Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 13 (13.2.1925)
- Date
- 1925-02-13
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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SeRe 122 JOEBISCHE RUNDSCHAU Nr. 13 Der Wahlkampt im Rheinland ond in Westfalen (Von unserem Berichterstatter.) In Rheinland haben etwa 13 57*, i» Westfalen etwa fOO) Juden gewählt. Da* sind ungefähr 7S»> der Wahl» berccW'lgtcn. In einzelnen Stimmbczirkeu erzielte die Jüdische Volk sparte! einen sehr großen Prozentsatz. i!er abgegebenen Stimmen, so in Trier, Neuenahr M>"o, Duisburg, Grevenbroich <><> "•». Flamersheim, Nitburg 100 »*«, Bernkastel, Hees 75««, Ahaus 9lo,,, KoMcnA Ruhrort, Rein« scheid, Ilorst-lmscher 50"«, Hamborn (M«, Oladhcck 70««, bortmutid VI'», Bockum 3S«i>. Die Volkspartci hielt mWiciehe Versammlungen ab, die im Gegensatz.?u den liberalen Versammlungen fast durchweg überfüllt waren. Iis sprachen in über <»0 Versammlungen l)r, llantke, De Apfel, (instar, Odo Lehmann, Dr. Forrdcr, Jacob ller/bcrg, Nathan Kahn, Mo.it/ Jacil*, Dr. Künigshcrgcr, Dr. Grimeberg, üoldrcieh, R A. Simon. Schnelling, Dr. Göttlich, l.cvy Wolff, Julius Kaufmann. Lwaid stjrn, Feldhlum, Ado'f Koch, Dr. Walter Fischer, Dr. ikrnhcitn, Klausner, Schapiio, Kriunltolz, Dr. Schay, Dr. AV.ndcl, Frau Fpstcin. Hemer traten die Anhängir der \**u'ksparlel in fast allen gegnerischen Vcrsamni- Innren als Jls'skuss'oiisrediicr auf. Das Wühlbureau liir die Wahlkreis«* Rheinland und Westfalen befand «ich in Duisburg und Matul uuler der I i Illing vu:i Dr. Kurl Moosberg, /.u bearbeiten Waren ISO Gemeinden. Die Zahl dir Vertrauensmänner betrug <)0. Neben einer umfangreichen Linzel* kt>rrc*-pondenz. wurden 13 Rundschreiben an «Jic Vertrauen«* jnanmr versandt. Die Liberalen traten Im Rheinland unter der Pcckiie/clchnung „Partei zur Wahrung der Interessen des deutschen Judentums" auf und behaupteten zunächst fälschlich ciiv Kompromiß zwischen Liberalen und Orthodoxen, Die konservativen Organisationen traten dieser .Täusilnmg durch eine öffentliche Liklartiug entgegen. Die rheinischen Cuoßgeineimlcn versuchten im Oktober 1021, den Wahlkreis in kleine Stucke zu /erschlagen, durch die Mehrheit jedes von Ihnen geschaffenen Bezirks die Minderheit auszuschalten und die Kaiididatenaufstellnnfr. in die Mnml der Ocmelmlen zu legen. Auf Beschwerde trat der Landesverband diesen Machenschaften entgegen, nachdem auch die Ocmdmlon Duisburg und Ruhrort protestiert hatten. Du* Synai^vngemcliid« n Bochum, Minden. I.ip|><t«lt, B'ier und (iliidheck tcraiistalteten liberale Agitat!ousvcr*.imiiilunjjen. Ocflcrs wurde der Vo'kspartci die Listenciiisicht vertagt. Wiewohl man um die Stimmen der Osljuclcii warb, natürlich erfolglos, scheute man nicht vor starker Ottjudcnhetzc zurück, (liebliche Vcrsainmlungstufc: ..Ostjuden rausl Bnrmat! Sic sotlcji cnlrcchtct werden I") Uebcr den der Volkspartet gcmachlen Vnrwurf der Urkundenfälschung und des Stimmcntauf* werden demnächst die Gerichte entscheiden. In Rheda versandten die l iberalen «in Zirkular, in dem es Itcißt: „Wer den Antisemiten einen Gefallen erweisen will, wähle zionistisch!", in Minden ein Flugblatt mit folgendem In feiten Lettern gedruckten Text: „Laflt Euch nicht verführen durch die neue Finna „Jüdische Volspartci". Sie haben Angst, jetzt, vor der Wahl, ihr wahres Gesicht zu Kigcn, Es ist der Wolf im Schafspelz, es sind die völkischen Zionislen, die Euch und Hure Kimler zu Frcmdstämmigcn, zum Gast im deutschen Volke machen wollen I Rettet Euch Euer deutsches Vaterland!" Der Prediger Hcllmntm in Minden prägte den Schulkindern im Religionsunterricht cm, de möchten auf ihre Eltern «lahin einwirken, daß sie keine Stimme der Jüdischen Volkspartei gäben. Die Volkspartci bat eine Anzahl Wahlpiotcsic eingereicht. Presseschau Du liberale ,.l!a m hurgc r Isr. Fa m Iiie n bI« 11" schreibt über «lic Wahlen zum P r e u ß i t c h e u Landesverband: „Die Volkspartci. in der Ziouistcn und Misrachistcn »creint sind, kann 31 Mandate auf ihr Konto buchen. Das •d ein großer Erfolg, gemrssen an dem Ausfall bisheriger Grmrindewahlcn. In Berlin hat sie ein Drittel aller Stimmen »uf sich vereinigt. Sic ist also ein Faktor, mit dem nunmehr ernsthaft yu rechnen ist. Schließlich werden die Stimmen nieht nur gc/.'ihlt, sondern auch gewogen. Und damit kommen «»ir zu den Aufgaben und der Arbeit <lcs Parlaments, Die ein- «ntlgp Herrschaft Irgendeiner Partei ist ausgeschlossen. Die •Jheialcn haben die nbtnhitc Majorität. Liberal sein, heißt tolerant ich«, jeder Partei und Anschauung ihr l.cbensrecht M gewähren. Dagegen ist in den Oemcünlestuheii oft gc- «iindig» worden. I>ic Zeil der Gemeinde-Autokraten und der ■Wabclnwirtschaft ist vorüber. Wir brauchen Männer mit Mischern Wissen und jüdischer Aktivität. Die Liberalen können durch die grolle Zahl ihrer Abgeordneten in diesem ■ "lammte segensreich wirken, wenn sie die Zeichen der zf't riclui;; deuten und sich in den Dienst positiver Aufbau- Jfhcit »teilen. Es geht um die Zukunft der deutschen Juden- Um, und alle Fragen des Klal sind in den Bereich der Arbeit >u /iclicn." ..... ner Verfasser des Artikels wird sieh gewiß die Miß- Billigung des Herrn Dr. Holländer erwerben, nicht nur durch Ofn von ihm gebrauchten sta-itsgcfährlichcn Ausdruck „Par- Limciit", Mindern auch durch folgende Bemerkungen über die »"'sc iliclilirh zue Bekämpfung de* Zionismus geschlossenen "■'hlbiindnissc (die wir bereits charakterisiert Italien). Das »'Limb. |Sr. Fambl." Miireibt: ».Was aber unter allen Umständen zu unterlassen ist, «»*■ sind unnatürliche Wählhündnr.sf*. < >i Iho.L.vIr und Übe- 