Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 24 (24.3.1925)
- Date
- 1925-03-24
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Sefte 318 TUEDTSCffE nUNPSCHAU Nr 14 m ,< i. sclillcßlich jedem auf, daß die Entwicklung des Landes allen seinen Bewohnern zugab kommt. Außerdem gewöhnt man sich im die Einwanderung mehr und mehr, und es wird an uns liegen, die Stimmung ruhig zu gestalten und zu erhalten. In jedem Falle ist trotz der drohenden und schrcicrischcn Artikel der radikalen antizionisllsclien Presse kein Anzeichen vorhanden, daß uns Störungen bevorstehen. Im Ocgcntcll ist zu hoffen, daß wir in Ruhe und Sicherheit werden weiterarbeiten können. * ' Wir halten uns nach wie vor auf der Höhe einer Einwanderung von 2000 und darüber im Monat, also von nahezu 30030 im Jahr. Es ist vorläufig eher Aussieht, daß die Einwanderung steigt, als daß sie abnimmt. Und vorläufig wird diese Alijah ohne Störungen vom Lande aufgesogen. Ein paar Hunderte Ankömmlinge warfen uns vor 18 Monaten noch in gefährliche Krisen. Keiner wußte, wie man sie unterbringen sollte. Die Arbeitslosigkeit ließ eine stärkere Einwanderung als eine Last erscheinen, die das Land kaum zu trafen fähig war. Heute saugt das Land ohne sonderliche Anspannung Tausend: auf. Die Erscheinung der Arbeitslosigkeit ist verschwunden. Darüber hinaus spürt man an einigen Stellen Mangel an Arbeitskräften. Die beiden Faktoren, die uns über die Krise hinweggeholfen haben, sind bekanntlich die Tabakpflanzungen und die Bauarbeiten. Darüber hinaus jedoch beginnt heute vielleicht schon die Tatsache sich bemerkbar zu machen, daß die Einwanderung von Massen neue Massen so nach sich zieht und versorgen kann. Bei einem kleinen Jischuw Ist es schier unmöglich Hunderte unterzubringen, ein großer kann später Tauscitde mit geringerer Anstrengung Installieren. Die Nachfrage steigt, der Markt weitet sich, die Bedürfnisse schaffen Unternehmungen, die Unternehmungen rufen neue Bedürfnisse hervor. So trägt nach und nach eine Einwandererschicht die nächste. Freilich soll man sich heute noch nicht in großen Illusionen wiegen. Es ist möglich, daß der rasche Aufstieg, der an manchen Stellen vielleicht zu rapide ist, Ruckschlüge bringen wird. Es scheinen sich sdwn heute an manchen Stellen Krisen anzukündigen, vor allem in der zum Teil ungeregelten und unproduktiven städtischen Entwicklung. Vielleicht wird sich die Bodenfrage, wenn die Spekulation nicht eingedämmt wird, zu einer so ernsten Qefahr entwickeln, daß sie uns in eine sehr bedrohliche Krise stürzen wird. Aber bisher überwiegt trotz großer Fehler das Positive bei weitem und die Erfahrungen, die wir im letzten Jahre gesammelt haben, sind wichtig genug, um uns von weiteren falschen Schritten abzuhalten. Die Hauptsache ist, daß wir die Leitung der Dinge fest in der Hand behalten, und daß nicht die Entwicklung selbst uns über den Haufen rennt. * -■ '> Unsere landwirtschaftlichen Siedlungen stehen, soweit sich die Lage übersehen läßt, vor einem schweren Jahr. Die Kälte hatte den Saaten großen Schaden getan. Dennoch hoffte man, diesen Schlag zu überwinden. Der Rcgcumnngcl jedoch läßt die Aussichten der Ernte in diesem Jahre trübe erscheinen. Unsere Betriebe sind ohnedies in einer komplizierten Situation. Das landwirtschaftliche Budget von 125000 £ wurde von Anfang an als unzureichend angeschen. Die Kommission, die den finanziellen Plan der Siedlungen ausarbeitete, platte von vornherein 180 000 £ als das Minimum bezeichnet, mit den die Jahresarbeit durchzuführen sei. Die