Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 24 (24.3.1925)
- Date
- 1925-03-24
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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JUEDISCHE RUNDSCHAU Seite 218 pie englische Presse über Palästina „Times14 gegen den Extremiimas Times" veröffentlichen am 18. Märe unter der lieber- J, Arab DIe'Hards" einen Leitartikel aus der Feder!R i.inßst aus Palästina zurückgekehrten Verfassers", in * J es u. a. hciOt: lflrd D3"ours Ankunft In Palästina wollen die Araber h Arbeitsruhe und Traucrandachtcn feiern. Die Araber •;(S(rli daß Ihre Beschuldigungen gegen die Palästina* f.njSir"!itK>ii, .die sie im vorigen Jahre in einem pompösen '%\ an das Mandatskomitcc des Völkerbundes niedergelegt eine nach der anderen widerlegt worden sind. Sic .* über Vergangenes und wollen über Zukünftiges nicht f. Es tut uns leid, daß der Araber durch seine Unvcr- ,1,'~ man kann hinzufügen auch Undankbarkeit — zahlte Sympathien "S" s^hcr Griten verloren haben, die '\ w'f fünf Jahren Antlzionistcn waren. — Es «oll In t, Freimütigkeit zugestanden werden, daß der Jude Orund zu sein auf das, was er in Palästina vollbracht Au' der c'm>n Wegseite ein primitives, grauschmutziges, gelles Dofr> wo <'er nach den Methoden des ■'&jmi bearbeitet wird; auf der anderen Wegseite eine t jjonistische Siedlung; moderne Bauernhäuser, fleißig eilende Männer, Frauen und Kinder auf den Feldern, jjtfülöckc überall. Zehn Meilen weiter die roten Dächer , „blühenden Stadt Tcl-Awlw. Etwas weiter nördlich eine .'vunlc Kraftstation, das dritte Ollcd In der Kette Ruthen- Kein Wunder, daß die Freunde der Juden cnthuslastl- (,V gestimmt sind, als die der Arnl>cr. Kein Wunder, daß der Jude begeistert ist und man wäre seine Begeisterung 2U teilen, wenn er nicht so vieles ■jifle. Vor allem vergißt er, daß der Araber der ursprüng- Besitzer des Landes ist und daß dieselbe Deklaration, {he die englische Regierung zur Politik der Errichtung nationalen Heims für die Juden verpflichtet, ausdrücklich stellt, daß die Rechte der nichtjildisclicn Gemeinschaften (Jhft werden müssen. Er vergißt ferner, daß ein großer 'des Erfolges des jüdischen Bauern dem Umstand zu danken daß das Land durch zahllose Qencrationcn . von dem iber mit seinem verachteten primitiven Pflug gepflügt i bearbeitet worden ist. Er vergißt, daß, wenn der Araber Lehmhütten wohnen und den Boden nach Art seiner Voritn bestellen will, es sein gutes Recht ist, dies zu tun, ij es ist weder Sache der britischen Verwaltung noch des ristischen Nachbars, Musterdörfer und Motorpflüge ihm towingen. Er vergißt ferner, daß die Ucbcrhcbung und aaßung so vieler der jüdischen Führer fast ebenso sehr tm freundschaftlichen Ausgleich entgegenstehen wie die rolle Hartnäckigkeit der arabischen Pessimisten. Es sind viele Anzeichen vorhanden — setzen „Times" ■Adaß sich die Gegensätze von selbst ausgleichen werden; ca nicht Rassenhetze und taktlose Agitation die Unruhe •tkren. Viele der arabischen Ladenbesitzer hängen la ihren Swfcnstcrn hebräische Tafeln auf,, um jüdische KSufcr •jj'ocJtcn. Bei JäffA'haben'ein " jiidc und cm Araber gc« CTirn eine Zigarettenfabrik errichtet.' in