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Jüdische Rundschau · 1925-03-31 · Heft 26 (31.3.1925) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 26 (31.3.1925)
Date
1925-03-31
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seile 338 7ÜEOI5CHE KüfJBSCHXÜ' Nr. 23 die städtische Politik gewonnen, und spielt In der Verwaltung von Tcl-Awiw heute eine bedeutende Rolle Die Elnlgungsbcwegung Innerhalb der Arbeiterschaft, die auf die Vereinigung, von Hapofc'l Hazair und Achdiitli Awodah und damit auf die Schaffung einer großen „Lubour Party", hinzielt, Ist geeignet, die gcmeinsamen Tendenzen der verschiedenen Lager In einem Rahmen zu vereinigen. Die großen Aufgaben der Installierung der netten Alljah, die Erneuerung der Arbeit In den Kolonien, das Anschwellen der städtischen Arbeit, all das spricht für die Zusammenfassung gleichgerichteter Kräfte, soweit es irgend angeht. Auch negative Faktoren wirken auf die Einigungsbewegung ein. Die Beziehungen zwischen den einzelnen Lagern hatten sich in der letzten Zeit verschlechtert. Der Kampf zwischen Achdutlt Awodah und Hapocl Hazair nahm erbitterte Formen nn. Das war um so erstaunlicher und bedauerlicher, als die sachlichen Meinungsverschiedenheiten nicht groß waren und eben nur In der gefährlichen Atmosphäre zu unverhältnismäßigen Dimensionen aufgeblasen wurden. Unter dem Eindruck dieser Verhältnisse, die keinem nutzten und allen schadeten, mehrten sich die Tendenzen und die Rufe zur Einigung. Sollte sie zustande kommen, so würde sie vermutlich der Anlaß zu einer Umgruppierung und Ncudlffcrcnzlcrung der Kräfte sein. Neben den beiden großen Partcieit nimmt der Odud Haawodnh langsam klare Ocstait und politische Formen an. Er könnte den Kristallisationspunkt abgeben für eine neue Richtung, die In der kapitalistischcn Entwicklung, vor der wir zu stehen scheinen, ihren Nährboden finden kann. Bisher hat die Arbeiterschaft einen großen Teil ihrer Kraft eigenen Schöpfungen widmen können. Sic hat eigene Formen der Kolonisation ausgestaltet und in eigenen Siedlungen verwirklicht. Sie hat neue Arbcltszwcige in Palästina erschlossen, kooperative Unternehmungen gegründet, den Arbeiter qualifiziert und ausgebildet. Auf der so von der Arbeiterschaft geschaffenen Orurtdlagc fängt heute die Privatinitiative an zu arbeiten. Sic ist in der Lage, über eine große Anzahl ausgebildeter Arbeitskräfte verfügen zu können und wird vielleicht in kurzer Zeit Erfolge sehen. Die Arbeiterschaft wendet Ihre Aufmerksamkeit den neuen Arbeitsgebieten zu. Sic muß sielt umstellen von eigenen Versuchen zur Verteidigung ihrer täglichen Interessen. Früher kannten wir den Ocgcnsatz von Elgenarbcit und Lohnarbeit, heute kommen wir zu dem uns aus Europa vertrauten Konflikt zwiscltcn Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Diese Umwälzung ist nicht allein gesellschaftlich oder wirtschaftlich. Sic schneidet tief in unsere polltische und kulturelle Entwicklung ein. Palastina allein wird die Entwicklung der Kolonisation in allem, was Erziehung im weitesten Sinne betrifft, nicht beeinflussen können, Wir fühlen heute mehr denn je, daß von der Oesinnung und dem Ernst der Arbeit im Qaluth sehr viel, wenn nicht alles für uns abhängt. Je stärker die Einwanderung wird, desto schwerer wird es den „Einheimischen", die