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Jüdische Rundschau · 1925-04-03 · Heft 27-28 (3.4.1925) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 27-28 (3.4.1925)
Date
1925-04-03
Page
– (sequence 5)
Language
German
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*22L JUEDlSCHE RUNDSCHAU Seile tt? Der Geist in Palästina {(ritisches Wort zur Eröffnung der *'s Universität Arn 1. März brachte der „Obscrver", das angehenste Sonntagsblatt Englands, unter dem Titel „Die ,{"c Universität in Jerusalem — das Hauptgebäude" J? großes Bild, welches den Plan von Ocddes reigte, ^1 bekanntlich bis heute nicht ausgeführt worden ist. f, ist wohl anzunehmen, daß hier ein Mißverständnis £ Observcr (und anderer Blätter, welche dasselbe L] brachten) vorlag und hoffentlich ist von den ver- „(^•örtlichen Stellen alles geschehen, um dieses MIß- 'tfständnls aufzuklären. Die Universität ist das allerlulc Institut, wo der Rcklamcsucht mancher jüdischer Ljjc nachgegeben werden darf. Falsche Reklame ljt(jc sofort das wissenschaftliche Ansehen der jftdi- (,(jCn Universität herabsetzen und dem jüdischen Namen, L jüdischen Gelehrten in der ganzen Welt und der jiorilstäschcn Sache unberechenbaren Schaden zufügen. Wissenschaft kann nur in der Stille gedeihen. Ocradc weil in Dingen des Geistes OcwisscnhaftigltK und Klarheit allein zum Erfolg führen können, ziemt 0 uns Zionistcn an dem Tage, an dem wir mit Ocnugluyriß die Eröffnung der Universität feiern, uns klar ju werden über die gesamte geistige Situation Palästinas, U welche sich die Universität einzustellen haben wird. Bei solcher Beurteilung zerfällt Palästina in zwei Ug*r- »Alter" u»d „Neuer" Jischuw. Der alte Jischuw i,l eine in sich geschlossene organische Einheit. Er k,t das wichtigste Out geistigen Lebens: Tradition, „ hat eine ganze Anzahl hervorragender Persönlichleiten, denen der neue Jischuw nichts an die Seite pi stellt i vermag. Unseren geistigen Bestrebungen muß leser alte Jischuw notwendigerweise ablehnend gegenjberstchen, sc wie wir — alle romantische Sehnsucht esd aller Schmerz kann daran nichts ändern — seine geistige Wc'.t nicht mitlcbcn können. Die Universität ist ein Teil des neuen Jischuw. Wie sieht er geistig aus? Er ist k ei nc geistige Einheit, tt ist ein Konglomerat verschiedenster Ansichten, Parteien, Bestrebungen. Die zionistische Idee — im Galuth stark genug einhcitsbildcnd zu sein — ist in Palästina n überparteilich, zu wenig entschieden in den wichtigsten Fragen, um gcscllschaftsbildcnd sein zu können, fohl ist die Liebe zum Lande, die Erkenntnis von der Notwendigkeit jüdischer Einwanderung, jüdischer Landbcslcdlang, ein gemeinschaftliches Band von nicht zu unterschätzender Stärke — aber es ist auf die Dauer eicht genug tragfähig, vor allem nicht für die zweite Generation, welche das zionistische Erlebnis nicht kannte. Wirklich gemeinschaftsbildend kann nicht ein Ideal, sondern nur eine Realität sein und eine solche Realität könnte beim neuen Jischuw nur die gemeinsame Spraclie $cin, Die Neugeburt des Hebräischen ist ja ein Wunder, jedes Wort der Kritik versagt eigentlich diesem Wunder gegenüber. Aber wir dürfen auch da nicht unsere Augen divor verschließen, daß die Hcbräisicrung ihre Bedenken tut, Ober die wir noch nicht hinübergekommen sind. Die Wiederbelebung des Hebräischen erneuerte nur einen relativ kleinen Teil seiner Worte im Munde der Sprechenden. »Die Armut der gesprochenen