'jI'mmiis Ä|mi ticraitigc (iegcns'il/e, dal» ein U.mdnls, nur wischen diesen beiden Gruppen, unverständlich ist. Was »oll man fa/u jagen, wenn in einem Wahlkreis an der vPii'e der volksparteilichen Liste der orthoiloxc Vorsitzende «s Grmcindevorstamle* »tclrt «nd in der liberalen Central. «"•uidiMe ein Vertreter der ugudlstischen Orthodoxie noui da/n neben einer weiblichen IVlcgierten aul der Landes- ««c.pranjjt? Die Zeiten, wo In diesen Kreisen der Centralwein mit dem nicht gerade schmeichelhaften Beinamen der »" "sehen Staatsbürger jüdischen Unglaubens bedacht wurde, seiioren noch nicht allzulange der Vergangenheit an, als man *•m Baden mit Hilfe der Zionlsten die Einführung eines „'"''"teu Gebetbuches zu Fall brachte. Wir erwähnen dies C!,, J^alb, weil auch derartige Erscheinungen das Gesamto,-. ,,?fn un^ «li,r Eindeutigkeit und Klärung naturgegebener 0*8ensatze nicht dienlich sind." * •*;iri "Cr ,,,u»*r'erten Sonntags-lkilagc des Berliner „Vora;,^,1 •, „Volk und Zeit*1, vom 8. Februar erschien ein vn» \vrbcr dic palästinensische Baukoopcrstivc Solelboneh ^fner Pciscr. Der Verfasser, der sich selbst als Sie « PJ ,0cß"c»' dcs Zionismus" erklärt, anerkennt doch P1t.?.ro e Lcistungr der jüdischen Arbeiterschaft beim Aufhau dir uT\ Ul,<1 wilrdlgt an Hand des Informallonsmalcrials d« \l.Ur"*"n*r Ihrer kooperativen Arbeit. Obwohl der Versuch ■tiim„ <fuy,vc!'. Sozlalismu» In Palästina an die Unter. """»■'»Ren der Utonistcn de« vorigen Jahrhunderts erinnert, «loch auch der uiarxl.liiclie Arßdlcr deu ldcaU»mu» Berliner Kalender Ddrai »Mtta*r Ximlnit«},» V.r.liilsun«. n«riln W 1», M«ln«ti«itral« 10 XaUptieni »ltm»rk 7l«tt-70 JV.il>i>lircVk»-nlo N», l'.XWJ lltrtln NW t KM»n*«rw*ltoi» II- Z. T, Honn>lM>n<l. <l»n U. K»».t.i«r nwil.m. .1 Vhf Barlla.r Mlicchl-Cr»pp., In Mrn«R«l" AilM«H«ti«lom (PlMukor H»w) ar*mM*rtiTHV* rt Pro«ot.o »on lli>»m UsWi. Dr. WIILMir. l.«ry M »n Hl".^*. nV12y fccbtclab Dar Clor« rtoonU», itrn ICk Fohroan Waadaraajr. t>toi«l»«, tUn 17. Kabrntn PaoM.a, I>ona»riUK. d»n ia K»t.ni»r: lltbrUaab. Mont»i{. il«"> K.'lir.iari Tralalaf, f>l«n.Ul;,it«n'.<4. K«lir«»ri Facklaa. H,)iii»i.r«l«p.il«nl*l. Kalmiari UabrUlict,. FaUaH»«.Karaaa |0r Taartataa. r»Utlln»-Amt «ml Fr«fo .dvll.rli» V«lltili>vhinl,u'a, In <<an lUurann d«r 7,. V. f. IT, HoliiokMtrulIrt I'1 Planntoir, <t«n 17. K»t>rn«r, al.an.l» N ttliri „RaUawag aaeh PalSatlaa." C/.wni lilim.lon) „Wla »•!•« aiaa In I'.la.tlna," ponoaratM, d»n '»hruar, abeml« H Ul.n „Dia alta« JOd. Kalaalaa." PicniUp, dm 3». Fa»'rn»r, »I.i>ih!