Neulinge geistig zu akklimatisieren, ihnen hebräische Sprache und palästinensische Tradition zu vermitteln. Da» Oalutlt muß mehr von dieser Erziehungsarbeit auf sich nehmen als bisher, wenn wir nicht zu sehr „normalisiert", d. h. diesmal europäisiert, werden sollen. Die HawroBulls-KonzessIoaen D«» Urteil des Haager Internationalen Gerichtshof es. Haag. (J.T.A.) Der Sündige Internationale Gerichtshof Im Haag hat sein Urteil In dem griechisch-englischen Streitfall betreffend die seitens der türkischen Regierung dem Qricchcn Mawromatis 1914 verliehenen Konzcssionen für Elektrizitätsversorgung Jerusalems veröffentlicht. Das Urteil lautcl: Die zwischen Herrn Mawromatis und der Stadt Jerusalem am 27. Januar 1914 Beschlossenen Vertrüge betreffend einige in Jerusalem durchzuführende Arbeiten, welche von der türkischen Regierung "i Form einer Konzession bestätigt worden sind, haben i Oültigkclt. Die britische Regierung handelte nicht konform den von ihr als Mandatarmacht übernommenen internationalen Verpflichtungen, indem sie Herrn Rutenberg die Herrn Mawromatis verliehenen Konzessionen zur Expropriierung übergab. Da aber iticlü erwiesen Ist, daß Herrn Mawromatis daraus Verluste erwachsen sind, so sind die Ansprüche der griechischen Regierung auf Schadenersatz abzureisen. Der Gerichtshof stellte fest, dafl Artikel 4 des Lausanner i rolokolls vom 23. Juli 1924, betreffend gewisse vom Otto- •ninlschen Reiche gewährte Konzessionen auf die Herrn Nmomatls verliehenen Konzessionen anwendbar Ist. Dis Sl&Mgti voi Tel-Awtw Ucr Finauzrcfcrcnt der Tcl-Awlwer . Stadtecmeiiule, i wersky, besprach auf einer vor kurzem stattgefundenen uemeindcratssHiung das Tcl-Awlwer Stadtbudget. Sowohl die Ausgaben als die Einnahmen überschritten bcoeu end den Voranschlag. So wurden für Bewilligungen und Besteigungen £ 3500 eingenommen gegen nur £. 2000 Ver- «jcnlagung. Die Oesamteinnahme betrug £ 65000 gegen nur £ 38600 Veranschlagung und die Ausgaben £ 53000 B^enQber dem Voranschlag von £ 38500. Bezüglich der '«I-Awiwer Anleihe macht Twersky folgende Angaben! fp«2ieine Mn' £E 73 125« davon gingen In bar «in ri ^55°- Be"h,t wurdcn cinc ^«'d «n die A.P.C. von *E 10000, £E 6000 für die Errichtung eines neuen Wasser- 'wrms und ebensoviel an die ObIJgatlonsinliabcr für den ersten lÄ«^01,0 SUdt bc,lut noch £E 37 00°» w denen £B 30000 In der A.P.C., 10000 In der Arbeiterbank, 3000 ln der Halwaah w» Chissachon und 2000 bei der Kupath und der Rest In ausländischen Danken deponiert »Ind. Jerusalem. (J-T.A.) Relchtarbelumlnlstef Dr. Brauns im 24. Mira In Jerusalem eingetroffen*. Drlel ans Polen (Von unserem Sonderkorrespondenten.) M.II, Warschau, Cnde März 1025. »Die neue Exekullvo der vereinigten Zionistischen Organlsation Poleutyhat schwere Aufgaben zu erfüllen. Sie hat von der letzten „Linlgungs"konfcrcnz ein Programm geerbt, dessen wichtigste Losung lautet: „Sammlung »Km Hl eher Volksschichten um d le Pal«Mlnn.Fahne." Die Erfülluug dieses Auftrages Ist aber keine einfache Sache. Jahrelang haben die jüdischen Parteien In Polen einen verbissenen Kampf miteinander geführt. Jahrelang wurden die jüdischen Massen Im Geiste des Mißtrauens erzogen. Und nun soll eines schönen Frühmorgens Frieden auf Erden gestiftet werden; die alten Streitigkeiten sollen In Vergessenheit