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Jüdische Rundschau · 1925-03-24 · Heft 24 (24.3.1925) · page 1

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 24 (24.3.1925)
Date
1925-03-24
Page
– (sequence 1)
Language
German
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. „„U .. Fin yt^n vU iü/ '»;'/ i \ a ■ / -> Ü Einzelnummer OJS Goldmark €T?J7 Ti|> [ü) (MJa JLi t_!x^y r.JiN^i if|?H^ C ""^ sy*1 vL^ir r^klion und Verl«« W/15, McInckeilraDo 10. Erscheint L>n Dl«ii(«ft und Frtltsg. Bezugspreis bot d«r Expcdltloa ,ec,lllcb l.a5 Goldmarlc, VUrt«l|ibrttcb 5.35 Goldvnark. ^^bMMMali w.rd.a 1^ d«r Wihninf d»r .IhlIo.« Llad.r Ur.ehMt Nommor24 / | Berlin, 24. ML 1923 Anzeigen -Verwaltung JüdliehoRÜnd«ch«uG.n>.b.H.,nir]lnWI5.MtlntVeilr,10 Telephon! Ami Bismarck 7165—70. Aii»H.«prW«i»j.tp»JLN<»pu«lUtMÜ«ft«OO^M.Sun«a<Mocli«0,»G..M. Aai«l(«a*<k1«*i DI«««««« uti Fr«lt«| ■ «ekaltta| 4 Uhr. Tal«phoni Bismark 7165 - 70. Postscheckkonto: »erlin Nr. 17392. Fflf 0.«l«rr.lcki Po.lw«fk,i..iii«l W|.a. Knall» Nr. IJ40M. KOrT.ch.cho.Inw.k.l, Pnil(puk»»«*«ml Pr«jt K»»to Nr. W4IO, Fflf i'ol.n I rMliP.,,iilrall.| Winchi«, Ko.li Nr. 1*070«. RadaktlonnchluO Sonntag und Mittwoch nachmittag n»Dip nw3 | XXX. Jahrg. H' llonismui eratrab« tPr da» JUdlsche Volk die Schaffunn einer olfanUKh . rechtlich qcalchartan HalmsUHte In Palästina. „Oaioler Programm.*4, 7 Vor Eröffnung der Uraversiiäi Dr. Welzmaon und Nahum Sokolow aal dem Wege nach Palästina Dr. Ch. Wciztnnnn und Nahum Sokolow i^ltn am 17. Mär/, 0 Uhr inor~cns, von London nach piüMlna ab,-um d?r Eröffnung der hebräischen Univcrin Jerusalem am 1. April bc'iuwolinen. In Neapel K|[c.: sie mit Lor^ P^l'oiir zusammen. US* bei der EröHnnig der bebrllscieu Universität New York (J.T. A.). Das Departement für Auswärtiges r Vereinigten Staaten beauftragte den Konsul der Verjagten Staaten in Jerusalem die Regierung der Vereinigten ■uicn bri der Eröffnung der hebräischen Universität offiziell 3 vertreten. •......... Die Aamelduigei zur Feier LI» vor einigen Tagen sind an das Londoner Universität«- rmike Anmeldungen von'folgenden Universitäten, Anstalten ■d Persönlichkeiten eingelangt (von uns' zum Teil bereits ..meldet. A. d. R): Die U nI vcrs11 atein Wn: Amstersi, Alicrdccn, Brlfast, IV*tr>n, Cambridge, Edinhurg, Franktrt Ocnf, Olasgow, Pcnnsylvanlen, die John-Hopklns-Unitnitii, Lcydcn, Liverpool. London, Manchester, Manitoba, ••o»nUnivcrsität in Providcnce und Toronto. Ferner: Die itischc Akademie, die Hochschule für Archäologie in Cam- -J-c. College' de France, das jüdische Konsistorium in ei«, die theologische Lehranstalt in Wien, das Rockcfcllcr- •üi.it in den Vereinigten Staaten, die Schwedische Akademie 'a Wissenschaften, das British Museum, Anglo-Jcwish Asso- :.t.o:i. Britisch-medizinische Gesellschaft, Economic Board r P.ilestinc, Deutsche Gesellschaft für Palästinaforschung, Seilschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums, sihhänglgcr Orden B'nai Drith, Board of Dcputics, Ocscll- Kluft der Freunde der hebräischen Universität, Orden der iten Mnkkabicr, Königl. Britische Gesellschaft und andere. Weiter von folgenden Persönlichkeiten: Lord l'tnhv und Ocnwhlln, lord Balfour, Lord Ultwater, Prof. fsl (Groningen), Prof. UMk (Stockholm), Prof. Brodctzky '«eds), Prof. Bichlcr (London), Oberrabbiner Prof. Dr. Chajcs iifn), Dr. Cohen (Birmingham), Dr. Corcos und Gemahlin?aris), Dr.' Deiches (Edinburgh Prof. Qeddes, Prof. Qide JWs), Prof. Heckman (Amsterdam), Prof. Landau (Oöttin- Orandrabblner wn Frankreich Dr. J. Levy (Paris), Rabbi \x>n England, Dr. Herz und Oemahlln, Prof. 