Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 13 (13.2.1925)
- Date
- 1925-02-13
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Kr. »3 fUEDtSCHE RUNDSCHAU Selff 121 «tcInRilch» we> nun trvMü ganz unzureichender Bearbeitung lUmlich tiOit'/wer wirtschaftlicher Zustande immer bereit fOr Palistinazwecke G;ld zu geben. Wer unvoreingenommen die Dinge betrachttit, wird hier WK überall erkennen, daß die Stärkung der zionistischen 0rft»nlsat'On lianlich unabhängig von der Beantwortung ro ititcher Fragen, daß «le ein geistiges und ein Erziehung»-• ntobkm, daß sie daneben auch eine Angelegenheit gewissenhafter organisatorischer Arbeit ist. Wir hatten eine starke Organisation mit einer einflußreichen, akttosisfahlgen Exe- (iilive, wenn statt Massen von nie ganz gewonnenen Sehckel- »hlern wirklich z*önlslerle, straff geleitete Landesorganlulionrn hinter Ihr standen — wobei die Zahl Ihrer Mitglieder tlne Frage zweiter Ordnung wäre. An MlilSufern würde «s hier in Westgaliziesi nicht fehlen. Ich glaube, daß man ,uch hier reif ist für diese Erkenntnis, Die engllscfae Freaidengcsetzgebnoo London. (J. T. A.) Der britische Innenminister Sir STIIiam Joynsnn-Hicks empling am 6. Februar eine Abordnung des Deputiertenrates der englischen luden, die m Präsidenten der Anglo Jcwish Association, Mr. H.S. Q. Henriques geführt war. Lord Kot hoc Iii Id gehörte jtr Abordnung* an. Oegenstand der Besprechung bildete die Frage der Regelung der Fremdengesettgebung. Der Fuhrer der jüdischen Abordnung »acte, die Abordnung »«trete die Juden drs Vereinigten Königreiches im besonderen «nd de* Britischen Reiches im allgemeinen; sie vertrete »ber auch die Interessen d*s Reiches selbst, Wir wurden gefragt, warum wir ein solches Interesse an den fremden Juden haben. Li ist erklärlich, daß wir als Juden durch die Verfolguncjen, denen die Juden In anderen Ländern aiKjjeselzt lind, be.-ührt werden. In gleicher Weise sind wir daran interessiert, daß der Geist der religiösen Toleranz und der Unparteilichkeit, der die Politik des Britischen Reiches im 13 Jahrhundert ausgezeichnet' hat, derselbe bleibt, der er war. Die Abordnung führte weiter aus: In den Jahren 1890 bis |C05 dauerte der S.röni der Juden aus den Ländern, in denen iie verfolgt wurden, nach England fort. Seit 1095 Ist der Strom unterbrochen, seit 1011 Ist die Zahl der Einwanderer noch weiter gesunken. Der Board of Deoutics und andere jüdische Institutionen nehmen sich materiell der Einwanderer in. Die fremden Juden sind jetzt musterhafte Burger des Britischen Reiches. Die seit 40 Jahren eingewanderten fremden Juden bilden einen starken Aktivposten des Staates. Sie führten neue Industrien ein und haben nicht nur den britischen Arbeitern das Brot nicht weggenommen, sondern viel dazu heigetragen, daß die Arbeiter mit Arbeit versorgt lind. Indem diese Juden der englischen Produktion neue Außenmärkte öffneten, trugen sie zum allgemeinen Wohlstand beträchtlich bei. Wir verlangen, daß diejenigen Fremden, die «ich In diesem Lande dauernd niedergelassen haben, sich als Teil der Allgemeinheit fühlen, daß sie an den Rechten und Pflichten der Einwohner teilnehmen und so dem