geraten, und der Qclst der Versöhnung soll die ehemaligen Kampfer beherrschen. Werden die Jüdischen Parteien die Eigenschaften zeigen, die die „Ehilgungs"konfe/cnz In so groOindtlgcr Welse bei ihnen vorausgesetzt hat? Werden sie sich über die fiblcn Folgen der schlechten polltischen Kinderstube — über den atlvcrnlchtcnden Doktrinarismus und die fast eingeborene Demagogie — hinwegsetzen können? Es Ist kaum anzunehmen, daQ die jüdischen Parteien In Polen auf diese Höhe freiwillig emporklcttcrn würden, wenn nicht der ungeheuere Druck der StraOe, die heute Palästinafrcundllchkeit laut fordert. Aber die StraOe Ist unerbittlich und vor ihrem Willen «chwclgoit sogar der Doktrinarismus und die (Demagogie... 'Die neue Exekutive hat jedenfalls gezeigt, daß sie ehrlich und aufrichtig den Palüstlnafrlcdcn erstrebt. Ihre ersten Schritte wurden der Dcrulung der Pro-PalfittIiia-Konferenz gewidmet. Oic Exekutive hat ihren Vorsitzenden Herrn Leo Lewite beauftragt, die Vertreter der anderen jüdischen Parteien, sowie einer Reihe beruflicher Organisationen einzuladen und ein Organisationskomlec zwecks Vorbereitung der Pro-Palästlna-Konfcrciu zu bilden. 0!c» geschah. Die anderen wurden eingeladen. Das Komitee wurde gebildet, Und da begannen dio Schwierigkeiten für die Zionistische Organisation: was sollen wir unseren „Kontrahenten" vorschlagen? Wie sollen unsere „Proposids" lauten? Zuerst stieß man auf die Frage: Wie soll man die Wahlen durchführen? In den zionistischen Kreisen ist man heute darüber einig. daO die Wahlen zu der Pro-Palästina.Konferenz auf demokratischer Omudlagc geführt, d. h. ollgemein und direkt sein müssen. Es wurden zwar einzelne Stimmen laut, man solle das amerikanische System der indirekten Wahlen in Erwägung ziehen und cinc Art polnische Marthatl-Konferenz veranstalten. Diese Projekte wurden aber kaum zur Sprache gebracht, und ilns Prinzip der demokratischen Wahlen scheint heute unbestritten festzustehen. In diesem Zusammenhange entstand eine weitere Frage: Wie crfalU man die anonymen, unorganisierten Volksmasscn, um sie für die Palüstiuasachc zu organisieren? Das System der allgemeinen Wahlen erleichtert es nicht: bei diesem System treten die politischen Parteien in den Vordergrund. Es wird die Masse der Diktatur der clngcschworcncn politischen Führer unterworfen und die echten Volkssllmmuiigen künstlich unterdrückt. Es wird den Herren aut der „Aguda" und der „Volkspartci" Ihr Spiel erleichtern und sie künstlich mit der Vertretung der unparteiischen Elemente betrauen. Unsere Aufgabe wäre es, die Konferenz volkstümlich zu machen, für den direkten Kontakt zwischen. Ihr und der Masse zu sorgen. Die allgemeiner, Wahlen begünstigen ei, so sonderbar das auch klingen mag, nicht. Man wird versuchen müssen, bei der Festsetzung des Wahlmodiis die Notwendigkeit der unparteiischen volkstümlichen Repräsentanz zu berücksichtigen. Am schwierigsten aber hat sich das Problem der Verteilung der Sitze In dem künftigen Rat der „Jcwlsh Agcncy" gestaltet. Laut dem Entwurf, der von dem zionistischen Aktionskomitee in seiner Londoner Sitzung im vorigen Jahre angenommen und zuletzt von der Marshall-Konfcrcnz in Amerika akzeptiert wurde, soll Polen U Sitze In dem Rat der „Jcwlsh Agcncy" haben. Es handelt sich dabei um die sogenannten nichtzionistischen