Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 21 (13.3.1925)
- Date
- 1925-03-13
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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.^a.i.j—.___-i. Seite 102 TUEDISCHE RUNDSCHAU stellt «In äußerst gefährliches Experiment dir. Mit solchen Experimenten Itnt man das Recht erat dann zu beginnen, wenn man des Erfolges sicher Ist. Wenn aber der Erlolg mehr als zweifelhaft Ist, wenn das Ziel, das man dadurch erreichen will, auch' auf anderem Wege erreicht werden kann und wenn ein solches Experiment bestimmt einem Widerstand von vielen Tausenden In der ganzen Welt zerstreuten Freunden und Fanatikern de» J. N.-P. begegnen wird und das Bestehen der für den Aufbau Erez-Israets so wichtigen Institution schwer gefährden kann, — dann müssen die verantwortlichen Männer der Organisation es sich sehr wohl überlegen, bevor sie mit solchen Vorschlügen vor die zionistische Welt treten. Proleslvfrsammlonrj der |0dischei Akademiker Polens Warschau. (J. T. A.) In Warschau fand eine Protestvcrsammlung der üdlschcn Akademiker Polens gegen die Numerus clausns-Bcschlüsse der Wilnaer Konferenz der polnischen akademischen Organisationen statt. Es wurde eine Resolution angenommen, in welcher die Beschlösse der Wilnaer K^-f?rcnr als ein S'hamif'eck für das demokratische Polen bezeichnet wurden. Die j .dlschc Studentenschaft wird für ihre Rechte den Kampf fortführen. Nimcnrjfhung lUr die neuen |Odlselien Underetea Prof. S. Klein vom Instllut für jüdische Wissenschaften an der Mi brauchen Unlvcr&Cüi hat, auf Verlangen des Jüdischen Nallonalfoiids, einen Vorschlag ausgearbeitet, wie die in letzter Zeit von Fonds neu erworbenen Böden bzw. dis dort begründeten Siedlungen, für die es bliher keine festen Namen gab, bezeichnet werden sollen. Prol. Klein hat bei seinen Vorschlägen die historische Bedcu.ung der Böden voll berücksichtigt. Demnächst findet eine Sitzmg einei Spczialkomilees statt, welchem Vertreter des Jüdischen Nallonalfoiids als Grundeigentümer, dann der auf diesen Böden gelegenen Siedlungen und schließlich des W a a d L e u in I als Repräsentant der pa'islincnsischen Ocsamtjudcnschalt angehören. Dieses Komitee wird nach Anhörung Prof. Kleins und seiner Vorschlage endgüttige Entscheidung über die Namengcbung treffen. Die Kotonlslemng der Jodea Ii WelßruBlnd Moskau. (J. T. A.) Bei der Einordnung der neuen jüdischen Kolonisten auf dem ihnen zugewiesenen Lande er- Pcben sich mancherlei Schwierigkeiten. Zahlreiche jüdische amillen lehnen das ihnen zugewiesene Land, wtlchej fern von Ihrem Jetzigen Wohnorte liegt, ab und machen geltend, es sei in der Nähe Ihres Wohnortes genug freies Land vorhanden, das man ihnen zur Besiedlung übergeben könnte, so daß sie nicht genötigt würden, ihre Jetzige Heimat zu verlassen, ihren Hausstand aufzulösen und in unb:kannte, unkultivierte Gebiete zu wandern. Von 829 jüdischen Familien mit 4146 Seelen in 17 Kleinstädten des Distriktes Minsk, die sielt vor einigen Monaten