Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 19 (6.3.1925)
- Date
- 1925-03-06
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 170 JUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. ie Juden liefern der einheimischen Bevölkerung nicht nur das Geld zur Einführung von allerlei Verbesserungen, wie Wegebau, Wasserversorgung usw., sondern auch Vorblldcr und Kenntnisse. Das nahe Tcl-Awlw ßibt den Anstoß zur Einführung von modernen Einrichtungen, der steigende Handel und Verkehr zieht die arabische Bevölkerung mit in seine Arbeit, erhöht den Umsatz und erweckt neue Energien. Der Orangenexport Ist *u einer bedeutenden Einnahmequelle für Jaffa geworden. Einige zahlen zur Illustration: Vor der Eroberung durch die Engländer "hatte die Statt Jaffa ein Budget von weniger als 5000 .C, heute fast 40 000 '£. Neue" Wege sind In der Länge von 15 Kilometern gebaut worden Im Werte von 25 000 X. Die neu geplanten Wege und die Wasser- Versorgung sollen 150 000 £ kosten und mit Hilfe einer Hcglcrungsanlcihc ausgeführt werden. Eine Viertelstunde von Jaffa entfernt jedoch, eben In Tcl-Awlw, geht die Entwicklung einen viel rascheren Weg, freilich auch einen viel unruhigeren. Wir werden In kurzem in der Lage sein, die gegenwärtige Industrie« Statistik von Tcl-Awiw zu übersehen und dann im ein- /einen darauf eingehen können. Neben der Industrie wächst der Bodenkauf und der Häuserbau von Tag zu Tag. Der Bodenkauf, oder richtiger die Bodenspekulation, geht vorläufig ihren ungehinderten Lauf. Obwohl die palästinensische Presse sich mit dieser unerfreulichsten Erscheinung der städtischen Kolonisation lebhaft beschäftigt, obwohl im Ausland die Frage bereits lebhaft erörtert wird, steht vorläufig alles, wie es gestanden hat. Die Spekulation greift nach Läiidcrcicn, die kilometerweit von Tcl-Awiw liegen, aber vielleicht nach Jahren zum Weichbild der Stadt gehören können. Man zahlt ungeheuerliche Preise, verdirbt den Markt für sich und andere. Da die Mehrzahl der Käufer nicht selbst bauen, sondern weiter verhandeln wollen, zahlen sie jeden Preis. Der Mieter ist es, der zuletzt die ganze Last dieses Unwesens zu spüren bekommt. Verlangt man doch in Tcl-Awiw für eine Vicrzhnincrwohnung im Durchschnitt 25 IC den Monatl Die Stadtverwaltung von Tcl-Awiw beabsichtigt, demnächst ihre Maßnahmen gegen dieses Ucbcl bekanntzugeben. Unterdessen hat man sich mit der Bodenspekulation Im Wahlkampf zur Stadtverwaltung bemächtigt, die in sechs Wochen stattfinden sollen. Mau hofft und furchtet viel von diesen Wahlen. Der Wahlkampf wird in Tcl-Awiw in eine sehr erregte Atmosphäre hineingeraten. Der „Lock-Out" und Streik, über den wir bereits berichtet haben, ist Immer noch nicht beigelegt. Je länger er andauert, desto schärfer werden die Oegcnsätze. Dazu kommt, daß das materielle Risiko beider Seiten dauenid größer wird, weil die Summe, die für Tage des Lock-Out zu zahlen Ist, mit jedem Tage steigt. .Leider genügt nuch .der moralische Einfluß unserer nationalen Institute in .diesem..' Falle/ wo Interessen im harten materiellen Kampf gcgcncinandcrstchcn, nicht, um diese Streitigkeiten beizulegen. Bisher sind die wiederholten Verhandlungen des Wand Lcumi und der Exekutive mit den Beteiligten ergebnislos verlaufen und es ist heute zweifelhafter als je, wie der Konflikt beendigt werden wird und wer steh als der Stärkcrc erweisen wird. Die Kommission zur Ausarbeitung eines Arbeits- Schutzgesetzes und zur Einrichtung eines Schiedsgerichtes für Konflikte, die, wie wir berichtet haben, auf der Sitzung des Waad Lcumi gewählt wurde, hat ihre Arbeit begonnen. Diese Tatsache, daß man