Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 4 (13.1.1925)
- Date
- 1925-01-13
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr . 4 fUFDISCHE RUNDSCHAU Seite 35 Jüdisches Pantheon in Erez-Israel Von Senator Dr. Michael Ringel (z. Zt. Rapallo). Zwanzig Jahre »lud Im Juli dieses Jahres verflossen, seit Theodor Hcrzl gestorben Ut. In seinem Testamente hat er uns die Pflicht auferlegt, seine 'Gebeine nach Erczdsracl zu übcitüliren. Der „Auszug au« Mizraim" — aus dem Mizraim unserer Zelt — Ist jetzt eine reale Tatsache, die durch die moderne Form und die Alltäglichkeit ihrer Erscheinung ihre Oröfte und Erhabenheit nicht verliert. Andererseits sind die öffcntlich.rechtlichen Garantien, die auch Hcril für sein Altneuland wahrscheinlich als Reinigend erachtet hätte, in sole incr Form gegeben und sind — wenn wir wachsam und aktiv bleiben ebenso stark fundiert, wie der Schutz unserer rwivalrechtlich in Er« erworbenen Güter. Angesichts dieser Sachlage ist es hoch an der Zelt, daB wir an die Erfüllung unserer Ehrenpflicht herantreten. Wenn wir nun an die UcbcrfQhrung der Irdischen Reste Henls gehen, — muß auch dafür gesorgt werden, ihm in Erez eine würdige Ruhestätte zu schiffen: würdig seiner unvergeßlichen Verdienste um das jüdische Volk, aber auch würdig dieses Volkes, welches nach 20 Jahrhunderten der Zerstreuung und Knechtschaft In das Land seiner Vorfahren zurückkehrt. Dieses Orabdenkmal müOte nicht nur auf die Jüdische, sondern auch auf die tnorgctiländisch.cindrucksf.1higc nichtjüdische Bevölkerung wie ein "machtiges Symbol wirken: als ein durch Schönheit und Grolle weithin wahrnehmbares Bauwerk, als ein für Jahrhunderte bestimmtes Wahrzeichen. Dieses Werk zu schaffen, ist Pflicht dieser Generation, die noch zusammen mit Hcrzl und unter seiner Führung vor 30 Jahren den Qrumlstcin zum Werke der Erlösung gelegt hat. Hollen wir, daß es recht bald geschehen wird. Hier drängt sich uns jedoch der Gedanke auf, daß das Orabdenkmal Herzls nicht das einzige unserer OroBen Im neuen Erez sein sollte, sondern, daB erste In der Reihe der Orabstätten verdienstvoller jüdischer MSnncr, die für ihr Volk und die Menschheit OroRcs geleistet haben. Es sollte zum selbstverständlichen Brauch der neuen Zeit werden, daß diese jüdischen Männer In jüdischer Erde zur let/.ten Ruhe gebettet werden. In Italien und in Frankreich, in Polen und in anderen Staaten bestehen seit langem — in dieser oder jener Form — nationale Pantheons, in welchen die um ihr Vaterland wie Ihr Volk, oder um die Menschheit verdienten großen Söhne dieser Nationen ihre letzte Ruhestätte finden. Ocfühle des Dankes der Nation treffen hier zusammen mit der erzieherischen Wirkung dieser symbolischen Hand hing auf die heranwachsende Generation, In welcher nationales Selbstbewußtsein und edler Stolz geweckt werden. Bei dem jüdischen Volke würde »ich der Oedankc eines „nationa*en Pantheons der Verdienten" noch außerdem harmonisch verbinden mit dem uralten Brauch traditions treuer Juden, In der heiligen Erde Erez-Israels Ihre letzte Ruhctsätte zu suchen. Ein solches aus nationalen Mitteln geschaffenes Pan ihcon wird auch der feindlichen Welt zeigen, wie groß unser Zuschuß zur Entwicklung der Menschheit ist, wie Rrofl der Anteil unserer Söhne: unserer Philosophen Künstler, Dichter, Politiker au den OcistcsschaUcn der Welt ist. Andererseits wird dadurch zwischen dem Galuth und Erez ein neues, unzerreißbares Hand geschaffen. Ist