Lai'de zum Nutzen gereichen. Wir schlafen vor: Gegenwärtig wird jedes Kind eines Fremden, welches das 16. Lebensjahr erreicht, gezwungen, sich zu registrieren und die exakten Vorschriften, die fitr Fremde existieren, zu erfüllen. Wir fordern, daß Kinder, die im Jahre 101» noch keine 6 Jahre >!! waren, von der Registrierung hei Ihrem 16. Lehensjahr befreit werden. Wir weisen auf die andere Klasse hin, die ohne Gefahr für den Staat von der Registrierung befreit werden k6nnte: Alle jenen Personen, die vor 1911 ins Land gekommen sind, und für die die Vereinigung der Wohlfahrls-Oesell- «haften (Association of Jewish Friendly Societics) im Kriege Bürgschaft geleistet hatten. Die luetische Gemeinschaft interessiert sfeh such für die Fragen der Landesverweisung solcher Fremder, die sich gegen in Oeselz vergangen hatten. Zu unserer Freude können »ir feststellen, daß die Zahl def Juden unter den das Gesetz Uebertretendcn verhältnfsmSßfg klein fst. Dennoch emnfindcn wir es als ein großes Unrecht, daß man eine geringe Gesetzesübertretung mit Landesverweisung straft. .. ,., Seit zehn Jahren wurden Gesuche um Naturalisierung unerledigt eelassen. Wir verlangen, daß man Jülichs» weitherzig alle Naturallsatlonsgcsuche behandelt; f» Hegt Im Interesse des Landes. Innenminister Joynson-Hicke erwiderte: „Ich möchte feststellen, daß Ich weit entfernt davon bin, Anti- 'em it zu sein. Auch die Verordnungen bezüglich 'er Fremden sind nicht antisemitisch; sie richten sieh gegen alle Fremden. Es wire ein Mißbrauch meiner «echte und Pflichten, wenn ich erklären wurde, daß Ich pol- 'Ische Juden zurückweise, dagegen Italiener sde*r Skandinavier fns Land lasse. Ich halte aber tn dem Grundsatz fest, daß ein Fremder kein Recht hat, w verlangen, nach England hineingelassen zu werden, sondern « Ist eine Wohlta\ die dem Fremden von englischer Seite tuteil werde." England ist berechtigt die Erteilung dieses Otinslhewclses '-■i Ihm «eignet erscheinenden Bedingungen ahhingig zu «chen. Der Innenminister ist im Besitz großer Vollmachten, Fremde aus England auszuweisen. Er habe seine Vollechten bis jetzt nur dazu benutzt, um solche Ausländer ''^zuweisen, die sieh unter Übertretung englischer Vor- Triften in England eingeschlichen hatten. Ferner seien Perronen ausgewiesen worden, die von englischen Richtern nach j:«er strafrechtlichen Verurteilung für die Ausweisung naml"1 gemacht worden seien. Solange England eine Million Arbeitslose hahe, sei der Minister entschlossen, nur "He Ausländer hereinzulassen, deren Aufenthalt für Eng Ur<1 nützlich «ein werde. .Zum Schluß gab Sir William Joynson-Hlcks die Zu. »tcherun^ daB Juden und ihre Kinder, die 15 bis 20 Jahre '"England gewohnt hätten, der englischen Sprache mächtig '«'n, und zum Teil im Kriege im englischen Heere ge- 0ljnt haben, erleichterte Einburgerungsbedingungcn erhalten *prden. Dagegen könne er bezüglich der Registrierungen Vf>n Kindern von 16 Jahren aufwärts keine Versnrcehungtn jeben, da das Parlament immer Ober die Zahl der Nemden im Lande orientiert sein will. Else Warschauer „Steiger-Anare*4 , Marschau. (J.T.A.) Als vor einigen Tagen Prlsl «nt Wojclechowski, durch eine