Haifa arbeiten ia und Araber zusammen an der Verwirklichung des «s der Kraftanlagen, Unter den arabischen Farmern ver- ■M sich die Tendenz, das überschüssige Land dem fleißigen «tischen Nachbar zu verkaufen, Die Zeit arabischer wlteii Ist vorbei. Man kontni^. sich auf halbem Wege 'jiRcn. Die Freunde der Araber raten den Arabertührcrn, t ihrem Wege nicht fortzufahren. Während die Mitglieder "Arabischen Exekutive in ihren Zelten schmollen, arbeitet 5 Jude auf seinem Felde und Oberläßt die Politik anderen. |> ist wahr, daß sich die jüdische Positionvon Tag zu;|? verstärkt, jedoch ist die Furcht der Araber, von den «iilen majorisiert zu werden, übertrieben. Vor drei Jahren *n in Palästina unter 650000 Arabern etwa 80000 Juden. "Jtiwärtig schätzt man die jüdische Bevölkerung auf 125000 ■H30 (XX). Es ist kein Wunder, daß die gemäßigte arabische tonalparlci gegen die extreme Exekutive an Boden gewinnt. 1I.L.JUL-------"I1 * nicht gestalteten, muß ich gestalten in dieser oder In f Geburt der Zukunft. Eingehen werde ich woher Ich aus-;'f und aller Weg ist vorgczcichnct in der Bahn derer, w>m Osten kamen und nach dem Osten wieder gehen 11 ''de Söhne des Ostens. M. Spector gestorbei ,v,Am 16. MMärz verstarb in New York der jiddische Schrift- £*r Mordcchai Spector im Alter von 67 Jahren. Der •iiorbcne war eine hervorragende Figur in der jiddischen Vn und einer ihrer Pioniere. Ocborcn in dem Städt- ,r "man, Gouvernement Kiew, in der Ukraine, begann er i,C "'i1 15 Jahren eine schriftstellerische Tätigkeit. Im 1878 traf er mit Elicscr Zweifel zusammen, der ihn Ct«0' sc,nc schriftstellerische Tätigkeit fortzusetzen. Im , 1534 berief ihn Zcdcrbaum nach Petersburg als Mit- Äcbcr de-! „Folksblatt". Als im Jahre 1837 das „Folks- I in andere Hände tiberging, übersiedelte Spector nach v.;;»l'.iu und gründete dort den „Hausfraind". Diese Zeit- «d *L!rdc cinc dcr populärsten in der Jüdischen Lcscrwclt „ "lachte Ihren Herausgeber in allen Landern, wo jiddisch L % W|rd, bekannt. Später gründete er gemeinsam mit %Chchter J. L Percz das Journal „Join-Tow-Blctter". %,r or vcrfaßtc eine große Reihe Erzählungen und <W äu? dcm jüdischen Leben, die einfach im ^til und Yil' r«listisch in der Form waren. Mit großem Eifer <y,(, ,5r sich der jüdischen .Volkssage und gab als •(bintme Sammlung jüdischer Sagen heraus. Auf diesem '•'den ■ W|rkte cr befruchtend und anregend auf andere. % .• n ZWci Jahrgängen seines „Hausfrajnd" veröffent- Ki, p« mehr als 2000 jüdische Volkssagen, von denen v,tu.nd! derFolkist Ignaz Bernstein, der Im Jahre n (,,, '«fb, cinc Auswahl herausgab. 'Spector arbeitete V „• allcn jüdischen Zeitungen und Zeitschriften mit. ''4 3tn Jähren übersiedelte er aus Warschau nach New W,:0 « seine literarische u,nd journalistische Tätigkeit ^tsch» Mc"rcrc seiner Werke sind ins Polnische, *friti,, UmJ Englische, sowie in andere europäische Sprachen Mi JWordcn' - Im Jahre 18S6 heiratete Spector die!'Wb" d« JiebrBischcn Schriftsteller» Abraham Scholom MduFi' Aucn sie betätigte »ich unter dem Pseudonym m^l't* jiddische Dichterin und schrieb auch eine An- Die Führer der Nationalpartci sagen steh: „Laßt uns nehmen, was man uns gibt, und