung der Universität Jerusalem teilzunchmer und dadurch an der Förderung der Wissenschaft al'er Ar* nicht nur In Palästina und für Palästina, sondern zum Wohh der ganzen Welt. Wie in der Vergangenheit, so mög« auch In der Zukunft das Licht vom Osten nach dem West« kommen und dlc neue Universität eine stets wachsende Quell« der Erleuchtung sein und für Jerusalem selbst sei sie In det Worten des Propheten ,wie eJnc Quelle, offen d*n Einwohners Jerusalems', welche, .über die Einwohner Jerusalems den Geist der Onade ausschütten wird4.44 — Die Zuschrift erinnert ferner daran, daß das Oebäude der Universität früher Eigentum eines LIverpoofer Bürgers, Sir John Oray Hill, war. Ferner sandten herzliche Zuschritten an „Z Ion Iii Review" Professor Sir Michael E. Sadler, Univcrsity College Oxford. S. Alexander. Professor der Philosophie In Manchester, der Dekan der theologischen Fakultät der Universität Manchester 1 Dr. H. McLachlan, Viscount Haidane, Kanzler dei Universität Bristol, Sir Donald Mac Allster of Tarbet. Vizekanzler der Universität Olasgow. die Universität Edinburgh, dl« Universität . Dublin, der bekannte Aecyptenforscher Profcssot Fliaders Petrlcu. a. K» . Ad': f ' RE< ■ Pi;.; m»6< I l» d«sp \ V et t ,? raU . - •;?^r[l: 'V <*»'.',,. - i;A, insitv? Nov!.'■•'- « r*;:' p.'"; p'* >no,; ij r ", -V '• «t V', *u£i. i;. •;; ^V^'V-> OR'" '• i inai Unii-')'.!''i'{'l<1 «« f'.'.i';» >. hun {• ,V.,U' r »Iii*' •b-' . Der . Tat S,; ' v«n(. , / und t: i, ] J viel'./ t , -| Uni«'.': U»^'!,;>?*.:/ SO 'r. «' , ) rag,t - r'-i V übe < ' i'. 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