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Jüdische Rundschau · 1925-02-06 · Heft 11 (6.2.1925) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 11 (6.2.1925)
Date
1925-02-06
Page
– (sequence 4)
Language
German
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■ Seite OS IUEDISCHE RUNDSCHAU Nr. Ii i i Französische Pollllk la Syrien Von JoscfPrledfeld, London. Ocncral Sarrail, der neue Obcrkommlssar Frankreichs jn Syrien. Int am 3. Januar in Bcyroulh eingetroffen. Ocneral Sarrail Ist ein bekannter Demokrat, der in den letzten Jahren in der franiüsUclicn Presse der linken bürgerlichen Parteien unablässig gegen den reaktionären Nallonallimu» und gegen linpcralikliwlie Politik aufgetreten Ist. Es wird i»tcrossut telii. M beobachten, wie Ocncral Sarrail seine demokratischen Prinzipien mit den Wünschen der syrischen Bevölkerung In Einklang bringen wird. Die Franzosen habe« ihre Ansprüche auf Syrien auf ihre Jahrzehnte Jangcu Beziehungen .mit diesem Lande und insbesondere mit dem' Libanon begründet. Sie waren stet« al« die Beschützer der christlichen Sekten aufgetreten und es waren französische Mission«, und weltliche Schulen, die die Verbindung» zwischen Syrien und der Gedankenwelt Europa« licrj/cilctlt halten. Kaum al>er waren sie nach Beendigung de» Kriege» nach Syrien gekommen, als «Ic einer unverbauten Oppv* sitlon leiten« der Syrier «ich gegenüber fanden, die auch nach der Vertreibung K&niff Fcisals aus Damaskus am 25. Juli 1920 fortdauerte. Ganz Syrien stand nun unter französischer Kontrolle und Frankreichs Mandat war kurz vorher Im Monate April anläßlich der Konferenz von San Rcmo von den Mächten bestätigt worden. Seine endgültige Anerkennung durch) den Völkerbund fand es gleichzeitig mit dem britischen Mandat über Palästinn Im Juli 1922. Frankreich stand von Anfang an vor der Aufgabe, die demokratischen Prinzipien der französischen Republik! mit der Notwendigkeit einer Herrschaft gegen den Willen der Beherrschten *u verbinden. Die Lösung konnte cclbstverständlich nicht völlig befriedigen. Frankreich ging nach dem Orundsatze vor, den In einem solchen Falle die" herrschende Macht immer anwendet: «Ic teilte da» L"nd In einige „Staaten" und suchte so durch Verkleinerung de» Ocbictes wie auch durch gegenseitige Eifersucht der einzelnen Ollcdcr das Problem zu lösen. Vor allem wurde das Gebiet des groOcn Libanons als ein eigener Staat konstituiert. Hier konnte Frankreich am ehesten auf die Freund-« schaft der Bewohner zählen. Die 710000 Einwohner des> Otbietes weisen eine große religiöse Buntheit auf. Die Mehrheit der Christen ht K<dng und unter ihnen selbst rillt ea drei grolle Sekten, die Marnulleii, die 'ZOO <KX) Aubänger zahlen, die OrictliischOrthodoxen und die Oriechisch-Kathollschen. Die Nicht-Christen zählen 125000 Mohammedaner der sunlllschen Sekte, 105000 der «chiitUchcn Sekte und 45000 Drusen. Neben dem Staat des Libanons und zwei kleineren Territorien, dem der Drusen im Hauran und dem der Alullen an der Meeresküste, entstanden zwei weitere größere Staaten, der Staat von Damaskus mit 610 000 Einwohnern, und der von Aleppo mit 720 000 Einwohnern. In diesen Staaten befolgte Frankreich überall das Prinzip, an die Spitze der Verwaltung wie auch in alle Stellungen drt administrativen System« Eingeborene zu »etzeu. denen nominell die Exekutive oblag, während sie in Wirklichkeit an die Vorschläge und Weisungen, der französischen Beamten gebunden waren, die ihnen als „Ratgeber" zur Seile standen. Es wurden auch erste Ansätze von Körper* Beiladen zur Vertretung dtr einheimischen Bevölkerung geschaffen, freilich mit sehr beschränkten Kompetenzen. D.