dann mehr verlangen." Die Radikalen jedoch laufen Gefahr, Ihre Sache zu verlieren. Die britische Ocduld wird auch nicht ewig währen. Die jüdische Einwanderung wird durch Boykotts und schwarze Ränder an den Zeitungen nicht aufgehalten werden. Der palästinensische Xrabcr könnte aber eine Zeit erleben, wo cr sich als Opfer vieler verlorener Möglichkeiten wiederfindet. * „Times" vom 20, M.'irz beschäftigt sich wieder in einem Leitartikel mit der Palästinafrnge. Da9 Blatt nimmt entschieden dagegen Stellung, daß die Araber sich nicht mit Streik und ähnlichen Demonstrationen anläßlich der Ankunft Balfours begnügen wollen, sondern auch einen Schutstrclk zu inszenieren gedenken. Diese Idee islt eine Nachahmung des ägyptischen Beispiels und die ägyptische Erfahrung hat gezeigt, daß solche Versuche im Keime erstickt werden müssen. „Bis jetzt sind die Schulen Paliistinas von einersolchen Einmischung arabischer Agitatoren verschont geblieben. Nach dem Zeugnis von Lehrern, die in Aegypten und In Palästina gedient haben, ist der junge Araber in Palästina fleißiger und intelligenter als der junge Acgyptcr und sogar in der Juristischen Schule in Jerusalem wurde von den Studenten kein Versuch gemacht, Politik und Studium zu .vermengen. Man muß bedenken, daß der Araber durch Natur oder Veranlagung kein Politiker ist und die ursprünglichen Führer der Protestbewegung gegen den Zionismus sind müde geworden und haben sieh allmählich zu Ihrer täglichen Arbeit zurückgezogen. Ihr l'lat* wurde eingenommen von einer jüngeren Schule, die von Kairo zu lernen versucht." Das Blatt schildert dann den zunehmenden Einfluß des ägyptischen Vorbilds in Palästina und erwähnt, daß die französischen Behörden in Syrien eine strenge Zensur gegen ägyptische Zeitungen anwenden, während die britische Verwaltung in Palästina, getreu ihren liberalen Traditionen, cinc Pressezensur verschmäht. Eine ganz andere Sache ist aber der Mißbrauch der Erziehung für politische Zwecke. Hier muß ebenso um der nationalen Sicherheit willen als auch im Interesse der Erziehung des jungen Arabers das erste Anzeichen einer politischen Propaganda in den Schulen Palästinas unverzüglich unterdrückt werden. * In „Daily Chronlclc" (dem Organ Lloyd Georges) vom 17. d. M. schreibt Herbert Sldcbotham in einem mehr als zweispaltigen Artikel, der der Univcrsitäts-Eröffnting gewidmet ist: Es kann sein, daß die Errichtung dieser Universität im Andenken fortleben wird, nachdem die meisten anderen Ereignisse des letzten Jahrzehnts im Nahen Osten vergessen sein werden. Oer Zfonist hofft, daß die Universität als ein Zentrum des Jüdischen Bewußtseins über die ganze Welt wirken wird. Vor nichtjlidischcn Freunden hat Lord Balfour von ihr gesprochen, als einem „Gewinn für die Kräfte des Fortschritts" In der Welt, Expräsident Wilson als einem „Versprechen für geistige Wiedergeburt" und der Vertreter Frankreichs bei der Lcgung des Onirjdstclns als einem „Ausdruck ' des Ocistcs der'Brüderlichkeit und des Idealismus". Die große Aufgabe des Juden ist es, das Prinzip des Fortschritts nach dein Osten zu bringen. Dies mag er durch materielle Entwicklung Palästinas erreichen, aber ein weit mächtigeres