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Jüdische Rundschau · 1925-01-30 · Heft 9 (30.1.1925) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 9 (30.1.1925)
Date
1925-01-30
Page
– (sequence 4)
Language
German
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„ f Seite 80 JUEDISClin RUNDSCHAU Nr.O <:■' . t '* r i n!! Die Entscheidung in der Alnlen -Frage Jerusalem. (J.T.A.) Die Palästina-Regierung veröffentlichte am 21. Januar den Bericht des Untersuchung«» Komitees In der AIii [ch• Fra gc. Wie erinnerlich, kam es In Afulch. Im Tale Jcsrccl, zu einem Zusammenstoß zwischen jüdischen IMlüf'crn und Arabern. Die Araber versuchten, die jüdischen Pllllger zu vertreihen und behaupteten, e« sei arabische» Feld. Die Araber bombardierten die jüdischen Arbeiter mit Steinen. Es kam zu einem Kampf und dabei fiel auch ein Schull. Ein Araber wurde getötet und zwei verletzt. Auch unter den jüdischen Pflugern gab et Verletzte. Das RcRlcrungskomlfce erklärt nun, es habe alle Tat« sachen genau geprüft und sei zu dem Schluß gekommen, daß das Und in Afulch nietu.it» Im Besitze der arabischen Dort* bewohnet gewesen sei. Nichtsdestoweniger haben die Araber als die Anwohner Kompensationen erhalten, als das Land von den Juden erworben worden war. Das Komitee erklärt ferner, es sei während des Streites nur «in einziger Schutt abgegeben worden. ■ * Die palästinensisch - arabische Exekutive fiat (Iber die Angelegenheit von Afulch dem Obcrkommlssar ein Memorandum überreicht, In welchem die Behauptung aufgestellt wird, da1» strittige Land gehörte einmal den arabischen Dorfbewohnern, diese hiitten es aber zum Scheine vorkauft, um sich die Protektion der cltifhillrelchcn Schciiikäufcr gegenüber der Willkür der früheren türkischen Urämien zu versichern. Sic pflegen dieses Land gegen eine 20prozcntigc Abgabe der Produkte an die nominellen Outsherrcn weiter zu bebauen. Auf diese Weise wurden *. B. viele Dörfer Palästinas an den scincrzcltigcn Sullan Abdul Hamid, an den Sursuks von Beirut und andere hohe Personen verkauft. Die gegenwärtige Verwaltung Palästina.« habe darum ein Gesetz erlassen, dall in Fällen der Ucbcrtragung von Land an andere Personen die wirklichen Besitzer In hinreichender Weise befriedig» werden. Während des letzten Sommers verkauften die Sursuks von Beirut fünf Dörfer Im Distrikt Nazareth an jüdische Handelsgesellschaften. Mit Bezug auf das Dort Afulch »törte die Regierung die Vcrkaufsaktiori. Einige jüdische Spekulanten bestachen einen Teil der Dorfbewohner, die eine Erklärung unterzeichneten, dafl das Land mit ihrer Zustimmung verkauft werde. Doch die Haupthewohnerschaft des Dorfes unter Führung der legitimierten Vertreter weigerten sieh, das Arrangement anzuerkennen. Die Regierung aber vcranlaßte die Registrierung des Kaufs. Dadurch sei das Oesetz verletzt worden. Eine Chaussee von Te!