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Jüdische Rundschau · 1925-02-10 · Heft 12 (10.2.1925) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 12 (10.2.1925)
Date
1925-02-10
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Kr. 12 fUHDISCHF RUNDSCHAU Seite 11! Die arabische Ftag^'m der ArbelterscliaM Netto orgftauutorischfl Probleme Brief aus Jerusalem. Jerusalem, 1. Februar. Wihroiyä bisher fast alle Bemühungen zwischen Juden tind Arabern, täic Möglichkeiten eines Zusammenarbcitcus zu finden -x sei es auf dem Ocbicto der Politik, sei es auf dem OcMcte der Wirtschaft oder Wissenschaft und Kunst — vergeblich waren, ist et der Jüdischen Arbeiterschaft gelungen, auf dem Boden der gewerkschaftlichen Bewegung eine gemeinsame Plattform für Judrn und Araber zu finden. In der Organisation der Eisenbahnarbeiter, der auch die Post- und Tclcgraphenarbciter angeschlossen sind, arbeiten Juden und Araber zusammen, die Verhandlungen werden sowohl jicbriisch wie arabisch geführt, die Reden übersetzt, die offigellen Schriftstücke Jn beiden Sprachen abgefaßt usw. Der Gegensatz zwischen den beiden Völkern scheint hier gar nicht zu bestehen und soweit er doch besteht, kommt er nicht von arabischer Seite, sondern ist durch die jüdischen Kommunisten hineingetragen worden. Den Kommunisten ist die bestehende große jüdische Arbeiterorganisation ein Dorn im Auge und sie benutzen die jüdisch-arabische Arbeiterorganisation als Werkzeug zur Sprengung der jüdischen Arbeiterorganisation. Die Organisation der jüdischen Eisenbahnirbciter kann nSmllch nicht allein bestehen, sie muß Anschluß an eine große Arbeiterorganisation suchen, wenn sie ihren ökonomischen Forderungen gerecht werden will; da im Lande gar keine andere arabische Organisation besteht, so haben sich die Elscnbahnarbelter an die bestehende jüdische Arbeiterorganisation angeschlossen, die übrigens ihrerstits den pscnbahnarbeltern die Möglichkeit gab, Im eigenen Rahmen lutonom zu bleiben. Nun aber drängen die Kommunisten die »rabischen Arbeiter dazu, zu verlangen, daß sich die jüdische Arbeiterorganisation In eine Internationale umwindle. An sich Ist nämlich gar nichts dagegen einzuwenden, daO Im Lande eine Internationale gewerkschaftliche Arbeiterorganisation besteh». Im Oegentcil, sie ist sehr wünschenswert, dtnn sie würde das Niveau des arabischen Arbeite« beseitigen helfen. Aber eine andere Frage Ist, ob es wünschenswert «ein kann, daß die bestehende Jüdische Arbeiterorganisation, die Mistadruth, Ihren jüdischen Charakter aulgibt und »Ich In eine Internationale Organisation verwandle. Daß dies den Kommunisten lieb Ist, Ist natürlich, denn die Histadruth Ist heute eine zionistische Organisation, ja eben ais Organisation ist lie das eigentliche Instrument der Besiedlung des Landes, ohne das die Zionistische Exekutive nicht arbeiten konnte. Desondere Histadruth organisiert die Undwirtachaft'Iehen Siedlungen, sie umfaßt sowohl die kommunistisch lebenden Kwuzoth, wie die auf individual-wlrtschaltlicher Grundlage auf.» erbauten Arbeitersiedlungen (Moschawe owdim), sie organisiert den städtischen Arbeiter durch die verschiedenen Korporationen, deren bedeutendste der Solei Boneh Ist, sie organisiert die Konsumgenossenschaft Maschblr und die