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Jüdische Rundschau · 1925-03-03 · Heft 18 (3.3.1925) · page 2

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 18 (3.3.1925)
Date
1925-03-03
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Seite 102 lieblichen Steuer zu belegen, fall» dlo Eigentümer auf dem Boden nicht binnen einer bestimmten Zelt ein Oehäudc errichten. Kaum ein Drittel de* Boden* von Tel-Awlw ist htute bebaut. In den vcrkehrirelchtten Straßen liegen Hundertc von Bauplätzen leer, weil Ihre Inhaber, die zu einem großen Teil Im Ausland wohnen, auf dem Roden nicht bauen können oder wollen, aber «weh in Erwartung spaterer höherer Preise den Platz jetzt nicht an andere B*nhisth?e verkaufen wollen. Vieh? wertvolle Bauplatte werden dadurch der wünschenswerten Ausnutzung ent/ogen. Tel-Awlw al« Oanzcs leidet hierunter nicht nur, weil die leeren BiupUtre da« Stadtbild häßlich ni.iehcn, sondern auch, weil viele gemeinnützige Anlagen, z. B. Wasser, Kanalisation so groß angelegt werden müssen, dafl sie für die Ranze Fläche von Tcl-Awiw ausreichen, während sie auf der anderen Seite nur zu •einem Teile In Anspruch genommen werden, weil ein sehr großer Teil der Flache nicht bebaut ist. Wenn die unbebaute Flache mit einer erheblichen Steuer belegt würde, so würde dies für die Eigentümer ein gewisser Zwang sein, entweder sclbut auf diesen Platzen zu bauen oder sie an andere, die bauen wollen, tu verkaufen. Zwellcns sollte die Stadtverwaltung von Tcl-Awiw durch eine von Ihr kontrollierte Gesellschaft den Erwerb von Hoden in seiner Umgebung In die llündc nehmen und sich eine Bodcnrencrve schaffen, au» welcher alle Bedürfnisse :in Boden für Wohnliaiucr und für kommerzielle und Industrielle Zwecke befriedigt werden können. Wenn sich Tcl- Awiw durch eine solche Gesellschaft ein Instrument ffir den Bodcncrwerb schafft, so wird es nicht nur Immer eine Bodenreserve haben können, es wird auch viel besser al» bisher die Richtung, nach welcher sich Tel-Awiw ausdehnen soll, bestimmen können. Bisher waren es private Gesellschaften oder Einzelpersonen, welche Tel-Awlw die Richtung seiner' Entwicklung" vorschrieben. Sic knüllen dort Boden, wo c» ihnen paßte, ließen darauf Wohnhäuser bauen und zwangen dadurch Tel-Awlw moralisch, diesen neuen Ansiedlern Wasser und Straßen zu geben. Sic nahmen den Profit und überließen der Ocmcindo Tel-Awiw die Ausgaben. Es Ist paradox, aber richtig', daß von der rapiden Entwicklung Tcl-AwlW9 alle Vorteil hatten,, nur nicht die Qemclndc Tcl-Awiw selb«». V. RessortvcrtcilunglndcrSta dt Verwaltung. Die Fülle der neuen Aufgaben, welche an Tel-Awiw herantreten, können natürlich nicht in derselben patriarchalischen Welse befriedigt werden, die für das frühere kleine Tel-Awlw ausreichte. Die jetzige Form, tn welcher nur ein Bürgermeister besoldet Ist, während die Mitglieder des Stadtrates unbesoldet sind und nur in ihrer freien Zelt sich den Geschäften Tcl-Awlrws widmen, Ist nicht mehr /citgcmlO. Die Zentralisation der ganzen Verwaltung in den Händen