Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- XXX (1925)
- Issue
- Heft 1 (2.1.1925)
- Date
- 1925-01-02
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 IUEDTSCHE RUNDSCHAU Nr. 1 ,^M|lfP«IMMMM « 4* s I daß bcatehende MeimwgsdifferenKn auch offen kämpferisch aufgetragen werden sollen. Allerdings muß das Recht rur Kritik erworben werden durch reale Hilfe. Die Z.V.f.I>. muß mit allen Mittel" die Ausbildung und Uebenlcdlung der Pioniere unterstützen. Gleichzeitig aber wollen vir die jungen Menschen beeinflussen, und «le richtig Informieren, denn viele Fehler kommen von einem Mangel in Erfahrung. V'stt Auseinandersetzung ist schwierig, weil die Oruppcn auch hier In einer uniformierten SclbsUicherhclt In die Er- ©rtcrung eintreten. Schwierig auch dann, wenn nun nicht alle Oruppcn daran gewöhn», ihre Angelegenheiten als öffentlich« W behandeln. Ich finde, daß der höchste Rang der Solidarität einer Oruppe darin Hegt, daß man sich nicht fürchte», die elften«! Preundc krltlach tu behandeln und dennoch menschlich ni Ihnen zu stehen. Wir werdet! Im Lehsten Jahre diese Fragen stets in aller Offenheit erörtern. Zum Schluß erkürt der Rainer, tr habe ein bestimmtes System der Arbeit charakterisiert, für dis er die Zustimmung des Deleglerlentages fordert, da soiwt dl« reale Durchführung schwierig und fruchtlos wäre. Ueber die weitere Fortsetzung der Montag-Nachmittag. <md -Abendsitzung, da* Referat von Ooldmann und die anschließende Diskussion aowie über die Dienstag-Sit/ungeii, werden wir nächstens berichten. Ein Beachhiß Aber die Thesen rur. Organisation«- frage wurde nicht gefaßt, vielmehr wurde folgende Entschließung angenommen: „Der DeJeglertentag begrüßt dia vom Landesvoratnnd ergrif fene Inititatlve, das Problem einer Reform der Organisation der Diskussion und Stellungnahme der gesamten zionistischen OeffentUchkcit zu unterbreiten und einer Losung entgegenzufahren. Er hEltt eine solch* Reform für notwendig, erblickt in ihr eine unerläßliche Voraussetzung für eine Erneuerung der zionistischen Bewegung1 und betrachtet die im Referat über dleae Fragen dargelegten Thesen ata geeignete Daala für dio Gestaltung dieacr Re» Organisation. Erbeauftragt denLandeavoratand,auf derDnsU dieserTbeaen und unter Berücksichtigung der In derDabatta auf dem Deleglertcntag vorgebrachten Gesichtspunkt« eine endgültige Formulierung der Vorschläge mit möglichster Beschleunigung auszuarbeiten, aie baldmöglichst zur fiffent« lieben Diskussion der zionistischen Gesamtheit zu stellen, um sie dann dem Kongress zur Entscheidung unterbreiten zu können." fn der Dlenstag-Naehmlttags-Sltzung erstattete Dr. SMIy Hirsch den Bericht der Finanz-Kommission. Der Etat für das nächste Jahr wurde vom Delegierlrntag rur Kenntnis genommen, dem Landesverband für das Vorjahr finanzielle Dechargc erteil». Die Resolutionen werden wir nachtragen. Dr. Apfel berichtet für die Kommission wegen der Preußischen Landcawahlen. Er betont, daß die Zionlsten Im Wahlkampf die positiven judischen 'Aufgaben in den Vordergrund »teilen werden. Er weist nochmals dio Taktik des C-V., andere Staatsbürger als minderwertig zu bezeichnet!, zurück. Die Kommission stellt den 'Antrag, daß nur solche zionistische Kandidaten aufgestellt werden können, die die M a a s « e rp f 11 c h t für «Ich als bindend anerkennen. Hierauf erstattet Wald mann den Bericht der Kommission für ostjüdischc Arbeit. Es gibt für Zionistcn keinen Unterschied zwischen West- und Ostjuden, aber die