'sdwaTl (Stockholm), Prof. Repper (Genf), Prof. Sobernheim '«fiin), Dr. L. Turitz (Göteborg), Dr. L. Root (Manchester) *4 andere. Dir Zionistische Vereinigung für Deutsch- ad hat die Herren S. Schocken und Felix Rosen- '101 Ii mit ihrer Vertretung bei der Eröffnung der hebrit- «*en Universität in Jerusalem betraut. * Oer londoner „Jewlsh Chroniclc" bringt eine Reihe *•} Informationen über die Eröffnung der Universität, die 'i' mit Vorbehalt wiedergeben. Danach soll die Rede Lord 'ilfours, die ursprünglich lateinisch, dann englisch gehalten <olltc, jetzt in hebräischer Sprache geplant sein. >N Dalfour habe s-inc Rede ins Hebräische übersetzen und c>) maischen Buchstaben transkribieren lassen. Das Blatt (einer erfahren haben, daß die Absicht besteht, an» J'jch der Eröffnung der Universität. Dr. Welzmann "atn Orden zu verleihen. Bilfour hat London am vergangenen Sonntag verlassen f hat am 20. d. M. in Neapel sich auf der „Esperia'« ■geschifft. Wcirmann und Sokolow, die London Dienstag gießen, haben Lord Balfour in Neapel getroffen und fahren >hm zusammen. Anlaßlich seiner Abreise hat Balfour * Efsuchen eines Pressevertreters, eine Erklärung "über die ft«n ihn gerichtete arabische Agitation abzugeben, ab- »'Sehnt. Es wird ferner gemeldet, daß die arabische Bauernf'!1-! ein Programm von Festlichkeiten zu Ehren des ^«limim Onstcs vorbereitet, während die arabische Nationaldie sonst Im Ocgcnsatz zur arabischen Exekutive steht, 1 dieser für den Streik zusammenarbeitet. ' Die Universität Liverpool hat ein Exemplar Publikation „Der antike Osten" der Hebräischen Uni- .^'•■t als Ehrengabe Obersandt. Der Oberrabbiner von Eng- ,5- Hertz, der mit seiner Gattin Gast des Ober- ^«ärs Herbert Samuel sein wird, wird eine Reihe von C'Un mi,l3rinßcni darunter eine von Israel Zangwill als rjr,l1!'tl'dtn gezeichnete Adresse der Jüdischen Historischen % hsü' dercn Deh-Ri««er Dr. Hertz ist. Dr. Hertz . religiöse Einweihung der Universität vornehmen. f. .»..fc.V»». —"■"*"••«.. h **• ■ V#...... u.!' Jcrusalcmcr Korrespondent der „Times" veröffent- ,j'Weende Details über die Kost c n dc r U n i vcrsi- "H .DanJCn werden die Kosten der Fertigstellung der °lr>ßischcn und biochemischen Laboratorien der Uni- ...,'J' einschließlich der Inneneinrichtung auf 24 000 Pfund S1"- Unsc^hr die Hfilftc dieser Summe Ist bereits QWt worden und der Rest Ist gedeckt ♦**its durch vor- Cinc Gelder, teils durch Versprccliungen*über 'IM Pfund ^won Rothschild, 5000 Pfund von Herrn Zainurray und fj7 P,U«<1 von den „Freunden der Universität In Canada". «4etiitlterer Beitrag von-2000 'Pfund stammt von dem ^"«»nlschcn jüdischen Aerzte-Komltee, welche die ge- " nnanzientng des Mikrobiologischen Institutes auf sich genommen hat. Die botanische Abteilung unter der Leitung von Professor Otto Warbure; Ist vorläufig der landsvlrtschaltliehen Versuchsstation in Tel-Awlw angegliedert und wird vom Kcrcn Hajcssod erhalten. Bcornfiungen lür die Erüflnong der Unlvenllül Unser Pariser Korrespondent übermittelt uns folgende Begrüßungsschreiben, die der französische Ministerpräsident Herrlot, der Kammerpräsident Palnlcvc: und der