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Jüdische Rundschau · 1925-01-20 · Heft 6 (20.1.1925) · page 5

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 6 (20.1.1925)
Date
1925-01-20
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nr 6 IUFDISCHE RUNDSCHAU Seitf 53 Neben dem Problem der nationalen Autwomle Ist die Frage der Jüdischen Volksgcmclndc, ml« dur häufig im Wahl« kämpf operiert wird, ein viel umstrittenes Oebl:t. InshnwnnVre nüt/rn diese« Problem die konservativen Ocgncr der Zionisten In Ihrer Wahlagitation aus. Diu orthodoxen Kreisen soll nahe gelegt werden, dafl die Volkspartei be- 5lrebt Ist aus der Jüdischen Ocmelnde simlHche religiöse Fragen zu eliminieren und die Tätigkeit der Gemeinden aul soziale und kulturelle Ocbkte zu beschränken. Es soll angeblich eine sogenannte „Trennung der Kirche vom Staat" praktisch durchgeführt werden. Auch hier wird ein gesunder Qcdanke In entstellter Form d:n Jüdischen Wählcrmasscn serviert und In dieser Welse Stimmenfang g:t;leben. Wir vertreten den Ocdankcn der Volksgcmeinde von dem Gesichtspunkte ausgehend, daß. im Oaluth eine Konzentration der Jüdischen Vo'.kskräftc bcrbclgclührt werden muQ und hierzu der geeignete Boden der der Jüdischen Ocmelnde Ist Hier muß sich das gesamte jadische Leben in «Hon seinen Formen konzentrieren. Daß die jüdische Ocmelnde erzieherische Arbeit In jeder Richtung leisten kann und leisten soU, ist für uns selbstverständlich, wie es für uns selbstverständlich Ist, daß in dieser Arbeit ein wesentlicher Bestandteil die Rückkehr zum religiösen Leben sein wird. Aus diesen Orflnden würde es eint Verkcnnung der Tatsachen bedeuten, wenn wir die Ausschaltung der religiösen Fragen aus dem Jüdischen Qcmcindelcbsn vertreten würden. Auch unsere positive Einstellung zu sämtlichen' Problemen da jüdischen Lebens schließt eine solche Stellungnahme aus. Aus dem Arsen«! der Wahldemigoglo werden In dem jetzigen Wahlkompf die schwersten OcschOtze aufgefahren. Es gilt der Lösung der Frage; soll die Jüdische Ocmelnde jüdisch sein oder langsam dahin» ilechen? Wenn nun einerseits eine die Jüdische Volksgemeinschaft negierende Gruppe, andererseits eine durch jahrelange unermüdliche positive jüdische Arbeit bekannte Gemeinschaft steht, so fällt dem jüdischen Wähler die Wahl nicht schwer. Insbesondere der ostjüdische Wihler, der diesmal, zum erstenmal die Möglichkeit hat, entscheidend an der Gestaltung des jüdischen Oemeindelebens In Preußen mitzuwirken, wird seine, durch Tradition und positive Einstellung zum Judentum aufgebaute Erfahrung durch die Wahl der „J Qdlachen Volkspartei" bekunden müssen. Durch jüdische Volksarbelt zur Jüdischen Volksgemeinde, dies ist die Losung des 1. Februar; ihre Verkörperung ist die Volkspartei. Benzioo Fett. Zitate Centraiverein und Vaterlandspartei, Liberalismus und Welhnachtsengcl Der Centraiverein Deutscher Staatsbürger Jüdischen Olaubens hat es für richtig gehalten, anläßlich der Wahlen zum Landesverband der preußischen Gemeinden den Kampf gegen den Zionismus zu proklamieren. Er tut dies in einer Zeit, In der die nichtjüdische und jüdische Welt immer mehr zu der Erkenntnis kommt, daß das jüdische Aufbauwerk In Palästina aus dem Versuchsstadium herausgetreten, diß es ein realer Faktor In der Weltpolitik geworden ist, und daß es dem gesamten Judentum in der Welt zur Ehre gereicht Der Kampf wird von dem Ccntralverein auf einem Niveau geführt, auf das wir nicht herabzusteigen vermögen, und