Sprache ist erschreckend. Das aber heißt: daß die Zahl der Begriffe, ia denen die Palästinenser gemeinsam leben, in denen ihr geistiges Leben verbunden ist, eine kleine ist Die Oclahr der geistigen Verarmung besteht Nicht die Vereinfachung ist hier gemeint, die den Menschen vom Buche zum Pflug bringt: Sic bedeutet keine Verarmung d« Geistes, und der Bauer ist im Bezirke seines Lebens bei normalen Völkern an kräftigen Worten reich. Unsere Biucrn, vor allem in den alten Kolonien müssen, wenn *le lebendig sprechen wollen, es entweder jiddisch oder - arabisch tun. Die Armut an Begriffen zeigt sich in der Armseligkeit des gedruckten Wortes, der Rednertribüne, des Vortragstisches. Dies hängt nun freilich mit der Kleinheit Palästinas lammen. Wclzmann hat einmal sehr treffend gesagt, es sei das Bedauerliche in Palästina, daß jeder einzelne Ochmann der beste, Fachmann des Landes auf seinem Gebiete ist, sowie die „Times" (damals) das beste Drci-Pcnny-Blatt Englands war — weil es kein anderes gibt Nur auf dem Ocbiete der judalstischen Forschung 'erlügt der neue Jischuw über, eine größere Anzahl tüchtigen Arbeitern, In allen anderen Gebieten sind *lr sehr arm an geistigen Kräften. Die wenigen Renschen, die da sind, müssen sozusagen für alles Stalten, und dies führt zu Oberflächlichkeit und drückt Un5er gctsUgcs Niveau. Wo sind die vielen Ocistigcn, Reiche der Zionismus im Galuth unter seinen Fahnen ^Uc? Selbst diejenigen, welche von ihrem Wohnort l^bhängig sind, oder die mit Leichtigkeit in PaläsUna '"r Brot verdienen könnten, haben es vorgezogen, den Ä im Hintcrlandc mitzumachen und überlassen K-'«Mlna seiner Not. . Die ist freilich groß genug. Unsere Kinder haben 'l5< keine Bücher. Für die Kleinen ist noch halbwegs **!°r8t (nicht durch zionistische wcltschauende Kultur- Wik, sondern durch die Konjunktur, welche die In« ««Ion schuf und die nun zu Ende ist), für die heran« .'c»sende Jugend ist fast nichts da. In unseren Mittet [..""len verwenden die Lehrer, statt die Schüler zu ^l!lcn. einen großen Teil der Zeit damit, Lehrbücher " diktieren, als wäre für uns die Buchdruckerkunst «fonden. Es gibt keine Weltgeschichte, keine keine Chemie, kein einzige« naticmal-okono- J«nt» Buch, keine Ocschichte oder Darstellung nicht« Steher Religionen usw. Und in dies Vacuum wird nun die Universität hineingestellt, und wir verpfänden der Welt gegenüber unseren Namen dafür, daß die jüdische Universität eine richtige Univcrsitas litcrarum sein wird. Die Aufgaben der Universität sind unendlich schwer. Sic wird sich erst den Unterbau schaffen müssen, welcher anderswo die selbstverständliche Voraussetzung eines gelehrten Unterrichts ist: Die Bildung des Volkes (Bildung in beiden Bedeutungen). Sic wird mit einem groß angelegten Uebcrsctzungswcrkc beginnen müssen, für das sofort reichliche Geldmittel zur Verfügung zu stellen sind. Sic wird durch Bücher, die sie herausgeben und durch Vorbercitungskurse, die sie veranstalten wird, ihre Schüler erst heranziehen müssen. Hier Hegt die große Bedeutung der Volkshochschule, die in London im vorigen Sommer beschlossen wurde und deren Bedeutung in Palästina sofort instinktiv erfaßt worden ist. Leider ist noch kein Schritt zu Ihrer Verwirklichung getan worden und jeder Tag, mit dem die Verwirklichung hinausgeschoben wird, Ist ein Unglück. In einer Diskussion, die vor einigen Jahren Aber das Thema „Hcbräisicrung" im „Juden" (IV, 6) geführt worden ist, meinte