Sozialistcnführer Le*ou Blum anläßlich der Eröffnung der Hebräischen Universität In Jerusalem, auf Wunsch der amerikanisch-zionistischen Wcdicnschrift „T h e N c w P a 1 e s 11 n c" an diese gerichtet haben. Ministerpräsident Herrlot: Der moderne Geist entzündet seine Fackeln auf allen Gipfeln; Jerusalem ist eine der höchstragenden Spitzen In der Ocschlchtc der Zivilisation, und eine hebräische Universität in dieser Stadt kann nur au die gliln/cndstcn Überlieferungen wieder anknüpfen und sie zur Entfaltung bringen. Ich wünsche, daß sie ein Mittelpunkt werde, zu dem sich von allen Enden des geistigen Horizonts alle Oclstcr wenden, die dem Lichte und edlen Eingebungen zustreben. Sic muß ein Zentrum moralischer und geistiger Aufklärung werden, dessen Strahlen zur Zerstreuung der Nebel beitragen werden, die noch immer auf unserer schmerzensreichen Menschheit lasten. Alle Intellektuellen der ganzen Welt können dämm in der Hebräischen Universität in Jerusalem eine Institution begriißen, durch die die wissenschaftliche Forschung das Tor der lichten Wahrhcitstcmpcl vor dem ganzen Universum immer breiter aufreißt Kammerpräsident Palnlcvö: Wird Palästina ein strahlendes Zentrum des Judentums, seiner Sprrache, seiner Idee, seiner Künste und seines Geistes werden? Diese Frage ist von nun an gestellt. Die erstaunlich raschen Fortschritte des Hebräischen In Palästina und insbesondere die Gründung einer1 Hebräischen UnivcrsitSt erscheinen als Bichcrc Bürgschaft des zukünftigen Erfolge». W-* In Palästina ffcuclirhcu wird, wird Ihr nicht gleichgültig bleiben dürfen. Frankreich vertraut auf die Freundschaft Israels und weiß, daß es zu viele Bande zwischen den jüdischen und französischen Frelhcltsbcstrebungcn gibt, als daß. das neue Judia nicht brüderlich mit Frankreich vereint bleiben könnte, Le*on Blum: Die Eröffnung der Hebräischen Unlversitit berührt gleicherweise mein jüdisches und französisches Herz. Der Jude war bisher der Dolmetsch des Orient» Im Okzident gewesen. Durch eine seltsame Verkettung wird er nun der Überbringer der frohrn Kunde, die der Ok/Ident sclncrscll» dem Orient zu übermitteln hat. Vor der zukünftigen Vereinigung begegnen einander zwei Zivilisationen. Wo könnten sie es würdiger bewerkstelligen als auf diesem bevorrechteten Punkte des Erdballes — In Jerusalem? Frankreich kann diese» ürclgnl* «mr bewegten Herzens begrüßen. U» Ist seil jeher Errlchcr und Sduitzherr der erwachenden Völker des Orients gewesen. Das neue Judäa wird sich Immer der Wohltaten der großen Revolution erinnern und nie vergessen, daß die Armeen der Republik die Ketten seiner Söhne gesprengt haben. Ein Sozialist kann nur die schönsten Früchte von der Wiedergeburt der jüdischen Kultur erhoffen. Darum blicke ich mit Vertrauen auf diese Universität In Jerusalem, die, ein Zentrum der Forschung und ein geistiges Laboratorium, die Sorge für das Irdische Wohl sicherlich nicht an die letzte Stelle rücken wird und In der dlt Juden ihre wundenolle Sendung nicht vergessen werden, die Wirklichkeit zu erfassen und sie bis zum »Göttlichen zu erheben. „Manchester Gitrdlan" Ober das »Nene Joia', „Manchester Ouardlan" vom 16. März Ist zum Teile der hebräischen Universität gewidmet. Die Zeltung bringt Photographien der mikrobiologischen Laboratorien, der chemischen Laboratorien und der Universitätsbibliothek, ferner einen langen, der