Arbeltsmethoden müssen der Eigenart der Gruppen angepaßt werden. Er schiigt namens der ostjüdischen Delegierten Vor, die bisher bestehende gemischte Kommission für ostjQdisdie Arbeit nun auch durch Beschluß de» Delcgicrtcntagcs zu sanktionieren. Er gibt ferner die ErkUrung ah, daß die «»(jüdischen Delegierten einstimmig ihrer Ucbcrtcugung Ausdruck gegeben haben, daß der Verband der ostjüdlschcn Organisationen bei den Wahlen zum Landesverband unter Hintansetzung seiner Sonderintcrcsscn im engsten Einvernehmen mit der ZV.f.D. vorgehen solle. Dr. Rosenfcld (Karlsruhe) stellt de« Antrag, dem Lsndesvorstand Entlastung zu erteilen und würdigt vor allem die Verdienste und die vorbildliche zionistische Haltung des Vorsitzenden Dr. Landaberg. (Stßrmischo Ovation für Dr. Landsberg, die Versammlung erhebt »Ich.) Der Antrag auf Absolutorium wird einstimmig angenommen. Nach einer Pause erstattet Dr. Meyer den Bericht de» Permancnzausschussei. Die Antrage und Beschlüsse werden der nächsten Nummer veröffentlicht. Die Wahlen hatten folgendes Ergebnis: Wahlen Zum Vorsitzenden der Z.V.f.D. wurde Herr Kurt Blumenfcld unter großem Beifall gewählt Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden gewählt: Dr. Martin Rosenblüth und Dr. Alfred Schwär«. Zu Mitgliedern des Landesvorafandes wurden gewählt: In Berlin: Förder, Ooldmann, Hantke, Landauer» Rau, Egon Rosenberg, Georg Strauß, Sandler, Waldmann, Wcltsch, Wolfsberg. Ferner der Vorsitzende der NF-Kommlssion und eine Vertreterin des Frauenbundes. Auswärtige: Ginsburg, Hüb, Sally Hirsch, Jacobsohn, Landsberg, leibowicz, Siegfried Moses, Nußbaum, Rosenfeld, Schocken, Tumpowskl, Wolfsheim. Die Wahlen in die andern Instanzen werden nachgetragen. Scltrillllcbc BctjrOßDQfjen Im Büro des Delcglertentages Ist eine große Anzahl von brieflichen und tclecraphlschen Begrüßungen eingelaufen, die vom Präsidium zur Verlesung gebracht werden. Das Zentralkomilee der Zionistischen Organisalton in Polen schreibt (hebräisch): „Wir bestätigen die Einladung ru Ihrem XX. Dele. gicrtenUg und senden Ihnen iinsern wärmsten Omß mit besten WOiisrhrn für das Gelingen Ihrer 'Arbeit. Wir hoffen, daß auch in Zukunft Ihre Organisation sich durch Ihre starke Disziplin auszeichnen und als Vorbild für die anderen Landesverbände dienen wird. Die gegenwärtige Stunde fordert die Stärkung der Zionistischen Organisation. Wir wären Ihnen sehr zu Danke verpflichtet, wenn Sic uns nach der Tacrung ein Protokoll der Verhandlungen einsenden würden." Von der Zionistischen Organisation Amerika» W folgendes Telegramm aus New York eingelaufen (englisch): „Wir bedauern, daß die Entsendung eines amerüfanl- «heu Vertreters uiiiiiocHch Ist und hegrlißen Ihren Dclegiertentag in voller Würdigung der Bedeutung Ihrer Mitarbeit an der Stärkimg der Zionistischen Organisation und der unzweideutigen Unterstützung der Weltmann-Regierung. Amerikanische Zionislen, Lipsky." Ferner fdnd tefegraphisehe und schriftliche Begrüßungen von folgenden!, andcsorganisatloncn eingelaufen: Zionistische tatidesorganhation Oesterreich, Z''onlsl|*che Föderation Frankreichs, Tschechoslowakischer Landesverband. Zionistisches Zentralkomitee Lemberg, Klo» nlslischcs Zentralkomitee Bulgariens, Zionistischer Landesverband Rumänien*, Zionistische Vereinigung Nor« wegen». Jüdischer Naticmalverband Tranasylva'nlen,. Keren Hajessod Lettland, Kcren Kafeme.th Lemberg, Keren Haje<sod Litauen, Keren Hajcssod B.'atystock, ferner vom Zentralböro der Hltachduth, vom