eines einzigen von der Bürgerschaft gewühlten Bürgermeister« war für das frühere kleine Tel-Awlw »ehr praktisch. Heute ist aber die Zelt gekommen, diese Zentralisation durch eine Ressorttcllung zu ersetzen. Es müssen für die wichtigsten Aufgaben von Tcl-Awiw, z. B. Tiefbau (Straßenbau, Wasserleitung, Kanalisation), Baupolizei, Erzlehungswcsen, Kranken- und Armenfürsorge, Touristik, Bodenpolitik und Wohmmgtfürsorgc besondere Ressorts geschaffen werden, an deren Spitze besoldete, von der Bürgersehaft oder von dem Stadtrat gewählte Personen stehen müssen, die ihre ganze Zeit Ihrem Retsort widmen können und dafür besoldet werden. Nur auf diese Welse wird es möglich sein, diese wichtigen Tätigkeiten zum Wohle von Tel- Awlw Organisch zu entwickeln. VI. Wirtschaftliche Struktur. Die Hauptfrage, die sich dem Beobachter von Tel-Awiw aufdrängt, ist die nach der wirtschaftlichen Struktur dieser Bevölkerung: Wovon leben die fast 30000 Einwohner dieser Stcdt? Herrn Zev Sinllansky, dem Statistiker von Tel-Awlw, verdanke ich die folgenden Ziffern, welche die Resultate einer Im Tischri 568S (September 1924) vorgenommenen Zahlung sind. Ocnrtß Tabelle I waren zu dieser Zelt ins- Jesamt 4828 Erwerbstätige (Beschäftigte) vorhanden, von enen 26.8 »/» auf Handel und Beherbergung, 36.4 V» auf Handwerk, 28.9 «A> auf Industrie, 5,4 *b In freien Berufen und 12.5 «/«al« Angestellte in öffentlichen Anstalten beschäftigt wiren. Im Tischri 5685 (September 1924) wurden In Tel-Awiw gezahlt! Tabelle I. ■«uttb* Handel und Baherbergung 688 Handwerk ,..... 580 lnduatrle...... 119 freie Berufe..... ISS Angestelila In öffentlichen Anstalten ..... 87 l«K 42,2 35.7 7,4 9,4 Crwtibi'.Mige 1296 1277 13S4 ' 264 'ii % 2ß,8 26,4 28.9 5,4 5.J 637 124 100 4828 100 1627 Tabelle U zeigt, daft von den in Handel und Behex bergung beschäftigten 1290 Personen 254 in 63 kaufminni sehen Büros, 618 in 369 Ladengeschäften, 260 in 215 Markt buden und Kiosken, 164 In 41 Hotels und Pensionen (aus schließlich Restaurants) beschäftigt waren. Tabelle II. Handel und Beherbergung. Im Tischri 5685 (September 1924) wurden In Tel-Awiw in Handel und Beherbergung gezähltt Von d, Crvtr Kaufmlnnlsehe Bureaus aad??PyhMte M*»ktbuden, Kloska . Hc4*ls, Pensionen . . Z*ht 4er Mritba 63 369 215 41 -J^"*" ÜUccawü^ta Zmrt»UU%M LokaAttnKlIU 254 208 618 10] 260 1«4 »51 688 1296 360 , . Von den 360 Ladengeschäften waren i UbensmlttellMen VtrkaufiitcHcn für: Baumaterial Manufaktur Oaümleriewaien Möbel 210 32 27 27 11 &bertn«"5&T _TUEPISCHE RUNDSCHAU _ Uebcrirag 307 Bücher und Schreibwaren 10 Geschirr und Ocrltc 10 Oftrinke 10 Getreide und Futter 6 Maschinen und Arbeitsgeräte 0 Verschiedene 20 300 Es ist interessant, hieraus *i( ersehen, daß steh In Tcl- Awiw nicht weniger als 2100 Ladengeschäfte für Lebensmittel befanden, zu denen noch 215 Marktbuden iind Kioske hinzukamen, das heißt nicht weniger als 4?5 Stellen, In denen Lebensmittel verkauft werden. Auf etwa 60 Einwohner entfiel also bereits eine solche Verkaufsstelle, das Ist eine ungeheuer große Zahl und ist der Ormid dafür, daß diese Oeschofle Zwerggrxvlüftc sind und ihre Juhabcr nur dadurch ernähren, daß sie Kredite geben lind grolle Aufschlüge auf die Preise fegen. Die Zahl der Handwerksbetriebe betrug 580, in denen 1277 Personen erwerbstätig waren. Unter diesen bc. fanden sich 370 in Lohn Angestellte. Die zahlreichsten Handwerker waren: Schuster Tischler Nr. 18 . , 94 mit 16SErwerbsUllgen,darunt. 