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Jüdische Rundschau · 1925-01-28 · Heft 8 (28.1.1925) · page 4

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 8 (28.1.1925)
Date
1925-01-28
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 72 TÜED ISCHE RUNDSCHAU Nr. 8 in. Die Liberalen lind natürlich gegen dl« Jüdische Schule. „Der" Ubcralismm muß Ja gegen konfessionelle Schulen »ein, also darf man nicht zurückbleiben. Aber der überalismus will doch die Kinder Jüdisch erziehen und nicht christlich? Ja, aber deutsch und jüdisch, d. h. in einer „deutschen" Schule mit jüdischem Religionsunterricht Ich will auf die Besonderheiten dieses jüdischen Religionsunterrichtes nicht einsehen — „das ist ein weites Feld" -, ich will nur fragen: Ut dies Programm tolerant gegen Juden und Christen? Ich selbst bin auf einer Simultanschule erzogen worden, einem alten und vornehmen humanistischen Oymnasiura. Ich will nicht davon reden, daß wir Juden selbstverständlich an allen christlichen Andachten und Schulfeiern teilnahmen, daß wir In der Ocssngstunde nur christliche Choräle dangen — vielleicht ist das jetzt ander« geworden. Aber als Ich eine Zelt lang In einer süddeutschen Stadt war und dort zum ersten Mal katholische Geschichtsbücher las, Int mir mit einem Male klar Reworden, dafl wir nicht nur einen Christliehen, daß wir einen extrem protestantischen Oe-schlchUunterrieht halten, daß »Ich deutsche Ocschlchte und ebenso der ganze „D:utsch".UntcrrIcht doch garntcht von religiöser Weltanschauung trennen lassen. Hier „konfessionslos" unterrichten, hieße einfach die Kultur des wesentlichsten Schatzes berauben, d. h. doch intolerant Im höchsten Orade «ein. Nun haben wir jetzt die „weltliche" Schule, ans der der RellRlonMiulcrrlclit Ranz verbannt Ist. fch halle Gelegenheit In den Betrieb einer solchen weltlichen Schule Einblick zu nehmen. Man überläßt die Auswahl des Bildungsstoffcs in weitem Umfangden Kindern selbst. Was Ist eine Folge daraus? Wochen schon vor Weihnachten ist nur vom Christfest die Rede, vielmehr als In Schulen alten Stils mit abgcgrcn'ztcm Religionsunterricht. Und dagegen Ist doch vom Standpunkt der Toleranz gewiß nicht das geringste zu sagen, es beweist doch nur, wie tief Christentum und deutsche Kultur einander verwoben sind. Wollte man hier bewußt rcktungicrcn, so wäre man Intolerant und kulturfeindlich im höchsten Orade — wie aber handelt man gegen jüdische Kinder, die man in diese Schuten schickt? D. h. der Liberalismus muß entweder Intolerant sein gegen deutsche Psyche und Kultur, wenn er dre deutschen Schulen wirklich konfessionslos machen will, oder er führt ständig jüdische Kinder aus dem jüdischen Kulturkrcis hinaus, wenn er Ihnen nicht Gelegenheit gibt, in einer jüdischen Schule sich den Bildungsstoff der Umwelt anzueignen. Er widerlegt sich selbst als Liberalismus und Toleranz, oder vielmehr, er besteigt, was wir von ihm glauben: daß er mit diesem schonen Namen «ein Programm der Assimilation und Entjudung decken will. ,v- Die deutschen Antisemiten sagten früher gerne, daß die Juden doch lieber nach Pal ist Ina geben sollten. (Und unsere jüdischen Ocgncr beliebten daraus zu folgern, daß Zionisten und Antisemiten doch eigentlich dasselbe wollten.) Ich