Krankenkassen, kurz, sie ist das wichtigste Werkzeug der jüdischen Ansledtung des Landes. Es ist übrigens ganz absurd, daß diese Organisation ihren Jüdischen Charakter aufgebe. Unter dem Druck der kommunistischen Agitation wurde »ber die Forderung der arabischen Arbeiter Immer energischer. Sd sagten, sie könnten als arabische Arbeiter nicht an eine nur-jüdische Arbeiterorganisation angeschlossen «ein. Von teilen der Histadruth wurde diese schwere Situation der arabischen Arbeiter auch anerkannt. In einer Konferenz der Eisenbahnarbeitcr, welche in der vorigen Woche In Hnlfa atattfand, wurde der ganze Komplex der Fragen wieder erörtert. Im Namen der Histadruth schlug Ben Ourion ror, daß die Eisenbahnarbcitcr-OrganisaUon sich In zwei nationale Sektionen gliedere. Die Scheidung zweier Sektionen tel notwendig, denn die jüdischen und arabischen Arbeiter haben außer Ihren gemeinsamen Interessen noch einige nationale Interessen. Ben Ourion wies die arabischen Arbeiter In einer Rede, die In Ihrer Form sozusagen eine Fibel der Arbeiterbewegung war, darauf hin, daß die jüdischen Arbeiter sich r. B. In der Konferenz selbst zweier Sprachen bedienen — hebräisch und Jiddisch —, während die arabischen Arbeiter eine Sprache haben. Die jüdischen Arbeiter müssen GruoDO 50d dor Berliner Zionistischen Vorclnlnunn. ^—n---, r -Mtgsfasm-------aj Miltwocb. (Inn 11. Fe-'»nur. abcmU 8'/. Uhr, In der NVuon rhllh»nnonlfl (Unter tfa.il' Krtponirknr Ptra«»o 00/07 Vortrat; von llma Dr. Hast Schwaben „VJie dünnen wir unsa-yo Ctieacücr im GüBuKi indisch ersic^ccil4* Zu Beginn de« Abdul* Bericht ton Ilrrru Dr.Ifan« lilarh llb«r don Vorlauf und die- Ergobnlsso dor LamlosYemaniUwahleo. iiV^TTSCrs SS»ja»aÄSJ33».W»ESfflÄS2SÄ~ÄÄ»Ä also aus eigener Kraft dafür sorgen, »Ich erst eine gemeinsame Sprache zu schaffen, und d« sei ein Bedürfnis, welches das gesonderte Bestehen einer jüdischen Arbeitc.or;;anisatk>n illustriere und rechtfertige. Es sei weder denkbar, tlnft die arabischen Arbeiter Oeld ausgaben für die kulturelle Arbeit unter den Jüdischen Arbeitern, noch sei es denkbar, daß die Jüdischen Arbeiter darauf verzichten, die hebräische Sprache zti verbreiten. Die Jüdischen Arbeiter seien auch daran interessiert, Ihre Familienangehörigen, die aus dem Auslände Ins Land kommen, zu unterstützen, ihnen Arbeit zu verschaffen, für sie Mauser zu bauen und geben hierfür Qckl aus, — der arabische Arbeiter habe damit nichts zu tun. Dagegen mihsen nationale Sektionen gegründet werden, welche In wirtschaftlichen Angelegenheiten zusammengehen und zusammenarbeiten, aber volle Freiheit In der Befriedigung der nationalen Erfordernisse Ihrer Ocnosscn haben. Die bestehende llistadrulh — erklärt Ben Ourion den anwesenden arabischen Arbeitern — hat zun« großen Teile für die nationalen Bedürfnisse der jüdischen Arbeiter zu sorgen, es gehe also nicht an, von ihr zu verlangen, daß sie auf ihren nationalen Jüdischen Charakter verzichte und das Wort „jüdisch" Im Namen „jüdische Arbeiterorganisation" streiche. DI« Histadrulh könne nicht aufhören, für die kolonisatorischen und kulturellen Angelegenheiten der jüdischen Arbeiter zu sorgen. Notwendig sei die Oründung einer internationalen Arbeiterorganisation neben der hebräischen Organisation. Wenn diese