für die Landansicdlung registrieren Hellen, haben sich bloß 182 Familien bereit erklärt, überall hinzugehen, wo Ihnen die Regierung Land zuweist. Jüdische Erfolge bei dei Rigier Sladtralwahl« Riga. (J.T. A.) Die Wahlen in die Stadtverordnetenversammlung der Hauptstadt Lettlands haben einen bemerkenswerten Erfolg der jüdischen Stimmen erbracht, der sich zu gleicher Zeit au:h als ein demokratischer Erfolg auswirkt. Die jüdischen Wähler, die in verschiedene Parteien geteilt waren, haben Insgesamt acht Sitze er. ru ngen; in der bisherigen Stadlduma betrug die Zahl der jüdischen Sitze bloü fünf. Die Wahlen erbrachten die weitere bemerkenswerte Tatsache, daß die Zahl der Juden in Lettland in den fetzten Jahren stark angewachsen ist. Wahrend man vor zwei Jahren die Zahl der luden in Riga auf etwa 30 000 gesehätzt hat, ergeben die Wahlen laut Schätzung eine jüdische' Einwohnerschaft von etwa 38030. bis •10000. llebrälsch an der Loidosrr Uilverslllt Jerusalem. (LT. A.) Der Senat der Londoner Universität benachrichtigte die Palästina-Regierung, daß die Universllät, der Anregung der Palästha-Reglcrung entsprechend, beschlossen hat, das klassische Hebräisch anstatt einer anderen allen Sprache als Prüfungsfach für die Erlangung der Akademlkcrwürac einzuführen. Das Prüfungsprogramm umfaßt Bihelstiidlum, jüdische Ocschichtc, Qcographlc Palästinas und hebräische Orammatik. gH^^ Monfog, den 16. März 1925 8 Uhr abends SpIchornaOlo, Splchernstr. 3 (Unt*rgrtiBdb.Nttrnbi(rB»rFl) Uq für das rleiienis Palästina H 0 <\ n 0 r: Tteletistncs'PrKvMcnt B>asal tötoe.Relelistagwbgoorilnntrr Eduard DornstcSnt ltelrli»iA'r»a'>ir<,ordni u> Toni Sandor« M. Slnaar (WM, Alfr««l Deroar. Dov Mos Paiftitln*\ Dr.Werner frnuitadtar. Mailoch NOHstaatt Sch. Rudel u. ». Eio»tlri»Vftrt«n voo l bis 0 Mark Im Vorvetkanf bei: Bote & noek, In du» <tMI«eh«n Bnehhnnd onfteo. Sekretär at Poa'o Zlon, MtirusKtr. 17 (Norilon 7<IB5), KomiteefUr das nrhnlt«mlA PaMMlnit, KalkrcutbMr. 0. Der gMaroto Kc-Inortrai» fallt dorn PaHtstlna-Arbolter-Fond« t\\. Für Palästina-Touristen Berlin.) 25. März. 'Ankunft In Jaffa April. Ankunft fn Konstanz« 21. April. Ankunft in Jaffa Mal. Ankunft In Konstanz« f. I. f. H. II. III. II. Schiffe 2. Mal,!. I. Kleine Nachrichten Prof. Albert Einstein reiste dieser Tage nach Argentinien ab, um an der dortigen Staatsunivertitat Vorlesungen zu halten. Das Mitglied des Finanz- und Wirlschaltsratcs der z'cn stlschcn Exekutive, J. Naidltsch, begibt sich am 12. März über Marseille nach Palästina. Die K.H..Kampagne In England, die unter der Führung von Dr. Alexander Ooldsteln In den letzten Monaten durchgeführt wurde, hat bisher ein Ergebnis an Zeichnungen von 23000 Pfund gehabt, was das Doppeitc der Gesamteinnahmen des vorigen Jahres darstellt. Line Abordnung der Frankfurter Palästina-Zentrale der Weltorganisation Agudas Jisroel ist am 5. März in Jerusalem eingetroffen. Uut „Haaret" sind am 12. Februar auf der „Tschl- {Seherin" 70 Einwanderer aus Rußland nach Jaffa