habe an diese Palästinafreundschaft der deutschen Antisemiten nie recht geglaubt. Im vorigen Jahre hörte Ich einen Orientvortrag eines antisemitisch angehauchten deutsehen Oclchrlen.. Es war erst Im allgemeinen recht spaßig — „Gott strafe England" usw. —, und dann kam er auf Palastina. Was da über Zionismus und Palästinamandat gesagt wurde, übertraf an Gehässigkeit alles andere, und die deutsche Hocl'schuljugend trampelte begeistert. Die Psychologie dieser Jugend ist mir begreiflich. Sic denkt und weiß erstens nicht genug, um das Problem zu sehen: aus dem Osten werden die Juden hinausgedrängt, nach Amerika können sie nicht mehr gehen, in Deutschland und anderen europäischen Ländern will man sie nicht — wohin sollen sie gehen? Und zweitens, wenn sie das Problem sähen, würden sie sich erst recht darüber freuen, auch über Palistina, die letzte einzige Zuflucht, recht schlechtes zu hören. Sollen die Juden doch sehen, wo sie bleiben, mögen sie doch heimatlos und obdachlos verrecken I .... Es ist unzweifelhaft, daß vielen „liberalen" deutschen Juden die Einwanderung der Ostjuden nach Deutschland recht unerwünscht Ist, Auf Gründe und Schelngründe will Ich hier nicht eingehen, die Tatsache steht fest und ist in diesem Wahlkampf vielfach zu Tage getreten. Ich will auch nicht davon sprechen, wie Illiberal und Intolerant diese Hairung an sich ist, auch das ist „ein weites Feld". Aber man sollte eins doch meinen: diesen liberalen und humanen Juden muß doch die notwendige Konsequenz ihrer Stellungnahme klarer sein als antisemitischen deutschen Studenten. Wenn es wahr Ist, daß eine jüdische Einwanderung von einem Lande der Diaspora In das andere dort mir verstärkten Druck und verstärkte antisemitischen Reaktion hervorrufen kann — Wenn es wahr Ist» daß diese vmhergeworfenen Juden unproduktiven Berufen angehören müssen, In die Poren einer fremden Wirtschaft eindringen und bei erster Gelegenheit wieder hinausgedrängt werden — Wenn es wahr Ist, daß allmählich alle Eiowanderungsländcr »Ich verschließen, während der Druck zur Auswanderung Immer größer wird — W«na Judau, liberale und human« Jadan, dl« «Um toll •Igtnen Augen sind am «(genau L«lb« sehen and «rlahrca — Dürfen slo dann einlach ■njjon: Bleibt drauflon und seht, wo Ihr bleibt? Müisoniio nicht daeEmlßrotlonsproblcia in ■elnor ganzen Totalität und Schwere erlassen? Müssen sie nicht den einzigen aussieht«« reichen Versuch einer grundlegenden Änderung mit allen Mitteln unterstützen.? Gehört dann xüchtPdüstina Indes Programm jeder Gemeindepolitik? Ich tage nicht, daß die Stellungnahme, die daraus resultiert, uns Zionisten menschlich und jüdisch genügt — man weiß, daß wir weit über solche negative Argumentation hinausgehen. Aber von einem Liberalismus, der „jüdisch" liberal »ein will, der tolerant Ut auch gegen Juden, human auch im eigenen Haute, von dem können wir diese Einstellung *uf Emlgrallonafrage und zu Palistina — aus einer eigenen Meologle heraus — doch mlndcatem erwarten!,..,. Wen habe ich zu wählen? Die Spitzenkandidaten Wahlkreis Berlin: Wahlkreis Breslau; Wahlkreis Rholnprovlruei Wahlkreis Westfalen i Wahlkreis Schlesien: Wahlkreis Frankfurt«. Mi Wahlkreis Sachsen: Wahlkreis Köln: Wahlkreis Hessen-Nassau; der einzelnen Wahlkreise Dr. Alfred Klee Rechtsanwalt Max Jaoobaohn Dr. Harry Epstein, Duisburg, Parkatr. 