Exekutive erhöhte das Budget schließlich noch um 21 000 und stellte eine Anleihe von 5OO0O £ für Bcwässcrungearbeiten in Ejn-Charod und im Jordantal und für Ocbäudc in Aussicht. Ging man unter diesen Umständen schon ohne optimistische Stimmung In das neue Arbeitsjahr hinein, so zeigt sich jetzt, daß auch kein" Orund zum Optimismus vorhanden war. Gegen 100 000 £ des Budgets sind bereits verausgabt worden, und es ist nicht abzusehen, wie mit den restlichen 25 000 £ 11 000 £ Zulage das Jahr ohne Katastrophe beendet werden soll. (Die 1100O ,C sind zudem" bekanntlich schon ein Vorschuß auf das niicluitiiilirlgc Budget l) Die Anleihe von 50000 £ kann die Situation reiten, aber sie ist noch nicht sicher. Erfreulich ist es wiederum, daß der größte Teil des Oeldes zu produktiven Zwecken verwendet, d.h. in totes und lebendes Inventar der Betriebe investiert wurde. Dadurch wurde es ermöglicht, Wii'.rc'.-.r.n.zwcige von besonderer Wichtigkeit wie Milchwirtschaft und Geflügelzucht zu entwickeln und in den neueren Siedlungen eine weit größere Bodcnflächc als im Vorjahre zu bearbeiten. Das „Jahr der Konsolidierung" sollte uns unter Zurückstellung der Kolonisierung neuer Punkte die Mög. lichkeit geben, eine Reihe von Wirtschaften „abzuschließen", das heißt, vom Budget unabhängig zu machen. Für diese Konsolidierung kamen eine Reihe von älteren Betrieben in Betracht, die heute bereits de fakto balanziercn, aber f reilich nur einen sehr niedrigen Standard of life ermöglichen. In diesen Betrieben kann eine normale Entwicklung in absehbarer Zeit zu Resultaten führen, die sie von jedem Budget unabhängig machen. Sie brauchen zum Abschluß Ihrer Einrichtung vor allem Wohn- und Wirtschaftsgebäude. Zu diesen Betrieben sind zu zählen: Kineret!!, Dagaulnh Aleph, Mcrchawjah, Ben-Schemen, Oan-Schmuel, Tlrah und Aharoth. Eine zweite Reihe von Betrieben hat bereits einen großen Teil ihrer Wirtschaftszweige entwickelt, braucht jedoch zu ihrer völligen Balance und zum Ausbau der in den Anfängen steckenden Teile des Betriebes noch bestimmte Investitionen. Zu diesen Siedlungen sind zu rechnen: Chuldah, Daganiah Beth, Olwah, Kajengad, Kirath-Anavim, Har-Kiuercth, Nahalal, Kfar-Jcchcskic'l, Jadjitr, Karkur usw. Bei einigen dieser Betriebe spielt der Mangel an Boden eine wichtige Rolle. Ohne eine Vergrößerung der Anbaufläche stößt der Ausbau auf Schwierigkeiten. Unter d<^n neueren Siedlungen stecken E|n Charml, Tcl-Josef, Hcth-Alpha, Clic'zi Bah, Zrlfin, Markenhot, Tcl-Adaß noch in den Anfängen. Vor allem haben die großen Betriebe, wie Ein Chnrod und Tcl-Joscf stark darunter gelitten, daß sie die Zweige, die am ehesten Einnahmen versprachen, nicht entwickeln konnten, und so gezwungen waren, große Summen ihres Budgets für den Unterhalt der Siedler und auch der Arbeitstiere auszugeben. Dadurch konnten weniger Anschaffungen gemacht und zu Beginn nur ein Teil der Bodenfläche bearbeitet werden. In diesem Jahr konnten jedoch bereits große Pflanzungen angelegt, und der gesamte . Boden* in Bearbeitung genommen werden. Eine besondere Stellung haben die Betriebe in Ober- Qaliläa, also Aielcth Haschachar, Maclmajim, Tcl-ChaJ und Klar Giladi. Diese Siedlungen, auf Ica-llotlcn gegründet, werden von der Zionistischen Exekutive nicht versorgt, da sie nicht auf Nationalfonds-Üodcn arbeiten. Die „Pica" investiert dort wohl von Zeit zu Zeit kleinere Summen, ohne daß man jedoch absehen konnte, wann die Siedlungen sich selbst werden erhalten können. Eine Lösung ist schwer zu finden, da die Zionistische