Präsidium des K.J.V., von der Bundesteitung de» Jungjüdischen Wanderbundea usw. Außerdem erhielt der DHegiertentag eine große Zahl von Zuschritten bekan ntcr de«t selter Zionistcn, die nur. irgendeinem Grunde an der Teilnahme verhindert sind, und ihre Wünsche für dai Oellncen der Tagung zum Ausdruck bringen. Darunter Lazarus Barth, Dr. Aron Barth Jacobsohn (Breslau), Orooemann. Koher, Bon. stein (derzeit Haifa), Dr. Blleakl jllalfa), Dublne (Lelpziff). Heinemann (Magdeburg), Sachs (Jerusalem), Landau (Jaffa). Von Reglerungsrat Prof. Sobernheim Ist gleichfalls ein Begrüßungsschreiben eingelaufen. Das Telegramm von UsaUchkln laufet; „Ich begrüße den Dclegiertentag. Mögen alle Vereammeltcn Über alles durchdrungen sein von dem Gedanken: Boden, Boden. Unser Beschluß, hunderttausend uiinam In diesem Jahre zu erwerben, Ist unerschütterlieh und wird unbedingt bald realisiert werden. Die Lelpilger Verpflichtungen erachte Ich als reale Tat.'« n Erullnano des ludaUtlscheo Instituts Am 22, Dezember nachmittag« wurde In Jerusalem das Institut für jüdische Wlsscnscliaften bei der hebräischen UniversHSt feierlich eröffnet. Anwesend waren neben zahlreichen hervorragenden Jüdischen Vertretern auch hohe Regicrungsbeatnte, die ausländischen Konsuln In Jerusalem und Ver- «reter der mohammedanischen und christlichen Institutionen. J L. M a g n e s hielt die Eröffnungsrede. Hierauf begrüßte Herbert Samuel das ticugegründctc Institut. Er führte aus: Alle großen Dinge Im Leben kommen vom Geiste. Von der materiellen Kultur dea alten Judäa sind nur r?ulneu geblieben, jedoch die geistige Kultur dieses Landes, <|ie Propheten und die Lehre des Judaismus, wurden Beslti <Jcr ^nwn Menschheit. Das Institut für Jüdisch« Wissen- «'iahen wird eine Brücke sein, die den Osten mit dem Westen verbindet. * * An» Schlüsse seiner Rede drückte Herbert Samuel dir. Hoffnung aus, daß das Institut eine arabische Ab- «cilung einrichte» wird. Begrüßungsreden hielten dann Prof. Podor für das biochemische Institut; Prof. Orawford im Namen der . .amcr.kansehen Universität zu Beiruf, Dr. Aulbrlght Im "amen des amerikanischen archäologischen Instituts In Jeru- Il"Icm; Prof. Herz barg Im Namen des deutsch-evangesehen Instituts zu Jerusalem. Es sprachen dann U a s I s c h - xtn, Dr. Ruppln, Dr. Thon (Waad Leuml). Schriftliche Begrüßungen sandten der englische Bischof In .Jerusalem "r. Maclnnea, Dr. Wclzmann, Baroh Edmond .t!\ich,,d' Acl'Ä(l Haam, der Oberrabbiner von .-rcngUnd, Dr. J. J U. Herta, Louis Marehall, Felix «A ,t iW *' ^r t V Wc,,tcr Jl,l,an W- M c k t>r- Cyrus •Adler, Oberrabbiner Dr. Chaje», 3 1 i ' 11 Ii"; Oberrabbiner KnU In Jerusalem attackiert Jerusalem. (J,T.A.> Als Oberrabbliier Kuk an dem Hause der Jeschlwah „Ohe! Moschc'* vorbeiging, warf nach ihm ein Jeschiwah-Zögling aus einem Penster des Gebäudes einen mit Wasser gefüllten kupfernen Kniff. Glucklicherweise blieb Kuk unverlctjt. Diese Attacke hat große Erregung unter der Jüdischen Bevölkerung hervorgerufen. Unter der Beteiligung von 150 Rabbinern und führenden Bürgern der Stadt wurde eine Protcstvertammlung abgehalten. In der die Attacke vch.irf verurteilt und dem Oberrabbiner Kuk die Achtung und Sympathie ausgedrückt wurde. Siebente iIöbIsHscJic lanöcskonlerent In "Warschau Warschau. (J.T.A.) Am Donnerstag, den £5. Deicmber, wurde in Warschau die »iebenta Monistische Landeskonfereii» In Anwesenheit von 150 Delegierten eröffne». Der President der Zionistischen Organisation