-£ulw nach Pttach Tikwah Der Pinn der Errichtung einer Chaussee von Petach TUäwah nach Tcl-Awlw steht vor seiner Verwirklichung. Wie gemeldet wird, werden, Im Einverständnis mit der Regierung, Tcl-Awlw und Petach Tikwah 25 000 C für die Errichtung dieses Weges zur Verfügung stellen, der von Tcl-Awiw über Ir Oanlm und Bne Brak nach Petach Tikwalt fuhren wird. Die Regierung gestalte», daß besondere Gebühren den einzelnen Wagen und Automobilen für die Benutzung dieses Weges auferlegt werden, aus denen die Anleihe verzinst und amortisiert werden soll. Man glaubt mit jährlichen Einnahmen von gegen 4000 £ rechnen zu können. Die Regierung ist bereit, die Jährlichen Erhaltungskostcn des Weges zu übernehmen. Diese mit der Kreisrcglerung getroffenen Abmachungen bedürfen noch der Bestätigung durch .die Zcntralrcglemng. — Der bis jet/f bestellende Weg Heß sehr viel zu wünschen übrig, er bereitete allen Reisenden sehr große Unzukömmlichkeiten und erschwerte ungemein den Warenverkehr. : . Araber ontl loBdoier „Tlnjcs" " ' Jerusalem. (J.T.A.) Die Zeitung „El Yarmuk" gibt den Inhalt eines Ocsprliches zwisehen dem Sekretär der Paläslincnslsch-Arabischen Exekutive und dem jetzigen In Palästina wellenden Vertreter der Londoner Times wieder. Der Sekretär drückte «ein Erstaunen über die neue Einstellung der Times zu der zionistischen Bewegung aus und sagte, die Beziehuu g der Timer, zu den Arabern habe sich seit dem Tode Lord Northcliffcs gc ändert Er klagte auch über den ständigen palästinensischen .Vertreter der Times. Canon La nby, dem er eine jüdische Orientierung gegen die Araber vorwarf. Ein solcher Korrespondent, sagte der Sekretär der Exekutive, dient weder der britischen Picssc Im allgemeinen noch der Times Im besonderen zur Ehre. Der Times-Vertreter antwortete, er sei hier dazu d», um objektive Tatsachen zu beobachten und sie seiner Zeitung mitzuteilen. Der Sekretär übergab dann dem Timcs-Vcrtrctcr eine Anzahl Dokumente über die Beziehung der Regierung zu den Arahern, nach deren Durchsicht der Londoner Journalist sein Erstaunen ausgedrückt haben soll. Das deutsche Elgcotota In PalSslint , Das deutsche Auslandsir.stltut meldet aus Jerusalem: Vor einiger Zeit wurde dem spanischen Konsul, als dem Vertreter des Deutschen Reiches, das frühere deutsche Konsulatsgchrmde wieder zurückgegeben. Bis jetzt gibt es in Jerusalem noch keinen deutschen Konsul. Als Vcrtreter tfilt noch Immer der spanische Konsul, dem In der Person des Vizckonsuls K. Kapp eine Hilfe zur Erledigung oer deutschen Angelegenheiten beigegeben wurde. Im Juli 1925 sollen sämtliche deutsche Häuser Ihren Eigentümern zurückgestellt werden. Die Mädchenschule Talitha Kumt der Diakonissen, die Propste! und das St Paulus- V?*!*1» sow1c die Augusla-Viktoria-Stiltung sind noch besetzt. Das katholische St. Paulushospiz ist noch bis zum 1. Oktober 192« gemietet. Die ErSODtug der Universität Seitens des Vollzugskomlices de» Weltverbancfes jüdischer Studenten, dessen Ehrenpräsident bekanntlich Prof. Albert Einstein Ist, wird der «J.T.A. mitgeteilt, daß Prof. Einstein der Eröffnung der Hebräischen Universität zu Jerusalem, die am 1. April stattfindet, beiwohnen wird. Vom Wcltvcrband der jüdischen Studenten werden sich zwei 0nippen zur Er- Öffnung der Universität nach Jerusalem begeben. Die eine reist am jj. Mörz über Marseille, die andere am 25. März Ober Triesl ab, .