Allee des OJazdöw H«rks fuhr, bemerkten Polizeisgenten, daß sich ein Mann l?R «Iner Allee-Bank erhob und Irr« Gesten gegen die ^tsche des Prlsidenten machte. Der Mann wurde ver. M,et und auf das Pollzclkommissarlat gebracht. Es «»eilte J'th heraus, daß der Mann Israel Rosen zweig heißt, " J»hr» alt ist und In irrenarztlicher Behandlung steht. Die „Dwa Groszc" und andere antisemitisch! Blitter . '«hlugtra Alarm und sprachen von einem neu an JQdi- DCn(n Attantatsversuch gegen den' Prlsidenten der ^publik, Röitruwelg wurde der' psychiatrischen Klinik '»ergeben, .......' •' ' - Eine EmfflraUons-WellkoalercM Vom 5. bis 7. Februar fand in Berlin «loa Plenarsitzung de« Vereinigten Komitees für jüdische Einwanderung (Erol. grationsdirtktorium) unter Teilnahme von Vertretern der Landeskomitees statt. Außer den Mitgliedern des Präsidiums und des Sekretariats in Berlin nahmen die folgenden Per* sonen an den Beratungen teil: Der Direktor der amerikanischen „Hias" für Europa, Dr. James Bernstein, die Herren L. Motzkin und J. Efrolkin au* Pari«, Sejmabgeordneter Dr. Schipper und J. O r 0 n f e 1 d aus Wsr. schau, Dr. Orltbeachok aus Riga, Heigelmann aus Kiscliinew, Den Vorsilz führte Herr Leo Motzt:in. Von den Beschlüssen sind hervorzuheben: Das Emlgratlonsdlrektorlum entsenrkt noch Im Monat Februar eine Abordnung nach Amerika, die die folgenden Aufgaben zu erfüllen haben wird: Durchführung eine« Arbeitsplanes zugunsten der gestrandeten Emigranten In den europäischen Häfen; Waehrufung des Interesses der amerikanischen Judenlieit f'ir das allgemeine Einlgratloutproblcm der osteuropäischeen judenheit; die amerikanischen Juden sollen dazu bewogen werden, an der Losung des Problems der Emigration moralisch und materiell teilzunehmen. Die Herren Motzkin, Dr. Oscar Cohn und Rabbiner Dr. Elsenstadt, die lieh als Abordnung der Jüdischen Wclthilfskonfercnz nach den Vereinigten Staaten .begeben, Wiarden beauftragt, zugleich das Emigratlotitdlrektorlum zu vertreten; ihnen wird Herr De M. Kralnln als spezielles Mitglied des Etnigia'ionsdirektoriums beigegeben. Gleichzeitig wurde beschlossen, in Europa eine energischc Propaganda zur Förderung des Emlgrantenhllfswesens zu entfalten. Die Plenarsitzung nahm einen Beschluß an, eine Konferenz des Emisrationsdirektorlums unter Anteilnahme von Vertretern der jüdischen Immlgraüonlgesellschaften jenseits des Ozeans einzuberufen. Um der Amerika-Abordnung Gelegenheit zu geben, an der Konferenz teilzunehmen, soll die Konferenz zwischen dem 28. und 31. Juli 102) abgehalten werden. Bis dahin wird auch das Ergebnis der Untersuchungen In den für die Immigration von Juden In Betracht kommenden Ländern vorliegen. Die Plenarsitzung beschäftigte sich mit der Lage der Emigranten in den Hafenstädten, die durch das amerikanische Immigrations-Einschrankungsgesetz nicht mehr an ihr Ziel gelangen konnten. Viele Emigranten strömten planlos nach Kuba, Mexiko und nach den südamerikanischen Ländern; das führte an einigen Orten zu Katastrophen. Die Plenarsitzung behandelte die Frage der Erforschung neuer Emigralionsländer und beschloß, In erster Reihe Sonderkommissionen in die südamerikanischen