§ H tüin „Dia ■•a»a (Bd. KoloaW.,« Donn«rilaijllL*>.l'aV>ru»r.»t.en.ltMt;br:DlaSuau»ua»S«UachaW|t|ieli«l|.» Itafartnltn wanton o«i"h tmk»niil«<.t<'ti«n. Af»i«»t^nnK«n lifllm t'ittitltn»' Am», MalfiMkiwiraO* 10. Dlan.l»«, dm VI K<-bni«r ab"t\l. «<-'. Vhr Grupp« Nurdw»»«, Im YlarKirlMthuf, am Slwlltialinlinr Tltr^arlan, Vortrag von tli>rm Dr. H*li»lnm Illl.loiliPlinor nliar »nla* PnliMln»-Halt». rsiii»^ nso >n*i m>>8 Jfldlsrkrr Krlinlrrralu f.. T., TUrlln ClaitVlfttrithranda« Vnr<tanilimll(lla.ti HtudUnral Kurt ItiBMn«r<'alr, OronrwaM, Kilnlri'htruhiir Hlr. M /-?-i33 nnsv'i "»so r«a .1 Bakraiaaba Srr.c|..oh«l. Ia Barlla (XIIU Saaaaatar) An.Vnnft art#Ul «1»r Hplinll.lt.r, IUrr N. It«r^i;rUi». IM«na«r»ie «n* Mll»»iwb 8 Uhr »\i»n.l« In dar llonlnff'mla Inr <Ua Wiaaanarhall (tri ,lu.J«ntrim« AnilUrl.«lt»l» Ii, I. /.(mmar i ^ma naivoa o,T,*? ibo n*-a .« Jürft.cka Sckala Waat. Aoiktmfi artallt dla BthBlIallxrlo. Krftulala Obarlckrarin Daily Landau. Iloatac, Dianttaa; ond DonnaraUc 1J—1 l'lir tn dar öcbnla, Faaananilr. •»/*» i*?"i*a .-.nuua CH?*t> ibo n»a -»n Jadlaoha Scbnla O.l. Aoikuft artallt dla BohnUrlUirlu. KrlMlaln Ba.ano» Mablaoiltla, IfraiUf 3—4 l'hr, Pankow OT» W,33 CHT' 'ii .«V JSdlaaka K.la4arE*rlaa. t. Nnrdam Kahdanlekar Sir. U Oatani Jablontklatr. dt Ii. KaukAtlm WiCmannalr. 13 a. CharloUaiilmrgi Nailoritr,? pt, 6. Wümartdcrl. ItaUhrunnar Hlr. 10 bat Tannftkl TAslleh (anSar HonnaUaad and rm^nlac) *nn 10— I TJbr, Vf\yvj' s v v '•'*tw-y^}pwf* WkA /\ s\/At<^a^W.vl^i^iÄW. CH mm WRIM KOMMT Bereitet 6ic Put/int fciciftv fmrÄcTL K&täl Kijcnictli -VoiT dieses Werkes anerkennen und das jüdische schaffende Piolctariat mit warmen Sympathien begrüflen. Dem Aufsatz, bind eine Reihe von Bildern beigegeben. Die illustrierte Beilage zur „I l a n u o v e r iic Ii c n l. .indes/ei tun g" brachte am 8. Februar ein Bild des Ocddcs* lintwurfcs der Jcrusalemcr Universität. * „Dos Indische Volk" (New York) veröffentlicht eine Lcitiiotit über dic geänderte llaltuni' der grollten jüdischen Tageszeitung New Vorks, «les so/inlistischcn , V'«> r wr t s" gegenüber «lein Zionismus unil «lein Aufbauwerk In Palästina, Der „Vorwärts", der in fiühereii Jahren einer der heiligsten llekäiupfer «ler /iniiisthchcii Keweguug/ war, veruiied es in' der letzten Zeil überhaupt Vinn Zioni.miH N'uti/ /u n<■Innen, Vor einigen Wochen wirkte es darum sensationell, ihn der „Vor. Wärts" einen grollen Artikel <lei venitoiheuen lllilliflieu Suzinl- «liinokr,iten Haraiiow verülfeullichte, iu dein «liescr sieh sehr anerkennend über das Aufbauwerk in Palästina aussprach. Vor wenigen T.-.gcn erschien im „Vonvärts" ein Artikel «les jildischcn Schriftstellers David Be rg eIso Ii u , der gleichfalls auf dic Bedeutung des Pal^titwwcrks U\r das Indische Volk hinwies. „Dos Jüdische Volk" schreibt: „Wenn man geglaubt bat, daß die Venilfciitlicbiing der sensationellen Artikel des verstorbenen Baranow Im .Vorwärts' lediglich eine Huldigung für dic letzten Wünsche eines Toten darstellte, so ist diene Ansicht durch dic Veröffentlichung des Artikels von Ik-rgelsohn in der letzten SonutagK-Numinrr des .Vorwärts' erschüttert worden. Oer bekannte Novellist und Romancier schildert «lic Leiden und den geistigen Kampf der jüdischen Ju^cnci in RuDlaml und kommt zum!