wir würden von den Methoden, die der Ccntralverein anzuwenden für richtig hält, nicht sprechen, wenn es nicht darauf ankäme, die deutsche Judcnheit über die Ocfahren aufzuklären, die In diesen Methoden liegen. Der Ccntralverein setzt sich nicht etwa mit unserem Programm, das seit Monaten veröffentlicht Ist, auseinander. Wir sind Überzeugt, daß er das nicht tut, weil er diesem wirklich positiven jüdischen Programm, das Jeder bewußte Jude unterschreiben kann, nichts Gleichwertiges gegenüberzustellen hat. Er hätte daraus die Konsequenz ziehen und Neutralität in diesem Kampfe wahren sollen, so \ wie es z. D. der „Reichsbund Jüdischer Front« Soldaten" tut, der ebenso und — wie wir glauben — j mit mindestens dem gleichen Erfolg wie der Centraiverein, den Kampf gegen den Antisemitismus in Deutschland führt. Statt also eine prinzipielle Auseinandersetzung über die Pro- {fimme der einzelnen Parteien herbeizuführen oder — wenn I tr dazu nicht Imstande Ist — neutral zu bleiben, hält et der | Ccntralverein für richtig, * aus dem Zusammenhang gerissene Zitate irgendwelcher zionistischer Schriftsteller zu bringen und an Hand dieser kurzen Zitate lange Artikel zu schreiben und Schlußfolgerungen in diesem Wahlkampf zu ziehen. So wärmt er, um nur ein Beispiel anzuführen, den bekannten Artikel von Erich Cohn, der sich für ein Dcsintcres'.ement der deutschen Zionisten anläßlich einer Wahl in Deutschland aussprach, wieder auf, ohne seinem Leserkreis mitzuteilen, daß <iic In diesem Artikel vertretene Anschauung sofort und mit Entschiedenheit von offizieller zionistischer Stelle desavouiert wurde und daß die überwiegende Mehrzahl des deutschen Zionismus zu erkennen gab, daß sie die Anschauungen von Erich Cohn nicht teilt. In anderem Zusammenhang f«t der Centraiverein eher bereit, offizielle Acußerungen eines Verbandes ats die politische Ansicht des Verbandes zu akzeptleren, obwohl einzelne Mitglieder des Verende» gegenteiliger Aullassung sind. In der März-Nummer Jahres 1918 der Inzwischen eingegangenen Zeltschrift „Im Deutschen Reich" befindet sich ein Artikel mit der Ucbcr- «chrift: „Die deutsche Vaterlandspartei und der Antisemitismus". Dieser Artikel spricht davon, daß Anfragen von Mitgliedern an den Ccntralverein ergangen »Ind, ob sie der deutschen Vaterlandspartei beitreten können, »ohne sich in ihrer Würde als Jude etwas zu vergeben". Der Ccntralverein stellt daraufhin wörtlich folgendes fest: . „Unter führenden Persönlichkeiten der VnterlandspaHel befinden sich anerkannte Antisemiten. Vielfach wurden auch Kundgebungen der Vaterlandspartei zu Judenfelndllchcn Aus-! fällen benutzt." Die gesamte deutsche Ocffcntllchkelt, Juden und Nicht¬ Juden, wußten bereits damals, daß die Vaterlandspartei unter Führung von T1 r p i t z, bekanntlich Jlo VorlSufcrln der dcutjch-vötklachon Partei hundertprozentig antisemitisch war. Was tut der Ccntralverein? Er ist vornehm, er gibt nichts nuf die Aeußcrungen einzelner, noch so prominenter Mitglieder der Vaterlandspartei und richtet ein sehr ausführliches Schreiben an den l. Vorsitzenden, Herrn v. Tirpitz, mit der Anfrage, ob die Vatcrlandspartel antisemitisch sei. Er erhält als Antwort einen ausführlichen Brief des OroB-Admlrats mit der Verrlchcrtmg, daß die Vatcrlandspartel tn religiösen Dingen neutral und als solche nicht antisemitisch sei. Und zieht daraus wörtlich folgenden Schluß: „Wenn Mitglieder des Centralverelnt, die polltisch auf dem Boden der Vaterlandspartei stehen, Ihr