doch die Pfctät für die Toten hei dem Jüdischen Volk sehr slark entwickelt. AN unsere Vorfahren aus Spanten vetrrieben wurden, da empfanden sie schmerzlicher als Alles den Oedanken, sich von den Gräbern ihrer Väter für ewig trennen zu müssen. Rührend sind manche Vcrtrags-Urkundcn zwischen den ms Exil gehenden und manchen christlichen Ormiinden hn alten Spanien, In denen diese — nicht ohne Opfer seilen* der Julen - die Pflicht (ibernehmen, für die Erhaltung der jüdischen Friedhöfe zu sorgen..... Erez Israel soll und muß je rascher der Ccntralpunkt unseres Nationallcbens werden. — Je weniger aber „Imponderabilien" uns an das Qahith binden, Je mehr seelische, such unterbewußte Rande uns mit Palästina verbinden — desto »fhnellcr winl das Oaluth überwunden werden — umso rascher wird die „Qculah" zur Tat werden. Ein „Pantheon" mit ilcr/ls Orab als erstes soll tind muß also in .Erez Israel recht bald geschaffen werden. Unsere Architekten werden eine schöne Aufgabe vor sich haben, uikj das Geld für die Ausführung wird sich sicherlich finden, gisnendct von vielen Selten und ohne unsere Fonds zu belasten. * Da wir uns nun hkr einmal auf den Gefilden des Todes »nid des Totenkults bewegen, wäre noch auf Eines hinzuweisen. Die Chinesen gelten als eine« der materialistischesten Völker «er Welt, Sie haben eine — freiwillige — Diaspora, und lahrlich wandern Hunderttausende aus, um in der Ferne Oeld zu verdienen. Und gerade dkrscs materialistische Volk hat «ine weitverzweigte Organisation, deren Aufgabe einzig darin besteht, diejenigen Chinesen, die in der Fremde au* dem I.ehcn gegangen sind, nach dem Tode in ihr Vaterland wückmführen. Und bei den Juden in der ganzen Welt gibt « doch in jeder, auch der kleinsten Qcmcindc Totcnbcstattungs.Vetchtt unter verschiedenen Namen. Wie wäre es, wenn diese Vereine über die Möglichkeit einer Organisation nachdenken und vielleicht auch schaffen würden, um den Hinterbliebenen die Möglichkeit zu geben oder zu erleichtern, "ire teueren Toten nach Erez Israel zur letzten Ruhe iu bringen? Wir Zronisten sind diejenigen, die In Erez neues, blühende« ■•eben aus dem seit Jahrtausenden erstarrten Boden nervorgezaubert haben. Aber in der Mühe und Hast des Lebens wollen wir manchm»l auch unserer großen Toten gedenken, deren Gräber »rstreut sind m fremder Erde — Hcnl In Wien, Nordau ">>0 Marmorck in Parle, andere in Rußland, In London flb««H____ Es wire etwas Symbolisches an die Prophetcn-Vorauv "2«n anschlingendes, wenn die Posaune des Zionismus nicht?' Lebenden nach Palästina rufen, sondern auch unsere '°tcn aus allem vier Enden der Welt nach den Taicrn Erez '»»»eis einsammeln würde. Denn aus diesen Werken, aus Ihrem Andenken, aus Ihren u'Jbern erwachst neue« Leben in unserem alten Unde, In »»Altneuland" t / % Zar Zeitschrift „Hechalnz" Der Mcrkns des deutschen H c c h a I u i gibt — tn deutscher Sprache — eine Zeitschrift heraus, deren erste beide Hefte uns vorliegen. Diese Hefte machen einen ausgezeichnete:! Eindruck und die Art, in der hier mit Emst und Orfuttllichkei» die Fragen der Hachscharah, der Alijih und Oer Chnluziulh besprochen werden, können zur Klärung dcrllcchnttiz-Probicmc und zur Klärung dieser einzigartigen, tur thi» Gelingen unserer Sache schlechthin entscheidenden Bewegung Wesentliches leisten. Besonders das erste Hell enthalt ihic Reihe von Aufsätzen, mit denen man in vielen Einzelheiten nicht übereinzustimmen braucht, die aber jedenfalls «He Diskussinn weiterzubringen geeignet sind. Es ist auch hervorzuheben, dall die Verfasser dieser Aulsätze selbst nicht immer glauben, schon Letzte* und Entscheidendes über die von ihnen behandelten Fragen sagen zu können und dal» gerade die inuloktrinäre Art, In der hier Probleme hehandelt werden, es leicht macht, In eine Aitsclnnndcnctzuui* cinzut/cten. N a g 1 c r macht In seinem durchaus ah» grundlegend zu betrachtenden Attlsntz mit vollem Hecht ilaraut autmerksam, dall die Aufgabe des Hcc'taluz sowohl in Deutschland wie überhaupt sich keinesfalls aul die bloße fachliche Vorbereitung, die Hachscharah beschränken dilrte, sondern dah Aufgabe des llcchaluz die Palastma-Lrzicnung seiner Mitglieder sein müsse. Es erscheint dann allerdings als nicht ganz logisch, wenn Naglcr nunmehr betont, die Palästina-Erziehung des llcchaluz. könne nicht den Anspruch erheben, „eine Universal.Erziehung, sowie sie z. H. der Blau-Weiß seinen Gtiadern vermittelt, zu ersetzen". Gibt der Blau-Weib eine „Univcrsal-Erzichung", wns blciht eigentlich dem Hccha'uz noch zu tun? In der Tat handelt es sich auch nicht darum, im llcchaluz die Erziehung des Hlau- Wcill oder einer anderen Jugcnd-Orgaulsation zu ersetzen, sondern sie In starker Orientierung an Palästina zu ergänzen. *| Wir weisen in diesem Zusammenhang aul den in demselben Heft abgedruck'cn 'Aulsatz, von Bogdanowskv bin, der das Problem HccViluz und Jugendbewegung behandelt und mit dem man sich Im Kreise der Jugendbewegung auts ernsteste auseinandersetzen sollte. Naglers Ausführungen Uber das Verhältnis des Hechalnz zur zionistischen Arbeit des Gallith sind sehr rlcntig. In der Tat kann der Hcc'ialu* ebenso wenig der propignn distlschcn. immer neue Kreise gewinnenden Arbeit der Lande* Organisationen und Jugcud-Organi*.Vlon;n ent'aten, wie um' gekehrt diese durch den unbedingten Paläs'lna-Wi'.lcn, die Palästina-Verbundenheit und die Palästina-Kenntnisse «es fli-chaluz Leben gewinnen können. Dazu ist freilich not wendig, «laß auch der deutsche llcchaluz. sich immer stärker mit Palästina verbindet und damit den gesamten deutschen Zionismus eine stärkere Palästina-Verbundenheit gibt. Naglcr betont im Sc'itußah«atz seines Artikels, stall et eine Reihe wichtiger Probleme dos Hecha'uz nicht behandelt hat uikI daß diese In einem späteren llett eine Behandlung finden werrfen. Unter den nichtbcKvidcUcn "rohlcm-n nennt er auch die Erziehung zur hebräischen Sprache. Wir möchten sehr wünschen, dall gerade diesem Problem die ernsteste Beachtung geschenkt wird. Ist es «hon eine Ano malie, daß die zionistische Jugendbewegung in Deutschland nicht hvbräi«ch spricht, und mau mit Rücksicht aut ne in Danzig deu»«ch sprechen mußte, ist es schon mehr als eine Anomalie, daß Institutionell der palästinensischen Arbeiterschaft gezwungen sind, mit jugendlichen deuts.men Zlo nisten in Palästina deutsch zu verhandeln, so dürfte auch eine in dcutfc,,cr Sprache erscheinende Hcchnluz-Zei'utig nur hei der bisherigen mehr als he lauerlichen Einstel'ung zum Hebr.'ii'c'ien ühcrhumt verständlich sein. Im zweiten liefe der Zeitschrift wird in einem Au's-it/ y>n Manrawl, der aus dem palästinensischen „llap-icl lli/air" nh'»et-urkt wird, mit vollem Recht neben Chahi'gcsiiimme; und taeh'ichcr Vorbereitung, Verständnis des Hebräischen eine der nret Grundvoraussetzungen für alle Ohm bezeichnet. Mairawl schreibt: „Wenn nicht schon von allen Einwanderern, so muH man doch wenigstens von