Sitze, da die polnischen Zhuiltten Ihre Vertretung Im Rahmen der zionistischen lUlftc der „Jcwlsh Agcncy" erhalten werden. Wie kann aber eine „nichtzionistische" Vertretung aus einer allgemein-jüdischen Konferenz entstehen? Es ut kaum zu zweifeln, d.iO die Zlonisten dort sehr stark vertreten 6cln, vielleicht die Mehrheit auf der Pro-Pnlästinn-Konfcrcnz haben werden. Dürfen sie sich an den Wahlen der 11 „nlchtzlonlstlsehen" Agciicy-Mitgllcdcr beteiligen oder nicht? Wenn nicht, dann würde dadurch allerdings eine künstliche Stärkungder nlchtzlonlschen Parteien erreicht, dann würde vielleicht ihre heute rapid abnehmende Autorität Iii auffallender Welse wieder hergestellt. Wenn ja, dann würden die Zlonisten aus Polen doppelt In der Agcncy vertreten sein, was sich auch nicht rechtfertigen ladt. Oder sollen vielleicht die Zlonisten sich dns Recht vorbehalten, nicht zionistische Kandidaturen beeinflussen, ohne eigene aufstellen zu dürfen? Diese Fragen wurden vorläufig noch nicht endgültig geklärt, Der Vorsitzende der Exekutive, Herr L. Lewite, erklärte den Nlchtzlonlsten, die Zlonisten hHttcn nicht die Absicht, sie bei der Wahl der ARciicy-Mitrjlicder zu majorisicren, Ucbcr diesen Grundsatz hinaus gab er aber keine näheren Erklärungen ab. Es ist immerhin interessant zu bemerken, daß In den zionistischen Reihen bei der Behandlung dieser Frage Stimmen laut wurden, die den Verzicht auf die verpanzerten zionistischen „ulty" befürworteten mit der Begründung, daß das Recht der Zlonisten auf SO»'« der Sitze In der „Jcwlsh Aßcncy", das ursprünglich als Garantie gedacht wurde (und von der Opposition als die „letzte Hoffnung" für die zionistische Hegemonie angesehen wird), sich in der Tat In ein Privilegium für die Nichtzionistcn verwandeln muß. Die Situation in Polen zwingt, diese Stimmen nicht unbeachtet zu lassen, (Die verschiedenen beruflichen Organisationen nahmen die Initiative der zionistischen Exekutive mit großem Ernst, teilweise mit Begcisterong auf. Die Verbände der Kauflcute, der Handwerker und der Kleinhändler schlössen sich ohne Vorbehalte dem- Organisationskomitee an. Dagegen zeigten sich die politischen Parteien ziemlich reserviert. Oer sozIallstlschc „Bund", der einzige Träger des kämpfenden Antl- Zionismus in Polen, kam von vornherein für diese Sache nicht in Betracht. Die „Aguda" schickte ein Schreiben zu, In dem sie erklärt, daß sie keine Entscheidung treffen kann, so lange Ihre Zentrale nicht das Problem der Beziehungen zu der Zionistischen Weltorganisation im allgemeinen geregelt haben wird. Die „Volkspartei" beteiligte sich zwar an den zwei stattgefundenen Sitzungen des Organisatlonikornitres sehr aktiv, veröffentlichte ober darauf, In Beantwortung scharfer Angriffe der bundlstlschcn „Volkszcltung", eine unklare Erklärung, aus der man nicht klug werden kmn, wie sich dl«, „Partei*« zu der Pro-Palästlna-Konfcrenz stellt. Kurr, die nicht zionistischen Partelen zeigen keine allzu große Lust ,u In den brausenden Strom der Pro-Paliislina-Bcweginii' werfenj sie werden es aber wahrscheinlich tintcr dein 6ml der StraOe doch tun müssen. Sollten sie den kühnen Versuch machen, der Pro-Palästina-Konfcrenz fernzubleiben, dann den die Ihnen angeschlossenen Massen über ihren Kopf _ durch die Kanäle der berufliche» Organisationen, vlcltcScht