• Oberrdbhlner'Chajea wird sich nach Palästina begeben, wm der Eröffnung der Hebräischen Universität beizuwohnen, p wlrd von elncf Orüppe Jüdischer Studenten au» Warschau begleitet .'seih. Die Exekutive der Zionistischen Organisation in War. •cnau^trilft Vorbereitungen, um zahlreiche Zionisten jus Polen, dio der. Eröffnung der Hebräischen Universität «»wohnen 'wollen,-"nach Palästina aru btlürdcra. ... Prcsscsllmnica Das zionistische Zcntralorgan „Haolam" weist In seinem letzten Leitartikel darauf hin, daß der Oedanke der Erweiterung der Jcwish Agency «ich nii.inichr In der ganzen zionistischen Welt durchgesetzt hat. Da» Blatt bespricht verschiedene l.niiclcskniifercii/ni des vrrg.iiini.iun Monnl* und kommt nach der polnischen Landeskonferenz mich nuf den deutschen Delegiert e ntag zu sprechen. Das Blatt schreibt: ..Alle diese zionistischen Tagungen und Insbesondere der Dclegiertentag der deutschen Zionisten, haben mit allem Nachdruck' ihren Willen und Entschluß zum Ausdruck gebracht, alle ihre Kräfte, gleichzeitig mit der Erweiterung der lewish Agoucy, der Beschleunigung dos wirtschaftlichen Aufbaus Palästina!» sowie der Stärkung und Festigung der Zionistischen Orfanisation selbst zu widmen. Die deutschen Zionisten Wählten lernt Kurt Blumcnfcid zum Vörslt/cndon und diese Wahl ist schon selbst ein klares Programm; Stärkung der Zionistischen Organisation durch Reorganisation und vor allem durch Verstärkung der Propaganda. Der Sinn des Zionismus Ist es, Immer gröllcrc Pflichten und Forderungen den Jude« nufzucrlrgen, und nur jene Juden, welche bereit »lud, diese P/lichten zu erfüllen, können als Haslo der Zionistischen Organisation und des Aufbauwerkes betrachtet werden. Daher l»t diese Sache besonders heule, wo die Erweiterung der JcwMi Agcncv allgemein angenommen wurde, notwendig, und es i*t zu hoffen, «InIt die Beschlüsse, welche mit ernster lieber- Icgung und Pflichtbewußtsein auf dem Dclcglerlciilng der Zionistischen Vereinigung für Deutschland, die sich Ith letzten Jahr unter der Leitung von Dr. Landaberg so glänzend entwickelt hat, angenommen wurden, auch ein Echo In den übrigen Ländern finden werden." Das zionistische Zcntralorgan „The New Judaea" beschäftigt sich au leitender Stelle mit dem vor einiger Zeit in der „J iul I s c Ii c n R u n d s c h a u" veröffentlichten Artikel von Senator Dr. Ringel über die Ausgestaltung des politischen Dienstes der Zionistischen Organisation. Das Blatt begrüßt den Vorschlag Ringels, meint aber, daß die politische Tätigkeit in den einzelnen Ländern sich beschränken muß auf eine öffentliche Aufklärungsarbeit, wie sie z. B. die Italienische zionistische Organisation mustergültig leistet. Den Vorschlag der Gründung spezieller politischer Bü.-ns bei den einzelnen Landesverbänden nimmt jedoch das Zcntralorgan etwas skeptisch auf, da en krlneawrgs Sache der einzelnen Landesverbände sei, steh selbständig In die Politik zu mischen. Im selben Watte schildert Dr. A. Frledemnnn seine Erfahrungen in Transsyivanien. Auch dort ist eine Bewegung von beträchtlichem Umfang unter dem kleinbürgerlichen Mittelstand entstanden, der zur Auswanderung nach Palästin» drängt. Der Verfasser betont die Notwendigkeit, dieser Bewegung Rechnung zu tragen nicht nur durch Institutionen, die den Leuten die Gründung einer Existenz als Kleinbauern oder Gewerbetreibende ermöglichen, sondern vor allem durch Intensive Erziehungsarbeit, die bereits Im Gallith beginnen muß. In dieser Beziehung lasse die Tätigkeit des NMlonalvcrbandcs lu Transsyivanien noch viel zu wünschen (Ihrig. Daher müsse die Fxrkiiilve eingreifen und den lokalen Verbünden bei dieser Arbelt helfen, da sonst die kulturelle und moralische Seite unseres Palistlnawcrkc» ernsten Gefahren ausgesetzt sind. Zar OrflanlsatlonslMfie Die „re'ddration des Slonlstes de Befglque" hat