13 Haas GosUr, Berlin, Oberref/ierungsrat Arnold Wiener, Beuthen, O.-S R.-A. Horowitt Rechtsanwalt Dr. Fsilxbrodt in Halle a. S. Rabbiner Dr. Rosenthal Dr. med. Walter Kahn, prakt. Arzt in Wiesbaden 1. 2. 3. 4. S. 6. 7. 8. 0. 10. II. 12. 13. 14. 15. 16. 17. 18. am K?r Innilcsivalilvtrsclilna der Jüdischen Volkspartei Dr. Arthur llnntltc, Rechtsanwalt, flcrlin, Mclr Steinhardt Lehrer, Magdeburg. Dr. Alfred Apfel. Rechtsanwalt, Berlin. Dr. »funo Schachtel, Zahnarzt, Breslau. Alexis öoldciiwciser, Rechtsanwalt, Berlin'). Dr. med. Wolflicim, Zahnarzt, Erfurt. Leo Köhs, Schneidermeister, Berlin'). Dr. Josef Mcisl, Berlin. Dr. Willi Victor, Rechtsanwalt, Wand«h<*. Prof. Dr. Ootlhold Weil. Dihliothrkdirkt., Berlin. Prof. Dr. Eduard n.iiteth Dozent, Berlin. Samuel Blum, Landesrahbincr, Limien. SanltStsrat Dr. Julius Barudi, Berlin. Sanltlitsmt Dr. Wolter Stein, Königsberg. Dr. L. Frank, Arzt, Altona. Ncmann, Wilhelm, Rechtsanwalt, Halle a. S. Dr. Eduard Königsbcrgcr, Rechtsanwalt, Mülheim a. Ruhr. Druno Tannenwald, Rechtsanwalt, Kiel. Die Kandidatenlisten der einzelnen Wahlkreise haben wir 20. d. M. veröffentlicht. Elae Alisane an den Cenlralvcrelu Uns wird das nachfolgende Schreiben zur Verfügung gestellt, das eine als Leiter wirtschaftlicher Verbände bekannte Persönlichkeit an den Ccntralvcrein gerichtet hat. Der Name des Brlcfschrclbers, der ungenannt iu bleiben wünscht, Ist der Redaktion bekannt. Berlin, den 23. Januar 1923. An den Centraiverein deutscher Staatsbürger jüdischen Olaubcns E. V. Berlin CW Llndenstr. 13 Hierdurch erkläre Ich meinen A us t rl 11 aus dem Centralverein deutscher Staatsbürger Jüdischen Glaubens E.V. Zu diesem Schritt, der mir nicht leicht fällt, sehe Ich mich nach mehr als 20-Jährlgcr Mitgliedschaft aus folgenden Oründen veranlaßt: Mein Bekanntenkreis und Ich haben es mit Immer steigendem Erstaunen verfolgt, daß sich der Ccntralvcrein In so ausgesprochener Welse in den Kampf der Inncrjüdischcn Richtungen einmengt. Ich habe den Ccntralvcrein Immer als eine neutrale Organisation aufgefaßt, die alle Kräfte der deutschen JiKlenlicit mm Kampf gegen den liuflcrcn Feind, d.h. den Antisemitismus, zusammenfassen nollte. Ich miflbilljf,'c es, da3 der Verein, der doch wahrlich genügend Stoff zur Arbeit und zur Anspannung aller seiner Kräfte im Kampf gegen den Antisemitismus haben dürfte, neuerding* eine seiner Hauptaufgaben Im Kampf gegen die zionistische Bewegung zu erblicken scheint. Ich betone ausdrücklich, daß ich nicht Zionist bin und keiner zionistischen Organisation weder direkt, noch indirekt, angehöre. Es liegt mir auch fem, gewissen radikalen zionistischen Ideen raeine Zustimmung zu geben, nber ich muß doch als objektiver Deobachter der jüdischen Entwicklung anerkennen, daß sowohl das Gesamtjudentum wie auch das deutsche Judentum dem Zionismus 6ehr viel zu verdanken hat, und daß die Achtung der Juden In der ganzen Welt davon abhingen wird, In welcher Weise sich das jüdische Helm In Palästina entwickeln wird. Ich halte den Kampf des Ccntralvcrein» schon allein de«, halb für unklug, weil Ich genau weiß, daß In Immer wel. tcr»n zionistischen Kreisen der Wunsch