auch durch Bildung neuer Partelen — sich an der Konterest beteiligen. So Ist heute die Lage In bezug auf die Pro.Pal.15tina.K0n. feretiz. Es Ist zu hoffen, daß die nächsten Wochen Ihn weitere Klärung bringen werden. Jedenfalls rechnet nun In den leitenden zionistischen Kreisen damit, daß die Konteren» noch vor dem 14. Zlonlstciikongreßc stattlinden wird. Der Oberste zloiisllsehe Rat In Polen Warschau. (J.T. A.) Der von der Vereinigten Konferenz aller polnischen Zionisten gewählte Oberrat hat sich soeben konstituiert. Vorsitzender ist Herr Leon Lcvite, 2. Vor- Lsltrender Dr. N. Davidsohn, 3. Vorsitzender Senator Dr Rofenslrcich. Sekretär Ist Herr Qrawizki. Es wurden Sti tlonen für Palästlna-Arbclt, Pro-Palästina-Konfcrenz (Leitung Herr L. Levltc), politisch-wirtschaftliche Arbeit (Senator Dr Rotenstrelch und Dr. M. Ilindes), Organisationsarbeit (Dr Davldsoltn) gebildet. S000 Palislini.Wanderer aus Pole» im MIrz Warschau. (J.T.A.) Im Monat M.irz wird die Zahl der Palüstina-Wandcrcr aus Polen etwa 3000 betragen. Ungcfähr 2000 sind Einwanderer, 10OO Passah-Touristen. Für Mii, Juni und Juli dieses Jahres wird cinc verstärktere Palästina* Wanderung aus Polen erwartet. Else Judeadebalte In polnisch« Selm Warschau. (J.T.A.) In der letzten Sitzung der Auswärtigen Kommission des Sejm hielt der sozialdemokratische Führer Daszynski eine längere Rede über die Stellung der Juden In Polen. Er billigte es durchaus, daß die polnische Regierung sich bei der Eröffnung der Hcbrsischen Universität vertreten läßt und dem neuen Institut eine reiche Bibliothek geschenkt hat. Die Juden Polens haben ein Recht, fm Auslande für ihre Interessen zu wirken, insofernc diei nicht gegen die Sicherheit des polnischen Staates verslöOt. Außenminister Skrzynskl erwiderte auf die Ausführungen Daszynski*, indem er noch einmal cinc Darstellung •einer Unterredung mit Liicien Wolf In Genf gab. L'r stimme mit Luden Wolf dahin übcrcln, daß ein Zustand gc schallen werde, daß die jüdischen Angelegenheiten im Lande selbst geregelt werden und ein Appell an das Ausland sich erfibrlgt. Weder In der Geschichte noch in der Gegenwart gab und gibt es Symptome einer Feindschaft zwischen Juden und Polen, die ein friedliches Zusammenleben unmöglich machen solle. Als die Juden In der ganzen 'Welt verfolgt wurden, konnten sie sich In Polen stark vermehren. Ich habe aber keineswegs behauptet, daß es den Juden In Polen jetzt gut geht, wie Herr Daszynski mir in den Mund legt, Nene große Bodeikiele der Agudas Jisroel In Paläsllia Jerusalem. (J.T.A.) Die vor kurzem in Palästina eingetroffene Abordnung der Weltorganisation Agudas Jisroel hat soeben eine Fläche von 50 000 Dunam Boden im L'mcV Jcsreel käuflich erworben. Die Abordnung der Agudah besteht aus dem Mitglied der Weltcxekutlvc der Agudah, Juli»» Ho II and er, und dem Kolonisallonssachverstäiidigen Davi« Trlctsch. Die Agudah-Abordnung beabsichtigt während ihres Jetzigen Aufenthaltes in Palästina weitere große Landkaufe zu tätigen. Vor einiger Zeit hat die Agudah eine Landfläche von 4000 Dunam In der Nähe des Dorfes Iskal, einige Meilen von Afuleh entfernt, erworben. Auf diesem Boden wird die Aiisledhmg von Agudah-Milgliedcrn Ende September d. J. beginnen. * Frankfurt a. M. (J.T.A.) Die Palästina-Zcntralc det Agudas Jisroel in