an den XX. Dcleglertentag der Zloiilstiichcn Vereinigung für Deutschland folgenden Unet gerichtet: , ';' ' „Es Ist tnis leider' uiiinfiglleh,' au Ihrer Tagung teilzunehmen, »o daO wir uns darauf beschränken müssen. Innen auf diesem Wege unsere besten Wünsche zu übermitteln. Wir haben an Ihren Beratungen um so mehr Interesse, als Sie die Frage der Reorganisation der Bewegung auf Ihre Tagesordnung gesetzt haben, die uns seit längerer Zeit schon beschäftigt, Obgleich wir'nicht glauben, daß diese Präge von einer laudetagunggelöst werden kann, begrüßen wir die r.rkcnntnis der Rcorgaiilsaliniisnntwrndlgkrit und hoffen, diß die dort gefällten Beschlüsse wertvolle Anregungen für den nächsten Kongreß bilden werden, der sich endlich ernstlich mit dieser Frage befassen muß. Die Geldbeschaffung Ist jetzt unter dem Drucke der Verhältnisse ganz in den Vordergrund unserer Arbeit geschoben. Man hört kaum noch eine Acußcning über die Notwendigkeit besserer Arbeitsmethoden. Die jüdische Opferfälilgkcll kann nur dann den Aufbau Palästinas durchführen, wenn wir mit den überall gültigen ökonomischen Oesetzeu rechnen. Solange wir diese Anschauung als lüHlge Selbstverständlichkeit beiseite schieben, wird unsere Arbeit nicht gesunden können. Es Ist In den letzten Jalireu viel am Gellte der Bewegung gesündigt worden. Seit langem schon vertreten wir den Standpunkt, dal) unsere Kongresse nicht auf der Basis des unkontrollierbaren Schekcls, sondern auf BasU der Gesamtleistungen der Zionisten gebildet werden. Wir hoffen, daß sich auch Ihre Tagung mit dem Schekclprohlcm cirtil namentlich damit befaßt, daß die hypertrophe Bedeutung der Fraktionen revidiert werden möge. Wenn wir auch das gesamte Judentum zur Aufbauarbeit heranziehen müssen, wird die zionistische Bewegung ganz bestimmt noch nuf sehr lange Zelt die einzige treibende Kraft bleiben, die den Aufbau des Landes lu nationalem Geiste fördern kann. Nur eine starke Zionistische Organisation und eine zielbewußte zionistische politische Arbeit, die MAtt zu sehr vernachlässigt Wurde, werden uns unserem Ziele näher bringen. Deshalb muß die Leitung der Bewegung finanziell und moralisch auf eine gesunde Basis gestellt werden. Indem wir Ihren Beratungen, denen wir aufmerksam folgen werden, den besten Erfolg wünschen, begrüßen wir Sic mit betten. Zionsgrüßcn hochachtungsvoll ComiW Ffd£ral de la rfüiiiuion des Slonlstes de .IMglquc. Torczyncr, Sekretär. . Jean Fischer, Präsident." .(,.., fm zionistischen Zentralorgan „The New Judaea" veröffentlicht der bekannte englische Zionist Leon Simon eine Replik zu der über seinen früheren Artikel In diesem (Hatte entstandenen Diskussion. Der Artikel Ist für deutsche Zionisten darum interessant, weil «r zeigt, daß In anderen Ländern die Grundlagen der heutigen zionistischen Politik ganz ander» beurteilt werden'als bei uns. Während man In Deutschland volles Verständnis dafür hat. daß pafästinafreundliehe Juden durch Spenden für den Keren Ilajescod oder Nationalfrmds das Paläsliuawerk zu fördern Wünschen,'Ohne darum aber irgendeine Verantwortung für die zionistische Politik übernehmen zu wollen, geht blmon davon aus, daß alle Spender zu einem der beiden Fonds die wahren Zloitfoteu sind und daher auch Anspruch auf Vertretung Im Zionistenkongreß haben müssen. Ur plädiert für eine völlige Aeitderung unserer Konstitution