>chlull, dall der Palüsilna-Ckdaankc den einzigen Lichtpunkt in dem hltten-n Dasein der ringenden, sterbenden und zu neuem Leben emporstreben. «fen russisch-jüdischen Jugend Ist. Nach den Palästina-Artikeln Baranows ist Bergelsoluis kunstvolle und geistreiche Schilderung einer kultur-historischcn Epoche zweifellos dic grollte Sensation des .Vorwärts* in der letzten Zeit. Wir glauben, daß der .Vorwärts' gar nicht beabsichtigt, sensationell tu wirken, und daß es ihm lieber wäre, seilten Lesern diesen interessanten, ja mehr als interessanten Lesestoff vornirnthalten. Wir meinen vielmehr, daß der .Vorw.W der Wirklichkeit Tribut zollt. Wenn auch der .Vorwärts* verschweigen wollte, so erfahren seine Leser auu Briefen und Nachrichten, die sie von ihren Freunden In Üuropa bekommen, wie iaoß diu paläbUiia-ScIiiisucbt Ist, Von der Wol^'a bis zur von Wilna bis Rumänien sclullt ein Ruf |,er, Palästiim. Und man zieht nach f:riv.|sr,f| Flucht und iu Verzweiflung, sondern in l(u|,.' Bewußtsein, daß die Rückkehr n1tj Ausweg ist. Baranow hat das Wem Schämte und a-ir» Verbrechen ist, (),.,. und ihn zu verlctinidiii, nun knmtni machtvoll vorgetragenen positiven p*. vollen einzige es eine stören Weichsel und über: Nach nicht auf der und in dilti Palästina der geprägt, daß Zionismus zu BcrgcKolin mit seinen lästina-l'oidcrungeu." Heiteres aus der C. V. ZcÜuug In «Irin Artikel, in dem in Irtblicher Wci<r den imiisci Flteru empfohlen wird, ihren Kindern wieder lii'br.molie N.n zu geben, fragt der Aul»r, ob nicht der V.iinc l>am Spinoza einen rheuso guten K'lani; habe wie Immanuel Kant «xler Arthur Schopenhauer. Hebräisch schwach! Das erinnert nn einen anderen Fall, in «fem sieh ein Centralverelnler darüber aufhielt, daß ein Zionist, der anderen Leuten immer empfehle, «len Kindern hihraUclip N'anicn geben, seinem eigenen Kindo einen italienischen Namen geben habe. (Raphael!) David MnrQolia grstorlicn In Berlin i«t im Aller von 7«i J.'iliren Herr David M arg oll n, eine «Irr fulireiideii Personen «ler nisM«,h.. jüdisrlieu Kolonie In Berlin, gestorben. IKt Vrr toibrnf spielte iu früheren Jahrzehnten « ine gewisse Rolle im I c|i,-i, «ler Juden Rußlands. Fr organisierte die Verteidigung irr Kiewer Ritualuiordprozell Brilis; sein Sohn w.ie einer ilci Verteidiger. Die llcerdiciing fand ,mi Montag, «len 0. Febr.. «Iii dein jüdischen Friedhof zu Wrilk*ns»v unter groller Beteiligung statt. Am olliueii (Irahe sprachen Rajibinri Carleb.ich, Herr Teilet im Nnmeii <b*s Verbände* ru~;i scher Juden, Herr Dr. Wisrhuitz.er im Nmien «l.s Hilf». Vereins der Deutschen Juden, Herr Dr. II. Seil ir man im Namen der Kiewer Freu;ul<- u. a. m. .I'1'b-.clin 'ainn Ch "f 1 (!) zu s«!' N'l (tesellschallsrel&en In Verbindung mit «ler am 1. April stattfindend::! Fröff. niiug dir hebräischen Universität zu Jerusalem veranstaltet die „Wiener M o r g e u z c i I u n g1' gemeiii'rb ililicb nnt drm l.lovii Trieslimi eine < "i c •< e 11 s c Ii i f t r c i!