511.L Angestellte; . . 75 „ 203 Schneider. . . 54 „ llfi Fleischer... 46 Schlosser. , , 40 Restauraleure 61 Bäcker .... 30 ,. 109 Näherinnen, Modistinnen 30 „ 78 83 194 61 73, 43B.- 30, „ Si- «JO " " 38 ii « 17 „ „ Tabelle III gibt eine L/cbersicht über die Zahl der Betriebe und der Erwerbstätigen in den wichtigsten Industrien. F.* M cluraklcrlilUch, dnß au der Spllzc die Herstellung von Ziegeln und Dachziegeln und dl«i faiit ausschließlich mit der Herstellung von Fenstern und Türen beschönigten Tischler. Werkstätten stehen. Es zeigt dies die große Bedeutung der Bautätigkeit in Tel-Awlw, auf die wir noch zurückkomircn. Tnbelle III. Industrie. Im Tischri &6t>5 (September 1024) wurden In TebAwiw in der Industrie gezählt: Herstellung von Ziegeln und Dachziegeln . . . Oröß. Tischlerwerkstätten Mechanische Werkstätten Elektrizität...... Druckereien..... Konfitüren-Fabriken. . , Textilindustrie .... Qrößere Schuhwerkstätten Sonstige ....... TM dir Ztfct rfiidirunllr In lehn Oc'iltbt crwtib.tlilffin AngliliUlt 22 276 243 9 190 126 13 137 50 2 135 135 11 159 72 3 118 . 115 10 107 76 6 54 , 30 43 178 96 119 1354 943 Unter den 204 Angehörigen freier Berufe und 637 Augestellten in öffentlichen Anstalten waren-am zahlreichsten vertreten: *; ""• •:. Privatärzte II Beamte, Aerzlc (Hadassah und Kupath Cholim) etwa 3ü Zahnärzte 3S Lehrer . 163 . Lehrerinnen SS Fachlchror 15 Fachlchreriuneii 11 KlndergÄrtncrliineii 28 Es ist bemerkenswert, daß liicrnai-.lt ein Arrt .ml etwa 400 Einwohner, ein Zahnarzt auf etwa 800 Clnkohner kommt, was eine starke Ucbcrfilllung dieser Berufe beweist. Die 163 Lehrer, 58 Lehrerinnen und 23 Kindergärtnerinnen unterrichten 3143 Knaben und 2858 Mädchen, zusammen als» 6001 Kinder. Tabelle I /Jehl nicht die Zahl der Rentiers und der hfl Bauten auf den Baustellen beschädigten Arbeiter In Rech, nung. Die Zahl dieser Personen war bereits im Dezember 1923, .Ms Tel-Awiw etwa 17120 Einwohner halte, festgestellt worden, u. r, betrug sie damals: 133 Rentiers, 193 Maurer, 73 Tünchcr tmd Fliesenleger, 47 Anstreicher und 1910 ungelernte auf den Baustellen beschäftigte Arbeiter. Nimm't man an, daß entsprechend dem Wachstum der Bevölkerung von Tel- Awiw auch die Bautätigkeit gestiegen Ist, so würden im Scptember 1924 nicht nur wie im Dezember 1923 2258 Personen, sondern zirka 3300 Personen bei Bauten beschäftig! gewesen sein. Hierzu kommen noch zirka!0O Personen, die beim Transport von Baumaterialien beschäftigt sind und ferner 276 Personen, die sich mit der Herstellung von Ziegeln und Dachziegeln und 190 Personen, die sich mit Herstellung von Tischlerarbeiten für Bauten