Instrument ist die Infiltration von Ideen durch eine Universität. Die Jcrusalcmcr Universität kann den Osten neu gestalten. Palästina kann trotz seiner Kleinheit das intellektuelle Zentrum des Nahen Ostens werden, eine Inspiration und ein Vorbild für die umliegenden Länder. Die „Zinbtrsladl Ii dtr Wöslt" Die „Westminster Oazctte" vom 12. März veröffentlicht ausführliche Mitteilungen Sir Alfred Monds, der soeben aus Palästina zurückgekehrt ist, denen die Redaktion folgendes einleitende Resümee voranschickt: „Seine Erzählung von dem pilzartirren Wachstum Tel- Awiws bei Jaffa, wo eine moderne Industriestadt, die zum Kraftantrieb nur Elektrizität und Ocl benutzt, In einigen w:nlgcn Jahren entstanden M, bietet ein staunenswertes Beispiel de» romantischen Unternehmungsgeistes der Juden, Im Jahre 1909 war es ein sandiger Dünenstreifen am Meere, letzt Ist es eine Stadt mit 23000 Einwohnern, mit 138 Fabriken, durch keinen Rauch behelligt. Fast die Hälfte der Industrien Ist erst im vergangenen Jahre begründet worden. Die Steigerung der Bodeiiwcrtc hat der Handvoll Menschen, die die Stadt gründeten, Wohlhabenheit gebracht. Weitsichtige jüdische Fabrikanten in Polen und anderen europäischen Ländern haben ihre geschäftlichen Unternehmungen in die neue Wüstenstadt verlegt. Auch In anderen Teilen Palästinas werden große industrielle Versuche unternommen, während kühne Lntwlcklungsmcthodcn die Landwirtschaft revolutionieren." . Sir Alfred Mond schildert sodann diese Entwicklung in Ihren (unseren Lesern wohlbekannten) Einzelheiten. Die Trocktihelt Ii Pallsllna Jerusalem (J.T.A.). Der Mangel an Wasser infolge des Au sblc l bens von Regen nimmt in Palästina immer ernsterre Formen an. Die Rabbinatc von Jerusalem und Jaffa haben den 16. März als einen Fast- und Bußetag proklamiert. An diesem Tage wurden in allen Synagogen Üittandachten um Regen abgehalten, Die Wasserreservoire Jerusalems vermindern sich trotz strenger Rationierung in einer beunruhigenden Weise. Die Fctdfrucht verkümmert. Angesichts des erwarteten großen Touristenstroms wird die Lage als besorgniserregend angesehen. Die Regenperiode in Paliistina dauert gewöhnlich von Mitte November bis Mitte April, sodaß befürchtet wird, daß die Chancen eines starken Rcgcnfnlls, durch den die Cisterncn aufgefüllt werden könnten, vorUber sind. 70013 Palästliirelieide In Jahre 1924 Laut einem Bericht der März-Nummer des offiziellen „Commcrcial Bulletin" kamen während des Jahres 1921 70013 Personen nach Palästina. In dieser Zahl sind die Touristen, Pilger, Einsvandcrcr zu dauerndem Aufenthalt und rückkehrende Palästinenser einbegriffen. Im Januar 1025 betrug die Zahl der Ankömmlinge In Palästina 2836; außerdem kehrten in diesem Monat 1019 Palästinenser hierher zurück. Die Enlwtcklojg der kebrilschei Nilioail-Bibliothek Die günstige Entwicklung der hebräischen Nationalbihliothi'k m Jerusalem, die bekanntlich vom Kcrcn U.ijcssod unterstütz wird, ist aus der Tatsache zu ersehen, daß die Zahl ihrer Bände vom Sommer 1920 bis Januar 1025 um 53.000 vermehrt wurde. Als die Bibliothek von der Zionistischen Palästina-Exekutive übernommen wurde, war sie 32000 Hände stark; nach einem halben