Mannheim
Compact Memory

Jüdische Rundschau · 1925-01-02 · Heft 1 (2.1.1925) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
XXX (1925)
Issue
Heft 1 (2.1.1925)
Date
1925-01-02
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2651273-2652691-2652692--17022-3517850
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Mr.! •JUEDISCHE RUNDSCHAU Seile 7 Louis Marshalls Rede für den Eieren Hojessod Auf der «m 7. Dezember In New Yorlc abgehaltene» Konferenz de« Landesrate» de» amerikanischen Keren HiJeseod hielt Loaii Mari ha 11. folgende Ansprache: leb habe geglaubt, daß Ich vier von Palästina weiß. Ich hörte Sehilderungen von Welzm a nn, Sokolow, Dr. Qoldttein, Dr. Lewin und Dr.,Magnet. Aber ich muß zugeben, 4*8 niemand meinem Herten einen »olchen Eindruck elnprigen konnte, wie die lebenden Bilder, die wir soeben gesehen haben. (Während der Mittagspause wurde den Delegierten der neueste Palä»tlnafilm des Koren Halessod vorgeführt) Wir haben herrliche Dingt gesehen und sind gewiß eaUflckw von den Fortschritten, die du Land geeucht hat Ich habe aus den Bildern aber auch , gesehen, was alles in Pallttlna noch gemacht werdest muß. Et fehlen noch Hifen, Wilder auf d«n Bergen, «nd Palistln« bedarf noch mehr Menschen und mehr Schulen. Venn die Juden Amerikas und der ganten Welt diese Lebensnotwendigkelten einsehen tmd begreifen werden, dann wird die« alle» seine VemiricUchuag finden. Bis In die letzte Zelt war es In gewissen Kreisen nicht üblich, Ober Palistina und die Nöte der dortigen' Juden n sprechen. E» gibt in unseren Oemeinden Leute, die •Icher sehr ideal sind, eine echt judische Seele besitzen, die aber das Gefühl hatten, daß sie nur Pflichten für die Juden In Europa und Amerika haben,. aber nicht für die Juden in Palistina. Ich denke, daß Jetzt die Zeit gekommen ist, wo es eher •hie Verständigung über diese Sache gibt unter denjenigen, die großen Einfluß haben, mit deren Wort man rechnet und deren Beispiel man befolgt. Bis in die letzte Zeit hat mein großer Freund Nathan Straus allein gestanden. Aber ich bin froh, sagen zu können, daß, seinem Beispiel folgend, Jetzt auch schon andere etwas über Palästina wissen. Im Laufe der letzten zwei Jahre haben Menschen, die wir alle achten, wie Felix H. Warburg und Harry Bernhelm, Interesse für Pa lisüna gewonnen. Ein Teil von Ihnen war früher daran desintertsslert Viele hegten zahlreiche Zweifel über Pa lisüna. Jetzt sind sie alle cthusiasmlert und bereit, der Sache zu helfen. Das kann man an den Spenden erkennen, die ale bereits gegeben haben und die andere zu geben bereit sind. Was Palästina Jetzt benötigt Ist genügend Kapital für Handel, Landwirtschaft und Industrie. Im letzten Februar haben wir am selben Orte eine unparteiische Konferenz gehabt, um Jene Personen zu erfassen, die Interesse an Palistina haben und etwas dafür tun wollen. Ich fühle mich berechtigt, zu sagen, daß die Paltstlne Economic Corporation binnen kurzem ihre Tätigkeit mit einem Kapital von zirka 3 Millionen Dollar aufnehmen wird. Es Ist uns gelungen, diejenigen an unserer Arbelt zu Interessieren, deren Interesse erwecken zu können wir anfänglich nicht geglaubt hatten. ..Wir haben Pllne •gemacht, die sich eignen riieht nur für •rclle, die große: Summen In Palästina Investieren wollen, ton dem auch für die Leute, die nur geringe Mittel zur Ver. fügung stellen wollen und können, so daß die Corporation Jedem dl« Möglichkeit geben wird, ohne Rücksicht auf dia Höh« der Summe etwas für den Aufbau Palistinas cu tun Ich muß wiederholen, daß Ich von diesem Zeichen des Willen», dort etwa» zu leisten, sehr ermutigt bin. Wir er warten, einen Board of Dlrectors zu haben, der Jedem Ein. reinen, der aktives Interesse an unserer Arbeit nehmen will, Wege weisen und darauf achten wird, daß aUe Uniemehmun gen auf streng geachiftllcher Basis zur Aus führang gelangen. Es ist dies keine Wohltätigkeit, keine Philanthropie in gewöhnlichem Sinne, sondern ein wirklieh tonstruktlves Qeschif tsun ternehmen, und dies ist der einzige Weg, auf dem man Erfolg haben kann. Es gibt noch1 eine Arbeit, mit der wir uns Jetzt befassen, das Problem der Emigration. >ie Tore Amerikas sind verschlossen, und es wird noch ange dauern, bis sie wieder offen sind. Deshalb wurde ein Emergency-Komltee gegründet, das nicht nur Jenen Eml« Sranten, die schon unterwegs sind, sondern auch denjenigen, ie noch In Osteuropa wellen und In die Notwendigkeit versetzt sind, auszuwandern, beistehen will. Ich bin a Ich er, daßdle einzige Rettung fürdlese Emigranten Palästina sein.wird, und Ich glaube, daß dies eine der wichtigsten Arbeiten dieses Komitees sein wird. Iis gibt sodann noch eine Sache, die Im Stadium der Ent. Wicklung ist: das ist die . Jswlsh Agency. In den Vorkriegsjahren und vor der Balfour-Deklaratlon war Arbtit nur auf dem Wege der Propaganda möglich. Man mußte erst eine öffentliche Meinung schaffen. Die Träumer mußten erst an ihrem Traum weben. Sie selbst wußten noch nicht genau, wie ihr Traum verwirklicht werden würde, und deshalb gab es Mißverständnisse selbst zwischen denen, die Jeder großen Jüdischen Sache Sympathien entgegenbrachten. Aber nach der Balfour-Deklaratlon wurde es klar, daß die Arbeit du Qeblet der Propaganda verlassen habe und nun in ein Stadium des konstruktiven Aufbauen» getreten sei. Und seit Jener Zeit hat Jeder Jude das Recht, die Möglichkeit zur. Mitarbeit zu fordern, gleich« viel welcher Richti« j er angehört. Es Ist eine Jüdische Pflicht — es war es stets —, alles, wa-t nur möglich, für den Aufbau Palästinas zu tun. Niemand hat ein Monopol auf Palästina, und deshalb Ist jetzt die Zelt gekommen, dsß alles, was In Palistina geschieht, mit jedem Juden geteilt wird, de* an dieser Arbelt teil« nehmen will. Es ist dies keine Frage von Ehre oder Aemtern, sondern eine Frage der Arbeit, eine Frage der Verantwort- Henkelt Ich fühle, daß, falls Dr. Welzmann Erfolg haben wird — und Ich bin sicher, daß er Erfolg haben wird, well er In allem, was: er will, Erfolg hat —, es eine ein. fache Verständigung geben wird zwischen denen, die mit der Zionistischen Organisation verbunden sind und denen, die ihr fernstehen, um die gleiche Verantwortung zu tragen, sei es von denen, die dies alle» geschaffen haben, «cl es von denen, die an der Arbelt teilzunehmen wünschen, üim wird die Palästinafrage gelöst sein. Es wird nicht mehr die Schwierigkelten wie bei der K. H.