den Chaluzim, den Mitgliedern der Organisationen des Hec'ialuz, fordern «lürlcn, diH «te in Pal istina den Spr.ichcn-Wirrwarr nicht noch vcri'rrtllcrn, daß sie einem der wesentlichsten Faktoren in der tlnintcrung unsere* Lehens nicht mit Geringschätzung gegen überstehen. Aus dicem Grumte waren die Resolutionen des Hechalnz in Litauen in Bezug nut Hebräisch berechtigt Sie besagen, daß Chawerim, die die hcbHi«chc Sprach« nicht beherrschen, für die Ali'a'i nicht bestätigt werden Dies ist der Weg, den die gesamte Weltorganisation des HecKaluz beschreiten muß." HiT Weiht dem deutschen llcchaluz, wie man sieht, noch vieles, wenn nicht alles zu tun. Wenn sich der Artikel von Naglcr mit prinzipiellen Onindlragen der Bewegung bc<chältigt, so geht der nistruk tive Aufsatz, von Elicser Ascher auf die wirklichen terh nischen Fragen der Hachscharah ein. Wir emnlchlcn die Lektüre, des Artikels allen denjenigen, die ein Bild von den Methoden der Hachscharah tn Deutschland gewinnen wollen, die eine mehrjährige Arbeit in dieser R'chtung den Führern der Bcwetning verschallt hat. Der Aulsatz, findet eine willkommene Ergänzung durch cm Rcter.it über die Mädchenarbeit im Hechalnz im zweiten Heft der Zeitschrift. Interessant sind insbesondere alle Auseinandersetzungen über die Vorteile und Nachteile der Ausbildung heim Bauern oder Meister einerseits, und In der landwirtschaftlichen oder handwerklichen Siedlung andererseits. Für dlelcnigen Kreise, die seinerzeit einer deutschen Hechaluzbcwcgiing bedenklich, ja ablehnend gegenüberstanden, dürtte es interessant sein, folgenden Satz, ans dem Artikel von Ascher zu zitie.en: „tu ist statistisch fcstste11bar( daß nur ein geringer l-rozcnts.itz (5--10"n) aller derer, die aufs Land gingen, aus Gründen mangelhafter körperlicher oder seelischer tignung von der Arbeit zurückkamen." Es war nicht der Zweck dieser Zeilen, einen Extrakt des gesamten Inhalts dieser beiden flettc zu geben, sondern wir nahen es vorgezogen, Einzelnes herauszugreifen, und wolUn in keiner Weise die Wichtigkeit anderer Fragen uutcrsch.i...« die bereits behandelt worden sind. Dazu gehört etwa die Frage der Einstellung der Chaluzim zu den Arbeiter.I'.irteten. Über die Fricdlnnd im ersten Hell pr$c!mchcu hat. Hervorheben wollen wir. daß im zweiten Heft, und voraus» sichtlich auch In allen weiteren P a l ä s t i n a ti c r I c h t o stehen und daß auch kurz gelallte Berichte über die Oialuz. hewegung In anderen Ländern gegeben werden. WircmptehUu dem Mcrkas des deutschen llcchaluz, gerade diesen Teil in seiner Zeitschrift besonders zu pflegen; denn lür die zionistische Jugendbewegung und den deutschen Ikcluliz. ist es nicht nur wichtig, sondern geradezu eine Lebensfrage, aus der Vereinzelung herauszukommen und den engsten mög. liehen Kontakt mit der palästinensischen Aroeitersciiatt und der Hechiiluz-Bcwcgung In Osteuropa zu linden. Die n uUchc zionistische Jugend erkennt vielleicht bereits deutlich was ihr Uhlt, aber sie besitzt nicht die Menschen, iteren innige Verbindung mit Palästina und jüdischer Kultur es innen gestattet, aus Eigenem das zu geben, was heute noch der zionistischen Jugendbewegung und dem Hcclu uz in Imis nland fehlt Solange äußere Gründe einen direkten menichticnen Kontakt nur In geringem Maße ermöglichen, müssen onucre Wege beschritten werden, und es scheint uns, uatt hier oer Zeitschritt des deutschen llcchaluz eine wichtige Anleihe Segeben ist. Wir hoffen, daß der vielversprechende Anfang er beiden erste Hefte eine würdige Fortsetzung "timtcu wird. P.l- Verwendung der Krrei ialessod'Celder vom 1. April 1911 tili St. Okiober 1924 (Mitgeteilt vom Hauptbüro.) Betrag Prozent 1. Landwirtschaftliche Kolonisation (inkl. Versuchsstation........ 