gekommen, darunter mehrere für Ihre Zugehörigkeit zur Zionlstlschen Organisation früher nach Sibirien verbannte. Dieser Tage wurde tn Tel-Awlw eine SchriltrleOerel durch die Herren Jaüslnowsky und Octzowitz eibffnet. Unter dem Namen „Namcr" wurde In Haifa eine kleine Schuh ahrlk mit £E 1000 Kapital begründet. Beschäftigt werden acht Leute. Der Verkehrsminister erließ ein Zirkular an alle Bahn- Direktionen Polens, wonach Andachtsübungen In den Eisenbahnwagen erlaubt sind. In der letzten Zelt wurden wieder Juden in den Eisenbahnwagen durch Eisenbahnbeamte in Ihren Andachtsübungen gestört. Das bekannte jüdische Verlagshaus „Israel" zu Florenz hat »He großen jüdischen Vcrlagshiuser In der Welt eingeladen sich an der am 25. April vom König zu eröffnenden Internationalen Buchmesse zu Florenz zu beteiligen Die VerlaMUnna „Israel" wurde beauftragt, eine spezielle jüdisch« öuchabtcllung zu arrangieren. » Die erste Nummer der Zeitschrift „Jüdische Faml- Ii1 en'o«,»chung" Ist soeben erschienen. Die Bestrebungen oer Oeselischalt finden in weiten Kreisen großen Anklang. Ein Sieg des Bukarester jüdischen Sportklubs Mttkkabl gegen den rumänischen Fußballmelstcrscliaftsklub mJ e v e n t u s1« erregt In der rumänischen Sportwelt ungeneueres Aufsehen. Makkabl gewann IsO. 'jeventus' galt »1» die stärkste romanische FuBballmannscha,ft und war bisher niemals beilegt worden. ...... (Mitteilung des Pa lä s 11 na• A m t es , I. Ermäßigte Fahrtprclse via Konstanza. Die Rumänische Gesellschaft Servlciul Maritim Roman hat für Fahrten des Dampfer« Rom-inia folgenden Fahrplan aufgestellt: Abfahrt von Konstanza am am 30. März. Rückfahrt von Jaffa am 30. am ö. Mal. Abfahrt von Konstanza am am 29. April. Rück fahrt von Jaffa am 14 am 20. Mai. Für die Hin- und Rückreise gelten für diese Fahrten folgende Preise: Lei Klasse (Luxuskabine) inkl. Verpflegung 25 OX) „ (Spcrialkabine) inkl. Verplfegung 22000 „ inkl. Verpflegung 20000 „ (Spezialkabinc) fnkl. Verpflegung 15810 „ inkl. Verpflegung 14 400 „ ohne Verpflegung 5000 Von der Jananischen . Nipnon Yusen Kalsha fahren ab Marseille am 21. März, 4. April, 18. April, 16. Mal und 30. Mal. — An Neapel: 23. März, 6. April, 20. April, 4. Mal, 18. Mal, 1. Juni. Die Schiffe fahren bis Port Said. Preise Marseille—Port Said am 21. März und 4. April Klasse: £ 2o.-.-; II. Klasse: £ 14.-.-; «b Neapel: Klasse: £ 20.-.—; II. Klasse: £ 10.-.—. Vom 18. April ab erhöhen sich die Preise von £ 26.—.— auf £ 26.17.— „ £ 14.-.- „ £ 14.12.— „ £ 20.-.- " £ 20.16.- „ £ 10.-.- " £ 10. 9.- Iff. Wegen der Preise auf den Schiffen der Mesoagcries Maritimes ab Marseiile, des Lloyd Triestino ab Trlest verweisen wir auf unsere früheren Bekanntmachungen. IV. Die Schiffe der Service Maritime Italiano fahren von Oenua bis Alexandria, und zwar Luxusriampfer: ab Oenua an Alexandrien 10. März 23. März 2. April 6. April 16. April 20. Apnl 30. April 4. Mal 14. Mai 18. Mal 23. Mai 1. Juni Fahrpfeis: f. Klasse: £ 38__.—: II. Klasse: £ 21.—.- III. Klasse: £ 17.-.