beitreten wollen, so kann nach dem Schreiben des Herrn von Tirpitz dem nichts im Wege stehen." Was folgt daraus? Wenn es sich um die deutsche Vaterlandspartel handelt, da Ist mau mit einer noch so bedenklichen Erklärung eines Mannes wie Herrn v. Tirpitz einverstanden und akzeptiert diese offizielle Erklärung. Wenn heute die Jüdische Volkspartei mit einem ausführlichen Programm vor die deutschen Juden tritt, einem Programm, das zu diesem Zweck, da es sich bekanntlich um die erste Wahl zum Landesverband handelt, zum erstenmal aufgestellt wurde, so setzt man sich nicht mit diesem Programm auseinander, sondern man zitiert aus dem Zusammenhang Aeußcrungen unverantwortlicher Stellen aus der Vergangen-, heit, eine Methode, die mar« offenslcht'1 Ii von deutschvölklsclien Radnugruppen übernommen hat. Wie will der Ccntralverein In Zukunlt den antisemitischen Hetzern entgegentreten, wenn sie Stellen der Bibel oder des Talmud aus dem Zusammenhang reißen und dadurch die öffentliche Meinung vergiften? Wir sind gewillt, dieser Methode des Centraivereins nicht zu folgen. Nur einmal noch, um ihm das Zitieren abzugewöhnen, wollen wir auch ein Zitat bringen. Der Ccntralverein kämpft für die jüdische Religion, wie er mit lauter Stimme behauptet. Ein ihm sehr nahestehender Mann, der Chefredakteur der Allgemeinen Zeitung des Judentums und der langjährige Führer des liberalen Judentums In Deutschland, Professor Dr. Ludwig Oelgcr, schrieb Im Jahre 1010 In der „Allgemeinen Zeitung des Judentums", Nr. 1, Seite 1, einen Artikel über Schulfeiern, den wir nicht, indem wir einen Satz aus dem Zusammenhang reißen, wie es der Ccntralverein zu tun pflegt, sondern fast wörtlich zitieren, um zu zeigen, welchen Gefahren du deutsche Judentum ausgesetzt war und wo die liberale Entwicklung hingeführt hätte, wenn nicht durch den Einfluß des Zionismus dieser Tendenz, Judentum abzubauen und In würdeloser Welse «ich anderem anzugleichen, entgegengearbeitet worden wäre. Wer auch für die Zukunft eine solche Sicherung des deutschen Judentums will, wer dem deutschen Judentum seine Stellung und Achtung Im Weltjudenlum, die es einmal hatte, wieder erringen will, der muß der Jüdischen Volkspartei seine Stimme geben, die ein wahrhaft demokratisches und autbauendes Programm vertritt. Der zitierte Artikel von Ludwig Oelger lautet wie folgt, und er bedarf keines weiteren Kommentars: Schulfeiern. Im Magdalenäum zu Breslau, das Ich besuchte, fand jeden Montag morgen bei Schulbeginn und Jeden Sonnabend mittag bei Schulscliluß eine „Andacht" In der Aula statt... Die Schüler aller Klassen nahmen an dieser Andacht teil, die jüdischen höchstens dann nicht, wenn In der ersten oder letzten Wochenstunde christlicher Religionsunterricht erteilt wurde. Das Anhören eines Oebets und Liedes, Ja, das Mitsingen des letzteren, selbit wenn dieses, wie es oft vorkam, halb oder ganz christlichen Inhalts war, schädigte niemand, vielmehr wurde gerade durch solche Vereinigungen ein Oefühl der Gemeinsamkeit erregt und wachgehalten. Daher blieb zu meiner Zelt nur ein religiöses Fest, das Reformationsfest am 31. Oktober... In früheren Zelten war die Teilnahme an solchen Tagen für sämtliche Schüler obligatorisch. Das war recht und billig. Denn es war kein religiöses, sondern ein Schulfest... Das deutsche Kind jüdischer Eltern, das auf eine Staats« schule geschickt wird... soll und dnrf nicht ausgeschlossen werden von Schulfcsten, die den großen Ereignissen der deutschen