414 755 28,55 2. Erzlehunp (inkl. UniversIUt und Universitätsbibliothek) ....... 200073 20,02 3. Immigration (inkl. Palästinaämter und Hachscharah) ......... 170 tro 12 17 4. Investierungen Hypothekenbank C 52 850 Elektrizitätswerk „ 50000 P.L. D.C. H 13112 Schulgcbäude „ 8905 Bonds und Anteilscheine (Snlcl-Bonch) ., 7016 132 81J 0,15 5. Öffentliche Arbeiten....... 110314 8,26 ft. Sanitätswesen ......... 106 106 7,M 7. Administrationsansgaben ..... 58818 4,M B. Besondere Ausgaben....... 57 0J2 .1,02 0. Misrachi-Organisation ...... 39 825 2,rvs 10. Jüdischer Nationalfonds...... 24 002 1,71 11. Handel und Industrie....... 15 406 1,06 12. Technikum (Haifa) ....... 13161 000 1 152724 100 Die Ameke aot Oberrabbiner Kuk Jerusalem. (J. T. A.) Seitens der Agudas Jisrocl wurde der Pal, Tel.-Agentur mitgeteilt, die Führer der Agudah bedauerten, daß Oherrabbiuer Kuk In der Altstadt Jerusalems durch Agudah-Jüiiglinge attackiert worden ist. Die Agudah« Führer haben einen Vertreter an den Obcrrabbinir Kuk entsandt, der ihm in ihrem Namen das Bedauern ausdrücken sollte; der Vertreter wurde aber nicht vorgelassen. Sie hätten beabsichtigt, die Schuldigen vor ein religiöses Gericht zu stellen, diese Absicht wurde aber uufgegeben, als die Polizei die Sache In die Hände nahm. Seitens des Ohcrrahbinats wird der Pal. Ycl.-Agentur hierzu mitgeteilt, daß weder das Ohcrrabbinat noch Rabbiner Kuk persönlich eine Anzeige erstattet hätten und daß die Polizei aus eigener. Initiative die Untersuchung eingeleitet hat. Der stellvertretende Sekretär Sir Ronald Storrs und der Bürgermeister der Stadt Jerusalem haben Oberrabhiner Kuk aus Anhß des auf Ihn unternommenen Angriffs ihr herzlichstes Bedauern ausgedrückt. Der amerikanische Konsul In Jerusalem stattete Oberrahbiner Kuk einen längeren Besuch ab und unterhielt sich mit ihm über seine Eindrücke während seiner Reise durch die Vereinigten Staaten. Die Sladlratwahlen In Tel-Awlw Jerusalem, (J.T. A.) Am 6. Januar fanden in Tel- Awlw Neuwahlen In den kommunalen Rat statt. Fs wurden gewählt! 12 Verlreterr der Arbeiter, 10 Mitglieder der jüdischorthodoxen Partei, 5 allgemeine Zionisten, 6 Vertreter der sepliardischcn Juden und 6 Vertreter anderer jüdischer Orupppcn. Die PaUistina-Einwanderu.no; von Oktober 1923 bis September 1924. Monat Zahl der Immigr. Zniirnntniitiun; Minner | Fraaea | Kinder Wir Minner v«rhelrat. mit Farn | Freue» verheiraL 1 mit Fem. Z.M d.Fam. Z.Kid. F.mil.. Milfl. 1923 OVtota 618 208 183 158 101 24 83 59 18 105 106 375 Nov«mh«r 6S1 215 197 178 100 29 86 53 27 117 117 , 380 D«temb«r 420 173 113 97 84 42 47 45 12 56 64 216 1924 Jmuar 429 178 114 , 106 100 35 43 ' 32 14 68 62 217 Februar 462 167 130 133 6t 45 61 34 8 88 85 2Ä3 Mir« 621 253 158 167 72 82 99 42 7 109 110 380 April 991 361 288 289 143 70 148 87 2t 180 182 617 Mai 906 424 220 187 195 107 ' 122 61 21 138 144 467 Juni 1795 799 461 479 359 152 288 113 29 319 325 1144 J«H 1772 774 464 416 335 159 280 126 36 302 306 1050 Auguit 2704 1166 706 711 527 205 434 144 72 490 484 1700 September 2750 1075 790 701 448 212 415 232 77 471 483 1687 Total: 14119 | 5793 3SU l 3622 l 2525 | 1162 2106 1028 342 2443 2468 aut