besteht, mit den nichtzionistischen Juden zu einer gemeinsamen Zusammenarbeit auf neutraler Orundlngc zu kommen. Ich bedaurc es auf das tiefste, daß der Ccntralvcrein als solcher sich In den Kampf für die Preußische Landeaver. Sammlung überhaupt begeben hat, und daß die Centralverelna- Zeitung diesen Kampf In Formen und mit Wittein töhrt, die Ich In Jedem allgemeinen Wahlkampf auf du schirfste ver. urteilen würde. Ich halte es für unrichtig und »atxungswldrlg, daß die Mittel des Vereins für inncrjüdlsche Kampfe In Anspruch genommen werden. Ihren mir heute früh zugestellten Beschluß, wonach Jedes Mitglied einen Beitrag zum Wahlfonds zu leisten habe, erkenne ich — als satzungswidrig — nicht an. Falls ich noch mit einem Betrag Im Rückstand sein sollte, bitte Ich um entsprechende Angabe, Hochachtungsvoll (folgt Unterschrift) Nr. 5 und 7 wurden wegen eines Formfehler» g e strichen. Ml im Stimmzettel öari nifSiSsäesfriHteii oiLaaorrtöacrlwerdcn! ItaraWssIße Wablueeinflussanrj Herr Stadtrat David OoIdstein In Beuthen stellt uns nachfolgenden Briefwechsel zur Verfügung: Der Direktor des Cenlralverelns deutscher Staatsbürger Jüdischen Olaubens. Berlin, den 5. Llndenstr. 13. Januar 102S. Sehr geehrter Herr Vorsteherl Die Wahlen zum Verbandstag der preußischen Synagogengemeinden werden am t. Februar er. stattfinden. Die Bcdeutung dieser Wahlen brauchen wir Ihnen nicht wohl aus. einandermsetzen. Eines stellt aber fest, für die Zukunft der preußischen Juden, wird der Ausfall dieser Wahlen von entscheidender Bedeutung sein. Es ist deshalb unbedingt erforderlich, dafl jeder Jude und jede Jüdin, die da* Wahlrecht auifibcn können, von dienern Rechte auch Gebrauch machen. Sic als der erwählte Führer der Ocmeindc sind ganz besonders berufen, Ihren Einfluß dahin geltend zu machen, daß alle In Frage kommenden Mitglieder ihre Stimme für den Landesverband abgeben. Nichts liegt uns ferner «U einen gehässigen Kampf heraufzubeschwören. Wir wünschen aber unter weitgehender Wahrung des Friedens und der Eintracht, daß die Meinung von Orte/n der deutschen Juden In gebührender Welse durch die Wahl ihren Ausdruck findet. Im Oclstc der Losung unseres verewigten Führer* Eugen Fuchs wollen wir eintreten für: Deutschtum und Judentum, für die religiöse Olaubensgemelnde gegen die nationale Volksgcmelnde. Dies ihnen mitzuteilen, halten wir uns für verpflichtet und wir bitten Sie, In diesem Sinne Ihren weitgehenden Einfluß für die Durchführung der Wahl einzusetzen. Mit vorzüglicher Hochachtung gez. Dr. L. Holländer, Beuthen O./S., den 19. Januar 1923. Herrn •Direktor Dr. L Holländer Vorsitzender des Ccntralvcrein* deutscher Suatsbürgcr jüJischen Glaubens E.V. Berlin SW68 Lindcnstr. 13. Auf die mir heute zugegangene Rundschrift vom 5. d. Mtl. bemerke Ich höflichst, daß seitens unserer Ocmeindc alles geschehen iit, um alle Beteiligten zur Wahrnehmung der am 1. Februar d. J. stattfindenden Wahl anzuregen. Ich kann indessen nicht umhin, zu bemerken, daß die Hallung Ihrer Vereinigung gegenüber den zionistisch gesinnten Glaubensgenossen nach meiner Wahrnehmung hier in erheblichem Umfange Mißstimmung gegen den Central, verein hervorgerufen hat, und daß ich es dchalb gewünscht hülle, wenn die Polemiken und