Jahr betrug die Zahl ihrer Bücher bereits 31000. ein Jahr später •16000; am 1. Januar 1923: 60000, ein Jahr später 70000 und im . Januar 1925 zählte die Bibliothek 8a 000 Bände. Die durchschnittliche Zahl der Besucher der Bibliothek beträgt monatlich ca. 2000. Die Leihbibliothek hat 12000 Abonnenten, die durchschnittlich 2 Bücher monatlich ausleihen. Ein Stockholmer Komitee für die NationalblbllothcK. Auf Initiative von Oberrabbincr Dr. M. Ehrenpreis wurde in Stockholm ein Komitee zugunsten der Jerusalcmcr Bibliothek gegründet. Dem Komitee gehören drei jüdische und drei christliche Oclchrlc an. Es sind dies außer I>r. Ehrenpreis dje Herren Frcdrik Iföök, Professor für Literaturgeschichte, Mitglied der Schwedischen Akademie und Chefredakteur des „Svcnska Dagebladct", Carl David Joseph- «on. Professor für Frauenheilkunde in Upsala. Ragnar Jo« scpIi son, Dozent für Kunstgeschichte fn upsala, ein Dichter, der zusammen mit Dr. Ehrenpreis die schwedische Anthologie hebräischer Lyrik herausgegeben hat, H. Schück, Professor für Literaturgeschichte in l/psaln, Präsident der schwedischen Akademie und des vorjährigen Komitees für den Nobelpreis, Erik Stavc, Professor für Theologie und Bibel- Wissenschaft in Upsala. Das Komitee hat bereits mit der Arbeit begonnen und wird anläßlich der Eröffnung der Uni-, versität — bei welcher Professor Frcdrik Böök teilnehmen wird — der Bibliothek ihr erstes Ocschcnk überreichen. Das Zionistische Landcskomitcc für Oesterreich veranstaltet anläßlich der Eröffnung der hebräischen Universität in Jerusalem einen Gang zum Orabe Theodor Ilcrzls am Sonntag, den 29. d. Mts. nenstücke in russischer Sprache. Ilflclierschan S. M. Dubnow, Weltgeschichte des Jüdischen Volkes In zehn Bänden. Im Jüdischen Verlag, Berlin NW 7, Dorothecnstr. 35, erscheint soeben das grollangelcgtc Geschichtswerk des bekannten Forschers. Nach der vor mehr als fünfzig Jahren erschienenen „Qcschichte der Juden" von Heinrich Oractz ist das Dubnowsche Ocschichtswcrk das erste, welches unter modernen Gesichtspunkten und unter Verwertung der letzten Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung es unternimmt, die jüdische Qcschichte auf einer gleich breiten Grundlage darzustellen. Das Gcschichlswerk zerfällt in drei Zvklon. Der erste (Band l-lll) untlalit die orientalische Periode, der zweite (Band IV—VII) die westliche Periode und der dritte (VIII—X) die neueste Geschichte. Die letzten drei Bände sind als „Neueste Geschichte des jüdischen Volkes" bereits im Jüdischen Verlag erschienen. Der erste Band, übersetzt von Dr. A. Steinberg, der mit der Entstehung des Volkes Israel beginnt, und mit dem babylonischen Exil abschließt, erscheint Ende M.'irz, der zweite im Scntcmbcr, der dritte im Dezember 1925. Im Jahre 192o erscheint Band IV, V, VI und VII. Die sclion erschienenen Bände (VIII-X) werden als letzte Binde der „Wcllgeschlchtc" 1926 ebenfalls neu aufgelegt, so daß Ende 1926 das Gesamtwerk komplett vorliegen wird. Das Werk wird auf holzlrclcir» Papier in der Didot-Antiq.ua mit aller Sorgfalt gedruckt. Es erscheint eine Ausgabe in Oanzlclncn und Halhlcdcr. Ikr Umfang jedes Bandes beträfet zirka 500 bis 600 Seiten