« e nach P i I;i s 11 n ,i , In «leren Programm das llaupti'f wicht nebst Trilnalime an den Frölfiuiiijrsfeierliclik' iten in J'Tiisa'em aul «len lltsucli der Stätten jä(lischer Arbeit gilegt wird. Dir Dauer der Reise, in «ler auch ein fünftägiger Aufenthalt in Acgvnlen Inbegriffen ist, ist für die Zeil vom '„u Mir» bis 21. April vorgesehen und erfolgt mit dein Fxpreß-Dimptet „Tevcre" <les Lloyd Tiiestino. Die Kosten betragen S> Piur.d pro Person. Das Pal istin.i-Amt für T r a n ss y I v a u i «• n hat am Anlall «ler Frölfniuig «ler Jerusalemer l/nivrrsit.it und dir darauf folgenden Passah-T.ige eine (»esell'-eliafisrein* na«-h Palästina nngekütuligt. F« haben sich sofort so viele K'eisemlc zur Teilnahme angemeldet, «lall das Reiseknmitoc beschlossfri hat, einen besonderen Dampfer zu mieten. Unter «tri zur Reise Angemeldeten befinden sich etwa 50 Nicht* Juden. JQdl.sc.he Lehrer and Slodrolcn» Oer Mangel an gut vorgebildeten Lehrern der F.rbr.iUciii n Sprache macht sieh iu Immer steigendem Malte Ivinctklur. I>ic hibräisihen Sprachsrhulcn, die in mehreren grollen Stvhrn Deutschlands bereits existieren, leiden be..om!cis uiilcr dorn Mangel an methodisch und sachlich ge;cliul!tii Lehrkräften für «len Anfangsunterricht. Die Hiuriclitiinir weiterer solcher Institutionen, für die allerorts ein grolle« licdiirfuü besteht, scheitert olt an der Unmöglichkeit, geeignete Lehrer datür m linden. Die Jüdische Schule, deren Noiwi-iulii'kr't vom fast allen Parteien des Judentums mit gleicher I iuib Mi,:!ichkWt heln.it wird, läßt sich ohne eine hebräisch gut vorbereit« tc I rhrer* schilt nullt (jut Verwirklichen. Iu weiten Kreidender jii(Iecli«n Religionslehrer set/t?ich auch die UiIhizciikiiii;: diiich, ü.,1, Mcbr.iisch im Religionsunterreicht nicht dtircii die te.)« mcchaulscbe Uchersetzungsmelliode, sondern mir auf (äni.ij d«r inodernen Prinzipien des Sprachunterrichts, wie er von der neueren Pädagogik aufgefaßt wird, gelehrt werden kann. Versuche zur Ausbildung von Lehrern sind von uns in letzter Zrit gemacht worden. Auf (jriind der dabei /'«•woimem n l'rfahrungci beabsichtigt n wir, demnächst weitere Lehr, kursc zu trölfiien. Wir richten die dringende Bitte au Lehrer. S t u «I e u t c n , Sc m i u a n\ t e u und O Ii e r I )• / e a f s r h fi I c r i n n e n , «lic dafür Interesse haben, sich umgehend an uns zu wenden. Wir beabsichtigen ferner, am Anfang «It. Sominerscm'stert Allfängerkurse für Schüler und F.rwachscuc in allen Stadtteilen Berlins einzurichten. IVr Unterricht soll in den Iriilu-o Morgcnstuiuleii oder nachmittags resn. aheuils abgehalten werden. Wir erbitten umgehend schriftli.lic AumcMimg. Au>h Vereine und <huppen, die besondere Wünsche betreffs «ler F.inriebtung von Kursen haben, wollen sich mit uns in Verbindung setzen. Der Leiter der i!ebräi<rhen Sprachschule zu Berlin. N. Bcrggrün, aiarlottenhg. 