versucht, ernstlich an die gesetzmäßige Regelung der Arbeitsverhältnisse heranzugehen, ist eine — mittelbare — gute Folge des Lock-Out und der Streiks. Es Ist freilich fraglich, ob der Optimismus verschiedener Pressestimmen in dieser Beziehung berechtigt ist. Denn wir haben die Frage noch nicht gelöst, wie in einem Laude, In dem bisher nur ein Teil der Bevölkerung industriell arbeitet und organisatorisch gegliedert Ist, chic gesetzmäßige Regelung von Arbeitskonflikten aussehen soll. Die Vorschlüge der Kommission werden nur die Grundlage' für Verträge von beiden Selten abgeben können, wobei eben immer die Möglichkeit bleibt, daß der eine "oder nndero Teil sich nicht binden will. Die Alijah wird in kurzer Zeit wieder die Nachtragenach neuen Arbeitskräften befriedigen müssen. Denn die stetig gleichbleibende Einwanderung von heute stellt nicht genügend Elemente dafür. Sic wird zwar ungeheuer stark ^fühlbar. Wer Tcl-Awiw ein paar Wochen laug nicht gesehen hat, ist Immer wieder überrascht von den verschiedensten Veränderungen. Die Straßen bekommen ein anderes Ueslcht, neue kommen dazu, neue Wege werden angelegt, alles vermehrt und verstärkt sich. (Leider in Tcl-Awlw nur die hebräische Sprache nicht.) Wir brauchen jetzt jedoch wieder eine größere Anzahl von Olim, die zur Arbeit In die Kolonien gehen. In wenigen Wochen wird das Tabakpacken (über dessen Art und Umfang wir bei Beginn des Wintens berichtet haben) beendet sein. Ende März beginnen die Neu- Pflanzungen. Im Hinblick auf die große Bodenflachc, die bereits im Vorjahre bearbeitet wurde, bemüht sich die Regierung darum, den Pflanzern durch die Presse Anweisungen zum Anbau zu geben. Iis wird darauf hingewiesen, daß im Vorjahre zu viel Wert auf die Quantität im Gegensatz zur Qualität der Blätter gelegt worden wäre, wodurch sowohl der Preis wie aucli, das Rcuouunc der paliistineiislchcn Sorten leicht leiden könne. Die Regierung gibt eine Reihe von fachmännischen Ratschlägen für Samcnauswahl, Boden, Bearbeitung usw. Die Verbände der Tnbakpflmizcr, ebenso der Mcrkas ChnklaY, sind der Ansicht, daß die Anbaufläche für Tabak sich In'diesem Jahre im Verhältnis zur Vorsaison noch vergrößern wird. Im Ausland, sowohl in Frankreich, Belgien wie in Polen, ist eine rege Nachfrage nach den pal.istlnciisischcir*Markcn vorhanden. Augenblicklieh schweben Verhandlungen Ober Käufe von gegen 200000 Kilo Im Auslände die den Absatz der Ernte des Vorjahres sicher stellen sollen. Unter den Pflanzern setzt sich dieselbe Ansicht wie "die der Regierung durch daß das Schwergewicht in der Züchtung von erstklassigen Sorten und nicht in der Erzeugung großer Massen mittlerer Qualität zu suchen sei. Nur mit ausgewählten Marken sei der Auslandsmarkt zu erobern, der der palästinensischen Produktion Absatz sichern muß. Die Produkte befriedigen bereits heute mehr als den Landeskonstun. . . In den landwirtschaftlichen Betrieben bereitet man sich, bereits auf die Ncupflnnzuugen Vor.'7 .Ein Teil der Pflanzer verhandelt auch dieses Jahr mit dem Mcrkas ChaklaT der Arbeiterorganisation, um ihm die Bearbeitung zu übertragen. Nach dem Experiment des ersten Jahres werden die Bedingungen der Arbeiter günstiger sein. Die Kolonisten haben auf verschiedenen Qebleten Erfahrungen gesammelt. Sic wissen heute nicht nur besser mit dem Tabakbau Bescheid, sondern haben vielfach einsehen gelernt, daß in diesem Zweige Jüdische Arbeit für sie vorteilhafter Ist. Im Tnbaktaumcl des Vorjahres hat man an vielen Stellen große Flächen mit billiger Arbeit bestellt, um möglichst großen Qcwinu herauszuschlagen. Es zeigte sich jedoch, daß man auf diese Welse mehr