-r erste weitere Schritt In dVeser Beziehung wurde im Mai 1922 Im Libanon gemacht; wo ein Staatsrat von der Bevölkerung gewählt wurde, dem gewisse weitere Rechte, dar. unter auch das Hecht der Pentling des Budgets zustehen. Im Juni 1922 wurde auch eine syrische Föderation begründet, Jn deren Kompetenz gewisse allgemeine Angelegenheiten des Mandatsgebiete« fielen. Trotz dieser scheinbaren Konzessionen vermochte doch Frankreich nicht, die Zustimmung der Bevölkerung zu »einer Amübung des Mandate» zu erlangen. Die militürlschc Okku« pallon des Landes gestaltete sich für Frankreich sehr kostspielig, wenn auch dio Kosten nach dem Friedensschlüsse Frankreich« mit der Türkei und nach der Räumung Cüiricns durch die französischen Truppen Im Jahre 1022 bedeutend sanken. Die militärischen Ausgaben Frankreichs für Syrien < 'I!r t K hatten Im Jahre 1021 795 Millionen Franc» betragen, 1022 nur mehr die freilich noch liiuucr beträchtliche Summe von 332 Millionen Francs, wozu noch die sonstigen Zuschüsse Frankreichs zu dem syrir.chcn Budget kamen, die im Jahre 192t 120 Millionen Francs betrugen. Die Wichtigkeit, die «lern Mandatsgebiete von Frankreich beigelegt wurde, ist auch aus dem Umstand ersichtlich, daß Frankreich seine fähigsten Ooncr.ilc als Ohcrkomuilssarc nach Syrien entsandt hat, zuerst Ocneral Qournud, der in Syrien von Novemlwr |0|0 bis April l<>21 grwcllt hat, «ml dann Ocncral Wcygand, der Syrien Im Dezember 102-1 verlassen hat. Manche Kreise in Syrien hoffen, daß die Ankunft Ocneral Sarrails den Beginn einer neuen Politik bedeute, die» die Einheit Syriens wieder herstellen und den Aspirationen der Bevölkerung Rechnung tragen soll. Es bleibt nbzu. warten, ob diese Hoffnungen nicht schnell enttäuscht werden, weniger durch den Mangel gnlrn Willen« bei Ocncral Sarrail als durch die Macht der Verhülluhsse. Aber noch vor «einer Abreise bat sein Vorgänger eine Verfügung unterzeichnet, die den Wünschen der Bevölkerung nach Herstellung der syrischen Einlurit Rechnung tragen soll, es aber in einer Weise tut, die ihnen kaum gerecht wird. Doch ist darüber hinaus dieses Dokument nufkrordcntlich Interessant und bcdeutsam durch seinen Versuch cjner Verfassung, die das Festhalten an demokratischen Prinzipien mit den Erfordernissen einer kolonialen Verwaltung auszugleichen ver. sucht. Diese Verordnung v.o.in 5. Dezember .1924 verfügt in Ihrem ersten Artikel: „Die Staaten von Aleppo und Damaskus «lud vom 1. Januar 1925 angefanrren In einem einzigen Staat ver« , einigt, der den Namen .Syrischer Staat' trägt. Der Syrische Staat stellt in den gegenwärtiger» Grenzen der Staaten von Aleppo und Damaskus und unter Vorbehalt der Rechte und Pflichten der Mnmhtarin.tclit einen unabhängigen Staat vor, dessen Hauptstadt Damaskus ist." Die folgenden Arlikel suchen nun einen Ausgleich her. irtistvllcn zwischen der aui-ilanutcn „Uiiiibhäuglgl eil" de» „Staates" und dem „Vorheh.ilt der Rechte und Pflichten" der Mandatannacht. Zuerst scheint es, als werde die Unabuängigkeit stärker betont. So heißt et im Artikel 2: „Die ausübende Gewalt Hegt in der Hand eine« Staat», chefs, der den Namen: .Präsident des syrischen