beschäftigen. Die Zahl aller derjenigen, die im September 1024 aus der Bautätigkeit Ihre Existenz zogen, übersteigt also die Zahl von 4000, d. h. fast die Hiilftc aller Erwerbstätigen In Tel-Awiw sind direkt oder indirekt bei Hauten beschäftigt. Dieses Verhältnis macht es verständlich, daß die Pcrloden wirtschaftlicher Blüte und wtttscUaUUchcr Depression in Tcl-Awiw mit einer Depression oder einem Aufschwung im Bauwesen zusammenfallen. Die Bautätigkeit wiederum hängt von der Größe der Einwanderung bemittelter Elemente ab. Hier liegt der wunde Punkt in der wirtschaftlichen Struktur von Tel-Awiw. Seine Bevölkerung kann sich nicht aua sich selbst heraus oder aus Ihrer Tätigkeit für das palästinensische Hinterland ernähren, sondern Ist auf Zufluß von Kapital vom Ausland angewiesen. Das gilt In besonderem Maße mit Bezug auf das Baugewerbe, Es hat aber auch Bedeutung für die Touristik, für Erziehung und Krankcnfilrsorgc. Auch diese Berufe können in Tcl-Awiw nur blühen, wenn dauernd Touristen und Einwanderer vom Auslände kommen, oder wenn ausländische Institutionen Ocldcr für Erziehung«, zwecke und für Krankenfürsorge nach Palästina senden. Zur. zeit geschieht dies In ziemlich erheblichem Maße, Die Zlonlstlschc Organisation zusammen mit der Hadassah geben allein etwa 40.000 £ jährlich für Schulwesen und Krankenpflege in Tcl-Awiw aus und dazu kommen noch eine ganze Reihe anderer ähnlicher Institutionen. Neben dem Baugewerbe und den anderen Berufen, die auf den Zufluß von ausländischem Kapital angewiesen sind, steht der Umschlagsverkehr im Hafen von - Jaffa, von dem aua Jerusalem, Hebron, Nablus mit Importwaren versorgt werden. Viele jüdische Kauflculc und Spediteure sind on diesem Umschlagsverkehr beteiligt. Der große Orangenexport bc schufflgt direkt und Indirekt eine erhebliche Zahl von Juden ebenso der Handel mit dem Hinterland von Tcl-Awiw, i„s! besondere mit den jüdischen Kolonien In der Nachbarschaft Wenn man ganz Tcl-Awiw alt eine wirtschaftliche heit betrachtet und eine Schätzung versucht, in welcher Welse dieser Wirtschaftskörper die zur Deckung seiner Am. gaben erforderlichen Einnahmen erhält, so läßt sich In groben Strichen vielleicht sagen, daß die Einnahmen entstammen zu' 30 <ft aus dem Baugewerbe (wofür das Ocld aus dem Ausland gesandt oder von Einwanderern mitgebracht wird); 10»/« aus Touristik und. Einwaiidcrungsvcrkchr; 10 «> aus dem Handel mit dein Hinterland und aus dein Export von Orangen und anderen Waren; 20 von ausländischen Institutionen und von Personen, die Ihre Einnahmen vom Ausland beziehen; 30 n/o aus Industrie und Handwerk für den Eigenbedarf Tel. Awlws oder für den Verkauf nach außen. Das Charakteristische an dieser Aufstellung Ist die schon oben erwähnte Wichtigkeit, welche der Zufluß ausländischen Kapitals für Tel-Awiw hat. Tcl-Awlws wirtschaftliche Existenz Ist heute In engster Weise mit der Einwanderung verbündet), 7. Industrielle Entwicklung. Dic.c Abhängigkeit vom Ausland hat ihre großen Ge. fahren, denn Ursachen verschiedenster Art können eint