Linder zu entsenden und sich zu dicfem Zweck mit den interessierten internationalen Organisationen in Verbindung zu setzen. Es wurde ferner beschlossen, ein ständiges Emlgratlönsinspektorat zur Erforschung von Einwanderungsmögliclikeiten zu schaffen und hierzu einen speziellen Fonds zu bilden. Es wurde auch die Frage der Vorbereitung einer Einwanderung nach Frankreich besprochen; trotz der Krlsis sind in Frankreich noch P15«te für landwirtschaftliche und Grubenarbeiter, sowie für qualifizierte Arbeiter In gewissen' Zweigen der Industrie vorhanden. Es wurde beschlossen, eine InforniatlonstStlgkelt hetreffend die Emigranten aus Rußland zu versuchen. Herr Motzkin berichtete über die Beratung, die beim Direktor der Joint-lca-Foundation, Dr. Bernhard Kahn, stattgefunden hat. Herr Dr. Bernhard Kahn war von Amerika aus beauftragt worden, genaue Informationen über die Lage der Emigrauten in den Hafen beizustellen. D'.e bisherige Ab. machung mit der lea betreffend die gemeinsame Arbeit zugunsten der gestrandeten Emigranten wurde neuerdings bestätigt und beschlossen, lieh an „Hlss" Und das Emlgranlcn-Hllfs-Komitec in New York mit dem Ersuchen zu wenden, daß die zur Verfügung stehenden Oelrimlttcl für die gestrandeten Emigranten, sofort und direkt an das Emigrationsdirektorium und die lea, die auf diesem Gebiet einen entsprechenden Apparat geschaffen haben, gesandt werden. VcrscUHrlutirj der Elawandfranpbesllmmnoqtj. New York. (J.T.A.) Die New Yorker Staatsverssmmlung hat die vom Senator Benjamin Antin eingebrachte Resolution, die auf eine Milderung der Elnwanderungsbcilimmungen hinzielte, abgelehnt. Man befürchtet, daß diejenigen Krelie. die für weitere V*c r*e Ii är f u n gji n der Einwanacrungsvoraehrffton eintreten, Terrain gewonnen haben und nunmehr versuchen werden, den Kongreß für ihre Ziele zu gewinnen. Auch fflr Mexftco Einwanderungsquote. Angesichts derverstlrkten Emigration russischer und polnischer Staatsangehöriger nach Mexiko verfügte der amerikanische Konsul in Dan zig die Einführung von v Monatsquoten bei der Ausgabe von Visen. Es werden jeden Monat Im ganzen 15 Einreisevisen für Emigranten, die ein polizeiliches MoralltStszeugnls beizubringen In der Lage sind, ausgegeben. Koloilsatloasnllne tfer lea tn Untfluiy Montevideo (Uruguay). (J.T.A.) Vor einiger Zelt wtHte in Uruguay der Direktor der (es-Zentrale In Argen« tinien, Ingenieur Starkmuth. Er teilte dem J.T. A.-Ver« treter mit, dall die Jewish Colonlsation Association (I.C.A.) größere Landflüchen in Uruguay zwecks Ansledlung von Juden erwerben möchte. In Uruguay besteht bereits eine jüdische Kolonie, die den Namen „10 de Abrll" führt. Sie liegt in der Nachbarschaft der Stadt Pesandu. Sie setzt sich aus privaten Siedlern zusammen, die keinerlei Unterstützung von irgendwelcher Organisation beansprucht haben. Eine |tidische Konlertoz In Charkow Moskau. (J.T.A.) Eine.dieser Tige In Charkow abgehaltene Konferenz jüdischer Unparteiischer nahm eine Resolution an, In welcher die Unterstützung des jüdischen Kolonlsstlonswerks In Rußland durch die sowjctregleriing gebilligt und die Tätigkeit der Zlonisten, Rundisten usw. mißbillig; wird. In