Staates' trägt. Er wird vom Staatsrat mit absoluter Stlmmcnnichr. Iieit gewählt." Der Präsident ilm syrtielirn Staate« ernennl die höheren Beamten und Ihm obliegt ch*uso die Hrne-iniiug und Ab. benifung der Minister. „Die Minister haben d'e Ober- Icituug der gesamten Staatsverwaltung, «oweit »le In Ihr jeweiligen Ressort fällt." (Artikel 4.) Die Zahl der Minister ist mit fünf festgesetzt und umfallt den Minister des Innern, dem auch die Polizei und das öffentliche Gesundheitswesen unterstehen, den Jiisli/niinister, den Finauzmiuistcr, dem auch die Staatsdomänen unterstehen, den Uulcrrlehtsininisler und dcij Minister für öffentliche Arbriten und Ackerbau, dem auch die Leitung des Post- und Tclegrnphcnwesens obliegt. Die hUliriJf.cn Sl.ml-ir.'ile von Aleppo und Damaskus, dln Im September 1923 geschaffen wurden, bleiben mit Ihrer freilich sehr beschränkten Kompetenz auch weiter aufrecht, bilden aber vereinigt jetzt den Staatsrat des syrischen Staate«, Die neue Verordnung ändert nlehl« au ihrer Stellung, «om, dem bestätigt nur die früheren Verfügungen. Diese ganze scheinbare Unabhängigkeit findet aber ihr Ende in den Artikeln 12 und 13 der neuen Verfügung. Dart hciflt es: „D'e Vollmacht und die Rechte des Ohcrkommissärs und »einer Vertreter sind die gleichen, wie nach den bisherigen Verordnungen. Die grset/nebenden und verwaltungsrecht. liehen Verfügungen <lcs Presidenten de« Syrischen Staate» •unterliegen der DcslällfiiMir durch den OhrrkmumUsär. Die ErtKiimingdt, die der President dc-j Syrischen Staates vornimmt, müssen vom Obcrknmiul**iir gebilligt weiden. Dir Wahl di-« PiKiilenlru ilrs Syrischen St.tilr« muH Vom Oucrl-nuuiilss.lr brs' iligt werden. Der Oberkommissär kann aus Gründen der öffentlichen Ordnung den Präsidenten de« Syrischen Suiales alisct/cn. Alle anderen Handlungen de» Präsidenten des Syrischen Staate«, deren Bestäligung nicht dem Obi■rknmmhsär vorbehalten ist, müssen durch seinen Vertreter bei der Regierung de» Syrischen Staates bestätigt werden. Die Ernennungen der Beamten Reitens der Minister unterliegen ebenfalls der Bestätigung durch den Vertreter de» Obcrltominissärs." 6o bietet dies« neue syrische Verfassung ein typisch^ BIUI von der Zwiespältigkeit der Lage In dC|« Mandatsgebieten, wie überhaupt in allen jenen Ko. lonialländcrn, wo <kt Bevölkerung nach demokratische Prinzipien ein Anteil an der Rcgicrungsjjcwalt gegeben werde soll. I>ic „Unabhängigkeit", die In vdcn ersten Artikel zugestanden wird, verliert viel durch die Bestimmungen ü\, »p.i'fcrcu Artikel. Die Verwaltung des Landes wird zwar V(„ einheimischen Beamten geführt, abpr uuto-.rstcUt der Lcit,,,,, und Aufsicht französischer Beamten, die srllHtversCindiid, Jede unabhängig« Wilien»i'«Mallnng iw,sclilic(It. Die nc,K Verordnung wird den Wünschen der Syrer oder /.utiiindtii eine» Teile's der syrischen Bevölkerung nickt gerecht, imlcq sie nicht nur die ganze Ocscl/gcbung faktisch in den Händen der Mandatannacht lädt, sondern »ueb die erwähnte Einheit Syrien» uicjit sclwfft. Ob (Jeneral Sarrail über den hu. hcrlgen Zustand hinausgehen wird, ist unbekannt. Aber es Ist Jnteratspn», wie die Fi anzoi.cn In dem syrischen Mandatsgebiete, wo »ic nicht jene Koiimlikajion vorfinden, die den Engländern in Palästina die B a 1 f" u r d c k I a. ral Ion bereite!, die sthwie,rißc Frage der Verwaltung dM Mandatsgebietes im Sinne des Artikels 22 des