Organisation die Siedlungen nicht übernehmen kann, aber auch keine Möglichkeit hat, die „Pica" In ihrem System zu beeinflussen. Auf die Arbeitslage, die Industricentwicklung usw. | werden wir nächstens c'n'rehcn. Die Febnwrclnpjnfje des Kcrcn Hajessed Mitteilung des Kercn Hajcssod-Hauptbüros. Im Februar sind beim Kcrcn Haiessod-Hauptbüro i, London fast £ -11000 eingegangen. Neben Amcilka mii seinen rund £ 23 500 unerwiesen Rumänien über £ 47rn Polen rund £ 4000 und Deutschland rund E 3vri Auch die Uchcrweisungen aus England und der Tichecluv Slowakei zeigen Fortschritte auf. besonderes Interesse v*r dient die Tatsache, daß Im Bcrlchtsmonat zwei Länder rMm erstenmal in dem K.H.-Auswcls erscheinen, nämlich Aesviv ten mit £ 770 und die Kolonie Kcnya In Brittech Osufrih mit Ihrer kleinen jüdischen Bevölkerung, die als materielle! Ergebnis des Besuches von Dr. Alexander Goldstcln £ ix eingesandt hat. Von der Oesnmtelnnahme von rund £ 44 (VW sind u. gcf.'ihr £ 4700 für die Hebräische Universität bestlmim so daß für die IVckuug des Falästina-Uudgcts nur a' £ 39 000 übrig bleiben, ein Betrag, der keinesfalls die Er! föllung sämtlicher Verpflichtungen des Kcren Hajessod ermö». licht. Es Ist Jedoch zu hoffen, daß die Eingänge des Kercn Hajessod während der nächsten Monate ständig zunehmen werden. . £ 1. Vereinigte Staaten........... 23614.14 t (davon sind £ 4570.15.5 för die Universität) Drei Jahrtausende indischer Dichtann (Alexander Oranach.) Schon bei der Matinee von Meinhard Maur sahen wir, daß sich keine strenge Scheidung im Thema der letzten Matineen ermöglichen ließ, und durch die Verse von „Wandern und Leid" brach die uralte Lcbcnscncrgic, die Lebensfähigkeit und Lcbcnsewlgkcit de» jitd sehen Volkes. Nach der Zcrtascrung der Assimilation — war daa eine Jahrhundert nicht die Spanne eines Jahrtausends? — nach dieser Blitzfahrt, In der jüdischer Ocist sich über das Ohctto hinaus das Wissen einer Welt zusammenholte, fand er auch sich selber wieder. Und diese Wiedergeburt ist daher auch nichts, was sich mit sonstiger Wiedergeburt der Völker vergleichen ließe — sie ist kein Ausruhen, sie ist nur ein Zurückkehren In Lebendigkeit, unpathetisch, respektlos vorwärts weisend und gelöst In Dichtung, Farbe, Formcrlösuug, die den In Armut und Enge erblaßten, abgesprengten Volksglledcrn versagt blieb. Dieser Wiedergeburt war Alexander Oranach, trotzdem er noch nicht ganz wieder hergestellt ht, in Temperament, Ausmaß der Fähigkeit und künstlerischer Kultur ein ausgezeichneter Mittler. Ocdämpfic Farbigkeit der Künstler- und Sängerstadt Kolomca tönte die kleinen Jiddischen Ocdichtc von Nomberg und Katznclson und zeigte in der starken lksvcgiing von Halpcrns „Oassenpolkcr" zwanglos den unerschöpflichen Orund des jüdischen Volksschausplcls, wahrend In ßialiks „Unter den grünlichen BJumelachs" alle welche Melodie und helle Farbigkeit der jiddischen Sprache lusammcnklang zu der zarten Schönheit eines Aquarells. Zu stärkstem Erlebnis wurden aber B1 a 11 k s „Dos letzte Wort" und von Pcrez die große legcndarlsche Dichtung »Bonze schwelg", der Oranach in künstlerischer Oestaltung und Nuancenreichem nichts schuldig blieb, Qrenzcnlos In der Anklage des Massenelends, das revolutionärste und zugleich dichterisch größte Junjjüdischer Dichtung, ist dieses kleine Prosawerk. Auch ein anschaulicher Beweis dafür, daß es keine Tendenzkunst gibt, nur ein Maß für Erlebnis und daß — braucht man es zu tagen — In der Jüdischen Dichtung der iltesten Zeit wie der neuen dem Wachstum tur Oröße