Der junge Jude
- Journal
- Der junge Jude
- Volume
- 3 (1930)
- Issue
- Heft 4 (Juli 1930)
- Date
- 1930-07-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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^uf Päläsföü^ '$hkear die Gegenw^ßno* cter Juden im dfer Galuth: w& iiiger wichtig -zu nehmen seMen. r :i - , > } : .: 3 Öifesöt; ,,^ölfc&h^^ war üiid ist endlich, obgleich ' in und 'äürcÖ:"^ Bö^oliitibii geformt, •'lii^Vidliali^^dh.;;I>äs;;laM's4eii.. nur söHwerriclrtig verstellen, wenn m än sich vergefeißiiwäT/ti^fc, daß die meiste** fliesef Isf^schen eine spontane soziale vmd auf die Gemeinschäft gerichtete BLaltung haben. Man könnte versuchen, das Gemeinte so auszudrücken: Sie geben sieb nie zugunsten der Gemeinschaft gätizi'atif, jeder legt Wert auf eine private Sphäre außerhalb der Gemeinschaft. Diese private Sphäre ist gleichsam der Hintergrand, vön dem aus die Gemeinschaftsarbeit sich abhöbt. So saih der charakteristische „Helfer", die „Helferin" des Volksheims aus.; Sie, standen einer ostjüdischen Jugend gegenüber,; die noch völlig unsicher, viel stärker als heute in dem Leben ihrer Väter wurzelnd,, gerade in Deutschland „angekommen", Sehnsucht nach etwas Anderem vorwärtstrieb. Man darf vom Vollfesheim nicht sprechen, ohne die Fehler, die bei der ersten Begegnung dieser beiden Menschengruppen gemacht worden sind, zu erwähnen: Jugendlichen,, die noch nicht Deutsch konnten, sudhte man den Geschmack an Gedichten von Stephan George beizubringen; Mädchen, die fast nichts von Haushalt und Wirtschaft verstanden, wurden von der Notwendigkeit einer kunstgewerblichen Ausbildung überzeugt und so zu einem Teil einer „vernünftigen" Berufsausbildung entfremdet. Es wurden unter den Jugendlichen eine Keihe von Genies entdeckt, denen dadurch die Einordnung in primitivere Berufe erschwert wurde. Auf der anderen Seite erlebten die meisten zum ersten Male die Beglückung einer werdenden Gemeinschaft. Der einzelne Jugendliche enipfand sich als Gegenstand der Sorge pnd der Bemühung eines Manschen aus einer anderen Schicht. Die Aussicht auf ein sinnvolleres Leben und einen vernünftigen Beruf gaben dem Einzelnen einen neuen Mittelpunkt für sein Leben. Der Individualismus der Helfer löste sich. Man sah, daß vieles, was man (konnte und was. bisher unausgenützt brach lag, eine praktische Bedeutung finden konnte. Ein Letztes kam noch hinzu: Das jüdische Volksheiin in Berlin war fast die einzige Stätte Jüdischen Lebens in Deutschland, an deren Gestaltung junge jüdische Mädchen und Frauen einen -bestimmenden Einfluß gehabt halben. Hier ist es — ganz anders, als in den ausschließlich männlich geführten und bestimmten Jugendbünden — gelungen, daß das Wollen von jungen Frauen und jungen Männe"rn sich zu einem einzigartigen Werke verband. Ich glaube daß auch^ dadurch, dieser Mensehenkreis zu einem „Heim" werden konnte. Das Volksheim verlor, nach und nach die breite Schicht von Helfern. Es nahm immer stärker die Züge der Jugendbewegung an. Aus den Helfern wurden Führer, aus der „H&lfeMfeühg" wurde näieh schmerzlichen Kämpften die „homogene" Führerschaftsleitung. Nachdem die letzte Ferienkolonie des Volksheiines in Müritz im Jahre 1923 —- von deren sagenhaf ter Schönheit noch die Kinder fder vielen junjgein Menschen zu erzählen wissen werden, die sitth dort ,;für imme? gefunden" haben, «zu Ende war, vollzog si(^!der! ge sehicfitlieh ^eyördene Ums(^wuhg zur reinen JügeMb^We§un^i Die mefeten'd&if frühen ausgeübten sozialen Funkti^^'hatten äieh in m