-Arbelt geben. En wird dann, wenn ich keinen Denkfehter begehe, Interesse und Pflichtgefühl für die Entwicklung Palästinas vorhanden sein, genau so, wie die Juden Amerika» In der Zelt des Welt» krieges sichder Notwendigkeit der Hilfe für die Kriegsleidenden bewußt waren. Die Arbeit für Palästina wird nicht in einem Jahre zu Ende sein. Sie wird noch mehrere Jahre dauern, aber sie gleicht nicht der Hilfstätigkeit für die Kriegsopfer Osteuropa». Es handelt sich hierbei überhaupt nicht um eine Präge der Hilfe, sondern es Ist eine Frage des Aufbau» eines Landes. Es handelt sich darum, ein Land auf geradem Wege zu bauen, Institutionen zu gründen, die nicht nur für den Körper, aondern auch für den Qeist .ru sorgen haben und, was von meinem Standpunkt noch wichtiger Ist, für die religiösen Bedürfnisse. Wir müssen daran denken, daß zu gut er. letzt der Jude denn doch «Ine Sache höher als alles andere einschätzt — das Ist seine Reilglon. Das Land, woher wir stammen, wo unsere großen Vorfahren gelebt und gearbeitet haben und wo sie gestorben sind, wo unsere Propheten geweissagt haben und wo König David seine Psalmen gesungen hat, muß auch weiterhin das geistige Heim für die Juden der ganzen Welt sein. sein. Die Pläne Kaufmanns rechnen mit diesen beiden Momenten In erster .Unle. Im Mittelpunkt der Stadt Hegt der Bahnhof, auf dem sich die genannten irroSrn Straßen kreuzen« Um. ft? gruppiert < sich die „City1" da» GeschlfUviertel nach Westen »chlleDfen «Ich Wohnviertel an, die durch einen dichten Baumgürtel gegen das östlich gelegene Industrieviertel abgeschlossen .ist.- Pie ganze Stadtniilagc rechnet »orgWltis mit den natürlichen Bedingungen. Die Straßenrüge «lud so «"gelegt, daß die Häuser nicht gegen die heiße Mittagssonne, wohl aber gegen die kOliIewIcn Westwinde geöffnet sind, die zugleich den Rauch des östlich gelegenen Industrieviertels von der Stadt wegwehen. Einielheiten des Planes zu geben, Ist heute verfrüht. Es nel nur bemerkt, daß hier der yersuch gemacht wird, bei dieser sehr wichtigen Neu» Briet ans Palästina Föderation der Stadtverwaltungen— DI« Bm«k-Stadt - Vom Tabak A.-O. Jerusalem, 15. Dezember. Die einzige. Stadt im Lande, die bisher eine vollkommene jüdische Selbstverwaltung hat, ist Tel-Awlw. Außerdem bestehen m Pefach-Tikwah, Rischon le Zion, Rechowoth, Chederat und Sichron Jakow „Local Council»'', die In einem gewissen umfange Rechte besitzen, wie das Steuern auszuschreiben und ahnliches. Nachdem die Unterbringung der Anleine der Stadt Tel-Awlw in der Höhe von 75000 Pfund über Erwarten gelungen war, entstand der Plan, eine breitere Orundlage für Kreditbeschaffung auch für andere Stadtverwaltungen vorzubereiten. Judge Rosenblatt, der sich für die Placierung der Anleihe von Tel-Awiw in Amerika besonders eingesetzt hat, hat den Plan einer Föderation der Stadtverwaltungen entworfen und ist gesonnen, die Zelt seine!» Aufenthaltes In Palästina vor allem der Verw rklichung dieses Projektes zu widmen. Die genannte Anleihe von Tel-Awlw diente der Ausführung öffentlicher Arbeiten. die für die Entwicklung der Stadt notwendig waren, *">« die mit der «teigenden Ali]»h, die sich zu einem sroBen Prozentsatz Ja Tel-Awlw korzentriert, noch «n Bedeutung &eT«,ne.n- Im Oegensatz zu dieser Stadt, ,n die dauernd neue