der Resolution wird gesagt, die Zukunft der russisch-jüdischen Bevölkerung liege Iii Rußland und nicht In Palästina. (Die „Unparteiischen" In Rußland sind ein Element, das die Politik der Sowjctregierunff unterstützt, ohne der eigentlichen kommunistischen Partei anzugehören.) partcmachrid)tcii . Sltzunrj des Landcsvorslandes Am Sonntag, den 8. Februar fand unter Vorsitz von Herrn Kurt Blumenfeld eine Sitzung de» Landes vor. stände* statt, an der die Mitglieder des Präsidiums, des Landeswrstandes und des Finanzausschusses fast voHiahlg teilnahmen. Die Sitzung Haueric mit kurzer Unterbrechung von 10 Uhr morgens bis lö Uhr abends; befunden wurden: Frsgcn der Politik, der Organisation, der PalSstma-Immlgratlon und -Kolonisation, der zionistischen Propaganda, fm Anschluß an eine Besprechung der Wahlen aim preußischen Landesverband wurde das Vcrhlltnli der Z.V.f.D zur Jüdischen Volkspartei und die Gestaltung der künftigen Zusammenarbeit eingehend diskutiert und zur Ausarbeitung von Richtlinien eine Kommission eingesetzt. Bodenpolitik in Palistini. Der Landesverband Ist beunruhigt durch die Nachrichten über dl* Art, wie der Handel mit palästinensischem Grund und Boden In PalisUna und in verschiedenen Ländern der Dlasjvira betrieben wird und fordert die Exekutive auf, mit allen Mitteln einer Bodenspekulation m Palästina entgegcnzutretwi. Der Landesverband verlang» Insbesondere, daß die Exekutive dafür sorge, daß die Bodenpolitik und der Handel mit Boden unter Biaehtung der Beflürfn;sse und Interessen der Gerne In-ehaft geleistet werde. Die mit ßodenküufen rMcMftl£te-ii Gesellschaften müssen von Instanzen der Oeiimthelt kontrolliert werden. Der!.andesw>rst.md Ist der Ansicht, daß in der Propaganda für Klufe lünd'lcher Böden volle Aufklärung Ober den Kapitalbedarf und die fachliche Eignung, sowie Ober die Schwierigkeiten der landwlftschaf;:ieJien Kolonisation gegeben werden muß. Der LandciwiNtand erklärt, daß eine p'atimäflige, sorlate und wirtschaftliche Schäden vermeldende Kolonisation nur auf der Tätigkeit der nationalen Fonds beruhen kann und hMt ea daher gerade Ii d'*5em Moment steigender privater Palästina-Tätigkeit für die P licht der Zunlslcn aller Linder, dl:se Fond« mit größter Energie iu stärken. Förderung von Gruppensicdlungen deutscher ZI o n 1 s t e n. Der Landesvorstand begrüßt die Im deutschen Zionismus vorhandenen Tendenzen zur Selullung gemeinsamer Werke von Gruppen In Ercz-fsrael, die aus den der Z.V.f.D. angehörigen Jugendorganisationen hervorgegangen sind, Insbesondere die Pl.ine zur Errichtung einer größeren landwirtschaftlichen Siedlung. Der Landelvorstand erklärt es für di; Pflicht des deutschen Zionismus, seine Krlfte In t.itiger Verantwortung für das Oellngen dieser Arbeit einzusetzen. Der Landet vorstand erb'.fckt H solchen Siedlungen einen weseentllchen Beitrag der Z. V. f. D. für das Aufbauwerk der jüdischen Arbeiterschaft in Palästina. Organisation »-Reform, Es wird eine Kommission bestehend aus den Herren > Dlttmcnfold, Roicublüth, Feuerring, Ooldinami, llanlkc, Kaznclson und Weltsch eingesetzt, die im Anschluß an die Diskussion des Onldmannschen Referates auf dzm