Frankfurt a. M. hat den kommenden PcOacli als Palüstina-Wochc für die ganze Welt zur Sammlung für den „Kcrcn Ercz Jisroel" (Palästina-Fonds für Schulzwecke und Emigration) bestimmt und die Jüdischen Qcmcindei» zur offiziellen Beteiligung aufgefordert. Elnivaiderosgs-Statistik Im Janair Im Monat Januar betrug die Zahl der unabhängigen Einwanderer 733, nämlich 318 Männer mit 210 Frauen und 190 Kindern. Personen mit Aussicht auf ein festes Arbeitsvcrliittlnhi, d.h. Chnluzlm, llir die Zertifikate von der Zionistischen Organisation ausgegeben wurden, wanderten im Januar In der Zahl von 697 ein, darunter 250 Ehefrauen und Kinder. Zu diesen beiden Kategorien kamen 332 Angehörige yoti in Palästina bereits lebenden Einwohnern mit gesichertem Lebensunterhalt und 13 Angestellte religiöser Gesellschaften. Die Oe samt Ziffer der Einwanderer war 1775. darunter 15 'Christen und 4 Moslems. In der obigen Zahl sind einbegriffen 125 Juden, 21 Christen und 1 Moslem, die al< Touristen Ins Land kamen und dauernde Aufcuthaltsbcwilligung erhielten. 16 Immigranten, deren Ausweise den Einwanilcrungsbcstiniinungcn nicht entsprochen haben, wurde die Landung verweigert. Oic Zahl der Auswanderer betrug im Januar IV), davon 68 Juden, 71 Christen und 17 Moslems. Von de» 1, JSJ, cr auswandernden Einwanderern waren 35 Juden, 11 Christen und IQ Moslems, Die Bücher von Dr. Joseph Chasanowltsch In Jerusalem In Jerusalem langten in diesen Tagen 2132 B inde an, welche die letzten, von dem Begründer der Jüdischen Nationalblbltothck Dr. Joseph Cha sano w|ts c Ii, für die Bibliothek hlnterlassenen Werke darstellen. Die Bücher sind auf Kosten des Warschauer Vereins der Freunde der Universität gebunden und transportiert worden. Die von Dr. Chasanowltsch hlnterlassenen Handschriften, u. a. ein handschriftliches Buch des Begründer» des Esperanto, Dr. Samcnhof, werden von dem Präsidenten des Vereins, Herrn Stawskl gelegentlich der Eröffnung der Universität persönlich überreicht werden. Zionistischer Landesverband In Holfand. Der neu« Bundesvorstand des Nederlandsche Zlonistcnbond konstituiert» sich wie folgt 1 Vorsitzender Dr« A. van Roalte, Sekretär I. L. Hamburg, Koiscnlührer J. Houthakker und Vorstand» mltglleder E. Ascher (alle Amsterdam), Dr. M. Sanders (Rotterdam), van Son (Hllversum) und Edtrihelm (Den Hag). i 11 1 rV.» ■'1, 1 '• ,; '. i" •< 'i i; •■" 1»1 * i - v i ■ n, v'. .; »i v ■./ , (' *V V H t1-- v"'V ., „ s:;, ■ , 1' ,•1 c;■. ■• 1^;• *'•■• •; '. ß •1 j! * *' * VMV Z * , ry fcrv v'-- f d< v':-;:.;;; q >,'•• le,: :7''»vv •! «; y.'<y* '* , » 1 1.1 ,*, d«. V)'=t,/' 'l rO-M ••'.,„'. ' dl . ' .' ex Pl.^V;l . 1 'i- ■' 1 d? Ii y. ., i J ifr .' ' W* v< '..*.'.' a>. , \' »•: u^v •■>'■■: v-v % "'■V'" 'i. fj."'!'iC ' l't .'r.V .iL v M;i? V. VU >r, 'MV /i « % m" ai V v.;• 4 ■ ' a0 ■ ,* .,; , ,11 « V: : Z§ y.R : lM y; bp : 1 * "1 ,tii A - )\ . ' k'A IS *<H 1 ^R n;r> WD>!i i. i'J., l «1- V I , t f K|c v'i' Dl. ßD '.j "'kt df : s(f{. : aP "( ' eij--. 1 5!,' "l- L[> RJ-', luß' sfli« stA L-?; biü ■11, Ml I d(G kib<i ml. Elf i, Sil f; biE. Mn E>|. Hl . siib fü Fr ya bcD 0.tv.;'-s hcF^;r >.\ WO . < ,'■ in:l-v <lei'. . . Stbjt < Ai V , Juk •,:«, , . »C/.i LeA «I,nl deQ*!v|F'!i't;t* Nil."'*'4-' B|fcl>:\',,; ■it.'1 1 .* y ii^;s;

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