Organisation einmal bestehen werde, werden die arabischen Ocnosscn nicht mehr nötig haben, sich an eine Jüdische Arbeiterorganisation anzuschließen. Solange diese Organisation aber noch nicht begründet ist, muß die Eisenbalinerorganlsation In zwei Sektionen bestehen und die jüdische Sektion der Eisenbahnerorganisation schließt sieh der jüdischen Arhcitcrorganisa'ton an; die arabische Sektion könne sich «ntweder provisorisch auch unter den Schutz der allgemeinen jüdischen Organisation stellen oder aber abwarten, bis die Internationale Organisation geschaffen sein wird. Die Rede von Ben Gurion wiihrte H/» Stunden und wurde Satz für Satz aus dem Hebräischen Ins Arabische übersetzt und machte einen starken Eindruck. Aber die Histadruth konnte ihre Tendenzen dennoch nicht durchsetzen. Die Konferenz beschloß mit 18 gegen 7 Stimmen, daß die Eiscnbahncrorgaiilsalion nicht in nationale Sektionen zerfalle, sondern eine einheitliche Internationale Organisation sei, und richtete gleichzeitig an die Histadruth das Ersuchen, die nationale jüdische Arbelt abzusondern und sich In eine Internationale Arbeiterorganisation zu verwandeln. Dieser Beschluß hatte eine schwere Situation geschaffen. Die Histadruth kann übrigens In Weiner Welse die Forderung der Eisenbahner annehmen, aber auch die Eisenbahner können heute, wo es außerhalb der Histadruth keine Arbeiterbewegung Im lande gibt, nicht daran denken, die Histadruth zu verlassen. Es ist im Augenbücke noch gar nicht abzusehen, wie die Schwierigkeiten gelost werden werden. Dr. Hugo Bergmann. Der Tonrisfenvrrkelir Im Dcrrmbcr , Offiziell wird vcrlautbart, daß 2614 Touristen, Pilger und Durchreisende während des Monats Dezember nach Palastin« kamen; lmN selben Zeitraum sind 1290 Palästinenser Ins Land zurückgekehrt. Die Ausslellunn der Jüdischen Kooperatives Arbeit Palästinas Brief aus Amsterdam. innerhalb der Internationalen Koopc.ativcn Ausstellung In Gent war das Jüdische PatSstlm durch einen besonderen Pavillon vertreten, Die Junge Kooperative von Palästina hat sich dort trotz ihrer Bescheidenheit die Achtung und Ata Anerkennung der Internationalen Welt der Kooperation crrungwi. Inmitten eines rlc-ilgen Ausstcllungiparkc«;, umgeben von den reichen Ländern der Kooperativen Bewegung, wußfa sich dieser Pavillon eine besondere Aufmerksamkeit zu erringen. *■ Zum ersten Mal wandte sich die jüdische Arbeiterschaft von Ercz-Israd an die Ocficntilchkcit, um Zeugnis abzulegen von den treibenden und bestimmenden Kräften bcim; Aufbau von Erez-Israrl und um zu zeigen, wie aus dicken Krüftcn ein freies, wirtschaftlich normales Jüdisches Gemeinwesen In Palästina sich entwickelt. Die Ausstellung! zeigte Produkte und Abbildungen harter und aufreiben ler Arbeit, sowie In Diagrammen die Entwicklung dir Institutionen der Arbeiterschaft, Hinter diesen Produkten und Früchten, hinter dieser aus der Stcliiwfistc und Jerusalem gesprengten und von Jüdischen Händen bearbeiteten Steinen, stehen Tausemle junger Menschen, deren Leben völlige Hingabe Ist, völliges Aufgehen in der Verwirklichung der alten, Hoffnung, das'jüdische Lind dem jüdischen Vo'.k durch Arbeit wieder zu erobern I Die Ausstellung, die nach Beendigung der Internationalen Ausstellung In Gent nach Amsterdam überlührt 