Oskar Baum optimistisch, wir würden eben als volle Europäer in die hebräische Literatur eintreten und unser Schrifttum würde mit einem Schlage auf das kulturelle Niveau der aus hochkultivierten Ländern nach Palästina gekommenen Einwanderer gestellt werden. Leider war dies ein Irrtum. Ein Volk kann keine Stufe überspringen, der Schriftsteller kann, auch wenn er selbst persönlich über einen größeren aus anderen Kulturen geschöpften Begriffsvorrat verfügt, der Literatur nur so viel an Begriffen zumuten als 6ic sich bereits erworben hat. Natlo non facit snltum — ein Volk macht ebensowenig einen Sprung wie die Natur, Die Universität bedeutet dennoch das Wagnis eines solchen Sprunges. Sie ist eine kühne Tat. Gelingen kann sie nur, wenn ihr die allem Lärm ferne Ruhe desSchaffens gewährleistet wird und große geistige und materielle Hilfsmittel zur Verfügung gestellt werden. Sic bedeutet eine Mobilisierung unserer besten Kräfte. Gelingt sie uns, so wird sie eine neue Epoche in der geistigen Geschichte des Judentums bedeuten. Hugo Bergmann, Jerusalem. Die |ü lischt Hochschule Von Albert Thomas, PrKildent des Internationalen Arbeitsamt« de« Völkerbundes, „Völker wandeln dem Uchte zu.'« Jesalas. Mit einem hohen Gefühl der Hoffnung und der Freude begrüße ich die Universität in Jerusalem. Während der düstersten Stunden des Krieget erschien es uns (magsein, daß es Chimäre war, ober Immerhin war es unser Qlaubc) möglich, von neuem eine friedliche Menschheit zu organisieren und zu gestalten. Seit jenem Augenblick ist mein leidenschaftliches Interesse für jenes mutvollc Bestreben des Zionismus erwacht, dessen Werk von der Ocschichte als eine der außergewöhnlichsten Taten, die Jemals trotz der vielen Hindernisse In »o kurzer Zelt vollbracht wurden, gewertet werden wird. Der Zionismus schuf, meiner Ansicht nach, nicht nur die Möglichkeit, unterdrückten Volksmasscn eine Zuflucht, ein neues Heim zu bieten, sondern er erschien mir auch als ein paradoxer und gleichzeitig eindringlicher Ausdruck des Rechtes aller Völker, zu leben, sich zu sammeln, zu behaupten, Ihren Volksgenlus in seiner Reinheit zu verkünden und die ihnen zukommende Rolle in der Mcnschhcltsfamilic auszufüllen. Von diesem Gesichtspunkt aus erschienen mir der Zusammenschluß der einen, die egoistische Zurückhaltung der anderen, selbst die tatsächlichen Schwierigkeiten bei einer Anslcdlung zwischen den bereits in Palästina lebenden Völkerschaften, die Rückkehr nach Zion ats ein großartiges Werk, dessen Erfüllung allen Menschen, die von der Friedensidee beseelt sind, am Herzen liegen muß. Eine Nation hat Jedoch nur dann einen Staat, nur dann das Recht auf ein eigenes Leben In der modernen Welt, wenn sie entschlossen ist, gewissenhaft Im OefOge der Oesamtmenschheit und für sie zu arbeiten. Was nützte die Wicdcraufrichtung und Wiederbelebung von Nationalitäten, wenn sie nicht ihre Pflicht fühlten, der Menschheit in der Erkennung ihrer wahren Aufgabe behilflich sein und sich der Einhcitliclikcit der Menschheit bewußt zu werden? Die Jcrusalcmer Universität, die natürliche Frucht der zionistischen Bewegung und der Liebe Israels zu seinem Ocburtsland, wird die Möglichkeit bieten, die Rolle eines Volkes, das, vielleicht als erstes, die fruchtbarsten Gedanken der sozialen Moral verkündet und, ein tiefdringender Sämann, seinen großartigen Traum, seinen segensreichen Willen In die Welt streute, sowohl was seine Vergangenheit