Krift« einströmen und die deshalb dauernd fn Entwicklung und iB Bwtguiur W» werden die alten Kolonien von diesem Strome wenig berührt Nur Petach-Tikwah Ist aut dem wege, «ich tu einer kleinen Stadt zu entwickeln. In den anderen Kolonien fluktuiert der Strom der Einwanderer. Es sind meistens Arbeiter, die nur gewisse Zeit am Orte bleiben, und die Entwicklung des Ortes als solchen und »einer Einwohner nur wenig berühren. Eine Ueberwindung des toten Punkte« Irlt durch die Durchführung öffentlicher Arbeiten, die die wlrtschaltliclre Lage des Ortes heben, zu erreichen. Durch die Föderation der Stadtverwaltungen wird eine Juristische Person Beschaffen, die für Kredite verantwortlich v un3 .«^»«m Umfange gemeinsam für die Städte, hrw. Kolonien sorgen kann. Die alten Kolonien, die Ihrer ötwlctur n«ch schwer beweglieb sind, standen dem Vorschlag «erst passiv gegenüber. Es gelang jedoch Judge RosenbUtf, «le für das IWekt zu interessieren. Nach einer Reihe von Sitzungen wurde der Vorschlag der Pöderatlon angenommen. „I" dar Verwaltung von Tel-Awlw bestand am Anfang ehe gewisse Reserve. Tel-Awlw' Ist heut« auf keinerlel HIlfe ^.^ßen angewiesen, im Oegenteü Ist die Föderation föi'fcieV Ar SUrit weitere Verpflichtungen aufzulegen und »te Kraft zum Besten der. tchwfcfereo Mitglieder auszunutzen, Diesen Bedenken stellte die Moazat der Stadtverwallung in ihrer Sitzung am W. Dezember das gewichtige Argument entgegen, daß die Entwicklung des llschuw Im allgemeinen wichtig genug sei, um die Sonderfntoressen eines Punktes dabei zurückzustellen, selbst wenn Tel-Awiw zugunsten der Kolonien größere Anstrengungen wird machen müssen, wird dies Wachstum der anderen Punkte einen bedeutenden Gegenwert darstellen. Die Stadtverwaltung Tel-Awlw beschloß demnach einstimmig, dem Plane der Pöderatlon zuzustimmen. Es wurde angeregt, von den Kolonien al» Bedingung für die Föderation eine Demokratisierung der Stadtverwaltung zu fordern. Bisher wurde In Rischon und Rechowoth der Bürgermeister von der Regierung bestimmt, da die Verhältnisse Im Orte keine demokratischen Wahlen zuließen. Tel-Awlw be» abtlchtlgt. zum mindesten eine gegenseitige Kontrolle, bzw. die Möglichkeit eine» Eingreifen« sich zu sichern. Mitten zwischen den Siedlungen Im Emek Tesreel kreuzen sich: die Wege durch Palästina. Süd-nördllch rieht sich dl« große Straße, die von Jerusalem-n»ch Syrien fuhrt und ostwestlich geht der Weg von. Transjordanien nach Haifa zum Mittelmeer. Im Kreuzungsnunkt liegt Afule, heute eine winzige Bahnstation. Rundum beginnen die Kolonien »ich zu entwickeln und planen im Anschluß an die Landwirtschaft die Verwertung Ihrer Produkte auf Industriellem Wege. Afule soll der Mittelpunkt werden, der den Vericehr von Nord und Süd, von Ost und West konzentriert, die landwirtschaftlichen Produkte auf der Stelle Verarbeitet und wellcrbefördert, nach den verschiedenen Richtungen Im Land und nach dem Hafen In Haifa. Zwei Gesellschaften, „Mesehek" aus Polen und „Ketillat Ziere" »us Amerika haben große BodenfKlchen Rekauft und man beginnt siel, mit den Aussichten und Mögchkelten der „Stadt Im Emek" zu beschäftigen. Der Bebauungsplan der Stadt, von Richard Kaufmann entworfen, wird in nächster Zelt fertig