'jnd hier bis vor kurzem aufgestellt war, zeigt uns acht Gebiete der Tätigkeit der Arbeiter-Organisation: Die Landwirtschaft, dl': Konsum-Genossenschaft UamaschMr, die Kranken'«ne, dlv Arbcitcrbank, die Kultur-Kommisson, die Frauenarbeit, der PalÄstlna-Arbcitcriomls und last not least die Kooperative! Bau-Unternehmung „«olclhomh". Ab. Im Wisitcr I0!)8 eine kleine Arbeitergruppe, die In, heroischem Ringen »Ich Innerhalb der bestehenden Kolonien In Judäa zunächst d^s R<\:ht auf Arbeit erobert hatte, nach OalilSa zog, um In Scdschera, auf dem Boden der ICA die erste jüdische freie Arbeitsgemeinschaft ins Leben zu rufen, da geschah dies nicht aus dem Willen, Irgend eine mehr oder weniger anziehende ' Theorie der Oenossenschaftslchro zu verwirklichen. Dieser Zusammenschluß der jüdischen Arbeiterschaft, der später von der gesamten jüdischen Arbeiterschaft In Erez-Israel als ihr Weg akzeptiert worden ist, war der Ausdruck Ihrer Sehnsucht und Ihres Willens nach nationaler Verantwortung In ihrer Arbeit. Das Bewußtsein dieser tiefen Verantwortung war es, das dem jüdischen Arbeiter die Kraft und die Freude verlieh, seinen nicht leichten Wcgj au gehen und In seiner mehr als 15-jährigen Tätigkeit Zc'.lo um Zelle zu bauen. Ein Netz von -19 genossenschaftlichen größeren und kleineren landwirtschaftlichen Siedlungen bearbeitete zu Beginn des Jahres 1921 in einer Zahl von ungefähr 2500 arbeitenden Mitgliedern ßber das ganze Und verstreut, zirka 69 000 Dumm Dodon. Diese Siedlungen sind mit allen Zweigen landwirtschaftlicher Arbeit beschäftigt, von denen die ausgestellten Produkte und die Abbildungen ein beredtes Zeugnis ablegen. Es gibt Gruppen, die sich hauptsächlich mit Ackerbau befassen, daneben solche, die Vieh- und Hühnerzucht In größerem Maßstab betreiben. Die Aufforstung der 6dcn Berge unseres Landes Ist ein unerschöpfliches Gebiet menschlicher Arbeit, Bienen- und Schafzucht zeigen in den letzten Jahren bemerkenswerte Erfo'ge, der Tabak- und Ciemflsebau beschäftigt eine grolle Zahl von Genossen und jeder Zweig hat das Seine zu den Erfahrungen unserer Pioniere und zu einer Rationalisierung und Intensivierung unserer Landwirtschaft beigetragen. Die Konsumgenossenschaft Hamaschblr, mitten Im Kriege auf die Initiative der gäliläljchcn Arbeiter gegründet zu dun einzigen Zweck, den Kampf gegen Teuerung und Hunger und die das Land aussaugende Spekulation aufzunehmen, hat sich im Laufe der Jahre zu einer bedeutenden Konsumgenossenschaft entwickelt. Sie wurde zu einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor der Kolonisation vor allem' durch die von ihr durchgeführte Organisierung des Absatzes 0 „Brich aus in lauten Klagen Du düstres Märtyrcrllcd, ~ Das ich so lang' getragen Im flammensiillen Qemütl" Das Ist der gewaltige Akkord, den der Jude Heine »njchlägtl Und wir sehen, nachdem Zeitereignisse, Juli-Revolution, St. Simonismus u. a.. Ihn bald von seinen jüdischen Plänen »gebracht hatten, daß er einige Jahre später um »o bewußter und olfener »ein jüdisches Fühlen und Denken zum Ausdruck Mngt. In den „Hebräischen Melodien" findet es höchste Formung und sein Bekenntnis zur Bibel gehört zum crgrcl- '«dsien In Heines tragischem Leben. „Ich sehe jetzt, die Archen waren nur schöne Jünglinge, die Juden