und mehr noch seine Zukunft betrifft, Ins volle Licht zu setzen. Man kann es nicht olt genug wicdcrholem Die Menschen, die heute mit so viel Wagemut in Palästin« ein Zentrum für jüdisches Leben schaffen, denken nicht daran, dort einem agrcsslven Nationalismus zu neuem Leben zu verhelfen. Wenn sie ibren Fuß wieder auf den geliebten Boden der Propheten setzen, denken sie an nichts anderes, als die Kraft zur Förderung des Rechtes und der Ocrcchtlgkdt wlcdcrzu erlangen, auf die die zusammengebrochene Welt nicht ohne Hoffnung im Herzen wartet Noch eine andere Aufgabe harrt der Erfüllung durch die Universität Die Zivilisation der Juden wurde in einer Welt der Leiden geboren. Ihr Leben entsprang der OcgcnsMz Henkelt und dem Haß der Rassen, und Im Kampf wurde sie vollendet ist es nun In unseren Tagen, da die Mensch hclt peinlich bemüht Ist, den Weg zur Versöhnung, und zwar zur Versöhnung In Gerechtigkeit, zu finden, nicht die vornehme Aufgabe der Universität, vor allen anderen mit dem guten Beispiel voranzugehen? Die hebräische Unlversl: tät wird die Brücke zwischen dem Morgenland und dem Abendland bilden. Es wird ihr Streben sein müssen, diese zwei Welten durch da* Wissen zu verbinden, wU unter« Universität In StraOburg trotz aller Vorfille In der Vergangenheit dazu bemfen Ist, das unmittelbare Intelllgentband zwischen Frankreich und Deutschland zu bilden. Jerusalemci UniversitätI Die zwei Worte, die den Titel zu diesen Ausführungen bilden, enthalten das bewunderungswürdigste Programm. Jerusalem, das Symbol des Olaubcns an das neue Helm, der unerschütterlichen Hoffnung auf die Menschheit und die menschliche Qütc, der Körper gewordene Ausdruck des höchsten Ideals, das die menschliche Seele zu erfassen vermag. Universität, ein Tempel, wo der Mensch mit dem Menschen zusammenarbeitet, um einem Ideal Wirklichkeit, Leben einzuflößen. Die gesamte zivilisierte Menschheit muß heute die Universität in Jerusalem als einen Frlcdcnsdom begrüßen, In dem der Jüdische Oelst nach zwanzig Jahrhunderten de« Kampfes und der Leiden daran geht, sein auf die Vereinigung der Welt gerichtetes Ideelles Konzept, seine wunderbare prophetische Kraft und die Fähigkeit, Inmitten der Wirklichkelt seine Beschaulichkeit nicht zu verlleren, von neuem zu bekräftigen. Zwei Fundamente Gleich wie das utopische Ocgcnwartsgcbilde Erez Israel in dieser Zelt des Niedergangs einer Kulturepoche seine einzigartige Mission zu erfüllen hat, eine Mission ohne Parallelc, ohne Präzcdcnz In der Ocschichte der Menschheit, — hat die Universität Erez Israels eine Aufgabe, die sich mit keiner anderen, uns aus der Kulturgeschichte bekannten vergleichen läßt, Die besten der Juden sind.In das Land der Urväter geströmt; sie halwn die verderbllchcn Irrtümer, falschen Ideale, den ganzen verwerflichen Unllast einer an Ihrer Grundlüge untergehenden Zelt hinter sich geschleudert, um Im Vaterland ein Lehen der Inneren Wahrhaftigkeit zu beginnen. Wie sollte unter diesen Menschen die Qcistcsübung der Klassengesellschaft, die durch Jahrhunderte geübte wissentliche Fälschung des Geistes und Gewissens unter dem Oebot der Herrschenden, der Ausbeutenden, zum Schaden der In Unwissenheit niedergehaltenen Massen fortgesetzt werden, weiterbestehen, wieder aufgerichtet werden? Lehrer und Schüler sind in jeder Bildungsstätte die Orundpfcllcr der Qcistcsgemcinschaft. In der Universität Erez Israels heißen diese Fundamentes Einstein und