vorliegen. Die Stadt muß, den Verhältnissen entsprechend, sich in zwei Rlchtun. gen entwickeln: Zu einem großen Verkehrs- und Knotenpunkt und zum Zentrum eines großen und dauernd in Eniwicklunj; begriffenen Hinterlandes. Es Ist zu erwarten, daß , Afule nicht nur den Verkehr PalSsIlna-Syrlen urd Transior« danten-Halfa an sich zieht und vergrößert sondern daß analer auch die Verbindung von Jehudah und . OaJIläa direkt durch das Emek gehen wird.' Heute führt man von Jerusalem und Jaffa über Half* nach 0*1111» und fn» Emek. Mit der Entwicklung Afule« würde ein graderer und schnellerer Weg von Jaffa bzw. Jerusalem direkt nach Norden führen. Zußelch würde der unmittelbare Markt für dl« Produkte der , nekaicdlungen sich* nur Haifa, Modem die Ernckatadl»clbaj J gtündung au« den Fehlern im Städtebau Europas und Palastina« zu lernen und aus den günstigen Bedingungen herauszuholen, was nur immer sich bietet. T>as Ist umso wichtiger, als die „Emekstadt" eine unwiederbringliche Chance oittet, die wir nach allen Richtungen ausnutzen «ollen. Die Tabakbauer von Schomron, Jehudah und Im Emek* Jesrcel, die zu einem Verband zusammengeschlossen sind, haben quantitativ in diesem Jahre eine Mittelernte zu verzeichnen. Der Verband Ist im Besitze von zirka 320 Tonnen, von insgesamt 350—3«) Tonnen der Gesimtcrntc. (In diese Zahlenangaben sind die Käufe von Lubllncr Im Oaiil nicht mit einbezogen.) Qualitativ haben sich die Tabak- «orten im Vergleich zum Vorjahre sehr gut entwickelt. Palästina verwendete bis jetzt viel ausländischen Samen. Besonders aus Saloniki wurden eine Reihe von Sorten eingeführt* Im iiiehsten Jahre sollen bereit» einheimische Samen In größerem Maße verwendet werden. Der Verband der Tabakbauer hat in »etzter Zeit die Marktbedingungen In Aegypten studiert und das Urteil von Sachverständigen Über die palästinensischen Tabaksorten eingeholt. Sic werden Im Durchschnitt auf 15—30 Plaster pro Kilo geschätzt. Es gibt Sorten, die den ägyptischen Tabaken von 5—6 Schilling pro Klk> entsprechen. Die ägyptischen Importeur-Kreise verhalten sich noch reserviert, eil dia Marke neu und unbekannt ist. Neben diesen ersten uno Durchschnittsqualitäten gibt es palästinensische Tahaksorten, die) überhaupt noch nicht ausfuhrlählg sind und solche, die gerade Ihrer Schürfe wegen einen Markt Im Lande haben. Von eilen ägyptischer Importeure wurde die Ansicht geäußert, daß man nur zu kaufen entschlossen sei, venn der Anbau In großem Maßstäbe fortgesetzt würde. Die Verhandlungen wegen de» Tabakverfcaufs haben vor anderen ernste Angebote von „Ms^pero" und der „Regie Ottomane" gebracht. Hierbei handelt es sich nur um Ausfuhrtabake. „Maspero" ist Im Augenblick damit beschäftigt, den Tabak In den verschiedenen Kolonien zu prüfen. Unterdes hat bereit» die Arbeit des Packens in der letzten Woche eingesetzt. Der „Mcrka-i Chaklai" der nllncmcincti Arbeiterorganisation hat von dem Verband der Tabakbauer 150000 Kilo zum Packen übernommen. Der Verband zahlt 4'/»-5»/| Piaster pro Kilo. Der größte Teil wird .