Organisation der Universität gewidmeten Artikel, von Mr. Harry Sacher, endlich einen „New Judea" übcrschricbcneii ersten Leitartikel. In diesem wird u. a. gesagt: Die hebräische Universität Ist für einen kleinen, kaum wlctvlclcn und gegen viele Widrigkeiten kämpfenden Staat ein grandioses unternehmen. Die Universität ist das erste großartige kronstruktlvc Unternehmen des neuen Judea; ihre formelle Eröffnung durch englische Staatsmänner, die dadurch ihren tiefen Glauben an das Unternehmen bekunden, wird die ganze Welt dazu bringen, dieses Werk anzuerkennen als etwas ganz Neues und Außerordentliches. Was noch vor kurzem für einen Traum palt, Ist Jetzt reale Wirklichkeit, und zwar In einer Form, die den alten Staaten der Welt Respekt abgewinnen muß. Es spricht für den neuen Staat, daß er dort beginnt, wo wir, nach Jahrhunderten der Entwicklung, geendigt, haben. ... Die Sprache der Jcrusalcmcr Universität wird hebräisch sein: die Sprache des neuen jüdischen Staates. Sprache ist Symbol der Nationalität. Aber man muß hoffen, daß der Nationalismus die Grenze der Notwendigkeit nicht überschreiten wird, man wird eingedenk sein, daß die Mission des jüdischen Staates die ist. eine einigende und versöhnende Kraft zu bilden. Stehend auf dem geographischen Mittelpunkt zwischen Ost und West, von semitischer Herkunft und erworbenen westlichen Gewohnheiten, möge das jüdische Volk ein Interpret der Synthese alters und neuer Zivilisation werden. Das jüdische Volk möge zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit mit den Arabern Palästinas und denen Im Osten una Süden des Landes gelangen,'' Das neue Judaea möge der Girstolf des .Orients werden. Brie! aus Palästina Von unserem Korrespondenten. Zur polnischen Lade - Im arabischen Lager - Die AUJah - Die landwirtschaftlichen Betriebe A.O. Jerusalem, 10. März 1925. Die Entwicklung in Palästina, die Int letzten Jahr ein Tempo anrrcnoinmcn hat, das wir bisher nicht gekannt haben, verdient und verlangt genaue Rechenschaft von, uns. Gerade heute, wo täglich Acndcrungcn zu ver. zeichnen sind, wo man in Kolonie und Stadt reue Ansätze zu Unternehmungen sieht, ist es wichtig, sich" von Zeit zu Zeit im allgemeinen klarzumachen, was sich geändert hat und wie es sich geändert hat Ein sorgsames Beobachten des Wachstums wird uns vielversprechende Tendenzen eher entdecken, drohende oder begangene Fehler rascher erkennen lassen und die Mc^ff« Henkelt bieten, günstiges auszunutzen, ungünstiges zu unterbinden. Information und Stellungnahme der öffentlichen Meinung zu den Etappen der Entwicklung Im Aufbau Palästinas sind heut wichtiger als je. Unsere Arbeit Im Lande hat sich seit längerer Zeit ohne Störungen von nuflen abgespielt. Wir hnlwn diq Alijnh vcrgrüflcrn, unsere Positionen stärken und neue ausbauen könn;n, ohne daß ein Rückschlag von außen uns behindert hätte. Wir haben die Zeit ausgenutzt und sind ein gutes Stück vorwärts gekommen. Aber eigentlich eben nur auf dem Ocbictc der Kolonisation, selbst. Die politische Situation und die Stimmung der nlchtjüdischcn Bevölkerung im Lande haben wir nicht günstig beeinflussen können. Die Stellungnahme der Mandatskommission des Völkerbundes hat uns bewiesen, daß wir auf politischem Gebiete unsere Fortschritte nicht auszuwerten verstanden haben. Denn gerade jetzt, wo Palästina sich durch die jüdische Kolonisation und nur