2, Leibni/str. 05. Nllrnbcrjf. Dr. Oomclskv sprach am;o. Jamnr ir, einer c.eschhr.nenen Vrrsaiumbin'g «ier «ist|iiiliH'licn Sekii m. Der Abend sollte vor allein den .sinn haben, die osiüuli«!heri Mitglieder der Ortsgruppe stärker zur Arbeit heiaii/:i/ieluu. Am SaiuM/ig, den 'II. Januar, s|.i,ic|i Dr. iioiuelskv Irr einer ölleiitlichen Versainuiluii;r über das Thema: ,,1'u'Ci« Aufgabe". \~* waren ungefähr Iii) Personen anwesend. Der AIkiuI brachte der ostjüdischen Seklnui Z'.din neue Atic-iicder, Montag, diNi i, Februar, lau«! eine JiigciKlvcrsainnt'.unj' statt, iu der wbcv V*\ Pvrswiww -mwesem) waren. Nach dein Vortia ( von Dr. Ootnclsky kam es zu einer sehr leliiiafteii Air.snrachi mit der Agudah. Dr. Oomclsky verstand es vorzai^lich, dio Arguiuenlc der Agmlali ad absurdum zu führen. Aullerden» hatte Dr. Oomclsky eine RcMic von Sitzungen mit den Vertretern der t*sljüdischen Sektton. Das erfreulichste an unserer Aktton ist wohl dic Tatsache, «lall es gelungen ist, eine ganz« Reihe von <)>liudcn für unsere Arbeit zu aktivieren ' l>er Lrf«a!g der Aktion driickt t.icb auch in «ler Arbeit Inr ri.« Kercn llajessod aus, Iis ist gelungen, Zeichnungen für der» Kcren Hajessod \v»n Leuten /u bekommen, die uns bisher ganz, fern standen. Von der Frankfurter Zentrale für jüdische Wohlfahrtspflege »i., n.,i,'R1r,,nlV!?n ■" dc'" ('eiiesuuR4hcim der Fduard und Adelheid Kann-Siiftung in Oberstedten für die nächste« Monate noch einige Plätze frei sind. Vs können dort Frauen und Madchen Männer und Jünglinge für einen mäßigen Prd* bei bester VcrpllcRuug und freundlicher Fürsorge Erlmlun« f "o,clV K\ i if°rch n"S('rih-klich darauf Tiingrwicsen, «lafl das. l eim nur f ü r R rknn vnics*cu ten und Hrholungsbrclrtrfllge eingerichtet ist, da für Ilcilkmen, anlief für Liegekuren, keim* Möglichkeit besteht. Aiimeidungrn Äc^,crh*{; CMi-,,« -r;\uWn Cill>' l*P«tcln, raiiklurta.%., Laiißcitr, 3ü. 1, Stock,; ,! : ', *:r i ■ IN.ll' •/ \afll . > \shi; i, vhr*. ' 1 Mler . Ms!' KUU KW 11 And. 4 Ansl Ap'.l ' Aich , Asel' i Aug | Jkurt IUd( fiam " iure f JUrs * |\1UC I »layr Berk ürn< '!kn» ierp . Ben Ocut i ftirl« Tirk Tileit *>cl flocl tioiz Pom P.rai Brai Hrcr Uro Brie Urin Bucl fliin. rtun Buc Biitr Cas! The Clc\ ::ob Coli r:or: Cot! Col'. CreJ Osn s 1er; ••"i: ,m l!ah) j|.. i iicj '. verj zur]!r,^ tri» W.S'! Jur Ve] * an! Ict, '"{. ma' est «1 Pa U| si< .c UK iL <*r, fll 8i M