Geschichte gewidmet sind. Denn der Reformationstag Ist ein Fest der deutschen QelstesRcschlehte... so daß die Teilnahme daran auch einem jüdischen Kinde Herzenserhebung bereitet. Jetzt wird den Kindern Jüdischer Eltern die Teilnahme an diesem Tage freigestellt; die Folge davon Ist, daß sie den für sie völlig freien Tag zur Erholung benutzen. Ich halte das für eine traurige Neuerung; das OefilhJ der Zusammengehörigkeit wird dadurch zerstört... Neuerdings hat sich in Berliner Mädchenschulen auch die Sitte einer Weihnachtsfeier eingebürgert... An dem Weihnachtsfeste... dürfen Jüdische Kinder nur teilnehmen auf Orund eln;r Eingabe der Eltern. Diese Bestimmung trägt, wie mir... versichert wurde, keinerlei antisemitischen Charakter an sich und doch erscheint sie mir In höchster Welse bedauerlich. Selbst zugegegeben, daß — Weihnachten eine christliche Einrichtung Ist, — was s*hr bestreitbar Ist, die Schulfeier einer öffentlichen Lehranstalt ist für alle da... Die jüdischen Kinder sollen... das Recht, ja die Pflicht haben, an einer Weihnachtsschulfeier teil« zunehmen. Olaubt man denn wirklich, daß es einem klnd"-hen Ocmüte schadet, wenn ei. bei einer solchen Feier etwas vom Christkinde hört oder vom Weihnachtsengel?...•* Ochörcn solche Anschauungen der Vergangenheit an? Lest die letzten Nummern des Naumannorgans, der Mitteilungen des Verbandes natlonnldcutscher Juden, dessen Repräsentant Justlzrat Pelser die liberale Liste ziert. Ihr werdet ähnliche und noch viel radikalere Anschauungen dort vertreten finden, Ihr könnt sie von liberalen Oemclndevertretern Immer wieder hören. Juden, wollt Ihr die liberale Liste wählen? Cer Central-Verein Ich bedausre es lebhaft, mich Insbesondre gegen das Verhalten des Central-Verelns deutscher Staats, bürger Jüdischen Qlaubens E. V, In di:scm Wahlkämpf wehren zu müssen. Trotzdem Ich mich seit einten Jahren der zionistischen Bewegung angeschlossen habe, würde Ich es begrüßt haben, wenn der Central-Vereln sich aus den Innerjldlschcn Kämpfen herausgehalten und sich zu einer Abwchr-Orgmis t'on geg:o den Antisemitismus ausgestaltet hätte, die mVllchst von der Mitwirkung und von den Sympahlent aller Kreise des deutsehen Judentums getragen worden wäre. Durch das (auch vom Standpunkt des Centrai-Vereins aus) ganz unnötige Eingreifen in den Wahlkampf und durch die Ausgabe einer antlzlonistischcn Wahlparo'c hat der Central. Verein nicht nur eine bedauerliche Vcrschärfuns; des Wahlkampfcs herbeigeführt, sondern sich selbst auch zu einem Partcl-Vereln degradiert. Es Ist mir unverbindlich, wie die erste Atempause Im Kample gegen den Antisemitismus von Ihm dazu benutzt werden konnte, den innerjüdischen K.-mpf mit abgestandenen Clichees wieder zu eröffnen und zwar zu einem Zeltpunkt, wo die Zionisten Ihrerseits eine offene und loyale Annäherung an all: Kreise des deutschen Judentums suchten. Ich las den Wahlaufruf des Centrai-Vereins in Palä« stlna, an den Ufern des Tlberlaa-Sees, inmltt-n gewaltiger positiver Jüdischer Leistungen. Ich konnte nicht umhin, abzuwägen, welche Erfo'ge und Ehren der Central- Verein In den letzten Jahren für das Judentum errungen hit, — und wie auf der anderen Seite das palästinensische Aufbauwerk eine ungeheure propagandistische Wirkung zugunsten aller Juden, auch zugunsten Jedes Mitgliedes des Ccntral-Vcrclns ausübt und in Immer höherem Maße ausüben wird. Ich weiß, daß weite Kreise des Central-Vcrclns se'ne Wahlparole auf das schärfste mißbilligen, sie Ui mehr als einer Beziehung als verhängnisvoll betrachten und Insbesondere darüber empört sind, daß zur Antisemiten-Bekämpfung gezahlte Beiträge satzungswidr'g Im Innerjüdischen Kampf vergeudet werden. Ich kann diese Kreise nur bitten, Ihren Protest gegen das Verhalten des Ccntral-Vere'.ns dadurch zu dokumentieren, daßstefürdieLtstedcrJüdlichen Volkspartel stimmen oder daß sie sich, — falls sie sich hierzu nicht entschließen können — zum mindestens der Stimme enthalten. Dr. Alfred Apfel jSflSMOMyfiaraft^^ rÄ?