-. Bei Benutzung des Dampfers von Neapel ab (Ankunft einen Tag später) ermäßigt sich der Fahrpreis In der I. Kl. und II. Kl. um £ 2.—.-; In der III. Kl. um £ 4.—.-. Schnelldampfer (mit einem. Tag Aufenthalt): an Alexandrien 15. April 13. Mai tO. Juni II. Kl.: £ 2I.-.-J der Rückfahrten: ab Alexandrien 2o. Marz April Mal 21. 7. 21. Mal 4. Juni Luxuadampf er: an Onua 30. März 27. April 11. Mal 25. Mal 8. Juni ab Ocnua ab Neapel 7. April 10. April " 5. Mal 8. Mai 2. Juni 5. Juni Fchrnrels dieser Linie: I. Kl.: £ 31.—.— III. KL: C 12.-.--. Bei Benutzung der Dampfer von Neapel aus Ermäßigung: ' - I. und Ii. Kl. um je £ 2.-.—; In der Iii. Kl. um Landes zu verweisen; 2. den ausgewichenen a hörigen der semitischen Rasse sollen mir die Weite tu, >\ nähme In ihre Heimat belassen werden, wc"ttic vic «"' weislich bei Ihrer Einwanderung nach Preuße.....\n;is haben, und die überscliicflc.idcn Vermögens- und i„ zu beschlagnahmen; 3. die beschlagnahmen Wer'e bz\v i.' Erlös sind als dem Volksvcrmogcn u ircehtmäßli; emu» ', zu betrachten und di;se daher dem Volke zuzuführen; t weitere Einwanderung von Angehörigen der scmi;i$clu'n u. In preußisches Gebiet ist für die Zukunft unmöglich zu rtuA 5. die auf preußischem Gebiet angetroffenen Anechi^ < einer fremden Rasse oder eines fremden Landes sind ümtl5(| lieh aus Preußen auszuweisen; 7. der Erlaß des prcu(ii«% Innenministers vom Jahre 1023, der bezweckt, auilaiidjrf.-'.V liehe Maßnahme» zu unterlassen, und die polizeiliche Ficmj ' beliandliing den Jewei Isen außenpolitischen VerhältnissenT zupassen, findet auf die Osljuden keine Anwendung; & 1 von zugewanderten Angcliöriicü der se.iii.isclieu Ra<,sc tag: 1. August 1014) bewohnten Wohnungen sind w h sclilagnahmcn und deutschen Flüchiliigcn oder;< l Wanderern zur Vcrlüfjung zu stei'en; 9. die nrcußitclie Sn". bank, Post usw. sollen angewiesen werden, den seit 1 Äi- 1014 zugewanderten AngctÄil^c 1 der semi.be. e 1 R.mc sätzlich keine Kredite zu gewi iren oder sonstige Zihfufi^J zu leisten; 10. die preußischen Handel»- und Ocueib kammV.j werden veranlaßt, den seit dem I. Au?ust 1914 zu^ew nden.] Angehörigen der semitischen Rasse die b:rcits e:t:lttn q\ werbe- und Handelscrlaubnisse (auch In bezug auf dn rUt;| wescii) solorl zu entziehen; 12. die Bürscuvorsl.lmk imi«rh des preunischcii Slaatsgchietes werden dahingehend »n„r wiesen, die seit 1. Au^uät I9ti zugcwandcrlcn Anßc'nöriAj der semitischen Rasse aus de» Börsenvorsländcn zu fernen und ihnen jede direkte oder indirekte Mitarbeit Bclricb, Verwaltung und Abwicklung der Börfengesc. illt t. möglich zu machen. Die Anträge, die in der Form eivi „kleinen Anfrage" eingebracht wurden, sind gezcic!in:t VCI <eo völkischen Abgeordneten Dr. v. Brehmer, Wu||t| Koerner, Widgcrshaus. Stock. / ,. t I a 1 •!