keine- Schranken gesetzt sind. ücl Alexander Ornnach r.th man es gerade durch die Schonung nach der Erkrankung, daß nicht die Stimme den Künstler macht, Der Mensch, der ein Vulkan ist, und In Erschütterung die Welt erbeben lassen kann, wenn er will, den spürte man auch trotz der Schonung der Stimme. In einer selbst nacherzählten Legende — deutsch in der Theater zeitschrit „Neue Schaubühne" — bewies sich Oranach auch als Dichter. Herr Dr. Auerbach sprach auch diesmal einleitende Worte. Mit dieser Matinee hat der Kursus seinen Abschluß gefunden Die Anregungen, die dieser Versuch für die Sache selbst wie für den Vortrag enthielt, werden hoffentlich der heranwachsenden Jugend Im weitesten Sinne nutzbar gemacht. Dann haben auch wir Westjuden den Weg näher zu unserer jüdischen Kunst — ebenso jungem blühendem Dichterglück wie bei Bialik und DavW Hoffstclit. R uth Morold. Versenkung Von Eugen HocfMch, (M. J. ben gawrlcl) Mitunter gelingt es In ganz stillen Stunden der Versenkung, hinabzusteigen In die Zelten früherer Oeburten. Erlebnisse aus dem Ablaufe der Oencrationcu drängen wie dunkle ferne Ahnungen herauf, um wieder zum Erlebnis zu werden und Traume ungcstaltcr Phantasie nehmen Formen an und Bewegungen einer einstmals erlebten Vergangenheit der Väter. Auf der Tenne Hegend blicke Ich In den Himmel und sinne sonderbaren Dingen nach, bis mich des Nachbars Ruf erweckt, es gelte zu Gideon zu stoßen, der zu den Waffen rufe. Dann mit Simson Füchse hetzen über die Saatfelder, daß dii Funken aufspringen von Ihren belackcltcn Schwänzen, auf der Mauer Jerusalems stehen urd schreiend die Brust hinhalten, daß sie die Lanzen auffange, die der Heiligsten gelten, den Krcuzzüglern dann mit den Arabern ans Qcnick springen und mit Tariq nach Hispanlcn hinüber. Ein Arzt spater im Bazar von Toledo, Aatrolog eine« Großen, ein „ 1"0. 4. 7 4715. U 2. Rumänien: riukarcstcr Büro £ 3513.16.— Bukowina« „ „ 511.9. 5 Ncßarab. „ „ 485.11.-. Transsylv. „ 3. Polen: Warschauer Büro £ 2617. 373 Krakauer „ „ 743.14. 6 Lcmbcrger „ „ 610. 2. 3 4C3I__ 4. Deutschland ............ 3 IS6 3lo 5. Südafrika ............. 2102. 6- (davon £ 102.6.— für die Universität) 6. England............... 1 524.13. 2 7. Tschechoslowakei ........« .1028.14.5 8. Aegypten .............771. 5.7 0. Lettland.............. 511. 6.- 10. Oesterreich.............3'7. 6 I 11, Palästina.............. 308.12il0 (davon stammen £ 76.18.5 vom Keren Hageulah) 12. Litauen 13. Holland 14. Dänemark 15. Kenya , 16. Bulgarien 17. Mesopotamien............Inf) 300.-.- 215.13.. 211.17. 3 125.-.- 117. 0.7 18. Australien 10. Dan/Ig . 20. Indien . 21. Norwegen 22. Ungarn 93. 2. 6 81. 7.2 53.15. 1 58. 2. 2 10. M 43820.19.- Die Oesamteingänge des Kcrcn Hajessod betragen dem. nach per 23. Februar 1925: £ 1 712 709.3.5. Aidairrode Sltlgeroag der J. N. F-Elnnahraca Das N.-F.-Hauptbüro in Jerusalem teilt mit: Die Gesamteinnahmen der ersten fünf Monate 5535 (Okt 1924 bis Febr. 1925) betrugen £E 86.333 gegen £E 47.123 In der gleichen Periode des Vorjahres. Seit der Verlegung des Hauptbüros nach Jerusalem (Oktober 1923) wurden £E 368.154 gesammelt, <f. h. über ein Drittel des Ocsamt elnkomnifns In den. 21 Jahren seit Oründung des J.N.