durch diese In fruchtbarer Weise zu entwickeln, beginnt, haben wir reale Dinge, auf die wir in den Politik und In der Propaganda hinweisen können. Wir haben sie nicht genügend auszuwerten gewußt, und das Ist um so erstaunlicher, als wir uns sonst darauf nicht schlecht verstehen. Wir haben bisher in der Palästlnaarbclt kaum Auswirkungen der Stellungnahme der Mandatskommission gespürt. Aber wir können sie vielleicht zu spüren bekommen, wenn Herbert Samuel seinen Posten verläßt Mit Recht erweckt deshalb die Frage des Personenwechsels Im Oberkommissariat die Aufmerksamkeit des Jischuw. Obwohl man aber den Ernst der Lage rl"r-'iniis anerkennt, ist die Stimmung ruhig und vertrauensvoll. Man fühlt sich sehr viel sicherer als vor einem oder zwei Jahren, hat einen festen Grund unter den Füßen, in den tatsächlichen Leistungen Im Lande, und wcifl deshalb, daß man nicht mehr als tjunntltd ndgllgcnble behandelt werden kann. Außerdem nimmt die wachsende Arbeit alle und alles In Beschlag, jeder hat mit sich und seiner Aufgabe zu tun und mufl deshalb das andere an sich herankommen Insscn. Die wirtschaftlichen Probleme sind heute In PalSstina gewissermaßen aktueller als die politischen. Die Stimmung Im arabischen Lager hat In den letzten Monaten eine Färbung erfahren, die für uns nicht günstig Ist. Es schien n;:h der Konferenz in Nablus, als Rollte neben der „arabischen Exekutive", neben den chauvinistischen Elementen, auch eine mit den Juden sympathisierende Strömung an Einfluß gewinnen. Die teste Stellung der Fcllachenpartcl In der Frage des Kongresses und der Vereinigung aller Richtungen schien ein gutes Zeichen für die Möglichkeit einer Verständigung zwischen beiden Nationen zu sein. In der letzten Zeit jedoch — teilweise Im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Besuch von Balfour — haben sich die» gehässigen und drohenden Stimmen wieder stark gemehrt. Und. wir hnben wenig getan, um sie zu beruhigen. En Ist freilich schwer zu übersehen, wie die allgemeine Stimmung unter den Arabern heute ist. Denn die chauvinlstlsche Presse macht in ihrer altbekannten Art selu viel von sich her und die große Klasse, besonders der Fellachen, hat wenig Möglichkeit, ihre Ansicht zu äußern. Sic ist außerdem wenig orientiert, steht abseits, läßt sich leicht beeinflussen, und so gibt unä die Presse immer nur ein Spiegelbild der Tendenzen und Stimmungen einen kleinen, aber sehr fühlbaren und routinierten Schicht. Wir haben wenig getan und tun wenig, um von unt aus Ins arabische Lager einzudringen, die Dinge und Absichten zu erläutern, zu erklären und damit Einfluß zu gewinnen. Das Ist ein schwerer Fehler. Und ca ist nicht abzusehen, wann und wie wir ihn werden ändern können. Auch unsere zweite Qcncratlon im LandQ wächst ohne genügende Kenntnis der arabischen Sprache und arabischen Sitten auf, lebt gewissermaßen abgeschlossen In ihren Kreisen und ihren Intsrcs;en. Die Oewalt der Tatsachen wirkt jedoch ohne unser Zutun Im gewissen Oradc überzeugend. Es drängt sich i i I iV' r,i,s,! 'K : «•■: '* ' .. s ■.V- 1; i tt. ,• I!« ' I ' j 1 * I ' »*•.,'. *, 1 I " »!' I'' ,' . . i 11 , t i . v ■).• "i '; .' ,. i i ': . h ■; ■.' > . i ' i \ n ,ts!in V'1 '* * ' , U J , ,h<7 »l'd ' l:( '■ A ■ I. : : fV. ,* , 'I i i ' *" ' V\ ■ ,ri Im:.;.'. :<; : ■{ \ ■>'}■,< <■' ,, V",, t

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