•■ r. Iii; To., G<y;'t ä"1;»' vo#' 3. (§ f., de Zilzewilz and Barniat Der „Vorwärt s" bcm3ngelt es, daß gegen die dtutscS-l Junker Zitzewitz und Genossen, durch deren Mmipi:i: tionen die Preußische Pfnndbricfanslalt um große Sumr.,^ geschädigt worden ist, nicht ebenso streng vorgegangen uiwie gegen die Barmats. Das Blatt schreibt: „U'arv• werden diese arischen Schieber, die Hunderttausende vol Wohnungsgcldcm für Ihre skandalösen Privatbcdürfnisse vcf wandt haben, nicht hinter Schloß und Riegel gebracht? Waiu-; werden die Bücher dieses Sehleberkonsortiums nicht toh beschlagnahmt? Warum wird kein Verfahren gegen dn famosen Grheimrat Nehrlng und ge^cn den Direktor Lud eröffnet, die beide für diese unerhörte Kreditgewährung ha?tM Ergibt sich die Beantwortung dieser Fragen etwa einfach i der Feststellung, daß es sich bei Barmat um einen ,(),:! Juden', bei den 1 lerren Zitzewitz, Carlowitz, Etzdorf und KV Sorten um rassenreinc Junker handelt." Klne Wihldemoistratioa In Fürth In der Gemeinde Fürth stehen die jüdischen OemeindfJ wählen bevor. Förth Ist eine der ganz wenigen Ofmein<' in Deutschland, in der nur Reichsdeutsche das Wahlrod haben, Ostjuden also vom aktiven und passive Wahlrecht ausgeschlossen sind, übrigens ,u< konseqtifiilerwcisc eliie Reihe Schwei/er jüdischer I .w.iLr: die In Fürth wohnen. Um den Kampf qc{;en diese ürnirunh Verfassung auf/unelimen, veranstaltete die jüdischeVoIki parte! In Fürth einen großen Demonslratiorisabcnd qe." das, wie Ihre Redner ausführten, tindemokratisch und unjüdische Wahlrecht. Die Versammlung « gut besucht. Der Vorsitzende der Fraktion der Jüdisch» Volkspartei In der Berliner Jüdischen Ocmeinde, Herr RtcH anwalt Dr. Alfred Klee, hielt ein Referat, das mit leblntr- Zustimmung aufgenommen wurde. IXe Versammlung m'r einstimmig eine Resolution für ein freiheitliches Wahlrecht v t 1 M; Vft\* ' w:' m ' nr 7 lial ' d'V':« J«< Rr nr« < 1 f Ü':' .;i r. So»,»- ■Sie; , ' geltat»;V inoj:, der . Sät' Nf. bin, fl'll« st-iy " Ich1 Die zionistische Exekutive teilt mit, daß zur BeouemUchkeit der jüdischen Touristen in Jerusalem ein „Jüdische« Informationsbüro" eröffnet wurde, dessen Aufgabe es sein wird, den Palästina-Reisenden mit Erteilung von Ausktinften betreffend Unterkunft, Verpflegung, Besuch der Kolonien; Sehenswürdigkeiten, Programme Jüdischer Veranstaltungen usw. behilflich zu sein. Die Adresse des Büros lautet wie folgt: Jewlah Information Bureau, Allenby Square, Jaffa Road, Jerusalem. Völkische ArjlrSrje 0efjea Oslladen „ Berlin. (LT.A.) Unter Hinwels auf die Barmat. Kutisker-A fffirc brachte die Fraktion der Deutschvölkischen Freihcitspartci Im preußischen Landtag 12 Antrüge ein, die darauf hinausgehen, die seit 1. August 1914 aus dem Ausland nach DcuUchland eingewanderten Juden auszuweisen bzw. zu entrechten und zu enteignen. Von diesen Anträgen sind hervorzuheben: 1. Die seit dem 1. August 1914 nach Preußen zugewanderten Angehörigen der a e tn I; I s c h e n Raste sind unverzüglich als listige Auslander dos Vortrag Wclsl. Wolfgang von Weist, der Berichtcrsbt'f der „Vossischcn Zeitung'' für Palästina, hielt noch kurz: v einer längeren Reise in den Orient eNncn Vortut: in t Berliner Misracliigiunpc, in der er seine