Kongreßpolens, Scjrodeputierter Orönbaum, hielt die Eraffnungircdc in HflbrSlsch und berichtete über die Lage der zionistischen Böwegung und des polnischen Zionismus. Kr betonte die Notwendigkeit der Vereinigung der vier ilonlstlschcn Zentralkomitees In Kongrcß-Poleit, Im Wüna-Geblef, West- und Ott- Oall/icn. Rr sagte, infolge dar katastrophalen Lage der polnischen Judenhelt umfasse die Bewegung für die Pallstlna-Wanderung die gesamte Jüdische Bevölkerung, so daß ru befürchten ist, daß die Kontrolle über die Wanderbewegung verloren geht . Der SekretJr der /lonlutlschen Wclt-Exckutlvc, Dr, Ursel Cohen, begrüßte Im Namen der Exekutive die Konlcrcni und berichtete über die Schaffung eine» politischen Büros mit einer Vertretung beim Völkerbund In Genf, sowie einer Vertretung In Rom. N lord Batfcnr und der Zfoclsmus Eine Rede Balfoura in Leeds. Lord Balfour hat am 16. Dezember In LeaJ* eine Deputation von dorllgen führenden Zionistcn empfangen. Auf die Anfprache des Führers der Deputation, Prof. S. Bro. detrky, erwiderte Balfour, er sei seit langen Jahrent Zlonlst Zum erstenmal fei sein Interenc für den Zionismus geweckt worden, als im Anfang der Jahrhunderts, dt tr noch fra Amte war, ein Vorschlag vorlag, gcv.isfe Teile afrikanischen Gebiets, die verhältnismäßig unbewohnt waren, unbewohnt von Jeglicher rlvilislcrlen Rawe, den Juden imuweisen. Er begeisterte sich für den ursprünglich von Joe Chamberlain «lammenden Gedanken, da er dachte, dart tolfe ein Flecken »ein, wo die Juden, die ru jener Zeit unttt »ehr grausamen und brutalen Verfolgungen in vielen Teilen Europa* litten, Zuflucht finden und, unter dem Schutz der britischen Flagge, Ihren eigenen Ideen und nach ihrer eigenen Form In Frieden leben könnten. „Damals ejschier* mir das «hr annehmbjr," führte Lord Balfour weher .aus, „aber bei meinen Unterhaltungen mit meinem lang« Jährigen Freunde Dr. Wcirmann kam ich bald ru der Ueberreugung, daß es unmöglich wäre, die Ideale der Juden Irgendwo anders als in dem hi«torif.chen Land der Juden ru verwirklichen. Diese» Land, sagte ich mir, Ist so eng mit. ihrer Geschichte, ihrer Tradition, allen ihren heiligsten Erinnerungen und Ihren teuersten Hoffnungen verknüpft, daß es ein kläglicher Versuch sein würde, das, woran Ich und andere, darunter aurh einige Juden für Südamerika, dachten, ausrufuhren. Ich glaube, ein sehr reicher und prominenter Jude hatte damah den Gedanken einer großen jüdischen Siedlung in Argentinien. Ich weiß nicht, was daraus geworden Ist; aber seit jener Unterhaltung mit Dr. Weitmann bin Ich selber Zionist. Deshalb gehörte ich, als der Krieg kam und die Ergebnisse des Krieges e* wahrscheinlich machten, daß das Schicksal von Palastina in den Händen der Alliierten liegen werde, ru den eifrigsten Befürworlcrn des Planes, In jenem Lande eine Heimstätte für die Juden m errichten." „Die Balfour-Deklaration", fuhr Lord Balfour fort, „verkörpert, wenn auch unvollkommen, diese Bestrebupgcn, und fch habe an der Balfour-Deklaratlon — ich brauche kaum ru fagen, nicht etwa bloß weil sie okH mir heiß», sondern aus tieferen Giünden — immer treu festgehalten, Mein Glaube Ist, daß keine ernste Partei, keine bcdculende Nation den wirklichen Wunsch hat, die*e Politik ruckgängig /u machen, jedenfalls nicht;o lange, aU diese Politik reigt, daß sie für die Juden und tur die Welt rrutc Früchte reiligt. Soweit Ich sehen kann derrelt stehen mir keine genauen oder vertraulichen Informationen rur Verfügung aber soweit ich jcUt