einbüßte, als gewann. Die feinen Tabaksorten, die — wie die Regierung besonders betont — allein sichere Gewinnchancen haben, brauchen eine sehr sorgliche Pflege, besondere Aufmerksamkeit und verantwortungsvolle, verstündige Behandlung. Das gilt vor allem für die Trocknung der Blätter. Die Kofe. nisten finden alle diese Voraussetzungen am ehesten bei Juden und beginnen ihren Vorteil einzusehen. Die Größe der Anbaufläche steht heute noch nid« fest. Somit Ist die. Zahl der Arbeitskräfte, die Mc„ verwendet werden, noch nicht genau al)zuscli,ii/ci, Jedenfalls wird eine neue Alijnh wiederum die vakant« Plätze ausfüllen müssen, da ein großer Teil der Tabikl arbcltcr des Vorjabrcs beute in anderen Arbeiten Ii den'Kolonien bereits beschäftigt ist. Es werden, den heutigen Schätzungen nach, zu den ungefähr 3000 At. bcltskräftcn, die heuje In'den Kolonien Fuß gefaßt haben noch gegen 1500 neue dazu kommen müssen. In d(n' letzten Wochen beginnt man sich aber im Lande darüber zu beunruhigen, wie das Los der Tabakkultur in diesem lahrc werden wird, da die bisher gefallene Regenmenge völlig unzulänglich ist. Das Ocspcnst des Wasser, mangels droht aber nicht nur der Landwirtschalt, um. dem auch der Hauptstadt Jerusalem, »Ins keine Quellen hat und dessen Zisternen heule noch halb leer sind. f)i<; Arbeit au den im Bau befindlichen Häusern wird, weur, die Lage sich nicht ändert, eingestellt werden müssen, weil das Wasser nicht ausreicht. Für Trinkzwecke können die Spätregen eventuell noch genügen, aber auch das Ist noch unsicher. In diesem Falle berät die Rcglcrung über Wassertransporte aus Ludd, die das listigste Quantum Trinkwasser liefern sollen. Vielleicht wird der Notstand endlich dazu führen, den Plan ciucrWasscr. Icltung Jerusalems nun doch zu realisieren. Die Vcr. handlungcn in der Stadtverwaltung über die Ausführung des Planes und die Deckung des erforderlichen Rudccti von 75000 '.C Mud noch im Gange. Die Agcncy-Koufereiiz New York, 1. Mär/. (J.T.A.) Am 1. März bv. g.inn in NSjw York die Konferenz der Unparteiischen, die darüber zu beschließen hatte, ob die Vertreter jenes Teils der amerikanischen Judenhell, der bisher der zionistischen Bewegung fernstand, in die Jewlsh Agency eintreten sollen. Den Vorsitz führte Herr Louis Mars hall, ts sprachen die prominentesten Vertreter der amerikanischen Juden. Dr. Wclzmann erklärte mit Bezug auf die künftigen Funktionen der erweiterten Jcwisli Agency folgendes: Sobald die erweiterte Jcwish Agency als die Vertreterin des gesamten jüdischen Volkes ihre Funktionen beginnen wird, wird die Zionistische Organisation nicht mehr als die Jcwish Agency erscheinen. Die neue Jcwish Agency wird über das Palästina- Budget zu bestimmen haben. Der Völkerbund wird' aufgefordert werden,'.de» Arl|ke] l des Mandates laut weichem die Zionistische Organisation als die Jcwish Agency anerkannt ist, dahin abzuändern, daß die Jewlsh Agency außer durch die Zionistische Organisation auch durch jene nichtzionistisclicu Elemente repräsentiert wird, die an dem Aufbau des Jüdischen Nationalhelms mitarbeiten wollen. Die Konferenz faßte einstimmig den BeschluU, entsprechend dem Vorschlag Dr. Wcizmanns sich der Jcwish Agency anzuschließen. In der gleichen Resolution fordert die Konferenz die neue Jcwish Agency auf, die Frage zu prüfen, ob der Kcrcn Hajcssod als das finanzielle Instrument der erweiterten Jcwish Agency zu übernehmen wäre. Rat und Exekutive der Jcwish Agency werden sich zur Hälfte aus Mitgliedern der Zionistischen Organisation, zur anderen Hälfte aus Nichtzionisten zusammen- Selzen. 0r!»f*B0chcr H.