Völkerbund, paktes zu lösen vcrsuclieu. AnllindLsehe Excesse In Warschau und In loü* Warschau. (J.T.A.) Am Montag, d.2. iv«hr., nachm. fiberfiel eine Menge die jüdischen üesch,:iftsiulivü>cr in -«Jet Twardagasse, in 1Uhandelte sie und demolierte mm Teil die Ladeneinrichtung. Der Orund der Ew sc war, daß die Juden trotz des christlichen Feiertages <Üc Lädcs offen hielten. Die Hegirrung hatte diesen Feiertag als nicht staatlich erklärt, so daß auch in den staatlichen Acmtcm gearbeitet wurde. Polizeivertrieb die Exzcdcjitcn. Einige jüdisahe qc. »cb.'iftHleutc wurden verletzt. Lodz. (J.T.A.) Nachdem die Regierung den montigigce Feiertag als nicht «taatlich erklärt hat, hielten die jüdisehen Geschäftsleute ihre Laden offen. Vor der Kirche in der Kosclelnfgnssc hielt eine christliche Menge eine Versammlung unter freiem Himmel ab, in welcher die J udn als diejenigen hin Gestellt wurden, die di( Abschaffung de« katholischen Feiertags erwirkt hat trn, Die Mei^r drang daraufhin in die ju.li »eben Gassen der Altstadt ein, demolierte dia Wirenlliden und millhnndelte die Geschäfts- 1 c u t c. Auch in zahlreichen Privatwohnungen wurden die Fensterscheiben eingeschlagen, ,Dlc Polizei wai gegen die Menge machtlos. Unter den jüdischen Krämern und Markthändlcrn sind sehr viele Verwunde«. Zahlreiche Geschäftsinhaber haben einen grollen Teil ihrer Ware cingchiiflr, F.rst in den Nacluniitagsstiiiidcn gclanj e» Polizei zu P.'erd und zu Fuß, die Menge aus den jüdischer- Oasscn hinauszudrängen. Die KabineIlskrlsls ii IJUoca Der Präsident der litauischen Republik, Herr Stulginskl, empfing In Verbiuihing mit der vor sich gehenden Neubildung de« Kabinetts u. a. auch den Vorsitzenden der jüdischen Sejmfraktion, Dr. J. Robinson, um die Meinung der jüdischen Abgeordneten zu erkunden. Dr. Robinson führte aus, die Juden verlangen Gesetzlichkeit, Gleichheit, Durchführung der Konstitution. Wie aber die Verfassung interpretiert wird, das zeigen die Geschehnisse der letzten Zeit: Die Zerstörung des Naüoualratvs, die systematische Zcrst»- ning de jüdischen Gruieiiidiautoiiomic, das S'eiicrsyslc.n, die Ausweisungen Usw. Deshalb stehen die jüdiuehcn Oipi. tlcrlen der Frage der Vcibreitcruiig der Ucgicrungsb.iM« skeptisch gegenüber, Austritte aus dein Judcnhun. Dan Lentherger „Taghlatf*1 veröffentlicht eine Liste der im Jahre 19JI in Lemhcrf .ihr dem Judentum Angetretenen. Der erste Ausweis umfallt 55 Namen, Die Mehrzahl der Ausgetretenen rekrutiert «ich a"< den Kiehcn der jüdi-n-h-ptdiilsrlieu As'imilatiiui. Zumeiot bandelt es «ich lim Miidehcn im 'heiratsfähigen Alter. Nr. f^y %Mi Dr. Kennen gemacht. Alkan (eigentlich Morhnngc>, ein Jüdischer Komponist und Pianist — daneben auch ein tüchtiger Talrniidist — der im vorigen Jahrhundert in Paris naco wahrhaft moilcrncm, d. h. nach echt individuellem Prinzip schuf und keinen geringeren Qcist al« ilusotri befruchtet bat, wirkte hier nur in der Idee bedeutend und vorbildlich. Die kleinen Sachen an sich gaben nicht v|cl her. Nun die Licdcr»ängerin: Rahcl Cr.nolnikoff singt die «(jüdischen Lieder mit wllcndeter Kultur. Obgleich ihr .Material nicht eben groB ist, versteht tic c« durch Kunst unu innere» feines Erfassen die Ocsängd, die sie vorträgt, anschaulich und wirkungsvoll darzubieten, Sic schallt Mmlatiirbildcr von ganz entzückender Art, etwa wie „IIa man Maines Hascle'1. Das ganze war ein Anfang. Mit den rechten Mitteln