Stockung in der Einwanderung herbeiführen und das würde für Tcl-Aw!»» eine wirtschaftliche Katastrophe bedeuten. Da« einzige Mittel dagegen Ist, daß In Tcl-Awiw selbst sich die Eigenproduktion, das heißt die Industrie vermehrt. Im letzten Jahre Ist die Entwicklung der Kleinlndustric In Tel-Awiw eine erfreuliche. Auch die vier oder fünf neubegrllndcten industriellen Oroßbctriebe haben gute Aussichten auf Prosperität. Was sich Jedoch In der ganzen Industrie bemerkbar mach», ut ein Mangel an Kapital. Die bestehenden Danken sind ihncliwegs kommerzielle Banken, die nur kur/fri&llRC Kredite geben. Was fehlt, Ut ein Institut, das sich au wirtschaftlich gesunden Unternehmungen beteiligt, oder solchen Unternehmungen langfristige Kredite auf 5--10 Jahre gewährt. Die Oriindung einer besonderen Indu6trlebank, die durch technische Berater Imstande ist, die Aussichten neuer Unternchmiiugcu /u beurteilen, Ist für die Entwicklung der Industrie In Tel-Awiw eine Notwendigkeit. Es ist zu hoffen, dafl die Palestlne Economic. Corporation, deren OrCindiing von amerikanischen Finanziers beschlossen wurde, die OrUndunc einer solchen Industriebank in Betracht riehen und dadurch der industriellen Entwicklung von Tcl-Awiw einen kräftigen Anstoß geben wird. In derselben Weise würde es auf die InJuHiic güns'lgc Rückwirkimg üben, wenn die bestehenden Hypothekenbanken von der neuen anglikanischen Gesellschaft größere Mittel erhalten und dadurch ihrerseits In größerem Maße, als es bisher der Fall ist, llypothckeukrcdite geben und eine Erweiterung der Bautätigkeit ermöglichen würden. Baltoor uud die Araber Die palHitiuensIcli-arnblschc Hxekutlve warnt J e r Ii s n 1 e m. (J.T, A.> Die palästinensisch-arabische Exckiilivcydlc vor kurzem In einer Kundgebung für de» Tag der Ankunft Lord BaUours In Palästina den allgemeinen Streik proklamierte, veröffentlichte am 25. Febr. eine neuerliche Proklamation, in welcher die Araber aufgefordert werden, den Tag der Ankunft Lord Balfours als einen Tag nationaler Trauer zu begehen. Die palästinensisch-arabische Exekutive teilt mit, sie habe Lord Balfotir tclcgraphlsch benachrichtigt, dafl am Tage seiner Ankunft in Palästina alle Araber des Landes die Arbeit niederlegen und sich in den Moscheen und Kirchen zum Gebet versammeln werden. Die Autoritäten der Heiligen Statten und der arabischen nationalen Institutionen werden jeder Empfangsfeierlichkeit zu Eltreu Lord Dalfours fernbleiben. Die arabischen Zeitungen werden an diesem Tage mit Trauerrand erscheinen. Vertreter aller arabischen Lander werden nach Palastina kommen, um ihre Soli' dnrlt.1t mit den palästinensischen Arabern zu bekunden und an der Anti-Ualfour-Kundgcbung teilzunehmen. Die palästinensisch-arabische Exekutive spricht in ihrer Kundgebung eine Warnung an die palästinensische Regierung aus; die Regierung wird für eventuelle Unruhen, die als Reaktion gegen die von den Juden etwa versuchte Pro-Balfour-Denionstratlon entstehen könnten, verantwortlich gemacht. * „Manchester Guardian" vom 21. Februar verzeichnet