*) Tief ergriffen von der märchenhaften, gchelmnisllcfcii, wclshettsertulUen Welt de» Orients berichtet der deutsche Offizier Adolf Fischer von «Inen Fahrten nach Osten wahrend des Krieges.«) Fischen Duch Ist weder bloßer Reisebcrlcht, noch Kriegsbericht, es Ist das Rclsctafjebucli eines Philosophisch wnd künstlerisch veranlagten Menschen, und historischer lirinncruiidcn voll sind seine Erlebnisse. In Konstanlinopcl, in Jerusalem und Damaskus hat er wiederholt wngeren Aufenthalt, nach Rulncnstädtcn wie Daalbcck und Petra, durch Wüsten und Ocblrgc Klclnaslcns fahren ihn die Pfade des Kriegs und Wißbegier, die Sehnsucht nach großer Natur und unch den feierlichen Denkmalen einer gewaltigen ßeschlchtllclicn Vergangenheit. Beduinen beKct-.net und bewandert er In Ihrer natürllch-stolzcn Schönheit, Menschen, .«deren Oefahr Europa heißt"; eine Szene am Brunnen lit nm das lebendige 24. Kapitel der Oencsls. Juden 6icht er nur >n Jerusalem,- wo sie „mit besserem Rechte wohnen als ändere" — nur Juden des alten Jischuw, aber darunter manchen „jungen Träumers schwcrmütlße Lieblichkeit, dem Nazarcner verwandt". Interessant Ist für den zionistischen User die Beschreibung der Fahrt durch das Tal Jcsrccl, über Dschenin, Afulc, Bclsan — dort war nichts, damals, l!"J»hre 1016. In Galiläa aber,'am Ufer des Tiberlai^ec«, wird er de« Sinne« der Lehre Inn«, die von hier aufging «nd nirgends In der Welt eine Heimat find: „Nur hier war «ja» Christentum heimisch. Es mußte verfallen, als es über aic Grenze des Landes ging, hin zu fremder Landschaft; als w gar nach Europa kam, wurde aus christlicher Milde unenriitiiche Bosheit... Was haben die'zwei Jahrtausende seit i??n" «er Welt gebracht? Oute» etwa? Die Höheren!- .'Wicklung der Menschheit, den ethischen Fortichritt? Ach "etat Die Menichhelt wurde nicht Chrtett Otmelnde... Statt f) Fortsetzung aus Nr. 16. loo/^'l^t: V?n.Ado,f Fächer. .Mit 2 Karten. Stuttgart, . »M4, Deutsche Verlapanstalt. Oanzl. 6 M. .. Im Frieden zu leben, lebt ilc Im Krieg, das Ist der Normalzustand... D.is Christentum hat nicht das geringste mit Europa und Neuzeit zu tun. Es gibt nicht christliche Menschen noch christliche Staaten, Die germanischen Apostel bekehrten nicht zum Christentum. Sic schlössen einen Pakt zwischen Urwald und Oalll.llschein Meer, das war alles... Nur das Oalilliliehc Meer bewahrt Christi Atem. Dort stand die Hoffnung auf, die trügerische, daß die erhobene Lehre von allen Menschen praktisch zu leben sei..." Dieses Land, anl Westrand Asien«, war vor zweitausend Jahren der Mund, den Asien nufgetan, um von seiner ewigen Weisheit zu reden zu den Völkern des Abendlandes. Der Versuch des Paulus, die Lehre, die den Schafen aus der Herde Israel gegeben war, den Völkcrh zu bringen, Ist einmal mißlungen. Dies die erschütternde Erkenntnis eines abendländischen Menschen am Ufer des Tlhcrlas-Sees. Aber das Land bat Zelt: unangefochten In «einen Leiden licet c* da, der Atem Galiläas lebt und wartet. Viel weniger erschüttert in seiner christlichen Selbst- Sicherheit ist Professor Emst Roioff, der als frommer Christ und echter deutscher Schulmeister schon vor dem Kriege eine Reise nach Palästina unternommen und seine Erinnerungen jetzt in einem Buche „Im Lando der Bibel" veröffentlicht hat (rerd. Uümnilcrs Verlag, Berlin SW 68). Das Buch will ein Betrag tel.....zur Belebung des Blhctlescns" und dürfte diesen pädagoßifscli-crbaullchcn Zweck ottcli bei seinen christlichen Lesern erfüllen. Antisemitische Sticheleien fehlen auch nicht. Weckt Fischers Reise, seine Abenteuer, sein Wirken im Bereich Djcmal Paschas, Erinnerungen an die Krlcgszeit, so führt un» der Amerikaner Powell In. die