jiiul solchen und anderen gewin nur wenig vorhandenen Kräften könnte man viele Schätze jüdischer Kunst auf. «^c». _______ Arao Na<,cl- Jiddische Bücher in Rußland In der letzten Sitzung des Zentralbüro» der Jüdischen ststion der KommumsUsdven Pattel crstMtete Vktr LtvUan einen Bericht über die jiddische Publikationst iliglait In Mos- «ii. Die Heraussähe jiddischer Bücher erfolgt durch den «ntralverlag der Sowjet-Union. Zum Teil wird diese Aufgäbe durch die Organisation „Schule und Buch" erfüllt, die sich aber mehr mit der Verteilung' der Bücher beschäftigt. rur die Bürhcraufgabe bestehen 13 Abteilungen: Die erste Abteilung Kiht Lehrbücher (Geometrie, Botanik, Physik, JH'uiscIic Grammatik usw.) «us. Diese Abteilung bereitet die miausgäbe einer „Geschichte der sozialen Bewegungen unter?,r" J,,dfn I" Rußland", einer „.«schichte der revolutionären i>Ä"fren '£ „Europa", einer „Geschichte der Juden in in . " b*1 zur Teilung des Landes" vor. Die zweite Abteilung n ,-.piid*R0R,,.cl,e ,' ilcr4tur heraus. Die dritte Abteilung P legt die populäre Wissenschalt. Von Ihren Ausgaben sind zu Kon nm„.«Tcltph?n, ,u,"id If'0"-. ÄOeschichte-der Pariser Koninmne', „Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg", „Karl E; .:,Vi° ^""T1 n'? /üm. Aeroplan«, ferner r»livsiKliniu!- &, ''t'11,11^ bc lcirlsl sclje Werke.'Die Abteilung vier Ki '* ^""•«'Mpratiir. Abteilung fünf jung kommunlsl|s.ehe te in«iU tAbtli,,.,,,R ,eclu <=«»tliält eine Lenln-Bibllothek. Abtwt? *15be.n,bn,,S! >n»i-xts*J»che Literatur (Werke von Marx, tyyfr* Ple«*«>ov/, Sinowiew, Kamcnew), die Ab' •Wupg enthalt, fi»ch c n J^cl» ^Jud* uud ^"t Ai>lejlupg acht im iiiwv>'h n.ii* i uii|i|ii bringt Bücher für jüdische Bauern (Laiulwirlschaflslchre und Kooperation!. Ahteilung neun bringt allgemeine politische Literatur, Abteilung zehn populäre Wissenschaft, Abteilung elf Dekrete, Gcsctrbfichcr usw., Abteilung zwölf Kunslproduk« tioncn und Kunstgescliichte, auch Werke der klassischen jiddh sehen Literatur, Abteilung dreizehn bringt Bücher ühcr -Gewerbe, Statistik, Diagrauunc usw, Btlclicrsclian Heinrich Richert, „Die Probleme der Ocschlcbtsphllohnohlc", Heidelberg, Carl Winter, 150 .Seiten. Kiekcrts Probleme der ncsehkiitsiihilosonhle sind vor 20 Jahren in der Festschrift für Kuno Fischer erschienen und haben seither ihren Platz in der Diskussion der Grundlagen der Ocseliichtr.wisseii<cli.ift behauptet. Diese Diskussion ist durch die — wie Wickert sagt — „Sensation vom Untergang des Abendlandes" neu .ingefacht worden und die neue Auflage ist durch eine kurre Auseinandersetzung »»'* der bpcnglerschcn Gcschielitsphilosophic und durch zwei die grutidsahhehe Stellur.g Richerts gegen Millvcrstäiidiiisse vcrleidlgcmle Abschnitte bereichert worden, «ickeet IcUnt Spen^U-r» I listonsinu«, «len Glauben an das „Recht" in der geschichtlichen Wiikliclikeit scharf al). Der Historiker hat nicht zu werten und kein Recht zuzusprechen. Dies Ist Sache der Philosophie, für welche aber der Historismus st« Weltniischauung ein Unding ht. Fr führt, wie jeder Rclativhnius, nur zum vollständigen Nihilismus, „Hr macht als .Welt, iinschiuiing die Prinripicntnslpkcit zum Prinzip und ist daher vor dir Ocschi.-ht^philosuphie idierlniipt auf das cntfcl lfilenste iv bekämpfen." In Paranlhcse: Daß Rickert die Entdeckung des Begriffs der Weltgeschichte Seite 131 dem Christentum und nicht dem Judentum zuschreibt, ist eine von jrnen Ver. falschungcn des historischen Tatbestandes, an die wir swar eewohnt sin(\i <i,|c ß^cr Jn eincm »csclilclitsplillosophlseheii Buche überraschen. 