Grolloktav, der Gesamtumfang des abgeschlossenen Werkes demnach weit über 5000 Selten. Der Verlag veranstaltet auf das Ocsamtwcrk eine Subskription zu ermäßigtem Preis. Nihcrcs ist einem achtscitigen Prospekt zu entnehmen, der vom Verlag kostenlos zu beziehen ist. Besonders beachtenswert ist die Einleitung In das Gesamtwerk, die dem ersten Band vorangestellt ist. Sic gibt über die Grundauftassimg l>ibnows und seine soziologische Methode Im Gegensatz zur früheren theologischen und spirituallstischcn Aulfassung Auskunft. Jüdische Gestalten, von Ocorgcs Clcmenceau. Rhombus yerlagi A.-G., Wien VIII, Lcdercrgasse 15. Der Verlag stellte uns die Aushängebogen einer bei ihm unter dem Titel „Jüdische Ocstaltcn" erschienenen Sammlung von Schilderungen und Erzählungen des „Tigers" Oeorgcs Clemenceau zur Verfügung. Im französischen Original führt die Sammlung den Titel «Au Picd du Sinai". Die Uebersetzung Ist von Schiller Marmorek, dem jüngsten Bruder der verstorbenen zionistischen Vorkämpfer Oskar, Alexander und Johann Wolfgang Marmorek besorgt. Die Sammlung verdient nicht nur wegen der Persönlichkeit des Verfassers, sondern mich wegen der Schilderung des jüdischen Leben» Im Vorkricgs-Oallzicn Beachtung. . Jacob Burckliardt, Die Zelt Konstantin des Großen. Vierte nach der Ausgabe letzter Hand verbesserte Auflage. Leipzig 1924, Verlag Alfred Kröncr. 9 M. Das Jugendwerk Burckhnrdts, zum erstenmal 1852 erschienen, jribt ein fesselndes Bild der Zeit, die den offiziellen Sieg des Christentums über das Heidentum entschied und damit von größter Bedeutung für die Entwicklung des Abendlandes wurde. Der Verlag hat sich durch die schön gedruckte, von Ernst Hohl gewissenhaft besorgte Neuausgabc cm rechtes Verdienst erworben. Edmund Kalt, Biblische Archäologie. Frciburg im Breisgau 1924, Herder (V Co., Verlagsbuchhandlung. * In diesem kleinen Büchlein sind In ganz knapper Form und In sympathischem Oclst die Realien der biblischen, d. h. der nlt|iidlsclicn Weif, dargestellt, gegliedert nach Qccen-. ständen, übersichtlich und iinpretcntiSs. Das Buch stützt sich nuf die moderne Bibclwlsscnschaft, berücksichtigt iedoett nicht die iüdischc (z. "B. hebräische) Literatur. Trolzdcm wird es such Jüdischen Lesern nützlich sein können. Richard Dehme!, Der kleine Held. Pestalozzi-Verlags- Anstalt, Wiesbaden. Preis M. 6,—. Dieses Kinderbuch des Dichters, das allerdings kindlichen Ton oft vermissen läßt, wird hier mit hübschen Bildern herausgebracht. Vor kurzem erschien In russischer Sprache eine „S a m m e!• schrift zum Andenken an A. Idelsohn". Das Buch Ist «ehr schon ausgestattet und umfaßt 320 Selten mit 6 ganzseitigen Bildern. Format: Groll-Oktav. Der erste Teil enthält Beiträge von M. Alejnikow, E. Brutzkus,J. Engel, Gcpstcin, Ooldsteln, J. Orftnbnum, Ch. Grün-' bergr. Hlndc«, W. Jabotinaki, M. Krcjnln, M. Solowcltschlk, Schcchtinann, W. Tlomkin, S. Tsclicrnlchowskl u, n. Der zweite Teil enthält Aufsätze von A. Idelsohn, darunter bisher unveröffentlichte. Preis der Sammelschrift 7 M. Zu beziehen durch jede Buchhandlung oder direkt durch die Hauptvertriebssteile: Buchhandlung „Jalkut", O.m.b.H., Bcrlin-Charlottcnburg, Kantstr. 46. i I (