aber waren Immer gewaltige, unbeugsame Männer. Nicht bloß ehemals, «Mdern bis auf den heutigen Tag, trotz IS Jahrhunderten der »»folgung.und des Elends — stolz, daß ich ein Abkömmling jener Märtyrer bin, die der Welt einen Oott und eine Moral fgeben und auf allen Schlachtfeldern de» Gedankens ge- Smpft und gelitten haben," — Das Ist da» Letzte «einer Wische« Helmkehr und beschließt dtn Kreis seiner großen Confesslo-Judalca, das In der Tat ein ergreifendes Dokument «rstcllt. In d:m »ich Heines Lebenrgeschichte, Heines Künstler- und Heine» Gedankenwelt spiegelt. Dr, Walter FIschel. Gail She!i«o: ürbrllsche Dlbelrerltoiloa .Man muß der freien Jüdischen VoIk«hoch- Jtnule dankbar »ein und hätte dieser Dankbarkeit ruhig «weh weit stärkere Beteiligung auch oua unseren Kreisen h,i ,[uclt Sc°en dürfen! —, daß »Ic e» unternommen hat, J*' j'uer Semester-Eröffnungsfeier am 8. d. M. all Auftakt i»!.dcm 8f0fl angelegten Rezltatlon»zykIu«: „Drei '"rtausende jüdische Dichtung" eine Bibel- .,, ,Jtion In hebräischer Sprache zu bieten. Wohl zum ersten erfuhr ein größeres Publikum in Berlin die künstlerische "ji'kung des formvollendeten Vortrags altjfidlscher Dichtkunst, ,,„H°«walt und Musikalität biblischer Sprache, wenn sie erlebt Thi 'Mendig gesprochen wird. S h e I a » o vom Palästina- \Zi ,r wt'htc die ganze Kraft »einer Jungeu Peuersccle ramutIn zwingende« Talent der großen Aufgabe. Den Höhetelk,1 «Iner Vorträge bildete wohl Psalm 137 (al naharot Wc')i hier verknüpften sich Originalität der Auffassung, treuer Anklang an den östlichen Hesspcd-Ton und Modulation der Stimme in Leid, Rache und Hoffnung zu einer Leistung von abgerundeter Vollendung. Aueh die jcrcmlastcilc wirkten stark und echt; dagegen war die Wiedergabe der jesajanischrn Weissagung vorn „linde der Tage" schwach, well noch gestaltlos und nicht letztlich durchgearbeitet. Von prächtiger Stimmung war Psalm 13o (hodu l.idonalkl tow, kI leolam chnsdo) getragen. Leider vermißte man Proben anderer Darstcltungsgattung und Klangwirkung, etwa epischer Stücke oder aus dem Hohculicdc. Hoffentlich begegnen wir Shclaso bald wieder mit erweitertem Programm. Die Veranstaltung wurde durch einen Oesang Leo Q o 11 a n I n s (Psalm 19) eingeleitet, dessen beseeltem Vortrag In traditioneller Urwüchslijkeit mm Immer wieder mit Entzücken lauscht. Dann sprach'der Vorsitzende der Volkshochschule, Dr. Kirschner, über <ias Ulklungszlcl dieses Instituts, das nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern die Inden zu aktivieren und auf Ihren Wegen hineinzuführen habe mitten Ins t.itigc jüdische Leben. Am kommenden Sonntag, den 15. Februar, vorm. II Uhr, eröffnet Ernst Deutsch die deutschen Rezitationen. Sein Thema heißt: Israels Urzeit; aus Bibel und Talmud trägt er — wie wir atm dein ausgezeichnet durchgearbeiteten, den ganzen Zyklus umfassenden Programm ersehen, dessen Anlage vollste Anerkennung verdient — die schönsten Stückevon den ersten Menschen und den Stammvätern vor. und Teile aus „Jaakobs Traum", sowie nui einer Volkstragöule'„Mose" von Israel Auerbach werden die Spiegelung der alten Erlebnisse und Probleme in der Seele moderner Dichter veranschnullchcn. (Wie uns die Volkshochschule hierzu mitteilt, sind Karten zu volkstümlichen Preisen Im Sekretariat