Auseinandersetzungen unterblieben wären, zumal diese In der Öffentlichkeit einen wenig erfreulichen Eindruck hervorgerufen und dem jetzt mehr denn Je nötigen Zusammenschlüsse der gesamten Glaubensgemeinschaft erheblichen Abbruch tun. Ich demgegenüber darf verweisen, daß die große Stärke des katholischen Zentrums In dem nachahmungswerten Umstand besteht, diß es alle Krlfte vereinigt, obwohl In ihm naturgemäß auch vielfache Meinungsverschiedenheiten vorhanden sind. Hochachtungsvoll gez. Dr. Ooldstetn. « Daß der Ccntralvcrein durch die offiziellen Gemeindevorstände eine Beeinflussung <Jcr Wahlen im nnllzlonistischen Sinne herbeizuführen versucht, gehört zu den unzulässigen Methoden, die wir leider in dickem Wahlkampf erleben mußten. Der Brief Ist zwar so geschickt stilisiert, als handle es sich bloß um eine Aufforderung zur Teilnahme an der Wahl, aber hinten kommt doch der Pferdefuß. Wir hoffen, daß kein Gemeindevorsteher In Preußen, welcher Partei er auch angehört, sich zu einem Mißbrauch seiner Stellung wird verleiten lassen, Wer derartige* Metboden der Wahlmacbe ablehnt, der gebe sein« Stimme nicht den vom Ceotralverein empfohlenen Listen. Hie man uns bekämpft In der Jetzten Nummer der C. V.-Zcitung unternimmt der .bekannte Spektator, den die C. V.-Zcitung nun schon zum wiederholten Mal als „besonders kenntnisreich" bezeichnet (wohl well seine Wiege ün Osten stand?), den Nachwels, daß die Zionisten, selbst wenn sie es gar nicht wissen, d.xh für die nationale Autonomie der Juden In Deutschland eintreten müssen, weil dl« eine zwangsläufige Folge nationaljüdischer Einstellung sei (und weil der Ccntralvcrein auf diese seine Wahlbombe nicht verzichten kann). Dieser Spektator erklärt zuerst, daß die Unterstützung palästinensischer Institutionen schon lange vor dem Zionismus eine Sache der deutschen Gemeinden war. In andern Aufsitzen der liberalen Organe wird allerdings mit ungeheurem Pathos dagegen protestiert ,daß „Steuerfelder deutscher Gemeinden" nach Palästina geschickt werden sollen. (Widersprüche solcher Art scheinen dem Ccntralvcrein öfter zu passieren. Zum Beispiel wendet Dr. Holländer eine ganze Spalte der C.-V.-Zcitung daran, um mit großem Scharfsinn nachzuweisen, daß die preußische Landesver^ammhing kein „Parlament" Ist. Wenn die Zionisten vom „Jüdischen Parlament" sprechen, so sei dies ein Beweis, daß sie in ihrem Unterbewußtsein die Vorstellung eines Staates Im Staate tragen. Darum pathetische Abwehr dieser fürchterlichen Gcfahrt Unglücklicherweise schreibt In derselben Nummer der C-V.-Zcitung einige Seiten weiter ein Herr Ernst Behrendt, der die jüdischen Arbeitnehmer gegen die Zionisten aufzuhetzen versucht, wörtlich: „. . . und wenn vorläufig auch nur In Preußen versuchsweise dies Parlament konstituiert wird, ... .". Dies scheint der Zensur entgangen zu sein. In Wirklichkeit ist dies alles kindisches Spiel. Jeder Mensch weiß, daß das Wort Parlament heute Jängst nicht mehr nur für die gesetzgebende Versammlung eine« Staites, sondern auch im übertragenen Sinne gebraucht wird. Man kann also auch ruhig von Judcnparlamcnt sprechen, ohne daß Herr Holländer die Polizei zu rufe« ' braucht. Aber die« alle» Ut nur Parenthese)

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