1 h. b, Johannes Hessen, „Dio Katctorlcnlchro Cdunrd von Hnrimanus und Ihre Bedeutung für dio Phil »sorVilo der üegeuwarr. I.cii./ig; Verl.n; J ellx Meiner. HO Seilen, — Aus An afl des /(). GehurM.igcs Eduard von Mnrlmatin» erhell die Kant-Ocsellschnft ein Prelsanssrlirclbcn, dessen Thema lautete: „Die KateRorieuichre Eduard von Hartmanus und ihre Bedeutung für die Phllosohle der Gegenwart". Da» vorliegende Buch hat den Preis davongetragen. Hessen gibt eine ebenso schlichte wie lichtvolle Darstellung der Kategorien. lehre H.vtmanns. Diese Lehre gehurt zum Besten was l!irtmann gcAcliatfen bat, ist aber weniger bekannt geworden. Harlmann gilt noch heute nach seiner jugcmlschrift als „Philosoph des Unbewußten". Erst in den letzten Jahren beginnt die Seliiilpltitosophic auf Jlarbnnnns Erkcnntnislchrc zurückzugreifen. Der zweite Teil der Schrift von Hessen, der üic Bedeutung der Kntegoririilelirc Hartmanus für die Philosophie der Gegenwart darstellt, zeigt wie viele Gedanken von Hartmann zum Denken der Gegenwart reichen, besonders dort, wo die Philosophie objektivistisch-realistisch gerichtet ist. - Dem jüdischen- und besonders dem zionistischen Leser, der, vielleicht mehr „ils mancher andere, mit nicbtdeiitselieu wissen- Rchaltlielieu unJ kulturellen Bestrebungen in Berührung kommt, ist es schwer verständlich, wie in solchen Büchern wie dem von Hessen In ganz n.iiver Weise die „Philosophie der Gegenwart" mit der deutsch geschriebenen gleich gesetn wird. Hessen zitiert nicht einen ein/igen uiclitdciiUchcii philosophischen Autor der Gegenwart. Y b. Hohe. Es enthält «eben erzählenden Beiträgen von Em. Bernhard, Eugen JI o c f 1 i c Ii, Manfred S t u r m a n n und Clialm Bloch Auts.1t/.c ühcr die Künstler Josef Fl och, Grete Wolf -Kraka uc r und Josef Frank aus der Feder von Kai tu er, Hahn und Tugendhaft. Weiter ein« großen Aufsatz von Balahan über das Oliclto in l.uiiiin, Beiträge von Moa-cno-Lcvy über das Ste» reifib a!e-, von Reglcrungsb.-.unieister Ba c i w a I d ülv.-.r dar. bauen in P.-.Lstina,!•'-. .SJl a,l3r:!UIS dem .Notizbuuli eines Europarelscnden. SchllefMicli die besonder» xcichhaltigc Ruhr!!: Bu:h, Kunst und Künstler. Das Heft ist. wo nicht anders, durch den R. L&wlt- Verlag, Wien f, Fleischmarkt 1, zu beziehen. niallk-Karlcn. Im Verlag „Ar'zrnu", Berüu-Charlollenbürg, (Joclheslr, 6k, der ttchoti vor einiger Zelt eine Reihe füllte AnsIchUkartcir von Tcl-Aw.tw lu-rausgchracht In', ist soeben eine neue, sehr gelungene Karle mit dem lüH Bialiks erschieneiv Die Ausführung Ist besonders zu lohe«- Wir wünschen, daß die AuslchUkartc mit dem Bild des groß» hebräischen Dtdiicr« weite Verbreitung finden möge. L \X'ort« auf I ^roße Auflu Ihnen es m U»g" liirdu daß I daher Koloo nur i ob 6' knrna den!' wasi V ficht «.Ichs roeh der i: sein Jafu-e Sie 1 das \ die V Jdirfl ■lieht aasd> öaz» sein,, im L Tag mit , ist. , wert! spree viiiter « packt nicht Ks'in zwar die 1 jung-' in f » u daß i die; pard he>Ht <*< bi ■'A i«i t 4001?no die l'.ilä diref abei Äiht aCc wie, Pill gißl O.a Mit als he Eit 2rß K r fal kuB Es th mit 'mit l>c* lieh Arr, siel ata fTm Odi seh die 4111 sei Or ein Ea ha \r> vo ti< Uli w< I.

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