Chaluz. - Einstein, der unsere Vorstellungen von der UnurastöOllchkcit der bekannten Weltgesetze erschüttert hat, der Chaluz, der aus dem wirren Stückwerk unsere« Zivilisation mit einem machtvollen Stoß zur Scholle, der Urmutter des Seins zurückgekehrt Ist, diese beiden Elemente sind es, aus deren Zusammenwirken die Zukunftsarbclt der Universität Erez Israels er stellen muß. Die ungebrochene, erstaunliche Kraft des endlich zur Selbstbesinnung erwachten, zur Selbstbestimmung berufenen Judenrums unserer Tage beschwingt die Hoffnung, die sieb an die Universität Erez Israels knüpft. Sie wird der Menschheltscntwlckelung nicht nur dienend gehorchen, sie wird sie befruchten, lenken und bestimmen. Berlin, Februar 1925. Arthur Höllischer. Eli aller Traorn Mit der Eröffnung der Hebräischen Universität In Jerusalem wird ein alter Traum der jüdischen Zlonshoffnung moderne Wirklichkeit, Auf den Bergen Zlons wird ein Brennpunkt geschaffen, In dem der jüdische Geist sich sammeln soll, um auszustrahlen zu allen Völkern der Menschheit und tief In die Seele aller vertrauten Söhne des Jüdischen Stammes. Manche, die Stein auf Stein zum Bau herangetragen, sind dahingegangen, che die Zelt erfüllt war. Andere, die in der Vorbereitung des Werkes Ihre beste Kraft verbraucht, müssen die neue große Aufgabe Jüngeren überlassen, dlo vollenden dürfen, wo jene begonnen. Und auch die, denen der alte Traum mit der jungen Hoffnung sich verbindet, fühlen mit dem Schmerz der Liebe die Unvollkommenhcit des Beginnes. Noch gldcht das Junge Werk dem Kinde, das die Sorge ängstlicher Verwandter vor oft nur eingebildeten Gefahren und dem bösen Blick der Nachbarn behüten will. Damit es nirgends anstoße, werden ihm allseits Schranken gezogen und so Ihm die Freiheit der Entwicklung genommen, in der «Mein seine Kr.Ifte stark und gerade erwachsen können. Diese Freiheit wird auch die neue Universität gegen alle) Bevormundung durchzusetzen haben, sobald sie zu selbständigem Handeln erstarkt. Das andere, dessen sie bedarf, ist Ihr sicher; die Liebe des Jüdischen Volkes, die sie pflegen und ihre Leistungen dankbar anerkennen und bewahren wird. Erhält sie auch ihre Freiheit, so wird ihr Wirken selbst Ihr auch die Achtung und Bedeutung schaffen, die unser Hoffen von ihr als geistigen Mittelpunkt lebendigen Judentums erwartet. . Berlin, Adar 5Ö35. H. Torczyner. Die Berliner Gemeinde rehabilitiert Wie wir an anderer Stelle berichten, hat die Repräsentanten-Versammlung der Berliner Jüdischen Ocmcindciti ihrer letzten Sitzung durch eine feierliche Kundgebung des Vorsitzenden, Herrn Stern, die Eröffnung der Hebräischen Universität in Jerusalem begrüßt und einstimmig beschlossen, ein Olückwunsch- Telegramm abzusenden. Gleichzeitig wurde ein Betrag von 10 000 M. zur Unterstützung von Jüdischen Bibliotheken im Ausland bewilligt mit der ausdrücklichen Bemerkung, daß dieser Betrag vor allem für das judalstische Institut in Jerusalem bestimmt ist Der Vorstand der Ocmelnde, der bekanntlich vorige Woche beschlossen hatte, jede Begrüßung der Universität abzulehnen (vcrgl. Leitartikel vom 27. 3.)| hat daraufhin seinen Beschluß revidiert und — wie wir erfahren — In seiner Sitzung vom 31. März beschlossen, sich der Kundgibung der Rcprfiscntantcnvcrsammlungt anzuschließen. Wir freuen uns, daß durch diese Beschlüsse das Ansehen der Berliner Ocmelnde wieder, hergestellt ist, /

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