beurteilen kann, hat dieses wahrhaft kühne und schwierige Experiment Erfolg. Diejenigen, die heute nach Palästina gehen — auch ich habe Hoffnung, Gelegenhelt ru finden, dies ru tun —, kommen mit Berichten ru mir rurück, die mir relgcn, daß die Bewegung /war wie alle Bewegungen am Anfang mit Schwierigkeiten ru kamrfen bat — erwarteten und unerwarteten •—, daß aber diese Schwierigkelten allmählich überwunden werden und daß die Aussichten dieses großen und neuartigen Experimentes all diejenigen mit Hoffnungen erfüllen dürfen, die, wie ich, an den erforderlichen Aasticngunfjen ein tiefes Interesse haben. Manche glauben, der Zionismus sei bloß die Schöpfung tlnlrjer Jüdischer Enthusiasten, die von einigen wenigen jü<hechen Multimillionären gefordert werden. Es kann keinen gröfJrren Irrtum geben. Ich hoffe, es gibt Multimillionäre jüdischer Rasse, Ich bin sogar sicher, daß es welche gibt, die der Bewegung günstig gegenüberstehen. Dlt wirkliche Erhaltung der Bewegung aber geht nicht von den reichen, sondern von den armen Juden aus. Sic Ist Ihr Ideal, sie M ihre Hoffnung, und «le sind bereit, mit ihren nicht sehr reichen Mitteln alles ru tun, was sie persönlich für die Förderung dieser Bewegung tun können. Durch die von Ihnen gegrabenen Kanal« ergießt sich sonisagen der Strom der Oaben nich PaMstina. Ohne ihre Mitarbeit wäre die Bewegung offenbar nicht möglich. Ich glaube, die Schwierigkeiten werden nunmehr überwunden durch diese Vereinigung der Anstrengungen, der jüdischen Großzügigkeit und Freigebigkeit der weitesten Linder Europas und Amerikas einerseits und der Energie, Tüchtigkeit und Sclb&tauf. Opferung der Juden in Palästina andererseits. Diese Vereinijpinsr bt notwendig. Wenn sie zerbräche, wenn die Jud'ii In Palästina eonuagen Ihrer Aufgabe unircu würden oder wenn die Freigebigkeit der Juden außerhalb Palästinas versiegen würde, dann müßte das Experiment notwendigerweise mißglücken. Fch glaube, daß weder das eine noch das andere eintreten wird. Aber ich bin der Ansicht und de$ Glauben?, daß die Welt, soweit sie der Bewegung noch feindlich gegenübersteht, sich bekehren und erkennen wird, daß es eine uralte historische Verbindung r wischen Palästina und der Judcnhcit gibt, und daß vor allen Religionen der Welt die christliche diese Tatiache erkennen und mit wahrer Sympathie das Wachsen, Gedeihen und Blühen der Heimstätte begrüßen sollte, welche die Völker der Welt ru Versailles Großbritannien als Mandatarmacht anvertraut haben. Ich denke, Sie »Ua dürfen von Hoffnung und Vertrauen, das um so wertvoller Ist, well es nicht vermcssenlidt isf. In die Zukunft des großartigen Experiments blicken." BrianiJ öh?r dts raläslüwmsndat Der Warschauer „Nasr Pneglad" veröltenülcht ein Interview mit Aristide Brland, dem französischen Völkerbundsdcleglerlen, über du auf der VölkerbundsratsslUunr rur Weliandlung gelangte PalSitliiamandat Uriand erklärte! daß Oer vom VÖlkcrbuiidsrat bestätigte Bericht dar Mandatskommlsflon einen nur formalen Charakter trage. Er sei überrcugl, daß trotr aller mit dem Mandat verbundenen Schwierigkeiten England »ein beiügllch des Mandats gegebene« Versprechen einhalten wird, Kampf iwlsdieo malistnmetlaDiHclien uad clirlMlichco Arabern Jerusalem. (J.T.A.) Vor einigen Tagen kam es ru einem ernsten Zusammenstoß zwischen Angehörigen des angesehenen mohammedanischen Stammes Dateni und solchen des christlich-arabischen Stammes Staurl. E* irab Ver. wundet» auf beklc«. Selten 9 Pertonen wurden verhaftet L