Ür den Export gepackt, In 4—5 verschiedenen Sorten, entsprechend den Forderumren dp* Weltmarktes. In Mikweh Jisrael, Rischvn le Zion, Pelach-Tikwah, Rechowoth und Sichron laakob werden fünf große Zenlralmagailne errichtet. Eventuell ein sechstes In Chederat. . Das Packen muß bis zum 15. Mürt beendet sein. In der Arbelt werden ungefähr 800 Mann beschäftigt sein. Der winuallflrlerte Arbeiter verdient 12—18 Piaster pro Tag. Quillfirierte Packer und Sortlerer verdienen 7—14 £ Im Monat. C» werden zum großen Teile neue einwanderet btschiltlgt. Nene Schul« Den vor der Zionistischen Exekutive vnterhaltenen Schulen, an deren Budget der Keren Hajcssod sicli mit 70<,.,i beteiligt, wurden sechs neue hinzugefügt, zwölf neue Lehrer worden eingestellt und die Zahl der nett angemeldeten Schüler beträgt Oöö. In diesem Jahre wunkn 138 Schulen eröffnet gegen \71 Im vorigen Jahre, die Zahl der Lehrer beträgt 450 gegen! 438, die der Schüler 12000 gegen 11 524 Im Vorjahre. Die Gemeinde Tel-Awlw hat Ihre Beteiligung am Unterrlchts-Budgtt von 1200 £ Im vorigen Jahre auf 3500 Im neuen Jahre erhöht. Auch die jüdische Gemeinde Jaffa« hat eine Subvention übernommen, und Petach-Tikwah beteiligt eich In diesem Jahre zum erstenmale am Budget ors zionistischen Schulwerkes mit 300 C. Allmahlich wird ein angemessener Beitrag zu den Kosten der hebräischen Erziehung vom Jtechuw übernommen werden. Um mit den durch die zunehmende Immigration erhöhten Forderungen Schritt zu halten, hat da» Erziehungs-Department der Zionistischen. Exekutive beschlossen, zwölf neue Klassen m Jaffa; 1 In H*l(a einzurichten (außer den neuen Schulen in Beth Schaan, Neveh Sehaanan, Half«, Ruchama, Chlttln, OWeon und Bne Brak). Die erhöhten Kosten dieser Schulden belaufen sich auf 3500 £. fori mit den CInwandeninoibeschrlnkQigrn Tel-Awiw (J.T.A.) Die in Tel-Awlw tauende Einwanderungs-Konferenz faßte am 17. Dezember einen Protestbeschluß gegen die Haltung der ständigen Mandatskommission des Völkerbundes, welche bekanntlich bi Ihrem Bericht an den Völkerbundsrat Zweifel ausdrückte, ob da« jüdische Einwanderer-Element In Palästina für die Bedürfnisse des Luide« auch immer geeignet sei. Die Jüdische Elnwanderungs-Konferenz In Palistina fordert In ihrer Revolution dje Abschaffung aller Elnwanderungsbeschrinkungen. Die Konferenz beschloß ferner, ein Zentralkomitee für Unterstützung der neuen Einwanderer zu gründen. Da* Komitee «oll Abteilungen In allen In Betracht kommende« Orten haben. Die Konferenz forderte die Zionistische Organisation auf, einen speziellen Fonds für den Bau von Häusern 'und Herbergen für die neu elntreflenden Einwanderer zu schaffen. Der Fond» soll auch für die anderen Bedürfnisse der Einwanderer sorgen. Die Bestittaotj Sdieloldis la Tel-Awlw Jerusalem. (J.T.A.) Am 14. Dezember fand In Tel- Awlw das BegribnJ» de» vor «ech» Wochen In Chicago auf «Ine tragische Weise ums Leben gekommenen Schefnkln statt Schelnktfl» Leiche wurde auf Kostin der amerikanischen Zlonlsten nach Palästina überführt. „J' An <1er .Bestattung In Tel-Awiw nshmen etwa 5000 Per* •oneit teil. Die .Zöglinge tfmtl eher Schulen «chrltten hinter dem Sarge. "Am offenen Grabe hielten Nachrufe die Rabbiner AaronSdhntmd Uilel, der Bürgermeister von Tel- Awlw, Herr Dleeengoff, und Herr-Dr. Rosen bäum, det frühere Minister für Jüdische Angelegenheiten la Litauen, ', l ::. •!<■ ■

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.