Auff.i«%uii^ u! den augenblicklichen Stand des Zionismus darlegte. D t iu der Besiedlung Palästinas Ist für Wcisl zugleich eine fr. der Vorherrschaft der wellten Rasse, und als solche wün^ er sie von ganz Europa betrachtet zu r.ehcn. •) WriO » sprlrht sieh »her nur dann etwas vom Zi-mismus, wenn nauf die radikalen Forderungen Herz's zurückgeht: v»U'k. nrn Aufgabe des Oolus. In geistvoller Ccntroverse weist e» >• die Aehnlichkeit unserer heutigen Lage mit der l'uhn: Zelten hin. Er erinnert an die Rückkehr aus bahvtoirstr* Oclangcnschaft unter Nehcmla, und vergleicht die JuJ emlgrntion aus Polen mit dem Auszug aus Aegypten, ^! er mit Recht eine Austreibung nennt, Wclsl weist lern auf die wichtige geographische Loge Palästinas — der kl:*' sehe Kampfplatz zwisrlun Etmhrnt und Nill — hin. der a» als Landweg nach Indl.'n frühzeitig von den tnglimlf' In seiner Bedeutung erlaßt worden war. I>ic Aulqahr t't Zionismus Ist vor allem die, die Mengen Juden, die m ß wegunp sind und eine n:ue Heimat suchen, dem Julenti zu erha'ten, und zwar duich Ansicdlun^ in Palästina. Sch Ist kostbare Zeit un-»cnJtzt verstrichen, kostbare Krall de In »ich verfallenden Judentum Europas. Wehl vcrljn;t. ,: der Völkerbund s:lbst einspringen muß, um die Ju leut" zu lösen. Wihl beschließt »rn* Ausführimgrii mt dem H weis, daß die Judenlrage — die Regcnaratlon des Judentum« nur nach den Grundsätzen des alten Qesetzes zu lösen Martha Nothmann Meinhart Maur als bobrülschcr Rezitator, Melnii" M n" r, der «in vorigen Sonntag mit großem Erfolge b' t'er Ma'lnec der Freien Jüdliche:i Volkshochschul.1 vor em* zahlreichen Pub'.lknm JQdlschc Dlchlnngen in deutscher Spra;li; zum Vortrag brachte, teilt uns mit, daß er auch ein I" brilsches Programm zusammengestellt habe. H£" Maur hat schon mehrmals In Veranstaltungen zionistisch! Vereine Dichtungen Bfaffks tm Originale zum gebracht und begeisterte Zustimmung gefunden. VortrJ." wtfli Berlin. (Qruppe der Zionfsten aus de« Osten.) Dr. Werner Bloch spricht am Mittwoch, dt- 18. Mörz, über „Die Jugendarbeft unter den O*«' juden In Deutschland". Anschließend Aussprach; Zahlreiche Beteiligung erwünscht. Lokal und Stunde noch bekanntgegeben. •) Unsere Mitarbeiterin verhält sich rein refcrüN-ni was nicht bedeutet, daß die erwähnten Oedanken-pn-je w|JC'f spruchsKJ» hlngctiimmcn werden. Wir »Ibst glauben, ei« wiche herrcnrnsscntheorctlsdic Begründung des Zi ni*11"" enUchlcden ablehnen zu müssen. Red. „J. bi-l- , i1.1i; Acl san' M t1' san Sin^ «laß. All« AU!,1', ziel. Die erg; , Jud \ hrb ' Ort i» gcnij- Wil . reg. 1 den. lif''.'. Irei radibe-t», nSct Siiif Vtn dem* eine, N.111, Wnt; des 1 I. rid, Man II.10, stllb, u.-.r ' den ffih a. 0 Hftii- Bim. wirk rund St-1 A ,l'l lutif'! '; - * l'lisi den f die | 1; . rine; - Tran furt Wnij * l.lrl.) i ä > lliCRt . ■ i ' \ Orut , i lctzti 1 fftrsc 1 die;;, \ : ' '', Arli« , . 1 «tig ,: - neue > •■ „ . 'J uomi "' '< Reicj M'rei; Arbe;'/•<), iclial - . Jude .!! die ] ryrq * t '! .; [ W, B < y. \ '' Q! ' J 1 '1