Delegiertentag Ihre Voriehligc der näcJuteti Sitzung des Landcivor- Standes unterbreiten soll. Maasser-Verpfllehtung. Der Landesvorfttand beschließ», daß die Oberste VertrauenskotnmlsMon unverzüglich überprüfen soll, ob alle Zlonisten in Deutschland, die Ehrenämter In der Ziomstis.'hen ürganlsalion bekleiden, fhrer Maasserverpflichtung nachkommen, und fordert die Kommission auf, In der nächsten Sitzung de* L indes vorstände« darüber zu berichten. Diejenigen Mitglieder der Z.V. f.D., die laut Entscheidung der. Obersten Vertraueiiskotnmhsion Ihrer Maasscrverpfliclitung nicht nachkommen, verlieren automatisch das von ihnenbekleidete Ehrenamt. _ Winscbillsnsrhrlfhte« Daumwoltnflanzungcn In Palästina. Wie d*r „Goar Hajom" berlcMet, verfolgt man in Palästina die Reise des bekannten Industriellen Himburg nach Mesopotamien und Palästina mit großer Aufmerksamkeit. Herr Himburg steht an der Spitze der Gesellschaft für Baiintwollpflan/ungen In den Uebersee-Terrltorlen Englands; sein Einfluß auf Manchester und dessen Industrie Ist ein sehr großer. Herr Himburg sollte gegen den 20. Januar In Bagdad eintreffen und gegen zwei Wochen später In Palästina, um, wie er sich Journalisten gegenüber ausgedrückt hat, die Late an Ort und Stelle zu studieren. Er glaubt, daß die Eiiphrat-Nirilrmng in Mesopotamien und die Jordan-Niederung In PalaNtlni In der Lage wÄren, England mehr als die Hüllte seines Bedarfs au Baumwolle ru liefern. Betondcrs große Hoffnungen setzt er dabei auf PaMsilna. Trockcnclcmcnt-Ffthrlk tn Haifa. Die Firma J. frV T. Salz in an ha» eine Trockenelement, und Bitterielampcn« Fabrik In Haifa gegründet mit einem Grundkapital von CE 1200. Beschäftigt werden 18 Leute, davon vier gelernte, und 14 ungelernte. Die Lohne betragen zwischen PT. I5--3S pro Tag. Das Rohmaierial wird aus l!urop;i eingeführt Die Bauerlen bestellen aus einer Oxvdpulvermlsehung von Magnesium und Oraphlt. Die Produktion betragt pro Tag 3DO Batterien, die In Palästina Ira Oroühandcl iu PT. 2 pro Stück verkauft werden. Mlnernlwssaerfabrlk in Acro, Die Firma Splnney's Ltd. (Nlch'juden) eröffnet In Acre eine Mlneralwasscrlabrik, die unter Leitung eines ägyptischen Experten arbeitet. Die Fabrik produziert täglich 400 Dutzend Fluchen verschiedener Mineralwasser. Ein« neuo Chaussee in Untergalltäa. Auf Grund von Vereinbarungen zwischen dem Arbeitsdepartement der zionistischen PolaMlna-lixekutlve und der Vereinigung der Siedler In Untrrgaliläa soll bald mit dem Bau einer Straße zwischen den Siedlungen Jäbneel.und Bcth Oan begonnen werden. Die Versicherungsgesellschaft Ha-Sne hat von d;i palüstlnennliichen Behörde die Bewilligung erhalten, ihr« Oe. r.ch/iftsUtlgkclt aufzunehmen, nachdem alt allen Anforde, rungen nachgekommen Ist und Ihre!>0<>0 Anteilscheine bereit* placiert »ia». Die Orftitduiiirsversftmmlung des Ha-Sne soll binnen »-urzem in Tel-Awlw stattfinden. Ein StMachthaus in Palüsttna. F.lne Gruppe jüdlschei Grofi-Flelschbridlef In Warschau beschloß, In Palästina eil große» Schlachtham mit neuzeitlichen Hinrichtungen zu er hatten. Das Ziel Ist, PsISsllna zu einem Zentrum der Fleisch Versorgung for -derr Mittieren Osten zu mschen.