in diesem Sinn, Abschaffung des Schckclj und Erteilung des Wahlrcchta zum Kongreß an alle Spender der beiden Fonds. (kHMMMMMMMMM-W DIo Pnlllitina-r.lnwandoruntf Im Monat Dczcmbor. Im Laufe de« Dezember sind 1825 Immigranten nach Palästina gekommen. , < r. Die Verelnloong der Zionisten ganz Polens beschlössen Lemberg (J.T.A.) Die am 11. Januar in Lemberg begonnene Konferenz von Vertretern der zionistischen Landeskomltces In Warschau, Wllna, Krakau und Lemberg wurde ' niu I I. Januar geschlossen. I laiiptgcgciiM.iud der Beratungen war die frage der Vereinigung der hl» jetzt gesondertrn zionlsllsfheii Organisationen Kongreß-Polens, des Wiln.i-dr. bieten, Weitgali/teii* und Ostgallzvns zu einer einheitlichen Organisation mit einem Zeutralrat an der Spitze. Die Diskussionen waren »ehr lebhaft. Der Pr.isidcut d<"< jüdischen Chilis Im polnischen Sehn Dr. Leon Reich sprach sich gegen die Vereinigung aus. Dagegen traten der Präsident der Zionistischen Organisation Kongreß-Polens, Herr Leon Lcvitc, das Mitglied der Exekutive Kongreß-Polens Dr. M. Hindes, der Vertreter der Wcslgalizischcn Organisation Seh warzba rt und der Vertreter des Wiliia-Bi-riikc«. Herr Berg er für die Vereinheitlichung der zionistischen Bewegung In Polen ein. Im Prinzip war die große Mehrheit der Delegierten der Konferenz für die Einigung. Es wurde beschlossen, fftr den I. bis 3. März eine Konferenz nach Warschau einzuberufen, auf deren Tagesordnung die Schaffung einer einheitlichen Organisation stehen soll. Flnen weiteren (icgeint.ind der Diskussion bildete die Politik der zionistischen Fraktion des jüdischen Parlamentklubs. Iis wurde im Prinzip beschlossen, daß die ztouisliiclicn Sejindepiillerten dem zukünftigen Zentralrat der alljxilnlKhcn zionistischen Organisation verantwortlich sein sollen. Für die Rückkehr der Inden nach Asien Shanghai. (J.T.A.) In Shanghai hat sich eine prozionistische Gesellschaft aus Chinesen, Japanern, Persern. Hindus und Moslems gebildet, deren Orundidcc es ist, daß die Juden nach Asien zurückkehren sollen, um als asiatisches Volk unter den übrigen asiatischen Völkern, ihre alle Heimat in Asien aufzubauen. Die Gesellschaft geht daran, Zwclgorganlsaliouen In ganz Asien zu bilden. Der Delegierte des Keren Majrssod für den Fernen Osten. Dr. Ariel Ben «ton, der selbst ein orientalischer Jude Is», widmete sich auch der Aufgabe, die geistigen Vertreter der asiatischen Völker für die Sache des Zionismus zu interessieren. Die cnrjllsrlie MamlalspoHIIU Wie mehrere jüdische Zeitungen aus London berichten, soll der englische Außenminister Chamberlain den Unt'r- Staatssekretär Ormsby Gore beauftragt hab:n, die gegenwärtige Lage in Palistina zu studieren und ein Referat über die eventuell notwendigen Verbesserungen oder A enderungen der eng- Hachen Mandatipolitik In Palästina auszuarbeiten. tPMBtfMWMHHS Das patflsttamsbiche Gemelndrgcsctx Wien. (J.T.A.) Vom Hauptbüro der Agudis Jisroel wird mitgeteilt, daß die Jerusalcmcr Agudah-Zcntrale von Herbert Samuel einen offiziellen Briff erhalten habe, in welchem der Oberkommissar mitteilt, daß das Ocmcindegesctz einer nochmaligen Bearbeitung unterzogen u-4 der Öffentlichkeit zur Diskussion vorgelegt werden wird. Die Sanierung Polens auf Kosten der Juden In der letzten Silznug der niidgetkommlssion des polnischen Sejm, der der Premierminister Orabskt