ersten Nachkrlegsjahrc.') Powell ist allcrdiuns ein ganz anderes Temperament als. Fischer. Er ist kein meditierender Betrachter, er Ist ein Abenteurer mit frischem Wagemut, scharfer Beobachtung und guter ErzuhJeignbc/ Powell führt uns durch den ganzen ') E- A. Powell, Mit Auto und Kamel zum Pfauen- U1^!1, Ucbertragung von -M«x Hesse. Mit 83 Abbildungen. Berlin-Grunewald 1W4. Kurt Vowlnckcl Verlag. Oanzl. SM. vorderen Orient, durch Syrien, Puläullna, Transjordauiru, die Wüste, Mesopotamien, Kurdistan, Pehlen, und er versteht c». das Interesse wachzuhalten und zu fesseln. Das Wertvollste an dem Buche sind seine Schilde rangen des Lebens und der Klr-ciiort der Wüstenvölkor; sie geben manchen Schlüssel zu dieser auch uns Zlonlslcn heule noch fast völlig fremden, rlitaclliaftcn Wctt, mit der wir un« befreunden müssen, wenn wir in Ihr Plalz finden wollen. Der Verfasser orientiert auch über die politischen Vcrh.'illulssr, und gerade diese t'.\km»f «los Buches sind heute, angesichts der neu erwachten arahisihf« Stamntcskrlcge, sehr interessant. Wir erhalten eine Cliar.iVterlsllk der Wahabitcn, die damals (1922) ihre gcfiihrlicbten Rivalen, den Stamm der Schammar, besiegt halten und deren aktive Feindschaft gegen das llAschlniltciiauhs bereits unmittelbar vor dein Ausbruch »laml. Daß stlc Araber der fraiuösi-.clien und eiigllxclicn Mninlals-Ilinsfcr mitder |i,illtihchcn Uegdim;: unzufrieden »lud, *tc\U der Amerikaner, der besonder* Vnplaml «ifcht zu lieben r-chclnf, fast mit Ocnugtumig (>•' Die Völker ziehen „seif Rovetnmcut" dem „good govcfnmcnt". der geordneten Verwaltung, die ihnen die Europäer bringen, wf, Auch Palästinas politischen Verhältnissen widmet Powell einen Abschnitt und erklärt sich als scharfer Ocgiier der zionistischen Bestrebungen, Wir möchten, so paradoxes vielen zu klingen scheint, gerade diesen Abschnitt unseren Freunden mm Lesen empfehlen; denn es Ist lür uns war wichtig, die Meinung eines Outsider» zu hören, der z«'r offenbar antlz.Ionistlseb Inspiriert und ungeuiigcnd Inlorm'.ert wurde, aber doch nach den Ihm bekannten Tatsachen urteüi. IS» wäre falsch, solche Urteile überlvören oder als „Antisemitismus" abtun zu .wollen, In mancher Hinsicht spricht der Schein gegen un» und wir haben nicht genug getan, W> unsere wahren poetischen Ziele, die nicht auf Verdräng>w: der Araber gerichtet sind, . manifest zu machen. Daß "tr Schreiber dieses Buches «Uc Judenfrage gar nicht berühr1, also den Sltm de». Zionismus gar nicht versteh», Ist eine Sache für «Ich. Dean nicht die 60 0C0 Juden Pjl.isll«>* (von 1921) »lud doch der Titel für unseren Anspruch, nondcr» die. Notwendigkeit der Lösung der Judcnfragc. Aber P>lewli würde an dieser Stelle zu weit führen. Die Liebe Pv>wo.> zur arabischen Welt, »eine Kennzeichnung der l*orspcktivcn V,\ 4 *■££ xu Vpass j>V die;.'>,'j'| < rwln.Wvf»ii'ri; ( i:r»i ,> > den' 'Ja, , rnah-V»^' tnin ,"v i n»f'! , i den . ,« orK i Sacl ' «.In {•ins t ', lieh: y der ,! w-r':i' ,W J elnc,,;; rtlsc kcirVi Z >»'.. Mal lifj.' , nuO zurr1', mit« in I ii ) Ur.i i nali;v\ das und,, VI >■ "., 'Ii' U war"!,'• auf .,■ ' Thci >{','> Anh;!.',< ni.in'r , r:lc ,i .i i k'iir! erst . au ff,' * V1 Jahi1 >:v wur'.',' i1 .V«. M »]•'■/ Plci»;, « SCllV'l, i,' "h*!. inte, i' hcrM* V. riic A'j', aufl','. ■ b'.lk . selb','«,1' vorf!': 1 C««'''^ ,.Mii,l(-! » TUltfi,". '. lun '" sehr •'«".- Ziftf't'.-' heu' dan. " mis . ausl;. Mis> ~>}\ , hab i' i ,i die;* ) Ihre C),V,' litis« : lra lv>n ' tobt ' mit : hat <!es lieh, vor« Od "nd. (kl P,o nlcl ilie; <!ui s Un«; Stclv l-SS Kol:« Rtö ' in!;:rü M.r j Vor seh bei Jud die Od Jah del. von Zal Bei