dir lerusalcmer Nachricht, daß die palästinensisch-arabische Exekutive für den Tag des Eintreffens Lord Balfours in Palästina einen allgemeinen arabischen Streik als Protest fiegen die Balfoiir-Deklaration proklamiert habe. „Manchester Guardian" schreibt dazu: „iXcse Streikansagc werde wohl «Ion Behörden keine Anpr-it einjagen, denn, wie der soeben aus Palastina zurückgekehrte Lord Oxford uud der noch jetzt In Palästina'weilende Sir Alfred Mond bemerkt haben, ist es sinnlos, {etrt von eluec arabischen QcscUlotsenlxcit zu reden. Die letzten Meldungen aus Jerusalem besagen, daß eine feste und dauernde Opposition der Araber gegen die arabische Exekutive besteht, in den fünf Jahren nach dem Waffenstillstand zerstörte die mohammedanischchristliche Vereinigung alle Versuche der Regierung, eine Zusammenarbeit zwischen der Verwaltung, den Ziouistcn und den Arabern herbeizuführen. Alltniihllch aber begann der palästinensische Bauer über seine Lage nachzudenken. wurden .nationale' und «Baucrii'-Partcicn gebildet, die zwar die Balfour-ucklaratlou nicht akzeptieren, aber dennoch die Zusammenarbeit mit der britischen Verwaltung wünschen. sei noch daran zu erinnern," schließt der „Manchester Guardian", „daß der .Streik', den die arabische Exekutive für den Tag der lialfour-Dcklaration im vergangenen November, proklamiert hatte, wenig befolgt wurde." (J. T. A.) Der englisch* amerikanische Vertrag über Palästina Der amerikanische Senat hat, wie wir bereits kurz?,f meldet haben, den Vertrag zwischen England und den Vereinigten Staaten von Amerika ratifiziert, wonach Amerik» das britische Mandat über Polästina auerkennt uud Englai'J den amerikanischen Bürgern die gleiche Behandlung wie den englischen Bürgern in Palästina garantiert, Der Vertrs* setzt fea», daß ohne Zustimmung der Vereinigten Staaten Im Mandat keine irgendwie geartete« Acnderungcn vorgenommen werden dürfen. (Ziko.) rv k ■(..•', rclcp;.,..' bcki', Sull;b.;;0 untf. '*>i,(. ör ^O1; h»!'vf. «ii-'"' den-:? «,,.,«, 'Vfll< SCi'i;i •«;•,*. w uv £'••>.» flnt'H1lar; lu ml«,- druv, H> , 1 VN jor«; J' tisc ' v V Auf/./ , ,. stac;- .-t CSSI I' ™1'' •'' Wi&Zy Tr^;«* cN i>it*,:.„ i.^' 4( ■, Iün:'j».'»|;lL' , '< m> \ > l der ...;. ,l hab; '" . . ' *•;•■' .' .' I (>!• i ,v V, »S, bru ^V.IM' 1W, Jude t. . 1 sich' \i Sir 'U!(•.' freuN-;!^ WiNr'V Der 'i > i; *u.r •V'i,.'';-7 wirevj-, <r NutVV'.' Jet;,' >Vdie ■• dcrl'V-V,^ i-cn ' :•■:<■ UfV:': . kam\ wei- -i\ ' Auf;ff r,f SOllt-,-''! ' ,', 1 IsraV,«»;; - alle/».','''. - .,1'' ^V:tftl ie.*v;v .>'• SO X y : l, AUI^ \ : ' ' ZU pH.: für,*;.» ,:,' nob.'i... '•, '•■ u'•*.:■> V''r-'r"- l-'iii .-M-' «: Mr... -, V0l^'5/!:r I * *•■ i {)«;',\f führ :•:.«;•.- vif. "■ »n»; '■" stcr i '■• im f f Sich; : Getf.i!.,»1 : len.-'V - i Sch . .' Pfu^/l:: eine. ": für", 'onV'.:; ••. wol ' ' sidl , deu 1 Voi «Im nalipi mir hat | -. dt» | wj(,; l^i ^n-; Wl!..-• der Ij i tj jes,1!1 Wo;') zu< 1 voi < : sat sei die , un *'«. An f fiel' < dci ' ' clr i 8Pi , iy na "\

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