beiwohne, hielt der Jüditche'Deputimle Wia (Jh ff 11 k >• rinc ■Rod«>,li'a»-r das System der Sanierung der f inanzen in Polen und wies aa Hand von Ziffern und Dokumenten naeh, daß die ganze S.itiierungsaktlon so gedacht war, daß der jüdische Mittelstand und Handel allein die ganze Sanierungsaktion zu Ingen haben. Erreicht , wird aber nur, daß das Jüdische Element zusammenbrecht, wodurch aber die ganze Sanierung gefährdet wird. Kleine \arliriclilen Die PZE. hat eine Konferenz der Leiter der Palästina- Aemter fftr Mitte Februar nach Jerusalem einberufen. Die Einladung erging an je einen Vertreter der Patästina-Aemter In Warschau, Wien, Berlin, Tricst, Czcrnowitz und Coustantinopcl. Professor Lazarc R o 11 n t h a 1, der frubere Direktor d« Metsclinikow-Instituts in Moskau und jetzii;er Assistent d's Prof. Alexander Bcsredka,des Nachfolgers M'tschnikows am Pariser P.istciir-Institut. wird in kurzem die Leitung des medizinischen Instituts In Jerusalem übernehmen. Das Institut für Jüdische Wissenschaften au der Hebri- Ischen Universität, Jerusalem, hat Dr. I. N. Epstein, z. Zt. Berlin, eingeladen, eine Profcssur zu übernehmen. D nahm die Berufung au und wird zum zweiten Semester in Jerusalem erwartet. Epstein is» einer der hervorragend ten »Mmudischen Philologen und verfügt über eine seltene Kenntnis der Literatur der Zelt der Oaonim. Der Obcrrabbiucr vom Haag, van Loon, Ist nm Donnerstag, den 15. Januar abends, Im Alter von 78 Jahren gestorben. Der als der „Ragotsrhowcr Oaon" berühmte Rabbi Joscl Flscher-Rosln ist dieser Tage aus Leningrad (Petersburg) nach Diinaburg In Lettland zurückgekehrt, um nach einer neunjährigen Pause das Rabbiner-Amt in dieser Stadt wieder;>i übernehmen. Dieser Tage Italien In M c m e I Wahlen In die jüdische Gemeindevertretung stattgefunden. Es wurden gcw.ihlu 8 Zionisten, 3 Mlsrnehlslcn und 5 Unparteiische. Drei lu englischen Städten zugunsten des Jüdischen Nationalfonds abgehaltene Bazarc haben laut eingelaufenen Berichten eine Ocsamtclnnahmc von £ 2KK) ergeben. Das Zentralcxckutiv-Komitec der weißrussisclien Sowjetteplctuug versandte, am 2t. Jauu:\r ei» ZUkulusclucibcu, daß die früher -beschlagnahmten jüdischen Bcthäuscr und Beih Mldr.ischlm der jüdischen Bevölkerung zurückgegeben werden sollen. V ______ 40. Todestag Perez Stnotenskls Am 21. Februar (27. Schewat) jährt sich zum vierzigsten Male der Tag, an welchem der Vorkämpfer der jüdischen Rcnatssaucehcwcgung. Perez. Smolcnski, gestorben ist. Die Zionistische Fraktion In der Repräsentanz der Wien" Israelitischen Kultusgeinelnde wird In der nächsten Plenarsitzung den Antrag auf Errichtung eines „Sm»Ienski-Zimmers" in der indischen Oemelndeblbliothek stellen. Smolrnskl IcM' bekanntlich mehrere Jahre In Wien und gab dort seine Zeltschrift „llaschaclur5' (Die Morgenröte) heraus. Die Witwe Smolenskls, sowie seine Kinder, leben noch heute In Wien- Line Gruppe hebräischer Schriftsteller bereitet zum «10. Todes tage Smolenskls eine Denkschrift vor, . , Der Oraphlkor Sch. Rubin, der die Ausstattung der letzfen SztybaIschen „Hatkufah" besorgt hat und s> Buchniustrator in Berlin tätig ist, hat bei einem Wettbewerbe der Schule Re.lmann den zweiten Preis errungen. Herf Rubin gedenkt nach Vollendung seiner Studien In Europa n»d> PaUotlna zu übersiedeln . ........

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