-F. iir Jahro 1902 bis zur Uebersledlung nach Erez-Israei. Unter den 45 Ländern, die während des Monats Februu £E 22.033 für den Jüdischen Nationalfonds aufgebracht haben steht Polen (einschließlich Ost- und WcstgalMcn) mit £E 5.227 an der Spitze und übertrifft damit die Vereinigten Staaten, die sonst an erster Stelle stehen und im Fcbruai £E 3.497 überwiesen haben. Großbritannien, das bisher erheblich zurückgeblieben war, folgt mit £E 3.131, danach kommt Deutschland mit £E 1.476, Canada mit CE 1.323 und All-Rumänien mit £E 1.313. Erez-Israel beteiligte sich mit fast £L' 1.000, Griechenland sandle £E 717. Litauer £E 782, Australien £E 6hl und die Tschechoslowakei 61» . AIs 5cR.rüflui'fC d" Eröffnung der Jcrusalcmer Unlvcrsitv hat die Krakauer Bnl-Brith-Locre auf Ihrer Plenarsitzung von 17. März beschlossen, 150) Zloty für den Kcrcn Hajcssoc beizutragen. chni feines*. ' >clcr,t v ■ l,k 'durchi 1 1 verge Ad»»' 1 illcric.,, i lulH'i.' [klag1'", jreder,-,, „untt ■! reich''', [noch*',; aller tut. ,| [ hat. , hralii , Alterncuc:i, arherr-, liicnc der i I impo-, bergv I schci i: •■ Ibcrci; ,, verg.', liehe./! McKij' 1 Lines; festst.', Ihcwa'i' Teil 1: M, . Arabi j und : ■} tIi Li ' fahre.'; |und . hioni'''' lauf« (,' [Anm I einer I seh« 1 Rufer von den Mauern Oranadaa gegen die lügnerischen Fahnen Isnbcllas, Immer wieder wandern, Blut speien Ir den Staub deutscher Landstraßen und In den Synagoger von Worms, mit den Bcncdiktloncn auf den Lippen ver brennen, als Fackel zu de» Gesetzes Ehren. Im Dreck ver kommend, ein kleiner Thoraschrclbcr, hinter blinden Fenstern verkümmert, angstbehend hinter der Fahne der Altncinchnl, dlcwell draußen P<il>cl gegen das Rathaus grlferl, rlnei Ktlcgsgcschwilngcrten Kind tn der blutigen (K>ssc eines polnischen Dorfes, Sabbathjudc vor reinen feierlichen Lichter« und Hclmwandcrcr nach dem Osten. Tiefen und Htihcn diirchichrcltcnd, Zelten und Räume durchwandernd, bin Ich es ooer einer der Väter, deren Samen Ich entsproß? Tlel lausche Ich In den Ablauf der Oesclilchtc und mich ranke Ich mich an den Mastbaiun der Zelt. Häscher im» die Seele, lauernd und zugreifend, raunt Satnit In tausend ii»'l abertausend Gestalten durch den Abglanz der Seele und auf allen Höhen und In allen Tiefen wehrt llcillgl Heilig! Qadoschl Qadoschl Ihm die Tat seines Sinne» und aller Qualen und aller Verbitterungen Ende Ist die reine Weisheit der Anfänge. Tausendmal geschlagen, tausendmal erhoben, Immer schreite Ich weiter, ich oder «iner der Väter, und bin was ich war und fühle was Ich fühlte In dieser oder In jener Oehurt. Tief In euren Zelten, o Ihr Välcr, Üe«l mein Wut, tief In der Zelt eurer Wüste braust meines heutigen Lebens Urgcsang. I loch steht die Zelt. Aus allen finden der Welt strömt meine Seele zusammen und Ich wachse aus allen Erniedrigungen selbst meines Verrates zur Höhe der Vergangenheit Blut von eurem Blut, Sinn von eurem Sinn strömt In die Wüte mflner Zukunft, Sind ca Gestalten der Väter, bin Ich ea In einer früheren Ocburt? Tief bin Ich elngcltochten im ewigen Krclslaul und aus meiner Bahn werde ich nicht heraustreten, denn der Sinn meiner Sendung ist vorgezeichnet im Buche der Lebenden, Oclobt seien die Stunden der Versenkung, gelobt dk Stunden der Erkenntnis, aus ihnen wächst die Kraft gegea die niederträchtige Oegenwart. Heiße ich Abner, heiße ich Ibn musa, heiße Ich Josse! Mainzer oder helflc ich Ben gawrltl? Blut bin ich aus dem Biutc der Vater und wat fort; wem 1 mehi1 Sc ha an/II mein;' Jmle' Plan.; stark' I /ionij i 'rteve; Ullß. / auf ilcr <lcr K i, l.ig .' Zior: lebte, ' Cicg. ' bis 1 Nah'.', MC der ' Ring die ih Meli, 1 Ver«,, Lite. .' dien 1 ' scho Jahr 1 i imi, Jahr . Iicra 1 i Malt! / Wai ' sehr und; ecle ,1 dem ' Skir :; slrn , widi 1 erst.1! Ocb •! In d; licht; I sein ' 1 19«: 1 an ' 1. Vor' : Yor : fort ßcu ' übe , Toc FrU> , „Ui •s Uhl