der Fr., J. V. fLützow 4721, Goldmann), bei Tietz, K.d.W. und, soweit noch verfügbar, an der Kasse erhältlich.) ZfllscliriSIcnscIian Neuer Jahrgang der „Jüdischen Kooperation". Vor kurzem erschien Nr. 1 des zweiten Jahrgangs der Zeltschrift „Jüdische Kooperatlo n"', Organ des Zentralverbandes der jüdischen Kooperativen Osteuropas. Dem Inhalt ist zu entnehmen: Dr. J. Ücham: Uebcrdcn Zcntralvcrband; N. Sch., Ocdankcn über das jüdische Genossenschaftswesen: M. Schalkewitsch: Die Frage der Lebensversicherung und der Verband der jüdischen Oerosscnschaften In ßeßarablcn; Dr. M. Silberfärb; Die Jüdische Wirtschaftslage in Polen; B. D.i Die Jüdische Kreditkooperation In Rußland; N. Sch.: Die Kreditorganisation der Arbeiterklasse u. a. m. Jubll.'lum einer zionistischen Zeltung. Am 1. Februar waren 25 Jahre verflossen, seitdem der vor kurzer Zeit verstorbene Redakteur Max Hickl in Brünn die „Jüdische Volksstimme begründete. Aus diesem Anlasse erschien am 1. Februar 1925 eine dO Selten starke illustrierte lubiliiumsfestschrift, redigiert von dem Neffen des Verstorbenen, Herrn Hugo Oold, welche unter anderm folgende Rcitriige brachte: Cliajim Bloch, Wien: Die Welt der Cha^idim. Dr. Max Brod, Prag: Die luden von tinns. Dr. Willy Cohn, Breslau: Die Heimkehr. Dr. O. Donath, Brünn: Frantisck Göttlich, Ccsta do Canaan. Dr. H. Fleuch, Kanitz: Aus einem alten Pinay. Josef Grob, Wien: Dr. Wolf ..Thillim", Arth. Grün, Ingenieur, Luccucc: Problematik und Tat. Dr. M. Grünfeld, Brünn: Mähr. Ghcttoorigiuatc. Dr. Th. Haas, Brünn: Aus unserer Inernollllselicn Ik:täti|:ung vor dem Kriege. (Erinnerungen an Max Hlckl.) Dr. lln?o Herrmann, Brünn: Palästina 1021. Dr. Felix Kanter; Das älteste jüdische Abzeichen. Flslg König, Portsmmith: Ein Judcnstädtcncn. Dr. E. Müller, Wien: Palme und Oclbaum. Lorenz Schcrlag, Lemberg, Schönheit. Marek Scherlag, Wien: Schatten. Slcgmund Urabin, G.iblonz: Rassenthcorethischr.s von den Juden. Dr. Max Wcrthclmcr. Wien: Der jüdische Monothcismun in der allgemeinen Reiigionslheorle. Armin Willkowltsch, Eger, Enttäuscht. U. v. a. Preis Kc. <>.-, Ootdmark t,-, o. Kr. 12030- Polen Zlozy 1,—. Zu beziehen durch den Verlag „Jüdische Volksstimmc", Brünn, Adlcrgasse 9. Seit Oktober erscheint die Monatsschrift „Blätter de» jüdischen Frauenbundes". Sic bringt als Vcrbnndsorgan des Jüdischen Frauenbundes von Deutschland Mitteilun.'jcu aus dem Bundeileben und Arbeitsberichte der Ortsgruppen und Vereine, orientiert laufend üher jüdi«che Frauentagen anderer Länder, soziale Arbeit und aüjemeine Frauenfragen und bringt in ailtemelnen Artikeln die Stellung, nähme der jüdischen Frauen aller Richtungen zu den Gegenwartsfragen des jüdischen Lehens und der Frauenbewegung zum Ausdruck. Die letzte Dezembernummer enthält unter anderem auslührlichc Berichte über die Erfurter Delegiertent.i"ung des jüdischen Frauenbundes und über die Arbeit im Helm des Jüdischen Frauenbundes In Neu-Isenburg. Außerdem lag dieser Nummer eine Chanukah-Kindcrbcilagc bei. Die Zeitung Ist zu einem Jahrcsprels von 3 M. bei der Redaktion (U. Karminski Berlin. Oranienburger Straße 60/63) zu beziehen. Die Dezembernummer Ist als Sondernummer rtoeb für CU0 M. ebenfalls dort «rhlltllch.

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