\?^? Der MIsrach! nnd die Wahlen zum „Landesverband" Von Rechtsanwalt Dr. Abraham Löb. Der Misrachl hat für die bevorstehenden Wahlon beschlössen, im Verbände der „Jüdischen Volkspartel" zu verbleiben und wie bei den Wahlen zur Repräsentantenversammhing der Jüdischen Gemeinde Berlin Im Jahre 1920 für die Liste der Jüdischen Volkspartei einzutreten. Die Jüdlschc Volkspartei hat seit jener Zeit bewiesen, daß sie es mit ihrem Programm, allen Interessen der jüdischen Ocsamthclt zu dienen, die überlieferten Schätze der Vergangenheit zu pflegen und an den Zukunltsaufgaben der Qcaamtjudenhcit mitzuarbeiten, ernst gemeint hat. Die Haltung der Vertreter der Jüdischen Volkspartel und die Stellungnahme derselben zu den jüdischen Oegcnwartsaufgabcn bietet die Oewähr dafür, daß auch die gerechtfertigten Ansprüche des überlieferten Judentums von keiner anderen Partei besser vertreten werden können. Zu begrüßen ist, daß In diesem Wahlkampf die Konservativen nicht mehr In der unnatürlichen Verbindung mit den Liberalen stehen werden. Die Einstellung zu den großen Problemen der OemelndcpoIItlk ist aber bei Ihnen noch immer dieselbe gcblkbcn wie vor vier Jahren. Oerade das Bekenntnis zur Volksgemeinschaft grenzt unsere vom Arcwusgedanken getragene Arbeit gegen die lingc des kor-.crvatlven Parteiprogramms ab. Die jüdische Ocmelnde ist zu allen Zelten der Diaspora der natürliche Organismus des jüdischen Volkes gewesen. Sie hat über den Kreis rein rellgiöscr Tätigkeit hinaus die Aufgabe, allen Interessen der jüdischen Gesamtheit In Jüdischem Sinne zu dienen. In klarer Erkenntnis der Tatsachen und der religiösen Qcgcnsitzc betrachtet die Jüdische Volkspartel die Volksgemeinschaft als das die verschiedenen Richtungen einigende Band und verlangt Gerechtigkeit und Gewissensfreiheit auch für die Anhänger des überlieferten Judentums. Andererseits ist es uns niemals eingefallen, die jüdischen Gemeinden Ihres jüdischen Charakters zu cntUeldcn, und ebensofern liegt es uns, sie zu einem rein politischen Instrument umzuformen. Was wir leisten wollen, ist Wicderaufbauarbelt In der Diaspora und In Ercz-lsrael. Der jüdischen Wiederaufbauarbelt muß auch der Landesverband dienen. Er soll dafür sorgen, daß nicht nur die leistungsschwachen Gemeinden gestützt werden, sondern auch dafür, daß die vielfach zu Verwaltungsmaschlncn gewordenen Gemeinden sich wieder als ein Glied des Klal Jlsroel fühlen und sich In erster Reihe wieder der Erhaltung und Fördeiung des Judentums widmen. Intensive Beschäftigung mit jüdischen Dingen führt zum Judentum zurück, und die Begeisterung für die vielgestaltige Jüdische Arbeit, welche alle Teile der Volkspartel beherrscht, läßt uns mit Recht hoffen, daß mit einem Siege der Volkspartei auch die geheiligte Tradition des überlieferten Judentums zu Ehren und Anerkennung kommen wird. ^»l,.^,^^^^ für litt Einheit, Soliril hmum Mi nur die „ludische hlkspartei'1

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